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Title:
DEVICE FOR PROTECTING ANIMALS FROM INSECTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/009632
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a device for protecting animals from insects.

Inventors:
HEXELS, Gerd (Reinersstrasse 3, Nettetal, 41334, DE)
Application Number:
EP2007/057236
Publication Date:
January 24, 2008
Filing Date:
July 13, 2007
Export Citation:
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Assignee:
HEXONIA GMBH (Van-der-Upwich-Strasse 37, Nettetal, 41334, DE)
HEXELS, Gerd (Reinersstrasse 3, Nettetal, 41334, DE)
International Classes:
A01K13/00; B68C5/00
Attorney, Agent or Firm:
GILLE HRABAL STRUCK NEIDLEIN PROP ROOS (Brucknerstr. 20, Düsseldorf, 40593, DE)
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Claims:

PATENTANSPRüCHE :

1 , Verwendung einer Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Abstandsgewirke umfasst.

2 , Verwendung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandsgewirke eine Faser umfasst, welche ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus: Polyacryl, Polyamiden, gegebenenfalls alkalisierten Polyestern, Polyethern, Polyimiden und Aramiden, Polyesteramiden, Polyetherestern, Polydienen, Polyetheresteramiden, Polyacrylnitril, Polyethylen, Polypropylen, Modacryl,

Polyvinylchlorid, Polyvinylalkohol, Polytetrafluorethylen, Polyurethan (Elastan), Celluloseacetat, Viskose, Copolymere der genannten Polymere, nativen Materialien, wie Wolle und Baumwolle und physikalische Mischungen der genannten Fasermaterialien ,

3 , Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandsgewirke mindestens zwei Warenflächen aufweist und der Abstand der äußeren zwei Warenflächen mindestens 3 mm beträgt. 4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite des Abstandsgewirkes eine Netzstruktur aufweist, wobei die Lochgröße kleiner als 2, 5 mm ist.

5 , Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten, welche ein Abstandsgewirke umfasst, wobei das Abstandsgewirk aus einem Fasermaterial aufgebaut ist, das ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Polyacryl, Polyamiden, gegebenenfalls alkalisierten Polyestern, Polyethern, Polyimiden und Aramiden, Polyesteramiden, Polyetherestern,

Polydienen, Polyetheresterαmiden, Polyαcrylnitril, Polyethylen, Polypropylen, Modαcryl, Polyvinylchlorid, Polyvinylαlkohol, Polytetrαfluorethylen, Polyurethan (Elastan), Celluloseacetat, Viskose, Copolymere der genannten Polymere, nativen Materialien, wie Wolle und Baumwolle, und physikalische

Mischungen der genannten Fasermaterialien , ό . Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten, welche ein Abstandsgewirke umfasst, wobei das Abstandsgewirke nicht mit einem Polyurethan-beschichteten Gewebe umhüllt ist, 7 , Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten, welche ein Abstandsgewirke umfasst, wobei die Vorrichtung so ausgebildet ist, dass das Abstandsgewirke mindestens zwei Warenflächen aufweist und mindestens eine Warenfläche selbst die äußere Schicht der Vorrichtung bildet, 8 , Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten, welche ein Abstandsgewirke umfasst, wobei das Abstandsgewirke eine Lochgröße von kleiner als 2,5 mm aufweist,

9 , Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten, welche ein Abstandsgewirke umfasst, wobei das Abstandsgewirke einen Abstand zwischen den äußeren Warenflächen des

Abstandsgewirkes von mindestens 3 mm aufweist,

1 0 , Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten, welche ein Abstandsgewirke umfasst, wobei das Abstandsgewirke Monofilamente als Abstandsfäden aufweist. 1 1 , Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten, welche ein Abstandsgewirke umfasst, wobei das Abstandsgewirke aus Multifilamenten aufgebaut ist,

1 2, Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten, welche ein

Abstandsgewirke mit mindestens zwei äußeren Warenflächen umfasst, wobei mindestens eine der beiden äußeren

Warenzeichen gleich oder verschieden zur anderen dicht, ungemustert oder kleinflächig gemustert ausgebildet ist oder mit einer velourisierbaren Oberfläche versehen ist.

1 3 , Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten, welche ein Abstandsgewirke aufweist, wobei das Abstandsgewirke wenigstens ein Insektizid aufweist,

1 4, Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 1 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandsgewirke aus synthetischen Fasern aufgebaut ist, die aus der Gruppe ausgewählt werden, die besteht aus: Polyacryl, Polyamiden, gegebenenfalls alkalisierten Polyestern, Polyethern, Polyimiden und Aramiden, Polyesteramiden, Polyetherestern, Polydienen, Polyetheresteramiden, Polyacrylnitril, Polyethylen, Polypropylen, Modacryl, Polyvinylchlorid, Polyvinylalkohol, Polytetrafluorethylen, Polyurethan (Elastan), Celluloseacetat,

Viskose, Copolymere der genannten Polymere, nativen Materialien, wie Wolle und Baumwolle, und physikalische Mischungen der genannten Fasermaterialien ,

1 5, Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 1 4, worin die synthetischen Fasern oder das Abstandsgewirke einer

Hydrophilierungsbehandlung unterworfen sind,

1 6 , Vorrichtung nach Anspruch 1 5, worin die Hydrophilierungsbehandlung mit einem Auszugsverfahren oder einem Plasmaverfahren durchgeführt wird , 1 7 , Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 1 2 und 1 4 bis 1 6, wobei das textile Abstandsgewirke wenigstens ein Insektizid aufweist.

1 8 , Vorrichtung nach Anspruch 1 3 oder 1 7, worin das Insektizid durch ein Sprühauftrag aufgebracht ist, 1 9, Vorrichtung nach Anspruch 1 3 oder 1 7, worin das Insektizid

durch ein Foulαrd-Verfαhreπ aufgebracht ist. , Vorrichtung nach Anspruch 1 3 oder 1 7, worin das Insektizid durch das Polymer-Coating-Verfahren aufgebracht ist. , Vorrichtung nach Anspruch 1 3 oder 1 7 bis 20, worin das Insektizid auf einer Seite des textilen Abstandsgewirkes aufgebracht ist. , Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 3 oder 1 7 bis 21 , worin das Insektizid ein Repellent ist. , Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 3 oder 1 7 bis 22, worin das Insektizid Permethrin enthält, , Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 23, worin das textile Abstandsgewirke teilweise oder vollständig durch andere textile Abstandsmaterialien, wie Gewebe, Strickwaren oder Vliese, in denen der Abstand konstruktionsbedingt umgesetzt sein kann, ersetzt ist. , Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 24, die Mittel zur Befestigung des textilen Abstandsgewirkes an einem Tier aufweist, , Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 25, worin das Tier ein Pferd ist, , Verwendung einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 5 bis 26 zum Schutz von Tieren vor Insekten . , Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 27, das die folgenden Schritte umfasst: - Bereitstellung eines textilen Abstandsgewirke aus synthetischen Fasern, die aus einem Fasermaterial bestehen, das vorzugsweise aus der Gruppe ausgewählt wird, die besteht aus; Polyacryl, Polyamiden, gegebenenfalls alkalisierten Polyestern, Polyethern, Polyimiden und Aramiden, Polyesteramiden,

Polyetherestern, Polydienen, Polyetheresterαmiden, Polyαcrylπitril, Polyethylen, Polypropylen, Modαcryl, Polyvinylchlorid, Polyvinylαlkohol, Polytetrαfluorethylen, Polyurethan (Elastan), Celluloseacetat, Viskose, Copolymere der genannten Polymere, native Materialien, wie Wolle und Baumwolle, und physikalische Mischungen der genannten Fasermaterialien; vorzugsweise Unterwerfen des textilen Abstandsgewirkes mindestens einer Hydrophilierungsbehandlung, - vorzugsweise Ausstatten des textilen Abstandsgewirkes mit mindestens einem Insektizid,

Zuschneiden des so erhaltenen textilen Abstandsgewirkes und gegebenenfalls Anbringen von Mitteln zu Befestigung des textilen Abstandsgewirkes an einem Tier.

