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Title:
DEVICE FOR THE PRODUCTION OF PROFILED CONCRETE ELEMENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/000239
Kind Code:
A2
Abstract:
Disclosed is a device, particularly a slide-casting device, for producing profiled concrete elements (1), especially a prestressed or mild steel-reinforced concrete element (1), comprising a mold (6) that is movable on a production line (5) and is provided with profiled inserts, and at least one compacting apparatus which supplies concrete to the mold (6) and can also be moved on the production line (5). At least one feeding mechanism (7) is provided for introducing at least one wave-shaped reinforcing bar (8) into the concrete.

Inventors:
HOLZBERGER, Matthias (Am Schächtchen 6, Weiler, 55413, DE)
Application Number:
DE2007/001144
Publication Date:
January 03, 2008
Filing Date:
June 28, 2007
Export Citation:
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Assignee:
HOLZBERGER, Matthias (Am Schächtchen 6, Weiler, 55413, DE)
International Classes:
B28B1/08; B28B23/02
Attorney, Agent or Firm:
BECKER, Bernd (Becker & Aue, Saarlandstrasse 66, Bingen, 55411, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Vorrichtung, insbesondere Gleitfertiger, zum Herstellen von profilierten Betonelementen (1) , insbesondere eines vorgespannten oder schlaff armierten Betonelementes (1) , mit einem auf einer Fertigungsbahn (5) bewegbaren Formteil (6) mit Einsatzprofilen und mindestens einer dem Formteil (6) Beton zuführenden und verdichtenden, ebenfalls auf der Fertigungsbahn (5) bewegbaren Einrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Zuführeinrichtung (7) zum Einbringen mindestens eines wellenförmigen Armierungsstabes (8) in den Beton vorgesehen ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (7) den Armierungsstab (8) derart in den Beton einsetzt, dass die Umkehrbögen

(11) der einen Seite in den Beton und die ümkehrbögen

(12) der gegenüberliegenden Seite ins Freie ragen.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (7) der dem Formteil (6) Beton zuführenden und verdichtenden Einrichtung nachgeordnet ist.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (7) zum Eintragen mehrerer hintereinander und/oder beabstandet nebeneinander angeordneter Armierungsstäbe (8) ausgebildet ist.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführeinrichtung (7) ein Verdichter (9) nachgeschaltet ist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Formteil (6) zur Bildung mindestens einer Kerbe zur Aufnahme des Armierungsstabes (8) ausgebildet ist.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführeinrichtung (7) eine Führungsvorrichtung (15) für den Armierungsstab (8) zugeordnet ist.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Führungsvorrichtung (15) von der Zuführeinrichtung (7) bis zu dem der Zuführeinrichtung (7) nachgeschalteten Verdichter (9) erstreckt.

9. Verfahren zum Herstellen eines profilierten Betonelementes (1) , insbesondere eines vorgespannten oder schlaff armierten Betonelementes (1) , mit einem Gleitfertiger, der im Stranggussverfahren arbeitet, wobei mindestens ein wellenförmiger Armierungsstab (8) in den Beton eingesetzt und der Beton nach dem Einsetzen des Armierungsstabes (8) verdichtet wird.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere wellenförmige Armierungsstäbe (8) mit ihren Umkehrbögen (11, 12) parallel und beabstandet zueinander gleichzeitig in den Beton gedrückt werden.

11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Armierungsstäbe (8) hinterein-

ander in den Beton eingesetzt werden.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Armierungsstab (8) nach dem Einsetzen in den Beton so lange geführt wird, bis der Beton verdichtet ist.

Description:

Vorrichtung zum Herstellen von profilierten Betonelementen

Beschreibung

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, insbesondere Gleitfertiger, zum Herstellen von profilierten Betonelementen, insbesondere eines vorgespannten oder schlaff armierten Betonelementes, mit einem auf einer Fertigungsbahn bewegbaren Formteil mit Einsatzprofilen und mindestens einer dem Formteil Beton zuführenden und verdichtenden, e- benfalls auf der Fertigungsbahn bewegbaren Einrichtung, und Verfahren dazu.

Die DE 81 19 953 Ul beschreibt einen Gleitfertiger zum Herstellen von Fertigteilen aus Beton mit einem die Form der Fertigteile bestimmenden Schalungssatz, der auf einem ersten Rahmen festgelegt ist und Vorrichtungen zum Zuführen und Verdichten von Beton, beispielsweise Betonverteilerkästen, aufweist. Dem ersten Rahmen ist ein zweiter Rahmen zugeordnet, der mit Einrichtungen zum Anschluss und Betrieb der Vorrichtungen des ersten Rahmens, wie Hydraulik- Seilzug-Einrichtungen, elektrische Einrichtungen, einen Motor zum Bewegen von Kern- und Schalungssätzen sowie zum An ¬ trieb der Betonverteilerkästen und dergleichen, versehen

ist. Beide Rahmen sind zum gemeinsamen Vorschub auf Schienen über Räder mit untereinander hydraulisch, elektrisch und/oder mechanisch angeschlossenen Vorrichtungen und Einrichtungen ausgelegt. Der zweite Rahmen ist über den ersten Rahmen aufsetzbar sowie lösbar festgelegt und zumindest der erste Rahmen weist die Räder zum Vorschub auf.

