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Title:
DEVICE FOR PRODUCING LASER RADIATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/091392
Kind Code:
A1
Abstract:
Device for producing laser radiation (10a, 10c), comprising a component (1) having an entry face (2) and an exit face (3), a first lens array (4) on the entry face (2) which comprises a plurality of lenses (5a, 5c, 5e) arranged next to one another in the X direction, and a second lens array (6) on the exit face (3) which comprises a plurality of lenses (7a, 7c, 7e) arranged next to one another in the Y direction, wherein the laser radiation (10a, 10c), with regard to the X and Y direction, is deflected at a different angle by a first of the lenses (5a, 5c, 5e) of the first lens array (4) than by a second of the lenses (5a, 5c, 5e) of the first lens array (4), and/or wherein the laser radiation (10a, 10c), with regard to the X and Y direction, is deflected at a different angle by a first of the lenses (7a, 7c, 7e) of the second lens array (6) than by a second of the lenses (7a, 7c, 7e) of the second lens array (6).

Inventors:
MITRA, Thomas (Auf der Hohen Fuhr 8, Dortmund, 44309, DE)
Application Number:
EP2014/077822
Publication Date:
June 25, 2015
Filing Date:
December 15, 2014
Export Citation:
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Assignee:
LIMO PATENTVERWALTUNG GMBH & CO. KG (Bookenburgweg 4-8, Dortmund, 44319, DE)
International Classes:
G02B19/00; G02B3/00; G02B6/42; G02B27/09; H01S5/40
Foreign References:
EP2309309A22011-04-13
US6407870B12002-06-18
US20110002042A12011-01-06
EP2309309A22011-04-13
Attorney, Agent or Firm:
BASFELD, Rainer et al. (Fritz Patent- & Rechtsanwälte, Postfach 15 80, Arnsberg, 59705, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Vorrichtung zur Formung von Laserstrahlung (10a, 10b, 10c, 10d, 10e), umfassend ein Bauteil (1) mit einer Eintrittsfläche (2) und einer

Austrittsfläche (3), ein erstes Linsenarray (4) auf der Eintrittsfläche (2) zur

Ablenkung und/oder Abbildung und/oder Kollimation der

Laserstrahlung (10a, 10b, 10c, 10d, 10e, 10f), das eine

Mehrzahl von in einer ersten Richtung (X) nebeneinander angeordneten Linsen (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) aufweist, sowie ein zweites Linsenarray (6) auf der Austrittsfläche (3) zur Ablenkung und/oder Abbildung und/oder Kollimation der

Laserstrahlung (10a, 10b, 10c, 10d, 10e, 10f), das eine

Mehrzahl von in einer zweiten, zu der ersten Richtung (X) senkrechten, Richtung (Y) nebeneinander angeordneten Linsen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Linsenarray (4) so gestaltet ist, dass von einer ersten der Linsen (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) des ersten Linsenarrays (4) die Laserstrahlung (10a, 10b, 10c, 10d, 10e, 10f) hinsichtlich der ersten Richtung (X) und/oder hinsichtlich der zweiten

Richtung (Y) unter einem anderen Winkel abgelenkt wird als von einer zweiten der Linsen (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) des ersten Linsenarrays (4), und/oder dass das zweite Linsenarray (6) so gestaltet ist, dass von einer ersten der Linsen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) des zweiten

Linsenarrays (6) die Laserstrahlung (10a, 10b, 10c, 10d, 10e, 10f) hinsichtlich der ersten Richtung (X) und/oder hinsichtlich der zweiten Richtung (Y) unter einem anderen Winkel abgelenkt wird als von einer zweiten der Linsen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) des zweiten Linsenarrays (6).

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Linsenarray (4) und/oder das zweite Linsenarray (6) so gestaltet sind, dass durch eine Linse (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) des ersten Linsenarrays (4) hindurchgetretene Laserstrahlung (10a, 10b, 10c, 10d, 10e, 10f) genau durch eine Linse (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) des zweiten Linsenarrays (6) hindurch tritt, wobei insbesondere die Anzahl der Linsen (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) des ersten Linsenarrays (4) der Anzahl der Linsen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) des zweiten Linsenarrays (6) entspricht.

3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass die Eintrittsfläche (2) in der ersten Richtung (X) ausgedehnter ist als die Austrittsfläche (3) und/oder dass die Austrittsfläche (3) in der zweiten Richtung (Y) ausgedehnter ist als die Eintrittsfläche (2).

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch

gekennzeichnet, dass unterschiedliche Linsen (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) des ersten Linsenarrays (4) eine unterschiedliche keilförmige Struktur, insbesondere hinsichtlich der zweiten Richtung (Y), aufweisen und/oder dass unterschiedliche Linsen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) des zweiten Linsenarrays (6) eine unterschiedliche keilförmige Struktur, insbesondere hinsichtlich der ersten Richtung (X), aufweisen.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Linsen (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) des ersten Linsenarrays (4) in der zweiten Richtung (Y) versetzt zueinander angeordnet sind und/oder dass die Linsen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) des zweiten Linsenarrays (6) in der ersten

Richtung (X) versetzt zueinander angeordnet sind.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch

gekennzeichnet, dass die Linsen (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) des ersten Linsenarrays (4) und/oder die Linsen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) des zweiten Linsenarrays (6) als Zylinderlinsen oder zylinderähnliche Linsen ausgebildet sind.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Zylinderachsen der Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) des ersten Linsenarrays (4) senkrecht zu mindestens einer der