29. Verfahren nach Anspruch 28, das mindestens eine der folgenden Maßnahmen beinhaltet:

Durchführung der Hydrophilierungsbehandlung der synthetischen Faser mit einem Auszugsverfahren durch Aufpfropfen und/oder Aufpolymerisieren hydrophiler

Monomere auf die Oberfläche der synthetischen Verfahren, anschließend Aufbringen des Insektizids auf die synthetische Faser oder das textile Abstandsgewirke durch ein Foulard-Verfahren, oder Aufbringen des Insektizids auf die synthetische Faser oder das textile Abstandsgewirke durch ein Polymer-Coating-Verfahren,

Aufbringen des Insektizids auf einer Seite des textilen Abstandsgewirkes, - Aufbringen des Insektizids oder einer das Insektizid

enthaltenden Zusammensetzung mittels Rakelauftrag, und/oder

Aufbringen des Insektizids oder einer das Insektizid enthaltenden Zusammensetzung mittels Walzenauftrag oder Sprühauftrag.

Description:

VORRICHTUNG ZUM SCHUTZ VON TIEREN VOR INSEKTEN

BESCHREIBUNG

Die Erfindung betrifft textile Vorrichtungen zum Schutz von Tieren vor Insekten, insbesondere blutsαugenden Insekten (Vektoren) , Die erfindungsgemäßen textilen Vorrichtungen vermögen aufgrund ihrer Ausgestaltung als Abstandsgewirke Tiere, insbesondere Pferde, äußerst wirksam vor blutsaugenden Insekten zu schützen, Gleichzeitig weist die Vorrichtung einen so hohen Tragekomfort für die zu schützenden Tiere auf, dass diese die Vorrichtungen nicht als störend empfinden,

Der Begriff Vektor (lat. vector: jemand der trägt, zieht oder befördert) bezeichnet in der Biologie und der Medizin ganz allgemein einen überträger von Infektionskrankheiten, Der Vektor transportiert einen Erreger vom Hauptwirt, Reservoirwirt auf einen anderen Organismus, ohne selbst zu erkranken. Das entspricht einem indirekten, horizontalen Infektionsweg, Vektoren, das heißt blutsaugende Insekten wie beispielsweise

Flöhe, Stechmücken, Schnaken, Zecken und ähnliche Tiere sind somit häufig überträger von Krankheiten, Neben dieser gefährlichen Wirkung sind die Stiche dieser Insekten schmerzhaft und unangenehm , Daher ist es wünschenswert, Tiere vor Vektoren zu schützen,

Aus dem Stand der Technik sind Insektenschutzdecken für Pferde bekannt, So beschreibt die DE 29609603 U l eine Netzdecke, die auch beim Reiten verwendet werden kann. Die Wirkungsweise dieser bekannten netzartigen Pferdedecken beruht darauf, dass sich durch die Bewegung des Pferdes oder das

Zucken seiner Haut insbesondere beim Landen der Insekten auf der Haut, die öffnungen der Netzdecke relativ zur Haut verschieben, so dass gelandete Insekten abgestreift werden, Gegenüber geschlossenen engmaschigen Decken weisen die

Netzdecken den Vorteil auf, dass sie die gesundheitsfördernde Einwirkung von Sonnenlicht und Luft auf die Haut und insbesondere die Abfuhr von Schweiß ermöglichen, so dass diese im Allgemeinen bevorzugter sind. Auch vermögen geschlossene, engmaschige Decken das Stechen der Insekten durch die Decken nicht immer zu verhindern . Weiterhin ist bei diesen Decken die Wärmeabfuhr und Feuchtigkeits- bzw. Schweißabfuhr sehr problematisch. Die netzartigen Decken weisen jedoch noch erhebliche Wirksamkeitsdefizite auf. So können diese das Landen der Insekten auf dem Fell des Tieres zunächst nicht verhindern. Daher kann es in einigen Fällen bereits zu einem Stich kommen, bevor das Tier reagiert und zuckt. Selbst wenn das Insekt nicht mehr zum Stechen kommt, ist das ständige Landen der Insekten und der dadurch ausgelöste Bewegungsreiz gleichwohl für das Tier mit einer großen Beeinträchtigung seines Wohlbefindens verbunden. Dabei kann es auch zu nervösen Reaktionen des Tieres kommen, die zu einer Gefahr für den Menschen führen können. Einige Patentveröffentlichungen befassen sich mit textilen Schutzausrüstungen für Menschen. Diesbezüglich ist beispielsweise aus EP 1 549 1 63 Al eine Schutzausrüstung für Menschen gegen Insekten bekannt, welche mit einem Schutznetz aus einem atmungsaktiven Gewebe zur Bedeckung von Kopf, Körper, Armen, Händen, Beinen und Füßen ausgestattet ist, Das Schutznetz kann klebrig sein und mit einem Insektizid beschichtet sein. Das Patent enthält jedoch weder Angaben über das Gewebematerial noch über die Art und den Auftrag des Insektizids,

Weiterhin wird in der DE 20 2005 004056 U l ein textiles Flächengebilde zur Herstellung einer Schutzbekleidung gegen Vektoren beschrieben. Dabei bildet die Verwendung von Aramidfasern (Aromatische Polyamid-Polyimid-Verbindungen) jedoch ein wesentliches Merkmal. Dieses textile Flächengebilde ist hinsichtlich der Gleichmäßigkeit des Auftrags des Insektizids noch

verbesserungswürdig, was offenbar mit der Verwendung der Aramidfaser zusammenhängt.

Weiterhin sind aus der EP 0 731 208 Al Gewebe bekannt, die Permethrin und Polyvinylacetat in der Faser enthalten, wodurch die Waschbeständigkeit verbessert werden soll.

In der prioritätsälteren, nicht vorveröffentlichten Patentanmeldung DE 1 0 2005 046 01 3 wird eine Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten beschrieben. Die Vorrichtung umfasst ein textiles Flächengebilde aus synthetischen Fasern, die aus einem Fasermaterial bestehen, das aus der Gruppe ausgewählt wird, die besteht aus: Polyamiden, Polyestern, Polyesteramiden, Polyetherestern, Polydienen, Polyetheresteramiden, Polyacrylnitril, Polyethylen, Polypropylen, Modacryl, Polyvinylchlorid, Polyvinylalkohol, Polytetrafluorethyien, Polyurethan, Celluloseacetat, Viskose, Copolymere der genannten Polymere, native Materialien wie Wolle und Baumwolle und Mischungen der genannten Fasermaterialien, Das textile Flächengebilde weist wenigstens einen insektiziden Wirkstoff auf. Zwar ist die beschriebene Satteldecke in weiteren Bereichen schon ausgreift und wirkungsvoll, allerdings ist es erforderlich, dass die Satteldecke mit einem insektiziden Wirkstoff versehen wird. Dieses ist in der Herstellung umständlich, teuer und weißt den Nachteil auf, dass sowohl das Pferd als auch der Reiter, Insbesondere beim Anlegen der Pferdedecke, mit dem Gewirke und somit mit dem insektiziden Wirkstoff, welcher auf die Satteldecke aufgetragen wurde, in Kontakt kommt.

Es besteht daher der Bedarf nach einer Vorrichtung zum Schutz von Tieren, beispielsweise in Form einer (Sattel-)Decke, welche das Pferd effektiv vor Insekten schützt und bei welcher auf die Verwendung von insektiziden Wirkstoffen zumindest in einigen Ausführungsformen verzichtet werden kann.

