Braungardt, Rudolf (Bergstrasse 33, Pechtelsgrün, 08485, DE)
| 1. | Vorrichtung zur Herstellung von durch Rütteln verdichteten Formkörpern, insbesondere Betonformsteinen, mit einem Formrahmen und einem Form rahmen, welche an mehreren Seiten an einander zugewandten Seitenflä chen korrespondierende Strukturen und Gegenstrukturen und vorzugsweise zwischen gegenüberstehende Anlageflächen von Strukturen und Gegen strukturen diese eingefügte Dämpfungselemente aufweisen, über welche beim Rüttelvorgang Haltekräfte zwischen Formeinsatz und Formrahmen übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, dass ein separates Formteil an einer Seitenfläche von Formrahmen bzw. Formeinsatz befestigt ist und die Strukturen und/oder die Gegenstrukturen an dem Formteil ausgebildet sind und/oder dass Strukturen und/oder GegenstruRturen als nicht ebene Verformung der Seitenfläche ausgeführt sind. |
| 2. | Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Formteil auf die Seitenfläche aufgeschweißt ist. |
| 3. | Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Formteil mit der Seitenfläche verschraubt ist. |
| 4. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Zentriereinrichtungen die Position des Formteils in der Seitenfläche formschlüssig festlegen. |
| 5. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenfläche ein Blechteil ist. |
| 6. | Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstär ke des Blechteils zwischen 6 mm und 20 mm liegt. |
| 7. | Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenfläche Teil eines abgekanteten Bleches ist. |
| 8. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenfläche der mittlere Abschnitt eines Uförmigen Bleches ist. |
| 9. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Seitenfläche des Formrahmens als auch die Seitenfläche des Formeinsatzes als Blechteil ausgebildet sind. |
| 10. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenstrukturen als nicht ebene Verformung einer ebenen Seiten fläche ausgeführt sind. |
| 11. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturen und/oder die Gegenstrukturen durch Tiefziehen der Seitenfläche hergestellt sind. |
| 12. | Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht ebene Verformung allseitig von Flächenteilen der ebenen Seitenfläche umgeben ist. |
| 13. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturen und Gegenstrukturen horizontal überlappen und Dämpfungselemente zwischen vertikal gegenüber stehende Anlageflächen eingefügt sind. |
| 14. | Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass vertikal ge genüber stehende Anlageflächen gegen Horizontale und Vertikale geneigt verlaufen. |
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von durch Rütteln ver- dichteten Formkörpern, insbesondere Betonformsteinen.
In der EP 0730936 B1 ist eine derartige Vorrichtung beschrieben, bei welcher Formrahmen und Formeinsatz mit Vorsprüngen und Vertiefungen ineinander greifen. Zwischen durch die horizontale Überlappung vertikal gegenüberste- henden Flächen von Vorsprüngen und Vertiefungen sind Dämpfungsplatten eingefügt. Die Vorsprünge und Vertiefungen sind vorzugsweise mit dreieckför- migem Querschnitt an den einander zugewandten Seitenflächen von Formein- satz und Formrahmen gefräst. Der Formeinsatz wird mittels des Formrahmens auf eine Rüttelunterlage gepresst und im Rüttelbetrieb zwischen Formrahmen und Formeinsatz auftretenden Kräfte werden über die Dämpfungsplatten, wel- che dabei im wesentlichen nur auf Druck beansprucht sind, übertragen.
Die DE 203 01 332 U1 beschreibt einen Formrahmen aus abgekantetem Blech, bei welchem Haltestrukturen an einer dem Formeinsatz zugewandten Fläche, z. B. als durchgehendes Profil durch mehrfaches Abkanten des diese Fläche bildenden Bleches erzeugt sind. In anderer Ausführung kann in gegenüber ste- hende Flächen von Formrahmen und Formeinsatz je eine Nut eingefräst und eine Leiste in beide Nuten eingreifend lösbar eingesetzt sein. In wieder anderer Ausführung können Halteelemente in einem Hohlrahmen des Rahmens abge- stützt sein und durch Öffnungen einer Wandfläche durch diese in Richtung des Formeinsatzes hinausragen.
