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Title:
DEVICE FOR PRODUCING ROUND BRUSHES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/186539
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for producing round brushes, comprising drive rollers (22, 26) that are driven by a motor and that press, as wire halves are twisted together, a wire towards a rotating gripper (60). The wire material slides along on deflection devices (52, 54).

Inventors:
MAGNI, Ettore (Via Milazzo n. 6, Castelfranco Emilia, 41013, IT)
FERRARI, Enzo (Via Galileo Galilei n. 25, Castelfranco Emilia, 41013, IT)
Application Number:
EP2017/059268
Publication Date:
November 02, 2017
Filing Date:
April 19, 2017
Export Citation:
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Assignee:
BORGHI S.P.A. (Via C. Colombo n. 12, Castelfranco Emilia, 41013, IT)
International Classes:
A46D3/05; A46D9/02
Foreign References:
DE102011015060A12012-09-27
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PRINZ & PARTNER MBB PATENT- UND RECHTSANWÄLTE (Rundfunkplatz 2, München, 80335, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Vorrichtung zum Herstellen von Rundbürsten, die zwischen zwei Drahtabschnitten eines gefalteten Drahtes eingeklemmte Borsten aufweisen, mit

• motorisch angetriebenen Antriebsrollen, die den Draht in seiner Längsrichtung bewegen,

• einem quer zum Draht verfahrbaren Biegeteil,

• gegenüberliegenden Gegenhaltern, die voneinander beabstandet und die auf der zum Biegeteil entgegengesetzten Seite des Drahtes angeordnet sind,

• wobei das Biegeteil zwischen die Gegenhalter zugestellt werden kann und dabei den Draht zwischen sich und den Gegenhaltern zu einer V- oder U-

Form biegt, um Drahthälften zu bilden,

• einer Borstenzuführeinrichtung zum Zuführen von Borsten an den umgebogenen Draht, und

• einem rotierenden Greifer, der den umgebogenen Draht erfassen und während der Zufuhr von Borsten verdrillen kann, um die Borsten im Draht zu verankern.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass voneinander beabstandete Umlenkeinrichtungen zur Anlage des Drahtes vorgesehen sind, längst der die Drahthälften geführt werden, wobei die Umlenkeinrichtungen einen Übergang von nicht gebogenen Drahtabschnitten der Drahthälften zu den quer zur Längsrichtung zum rotierbaren Greifer führenden Drahtabschnitten bilden.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenhalter und die Umlenkeinrichtungen verschiedene Teile sind und nacheinander mit dem Draht in Kontakt bringbar sind.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenhalter und/oder die Umlenkeinrichtungen so verfahrbar sind, dass sie mit dem Draht in Kontakt und außer Kontakt gebracht werden können, um eine Biegeoberfläche für den Draht zu bilden, längs der der Draht bewegt und gebogen wird.

5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkeinrichtungen in Längsrichtung des nicht gebogenen Drahtes und/oder quer zur Längsrichtung verstellbar sind.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenhalter in Längsrichtung des nicht gebogenen Drahtes und/oder quer zur Längsrichtung verstellbar sind.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenhalter und die Umlenkeinrichtungen im Wesentlichen dieselbe Wirkposition haben, wenn der Draht mit ihnen in Kontakt ist und abwechselnd in die Wirkposition verfahrbar sind.

8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den motorisch angetriebenen Antriebsrollen die Gegenhalter und die Umlenkeinrichtungen angeordnet sind, zumindest wenn sie in ihrer Wirkposition sind, in der der Draht die Gegenhalter bzw. die Umlenkeinrichtungen kontaktiert.

9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede angetriebene Antriebsrolle mit einer Gegenrolle ein Antriebsrollenpaar bildet, welches zwischen sich den Draht transportiert.

10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine motorisch angetriebene Hilfsantriebrolle vorgesehen ist, die Draht von einem Vorrat zu den Antriebsrollen transportiert.

1 1 . Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenhalter vorstehende, nebeneinander angeordnete Abschnitte eines einstückigen Biegebackens sind. 12. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Biegeteil in seiner äußeren Form der Form des Spalts zwischen den Gegenhaltern angepasst und komplementär ausgeformt ist.