Aus dem Stand der Technik sind ferner Abstandsgewirke

bekannt. So beschreibt beispielsweise die DE 1 95 30 928 A ein Abstandsgewirke mit zwei Warenflächen, die durch monofile Fäden im Abstand gehalten werden. Diese Abstandsgewirke werden vorrangig im Bereich der Kleidungsindustrie und Automobilindustrie eingesetzt. Anwendungen als Möbelbezug oder als Teppich sind ebenfalls erwähnt. Die Patentanmeldung enthält jedoch keine Angaben hinsichtlich weiterer Verwendungszwecke des Abstandsgewirkes, insbesondere hinsichtlich der Vektorkontrolle, Aus der DE 20 2005 01 1 858 U l ist ferner eine Satteldecke bekannt, welche ein aus einem Abstandsgewirke oder

Abstandsgestricke bestehendes dreidimensionales klimatisierendes Flächengebilde umfasst. Diesem deutschen Gebrauchsmuster liegt das Problem zugrunde, dass die bisher eingesetzten Satteldecken weder eine Druckentlastung gewähren noch über eine ausreichende Hygiene verfügen. Auf die Abwehr von für die Tiere lästigen Insekten wird in der deutschen Gebrauchsmusterschrift nicht eingegangen,

Unter Berücksichtigung des vorliegenden Standes der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung bereitzustellen, mit welcher Tiere wirkungsvoll vor Insekten geschützt werden . Ferner sollen die Vorrichtungen vorzugsweise einen hohen, die Tiere praktisch nicht störenden Tragekomfort aufweisen. In speziellen Ausführungsformen sollte die Vorrichtung vorzugsweise so ausgebildet sein, dass auf die Verwendung eines insektiziden Wirkstoffes verzichtet werden kann . In anderen Ausführungsformen sollte die Vorrichtung vorzugsweise so ausgebildet sein, dass Insekten bei Kontakt mit der Vorrichtung, insbesondere aber auch bereits in der näheren Umgebung der Vorrichtung abgeschreckt, gelähmt oder gar getötet werden. All den zuvor genannten und diskutierten Veröffentlichungen ist nicht der geringste Hinweis auf die erfindungsgemäßen Aufgabenstellungen zu entnehmen.

Erste Ausführunαsform

Gelöst werden die vorstehenden Aufgaben in einer ersten Ausführungsform durch die Verwendung einer Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten, welche ein Abstandsgewirke (Abstandsgestricke) umfasst.

Der vorliegenden Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, eine Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten zu schaffen, welche Insekten von der Haut des Tieres fernhält, so dass sie mit ihren Mundwerkzeugen nicht mehr an die Tiere herankommen und somit ihre schmerzhaften Stiche bzw. Bisse nicht mehr ausführen können ,

Erreicht wird dieses dadurch, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß erster Ausführungsform, welche beispielsweise als Satteldecke ausgebildet ist, ein Abstandsgewirke umfasst, welches mindestens zwei Warenflächen aufweist und bei dem die äußeren zwei Warenfiächen des Gewirkes durch Abstandshalter so auf Abstand gehalten werden, dass ein Insektizid mit seinem Mundwerkzeug bzw. Stechrüssel aufgrund dessen Kürze nicht mehr durch das Abstandsgewirke das zu schützende Tier stechen kann . Unter einem Abstandsgewirke bzw. Abstandsgestricke versteht man im Sinne der vorliegenden Erfindung im Allgemeinen kettengewirkte, mehrflächige Konstruktionen, welche mindestens zwei Warenflächen umfassen, bei denen die Warenflächen durch Verbindungsfäden auf Abstand gehalten werden . Bei den Abstandsfäden kann es sich beispielsweise um Abstandsfäden (Verbindungsfäden) oder Pins handeln.

Tiere im Sinne der Erfindung schließen dabei insbesondere Säugetiere, bevorzugt Haustiere, noch bevorzugter Pferde ein , Der Begriff „Tiere" schließt Menschen nicht ein , Unter Insekten werden im Sinne der vorliegenden Erfindung unter anderem Insekten der Ordnung Diptera, beispielsweise

- ό -

Mücken und Fliegen, insbesondere die großen und kleinen Stubenfliegen, Bremsen, Dasselfliegen, wie Magendasselfliegen und Nasendasselfliegen, Stechfliegen, Stechmücken, Kriebelmücken und Gnitzen verstanden , Ferner versteht man unter dem Begriff Insekten im Sinne der vorliegenden Erfindung unter anderem Insekten der Ordnung Milben, beispielsweise Zecken , Es ist jedoch zu betonen, dass die vorliegende Erfindung nicht auf den Schutz gegenüber diesen Insekten beschränkt ist,

Die erfindungsgemäß zu verwendende Vorrichtung gemäß erster Ausführungsform ist ein Abstandsgewirke (bzw, ein

Abstandsgestricke) . Insbesondere handelt es sich um ein textiles dreidimensionales Abstandsgewirke aus synthetischen und/oder nativen Fasern, welches mindestens zwei Warenflächen umfasst und wobei die Abstandshalter die Warenflächen auf Abstand halten , Ein erfindungsgemäß zu verwendendes dreidimensionales textiles Abstandsgewirke kann gemäß dieser Erfindung beispielsweise mittels doppelnadelbarrigen Raschelmaschinen hergestellt werden . Entsprechende Herstellungen sind in „Wirkerei und Strickerei - Technologische und bindungstechnische Grundlagen", 2004, Deutscher Fachverlag beschrieben, dessen diesbezügliche Offenbarung durch Bezugnahme in die vorliegende Erfindung eingeschlossen ist, Im Rahmen dieser Erfindung sind unter Fasern Kunstfasern zu verstehen, die synthetische Polymere enthalten und bevorzugt daraus bestehen . Die Auswahl geeigneter Fasermaterialien unterliegt grundsätzlich keiner Beschränkung, solange ein entsprechendes Abstandsgewirke mit dem Fasermaterial hergestellt werden kann , Demnach kann die Materialauswahl speziell nach dem Anforderungsprofil der Vorrichtung zum Schutz vor Insekten, beispielsweise gemäß dem Anforderungsprofil einer Pferdedecke, erfolgen .

Geeignete Fasermaterialien werden dabei zweckmäßig

ausgewählt aus Polyacryl, insbesondere homopolymeres Polyacryl (PAHN), Polyamiden, wie Polyamid 6 (Perlon), Polyamid 66 etc., gegebenenfalls alkalisierteπ Polyestern, wie Polyethylenterephthalat, Polyethern, Polyimiden und Aramiden, Polyesteramiden, Polyetherestern, Polydienen,

Polyetheresteramiden, Polyacrylnitril, Polyethylen, Polypropylen, Modacryl, Polyvinylchlorid, Polyvinylalkohol, Polytetrafluorethylen, Polyurethan (Elastan), Celluloseacetat, Viskose, Copolymere der genannten Polymere, nativen Materialien, wie Wolle und Baumwolle, und physikalische Mischungen der genannten

Fasermaterialien. Sie werden in an sich bekannter Weise durch Polymerisation, Polyaddition bzw. Polykondensation hergestellt. Besondere bevorzugte Fasermaterialien sind aufgrund guter Festigkeit und guter UV-Beständigkeit Polyethylen, aufgrund guter UV-Beständigkeit Polyacryl, insbesondere homopolymeres Polyacryl (PANH), und alkalisierter Polyester (beispielsweise damit die Vorrichtung sich nicht mit Feuchtigkeit voll saugt).

In einer weiteren Ausgestaltung der ersten Ausführungsform kann als Fasermaterial, insbesondere für die Abseite(n) des Abstandsgewirkes, Baumwolle verwendet werden. Baumwolle weist als Material an sich eine sehr gute Haptik auf und lässt sich wegen des hydrophilen Charakters gut mit insektiziden Wirkstoffen versehen.