Bei einer aus der DE 3312544 A1 bekannten Vorrichtung überlappen zwei rechteckige Stufen an Formeinsatz und Formrahmen horizontal. Zwischen über Schrauben verbundene Flächen der Stufen ist Dämpfungsmaterial zur Lärmre-
duzierung im Rüttelbetrieb eingefügt. In der DE 2710643 A1 ist eine Vorrich- tung beschrieben, bei welcher zwischen horizontal beabstandete, einander zu- gewandte Seitenflächen von Formeinsatz und Formrahmen eine relativ dicke Gummileiste eingefügt ist, welche durch die Haltekräfte zwischen Formeinsatz und Formrahmen im wesentlichen auf Scherung beansprucht ist. Die Seitenflä- chen sind mit Verankerungsstrukturen versehen, welche ein vertikales Verrut- schen der Gummileisten verhindern. Eine Ausführung sieht vor, von der Seiten- fläche des Formrahmens her mittels Schrauben eine Metallleiste horizontal ver- schiebbar zu lagern, welche im Rüttelbetrieb in einer Vertiefung der Gummilei- ste eingespannt ist und zur vertikalen Entnahme des Formeinsatzes zurückge- zogen werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine vorteilhafte Vorrichtung zur Herstellung von durch Rütteln verdichteten Formkörpern, insbesondere Beton- formsteinen mit Dämpfungselementen anzugeben.
Die Erfindung ist im Patentanspruch 1 beschrieben. Die abhängigen Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
Durch die Befestigung separater Formteile an wenigstens einer der einander zugewandten Seitenflächen von Formrahmen und/oder Formeinsatz und Aus- bildung der Strukturen bzw. Gegenstrukturen zum Halten des Formeinsatzes im Formrahmen an der der das jeweilige Formteil tragenden Seitenfläche abge- wandten Seite des Formteils ergeben sich vorteilhafterweise weitere günstige Konstruktionsvarianten für die Vorrichtung. Insbesondere ist es möglich, eine oder beide einander gegenüberstehende Seitenflächen als Bleche, insbeson- dere ebene, im wesentlichen vertikale, d. h. senkrecht zu der horizontalen Rüt- telauflage verlaufende Bleche auszuführen, was besonders vorteilhafte Ausfüh- rungen von Formrahmen bzw. Formeinsatz ermöglicht. Insbesondere können
die die Seitenflächen bildenden Bleche Abschnitte eines abgekanteten Bleches bilden. Die Wandstärke eines die Seitenfläche bildenden Bleches liegt vorteil- hafterweise zwischen 6 mm und 20 mm.
Die die Strukturen bzw. Gegenstrukturen bildenden Formteile können vorteil- hafterweise durch Schrauben oder vorzugsweise durch Schweißen an den Seitenflächen befestigt sein. Die Formteile können dabei in Aussparungen der Seitenflächen eingesetzt und/oder vorzugsweise auf die Seitenflächen aufge- setzt sein. Die Strukturen oder Gegenstrukturen können bereits vor der Befesti- gung der Formteile an diesen ausgebildet oder nach der Befestigung herge- stellt, insbesondere gefräst werden. Bei Verschraubung erfolgt vorteilhafterwei- se eine Abstützung parallel zu der Seitenfläche über formschlüssigen Eingriff von Zentriereinrichtungen, vorzugsweise als Fortsätze der Formteile in Ausspa- rungen der Seitenfläche oder in Form von zusätzlichen Zentrierelementen in korrespondierende Aussparungen von Seitenfläche und Formteil. Die Formteile können insbesondere durch Fräsen mit hoher Präzision hergestellt werden.
