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Title:
DEVICE FOR THE PRODUCTION OF SEMIFINISHED WIRE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2004/043621
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for producing semifinished wire, especially semifinished wire which has a hexagonal cross section and is used for embodying high-temperature superconductors. Said device comprises a drawing die (2) that is mounted within a holder (1) so as to be supported counter to the direction of traction. The aim of the invention is to improve drawing devices previously used for said purpose such that apparent distortions of the drawn wire are prevented or reduced to the greatest possible extent. Said aim is achieved by disposing the drawing die (2) in a rotatable manner on an axial ball thrust bearing (3) within the holder (1) thereof.

Inventors:
Schmatloch, Elmar (Max-Planck-Strasse 2, Freigericht-Somborn, 63579, DE)
Application Number:
PCT/EP2003/011756
Publication Date:
May 27, 2004
Filing Date:
October 23, 2003
Export Citation:
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Assignee:
VACUUMSCHMELZE GMBH & CO. KG (Grüner Weg 37, Hanau, 63450, DE)
Schmatloch, Elmar (Max-Planck-Strasse 2, Freigericht-Somborn, 63579, DE)
International Classes:
B21C1/00; B21C3/12; B21C1/00; B21C3/00; (IPC1-7): B21C3/12; B21C1/00
Attorney, Agent or Firm:
Schmuckermaier, Bernhard (Westphal, Mussgnug & Partner Mozartstrasse 8, München, 80336, DE)
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Claims:
Patentansprüche :
1. Vorrichtung zur Herstellung von Halbzeugdraht, insbesondere von im Querschnitt sechseckigen Halbzeugdraht für die Ausbil dung von HochtemperaturSupraleitern, bestehend aus einem in einem Halter (1) gegen in Ziehrichtung abgestützt gelagerten Ziehstein (2), dadurch gekennzeichnet, daß der Ziehstein (2) in seinem Halter (1) drehbar auf einem AxialWälzdrucklager (3) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß der Ziehstein (2) in seinem Halter (1) mit einem Radiallager (4) geführt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Radiallager (4) ein Nadellager (4') ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (1) aus zwei konzentrischen Teilen (1', 1") gebildet ist, wobei der innere Teil (1') den Sitz für den Ziehstein (2) bildet und der äußere Teil (1") den Sitz für das AxialWälzdrucklager (3) und das Radiallager (4).
Description:
Vorrichtung zur Herstellung von Halbzeugdraht Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Halbzeugdraht, insbesondere von im Querschnitt eckigen, vor- zugsweise sechseckigen Halbzeugdraht für die Ausbildung von Hochtemperatur-Supraleitern, bestehend aus einem in einem Hal- ter gegen in Ziehrichtung abgestützt gelagerten Ziehstein.

Draht wird bekanntlich und ausgehend von metallischem Rund- stabmaterial mit sogenannten Ziehsteinen hergestellt, wobei der Draht durch Passage mehrerer Ziehsteine mit jeweils durchmes- serreduziertem Durchzugskanal auf seinen gewünschten Quer- schnitt gebracht wird. Diese Technik einschließlich des dafür apparativ erforderlichen Zubehörs (Ziehbänke, Zugeinrichtungen, <BR> <BR> Ölbäder u. dgl. ) ist hinlänglich bekannt und in Benutzung, so daß es diesbezüglich keiner weitergehenden Erläuterungen be- darf.

Was dabei die einleitend erwähnten Hochtemperatur-Supraleiter betrifft, für die die hier interessierende Vorrichtung insbe- sondere bestimmt ist und die in der Regel bspw. aus reinem Edelmetall, wie Silber aber auch aus Sonderlegierungen gefer- tigt : werden und bspw. aus nur millimeterbreiten und Zehn- telmillimeter dicken Bändern bestehen, so hat es damit insofern eine besondere Bewandnis, als diese relativ querschnittskleinen Bänder in sich aus sogenannten mikrostrukturellen Filaments bestehen müssen, die durch die oben kurz erläuterte Drahtzieh- technik in besondere Weise gewonnen werden, wobei als Halbzeug nach mehreren Ziehvorgängen ein entsprechend sechseckig-quer- schnittskleiner Draht von bspw. ca. 1 mm2 Querschnitt vorliegt, der dann durch einen abschließenden Walzvorgang zum Leiterband umgeformt wird. Um zur Filament-Struktur des schließlich walzbaren Halbzeuges zu gelangen, ist es insofern ein relativ langer Weg, als zunächst ein relativ durchmessergroßer Rohling in mehreren Schritten zu einem Draht von mehreren Millimetern Sechseck-Querschnitt gezogen wird. Ein solcher noch relativ dicker Draht wird dann in Abschnitte von bspw. 1 m Länge geteilt, die danach in Vielzahl mit durch die Sechseckquer- schnitte ermöglichter, optimal dichtester Packung in ein dünn- wandiges Mantelrohrstück aus dem gleichen Material eingebracht werden, das dann wiederum als Ausgangsrohling zum erneuten mehrfachen Drahtziehen dient, bis schließlich der zum Walzen geeignete Halbzeugdraht mit seiner Filamentstruktur erreicht ist.

Problematisch und letztlich hohe Kosten verursachend ist bei dieser Art Halbzeugherstellung, daß schon der mehrfach gezogene Draht sich beim Verlassen des letzten Ziehsteines der ersten Ziehphase zumindest abschnittsweise mehr oder weniger in sich verdreht bzw. verzieht. Dies hat zur Folge, daß die in das Mantelrohr mit optimal dichtester Packung einzubringenden Ab- schnitte gerichtet werden müssen, was mit einem hohem, kosten- verursachenden Personal-und auch Zeitaufwand verbunden ist.