Im Weiteren offenbart die DE 30 00 590 Al eine Vorrichtung zum Herstellen von profilierten Betonelementen mit einem auf einer Fertigungsbahn bewegbaren Formteil mit Einsatzprofilen und mindestens einem dem Formteil Beton zuführenden und verdichtenden, ebenfalls auf der Fertigungsbahn bewegbaren Druckmittel, das als Pumpe ausgebildet ist.

Mit einem aus der Praxis bekannten Gleitfertiger werden vorgespannte oder schlaff armierte Betonelemente im Stranggussverfahren hergestellt. Vor dem Betonieren werden wellenförmige Armierungsstäbe manuell an Spanndrähten befestigt und der Gleitfertiger fährt anschließend darüber. Dieses Anbringen der Armierungsstäbe von Hand ist zeitaufwän- dig und daher teuer. Darüber hinaus ist eine exakte Arbeitsweise erforderlich.

Schließlich zeigt die DE 40 22 364 Al ein Verfahren zur Herstellung von Stahlbetonträgern sowie einen Gleitfertiger zur Durchführung des Verfahrens. Ein in einem ersten Schritt gefertigter Betonstreifen bildet eine nach oben offene Rinne, in die eine als Gitterträger ausgebildete Stahlarmatur eingesetzt wird. Anschließend wird die Rinne mit einem selbstverdichtenden Beton ausgegossen.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der bzw. dem eine kostengünstige und zuverlässige Fertigung von Betonteilen mit einer Armierung zur Herstellung einer Schubarmierung gewährleistet ist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer Vorrichtung dadurch gelöst, dass mindestens eine Zuführeinrichtung zum Einbringen mindestens eines wellenförmigen Armierungsstabes in den Beton vorgesehen ist.

Demnach wird während der Herstellung des Betonelementes in den frischen Beton der Armierungsstab eingesetzt und von dem Beton fixiert. Bei dem wellenförmigen Armierungsstab handelt es sich nicht um einen Gitterträger. Der Armierungsstab ist lediglich in einem Umformverfahren wellenförmig gebogen und stellt ein sehr kostengünstig herstellbares Bauteil dar, während ein Gitterträger eine teuer zu fertigende Einheit ist, die aus einem Obergurtstab und zwei Untergurtstäben besteht, wobei zwischen dem Obergurtstab und jeden Untergurtstab Diagonalstäbe eingeschweißt sind. Durch die Zuführeinrichtung ist der Anteil manueller Tätigkeit bei dem Einbringen des Armierungsstabes wesentlich reduziert, weshalb das Bauteil, beispielsweise ein Deckenträger, ein Fenstersturz, eine Rippen- oder Brückenplatte, verhältnismäßig kostengünstig zu fertigen ist. Im Weiteren ist durch die insbesondere an einen vorhandenen Gleitfertiger anbaubare bzw. angebaute Zuführeinrichtung ein reproduzierbares Montieren des Armierungsstabes sichergestellt. Selbstverständlich ist die Wellenform des Armierungsstabes frei wählbar bzw. unterschiedliche Wellenformen beliebig

miteinander kombinierbar, wobei insbesondere periodische, aperiodische, rechteckförmige, trapezförmige und parallelo- grammartige Wellenformen verwendet werden.

In Ausgestaltung setzt die Zuführeinrichtung den Armierungsstab derart in den Beton ein, dass die Umkehrbögen der einen Seite in den Beton und die Umkehrbögen der gegenüberliegenden Seite ins Freie ragen. An den ins Freie ragenden Umkehrbögen lassen sich weitere Stahlteile, wie z. B. Gittermatten, befestigen, um eine Schubarmierung herzustellen.

Zweckmäßigerweise ist die Zuführeinrichtung der dem Formteil Beton zuführenden und verdichtenden Einrichtung nachgeordnet. Demzufolge werden zunächst die Konturen des Betonteils weitgehend fertig gestellt und anschließend der Armierungsstab in den bereits verdichteten Beton eingefügt.

Da mit einem Gleitfertiger oftmals sehr lange und/oder breite Betonteile bzw. gleichzeitig Betonteile in einer größeren Anzahl hergestellt werden, ist vorzugsweise die Zuführeinrichtung zum Eintragen mehrerer hintereinander und/oder beabstandet nebeneinander angeordneter Armierungsstäbe ausgebildet. Selbstverständlich können die Armierungsstäbe sowohl unmittelbar hintereinander als auch in einem vorgegebenen Abstand hintereinander angeordnet werden.

Damit der mit Beton bedeckte Abschnitt des Armierungsstabes vollständig von Beton umgeben ist, ist nach einer Weiterbildung der Zuführeinrichtung ein Verdichter nachgeschaltet. Der Armierungsstab wird durch das Verdichten in den

Beton eingebettet und es ist nicht erforderlich, zusätzlichen Beton für das Einlagern des Armierungsstabes zuzugeben.

