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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR PROVIDING PADDING MATERIAL FOR PACKAGING PURPOSES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/002090
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (10) which is used to provide padding material (14) for packaging purposes. The device comprises a container (12) for storing the padding material (14) and a discharge device (28) for discharging the padding material (14) out of the container (12). The discharge device (28) comprises a driven conveyor means (30) for conveying the padding material (14) along a conveyor path (48), wherein the conveyor means (20) is supported on a movable base (50) which can be moved (68) out of an operating position into a release position and back, said conveyor means (30) being moved out of the conveyor path (48) in the release position.

Inventors:
HAGESTEDT, Lukas (Obertorstrasse 27, Esslingen, 73728, DE)
Application Number:
EP2018/066595
Publication Date:
January 03, 2019
Filing Date:
June 21, 2018
Export Citation:
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Assignee:
STOROPACK HANS REICHENECKER GMBH (Untere Rietstrasse 30, Metzingen, 72555, DE)
International Classes:
B31D5/00
Foreign References:
US20100127112A12010-05-27
US20120053040A12012-03-01
US5906569A1999-05-25
US20120072016A12012-03-22
US20150060510A12015-03-05
EP3064344A12016-09-07
Attorney, Agent or Firm:
DREISS PATENTANWÄLTE PARTG MBB (Friedrichstraße 6, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung (10) zum Bereitstellen von Polstermaterial (14) für Verpackungszwecke , mit einem Behälter (12) zur Bevorratung des Polstermaterials (14) und einer Ausgabeeinrichtung (28) zur Ausgabe des

Polstermaterials (14) aus dem Behälter (12), dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinrichtung (28) ein angetriebenes Fördermittel (30) umfasst zur Förderung des Polstermaterials (14) längs eines Förderwegs (48) , wobei das Fördermittel (20) an einer bewegbaren Basis (50) gehalten ist, welche aus einer Betriebslage in eine Freigabelage und zurück bewegt werden kann (68) , wobei das Fördermittel (30) in der Freigabelage aus dem Förderweg (48) herausbewegt ist.

2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch

gekennzeichnet, dass die Basis (50) aus der

Betriebslage in die Freigabelage und zurück

translatorisch und/oder rotatorisch bewegt werden kann .

3. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das

Fördermittel (30) so ausgebildet ist, dass eine vorgegebene Menge an Polstermaterial (14) ausgebbar ist .

4. Vorrichtung (10) nach Anspruch 3, dadurch

gekennzeichnet, dass das Fördermittel (30) ein

angetriebenes Schaufelrad mit mehreren radial abragenden Schaufelabschnitten (34) umfasst, wobei der zwischen zwei benachbarten Schaufelabschnitten (34) vorhandene Raum (40) so bemessen ist, dass in ihm eine definierte Menge an Polstermaterial (14) aufgenommen werden kann.

Vorrichtung (10) nach Anspruch 4, dadurch

gekennzeichnet, dass sie ferner umfasst: eine

Erfassungseinrichtung (42), welche eine Vorbeibewegung eines Schaufelabschnitts (34) erfasst, und eine

Steuereinrichtung (44), welche einen Antrieb (38) des Fördermittels (30) abhängig vom Signal der

Erfassungseinrichtung (42) ansteuert.

Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner umfasst: eine Erfassungseinrichtung (60), welche mindestens eine Anforderung zur Abgabe einer

vorzugsweise vorgegebenen Menge an Polstermaterial (14) erfasst, und eine Steuereinrichtung (44), welche einen Antrieb (38) des Fördermittels (30) abhängig vom Signal der Erfassungseinrichtung (60) ansteuert.

Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine

Polsterumformungseinrichtung (16) umfasst, die ein bahnförmiges Ausgangsmaterial (18) in das

Polstermaterial (14) umformt und das Polstermaterial (14) in den Behälter (12) abgibt.

8. Vorrichtung (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner umfasst: eine

Erfassungseinrichtung, (58) welche einen Füllgrad des Behälters (12) mit Polstermaterial (14) erfasst, und eine Steuereinrichtung (44), welche die

Polsterumformungseinrichtung (16) abhängig vom Signal der Erfassungseinrichtung (58) ansteuert.

9. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das

Polstermaterial (14) miteinander verbundene und voneinander trennbare Luftbeutel (22) umfasst.

10. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (12) benachbart zu der Ausgabeeinrichtung (28) eine Öffnung (56) aufweist, durch die ein Benutzer in das Innere des Behälters (12) greifen kann.