Abgesehen davon entsteht dabei auch ein gewisser Draht- verschnitt, wenn sich nicht ohne weiteres richtbare Abschnitte im gezogenen Drahtstrang ergeben. Die gleiche Verzugsgefahr ist dann schließlich auch nochmals am letzten Ziehstein der zweiten Ziehphase gegeben, dort aber nicht mehr so kritisch ist und verlangt gegf. dort nur dann ein Richten, wenn relativ lange Leit : erbänder gewalzt werden sollen. Soweit bekannt, hat man sich bislang mit diesem Übelstand abgefunden und die damit verbundenen hohen Kosten hingenommen.

Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, die bislang insbesondere für diesen Zweck bestimmten und benutzten Zieh- vorrichtungen dahingehend zu verbessern, daß solche Verzugs- erscheinungen vermieden bzw. weitestgehend reduziert werden.

Diese Aufgabe ist mit einer Vorrichtung der eingangs genannten Art nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der Ziehstein in seinem Halter drehbar auf einem Axial-Wälzdrucklager angeordnet ist.

Diese gleichermaßen einfache, wie im Ergebnis verblüffende Lösung resultierte aus der entscheidenden Überlegung, daß die Ursachen für den Verzug bei Passage des jeweils letzten Zieh- steines einer Gesamtziehstrecke ihren Grund in den externen und internen Verhältnissen am Draht haben müssen, und zwar bei gleichzeitiger Erkenntis, daß dabei am Draht bzw. am zu ziehen- den Draht selbst nichts geändert werden konnte. Für die ex- ternen Verhältnisse bzw. Einflüsse sind dabei maßgebend der fest in seinem Halter sitzende Ziehstein und etwa von der Zug- seite her in den unter Zugspannung stehenden Draht einfließende bzw. rückwirkende anormale Bewegungsimpulse und für die inter- nen Verhältnisse kamen in Betracht, daß trotz Verarbeitung bspw. reinen Materials im Draht, wodurch auch immer verursachte Dich. teinhomogenitäten für die Verwerfungen bzw. Verdrehungen des auslaufenden Drahtes sein könnten.

Diese Überlegungen fanden ihre überraschende Bestätigung ein- fach darin, daß dem Ziehstein durch seine Lagerung auf einem Axial-Wälzdrucklager im Halter Gelegenheit gegeben ist, sich im Mikrobereich drehend an solche aus dem Draht oder extern am Draht einwirkenden Impulse anzupassen.

Da diese Drehbeweglichkeit einen entsprechendes geringes Spiel des Ziehsteines im Sitz seines Halters verlangt, das sich noch bis zu einem gewissen Grade negativ auf die gewünschte Ver- zugsfreiheit des Drahtes auswirken könnte, besteht eine vor- teilhafte Weiterbildung der Vorrichtung darin, daß der Zieh- stein in seinem Halter zusätzlich zum Wälzdrucklager mit einem Radiallager geführt ist, für das bevorzugt ein entsprechend dimensioniertes Nadellager bzw. ein Nafellagerkäfig verwendet.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung einschließlich zusätzlich vor- teilhafter Weiterbildungen wird nachfolgend anhand der zeich- nerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen näher er- läutert.

Es zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch die hier interessierenden Teile der Vorrichtung und Fig. 2 einen der Fig. 1 entsprechenden Schnitt in besonderer Ausführungsform ; Die Vorrichtung zur Herstellung von Halbzeugdraht für den genannten Zweck besteht nach wie vor aus einem in einem Halter 1 gegen in Ziehrichtung abgestützt gelagerten Ziehstein 2.

Für eine solche Vorrichtung ist nun bezgl. der Ziehstein- anordnung im Halter 1 unter Verweis auf Fig 1. wesentlich, daß der Ziehstein 2 in seinem Halter 1 drehbar auf einem Axial- Wälzdrucklager 3 angeordnet ist. Da, wie aus Fig. 1 ersichtlich, der Ziehstein 2 wegen seiner Drehbeweglichkeit ein gewisses radiales Spiel S haben muß, ist in Weiterbildung und unter Verweis auf Fig. 2 vorgesehen, den der Ziehstein 2 in seinem Halter 1 mit einem Radiallager 4 zu führen, wofür insbesondere ein Nadellager in Betracht kommt.

Ebenfalls unter Verweis auf Fig. 2 ist der Halter 1 aus zwei konzentrischen Teilen l', l" gebildet, wobei der innere Teil 1" den Sitz für den Ziehstein 2 bildet und der äußere Teil l'den Sitz für das Axial-Wälzdrucklager 3 und das Radiallager 4.

Beim Ziehvorgang sind im übrigen die auftretenden geringfügigen Drehbewegungen des Ziehsteines 2 bzw. des inneren Teiles 1"des Halters 1 ohne weiteres beobachtbar. Eine derartig dreh- bewegliche Lagerung des Ziehsteines ist im übrigen keineswegs nur für im Querschnitt secheckige Drähte von Interesse, denn solche Bewegungen sind auch zu beobachten beim Ziehen von im Querschnitt runden Drähten, was bedeutet, daß offenbar auch dabei die vorerwähnten internen und externen Einflüsse wirksam werden. Beobachtet wurde dies bereits bei den ersten Zieh- vorgängen für das hier insbesondere angesproche Halbzeug, bei denen zuächst von rund auf rund gezogen wird.

Nur der Vollständigkeit halber sei noch darauf hingewiesen, daß der Halter 1 seinerseits in geeigneter und üblicher Weise in einer mit ZW bezeichneten Ziehbank gelagert ist.