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Title:
DEVICE FOR PRODUCING A BAKED GOOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/156027
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (100) for producing a baked good (115). The device (100) comprises an accommodating unit (103), which is designed to accommodate a capsule (113), wherein the capsule (113) comprises ingredients for producing a baked good (115). Furthermore, the device (100) comprises a baking unit (104), which is designed to bake a dough, and an output unit (106) for outputting a baked good (115) baked in the baking unit (104). In addition, the device (100) comprises a control unit (101), which is designed to cause dough, which comprises the ingredients from a capsule inserted into the accommodating unit (103), to be baked in the baking unit (104). The control unit (101) is also designed to cause the baked good (115) baked from the dough to be output by means of the output unit (106).

Inventors:
SCHÜSSLER, Andreas (Bereiteranger 5, München, 81541, DE)
SCHUSTER, Lucia (Schwanthalerstr. 95, München, 80336, DE)
WINNER, Sebastian (Batschkaweg 15, Giengen, 89537, DE)
REHFUSS, Evgeni (Streitfeldstr. 13, München, 81673, DE)
PEIJAN, Anne (Wusterwitzer Str. 16a, Bensdorf, 14789, DE)
FISCHER, Manuel (Aboldstraße 8, Schechen, 83135, DE)
METZ, Rudolf (Rotwandstraße 18, Pullach, 82049, DE)
Application Number:
EP2016/055543
Publication Date:
October 06, 2016
Filing Date:
March 15, 2016
Export Citation:
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Assignee:
BSH HAUSGERÄTE GMBH (Carl-Wery-Str. 34, München, 81739, DE)
International Classes:
A21B5/02; A21B7/00
Foreign References:
DE102010034791A12011-08-11
DE202012006367U12012-10-22
DE102010064113A12012-06-28
Other References:
None
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

Gerät (100) zur Herstellung eines individuell portionierten Backerzeugnisses (1 15), wobei das Gerät (100) umfasst,

- eine Aufnahmeeinheit (103), die eingerichtet ist, eine kompakte Kapsel (1 13) aufzunehmen, wobei die Kapsel (1 13) eine Menge von Inhaltsstoffen umfasst, die genau für die Herstellung eines individuell portionierten Backerzeugnisses (1 15) ausreicht; wobei die Inhaltsstoffe eine Backmischung für das Backerzeugnis (1 15) umfassen; wobei die Aufnahmeeinheit (103) eine Öffnung aufweist, durch die die Kapsel (1 13) in das Gerät (100) eingeführt werden kann; und wobei die Aufnahmeeinheit (103) eingerichtet ist, die Kapsel (1 13) zu öffnen, um die Inhaltsstoffe freizusetzen;

- einen Mischer, der eingerichtet ist, einen Teig für das Backerzeugnis (1 15) aus der Backmischung herzustellen;

- eine Backeinheit (104), die eingerichtet ist, den Teig zu backen;

- eine Ausgabeeinheit (106) zur Ausgabe eines in der Backeinheit (104) gebacke- nen Backerzeugnisses (1 15); und

- eine Steuereinheit (101 ), die eingerichtet ist, zu veranlassen,

- dass aus den Inhaltsstoffen einer in die Aufnahmeeinheit (103) eingeführten Kapsel (1 13) ein Teig hergestellt wird;

- dass der Teig in der Backeinheit (104) gebacken wird; und

- dass das aus dem Teig gebackene individuell portionierte Backerzeugnis (1 15) über die Ausgabeeinheit (106) ausgegeben wird.

Gerät (100) gemäß Anspruch 1 , wobei die Backeinheit (104) eingerichtet ist, den Teig zumindest teilweise durch Einwirken eines erwärmten gasförmigen Mediums (108) zu backen.

Gerät (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches einen Behälter zur Aufnahme einer Flüssigkeit umfasst, und dessen Mischer eingerichtet ist, den Teig aus der Backmischung und der Flüssigkeit aus dem Behälter herzustellen. Gerät (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei

a. die Kapsel (1 13) ein Identifikationsmittel aufweist; und

b. die Steuereinheit (101 ) eingerichtet ist, auf Basis der Identifikationsmittel, Information bezüglich des Backerzeugnisses (1 15) zu ermitteln, welches aus den Inhaltsstoffen der Kapsel (1 13) hergestellt werden kann.