In anderer vorteilhafter Ausführung sind die Strukturen und/oder Gegenstruktu- ren durch bleibende nicht ebene Verformung der Seitenflächen, insbesondere durch Tiefziehen eines ebenen Bleches oder Blechabschnittes als Seitenfläche erzeugt. Die Verformung in einem Werkzeug wie z. B. bei einem Tiefziehvor- gang kann mit hoher Präzision erfolgen. Eine nicht ebene Verformung in einer ebenen Seitenfläche ist vorteilhafterweise allseitig von in der Ebene der Seiten- fläche liegenden Flächenteilen umgeben und von allen Außenrändern der ebe- nen Seitenfläche beabstandet.
Vorteilhafterweise überlappen Strukturen und Gegenstrukturen horizontal, so dass sich Flächen von Strukturen und Gegenstrukturen vertikal gegenüberste- hen. Dämpfungselemente sind vorteilhaft zwischen solche vertikal gegenüber-
stehende Flächen eingefügt. Bevorzugt weisen vertikal gegenüberstehende Flächen von Strukturen und Gegenstrukturen sowohl horizontale als auch verti- kale Komponenten ihrer Flächennormalen auf. Insbesondere können die ge- genüberstehenden Flächen ebene Flächen sein, welche schräg gegen die Ho- rizontale verlaufen und zwischen welchen vorzugsweise plattenförmiges Dämpfungsmaterial liegt.
Die an einem separaten Formteil ausgebildeten und/oder die durch Verformung einer Seitenfläche gebildeten Strukturen und Gegenstrukturen können in ver- schiedener Kombination untereinander und/oder mit herkömmlichen, homogen an massiven Formrahmen bzw. Formeinsätzen gefrästen Strukturen bzw. Ge- genstrukturen in Rüttelformen kombiniert sein. Vorsprünge bzw. Vertiefungen können sowohl auf Seiten des Formrahmens als auch Seiten des Formeinsat- zes ausgebildet sein. Die Strukturen und Gegenstrukturen können vorteilhaf- terweise an den Längsseiten der Form in anderer Höhe angeordnet sein als an den Querseiten. Hierdurch können besonders vorteilhaft Kippmomente aufge- fangen werden.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele noch eingehend veranschaulicht. Dabei zeigt : Fig. 1 ein auf eine Seitenfläche aufgeschweißtes Formteil, Fig. 2 ein in eine Seitenfläche eingesetztes und verschweißtes Form- teil, Fig. 3 ein auf eine Seitenfläche aufgeschraubtes Formteil, Fig. 4 ein in eine Seitenfläche eingesetztes und mit dieser verschraub-
tes Formteil, Fig. 5 ein auf Seiten des Formeinsatzes aufgeschweißtes Formteil als Gegenstruktur zu den Strukturen nach Fig. 1 bis Fig. 4, Fig. 6 ein Formteil nach Fig. 5 aufgeschraubt, Fig. 7 eine durch Verformung erzeugte Struktur in einer Seitenfläche, Fig. 8 die Anordnung nach Fig. 5 von außen.
In Fig. 1 ist in einer vertikalen Schnittebene ein Ausschnitt aus einer bevorzug- ten Vorrichtung zur Herstellung von durch Rütteln verdichteten Formkörpern skizziert, wobei ein Formeinsatz FE mit einem oder mehreren Formnestern FN mit einer Unterseite auf einer Rüttelunterlage RT aufgesetzt und mehrseitig, vorzugsweise umlaufend in einem Formrahmen gehalten und auf die Rütteln- terlage gedrückt ist. Zur Übertragung der insbesondere während des Rüttelvor- gangs hohen Haltekräfte zwischen Formeinsatz und Formrahmen, welcher in der Skizze durch eine Rahmenleiste RL repräsentiert ist, weisen diese an ein- ander zugewandten Seitenflächen SR bzw. SE korrespondierende Strukturen ST und Gegenstrukturen GS auf. Zwischen gegenüberstehende, vorzugsweise horizontal überlappende Flächen von Strukturen und Gegenstrukturen ist Dämpfungsmaterial, vorzugsweise in Form von Dämpfungsplatten DP einge- fügt. Die gegenüberstehenden Flächen von Strukturen und Gegenstrukturen, über welche vertikale Andruckkräfte zwischen Formrahmen und Formeinsatz übertragen werden, sind vorteilhafterweise schräg gegen die Horizontale ge- neigte ebene Flächen. Eine derartige elastisch gedämpfte und durch die hori- zontale Überlappung UE der gegenüberstehenden Flächen von Strukturen und
Gegenstrukturen besonders vorteilhafte Vorrichtung ist an sich aus der ein- gangs erwähnten EP 0 730 936 B1 bekannt.