Zylinderachsen der Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) des zweiten Linsenarrays (6)

ausgerichtet ist.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch

gekennzeichnet, dass die Zylinderachsen der Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) des ersten Linsenarrays (4) entweder parallel zu der ersten Richtung (X) sind oder einen Winkel von weniger als 45°, vorzugsweise weniger als 35°, insbesondere weniger als 25° mit der ersten Richtung (X) einschließen und/oder dass die Zylinderachsen der Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) des zweiten Linsenarrays (6) entweder parallel zu der zweiten Richtung (Y) sind oder einen Winkel von weniger als 45°, vorzugsweise weniger als 35°, insbesondere weniger als 25° mit der zweiten Richtung (Y) einschließen.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch

gekennzeichnet, dass die Zylinderachsen von mindestens zwei der Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) des ersten Linsenarrays (4) einen Winkel größer 0° und kleiner 25°, vorzugsweise einen Winkel größer 0° und kleiner 15°,

insbesondere einen Winkel größer 0° und kleiner 10°

miteinander einschließen und/oder dass die Zylinderachsen von mindestens zwei der Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) des zweiten Linsenarrays (6) einen Winkel größer 0° und kleiner 25°, vorzugsweise einen Winkel größer 0° und kleiner 15°,

insbesondere einen Winkel größer 0° und kleiner 10°

miteinander einschließen.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch

gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Formung der von einem Laserdiodenbarren oder einem Stack von

Laserdiodenbarren ausgehenden Laserstrahlung (10a, 10b, 10c, 10d, 10e, 10f) dienen kann, wobei die erste Richtung (X) der Slow-Axis und die zweite Richtung (Y) der Fast-Axis entspricht.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) des ersten Linsenarrays (4) derart ausgebildet ist, dass sie die von einem Emitter des

Laserdiodenbarrens oder des Stacks von Laserdiodenbarren ausgehende Laserstrahlung (10a, 10b, 10c, 10d, 10e, 10f) hinsichtlich der zweiten Richtung (Y) auf die Eintrittsfläche einer Lichtleitfaser abbilden oder hinsichtlich der zweiten Richtung (Y) kollimieren kann und/oder dass mindestens eine der Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) des zweiten Linsenarrays (6) derart ausgebildet ist, dass sie die von einem Emitter des

Laserdiodenbarrens oder des Stacks von Laserdiodenbarren ausgehende Laserstrahlung (10a, 10b, 10c, 10d, 10e, 10f) hinsichtlich der ersten Richtung (X) auf die Eintrittsfläche einer Lichtleitfaser abbilden oder hinsichtlich der ersten Richtung (X) kollimieren kann.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch

gekennzeichnet, dass mindestens eine, insbesondere

sämtliche der Linsen (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) des ersten

Linsenarrays (4) und/oder dass mindestens eine, insbesondere sämtliche der Linsen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) des zweiten

Linsenarrays (6) sowohl hinsichtlich der ersten Richtung (X), als auch hinsichtlich der zweiten Richtung (Y) gekrümmt sind.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch

gekennzeichnet, dass mindestens eine, insbesondere

sämtliche der Linsen (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) des ersten

Linsenarrays (4) und/oder dass mindestens eine, insbesondere sämtliche der Linsen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) des zweiten

Linsenarrays (6) als Freiformflächen ausgebildet sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine, insbesondere sämtliche der Linsen (7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) des zweiten Linsenarrays (6) in der ersten Richtung (X) breiter,

insbesondere mehr als doppelt so breit wie mindestens eine, insbesondere sämtliche der Linsen (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f) des ersten Linsenarrays (4) sind.

15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch

gekennzeichnet, dass das Bauteil (1) ein monolithisches Bauteil (1) ist.

Description:
„Vorrichtung zur Formung von Laserstrahlung"

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Formung von Laserstrahlung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Definitionen: In Ausbreitungsrichtung der Laserstrahlung meint mittlere Ausbreitungsrichtung der Laserstrahlung, insbesondere wenn diese keine ebene Welle ist oder zumindest teilweise divergent ist. Mit Laserstrahl, Lichtstrahl, Teilstrahl oder Strahl ist, wenn nicht ausdrücklich anderes angegeben ist, kein idealisierter Strahl der geometrischen Optik gemeint, sondern ein realer Lichtstrahl, wie beispielsweise ein Laserstrahl mit einem Gauß-Profil oder einem Top- Hat-Profil, der keinen infinitesimal kleinen, sondern einen

ausgedehnten Strahlquerschnitt aufweist. Licht soll nicht nur den sichtbaren Spektralbereich, sondern auch den infraroten und

ultravioletten Spektralbereich bezeichnen. Keilförmig soll nicht implizieren, dass plane Flächen vorliegen, sondern dass die

Ausdehnung einer keilförmigen Struktur beim Fortschreiten in einer Richtung in einer oder zwei dazu senkrechten oder dazu geneigten Richtungen abnimmt oder zunimmt. Es sollen also von dem Begriff keilförmig sowohl plane Flächen wie beispielsweise Teilflächen von Keilen und Pyramiden, als auch gewölbte Flächen wie beispielsweise Teilflächen von Kegeln umfasst sein.

Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der EP 2309309 A2 bekannt. Diese Vorrichtung ist besonders gut geeignet, ein homogenes Nahfeld an einem Faserausgang zu erzeugen, das vorteilhaft bei dem Pumpen von Festkörperlasern ist. Der in der EP 2309309 A2 beschriebene monolithische Faserkoppler nutzt aus, dass in einigen Anwendungen nicht die theoretisch mögliche Brillanz aus einem Laserdiodenbarren gebraucht wird, sondern eine kleinere Brillanz ausreicht. Dann können die einzelnen Emitter des Laserdiodenbarrens mit einer Optik auf die Lichtleitfaser abgebildet werden. Dabei muss jedoch die Lichtleitfaser das

Strahlparameterprodukt des gesamten Laserdiodenbarrens in der Slow-Axis transportieren können.

Das der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Problem ist die Schaffung einer Vorrichtung der eingangs genannten Art, die eine höhere Brillanz erreicht und/oder effektiver aufgebaut ist, wobei insbesondere das Produkt aus Kerndurchmesser und numerischer Apertur der Lichtleitfaser nur etwa dem Strahlparameterprodukt eines einzelnen Emitters des Laserdiodenbarrens in der Slow-Axis entsprechen muss.

Dies wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung der eingangs genannten Art mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Die Unteransprüche betreffen bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung.