Description:
Titel: Vorrichtung zum Bereitstellen von

Polstermaterial für Verpackungs zwecke

Beschreibung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bereitstellen von Polstermaterial für Verpackungszwecke nach dem

Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der EP 3 064 344 ist eine Polsterumformungseinrichtung bekannt, mit der aus einem bahnförmigen Ausgangsmaterial ein Polstermaterial aus mit Luft gefüllten Beuteln

("Luftbeutel") hergestellt werden kann. Dort zwar nicht offenbart, vom Markt her bekannt ist es, die mit Luft gefüllten Beutel in einem Behälter zu bevorraten und eine Ausgabeeinrichtung vorzusehen, mit welcher die Luftbeutel aus dem Behälter ausgegeben werden können. Die Ausgabeeinrichtung besteht bei der bekannten Vorrichtung schlichtweg aus einer Öffnung, in welche der Benutzer mit seinen Händen greift, um die mit Luftbeutel zu entnehmen. Die benötigte Menge an Luftbeuteln kann er an

vorgefertigten Perforationen vom Rest separieren.

Ausgehend von diesem Stand der Technik hat die vorliegende Erfindung die Aufgabe, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche besonders effizient arbeitet .

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben. Darüber hinaus finden sich für die Erfindung wesentliche Merkmale auch in der nachfolgenden Beschreibung sowie in der beigefügten Zeichnung. Dabei können diese Merkmale für die Erfindung sowohl in Alleinstellung als auch in unterschiedlichen Kombinationen wesentlich sein, ohne dass hierauf nochmals im Detail hingewiesen wird.

Vorgeschlagen wird erfindungsgemäß eine Vorrichtung zum Bereitstellen von Polstermaterial für Verpackungszwecke mit einem Behälter zur Bevorratung des Polstermaterials und einer Ausgabeeinrichtung zur Ausgabe des Polstermaterials aus dem Behälter. Dabei umfasst die Ausgabeeinrichtung ein angetriebenes Fördermittel zur Förderung des

Polstermaterials längs eines Förderwegs. Das Fördermittel ist an einer bewegbaren Basis gehalten, welche aus einer Betriebslage in eine Freigabelage und zurück bewegt werden kann. In der Freigabelage ist das Fördermittel aus dem Förderweg herausbewegt . Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen muss das

Polstermaterial nicht mehr von Hand aus dem Behälter heraus genommen werden, sondern es wird durch die

Ausgabeeinrichtung mit dem angetriebenen Fördermittel dem Benutzer motorisch bereitgestellt. Hierdurch spart der Benutzer Zeit, so dass seine Produktivität insgesamt verbessert wird. Darüber hinaus spart der Benutzer Kraft und er muss sich weniger bewegen, so dass die Tätigkeit weniger anstrengend ist. Dadurch, dass die Basis mit dem Fördermittel in eine

Freigabelage bewegt werden kann, in der das Fördermittel aus dem Förderweg herausbewegt ist, kann die Vorrichtung sehr einfach und schnell in Betrieb genommen werden. Es wird hierdurch nämlich ermöglicht, dass der Benutzer mit der Hand in den vom Fördermittel freigegebenen Förderweg greift und ein beispielsweise als Endlosmaterial im

Behälter bevorratetes Polstermaterial nach außen zieht. Wird danach die Basis mit dem Fördermittel wieder in die Betriebslage zurück bewegt, kann unmittelbar mit der

Förderung des Polstermaterials, welches sich ja nun im Förderweg befindet, begonnen werden.

In einer ersten Weiterbildung wird vorgeschlagen, dass die Basis aus der Betriebslage in die Freigabelage und zurück translatorisch und/oder rotatorisch bewegt werden kann. Eine translatorische Bewegung ist beispielsweise dann denkbar, wenn die Basis in der Art einer Schublade

ausgebildet ist. Dies ist einfach mittels eines

Linearlagers, beispielsweise einer einfachen Gleitführung, realisierbar. Eine rotatorische Bewegung kann

beispielsweise in Form einer Verschwenkung um eine

Drehachse realisiert werden, durch welche die Basis zusammen mit dem Fördermittel aus dem Förderweg

herausgeschwenkt wird. Auch dies ist einfach und preiswert möglich.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Fördermittel so ausgebildet ist, dass eine vorgegebene Menge an

Polstermaterial ausgegeben wird. Hierdurch wird die Arbeit des Benutzers erheblich vereinfacht und beschleunigt, da er die Menge an Polstermittel, die er entnehmen soll, nicht mehr abschätzen muss.