Damit der Schutz des Tieres vor dem Stechen von Insekten ausreichend ist, ist es bevorzugt, dass der Abstand zwischen den zwei äußeren Warenflächen des erfindungsgemäß zu verwendenden Abstandsgewirkes so groß ist, dass Insekten mit ihren Vektoren bei einem Stich durch das Abstandsgewirke nicht mehr die Haut des Tieres erreichen, Der Abstand der äußeren zwei Warenflächen des erfindungsgemäß zu verwendenden

Abstandsgewirkes beträgt daher im Allgemeinen mindestens 3 mm, vorzugsweise mindestens 3,5 mm, besonders bevorzugt

mindestens 4 mm, insbesondere mindestens 4,5 mm, speziell mindestens 5 mm. Ferner beträgt der Abstand der äußeren zwei Warenflächen im Allgemeinen höchstens 8 mm, vorzugsweise höchstens 7 mm, insbesondere höchstens 6 mm, besonders bevorzugt höchstens 5 mm,

Im Allgemeinen beträgt der Abstand der äußeren zwei Warenflächen des erfindungsgemäß zu verwendenden Abstandsgewirkes daher höchstens 8 mm, vorzugsweise höchstens 7 mm, insbesondere höchstens 6 mm, besonders bevorzugt höchstens 5 mm .

Die Einstellung des Abstandes der äußeren Warenflächen des Abstandsgewirkes kann durch Variation bzw, geeignete Auswahl der Abstandshalter, d.h. durch Auswahl geeigneter Abstandsfäden, oder durch Pins erfolgen, wobei die Haarlänge des Tieres bzw. die Felldicke zu berücksichtigen ist. Die Abstandhalter sind ferner vorzugsweise so ausgebildet, dass sie ein optimales Rücksprungverhalten aufweisen, so dass nach Verformung des Abstandsgewirkes eine einfache Rückbildung des Abstands erfolgt. In einer weiteren Ausgestaltung der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist das zu verwendende

Abstandsgewirke auf seiner Innenseite eine geschlossene Struktur auf. Ferner ist es bevorzugt, wenn die Innenseite des Abstandsgewirkes hydrophil ist, so dass das Abstandsgewirke aufgrund seiner Konstruktion, des eingesetzten Materials und seiner Ausrüstung schnell Feuchtigkeit von der Tierhaut aufnimmt, diese nach Außen transportiert und dort verdampfen lässt.

Das gemäß der ersten Ausführungsform zu verwendende Abstandsgewirke ist ferner vorzugsweise so ausgebildet, dass es sich nicht unkontrolliert mit Feuchtigkeit voll saugt und somit zu schwer wird oder aus der Form gerät. In dieser Hinsicht ist beispielsweise die Verwendung von gegebenenfalls alkalisiertem Polyester als Material für das Abstandsgewirke bevorzugt, Ferner ist

es von Vorteil, wenn das Abstandsgewirke eine hohe Schweißechtheit aufweist, wobei zu berücksichtigen ist, dass beispielsweise Pferdeschweiß leicht alkalisch ist.

Die Außenseite des gemäß erster Ausführungsform zu verwendenden Abstandsgewirkes weist vorzugsweise eine

Netzstruktur auf, wobei die Lochgröße im Allgemeinen kleiner als 2,5 mm, vorzugsweise kleiner als 2,4 mm, insbesondere kleiner als 2,3 mm, besonders bevorzugt kleiner als 2,2 mm, speziell kleiner als 2, 1 mm, weiter speziell kleiner 2 mm, ist. In einer weiteren Ausgestaltung der ersten Ausführungsform, welche besonders bevorzugt ist, weist das erfindungsgemäße Abstandsgewirke eine Lochgröße in Kette im Allgemeinen von mindestens 1 ,0 ± 0,2 mm, vorzugsweise mindestens 1 ,5 ± 0,3 mm, besonders bevorzugt mindestens 2,0 ± 0,3 mm, und in Schuss im Allgemeinen von mindestens 1 ,2 + 0,2 mm, vorzugsweise mindestens 1 ,6 ± 0,3 mm, auf.

Das erfindungsgemäß zu verwendende Abstandsgewirke ist vorzugsweise so ausgebildet, dass innerhalb des Gewirkes eine gute Luftzirkulation und eine gute Luftdurchlässigkeit herrschen, so dass sich keine Mikroorganismen und Bakterien innerhalb der

Decke festsetzen . Aus diesem Grund ist ferner vorzugsweise eine antimikrobielle Ausstattung des Abstandsgewirkes vorgesehen. Ferner ist es bevorzugt, wenn das Gewirke UV-beständig ausgestattet ist. Ein in dieser Hinsicht vorteilhaftes Ausgangsmaterial für das Abstandsgewirke ist Polyacryl, insbesondere hompolymeres Polyacryl (PANH), oder Polyethylen.

Die Restfestigkeiten der ausgewählten Materialien sollen dabei so hoch wie möglich sein.

Da das Gewirke häufig im Freien Anwendung findet, ist es bevorzugt, wenn das erfindungsgemäß zu verwendende

Abstandsgewirke im Wesentlichen sowohl hydrolyse- als auch wetterbeständig ist.

Die Farbe des erfindungsgemäß zu verwendenden Abstandsgewirkes unterliegt keiner besonderen Beschränkung. Allerdings ist es bevorzugt, wenn das textile Material keine grellen, keine dunkeln und keine gelben Farbtöne aufweist. Da Insekten im Allgemeinen durch die Farbe Gelb angezogen und durch die

Farbe Blau abgestoßen werden, ist die Farbe Blau bevorzugt. Auch weitere heile Farben sind bevorzugt, In diesem Zusammenhang ist es weiter bevorzugt, wenn die Farbe des Abstandsgewirkes lichtecht ist. Das Gewicht des Abstandsgewirkes sollte möglichst groß sein, so dass ein Wegwehen des Gewirkes durch Wind vermieden werden kann . Andererseits ist das Gewichts des Gewirkes so anzupassen, dass es für das zu schützende Tier noch mit einem hohen Komfort tragbar ist. Das gemäß erster Ausführungsform zu verwendende

Abstandsgewirke weist in einer bevorzugten Ausgestaltung eine Zugfestigkeit nach DIN EN ISO 1 3934- 1 von im Allgemeinen mindestens 350 N, vorzugsweise mindestens 400 N, insbesondere mindestens 450 N, besonders bevorzugt mindestens 500 N, in Kettrichtung und Schussrichtung auf. Besonders bevorzugt weist das Abstandsgewirke eine Zugfestigkeit in Kett- und Schussrichtung von 500 bis 600 N auf.

Ferner liegt die nach DIN 1 3937-2 bestimmte Weiterreißfestigkeit im Allgemeinen zwischen 35 und 75 N, vorzugsweise zwischen 40 und 70 N, besonders bevorzugt zwischen 45 und 65 N, insbesondere zwischen 50 und 60 N.

Die Scheuerfestigkeit des erfindungsgemäß gemäß erster Ausführungsform zu verwendenden Abstandsgewirks beträgt im Allgemeinen mindestens 30.000 Umdrehungen, vorzugsweise mindestens 40.000 Umdrehungen, besonders bevorzugt mindestens 50.000 Umdrehungen, mit jeweils einem maximalen Gewichtsverlust von 0,2 g und bei 1 2 kPa, wobei die Prüfung auf

Scheuerfestigkeit als beendet gilt, wenn mindestens zwei Fäden im Prüfmaterial durchgescheuert sind .

Das Fremdpillingverhalten des erfindungsgemäß zu verwendenden Abstandsgewirkes liegt vorzugsweise bei einer Note von größer oder gleich 4, wobei das Fremdpillingverhalten nach DIN EN ISO 1 2945-2; 1 997 bestimmt und benotet wird .