Gemäß Anspruch 1 ist vorgesehen, dass das erste Linsenarray so gestaltet ist, dass von einer ersten der Linsen des ersten

Linsenarrays die Laserstrahlung hinsichtlich der ersten Richtung und/oder hinsichtlich der zweiten Richtung unter einem anderen Winkel abgelenkt wird als von einer zweiten der Linsen des ersten Linsenarrays, und/oder dass das zweite Linsenarray so gestaltet ist, dass von einer ersten der Linsen des zweiten Linsenarrays die

Laserstrahlung hinsichtlich der ersten Richtung und/oder hinsichtlich der zweiten Richtung unter einem anderen Winkel abgelenkt wird als von einer zweiten der Linsen des zweiten Linsenarrays. Eine oder eine Mehrzahl der Linsen des ersten Linsenarrays können die von einzelnen Emittern eines Laserdiodenbarrens ausgehende

Laserstrahlung hinsichtlich der zweiten Richtung ablenken,

insbesondere so, dass die von unterschiedlichen Linsen des ersten Linsenarrays ausgehenden Laserstrahlungen auf unterschiedliche, in der zweiten Richtung zueinander beabstandete Linsen des zweiten Linsenarrays auftreffen.

Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass das erste

Linsenarray und/oder das zweite Linsenarray so gestaltet sind, dass durch eine Linse des ersten Linsenarrays hindurchgetretene

Laserstrahlung genau durch eine Linse des zweiten Linsenarrays hindurch tritt, wobei insbesondere die Anzahl der Linsen des ersten Linsenarrays der Anzahl der Linsen des zweiten Linsenarrays

entspricht. Wenn dann die Vorrichtung zur Formung der von einem Laserdiodenbarren oder einem Stack von Laserdiodenbarren

ausgehenden Laserstrahlung genutzt wird, entspricht die erste

Richtung der Slow-Axis und die zweite Richtung der Fast-Axis. Bei einer derartigen Gestaltung wird die Laserstrahlung von jedem Emitter des Laserdiodenbarrens auf der Eintrittsfläche auf eine angepasste Linse treffen, die zusätzlich zur Kollimation oder Abbildung auch einen Winkel in Fast-Axis-Richtung und in Slow-Axis-Richtung auf den Poyntingvektor der Laserstrahlung aufprägt. Auf der Eintrittsfläche des Bauteils entspricht dabei die Anzahl der entlang der Slow-Axis nebeneinander angeordneten Linsen der Anzahl der Emitter des Laserdiodenbarrens. Der in Fast-Axis-Richtung und in Slow-Axis- Richtung auf den Poyntingvektor der Laserstrahlung aufprägte Winkel kann insbesondere so gewählt werden, dass die Laserstrahlung der Emitter auf der Austrittsfläche des Bauteils in Richtung der Fast-Axis auf unterschiedliche Linsen trifft. Auch auf der Austrittsfläche des Bauteils entspricht somit die Anzahl der entlang der Fast-Axis übereinander angeordneten Linsen der Anzahl der Emitter des

Laserdiodenbarrens.

Es besteht die Möglichkeit, dass die Eintrittsfläche in der ersten Richtung ausgedehnter ist als die Austrittsfläche und/oder dass die Austrittsfläche in der zweiten Richtung ausgedehnter ist als die Eintrittsfläche. Auf diese Weise wird den in unterschiedlichen

Richtungen nebeneinander angeordneten Linsen auf der

Eintrittsfläche und der Austrittsfläche Rechnung getragen.

Es kann vorgesehen sein, dass unterschiedliche Linsen des ersten Linsenarrays eine unterschiedliche keilförmige Struktur, insbesondere hinsichtlich der zweiten Richtung, aufweisen und/oder dass

unterschiedliche Linsen des zweiten Linsenarrays eine

unterschiedliche keilförmige Struktur, insbesondere hinsichtlich der ersten Richtung, aufweisen. Durch die unterschiedliche keilförmige Struktur hinsichtlich der zweiten Richtung der Linsen des ersten Linsenarrays wird erreicht, dass die von diesen ausgehende

Laserstrahlung auf unterschiedliche der in der zweiten Richtung nebeneinander angeordneten Linsen des zweiten Linsenarrays auftreffen. Weiterhin wird durch die unterschiedliche keilförmige Struktur hinsichtlich der ersten Richtung der Linsen des zweiten Linsenarrays erreicht, dass die auf diese auftreffende Laserstrahlung wieder zur optischen Achse der Vorrichtung gebrochen werden.

Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass die Linsen des ersten Linsenarrays in der zweiten Richtung versetzt zueinander angeordnet sind und/oder dass die Linsen des zweiten Linsenarrays in der ersten Richtung versetzt zueinander angeordnet sind. Diese Versetzungen wirken ähnlich wie die keilförmigen Strukturen und unterstützen diese bei der Ablenkung der Laserstrahlungen.

Insbesondere sind die Linsen des ersten Linsenarrays und/oder die Linsen des zweiten Linsenarrays als Zylinderlinsen oder

zylinderähnliche Linsen ausgebildet. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass hinsichtlich der Abbildung oder Kollimation die Linsen des ersten Linsenarrays nur auf die Fast-Axis und die Linsen des zweiten Linsenarrays nur auf die Slow-Axis der Laserstrahlung des Laserdiodenbarrens wirken.

Dabei besteht insbesondere die Möglichkeit, dass mindestens eine der Zylinderachsen der Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen des ersten Linsenarrays senkrecht zu mindestens einer der

Zylinderachsen der Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen des zweiten Linsenarrays ausgerichtet ist.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Zylinderachsen der

Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen des ersten Linsenarrays entweder parallel zu der ersten Richtung sind oder einen Winkel von weniger als 45°, vorzugsweise weniger als 35°, insbesondere weniger als 25° mit der ersten Richtung einschließen und/oder dass die

Zylinderachsen der Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen des zweiten Linsenarrays entweder parallel zu der zweiten Richtung sind oder einen Winkel von weniger als 45°, vorzugsweise weniger als 35°, insbesondere weniger als 25° mit der zweiten Richtung einschließen.