Gerät (100) gemäß Anspruch 4, wobei die Identifikationsmittel ein oder mehrere umfassen von: einen QR-Code, einen Barcode, einen Magnetchip, einen elektronischen Chip, ein äußeres Erscheinungsbild der Kapsel (1 13), ein Identifikationsmuster und/oder eine Identifikationsnummer.

Gerät (100) gemäß einem der Ansprüche 4 und 5, wobei die Information bezüglich des Backerzeugnisses (1 15) ein oder mehrere umfasst von: eine Backtemperatur, eine Backzeit und/oder eine Form des Backerzeugnisses (1 15).

Gerät (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gerät (100) eine Verformungseinheit (104) umfasst, die eingerichtet ist, den Teig für das Backerzeugnis (1 15) zu formen.

Gerät (100) gemäß Anspruch 7, wobei

a. die Verformungseinheit (104) eingerichtet ist, Teig in eine Vielzahl von unterschiedlichen Formen zu formen; und

b. die Steuereinheit (101 ) eingerichtet ist, eine erste Form aus der Vielzahl von Formen für das Backerzeugnis (1 15) zu ermitteln, und die Verformungseinheit (104) zu veranlassen, den Teig für das Backerzeugnis (1 15) gemäß der ersten Form zu formen.

Gerät (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei

a. über eine Benutzerschnittstelle (102) Parameter für das Backerzeugnis eingegeben werden können; und

b. die Parameter ein oder mehrere umfassen von: eine Form des Backerzeugnisses (1 15), einen Grad der Süße des Backerzeugnisses (1 15) und/oder eine Backstufe zur Herstellung des Backerzeugnisses (1 15).

10. Gerät (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Steuereinheit (101 ) eingerichtet ist,

a. zu detektieren, dass die Kapsel (1 13) in die Aufnahmeeinheit (103) eingeführt wird; und

b. in Reaktion darauf, die Herstellung des Backerzeugnisses (1 15) aus den Inhaltsstoffen der eingeführten Kapsel (1 13) zu veranlassen.

1 1. Gerät (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei

a. das Gerät (100) einen Behälter zur Aufnahme von Süßmittel umfasst; und b. die Steuereinheit (101 ) eingerichtet ist, einen Grad der Süße des herzustellenden Backerzeugnisses (1 15) zu ermitteln, und zu veranlassen, dass Süßmittel gemäß dem Grad der Süße dem Teig für das Backerzeugnis (1 15) zugeführt wird.

12. Gerät (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Ausgabeeinheit (106) eingerichtet ist, das Backerzeugnis (1 15) vor der Ausgabe zu kühlen.

13. Gerät (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gerät (100) eine Dekorationseinheit umfasst, die eingerichtet ist, essbares Material zur Dekoration auf das Backerzeugnis (1 15) aufzubringen.

Description:
Gerät zur Herstellung eines Backerzeugnisses

Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Herstellung von Backwaren, insbesondere zur Herstellung eines individuell portionierten Backerzeugnisses.

Es sind automatische Kaffeemaschinen, insbesondere Espressomaschinen, bekannt, die es einem Nutzer ermöglichen, in individueller Weise eine Tasse Kaffee herzustellen. Dabei können bei der Herstellung der Tasse Kaffee geschmacksbestimmende Parameter wie Wassermenge oder Kaffeepulvermenge individuell an die Präferenzen des Nutzers angepasst werden.

Viele Nutzer konsumieren zu einer Tasse Kaffee gerne ein Stück süßes Gebäck, wie z.B. einen Keks bzw. einen„Cookie". Das vorliegende Dokument befasst sich mit der technischen Aufgabe, ein Gerät bereitzustellen, welches es einem Nutzer ermöglicht, in effizien- ter und individueller Weise ein Backerzeugnis herzustellen.

Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind insbesondere in den abhängigen Patentansprüchen definiert, in nachfolgender Beschreibung beschrieben oder in beigefügter Zeichnung dar- gestellt.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird ein Gerät zur Herstellung eines Backerzeugnisses beschrieben. Insbesondere kann durch das Gerät ein individuell portioniertes Backerzeugnis, z.B. ein einzelner Keks, hergestellt werden. Das Gerät umfasst eine Aufnah- meeinheit, die eingerichtet ist, eine Kapsel (bzw. eine Kartusche) aufzunehmen. Dabei umfasst die Kapsel Inhaltsstoffe für die Herstellung eines Backerzeugnisses. Insbesondere kann die Kapsel eine Menge von Inhaltsstoffen enthalten, die für die Herstellung genau eines einzigen Backerzeugnisses ausreicht. Mit anderen Worten, die Menge von Inhaltsstoffen in einer Kapsel kann genau für die Herstellung eines einzigen Backer- Zeugnisses portioniert sein. Die Aufnahmeeinheit kann eine (ggf. verschließbare) Öffnung aufweisen, durch die die Kapsel in das Gerät eingeführt werden kann. Des Weiteren kann die Aufnahmeeinheit eingerichtet sein, die Kapsel zu öffnen, um die Inhaltsstoffe der Kapsel freizusetzen. Die Kapsel ist typischerweise zur Aufbewahrung luftdicht verschlossen. Eine Seite der Kapsel kann durch eine Folie gebildet sein, und die Aufnahmeeinheit kann eingerichtet sein, die Folie von der Kapsel zu entfernen oder die Folie der Kapsel zu durchstoßen, um die Inhaltsstoffe der Kapsel freizusetzen.

Das Gerät kann einen Flüssigkeitsbehälter zur Aufnahme von Wasser oder einer anderen Flüssigkeit, beispielsweise Milch, umfassen. Die Inhaltsstoffe der Kapsel können eine Backmischung für das Backerzeugnis umfassen. Des Weiteren kann das Gerät einen Mischer umfassen, der eingerichtet ist, den Teig für das Backerzeugnis aus der Backmischung und aus Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsbehälter herzustellen. Die Verwendung von Kapseln mit Backmischungen ermöglicht die Verwendung relativ kompakter und leichter Kapseln. Insbesondere kann eine Kapsel derart kompakt sein, dass die Kapsel ein Volumen bzw. ein Fassungsvermögen aufweist, das substantiell dem Volumen der darin enthaltenen Inhaltsstoffe entspricht. Beispielsweise kann das Fassungsvermögen einer Kapsel das Volumen an Inhaltsstoffen der Kapsel nur um 20%, 10% oder weniger übersteigen. Das Gerät kann auch eingerichtet sein, um eine Backmischung zu verarbeiten, in welcher die für den Teig erforderliche Flüssigkeit bereits enthalten ist. Dabei kann die Flüssigkeit in einem separierten Teilbereich der Kapsel enthalten und somit zwecks einfacherer Lagerung von weiteren, trockenen Bestandteilen der Backmischung getrennt sein, oder die Backmischung kann eine feuchte und insbesondere zur weiteren Verarbeitung fertige Verbindung sein. In einem solchen Fall beschränkt sich die Funktion des Mischers gegebenenfalls auf das Entnehmen der Verbindung aus der Kapsel sowie Kneten und Formen, wie es für die Bildung des gewünschten Backerzeugnisses erforderlich sein mag. Ein Behälter für Flüssigkeit ist an einem solchen Gerät dann nicht erforderlich. Das Gerät umfasst weiter eine Backeinheit, die eingerichtet ist, einen Teig zu backen. Außerdem umfasst das Gerät eine Ausgabeeinheit zur Ausgabe eines in der Backeinheit gebackenen Backerzeugnisses. Des Weiteren umfasst das Gerät eine Steuereinheit, die eingerichtet ist, zu veranlassen, dass aus den Inhaltsstoffen einer in die Aufnahmeeinheit eingeführten Kapsel ein Teig hergestellt wird, und dass der Teig in der Backeinheit gebacken wird. Die Steuereinheit ist weiter eingerichtet, zu veranlassen, dass das aus dem Teig gebackene, individuell portionierte, Backerzeugnis über die Ausgabeeinheit ausgegeben wird. Das Gerät ermöglicht es somit einem Nutzer in einfacher Weise, ein individuell portioniertes Backerzeugnis herzustellen. Insbesondere kann durch das Einführen einer kompakten Kapsel in die Aufnahmeeinheit des Geräts die Herstellung eines individuell portionierten Backerzeugnisses aus den Inhaltsstoffen der eingeführten Kapsel bewirkt werden. Die Backeinheit kann eingerichtet sein, den Teig zumindest teilweise durch Einwirken eines erwärmten gasförmigen Mediums zu backen. Mit anderen Worten, in der Backeinheit kann ein Backprozess durchgeführt werden, bei dem der Teig expandieren kann und bei dem das Backerzeugnis eine knusprige Oberfläche und Textur erhalten kann. Alternativ oder ergänzend zu der Verwendung von Kapseln mit einer Backmischung können die Inhaltsstoffe einer Kapsel den Teig für das Backerzeugnis umfassen. Der fertige Teig aus der Kapsel kann somit direkt zur Herstellung des Backerzeugnisses (z.B. zum Backen in der Backeinheit) verwendet werden. So kann die Herstellung des Backerzeugnisses beschleunigt werden.