13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkeinrichtungen als Schikanen mit einer bogenförmigen Biegeoberfläche für den Draht ausgebildet sind, insbesondere indem die Biegeoberfläche als Gleitfläche für den Draht ausgebildet ist.

14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsrollen so angesteuert werden, dass sie während des Verdrillens des Drahtes durch den Greifer Drahtabschnitte aufeinander zu und in Richtung zum Greifer drücken.

15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Nachbearbeitungsstation vorgesehen ist, in die der verdrillte Draht einsetzbar ist und die den Draht weiter verdrillt und/oder die Borsten außenseitig schneidet.

16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachbearbeitungsstation einen feststehenden Greifer hat, der die freien Enden der Drahthälften erfassen kann, wobei die Vorrichtung eine drehbare Basis hat, an der mehrere rotierbare Greifer befestigt sind, wobei durch Drehen der Basis ein rotierbarer Greifer zusammen mit dem gerade verdrillten Draht aus einer Zuführstation, in der die Gegenhalter und die Antriebsrollen sitzen, in die Nachbearbeitungsstation überführbar ist, wo der gerade verdrillte Draht vom feststehenden Greifer erfasst werden kann, wobei für das weitere Verdrillen der rotierende Greifer in Drehung versetzbar ist.

Description:
Vorrichtung zum Herstellen von Rundbürsten

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Rundbürsten.

Rundbürsten werden dadurch hergestellt, dass ein Draht zuerst gefaltet und dann während eines Verdrillprozesses Borsten zwischen den sich verdrillenden Drahthälften eingeklemmt werden.

Solche Vorrichtung arbeiten mit extrem hohen Geschwindigkeiten, und der Draht muss aus einer linearen Form erst im Bereich seiner Mitte etwas eingeknickt werden, woraufhin ihn ein sich drehender Greifer erfassen kann. Die linearen Abschnitte des Drahts, die noch nicht gebogen sind, werden über Umlenkeinrichtungen in den Verdrillbereich gezogen, denn der sich drehende Greifer wird üblicherweise auch linear, quer zur Längserstreckung des umgebogenen Drahtes verfahren, sodass eine Drahtzuführung erfolgen muss.

Aufgabe der Erfindung ist es, die verschiedenen Funktionen, die in einer Vorrichtung zum Herstellung von Rundbürsten erfüllt werden müssen, möglichst leicht einstellbar zu machen und eine individuelle Optimierung dieser verschiedenen Funktionen herbeizuführen.

Diese Aufgabe wird durch Anspruch 1 gelöst.

Die Längserstreckung oder Längsrichtung des Drahtes ist dabei die Richtung des Drahtes, wenn dieser noch nicht geknickt ist, sondern nur in die Vorrichtung zugeführt wird. Hier ist der Draht linear.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat zwei gegenüberliegende Gegenhalter, die voneinander beabstandet sind und die dazu dienen, das Biegeteil zwischen sich aufzunehmen, wenn der Draht zum ersten Mal geknickt oder mittig etwas gebogen werden soll. Die bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass zusätzlich zu den gegenüberliegenden Gegenhaltern auch noch voneinander beabstandete Umklenkeinrichtungen, beispielsweise in Form von Schikanen, zur Anlage des Drahtes vorgesehen sind. Längs dieser Umlenkeinrichtungen werden die Drahthälften, nachdem der Draht in der Mitte gebogen oder gefaltet ist, geführt. Die Umlenkeinrichtungen bilden damit einen Übergang von den nicht gebogenen Drahtabschnitten der Drahthälften zu den quer zur Längsrichtung zum rotierbaren Greifer führenden Drahtabschnitten. An diesen Umlenkeinrichtungen liegt der Draht an, wenn er seine Richtung ändern muss, nämlich von der Längsrichtung zu der quer, fast 90° dazu verlaufenden Richtung zum Greifer.