Dabei kann vorgesehen sein, dass die Zylinderachsen von mindestens zwei der Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen des ersten Linsenarrays einen Winkel größer 0° und kleiner 25°, vorzugsweise einen Winkel größer 0° und kleiner 15°, insbesondere einen Winkel größer 0° und kleiner 10° miteinander einschließen und/oder dass die Zylinderachsen von mindestens zwei der Zylinderlinsen oder

zylinderähnlichen Linsen des zweiten Linsenarrays einen Winkel größer 0° und kleiner 25°, vorzugsweise einen Winkel größer 0° und kleiner 15°, insbesondere einen Winkel größer 0° und kleiner 10° miteinander einschließen.

Durch diese Maßnahmen werden die von einzelnen in der Slow-Axis nebeneinander angeordneten Emittern eines Laserdiodenbarrens ausgehenden Laserstrahlungen in der ersten Richtung

beziehungsweise der Slow-Axis-Richtung zur optischen Achse hin abgelenkt. Diese Ablenkung kann beispielsweise durch

unterschiedliche keilförmige Strukturen der Linsen des ersten

Linsenarrays in der ersten Richtung unerstützt werden.

Es besteht insbesondere die Möglichkeit, dass mindestens eine der Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen des ersten Linsenarrays derart ausgebildet ist, dass sie die von einem Emitter des

Laserdiodenbarrens oder des Stacks von Laserdiodenbarren

ausgehende Laserstrahlung hinsichtlich der zweiten Richtung auf die Eintrittsfläche einer Lichtleitfaser abbilden oder hinsichtlich der zweiten Richtung kollimieren kann und/oder dass mindestens eine der Zylinderlinsen oder zylinderähnlichen Linsen des zweiten

Linsenarrays derart ausgebildet ist, dass sie die von einem Emitter des Laserdiodenbarrens oder des Stacks von Laserdiodenbarren ausgehende Laserstrahlung hinsichtlich der ersten Richtung auf die Eintrittsfläche einer Lichtleitfaser abbilden oder hinsichtlich der ersten Richtung kollimieren kann. Insbesondere durch die Abbildungen hinsichtlich der Fast-Axis und der Slow-Axis kann mit einem einzelnen Bauteil die Laserstrahlung eines Laserdiodenbarrens mit hoher

Brillanz in eine Lichtleitfaser eingekoppelt werden.

Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn das Bauteil ein

monolithisches Bauteil ist.

Es kann vorgesehen sein, dass die Linsen des ersten Linsenarrays und/oder die Linsen des zweiten Linsenarrays im Wesentlichen jeweils die Laserstrahlung nur hinsichtlich der ersten oder hinsichtlich der zweiten Richtung formen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Linsen des ersten Linsenarrays und/oder die Linsen des zweiten Linsenarrays jeweils die Laserstrahlung sowohl hinsichtlich der ersten, als auch hinsichtlich der zweiten Richtung formen.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Linsen des ersten Linsenarrays die Laserstrahlung hinsichtlich der zweiten Richtung, die beispielsweise der Fast-Axis entsprechen kann, kollimieren und dass die Linsen des zweiten Linsenarrays hinsichtlich der zweiten Richtung fokussieren und hinsichtlich der ersten Richtung, die beispielsweise der Slow-Axis entsprechen kann, die Laserstrahlung abbilden. Dabei können bei den Linsen des zweiten Linsenarrays unterschiedliche Krümmungen hinsichtlich der ersten und der zweiten Richtung vorgesehen sein.

Es besteht alternativ oder zusätzlich die Möglichkeit, dass die Linsen des ersten und des zweiten Linsenarrays jeweils in einer Achse als Teleskop, wie beispielsweise ein Galileiteleskop oder ein

Keplerteleskop oder wie eine dicke Linse, funktionieren.

Bei einer weiteren Ausführungsform besteht die Möglichkeit, dass die Optik wie zuvor beschrieben arbeitet, dass jedoch aus den Linsen des zweiten Linsenarrays kollimiertes und umsortiertes Licht heraustritt. Dieses Licht wird dann mittels einer, insbesondere preiswerten runden Linse fokussiert.

Bei der kollimierenden Ausführung ist es besonders vorteilhaft, in der Fast-Axis eine Teleskopanordnung für jeden Emitter aufzubauen und nur in der Slow-Axis zu kollimieren. Damit lässt sich die

Randbedingung, dass der Abstand zwischen den Emittern und der Optik einerseits und die Dicke der Optik für beide Achsen

andererseits gleich sein muss, so erfüllen, dass die Strahlqualität der Quelle in beiden Achsen erhalten bleibt. Mit Strahlqualität

beziehungsweise Strahlparameterprodukt (SPP) ist auf der Quellenseite das Produkt aus Strahlradius in der Taille und halbem Fernfeldwinkel gemeint. Auf der Seite des Fasereingangs ist damit das Produkt aus Strahlradius am Faserort und halbem Fernfeldwinkel gemeint. Bei ungünstiger Wahl der Optikparameter, wie im Stand der Technik üblich, gelingt es im Allgemeinen nicht, dass dieses Produkt am Faserort in beiden Achsen dem Strahlparameterprodukt der Quelle entspricht.

Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung nicht das von einem Laserdiodenbarren ausgehende Licht, sondern das von beliebigen anderen Laserlichtquellen

ausgehende Licht formen kann. Beispielsweise könnten beliebige Reihen von Lasern oder nebeneinander angeordnete Faserausgänge, aus denen Laserlicht austritt, oder Quantenkaskadenlaser vorgesehen sein.

Es kann vorgesehen sein, dass die Linsen als verkippte und/oder dezentrierte Zylinderlinsen gestaltet sind oder dass sie beliebige Freiformflächen aufweisen.

Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass die Linsenmitten der Linsen des ersten Linsenarrays unterschiedliche Abstände zu der ihren zugeordneten Lichtquelle aufweisen. Das ist vorteilhaft, weil die optischen Wege beispielsweise vom jeweiligen Emitter eines

Laserdiodenbarrens bis zur Rückseite der Vorrichtung sonst deutlich verschieden sein können. Dies würde aber die Abbildung hinsichtlich der zweiten Richtung beziehungsweise der Slow-Axis deutlich schwieriger gestalten.

Es besteht die Möglichkeit, die Oberflächen der Linsen beispielsweise durch erweiterte Polynome (Extended Polynomial) zu beschreiben. Beispielsweise können dabei lineare Terme in der ersten und der zweiten Richtung für die Keilfunktionen benutzt werden. Weiterhin können Ternne mit geraden Exponenten in der ersten Richtung für die Krümmung hinsichtlich der ersten Richtung und Terme mit geraden Exponenten in der zweiten Richtung für die Krümmung hinsichtlich der zweiten Richtung benutzt werden. Es kann durchaus vorgesehen werden, mit hinsichtlich der ersten und der zweiten Richtung

gemischten Terme die Gestaltung der Oberflächen weiter zu

verbessern.

Mit geeigneter Software können die Linsenelemente als beliebige Freiformelemente optimiert werden.

Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beiliegenden

Abbildungen näher beschrieben. Es zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;

Fig. 2 eine Vorderansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1;

Fig. 3 eine Fig. 1 entsprechende Ansicht auf die Vorrichtung mit schematisch angedeuteter Laserstrahlung;

Fig.4 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 1 mit

schematisch angedeuteter Laserstrahlung;

Fig. 5 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1 mit

schematisch angedeuteter Laserstrahlung;

Fig. 6 eine perspektivische Prinzipskizze der Vorrichtung gemäß

Fig. 1 mit schematisch angedeuteter Laserstrahlung, bei der die Funktion der einzelnen Linsen verdeutlicht wird;

Fig. 7 eine Vorderansicht der Prinzipskizze gemäß Fig.6 mit schematisch angedeuteter Laserstrahlung;

Fig. 8 eine Draufsicht der Prinzipskizze gemäß Fig.6 mit

schematisch angedeuteter Laserstrahlung;

Fig. 9 eine Seitenansicht der Prinzipskizze gemäß Fig.6 mit schematisch angedeuteter Laserstrahlung;

Fig. 10 eine perspektivische Vorderansicht einer zweiten

Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung; Fig. 11 eine Detailvergrößerung der Eintrittsfläche der Vorrichtung gemäß Fig. 10;

Fig. 12 eine perspektivische Rückansicht der Vorrichtung gemäß

Fig. 10;

Fig. 13 eine Draufsicht auf den Bereich der Austrittsfläche der

Vorrichtung gemäß Fig. 10.

In den Figuren sind gleiche oder funktional gleiche Teile oder

Lichtstrahlen mit gleichen Bezugszeichen versehen. Weiterhin sind in den Figuren zur besseren Orientierung kartesische

Koordinatensysteme eingezeichnet. Weiterhin ist zur Verdeutlichung in Fig.4 und Fig.5 eine optische Achse 11 angedeutet.

Die Fig.6 bis Fig. 9 verdeutlichen lediglich skizzenhaft die optisch funktionalen Linsenoberflächen und stellen diese als separate

Bauteile dar. Die erfindungsgemäß Vorrichtung sieht jedoch wie im Nachfolgenden detailliert beschrieben ein Substrat oder

monolithisches Bauteil vor, in die die Linsenoberflächen integriert sind.

Die in den Fig. 1 bis Fig.5 abgebildete Vorrichtung ist als

monolithisches transparentes Bauteil 1 mit einer Eintrittsfläche 2 und einer Austrittsfläche 3 ausgebildet. Dabei sind die Eintrittsfläche 2 und die Austrittsfläche 3 in Z-Richtung des eingezeichneten

Koordinatensystems einander gegenüberliegend angeordnet (siehe Fig. 1). Die Z-Richtung entspricht also der Ausbreitungsrichtung der zu formenden Laserstrahlung.

Auf der Eintrittsfläche 2 ist ein erstes Linsenarray 4 angeordnet, das eine Mehrzahl von in einer ersten Richtung, die der X-Richtung des eingezeichneten Koordinatensystems entspricht, nebeneinander angeordnete Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e aufweist. In den Abbildungen sind zur einfachen Darstellung jeweils nur fünf Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e abgebildet. Es können jedoch durchaus mehr oder weniger als fünf Linsen vorgesehen sein.

Die Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e sind in einer zweiten Richtung, die der Y-Richtung des eingezeichneten Koordinatensystems entspricht, versetzt zueinander angeordnet (siehe Fig.2). Dabei ist die in Fig.2 am linken Rand angeordnete Linse 5a hinsichtlich der Y-Richtung am unteren Rand der Eintrittsfläche 2 angeordnet, wohingegen die am rechten Rand angeordnete Linse 5e hinsichtlich der Y-Richtung am oberen Rand der Eintrittsfläche 2 angeordnet ist. Die mittlere Linse 5c ist auch hinsichtlich der Y-Richtung etwa in der Mitte angeordnet. Die beiden Linsen 5b und 5d nehmen hinsichtlich der Y-Richtung jeweils Zwischenpositionen zwischen den äußeren Linsen 5a, 5e und der mittleren Linse 5c ein.

Weiterhin unterscheiden sich die Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e des ersten Linsenarrays 4 durch eine jeweils unterschiedliche keilförmige

Struktur in Y-Richtung voneinander. Fig. 1 zeigt, dass die links angeordnete Linse 5a an ihrem hinsichtlich der Y-Richtung oberen Rand in Z-Richtung ausgedehnter ist als an ihrem unteren Rand. Die rechts angeordnete Linse 5e ist an ihrem hinsichtlich der Y-Richtung oberen Rand in Z-Richtung weniger ausgedehnt als an ihrem unteren Rand. Die übrigen Linsen 5b, 5c, 5d nehmen Zwischenwerte ein.