Die Rahmenleiste RL in dem Beispiel nach Fig. 1 ist vorteilhafterweise als im Querschnitt U-förmiges Profil ausgeführt und kann in dieser Ausführung bevor- zugt durch Abkanten aus einem ebenen Blech hergestellt werden. In anderer Ausführung kann die Rahmenleiste auch als Schweißkonstruktion ausgeführt werden. Auf der Rahmenleiste ist in gebräuchlicher Weise ein Deckblech DB angeordnet.
Ein Formteil FT ist auf die dem Formeinsatz FE zugewandte Seitenfläche SR der Rahmenleiste RL aufgeschweißt, was durch Schweißnähte SN angedeutet sei. Dabei kann das Formteil passgenau in eine Vertiefung VS der Seitenfläche eingesetzt sein, um beim Schweißvorgang eine gleichbleibend genaue Positio- nierung sicher zu stellen. Auf der dem Formeinsatz zuweisenden Seite des Formteils FT ist eine Struktur ST in Form einer Vertiefung mit in der skizzierten Querschnittsdarstellung entgegengesetzt geneigten schrägen Flächen ausge- bildet. Das Formteil ist vorzugsweise senkrecht zur Zeichenebene mit gleich- bleibendem Querschnitt fortgesetzt und erstreckt sich vorteilhafterweise ein- stückig oder in mehreren Abschnitten über vorzugsweise mehr als die Hälfte der Länge der Rahmenleiste. Durch das aufgeschweißte Formteil FT kann die Seitenfläche SR vorteilhaft als Blech bzw. Abschnitt eines Bleches, insbeson- dere auch eben, ausgeführt sein und dennoch eine vorteilhafte horizontale Überlappung UE von Strukturen und Gegenstrukturen mit vertikal gegenüber- stehenden Flächen und zwischengefügtem Dämpfungsmaterial erreicht wer- den. Die Vorrichtung zeichnet sich durch eine einfache und kostengünstige Herstellung aus.
Die in die Struktur ST eingreifende Gegenstruktur GS an der Seitenfläche SE ist im skizzierten Beispiel einstückig und materialhomogen mit dem Formein- satz ausgebildet und z. B. durch Fräsen der Seitenfläche SE herstellbar. Die Gegenstruktur ist in an sich bekannter Weise als dreieckförmiger Vorsprung gegen die Seitenfläche SE ausgeführt. In den nachfolgenden Abbildungen ist jeweils nur der Formrahmen oder der Formeinsatz ausschnittsweise skizziert.
Bei der in Fig. 2 skizzierten Ausführung ist ein Formteil FT2 der auch in Fig. 1 gewählten Art in eine Aussparung AU der Seitenfläche SR der Rahmenleiste RL eingesetzt und auf der dem Formeinsatz abgewandten Seite der Seitenflä- che SR mit der Rahmenleiste verschweißt. In nicht dargestellter Abwandlung kann die Oberkante und/oder die Unterkante des Formteils eine Stufe aufwei- sen und sich mit dieser zusätzlich an der Seitenfläche SR horizontal abstützen, vorzugsweise an der dem Formeinsatz zugewandten Seite. In Fig. 2 ist die Rahmenleiste als Schweißkonstruktion mehreren ebenen Blechen ausgeführt.