Das erfindungsgemäß zu verwendende Abstandsgewirke ist vorzugsweise waschbeständig.

In einer besonderen Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist das zu verwendende Abstandsgewirke so ausgebildet, dass es sich ungeraden, also kurvigen Formen anpasst. Dabei ist es weiter bevorzugt, dass das Abstandsgewirke auf der Innenseite unter Spannung steht, so dass das Abstandsgewirke eine nach außen gewölbte Form einnimmt, was eine Verwendung zum Schutz von Tieren, beispielsweise von Pferden (als Satteldecke), vereinfacht, da das Gewirke dann leichter die äußere Form des Tieres annimmt. Eine entsprechende Wölbung kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass dem Abstandsgewirke auf der Innenseite ein gewisser Anteil an Elastan beigemischt wird. Ferner ist das Abstandsgewirke vorzugsweise mit einer angenehmen Haptik für das Tier versehen .

Zur Schmutzabweisung ist das Abstandsgewirke vorzugsweise oleophob ausgebildet,

Das erfindungsgemäß zu verwendende Abstandsgewirke macht vorzugsweise so wenig Geräusche wie möglich, um die Tiere bei dem Anlegen des Gewirkes nicht zu beunruhigen oder gar zu erschrecken, neigt vorzugsweise zu keiner elektrostatischen Aufladung und weist vorzugsweise so wenig Nähte wie erforderlich auf, da Nähte häufig zu einem Scheuern oder Drücken bei den Tieren, beispielsweise bei Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung als Satteldecke, führen .

Das erfindungsgemäß zu verwendende Abstandsgewirke

bewirkt darüber hinaus nicht nur einen Vektorschutz, sondern verhindert darüber hinaus auch die Eiablage durch die Vektoren, so dass ein Stechen, Beißen und Eindringen der Larven in die Tierhaut verhindert wird . Weitere optionale Ausgestaltungen der gemäß erster Ausführungsform zu verwendenden Vorrichtung können zusätzlich den nachstehenden Darstellungen der Ausführungsformen 2 bis 1 1 entnommen werden .

Zweite Ausführungsform Die erfindungsgemäß gestellten Aufgaben werden in einer zweiten Ausführungsform durch eine Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten gelöst, welche ein Abstandsgewirke umfasst, wobei das Abstandsgewirke nicht mit einem Polyurethanbeschichtetem Gewebe umhüllt ist, Damit unterscheidet sich das erfindungsgemäße Abstandsgewirke gemäß zweiter

Ausführungsform von dem gemäß DE 20 2005 01 1 858 U l beschriebenen Abstandsgewirke durch den Verzicht auf eine Polyurethan-Umhüllung.

Vorteilhafte und weitere Ausgestaltungen können den übrigen im Rahmen der vorliegenden Erfindung dargelegten

Ausführungsformen entnommen werden, die ausdrücklich mit der vorliegenden Ausführungsform kombiniert werden können .

Dritte Ausführungsform Die erfindungsgemäß gestellten Aufgaben werden in einer dritten Ausführungsform durch eine Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten gelöst, welche ein Abstandsgewirke umfasst, wobei die Vorrichtung so ausgebildet ist, dass das Abstandsgewirke mindestens zwei Warenflächen aufweist und mindestens eine Warenfläche selbst die äußere Schicht der Vorrichtung bildet. Im Rahmen dieser Ausführungsform ist eine Umhüllung des Abstandsgewirkes mit einem weiteren Gewebe

nicht vorgesehen .

Vorteilhafte und weitere Ausgestaltungen können den übrigen im Rahmen der vorliegenden Erfindung dargelegten Ausführungsformen entnommen werden, die ausdrücklich mit der vorliegenden Ausführungsform kombiniert werden können .

Vierte Ausführungsform

Die erfindungsgemäß gestellten Aufgaben werden in einer vierten Ausführungsform durch eine Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten gelöst, welche ein Abstandsgewirke umfasst, wobei das Abstandsgewirke aus einem Fasermaterial aufgebaut ist, das ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Polyacryl, insbesondere homopolymeres Polyacryl (PAHN), Polyamiden, wie Polyamid 6 (Perlon), Polyamid 66 etc . , gegebenenfalls alkalisierten Polyestern, wie Polyethylenterephthalat, Polyethern, Polyimiden und Aramiden, Polyesteramiden, Polyetherestern, Polydienen, Polyetheresteramiden, Polyacrylnitril, Polyethylen, Polypropylen, Modacryl, Polyvinylchlorid, Polyvinylalkohol, Polytetrafluorethylen, Polyurethan (Eiastan), Celluloseacetat, Viskose, Copolymere der genannten Polymere, nativen Materialien, wie Wolle und Baumwolle, und physikalische Mischungen der genannten Fasermaterialien. Besonders bevorzugte Fasermaterialien sind Polyacryl, insbesondere homopolymeres Polyacryl (PANH), Polyether (PE) und alkalisierte Polyester, Vorteilhafte und weitere Ausgestaltungen können den übrigen im Rahmen der vorliegenden Erfindung dargelegten Ausführungsformen entnommen werden, die ausdrücklich mit der vorliegenden Ausführungsform kombiniert werden können .

Fünfte Ausführungsform

Die erfindungsgemäß gestellten Aufgaben werden in einer fünften Ausführungsform durch eine Vorrichtung zum Schutz von

Tieren vor Insekten gelöst, welche ein Abstαndsgewirke umfαsst, wobei die Außenseite des Abstαndsgewirkes eine Netzstruktur aufweist und die Lochgröße kleiner als 2,5 mm, vorzugsweise kleiner als 2,4 mm, insbesondere kleiner als 2, 3 mm, besonders bevorzugt kleiner als 2, 2 mm, speziell kleiner als 2, 1 mm, weiter speziell kleiner 2 mm, ist.

In einer weiteren Ausgestaltung der fünften Ausführungsform, welche besonders bevorzugt ist, weist das erfindungsgemäße Abstandsgewirke eine Lochgröße in Kette im Allgemeinen von mindestens 1 ,0 + 0, 2 mm, vorzugsweise mindestens 1 ,5 ± 0, 3 mm, besonders bevorzugt mindestens 2,0 ± 0, 3 mm, und in Schuss im Allgemeinen von mindestens 1 , 2 + 0, 2 mm, vorzugsweise mindestens 1 ,6 ± 0, 3 mm, auf .

Vorteilhafte und weitere Ausgestaltungen können den übrigen im Rahmen der vorliegenden Erfindung dargelegten

Ausführungsformen entnommen werden, die ausdrücklich mit der vorliegenden Ausführungsform kombiniert werden können ,

Sechste Ausführunasform Die erfindungsgemäß gestellten Aufgaben werden in einer sechsten Ausführungsform durch eine Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten gelöst, welche ein Abstandsgewirke umfasst, wobei das Abstandsgewirke mindestens zwei Warenflächen aufweist und das Abstandsgewirke einen Abstand zwischen den äußeren Warenfiächen des Abstandsgewirkes von mindestens 3 mm, vorzugsweise mindestens 3,5 mm, besonders bevorzugt mindestens 4 mm, insbesondere mindestens 4,5 mm, speziell mindestens 5 mm, aufweist.

Vorteilhafte und weitere Ausgestaltungen können den übrigen im Rahmen der vorliegenden Erfindung dargelegten

Ausführungsformen entnommen werden, die ausdrücklich mit der vorliegenden Ausführungsform kombiniert werden können .

Siebte Ausführunαsform

Die erfindungsgemäß gestellten Aufgaben werden in einer siebten Ausführungsform durch eine Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten gelöst, welche ein Abstandsgewirke umfasst, wobei das Abstandsgewirke Monofilamente als Abstandsfäden aufweist.

