| JP2000225309 | OIL FILTER |
| JP2007007637 | AIR CLEANER |
| JP57084713 | PRODUCTION OF FILTER |
HORNKAMP, Christoph (Eichkampstrasse 10, Widecke, 58739, DE)
MASSOW, Helmut (Höhenweg 31, Widecke, 58739, DE)
HORNKAMP, Christoph (Eichkampstrasse 10, Widecke, 58739, DE)
Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Schutz gegen Pollen, die aus einem Gewebe besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe (1) aus einem Draht hergestellt ist und eine Maschenweite zwischen 25 und 80 μm aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Draht (1) einen Durchmesser von 0,03 mm aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht (1) aus Edelstahl besteht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht (1) aus einer Legierung besteht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe elektrostatisch aufladbar ist. |
Vorrichtung zum Schutz gegen Pollen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schutz gegen Pollen, die aus einem Gewebe besteht.
Vorrichtungen zum Schutz gegen Eindringen von Objekten in geschlossenen Räume sind in vielfacher Weise bekannt. So existieren zum Beispiel so genannte Insektenschutzgitter, die das Eindringen von Insekten in Gebäude verhindern sollen. Sie sind beispielsweise selbstklebend ausgeführt, um auf dem Fenster di- rekt befestigt zu werden, oder sie sind mit einem Hilfsrahmen versehen, der dann auf dem Fensterrahmen oder Türrahmen montiert wird. Diese Vorrichtungen sind relativ weitmaschig, sodass diese Vorrichtungen das Eindringen von Pollen, Keimen oder Sporen nicht behindern können. Da diese jedoch bei zunehmend mehr Menschen allergische Reaktionen hervorrufen, ist man seit einiger Zeit be- strebt, Vorrichtungen zu entwickeln, die auch Schutz gegen ein Eindringen von Pollen, deren Größe bei etwa 10 μm bis 50 μm liegen, zu bieten.
In diesem Zusammenhang sind aus der Automobilindustrie Vorrichtungen zum Filtern der in den Fahrgastraum eindringenden Luft bekannt, bei denen Filter aus in der Regel mehrlagigen Vliesstoffen Anwendung finden. Die Vliesstoffe verhindern ein Eintreten der Pollen und dergleichen in den Fahrgastraum. Aufgrund ihrer Struktur sind die Vliesstoffe jedoch nicht geeignet, um beispielsweise an Tür- oder Fensteröffnungen zum Pollenschutz eingesetzt zu werden, da sie nicht durchsichtig sind.
Zur Verwendung an Fenster- und Türöffnungen sind daher dünne Vliesstoffe ent- wickelt worden, die eine gewisse Durchsichtigkeit aufweisen. Die Durchsichtigkeit hängt jedoch von der Größe der in dem Vlies vorgesehenen Lochung ab. Um eine gute Durchsichtigkeit und auch einen hohen Luftaustausch im jeweiligen Zimmer zu ermöglichen, sind relativ große Lochungen erforderlich, was jedoch gleichzeitig die Wirksamkeit gegen das Eindringen von Pollen in den Raum verringert. Somit sind auch diese Schutzvorrichtungen nicht geeignet, um einen medizinisch wirksamen Pollenschutz bereitzustellen, der bei starken Allergikern unbedingt erforderlich ist.
Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Schutz gegen Pollen zu schaffen, die eine akzeptable Durchsichtigkeit, hohe Stabilität und gleichzeitig einen wirksamen Schutz gegen das Eindringen von Pollen bereitstellt. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass das Gewebe aus einem Draht hergestellt ist und eine Maschenweite zwischen 25 μm und 80 μm aufweist.
Mit der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Schutz gegen Pollen an geschaffen, die eine ausreichende Durchsichtigkeit aufweist. Gleichzeitig ist durch die gewählte Maschenweite ein hoher Rückhaltegrad gegen das Eindringen von Pollen erzielt. Zudem bietet die Verwendung von Draht als Gewebe eine hohe Stabilität, sodass die Vorrichtung auch an Tagen mit hohen Windgeschwindigkeiten zuverlässig an Tür- oder Fensteröffnungen sowie in Lüftungsanlagen von Kraftfahrzeugen funktioniert.