Vorzugsweise ist das Formteil zur Bildung mindestens einer Kerbe zur Aufnahme des Armierungsstabes ausgebildet. Die Kerbe erleichtert das Einbringen des Armierungsstabes in den verdichteten Beton und wird bei dem sich an das Einbringen des Armierungsstabes anschließenden Verdichtungsvorgang geschlossen. Falls mehrere Armierungsstäbe nebeneinander montiert werden sollen, werden selbstverständlich Kerben in entsprechender Anzahl vorgesehen.

Um den Armierungsstab in seiner Lage zu fixieren, bis er vom verdichteten Beton umschlossen ist, ist bevorzugt der Zuführeinrichtung eine Führungsvorrichtung für den Armierungsstab zugeordnet. Zweckmäßigerweise erstreckt sich die Führungsvorrichtung von der Zuführeinrichtung bis zu dem der Zuführeinrichtung nachgeschalteten Verdichter. Die Führungsvorrichtung kann im einfachsten Fall aus zwei parallel sowie zueinander beabstandeten Stäben bestehen, zwischen denen der Armierungsstab geführt ist. Sollen mehrere Armierungsstäbe in den Beton eingebracht werden, dann sind selbstverständlich Führungsvorrichtungen in entsprechender Anzahl vorhanden.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe auch dadurch gelöst, dass bei einem Verfahren zum Herstellen eines profilierten Betonelementes, insbesondere eines vorgespannten oder schlaff armierten Betonelementes, mit einem Gleitfertiger, der im Stranggussverfahren arbeitet, mindestens ein wellenförmiger

Armierungsstab in den Beton eingesetzt und der Beton nach dem Einsetzen des Armierungsstabes verdichtet wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren dient insbesondere zur Herstellung von als Deckenträger ausgebildeten Betonelementen, die mit einer vor Ort mit Beton zu übergießenden Schubarmierung versehen werden und weist die bereits erläuterten Vorteile auf. Insbesondere wird nach dem Einsetzen des Armierungsstabes in den beton kein zusätzlicher Beton zugeführt, weshalb gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren ein Arbeitsschritt eingespart wird.

Zweckmäßigerweise werden mehrere wellenförmige Armierungsstäbe mit ihren Umkehrbögen parallel und beabstandet zueinander gleichzeitig in den Beton gedrückt. Vorzugsweise werden mehrere Armierungsstäbe hintereinander in den Beton eingesetzt. Damit ist die kostengünstige Fertigung entweder eines verhältnismäßig großen Betonteils mit einer Vielzahl von Armierungsstäben oder einer Vielzahl von Betonteilen mit jeweils mindestens einem Armierungsstab sichergestellt.

Damit der Armierungsstab in seiner Lage gehalten ist, wird vorzugsweise der Armierungsstab nach dem Einsetzen in den Beton so lange geführt, bis der Beton verdichtet ist.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen verwendbar sind. Der Rahmen der Erfindung ist nur durch die Ansprüche definiert.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:

Fig.l eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,

Fig.2 eine Schnittdarstellung gemäß der Linie II-II nach Fig. 1 und

Fig.3 eine Vorderansicht eines mit der Vorrichtung nach Fig. 1 gefertigten Betonteils.

Die als Gleitfertiger ausgebildete Vorrichtung zum Herstellen von profilierten Betonelementen 1 umfasst zwei Betonsilos 14, 2 mit jeweils zugeordneten Verdichtern 3, 4, um Beton in zwei Schichten auf eine Fertigungsbahn 5 aufzutragen, über die ein Formteil 6 mit Einsatzprofilen bewegbar ist. Im Weiteren ist eine ebenfalls über die Fertigungsbahn 5 verfahrbare Zuführeinrichtung 7 zum Einbringen wellenförmiger Armierungsstäbe 8 in den Beton vorgesehen, die dem zweiten Verdichter 4 nachgeschaltet ist. An die Zuführeinrichtung 7 schließt sich ein weiterer Verdichter 9 an.

Die Zuführeinrichtung 7 weist mehrere nebeneinander ausgerichtete Führungsschlitze 10 auf, um die Armierungsstäbe 8 derart in den Beton einzusetzen, dass die Umkehrbögen 11 der einen Seite in den Beton und die Umkehrbögen 12 der gegenüberliegenden Seite ins Freie ragen. Zwischen der Zuführeinrichtung 7 und dem zweiten Verdichter 4 ist eine Führungsvorrichtung 15 angeordnet, die die Armierungsstäbe 8 in ihrer eingesetzten Lage hält, bis sie von dem verdichteten Beton innig umschlossen und somit gehalten sind.

Mit dem Gleitfertiger lassen sich in Abhängigkeit von dem Formteil 6 beispielsweise als Deckenträger 13 ausgebildete Betonelemente 1 fertigen. Die ins Freie ragenden Umkehrbögen 12 der Armierungsstäbe 8 dienen zunächst zum Anschlagen eines Hebezeuges. Nachdem die Deckenträger 13 auf der Baustelle montiert wurden, werden die Umkehrbögen 12 zur Befestigung einer Schubarmierung verwendet, die anschließend mit Ortbeton übergossen wird.