Vorteilhafte und weitere Ausgestaltungen können den übrigen im Rahmen der vorliegenden Erfindung dargelegten Ausführungsformen entnommen werden, die ausdrücklich mit der vorliegenden Ausführungsform kombiniert werden können .

Achte Ausführungsform

Die erfindungsgemäß gestellten Aufgaben werden in einer achten Ausführungsform durch eine Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten gelöst, welche ein Abstandsgewirke umfasst, wobei das Abstandsgewirke aus Multifilamenten aufgebaut ist. Vorteilhafte und weitere Ausgestaltungen können den übrigen im Rahmen der vorliegenden Erfindung dargelegten

Ausführungsformen entnommen werden, die ausdrücklich mit der vorliegenden Ausführungsform kombiniert werden können .

Neunte Ausführungsform Die erfindungsgemäß gestellten Aufgaben werden in einer neunten Ausführungsform durch eine Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten gelöst, welche ein Abstandsgewirke mit mindestens zwei äußeren Warenflächen umfasst, wobei mindestens eine der beiden äußeren Warenflächen gleich oder verschieden zur anderen dicht, ungemustert oder kleinflächig gemustert ausgebildet ist oder mit einer velourisierbaren Oberfläche versehen ist.

Vorteilhafte und weitere Ausgestaltungen können den übrigen im Rahmen der vorliegenden Erfindung dargelegten Ausführungsformen entnommen werden, die ausdrücklich mit der vorliegenden Ausführungsform kombiniert werden können .

Zehnte Ausführunasform

Die erfindungsgemäß gestellten Aufgaben werden in einer zehnten Ausführungsform durch eine Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten gelöst, welche ein Abstandsgewirke umfasst, wobei das Abstandsgewirke wenigstens ein Insektizid aufweist. Das erfindungsgemäße Abstandsgewirke gemäß dieser Ausführungsform weist mindestens ein Insektizid auf. Im Rahmen dieser Erfindung werden unter einem Insektizid sowohl natürliche als auch synthetische Insektizide verstanden, die schädigend, abwehrend oder vertreibend auf Insekten, insbesondere blutsaugende Insekten, wirken, Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden daher unter dem Begriff „Insektizid" insbesondere Insektizide, Insektizide mit repellierender Eigenschat und reine Repellenten verstanden. Zu den natürlichen Insektiziden gehören neben Pyrethrum (gegebenenfalls in Kombnation mit dem

Synergisten Piperonylbutoxid), Rotenoide, Alkaioide und Cumarine auch reine Repellenten wie Ether und öle (z. B. Diethyltoluolamid, Balsamkraut, Basilikum, Bergamotte, Citronella, Duftpelargonien, Kokos, Pfefferminz, Rizinus, Salbei, Teebaumöl, Lavendelöl, Apfelessig, Eukalyptusöl, Lorbeeröl, Melissenöl, Nelkenöl, Niemöl, Petersilie, Thymianöl, Zedernöl, Zimtöl, Zitronenöl, Wermutblättern, verschiedene Nussöle und viele andere), die auf Insekten lediglich abschreckend wirken ohne dabei toxisch zu sein .

Als Beispiele für synthetische Insektizide sind zu nennen Organophosphate, Triazine, Chloracetanilide,

Phenoxycarbonsäuren, DDT, Aldrin, Dieldrin, Chlordan, Lindan, Heptachlor, Toxaphen, Parathion, Carbamate, wie beispielsweise

Cαrbαryl, Cαrbofurαπ, Propoxur und Pyrethroide, wie z, B, Allethrin, d-Allethrin, Cyfluthriπ, Phenothrin, d-Phenothrin, Feπvαlerαt, Resmethrin, Tetrαmethriπ, Cyhαlothriπ, Cypermethriπ, Deltαmethriπ und Permethrin . Im Rahmen der Erfindung haben sich insbesondere Permethrin, Dimethylphthalat (DMP), N,N-Diethyl-m- toluamid (DEET), Dimethylcarbat oder 2-Ethyl- l ,3-hexandiol, sowie auch Octansäurediethylamid, 2-(Octylthio)ethanol und 3-(N-Acetyl- N-butylamino)propionsäureethylester als besonders geeignet herausgestellt, wobei Permethrin am bevorzugtesten ist, Auch Duftstoffe, die auf Insekten abweisend wirken, wie beispielsweise Zedan, können verwendet werden.

Gegebenenfalls kann durch die zusätzliche Verwendung von Cyclodextrinen das Binden der Insektizide bzw. Duftstoffe erleichtert werden. Ferner können auch Technologien unter Verwendung von Mikrokapseln und/oder Aktivkohle verwendet werden, um ein Binden des insektiziden Wirkstoffes und/oder Duftstoffes zu erleichtern.

Die Menge des Insektizids hängt naturgemäß von der Art des verwendeten Insektizids, der Art des Auftragsverfahrens sowie von der Art der Faser oder des textilen Abstandsgewirkes ab. Bevorzugt beträgt sie im Falle des Permethrins mindestens etwa 800 mg/m 2 , bevorzugter mindestens etwa 1 000 mg/m 2 , jeweils bezogen auf das textile Abstandsgewirke. Insbesondere über das Polymer- Coating-Verfahren lassen sich problemlos noch größere Mengen des Insektizids eintragen, wie beispielsweise bis zu 1 600 mg/m 2 .

Der Auftrag des Insektizids auf die Faser soll erfindungsgemäß so erfolgen, dass der Tragekomfort sowie die Atmungsaktivität der Vorrichtung nicht beeinträchtigt werden.

Das Insektizid wird bevorzugt durch ein Foulard-Verfahren aufgebracht. Im Foulard-Verfahren wird das Textilgut regelmäßig und kontinuierlich durch eine im Tauchtrog liegende, das Insektizid

oder eine das Insektizid enthaltende Zusammensetzung enthaltende Flotte gezogen und anschließend die überschüssige Lösung durch Abquetschen mit Gummiwalzen ins Gewebe gepresst. Das Foulardverfahren kann sowohl mit der Faser als auch mit dem textilen Abstandsgewirke durchgeführt werden, Das Verfahren kann dabei insbesondere, wie in Abschnitt 27 des Gebrauchsmusters DE 202005004056 U l beschrieben, durchgeführt werden. Besonders bevorzugt wird eine Zusammensetzung des Insektizids, insbesondere Permethrin, die mindestens ein organisches Lösungsmittel sowie mindestens einen Emulgator enthält, in eine wässrige, die Faser enthaltende Appreturflotte eingetragen. Die Anwesenheit des Emulgators führt insbesondere zu einer gleichmäßigeren Verteilung des Permethrins in der Flotte und auf der Faser, Emulgatoren sind insbesondere anionische Tenside, wie Fettalkoholsulfate, Fettalkoholethersulfate, Olefin-/Paraffinsulfonate, Alkylbenzolsulfonate, nichtionische Tenside, wie Fettalkohol-Ethoxylate, Fettalkohol-Alkoxylate, Alkylpolyglukoside sowie kationische Tenside, wie Ammoniumchloride, Aminoxide, amphotere Tenside, Amine und ethoxylierte Amine.

Bevorzugte Emulgatoren sind insbesondere nichtionische Tenside, wie Fettalkohol-Ethoxylate, besonders bevorzugt C 1 2-C 1 5- Fettalkohol-Ethoxylate.