Die Kapsel kann ein Identifikationsmittel aufweisen. Das Identifikationsmittel kann z.B. einen QR-Code, einen Barcode, einen Magnetchip, einen elektronischen Chip, ein äußeres Erscheinungsbild der Kapsel, ein Identifikationsmuster und/oder eine Identifikationsnummer umfassen. Die Steuereinheit kann eingerichtet sein, auf Basis der Identi- fikationsmittel Information bezüglich des Backerzeugnisses zu ermitteln, welches aus den Inhaltsstoffen der Kapsel hergestellt werden kann. Die Information bezüglich des Backerzeugnisses kann anzeigen, wie das Backerzeugnis durch das Gerät hergestellt werden soll. Insbesondere kann die Information bezüglich des Backerzeugnisses z.B. eine Backtemperatur, eine Backzeit und/oder eine Form des Backerzeugnisses umfassen. Durch die Verwendung von Identifikationsmitteln wird die Herstellung eines individuell portionierten Backerzeugnisses weiter vereinfacht. Das Gerät kann eine Verformungseinheit umfassen, die eingerichtet ist, den Teig für das Backerzeugnis zu formen. Insbesondere kann die Verformungseinheit eingerichtet sein, Teig in eine Vielzahl unterschiedlicher (ggf. vordefinierten) Formen zu formen (z.B. anhand von einer Vielzahl unterschiedlicher Backformen). Die Steuereinheit kann eingerichtet sein, eine erste Form aus der Vielzahl von (ggf. vordefinierten) Formen für das Backerzeugnis zu ermitteln, und die Verformungseinheit zu veranlassen, den Teig für das Backerzeugnis gemäß der ersten Form zu formen. Die erste Form kann auf Basis der Identifikationsmittel der Kapsel und/oder auf Basis einer Nutzereingabe ermittelt werden. Die Verformungseinheit ermöglicht somit eine weitere Individualisierung des hergestellten Backerzeugnisses.

Das Gerät kann eine Benutzerschnittstelle umfassen. Alternativ oder ergänzend kann über ein elektronisches Gerät (z.B. ein mobiles Endgerät, wie ein Smartphone) eine Benutzerschnittstelle bereitgestellt werden. Über die Benutzerschnittstelle können Parameter für das Backerzeugnis eingegeben werden. Dabei können die Parameter z.B. eine Form des Backerzeugnisses, einen Grad der Süße des Backerzeugnisses und/oder eine Backstufe zur Herstellung des Backerzeugnisses umfassen. Durch die Bereitstellung einer Benutzerschnittstelle wird eine weitere Individualisierung des Backerzeugnisses ermöglicht. Die Steuereinheit kann eingerichtet sein, zu detektieren, dass die Kapsel in die Aufnahmeeinheit eingeführt wird oder ist. Des Weiteren kann die Steuereinheit eingerichtet sein, in Reaktion darauf (ggf. direkt, ohne weitere Eingabe durch einen Nutzer), die Herstellung des Backerzeugnisses aus den Inhaltsstoffen der eingeführten Kapsel anzustoßen. Es wird somit eine weiter vereinfachte Herstellung eines individuell portionierten Backer- Zeugnisses ermöglicht.