In Weiterbildung hierzu wird vorgeschlagen, dass das

Fördermittel ein angetriebenes Schaufelrad mit mehreren radial abragenden Schaufelabschnitten umfasst, wobei der zwischen zwei benachbarten Schaufelabschnitten vorhandene Raum so bemessen ist, dass in ihm eine definierte Menge an Polstermaterial aufgenommen werden kann. Durch eine

Rotation des Schaufelrades wird eine Förderung insbesondere von das Polstermaterial bildenden Polsterkissen, auch wenn sie noch als Strang zusammenhängen, in Rotationsrichtung ermöglicht. Dies ist eine einfache Möglichkeit, die Menge des ausgegebenen Polstermaterials einzustellen, und zwar vor allem bei einem solchen Polstermaterial, welches durch einzelne Polsterkissen gebildet wird. Vorteilhafterweise sind die Polsterkissen und die Räume zwischen benachbarten Schaufelabschnitten so dimensioniert, dass in einen Raum zwischen zwei benachbarten Schaufelabschnitten ein

Polsterkissen hineinpasst. Am Ausgang der

Ausgabeeinrichtung wird das Polstermaterial dann

beispielsweise durch die Gravitationskraft nach unten gefördert. Dort kann das Polstermaterial dann vom Benutzer nach dem Stillstand des Schaufelrades entnommen werden.

In nochmaliger Weiterbildung hierzu wird vorgeschlagen, dass sie ferner umfasst: eine Erfassungseinrichtung, welche eine Vorbeibewegung eines Schaufelabschnitts erfasst, und eine Steuereinrichtung, welche einen Antrieb des

Fördermittels abhängig vom Signal der Erfassungseinrichtung ansteuert. Als Erfassungseinrichtung kommt beispielsweise ein induktiver Sensor infrage, der bei einer Vorbeibewegung eines Schaufelabschnitts ein impulsartiges Signal abgibt. Durch diese Erfassungseinrichtung ist es möglich, die

Anzahl der an der Erfassungseinrichtung während einer Rotation des Schaufelrades sich vorbeibewegenden

Schaufelabschnitte zu zählen und auf diese Weise die Menge an gefördertem und somit ausgegebenem Polstermaterial zu bestimmen. Mittels der Steuereinrichtung ist es dann beispielsweise möglich, die Rotation des Schaufelrades nach dem Erreichen einer vorgegebenen und vom Benutzer frei wählbaren Anzahl zu stoppen und so eine gewünschte Menge an Polstermaterial, beispielsweise eine gewünschte Anzahl an Polsterkissen, auszugeben. Eine weitere Weiterbildung zeichnet sich dadurch aus, dass die Vorrichtung ferner umfasst: eine Erfassungseinrichtung, welche mindestens eine Anforderung zur Abgabe einer

vorzugsweise vorgegebenen Menge an Polstermaterial erfasst, und eine Steuereinrichtung, welche einen Antrieb des

Fördermittels abhängig vom Signal der Erfassungseinrichtung ansteuert. Insbesondere hier ist der Begriff der

„Erfassungseinrichtung" sehr breit zu verstehen.

Beispielsweise kann die Erfassungseinrichtung ganz

allgemein eine HMI -Schnittstelle umfassen, also

beispielsweise einen Touchscreen, einen Bildschirm mit Tastern oder einer Tastatur, oder einen Fußtaster. Über den Touchscreen oder den Bildschirm mit Tastern oder einer Tastatur kann vom Benutzer beispielsweise die gewünschte Menge an Polstermaterial eingegeben und/oder die Ausgabe des Polstermaterials veranlasst werden. Möglich ist auch, dass über den Touchscreen oder den Bildschirm mit Tastern oder einer Tastatur lediglich die gewünschte Menge an

Polstermaterial eingegeben wird, die Ausgabe des

Polstermaterials aber beispielsweise durch den oben

erwähnten Fußtaster veranlasst wird. Ferner ist möglich, dass auch die Menge des ausgegebenen Polstermaterials durch den Fußtaster eingestellt wird, nämlich über die Dauer, die der Fußtaster vom Benutzer gedrückt wird. Die

Erfassungseinrichtung kann aber auch eine System- Schnittstelle zu einem übergeordneten System sein,

beispielsweise zu einem Warehouse Management System (WMS) , welches die Menge des auszugebenden Polstermaterials auf der Basis eines in einem Verpackungsbehälter vorhandenen Leerraums vorgibt, oder zu einem Barcodescanner oder einem Messsystem, welches unmittelbar den in einem

Verpackungsbehälter vorhandenen Leerraum erfasst.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Vorrichtung eine

Polsterumformungseinrichtung umfasst, die ein bahnförmiges Ausgangsmaterial in das Polstermaterial umformt und das Polstermaterial in den Behälter abgibt. Es wird also das Polstermaterial direkt in den Behälter produziert, wodurch die Vorrichtung über einen vergleichsweise langen Zeitraum ohne Unterbrechung betrieben werden kann.