Besonders bevorzugt erfolgt nach dem Auftrag des Insektizids nach dem Foulard-Verfahren eine thermische Fixierung der Faser (Thermofixierung) bei erhöhter Temperatur, wie zum Beispiel oberhalb von 1 00 0 C, bevorzugter oberhalb von 1 60 0 C, bei der es insbesondere zur Fixierung des Insektizids auf der Faser kommt. Weiter bevorzugt wird das Insektizid durch das sogenannte Polymer-Coating-Verfahren aufgebracht. Dabei wird das Insektizid in eine mindestens ein polymeres Bindemittel sowie gegebenenfalls weitere Bestandteile, wie Lösungsmittel,

Vernetzungsmittel, etc. enthaltende Zusammensetzung eingebracht. Anschließend wird die Bindemittel-haltige Zusammensetzung durch ein geeignetes Verfahren auf die Faser oder das textile Abstandsgewirke daraus aufgebracht und die Zusammensetzung auf der Faser oder dem textilen

Abstandsgewirke getrocknet und/oder ausgehärtet, Das Polymer- Coating-Verfahren besitzt gegenüber einem Tränkverfahren den Vorteil, dass das Insektizid in einer polymeren Matrix eingebettet vorliegt, wodurch die Freisetzung des Insektizids über einen längeren Zeitraum möglich ist und das Insektizid generell gegenüber Auswaschen stabiler ist (s. z. B. Faulde, et al. J . Med, Entomol. 40(6): 935-941 (2003)) . über die Art des Matrixpolymers lässt sich dabei die Freisetzungskinetik des Insektizids in gewissem Ausmaß variieren. Hydrophile polymere Bindemittel, wie z.B. Polyesterpolyole, Polyacrylatpolyole, Polyetheresterpolyole, Polyurethanpolyole, die beispielsweise mit Polyisocyanaten gehärtet werden können, stellen eine bevorzugte Ausgestaltung dar. Die Wahl der polymeren Bindemittel richtet sich auch nach der verwendeten Faser. Das polymere Bindemittel ist bevorzugt mit der Faser kompatibel, d.h. das gehärtete Bindemittel haftet auf der Faser. Weiterhin darf das polymere Bindemittel keine Wechselwirkung mit dem Insektizid eingehen, die zu einem Verlust der insektiziden Wirkung führen würde,

Beim genannten Polymer-Coating-Verfahren kann beispielsweise in einem so genannten Beschichtungsstrich in einem direkten Verfahren, wie beispielsweise mit einem Rakelauftrag, die das Insektizid und das polymere Bindemittel enthaltende Beschichtungsmasse, auf das hydrophilierte textile Abstandsgewirke oder die hydrophilierte synthetische Faser aufgebracht werden, Alternativ zu einem Rakelauftrag ist auch ein indirekter Auftrag über eine Walze möglich, Vorteilhaft ist mit dem Polymer-Coating-Verfahren auch der einseitige Auftrag des

Insektizids auf ein textiles Abstandsgewirke möglich, Das kann sich insbesondere dann günstig auswirken, wenn ein direkter Hautkontakt der Tiere mit dem Insektizid nicht erwünscht ist, weil es beispielsweise irritierend auf empfindliche Hautpartien wirken kann. Vorteilhaft wird das Insektizid daher nur auf einer Seite des textilen Abstandsgewirkes aufgebracht. Zweckmäßig handelt es sich um die körperferne Außenseite des textilen Abstandsgewirkes.

Das verwendete Insektizid vereint bevorzugt sowohl eine insektenabtötende als auch eine Repellent-Funktion in sich. Die Repellent-Funktion verhindert, dass das Insekt sich der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung überhaupt nähert. Ein besonders bevorzugtes Beispiel eines Insektizides, dass sowohl eine insektenabtötende als auch insektenabstoßende (Repellent) Wirkung in sich vereint, ist das Permethrin (3-(2,2-Dichlorethenyl)- 2,2-dimethyl-cyclopropan-carbonsäure-(3-phenoxyphenyl)-meth yl- ester).

Insbesondere die Verwendung von Polyestern und aliphatischen Polyamiden erlaubt einen besonders gleichmäßigen Auftrag des Insektizids auf das textile Flächengebilde, insbesondere bei Auftrag im Foulardverfahren. Das bedeutet, dass wenn für eine gegebene Fläche des textilen Flächengebildes die Auftragsmenge des Insektizids an verschiedenen Stellen gemessen wird, die Streuung der beispielsweise durch Extraktion bestimmten Auftragsmenge des Insektizids insbesondere im Vergleich zu Aramidfasern verringert ist.

Vorteilhafte und weitere Ausgestaltungen können den übrigen im Rahmen der vorliegenden Erfindung dargelegten Ausführungsformen entnommen werden, die ausdrücklich mit der vorliegenden Ausführungsform kombiniert werden können.

Elfte Ausführungsform

Die erfindungsgemäß gestellten Aufgaben werden in einer elfte

Ausführungsform durch eine Vorrichtung zum Schutz von Tieren vor Insekten gelöst, welche ein Abstαndsgewirke umfαsst, wobei die zur Herstellung des Abstαndsgewirkes verwendeten synthetischen Fasern oder aber das Abstandsgewirke selbst mindestens einer Hydrophilierungsbehandlung unterworfen wurde, die zu einer permanenten hydrophilen Ausrüstung der synthetischen Fasern führt. Die Hydrophilierungsbehandlung der synthetischen Fasern des Textilgrundgebildes kann in an sich bekannter Weise erfolgen. Dazu ist beispielsweise ein Auszugsverfahren für synthetische Fasern bekannt, wie es in der US 5, 855,623 offenbart wird . Bei diesem Verfahren wird die Oberfläche der Faser durch Aufpfropfen geeigneter Monomere hydrophiliert. Bezüglich geeigneter Monomere, Fasern und Verfahren kann daher auf die genannte Patentschrift verwiesen werden, dessen gesamter diesbezüglicher Inhalt durch Bezugnahme in die vorliegende Erfindung eingeschlossen ist. Weiterhin kann die hydrophile Ausrüstung der synthetischen Fasern auch wie in der DE 20 2005 004056 U l beschrieben erfolgen, wobei dessen gesamter diesbezüglicher Inhalt ebenfalls durch Bezugnahme in die vorliegende Erfindung eingeschlossen ist.

Besonders bevorzugt ist es, wenn die Hydrophilierungsbehandlung auf der Basis einer Plasmatechnologie erfolgt, bei der die Fasern oder das Abstandsgewirke in einer Kammer mit einem Vakuum von 50 bis 1 50 Pa bei einer Umdrehungsgeschwindigkeit von im Allgemeinen 1 0 bis 40 m/min unter Einwirkung von Elektroden behandelt werden, wobei die Elektroden an einem Frequenzumrichter angeschlossen sind und auf ein spezielles Gas (z. B. Luft, Sauerstoff, Stickstoff etc . ) so einwirken, dass ein Plasmagas resultiert. Die Hydrophilierungsbehandlung hat zum einen die Wirkung, dass damit eine Verbesserung des Tragekomforts einhergeht, in dem die Feuchtigkeitsabfuhr bzw. die Trocknungsgeschwindigkeit

verbessert werden . Damit geht im Allgemeinen auch eine bessere Wärmeabfuhr einher, Zum anderen führt, falls die Fasern mit einem Insektiziden Wirkstoff versehen werden, die Hydrophilierungsbehandlung im Allgemeinen erst dazu, dass ausreichende Mengen des Insektizids auf der synthetischen Faser aufgebracht werden können . Insbesondere für den Einsatz als Pferdedecke hat sich herausgestellt, dass der Schritt der hydrophilien Ausrüstung der Synthesefasern dazu führt, dass Feuchtigkeit in Form von Schweiß oder Nässe im Vergleich zu herkömmlichen Pferdedecken aus Baumwolle oder Mischgeweben bis zu viermal schneller abgeführt werden kann . So ist das Trocknungsverhältnis bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Regeneinwirkung bis zu 1 0 Mal höher als bei Baumwolle. Dies ist bei der Ausgestaltung als Pferdedecke besonders vorteilhaft, da dem Pferd nach schweißtreibendem Ausritt die erfindungsgemäße Vorrichtung einfach übergehängt werden kann, ohne dass das Tier seinen lästigen Peinigern hilflos ausgeliefert ist, Eine solche trocknungsbeschleunigende Wirkung war besonders überraschend und wurde durch den Stand der Technik nicht nahegelegt, Aufgrund der Hydrophilierung des Abstandsgewirkes, insbesondere auch des Stegs, können auch mit Monofilamenten zufrieden stellende Ergebnisse hinsichtlich Feuchtigkeitstransport und Auftrag des insektiziden Wirkstoffs erreicht werden, so dass nicht zwingend Multifilamente für das Abstandsgewirke notwendig sind .