Das Gerät kann einen Behälter zur Aufnahme von Süßmittel (z.B. Zucker) umfassen. Die Steuereinheit kann eingerichtet sein, einen Grad der Süße des herzustellenden Backerzeugnisses zu ermitteln, und zu veranlassen, dass Süßmittel gemäß dem Grad der Süße dem Teig für das Backerzeugnis zugeführt wird. Die Bereitstellung eines Behälters zur Aufnahme von Süßmittel ermöglicht somit eine weitere Individualisierung des Backerzeugnisses. Das Gerät kann eine Dekorationseinheit umfassen, die eingerichtet ist, essbares Material zur Dekoration (z.B. Schokolade und/oder Zuckerguss) auf das Backerzeugnis aufzubringen. Durch die Dekorationseinheit wird eine weitere Individualisierung des Backerzeugnisses ermöglicht. Die Ausgabeeinheit kann eingerichtet sein, das Backerzeugnis vor der Ausgabe zu kühlen. Durch das Kühlen im Anschluss an den Backprozess in der Backeinheit kann der Herstellungsprozess des Backerzeugnisses beschleunigt werden, da das Backerzeugnis schneller an einen Nutzer ausgegeben werden kann. Es ist zu beachten, dass jegliche Aspekte des in diesem Dokument beschriebenen Gerätes in vielfältiger Weise miteinander kombiniert werden können. Insbesondere können die Merkmale der Patentansprüche in vielfältiger Weise miteinander kombiniert werden.

Im Weiteren wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausfüh- rungsbeispiels näher beschrieben. Dabei zeigt Figur 1 ein Blockdiagramm eines beispielhaften Geräts zur Herstellung eines Backerzeugnisses.

Wie eingangs dargelegt, befasst sich das vorliegende Dokument mit der individuellen Zubereitung eines Backerzeugnisses. Fig. 1 zeigt in diesem Zusammenhang ein Blockdia- gramm eines Geräts 100 zur Herstellung eines Backerzeugnisses, wie z.B. eines Kekses. Das Gerät 100 kann als ein Haushaltsgerät, insbesondere als ein Küchengerät, bereitgestellt sein. Alternativ kann das Gerät 100, ähnlich wie ein Kaffeeautomat, in einem öffentlichen Gebäude bereitgestellt sein, um, z.B. gegen Zahlung einer Gebühr, ein individuelles Backerzeugnis bereitzustellen.

Das Gerät 100 umfasst eine Steuereinheit 101 , die eingerichtet ist, den Herstellungsprozess des Backerzeugnisses zu steuern. Über eine Benutzerschnittstelle 102 kann ein Nutzer die Herstellung des Backerzeugnisses initiieren. Des Weiteren können über die Benutzerschnittstelle 102 ein oder mehrere Parameter des Herstellungsprozesses von dem Nutzer angepasst werden (z.B. eine Bräunungsstufe des Backerzeugnisses). Das Gerät 100 umfasst eine Aufnahmeeinheit 103 zur Aufnahme einer Kapsel 1 13 (bzw. einer Kartusche oder einer Patrone). Die Kapsel 1 13 kann durch einen Nutzer in die Aufnahmeeinheit 103 eingeführt werden. Die Aufnahmeeinheit 103 kann als Öffnung z.B. einen der Form der Kapsel 1 13 entsprechenden Spalt aufweisen. Durch das Einführen der Kapsel 1 13 kann ggf. direkt der Herstellungsprozess des Backerzeugnisses angesto- ßen werden (ohne weitere Eingabe über die Benutzerschnittstelle 102).