Gegenhalter und die Umlenkeinrichtungen sollten verschiedene Teile sein und nacheinander mit dem Draht in Kontakt bringbar sein. Dies ist im Stand der Technik nicht der Fall, denn hier sind Gegenhalter und Umlenkeinrichtungen immer dieselben Teile, die permanent mit dem Draht in Kontakt sind. Dadurch, dass Gegenhalter und Umlenkeinrichtungen jedoch erfindungsgemäß unterschiedliche Teile sind, können sie einzeln optimal auf ihre Funktionen angepasst werden. So sind die Gegenhalter perfekt auf das zwischen ihnen aufgenommene Biegeteil abgestimmt, um den Draht zwischen den Gegenhaltern und dem Biegeteil perfekt zu formen und zu klemmen. Auch die Umlenkeinrichtungen können optimiert werden. Die Umlenkeinrichtungen dienen nämlich dazu, einerseits den Draht umzulenken und andererseits dem Draht auch einen gewissen Widerstand entgegenzusetzen, damit das Drahtstück zwischen Greifer und Umlenkeinrichtung unter Spannung gehalten wird, wenn es verdrillt wird. Separate Bremseinrichtungen sind bei der Vorrichtung deshalb unnötig.

Die Gegenhalter und/oder die Umlenkeinrichtungen sind so verfahrbar, dass sie mit dem Draht in Kontakt und außer Kontakt gebracht werden können, um eine Biegeoberfläche für den Draht zu bilden, längs der der Draht bewegt und gebogen wird.

Die Umlenkeinrichtungen ebenso wie die Gegenhalter sind in Längsrichtung des nicht gebogenen Drahtes und/oder quer zur Längsrichtung verstellbar. Somit werden entweder die Gegenhalter zugestellt, um mit dem Draht in Kontakt zu kommen, oder die Umlenkeinrichtungen. Zuerst sind es im Verfahrensablauf die Gegenhalter, damit das Biegeteil zwischen die Gegenhalter drücken kann und den Draht biegt oder knickt. Anschließend kommen dann aber die Umlenkeinrichtungen in Einsatz, wenn die Gegenhalter weggefahren sind. Dann wird der in seiner Mitte geknickte oder gebogene Draht an die Umlenkeinrichtungen angelegt oder, umgekehrt, die Umlenkeinrichtungen gegen den Draht gefahren, sodass dann der rotierbare Greifer den Draht weiter abziehen kann und dieser Draht gegen die Umlenkeinrichtungen drückt. Vorzugsweise kann der Draht immer in derselben Halterung bleiben, diese ist beispielsweise durch die Antriebsrollen definiert, während Gegenhalter und Umlenkeinrichtungen zugestellt werden. Das bedeutet, Gegenhalter und Umlenkeinrichtungen können im Wesentlichen dieselbe Wirkposition haben, wenn der Draht mit ihnen in Kontakt ist. Gegenhalter und Umlenkeinrichtungen werden nur abwechselnd in diese Wirkposition verfahren.

Die motorisch angetriebenen Antriebsrollen sind in Längsrichtung des Drahts außerhalb der Gegenhalter und Umlenkeinrichtungen angeordnet, d. h., sie nehmen diese zwischen sich auf, wenn sie in ihrer Wirkposition sind. Das bedeutet, die Antriebsrollen können Drahtmaterial in Richtung zu den Gegenhaltern und zu den Umlenkeinrichtungen drücken und transportieren.

Jede Antriebsrolle kann eine Gegenrolle haben und mit ihr ein Antriebsrollenpaar bilden, welches zwischen sich den Draht transportiert und, für den möglichst schlupffreien Transport, klemmt.

Außerhalb des Bereichs zwischen den Antriebsrollen kann eine motorisch angetriebene Hilfsantriebsrolle vorgesehen sein, die Draht von einem Vorrat zu den Antriebsrollen transportiert.

Darüber hinaus ist vorzugsweise zwischen der Hilfsantriebsrolle und der nächstgelegenen Antriebsrolle eine Draht-Schneideeinrichtung vorgesehen, um das Drahtstück, welches bearbeitet wird, vom Drahtvorrat abzuschneiden. Eine einfache Gestaltung der Erfindung wird erreicht, wenn die Gegenhalter vorstehende, nebeneinander angeordnete Abschnitte eines einstückigen Biegebackens sind. Die Gegenhalter gehen damit an einem Verbindungssteg sozusagen ineinander über.