Die Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e des ersten Linsenarrays 4 sind als Zylinderlinsen oder zylinderähnliche Linsen ausgebildet, wobei sich deren Zylinderachsen zumindest teilweise in X-Richtung erstrecken. Dabei ist die Zylinderachse der mittleren Linse 5c parallel zur X- Richtung, wohingegen die Zylinderachsen der anderen Linsen 5a, 5b, 5d, 5e mit der X-Richtung einen Winkel größer 0° einschließen. So zeigt insbesondere die Fig.4, dass die Zylinderachsen der beiden äußeren Linsen 5a und 5e einen Winkel von etwa 20°

beziehungsweise -20° mit der X-Richtung einschließen. Weiterhin zeigt die Fig.4, dass die Zylinderachsen der beiden Linsen 5b und 5d einen Winkel von etwa 10° beziehungsweise -10° mit der X-Richtung einschließen.

Die unterschiedliche Ausrichtung der Zylinderachsen der Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e des ersten Linsenarrays 4 kann von einer

unterschiedlichen keilförmigen Struktur der Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e in der X-Richtung begleitet sein, wie dies beispielsweise aus Fig. 1 ersichtlich ist.

Auf der Austrittsfläche 3 ist ein zweites Linsenarray 6 angeordnet, das eine Mehrzahl von in der zweiten Richtung, die der Y-Richtung des eingezeichneten Koordinatensystems entspricht, nebeneinander angeordnete Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e aufweist. In den Abbildungen sind zur einfachen Darstellung jeweils nur fünf Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e abgebildet. Es können jedoch durchaus mehr oder weniger als fünf Linsen vorgesehen sein.

Die Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e sind in der ersten Richtung, die der X- Richtung des eingezeichneten Koordinatensystems entspricht, versetzt zueinander angeordnet (siehe dazu Fig.8). Dabei ist die in Fig. 8 am oberen Rand angeordnete Linse 7a hinsichtlich der X- Richtung am rechten Rand der Austrittsfläche 3 angeordnet,

wohingegen die am unteren Rand angeordnete Linse 7e hinsichtlich der X-Richtung am linken Rand der Eintrittsfläche 2 angeordnet ist. Die mittlere Linse 7c ist auch hinsichtlich der X-Richtung etwa in der Mitte angeordnet. Die beiden Linsen 7b und 7d nehmen hinsichtlich der X-Richtung jeweils Zwischenpositionen zwischen den äußeren Linsen 7a, 7e und der mittleren Linse 7c ein. Weiterhin unterscheiden sich die Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e des zweiten Linsenarrays 6 durch eine jeweils unterschiedliche

keilförmige Struktur in X-Richtung voneinander. Fig.7 zeigt, dass die oben angeordnete Linse 7a an ihrem hinsichtlich der X-Richtung linken Rand in Z-Richtung ausgedehnter ist als an ihrem rechten Rand. Die unten angeordnete Linse 7e ist an ihrem hinsichtlich der X- Richtung linken Rand in Z-Richtung weniger ausgedehnt ist als an ihrem rechten Rand. Die übrigen Linsen 7b, 7c, 7d nehmen

Zwischenwerte ein.

Die Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e des zweiten Linsenarrays 6 sind als Zylinderlinsen oder zylinderähnliche Linsen ausgebildet, wobei sich deren Zylinderachsen zumindest teilweise in Y-Richtung erstrecken. Dabei ist die Zylinderachse der mittleren Linse 7c parallel zur Y- Richtung, wohingegen die Zylinderachsen der anderen Linsen 7a, 7b, 7d, 7e mit der Y-Richtung einen Winkel größer 0° einschließen.

So zeigt insbesondere die Fig.5, dass die Zylinderachsen der beiden äußeren Linsen 7a und 7e einen Winkel von etwa 20°

beziehungsweise -20° mit der Y-Richtung einschließen. Weiterhin zeigt die Fig.5, dass die Zylinderachsen der beiden Linsen 7b und 7d einen Winkel von etwa 10° beziehungsweise -10° mit der Y-Richtung einschließen.

Die unterschiedliche Ausrichtung der Zylinderachsen der Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e des zweiten Linsenarrays 6 kann von einer

unterschiedlichen keilförmigen Struktur der Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e in der Y-Richtung begleitet sein, wie dies beispielsweise aus Fig.5 ersichtlich ist.

Die abgebildete Vorrichtung kann insbesondere die von einem nicht abgebildeten Laserdiodenbarren ausgehende Laserstrahlung 10a, 10b, 10c, 10d, 10e formen, dessen einzelne Emitter jeweils in den mit dem Bezugszeichen 8 versehenen Positionen in den Fig.3 bis Fig.6 sowie Fig.8 und Fig.9 angeordnet sein können. Dabei entspricht die X-Richtung der Slow-Axis und die Y-Richtung der Fast-Axis des Laserdiodenbarrens.

Weiterhin ist in den Fig.3 bis Fig.6 sowie Fig.8 und Fig.9 mit dem Bezugszeichen 9 eine Position versehen, an deren Stelle

beispielsweise die Eintrittsfläche einer nicht abgebildeten

Lichtleitfaser angeordnet sein kann.

Die Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e des ersten Linsenarrays 4 und die Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e des zweiten Linsenarrays 6 dienen jeweils sowohl zur Ablenkung der auf sie auftreffenden Laserstrahlung 10a, 10b, 10c, 10d, 10e, als auch zur Abbildung oder Kollimation der Laserstrahlung 10a, 10b, 10c, 10d, 10e. Insbesondere die

Prinzipskizze gemäß Fig.9 verdeutlicht, dass die Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e des ersten Linsenarrays 4 die von den nicht abgebildeten einzelnen Emittern (siehe Bezugszeichen 8) ausgehende

Laserstrahlung 10a, 10b, 10c, 10d, 10e hinsichtlich der Fast-Axis beziehungsweise der Y-Richtung jeweils auf die nicht abgebildete Eintrittsfläche (siehe Bezugszeichen 9) der Lichtleitfaser abbilden können.