Die Kapsel 1 13 kann den für die Herstellung des Backerzeugnisses erforderlichen Teig enthalten. Dabei enthält die Kapsel 1 13 typischerweise nur so viel Teig, wie für die Herstellung eines Backerzeugnisses (z.B. eines Kekses) benötigt wird. Es kann somit die Herstellung individuell portionierter Backerzeugnisse bewirkt werden.

Unterschiedliche Kapseln 1 13 können unterschiedlichen Teig zur Herstellung von geschmacklich unterschiedlichen Backerzeugnissen enthalten. So kann ein Nutzer durch das Einführen unterschiedlicher Kapseln 1 13 zu unterschiedlichen Zeitpunkten Backer- Zeugnisse mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen herstellen lassen.

Das Gerät 104 kann weiter eine Verformungseinheit 104 umfassen, die eingerichtet ist, den Teig aus der Kapsel 1 13 in eine bestimmte drei-dimensionale (3D) Form zu bringen. Beispielsweise kann die Verformungseinheit 104 ein oder mehrere ggf. unterschiedliche vordefinierte Backformen aufweisen, in die der Teig aus einer Kapsel 1 13 aufgenommen werden kann. Eine Backform kann z.B. von einem Nutzer und/oder in Abhängigkeit von der Kapsel 1 13 ausgewählt werden, und der Teig kann aus der Kapsel 1 13 in die ausgewählte Backform überführt (z.B. gepresst) werden. Der geformte Teig kann dann (ggf. in der Backform) in eine Backeinheit 105 (z.B. in einen Backofen) des Geräts 100 überführt werden. In der Backeinheit 105 wird der Teig typischerweise zumindest teilweise durch ein erhitztes gasförmiges Medium 108 (z.B. erhitzte Luft) gebacken, um das Backerzeugnis 1 15 herzustellen. Im Anschluss an den Backvorgang in der Backeinheit 105 kann das gebackene Backerzeugnis 1 15 über eine Ausgabeeinheit 106 an den Nutzer ausgegeben werden. In der Ausgabeeinheit 106 kann das Backerzeugnis 1 15 ggf. gekühlt werden, bevor ein Zugriff auf das Backerzeugnis 1 15 durch den Nutzer ermöglicht wird. So kann vermieden werden, dass sich der Nutzer bei der Entgegennahme des frisch hergestellten Backerzeugnisses 1 15 die Finger verbrennt.

Das Gerät 100 ermöglicht somit die Herstellung eines individuell portionierten Backer- Zeugnisses 1 15 (z.B. eines einzelnen Kekses). Der dafür erforderliche Teig kann über eine Kapsel 1 13 in das Gerät 100 eingebracht werden. Die Kapsel 1 13 kann Identifikationsmittel, z.B. in Form eines QR-Codes, eines Barcodes, einer Identifikationsnummer, eines Identifikationsmusters, eines Magnetchips und/oder einer äußeren Erscheinungsform der Kapsel 1 13, aufweisen. Die Steuereinheit 101 kann auf Basis der Identifika- tionsmittel ermitteln, welches Backerzeugnis 1 15 mit dem Teig in der Kapsel 1 13 hergestellt werden soll. Des Weiteren können Herstellungsparameter, wie z.B. die zu verwendende Backform, die zu verwendende Backtemperatur, die zu verwendende Backdauer etc. auf Basis von den Identifikationsmitteln ermittelt werden. Dazu können die Herstellungsparameter für unterschiedliche Backerzeugnisse 1 15 auf einer Speichereinheit 108 des Geräts 100 gespeichert sein. Die Steuereinheit 101 kann dann auf Basis der Identifikationsmittel die Herstellungsparameter für ein Backerzeugnis 1 15 von der Speichereinheit 108 beziehen.

Die Aufnahmeeinheit 103 kann eingerichtet sein, die luftdicht verschlossene Kapsel 1 13 zu öffnen oder anderweitig zu erschließen. Der in der Kapsel 1 13 enthaltene Teig kann durch die Verformungseinheit 104 in eine vorgegebene oder in eine von einem Nutzer gewählte 2,5-dimensionale oder 3-dimensionale Form gebracht werden. Der geformte Teig kann anschließend durch ein geeignetes Verfahren gebacken werden. Das Backverfahren kann dabei auch Mikrogaren, Durchlauf-Garen, Infrarotbacken, Mikrowellen- Garen, etc. umfassen.