Das Biegeteil sollte in seiner äußeren Form der Form des Spalts zwischen den Gegenhaltern angepasst sein und komplementär ausgeformt sein. Natürlich muss noch ein geringer Spalt zur Aufnahme des Drahtes vorhanden sein, damit dieser nicht unnötig stark gequetscht wird.

Die Umlenkeinrichtungen sind gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung als Schikanen mit einer bogenförmigen Biegeoberfläche für den Draht ausgebildet. Insbesondere sollte die Biegeoberfläche als Gleitfläche für den Draht ausgebildet sein. Rollen sind hier nicht nötig und sogar nachteilig.

Eine besondere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Antriebsrollen so angesteuert werden, dass sie während des Verdrillens des Drahtes, insbesondere während des gesamten Verdrillprozesses, Drahtabschnitte aufeinander zu und in Richtung zum Greifer drücken. Das bedeutet, die Vortriebskraft des Greifers ist vorzugsweise nicht ausreichend, um den Draht beim Drillen weiterzutransportieren, d. h. nicht verdrillte Abschnitte der Enden der Drahthälften heranzutransportieren. Dies übernehmen die Antriebsrollen, die in diesem Verfahrenszustand auch noch Draht zu den Biegeoberflächen transportieren.

Es kann eine Nachbearbeitungsstation vorgesehen sein, in die der verdrillte Draht einsetzbar ist und die den Draht weiterverdrillt und/oder außenseitig die Borsten schneidet.

Eine besonders effektive Vorrichtung ergibt sich dann, wenn die Nachbearbeitungsstation einen feststehenden Greifer hat, der die freien Enden der Drahthälften erfassen kann. Die Vorrichtung ist drehbar oder schwenkbar, z. B. hat sie eine drehbare Basis, an der mehrere rotierbare Greifer befestigt sind. Durch Drehen wird ein gerade im Einsatz gewesener rotierbarer Greifer zusammen mit dem gerade verdrillten Draht, den er noch erfasst, aus einer Zuführstation (das ist die Station mit Gegenhalter und Antriebsrollen) in die Nachbearbeitungsstation überführt. Dort wird der gerade verdrillte Draht vom feststehenden Greifer erfasst, wobei für das weitere Verdrillen der rotierende Greifer in Drehung versetzbar ist. Alternativ hierzu kann natürlich auch der feststehende Greifer losgelassen werden, d. h. mit dem rotierenden Greifer über den Draht mit in Bewegung versetzt werden, sodass außenseitig ein Messer entlang der Borsten verfahren werden kann, um sie abzuschneiden. Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und aus den nachfolgenden Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird.

In den Zeichnungen zeigen: - Figur 1 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Herstellen von Rundbüsten,

Figur 2 den bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung eingesetzten Gegenhalter samt Biegeteil,

Figur 3 den rotierbaren Greifer beim ersten Erfassen des geknickten Drahts,

Figur 4 einen nachfolgenden Schritt, bei dem der Greifer bereits einen Teil des Drahtes verdrillt hat,

Figur 5 einen nachfolgenden Schritt in der erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei dem die Rundbürste fast komplett gedreht ist, - Figur 6 die erfindungsgemäße Vorrichtung, die in dieser Ausführungsform mit einer Nachbearbeitungsstation ausgeführt ist, und

Figur 7 eine weitere Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei der die Nachbearbeitungsstation mit einem Fräser oder Gegenmesser zum Bearbeiten der Borsten ausgebildet ist. In Figur 1 ist eine Vorrichtung 10 zum Herstellen von Rundbürsten dargestellt. Hierzu ist ein stilisiert dargestellter Vorrat 12 für Draht vorhanden, von dem Draht abgezogen und in die Vorrichtung hineintransportiert wird. In Drahtzuführrichtung sind eine motorisch angetriebene Hilfsantriebsrolle 14 und eine Gegenrolle 16, die ein Hilfsantriebsrollenpaar bilden, vorgesehen. Hier können eine oder beide Rollen antreibbar sein. Zwischen den Rollen 14, 16 wird der Draht hinzugeführt. Nach dem Hilfsantriebsrollenpaar ist ein verstellbares Messer 18 vorhanden, welches ein ausreichend langes Stück Draht, wie später noch erläutert wird, abschneidet.