Gleichzeitig bewirken die verkippten Zylinderachsen der

außermittigen Linsen 5a, 5b, 5d, 5e des ersten Linsenarrays 4, dass die von diesen ausgehende Laserstrahlung 10a, 10b, 10d, 10e in X- Richtung zur optische Achse 11 hin abgelenkt wird (siehe Fig.4, Fig. 6 und Fig. 8) und auf die Linsen 7a, 7b, 7d, 7e des zweiten

Linsenarrays 6 auftrifft. Dabei ist insbesondere einer jeden Linse 5a, 5b, 5c, 5d, 5e des ersten Linsenarrays 4 genau eine Linse 7a, 7b, 7c, 7d, 7e des zweiten Linsenarrays 6 derart zugeordnet, dass die durch eine der Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e des ersten Linsenarrays 4

hindurchgetretene Laserstrahlung 10a, 10b, 10d, 10e durch genau eine Linse 7a, 7b, 7c, 7d, 7e des zweiten Linsenarrays 6 hindurch tritt. Dies ist anschaulich in Fig.6 verdeutlicht.

Zusätzlich bewirken die jeweils unterschiedlichen keilförmigen

Strukturen der außermittigen Linsen 5a, 5b, 5d, 5e des ersten

Linsenarrays 4, dass die von diesen ausgehende Laserstrahlung 10a, 10b, 10d, 10e von der optische Achse 11 weg nach oben und nach unten in Y-Richtung abgelenkt wird (siehe Fig. 5, Fig.6 und Fig.9) und auf die entsprechenden Linsen 7a, 7b, 7d, 7e des zweiten

Linsenarrays 6 auftrifft.

An dieser Stelle soll angemerkt werden, dass die mittlere Linse 5c des ersten Linsenarrays 4 weder eine verkippte Zylinderachse, noch eine keilförmige Struktur aufweist, so dass die durch diese Linse 5c hindurchtretende Laserstrahlung 10c weder hinsichtlich der X- Richtung, noch hinsichtlich der Y-Richtung abgelenkt wird und daher auf die mittlere Linse 7c des zweiten Linsenarrays 6 auftrifft (siehe Fig. 6). Sie wird dabei lediglich hinsichtlich der Fast-Axis auf die nicht abgebildete Eintrittsfläche (siehe Bezugszeichen 9) der Lichtleitfaser abgebildet.

In dem abgebildeten Ausführungsbeispiel wird eine durch die in Fig.6 links angeordnete Linse 5a hindurch tretende Laserstrahlung 10a nach oben auf die oberste Linse 7a abgelenkt sowie die durch die nächste Linse 5b hindurch tretende Laserstrahlung 10b auf die unterhalb der Linse 7a angeordnete Linse 7b und so weiter. Es besteht die Möglichkeit, dass diese Reihenfolge vertauscht wird.

Weiterhin muss die Ablenkung der Laserstrahlungen 10a, 10b, 10c, 10d, 10e nicht„übersichtlich sortiert" sein. Es besteht beispielsweise durchaus die Möglichkeit, das von zwei benachbarten Linsen 5a, 5b des ersten Linsenarrays 4 ausgehende Laserstrahlung 10a, 10b nicht auf benachbarte Linsen des zweiten Linsenarrays 6 auftrifft. Vielmehr können die Linsenarrays 4, 6 so gestaltet sein und damit die

Laserstrahlungen so abgelenkt werden, dass die optischen

Weglängen der verschiedenen Strahlengänge besonders vorteilhaft sind.

Weiterhin zeigt die Prinzipskizze gemäß Fig.8, dass die Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e des zweiten Linsenarrays 6 die von den nicht

abgebildeten einzelnen Emittern (siehe Bezugszeichen 8) ausgehende Laserstrahlung 10a, 10b, 10c, 10d, 10e hinsichtlich der Slow-Axis beziehungsweise der X-Richtung jeweils auf die nicht abgebildete Eintrittsfläche (siehe Bezugszeichen 9) der Lichtleitfaser abbilden können.

Gleichzeitig bewirken die verkippten Zylinderachsen der

außermittigen Linsen 7a, 7b, 7d, 7e des zweiten Linsenarrays 6, dass die von den außermittigen Linsen 5a, 5b, 5d, 5e des ersten

Linsenarrays 4 ausgehende Laserstrahlung 10a, 10b, 10d, 10e in X- Richtung so abgelenkt wird, dass sie in einer Y-Z-Ebene verläuft (siehe Fig.8).

Zusätzlich bewirken die jeweils unterschiedlichen keilförmigen

Strukturen der außermittigen Linsen 7a, 7b, 7d, 7e des zweiten

Linsenarrays 6, dass die von den außermittigen Linsen 5a, 5b, 5d, 5e des ersten Linsenarrays 4 ausgehende Laserstrahlung 10a, 10b, 10d, 10e in Y-Richtung zur optischen Achse 11 hin nach oben und nach unten abgelenkt wird (siehe Fig.9) und auf die nicht abgebildete Eintrittsfläche (siehe Bezugszeichen 9) der Lichtleitfaser auftrifft.

An dieser Stelle soll angemerkt werden, dass die mittlere Linse 7c des zweiten Linsenarrays 6 ebenfalls weder eine verkippte Zylinderachse, noch eine keilförmige Struktur aufweist, so dass die durch diese Linse 7c hindurchtretende Laserstrahlung 10c weder hinsichtlich der X-Richtung, noch hinsichtlich der Y-Richtung

abgelenkt wird (siehe Fig.6). Sie wird vielmehr lediglich hinsichtlich der Slow-Axis auf die nicht abgebildete Eintrittsfläche (siehe

Bezugszeichen 9) der Lichtleitfaser abgebildet.