Die in Fig. 3 skizzierte Ausführung unterscheidet sich von der Ausführung nach Fig. 1 im wesentlichen dadurch, dass das auf der Seitenfläche befestigte Formteil FT3 nicht mit dieser verschweißt, sondern verschraubt ist. Zur stabilen und präzisen Positionierung des Formteils FT3 in der Seitenfläche SR können als Befestigungselemente BE Passschrauben eingesetzt sein. Als weitere oder alternative Zentriereinrichtungen können Aussparungen, Passstifte oder Hülsen vorgesehen sein, welche sowohl in die Seitenfläche als auch in das Formteil eingreifen. In der Skizze weist das Formteil Sacklöcher für den Gewindeeingriff der Schrauben BE auf. Die Verschraubung kann aber auch mit durch durchge- hende Bohrungen im Formteil geführte Schrauben erfolgen, wobei die Schrau- benpositionen außerhalb der Struktur liegen oder die Struktur an den Schrau- benpositionen zumindest teilweise unterbrochen sein kann und dort nicht zur Übertragung von Kräften zwischen Formrahmen und Formeinsatz beiträgt.
Zentriereinrichtungen können auch durch Fortsätze des Formteils, welche in Aussparungen der Seitenfläche passgenau einliegen, gegeben sein. Bei der Ausführung nach Fig. 3 ist eine andere Ausführung des Blechteils mit der Sei- tenfläche SR skizziert, welche eine Winkelform zeigt. Die Ausbildung des Blechteils ist an sich weitgehend beliebig. Die Fortsetzung der Seitenfläche an wenigstens einer Kante durch einen abgekanteten Blechabschnitt ist besonders vorteilhaft. Die Rahmenleiste kann insbesondere auch aus mehreren abge- kanteten Blechen bestehen und/oder zusätzlich Knotenbleche enthalten.
Die Ausführung nach Fig. 4 ist ähnlich der Fig. 2 und unterscheidet sich von dieser im wesentlichen dadurch, dass das Formteil FT4 nicht mit der Rahmen- leiste verschweißt, sondern über Schrauben SC verschraubt ist. Die Schrau- benköpfe auf der dem Formeinsatz zugewandten Seite sind im skizzierten Bei- spiel in die Seitenfläche eingelassen, können aber bei größerem Überstand des Formteils FT über die Seitenfläche auch ohne zu stören auf dieser aufliegen.
Oberkante und Unterkante des Formteils FT4 weisen eine Stufe auf, mit wel- cher das Formteil an der dem Formeinsatz abgewandten Seite der Seitenfläche SR abgestützt ist. Für alternative oder zusätzliche Varianten der Verschraubung wird auf die hier entsprechend anwendbaren Ausführungen zu Fig. 3 verwie- sen.
Durch das Einsetzen der Formteile FT2 oder FT4 bei den Ausführungen nach Fig. 2 bzw. Fig. 4 in die Seitenfläche der Rahmenleiste kann die Seitenfläche SE des Formeinsatzes näher an die Rahmenleiste verlegt und dadurch die Flä- che für das Steinfeld des Formeinsatzes vorteilhaft vergrößert werden. Die nach Fig. 2 oder Fig. 4 durch die Aussparungen der Seitenfläche SR ragenden Formteile können auch einstückig mit Flanschen zum Einspannen des Form- rahmens in eine Formmaschine ausgeführt sein.