In Ausgestaltung der Erfindung weist der Draht einen Durchmesser von 0,03 mm auf. Aufgrund der so gewählten Drahtstärke besteht die Möglichkeit, ein Gewebe mit feinster Maschenweite und somit mit einer Lochung, die der Größe der Pollen Rechnung trägt, zu erstellen.
In Weiterbildung der Erfindung besteht der Draht aus Edelstahl. Die Verwendung dieses Materials beinhaltet den Vorteil, dass die Vorrichtung nicht rostend ist, so- dass auch bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit keine Beeinträchtigung sowohl des optischen Eindrucks der Vorrichtung als auch der Funktionsfähigkeit eintritt.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung besteht der Draht aus einer Legierung. Durch die Wahl bestimmter Legierungen sind die Materialeigenschaften der Vorrichtung beeinflussbar. So sind beispielsweise die Korrosionseigenschaften der Vorrichtung verbesserbar, aber auch die Eigenschaften hinsichtlich Stabilität oder dergleichen.
Bevorzugt ist das Gewebe elektrostatisch aufladbar. Durch die elektrostatische Aufladung ist gewährleistet, dass selbst Pollen, die einen geringeren Durchmesser aufweisen, als die Maschenweite des Gewebes von der Vorrichtung aufgefangen werden. Dies beinhaltet, dass zur Abwehr von Pollen kleineren Durchmessers nicht die Maschenweite verringert werden muss, wodurch die Durchsichtigkeit aber auch das Luftdurchlässigkeitsverhalten der Vorrichtung verschlechtert würde, sondern durch die elektrostatische Aufladung die Pollen dennoch aufgefangen werden. Es ist folglich eine sehr gute Durchsichtigkeit und Luftdurchlässigkeit bei gleichzeitig sehr guten Filtereigenschaften hervorgerufen.
Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen angegeben. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird nachfolgend im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 die Ansicht einer Vorrichtung zum Schutz gegen Pollen zur Anbringung an Fenstern und Türen.
Die als Ausführungsbeispiel gewählte Vorrichtung zum Schutz gegen Pollen ist zur Anbringung an Fenstern und Türen vorgesehen. Sie besteht aus einem Gewebe 1. Das Gewebe 1 ist aus Draht hergestellt. Es weist eine Maschenweite zwischen 25 μm und 80 μm auf. Untersuchungen haben ergeben, dass ein optimaler Kom- promiss zwischen Durchsichtigkeit des Gewebes einerseits und Schutz vor eindringenden Pollen andererseits bei einer Maschenweite von 50 μm vorliegt. Bei dieser Maschenweite werden die für Allergiker relevanten luftgetragenen Pollen, wie beispielsweise Hasel-, Birke-, Gräser-, Roggen- und Beifuß-Pollen, mit mittleren Porengrößen zwischen 15 μm und 60 μm zurückgehalten.
Der Draht weist im Ausführungsbeispiel einen Durchmesser von 0,03 mm auf. An- dere Drahtdurchmesser sind möglich. Von dem Durchmesser des Drahtes ist einerseits die Durchsichtigkeit des Gewebes 1 abhängig, andererseits hängt die Verarbeitbarkeit von dem Durchmesser ab. Bei dem gewählten Durchmesser von 0,03 mm ist ein optimaler Kompromiss zwischen den an das Gewebe gestellten Anforderungen erreicht.