Eine Führung 20 ist dazu da, als Gegenmesser zu fungieren und gleichzeitig den Draht zu führen. Nach der Führung 20 ist ein erstes Antriebsrollenpaar mit einer ersten motorisch angetriebenen Antriebsrolle 22 sowie einer Gegenrolle 24 angeordnet, die zwischen sich den Draht aufnehmen. Ein davon deutlich beabstandetes zweites Antriebsrollenpaar umfasst eine zweite motorisch angetriebene Antriebsrolle 26 sowie eine Gegenrolle 28, die das freie Ende des Drahtes 30 aufnehmen und beispielsweise bis zu einem Anschlag 32 verfahren. Der Anschlag 32 ist, wie mit den Pfeilen 34 angedeutet, verstellbar, um die Länge des Drahtstücks zwischen dem Messer 18 und dem Anschlag 32 variabel einstellen zu können.

Der Draht 30 verläuft zwischen dem ersten und dem zweiten Antriebsrollenpaar und auch bis zum Hilfsantriebsrollenpaar linear, wie in Figur 1 gut zu sehen ist.

Um den Draht 30 zu biegen, sind die folgenden Einrichtungen vorgesehen. Ein quer zur Drahtlängsrichtung oder Drahtlängserstreckung (Linearerstreckung im ungebogenen Zustand gemäß Figur 1 ) hin- und herverfahrbares Biegeteil 38 hat einen Zapfen 40.

Dieser Zapfen 40 ist dem Draht 30 zugewandt. Auf der zum Zapfen 40 entgegengesetzten Seite des Drahtes, dem Zapfen also gegenüberliegend, ist ein einstückiger Biegebacken 42 vorgesehen, der zwei voneinander beabstandete Gegenhalter 44 umfasst, die durch einen Steg 46 einstückig miteinander verbunden sind und zwischen sich einen Spalt 48 bilden. Die freien Enden der Gegenhalter verlaufen jeweils über einen Bogen 50, der sich über im Wesentlichen 90° erstreckt, von der Längsrichtung des Drahtes 30 bis zu dem Spalt 48, wo der Bogen dann im Wesentlichen in einen Abschnitt übergeht, der 90° zur Längsrichtung des Drahts 30 verläuft. Darüber hinaus sind zwei Umlenkeinrichtungen 52, 54 vorgesehen, die in einer oder mehreren Richtungen verstellbar ausgebildet sind und die ebenfalls zwischen den Antriebsrollenpaaren liegen. Diese Umlenkeinrichtungen 52, 54 werden, wie später noch erläutert wird, beim Verdrillen des Drahtes eingesetzt.

Symbolisch dargestellt ist eine Borstenzuführeinrichtung 56, welche Borsten 58 trägt, die nacheinander zwischen den Drahthälften, die gebildet werden, aufgenommen und verklemmt werden. Sowohl die Gegenhalter 42, d. h. das gesamte Biegeteil 38, als auch die Umlenkeinrichtungen 52, 54 sind verfahrbar, sodass sie nacheinander in Aktion treten und nacheinander vom Draht 30 beaufschlagt werden, um seine Biegung zu steuern. In Figur 1 sind die motorisch verfahrbaren Umlenkeinrichtungen 52, 54 außer Eingriff mit dem Draht und nicht in Funktion. Die Gegenhalter 44 sind jedoch in Funktion, wie in Figur 2 erläutert werden wird.