Bei der in Fig. 5 skizzierten Ausführung ist ein Formeinsatz FEB angenommen, dessen dem Formrahmen zugewandte Seitenfläche SEB als ebenes vertikales Blech ausgeführt ist und welcher insbesondere auch insgesamt aus Außen- wände und Zwischenwände bildenden Blechen zusammengesetzt, beispiels- weise verschweißt sein kann. Auf die Seitenfläche SEB ist ein Formteil FT5 aufgeschweißt, welches, z. B. nach Art der Fig. 1, eine Gegenstruktur zu einer Struktur des nicht mit eingezeichneten Formrahmens aufweist. Die Gegen- struktur ist im skizzierten Beispiel im Querschnitt annähernd dreieckförmig und als Vorsprung zum Eingriff in eine Vertiefung einer Struktur am Formrahmen ausgebildet. Insbesondere in Verbindung mit den Ausführungen nach Fig. 2 oder Fig. 4 für die rahmenseitige Struktur können die Seitenflächen von Rah- men und Formeinsatz mit geringem horizontalem Abstand zueinander liegen.
Strukturen an Formrahmen und Gegenstrukturen am Formeinsatz können, ins- besondere bei Anordnungen wie nach Fig. 1, auch vertauscht sein. Strukturen und Gegenstrukturen können selbstverständlich andere Formen aufweisen.
Die in Fig. 6 skizzierte Ausführung unterscheidet sich von der in Fig. 5 skiz- zierten Ausführung im wesentlichen dadurch, dass ein Formteil FT6 auf die Seitenfläche nicht aufgeschweißt, sondern mittels mehrerer an der Seite nfläche befestigten Schraubbolzen SB und Muttern MU an dieser festgeschraubt ist.
Das Dreieckprofil des Formteils und/oder die korrespondierende Struktur an der Seitenfläche des Rahmens ist im Bereich der Verschraubungen unterbrochen.
Für alternative Ausführungen der Verschraubung wird auf die Ausführung zu den Beispielen nach Fig. 2 oder Fig. 4 verwiesen. Bei einer in Fig. 7 mit Blick auf die dem Formeinsatz zugewandte, in Fig. 8 mit Blick auf die dem Formen- satz abgewandte Seite der Seitenfläche SV einer Rahmenleiste RV skizzierten Ausführungsform ist eine Struktur VS in Form einer vom Formeinsatz weg wei- senden Vertiefung vorgesehen. Die Vertiefung zeigt einen in x-Richtung eines x, y, z-Koordinatensystems als Längsrichtung der Rahmenleiste konstanten
annähernd dreieckförmigen Querschnitt. Die Vertiefung ist durch Verformung einer anfänglich ebenen Seitenfläche SV hergestellt, insbesondere durch Tief- ziehen, und dadurch günstigerweise einstückig und materialhomogen mit der Seitenfläche SV. Die Vertiefung VS kann in x-Richtung auch, insbesondere bei größerer Länge der Rahmenleiste, in mehrere Abschnitte unterteilt sein. Die Vertiefung kann in x-Richtung auch seitlich offen sein, indem vor der Verfor- mung an den Enden der vorgesehenen Vertiefung vertikale Einschnitte in der Seitenfläche erzeugt werden. Die Verformung VS ist allseitig von in der Ebene der ebenen Seitenfläche SV liegenden Flächenteilen umgeben und von allen Außenrändern der ebenen Seitenfläche SV beabstandet.
Die vorstehend und die in den Ansprüchen angegebenen sowie die den Abbil- dungen entnehmbaren Merkmale sind sowohl einzeln als auch in verschiedener Kombination vorteilhaft realisierbar. Die Erfindung ist nicht auf die beschriebe- nen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern im Rahmen fachmännischen Könnens in mancherlei Weise abwandelbar. Insbesondere sind für die Struktu- ren bzw. Gegenstrukturen, verschiedene andere Querschnittsformen möglich.
Für die Zentrierung der Formteile in einer Seitenfläche können auch Zen- trierelemente, beispielsweise Profilleisten, in Vertiefungen sowohl der Seiten- fläche als auch des Formteils eingreifen.
Next Patent: TRANSIT MIXER FOR FREE-FLOWING MEDIA, IN PARTICULAR CONCRETE