Es besteht alternativ die Möglichkeit, dass die Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e des ersten Linsenarrays 4 und/oder die Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e des zweiten Linsenarrays 6 die von den einzelnen Emittern

ausgehende Laserstrahlung nicht abbilden, sondern kollimieren. Die hinsichtlich Slow-Axis und Fast-Axis kollimierte Laserstrahlung kann anschließend mittels preisgünstiger, sphärischer Optik beispielsweise auf die Eintrittsfläche einer Lichtleitfaser fokussiert werden.

Das in Fig. 10 bis 13 abgebildete Ausführungsbeispiel einer

erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 ist ebenfalls als monolithisches transparentes Bauteil 1 mit einer Eintrittsfläche 2 und einer

Austrittsfläche 3 ausgebildet. Dabei sind die Eintrittsfläche 2 und die Austrittsfläche 3 in Z-Richtung des eingezeichneten

Koordinatensystems einander gegenüberliegend angeordnet (siehe Fig. 10). Die Z-Richtung entspricht also der Ausbreitungsrichtung der zu formenden Laserstrahlung.

Bei dem in den Fig. 10 bis 13 abgebildeten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 sind sowohl auf der Eintrittsfläche 2, als auch auf der Austrittsfläche 3 jeweils sechs Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f des ersten Linsenarrays 4 und sechs Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f des zweiten Linsenarrays 6 dargestellt. Es können jedoch durchaus mehr oder weniger als sechs Linsen vorgesehen sein.

Vorzugsweise können 3 bis 49 Linsen, insbesondere 8 bis 11 Linsen verwendet werden. Beispielsweise können 10 Linsen vorgesehen sein, die die Laserstrahlung eines nicht abgebildeten Minilaserdiodenbarren mit 10 Emittern formen können. Insbesondere können bei diesem

Minilaserdiodenbarren die Emitter eine Breite in X-Richtung von 100 μιτι und einen Mittenabstand von 500 μιτι aufweisen.

Bei der in Fig. 10 bis Fig. 13 abgebildeten Ausführungsform sind die sechs Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f voneinander verschieden, wobei jeweils Paare von Linsen 5a, 5f; 5b, 5e; 5c, 5d spiegelsymmetrisch zueinander sind. Die Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f weisen jeweils sowohl eine Krümmung in X-Richtung, als auch eine Krümmung in Y- Richtung auf. Weiterhin weisen sie eine im wesentlichen konvexe Form auf und lenken die Laserstrahlung 10a, 10b, 10c, 10d, 10e, 10f eines jeden der Emitter in X- und in Y-Richtung ab. Insbesondere weisen die Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f dabei auch die im

Zusammenhang mit den Fig. 1 bis Fig.9 beschriebene keilförmige Struktur auf.

Die Oberflächen der Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f können durch gemischte Polynome beschrieben werden, bei denen nicht nur gerade Terme je Achse vorkommen, sondern auch gemischte Terme in X und Y. Auch ungerade Terme in X und Y höher als nur in der ersten Ordnung können notwendig sein.

Die Linsen sind in X-Richtung nebeneinander angeordnet. Die

Scheitelpunkte der Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f sind nicht notwendig auf einer Linie, wobei allerdings die Linsenaperturen sehr wohl symmetrisch zu den Mitten der einzelnen Emitter sind.

Die generelle Form der Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f auf der

Austrittsfläche 3 ist ähnlich zu derjenigen der Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f auf der Eintrittsfläche 2. Insbesondere sind die Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f ebenfalls konvex, weisen Krümmungen in beiden

Achsen X, Y auf und lassen sich durch gerade und ungerade

gemischte Polynomterme in X und Y beschreiben.

Die Breite in X-Richtung ist typisch deutlich größer als auf der

Eintrittsfläche 2. Beispielsweise kann die Breite der Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f auf der Eintrittsfläche 2 in X-Richtung jeweils weniger als 500 μιτι betragen, wohingegen die Breite der Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f auf der Austrittsfläche 3 in X-Richtung 500 μιτι bis 2500 μιτι betragen kann. Die Höhe der Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f; 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f auf der Eintrittsfläche 2 und der Austrittsfläche 3 in Y- Richtung liegt typisch im Bereich von 100 μιτι bis 1000 μιτι,

insbesondere zwischen 200 μιτι und 600 μιτι.

Die Fig. 10 bis 13 zeigen, dass die Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f; 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f auf der Eintrittsfläche 2 und der Austrittsfläche 3 in zwei Achsen X, Y gekrümmt und als Freiformflächen ausgebildet sind. Weiterhin ist ersichtlich, dass das Bauteil 1 monolithisch ist. Die Scheitelpunkte der Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f auf der Austrittsfläche 3 sind näher an der optischen Achse angeordnet als die

Scheitelpunkte der Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f auf der Eintrittsfläche 2. Die Linsenaperturen der Linsen 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 5f auf der

Eintrittsfläche 2 liegen symmetrisch zu den Emittern, wohingegen die Linsenaperturen der Linsen 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f auf der

Austrittsfläche 3 in Y-Richtung gestapelt sind.

Beispiel 1 :

Das in den Fig. 10 bis 13 abgebildete Ausführungsbeispiel kann das Licht eine Minibarrens mit 10 Emittern einer Breite in X-Richtung von 100 μιτι und einem Mittenabstand von 500 μιτι sowie einer Wellenlänge von 976 in eine Lichtleitfaser einkoppeln, die einen Kerndurchmesser von ΙΟΟμηη und eine NA von 0,15 aufweist.

Die Koppeleffizienz für eine Ausgestaltung des Bauteils aus

Quarzglas beträgt dabei laut Simulation 76 % für den gesamten Minibarren (85% für die mittleren Emitter und 64% für die beiden äußeren Emitter).

Die Faser ist in dem Beispiel insbesondere so gewählt, dass sie als Pumpquelle für Faserlaser dienen kann. Eine andere Anwendung betrifft Minibarren mit einer Wellenlänge von etwa 640 nm für

Laserprojektoren für ein Kino.

Wenn für das Bauteil ein sehr hoch brechendes Material wie

beispielsweise S-TIH53 verwendet wird, wird sich wahrscheinlich eine höhere Koppeleffizienz ergeben.