Aus der in Figur 1 dargestellten Position wird das Biegeteil 38 in Richtung zum Biegebacken 42 in Pfeilrichtung verfahren, sodass der Zapfen 40 den Draht im Bereich seiner Mitte, d. h. bezogen auf die Längserstreckung, erfasst und zwischen die Gegenhalter 44 drückt, wie in Figur 2, oben, dargestellt. Nachdem der Zapfen 40 komplementär zur Ausnehmung bzw. zum Spalt 48 ausgeführt ist wird die Form des umgebogenen oder geknickten Abschnitts des Drahtes 30 sehr genau erzeugt (siehe Figur 2). Anschließend wird sowohl das Biegeteil 38 nach außen gefahren, als auch der Biegebacken 42 mit den Gegenhaltern 44, wie in Figur 2, unten, mit den Pfeilen dargestellt. Der Draht 30 hat dann eine Biege- oder Knickstelle in seiner Mitte.

Nach dem seitlichen Verfahren des Biegebackens 42 wird dieser vorzugsweise auch noch in oder aus der Zeichenebene herausgefahren, um den Weg freizumachen für einen seitlich zuzustellenden Greifer 60, der durch einen Motor in Drehung versetzt werden kann und der zudem längs einer Führung 62 motorisch verfahrbar ist. Die Führung 62 erstreckt sich im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung des Drahtes 30, immer bezogen auf den Zustand des Drahtes in Figur 1 . Der Greifer erfasst das sogenannte Auge 64, d. h. die Knickstelle oder Biegestelle an seiner Spitze und klemmt diese.

Vor oder nach dem Erfassen des Auges 64 durch den Greifer 60 werden die Umlenkeinrichtungen 52, 54 in ihre Wirkposition gemäß Figur 3 verfahren. Diese Wirkposition entspricht in etwa der Wirkposition der Gegenhalter 44 in Figur 1 und Figur 2 oben.

Die Umlenkeinrichtungen 52, 54 können aber auch von der Seite, d. h. in Zeichenebene oder aus der Zeichenebene heraus verfahren werden. Die Umlenkeinrichtungen 52, 54 sind mit einer bogenförmigen Biegeoberfläche 66 ausgebildet, die als Gleitfläche wirkt und entlang der der Draht gezogen wird, wenn der Greifer 60 das Auge 64 in Drehung versetzt und gleichzeitig in Pfeilrichtung nach rechts zieht (siehe Figur 3). Dann wandern die linearen Drahtabschnitte der beiden Drahthälften an ihren bogenförmigen Biegeoberflächen 66 entlang und werden in den Zwischenraum zwischen den Umlenkeinrichtungen 52, 54 gezogen und dabei auch gebogen.

Die bogenförmige Biegeoberfläche verläuft somit über im Wesentlichen 90°.

Zusätzlich können hier seitliche Begrenzer, durch Rollen dargestellt, vorhanden sein, die ein Abrutschen des Drahtes von der jeweiligen Biegeoberfläche 66 verhindern.

Anschließend wird gemäß Figur 4 der Draht weitergezogen, gleichzeitig wird er verdrillt und gleichzeitig werden die Borsten zwischen die Drahthälften eingebracht und dort beim Verdrillen geklemmt. Während des Verdrillvorgangs werden die Antriebsrollen 22, 26 in Bewegung versetzt, wobei sie Drahtmaterial von den beiden nicht gebogenen Enden der Drahthälften aufeinander zu in Richtung zu den Umlenkeinrichtungen 52, 54 und damit zum den Draht ziehenden Greifer 60 drücken. Dies ist deshalb notwendig, weil die Vorschubkraft des Greifers zum Drahtabzug zu gering ist, um die Reibung des Drahts an den Biegeoberflächen 66 selbst zu überwinden.

Der Antrieb des Greifers 60 zum Drehen ist insbesondere drehmomentgesteuert, er kann durch einen Servomotor erreicht werden. Darüber hinaus nutzen vorzugsweise sämtliche angetriebenen Antriebsrollen ebenfalls Servomotoren, die sehr gut bezüglich ihrer Geschwindigkeit eingestellt werden können.