Die Hydrophilierungsbehandlung kann sowohl mit der Faser als auch mit dem textilen Abstandsgewirke durchgeführt werden ,

Nach dem Schritt der Hydrophilierung wird bevorzugt das textile Abstandsgewirke, z, B , als Breitware in einem speziellen Verfahren mit dem Insektizid ausgerüstet.

Vorteilhafte und weitere Ausgestaltungen können den übrigen im Rahmen der vorliegenden Erfindung dargelegten

Ausführungsformeπ entnommen werden, die ausdrücklich mit der vorliegenden Ausführungsform kombiniert werden können ,

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können die bevorzugt verwendeten Abstandsgewirke teilweise oder vollständig durch andere textile Abstandsmaterialien ersetzt werden, wie Gewebe, Strickwaren oder Vliese , In diesen textilen Abstandsmaterialien kann der entsprechende Abstand dann insbesondere konstruktionsbedingt umgesetzt werden ,

Im Gegensatz zu den bekannten netzartigen Pferdedecken bewirken die erfindungsgemäßen textilen Vorrichtungen im Bereich der überdeckung des Tieres einen praktisch 1 00-%-igen Schutz vor Insekten, ohne auf den Tragekomfort der netzartigen textilen Abstandsgewirke zu verzichten ,

Die erfindungsgemäßen Vorrichtungen (gemäß den einzelnen Ausführungsformen) weisen zweckmäßig Mittel zur Befestigung des textilen Abstandsgewirkes an einem Tier auf , Derartige Mittel sind an sich bekannt und es kann beispielsweise auf die eingangs erwähnte DE 29609603 U l verwiesen werden, auf die insoweit vollinhaltlich Bezug genommen wird , Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen, das die folgenden Schritte umfasst:

Bereitstellung eines textilen Abstandsgewirke aus synthetischen Fasern, die aus einem Fasermaterial bestehen, das vorzugsweise aus der Gruppe ausgewählt wird, die besteht aus: Polyacryl, insbesondere homopolymeres Polyacryl (PAHN), Polyamiden, wie Polyamid 6 (Perlon), Polyamid 66 etc . , gegebenenfalls alkalisierten Polyestem, wie Polyethylenterephthalat, Polyethern, Polyimiden und Aramiden, Polyesteramiden, Polyetherestern, Polydienen,

Polyetheresteramiden, Polyacrylnitril, Polyethylen,

Polypropylen, Modαcryl, Polyvinylchlorid, Polyvinylαlkohol, Polytetrαfluorethylen, Polyurethan (Elastan), Celluioseacetat, Viskose, Copolymere der genannten Polymere, oder aus nativen Materialien, wie Wolle und Baumwolle, und physikalischen Mischungen der genannten Fasermaterialien; vorzugsweise Unterwerfen des textilen Abstandsgewirkes mindestens einer Hydrophilierungsbehandlung, vorzugsweise Ausstatten des textilen Abstandsgewirkes mit mindestens einem Insektizid, - Zuschneiden des so erhaltenen textilen Abstandsgewirkes und gegebenenfalls Anbringen von Mitteln zu Befestigung des textilen Abstandsgewirkes an einem Tier.

Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist ein dauerhafter Insektenschutz auch nach mehrmaligem Waschen der Vorrichtung gewährleistet.

Während des Herstellungsverfahrens kann zudem eine Einfärbung des Gewirkes erfolgen .

Bevorzugt verwendet das erfindungsgemäße Verfahren weiterhin mindestens eine der folgenden weiteren Maßnahmen : Durchführung der Hydrophilierungsbehandlung der synthetischen oder nativen Faser mit einem Auszugsverfahren, d. h . durch Aufpfropfen bzw. Aufpolymerisieren hydrophiler Monomere auf die Oberfläche der synthetischen Verfahren, wie nach dem Intera-Prozeß

(US5855623) oder dem Plasmaverfahren, wobei das Plasmaverfahren bevorzugt ist (siehe oben), anschließend Aufbringen des Insektizids auf die synthetische oder native Faser oder das textile Abstandsgewirke durch ein Foulard-Verfahren, oder Aufbringen des Insektizids auf die synthetische oder native Faser oder das textile

Abstαndsgewirke durch ein Polymer-Coαting-Verfαhren,

Aufbringen des Insektizids auf einer Seite des textilen Abstandsgewirkes,

Aufbringen des Insektizids oder einer das Insektizid enthaltenden Zusammensetzung mittels Rakelauftrag, und/oder

Aufbringen des Insektizids, einer das Insektizid enthaltenden Zusammensetzung oder der Repellenten mittels Walzenauftrag oder Sprühauftrag . Die Erfindung betrifft weiterhin ein textiles Abstandsgewirke aus synthetischen oder nativen Fasern als Ausgangsprodukt für die Herstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen, Die synthetischen oder nativen Fasern bestehen aus einem Fasermaterial, das aus der Gruppe ausgewählt wird, die besteht aus: Polyacryl, insbesondere homopolymeres Polyacryl (PAHN), Polyamiden, wie Polyamid 6 (Perlon), Polyamid 66 etc., gegebenenfalls alkalisierten Polyestern, wie Polyethylenterephthalat, Polyethern, Polyimiden und Aramiden, Polyesteramiden, Polyetherestern, Polydienen, Polyetheresteramiden, Polyacrylnitril, Polyethylen, Polypropylen, Modacryl, Polyvinylchlorid, Polyvinylalkohol, Polytetrafluorethylen, Polyurethan (Elastan), Celluloseacetat, Viskose, Copolymere der genannten Polymere, oder aus nativen Materialien, wie WoNe und Baumwolle, und physikalischen Mischungen der genannten Fasermaterialien. Besondere bevorzugte Fasermaterialien sind Polyethylen, Polyacrylen (PAHN) und alkalisiertes Polyester. Für weitere Ausgestaltungen wird auf oben verwiesen,

Die Erfindung betrifft auch die Verwendung der textilen Abstandsgewirke zur Herstellung der Vorrichtung zum Schutz vor Insekten, insbesondere zum Schutz von Tieren, insbesondere zur Herstellung einer Pferdedecke oder zur Ausrüstung von Zelten.

Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Schutz von Tieren vor Insekten, wie insbesondere blutsaugende Insekten wie beispielsweise Flöhe, Stechmücken, Schnaken, Zecken und ähnliche, das die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen gemäß einer der dargestellten Ausführungsformen umfasst und das insbesondere die Abdeckung der Tieroberfläche mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung beinhaltet.

Die erfindungsgemäßen Abstandsgewirke werden dem Tegewa-Tropfentest und dem Steighöhentest nach DIN 53924 unterworfen:

1 . Tegewa-Tropfentest :

Original = Tropfeneinwirkungszeit < I s

Ageing = Muster 2 h bei 1 50° C in den Trockenschrank legen. Tr

Tropfeneinwirkungszeit < 4s

Wäsche = Textil bei 60 0 C nach ISO 6330 Typ 2A, Trocknung E (Trumbler) = Tropfeneinwirkungszeit < 3 s Scrub = Tropfeneinwirkungszeit < 3 s