Alternativ zu einem fertigen Teig kann über die Kapsel 1 13 eine trockene Backmischung für ein Backerzeugnis 1 15 bereitgestellt werden. Das Gerät 100 kann einen Wassertank (nicht in Fig. 1 dargestellt) aufweisen. Des Weiteren kann das Gerät 100 eingerichtet sein, die Backmischung aus der Kapsel 1 13 mit Wasser aus dem Wassertrank zu mischen (z.B. innerhalb der Verformungseinheit 104), um den Teig für das Backerzeugnis 1 15 herzustellen. Die Kapsel 1 13 wird durch einen Nutzer in die Aufnahmeeinheit 103 eingeführt, wobei die Aufnahmeeinheit 103 verschließbar sein kann (z.B. durch eine Klappe oder ein Schubelement). Über die Identifikationsmittel können z.B. die Sorte, die Geschmacksrichtung, die Geometrie und die Herstellungsparameter des Backerzeugnisses 1 15 ermittelt werden. Die Geschmacksrichtung und evtl. weitere Informationen bzgl. des Backerzeugnisses 1 15 können über die Benutzerschnittstelle 102 (z.B. über eine Anzeige des Geräts 100) ausgegeben werden. Über die Benutzerschnittstelle 102 kann ggf. zusätzlich die Härte des Backerzeugnisses 1 15 und/oder der Zuckergehalt des Backerzeugnisses 1 15 individuell gewählt werden. Ebenso kann über die Benutzerschnittstelle 102 ggf. die Form des Backerzeugnisses 1 15 aus einer gegebenen Vorauswahl durch den Nutzer ausgewählt wer- den.

Nach der Auswahl von Einstellungen kann der Herstellungsvorgang über die Benutzerschnittstelle 102 durch den Nutzer initiiert werden. Alternativ zu einer Eingabe über eine Benutzerschnittstelle 102 des Geräts 100 kann ggf. eine Schnittstelle über ein mobiles Gerät (z.B. ein Smartphone oder Tablet PC) bereitgestellt werden, welches über eine drahtlose Schnittstelle wie Bluetooth, WLAN, NFC, etc. mit dem Gerät 100 verbunden ist.

Der Teig wird im Inneren des Geräts 100 (insbesondere in der Verformungseinheit 104 und der Backeinheit 105) verarbeitet, geformt und gebacken. Über eine Ausgabeeinheit 106 wird das fertige Backerzeugnis 1 15 z.B. auf einer Auslage des Geräts 100 ausgegeben.

Die für den Betrieb des Geräts 100 erforderliche elektrische Energie kann z.B. über einen drahtgebundenen Netzanschluss, über ein Magnetfeld und/oder über Solarzellen bereit- gestellt werden.

Das Gerät 100 kann eine Dekorationseinheit (nicht in Fig. 1 dargestellt) umfassen, die eingerichtet ist, das Backerzeugnis 1 15 vor der Ausgabe (z.B. mit Schokolade, Zucker- guss oder Lebensmittelfarbe) zu verzieren.

Das in diesem Dokument beschriebene Gerät 100 ermöglicht die effiziente und individuelle Herstellung eines Backerzeugnisses 1 15 (z.B. eines einzelnen Kekses). Unterschiedliche Backerzeugnisse 1 15 können durch Einführen von unterschiedlichen Kapseln 1 13 ausgewählt werden. Des Weiteren ermöglicht das Gerät 100 ggf. weitere Individualisierungen hinsichtlich Form, Zusammensetzung, Süße (Zuckergehalt), und/oder Härte (Backdauer) des Backerzeugnisses 1 15.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt. Insbesondere ist zu beachten, dass die Beschreibung und die Figuren nur das Prinzip des vorgeschlagenen Geräts veranschaulichen sollen.