Im Ausführungsbeispiel besteht der Draht aus Edelstahl, was insbesondere die Korrosionsbeständigkeit des Drahtes erhöht. Dadurch bedingt ist das erfindungsgemäße Gewebe abwaschbar, sodass die darin gesammelten Pollen nach einer gewissen Zeit in einfacher Weise heraus gewaschen werden können, ohne die Gefahr eines Röstens und damit einer negativen Beeinflussung der Funktionsfähigkeit eingehen zu müssen. In Abwandlung des Ausführungsbeispiels kann der Draht auch aus einer Legierung bestehen. Beispielsweise die Beimengung von Nickel in der Legierung hat sich in Bezug auf den Korrosionsschutz als sehr vorteilhaft erwiesen.
Das Gewebe 1 ist elektrostatisch aufladbar. Die elektrostatische Aufladbarkeit ermöglicht auch bei relativ großer Maschenweite die Zurückhaltung von Pollen klei-
nen Durchmessers, da die Pollen bei ihrem Anflug auf das Gewebe unter dem elektromagnetischen Einfluss angezogen werden. Sie werden dann von dem Gewebe aufgehalten und somit wirksam am Eindringen in den (Fahrgast-)Raum gehindert. Die elektrostatische Aufladbarkeit kann dabei durch eine natürliche atmosphärische Aufladung bewirkt sein; es besteht aber auch die Möglichkeit einer externen elektrostatischen Aufladung, um die Wirkung der Vorrichtung gezielt zu verbessern.
Im Ausführungsbeispiel ist das Gewebe 1 selbstklebend ausgebildet. Hierzu ist an seinen äußeren Enden eine selbstklebende Folie 2 vorgesehen. Mit Hilfe der selbstklebenden Folie kann die Vorrichtung auf dem Fenster- oder Türrahmen aufgebracht werden. Durch Schließen des Fensters bzw. der Tür für eine gewisse Dauer wird ein ausreichend hoher Anpressdruck erzielt, der ein sicheres Halten des Gewebes an dem jeweiligen Rahmen ermöglicht.
In Abwandlung des Ausführungsbeispiels besteht auch die Möglichkeit, einen Rahmen 3 vorzusehen, der dann auf dem Fenster- oder Türrahmen montierbar ist. Der Rahmen kann einteilig ausgebildet sein oder auch mehrteilig, sodass der Rahmen sowie das Gewebe erst am Einsatzort montiert wird. Die Befestigung des Gewebes an dem Rahmen kann entweder ebenfalls durch Kleben erfolgen oder auch mit Hilfe anderer Verbindungsmöglichkeiten, beispielsweise durch Clipsen. Der Rahmen selbst ist aus Kunststoff oder Metall hergestellt; seine Abmessungen richten sich nach den Abmessungen des abzudeckenden Fensters bzw. der abzudeckenden Tür.
Zur Montage des Gewebes 1 im Belüftungstrakt beispielsweise eines Kraftfahrzeugs kommen in der Regel andere Befestigungselemente zum Einsatz, die auf den jeweiligen Lüftungskanal angepasst sind. In der Regel handelt es sich hierbei um Schraubverbindungen; aber auch das umittelbare Einfügen in Kunststoffluft- kanäle ist möglich.
Medizinische Untersuchungen haben ergeben, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung einen Rückhaltegrad von ca. 98,8 % für Teilchen mit einer durchschnittlichen Größe von 50 μm ergeben haben. Es liegt damit ein hoher Rückhaltegrad vor, der es Allergikern ermöglicht, nahezu pollenfreie Luft durch ein geöffnetes Fenster bzw. eine geöffnete Tür in den jeweiligen Raum bzw. in den Fahrgastraum eines Fahrzeugs einströmen zu lassen. Dies ist bei geöffnetem Fenster insbesondere nachts außerordentlich hilfreich, da Allergikerattacken vermieden sind, wodurch sich für den jeweiligen Betroffenen ein wesentlich erholsamerer Schlaf einstellt. In Bezug auf die Belüftung von Fahrgasträumen ist hierdurch gewährleistet, dass insbesondere der Fahrzeugführer von durch Pollen verursachten Allergieattacken verschont bleibt, wodurch eine Unfall-Prävention erzielt ist.
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