Beim Einfahren des Drahtes in Figur 1 wird im Übrigen darauf geachtet, dass die Umfangsgeschwindigkeit der Antriebsrollen 22, 26 gleich groß ist wie die Umfangsgeschwindigkeit der Hilfsantriebsrolle 14, um keine Stauchung oder kein Ziehen des Drahtes 30 zu verursachen. Die Umlenkeinrichtungen 52, 54 sind sehr einfach ausgeführt, sie enthalten gehärtete Oberflächen, sind damit sehr einfach aus Stahl herzustellen und vor allem sehr robust.

Dies gilt auch für das Biegeteil und den Biegebacken. Diese Teile sind ebenfalls sehr einfach herstellbar, vor allem sind sie auch sehr einfach an die gewünschte optimale Form anpassbar. Nicht jeder Draht muss ein identisch ausgebildetes Auge haben, vielmehr ist es sinnvoll, dieses Auge optimal zu gestalten, je nach Drahtdicke usw. Diese Anpassung erfolgt durch optimal gestaltete Zapfen 40 und Gegenhalter 44 samt Spalt 48. In Figur 5 ist das Ende des Verdrillprozesses zu sehen. Bis zum Ende haben die Antriebsrollen 22, 26 den Draht in Richtung Greifer 60 gedrückt, bis der Draht außer Eingriff mit ihm kommt.

Das Besondere an der Vorrichtung ist auch, dass das Verdrillen mit dem Greifer 60 nicht bis in den endgültigen Verdrillzustand der Rundbürste erfolgt. Vielmehr wird eine sehr leicht gedrillte Spirale erzeugt, die nachverdrillt wird, um die notwendige und gewünschte Verdrehung der Drahthälften zu erreichen und die richtige Spannung zu erzeugen. Es reicht gerade aus, dass die Borsten nicht aus dem verdrillten Draht herausfallen, bevor die Rundbürste nachgearbeitet wird. Die Vorrichtung kann optional mit einer Nachbearbeitungsstation ausgestattet sein, in der die Borsten beispielsweise geschnitten werden (siehe Figur 7), wo ein Fräser oder ein Messer 70 entlang der fast fertigen Bürste verfahren wird, während die gedreht wird. Darüber hinaus kann in der Nachbearbeitungsstation, die das Bezugszeichen 72 trägt, auch eine zusätzliche Verdrillung erfolgen, wie bereits angedeutet.

Die Vorrichtung hat, damit der bereits verdrillte Draht nicht mehr neu gefasst werden muss, eine drehbare Führung, beispielsweise eine Trommel, auf der der Greifer 60 beweglich ist. Hier ist eine Basis 76 zu sehen, die auf der Führung 74 bewegt wird. Längs der Basis 76 wird dann der Greifer 60 in Längsrichtung verfahren. Auf der Führung 74 sitzen mehrere rotierbare Greifer 60, die in verschiedene Stationen ein- und ausgetaktet werden können. Die in Figur 6 obere Station ist die Zuführstation, die gerade im Hinblick auf Figur 1 erläutert wurde. Eine Zwischenhalterung 78 haltert das freie Ende des verdrillten Drahtes, wenn dieser aus den Umlenkeinrichtungen 52, 54 herausgezogen ist. Anschließend wird die Vorrichtung gedreht, d. h., die Führung 74 oder die Basis 76 selbst wird gedreht, sodass der drehbare Greifer 60 in einer Nachbearbeitungsstation 72 samt Zwischenhalterung 78 und Draht 30 gelangt. Hier sitzt ein feststehender Greifer 80, der die freien Enden des Drahtes 30 erfasst. Der Greifer 80 ist in Linearrichtung zustellbar, wie die Figuren 6 und 7 zeigen. Wenn der Greifer 80 die freien Enden erfasst hat, kann der Greifer 60 wieder drehen, sodass eine Verdrillung möglich ist. Natürlich könnte der Greifer 80 auch mitdrehen, dies ist für die Nachbearbeitung durch Schneiden sogar sinnvoll.

Während in der Nachbearbeitungsstation 72 die Bürste vervollständigt wird, wird in der Zuführstation bereits die nächste Bürste hergestellt.




 
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