Zu der Erfindung gehört auch, dass die Vorrichtung ferner umfasst: eine Erfassungseinrichtung, welche einen Füllgrad des Behälters mit Polstermaterial erfasst, und eine

Steuereinrichtung, welche die Polsterumformungseinrichtung abhängig vom Signal der Erfassungseinrichtung ansteuert. Somit wird automatisch neues Polstermaterial nachproduziert und in den Behälter abgegeben, wenn der Grad des Behälters einen vorgegebenen Grenzwert unterschreitet. Ein Überfüllen des Behälters mit Polstermaterial wird hierdurch vermieden.

Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dann, wenn das Polstermaterial miteinander verbundene und voneinander trennbare Luftbeutel umfasst.

Eine weitere Weiterbildung sieht vor, dass der Behälter unmittelbar benachbart zu der Ausgabeeinrichtung eine

Öffnung aufweist, durch die ein Benutzer in das Innere des Behälters greifen kann. Hierdurch kann das Einfädeln des Polstermaterials in die Ausgabeeinrichtung zusätzlich unterstützt werden.

Nachfolgend wird eine Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert . In der Zeichnung zeigen :

Figur 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Bereitstellen von Polstermaterial für

Verpackungszwecke mit einem Behälter und einer

Ausgabeeinrichtung, wobei sich eine Basis der Ausgabeeinrichtung in einer Betriebslage befindet ; Figur 2 eine schematische Darstellung ähnlich zu Figur 1, wobei sich die Basis der Ausgabeeinrichtung in einer Freigabelage befindet;

Figur 3 eine perspektivische Darstellung der

Ausgabeeinrichtung der Figuren 1 und 2; und

Figur 4 eine Seitenansicht der Ausgabeeinrichtung von

Figur 3. Eine Vorrichtung zum Bereitstellen von Polstermaterial für Verpackungszwecke trägt in den Figuren insgesamt das

Bezugszeichen 10. Die Vorrichtung umfasst einen Behälter 12 zur Bevorratung von Polstermaterial 14. Vorliegend wird das Polstermaterial 14 durch eine Polsterumformungseinrichtung 16 aus einem bahnförmigen Ausgangsmaterial 18 hergestellt. Das bahnförmige Ausgangsmaterial 18 ist auf einer Rolle 20 gespeichert .

Vorliegend handelt es sich bei dem Polstermaterial 14, welches in dem Behälter 12 bevorratet ist und von der

Polsterumformungseinrichtung 16 hergestellt wird, um miteinander verbundene und voneinander trennbare Luftbeutel 22. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist in den Figuren 1 und 2 nur ein solcher Luftbeutel mit einem Bezugszeichen versehen. Bei dem bahnförmigen Ausgangsmaterial 18 handelt es sich um einen Folienschlauch aus Kunststoff. In der Polsterumformungseinrichtung 16 werden in dem

Folienschlauch einzelne Kammern durch eine Schweißnaht abgetrennt, mit Luft gefüllt und schließlich abgedichtet. Auf diese Weise wird ein Endlosstrang von miteinander verbundenen Luftbeuteln 22 erzeugt.

Zwischen zwei benachbarten Luftbeuteln 22 ist eine

Perforationslinie 24 vorhanden, durch die ein Benutzer einzelne oder mehrere Luftbeutel 22 von dem Endlosstrang abtrennen kann, wie weiter unten noch stärker im Detail erläutert werden wird. Einzelne oder mehrere abgetrennte Luftbeutel 22 bilden, wie ebenfalls weiter unten noch stärker im Detail erläutert werden wird, Polsterkissen, um einen Leerraum in einem Verpackungsbehälter auszufüllen.

Es versteht sich, dass grundsätzlich auch andere Arten von Polstermaterial denkbar sind. Beispielsweise könnten in der Polsterumformungseinrichtung auch einzelne Polsterkissen aus geknülltem Papier hergestellt werden. Der Behälter 12 weist an seinem in den Figuren 1 und 2 unteren Ende eine trichterförmige Querschnittsverjüngung 26 auf, die zu einer Ausgabeeinrichtung 28 führt. Diese umfasst ein angetriebenes Fördermittel 30 vorliegend in Form eines Schaufelrads mit drei radial abragenden und gleichmäßig um den Umfang des Schaufelrads 30 verteilt angeordneten Schaufelabschnitten 34, von denen aus Gründen der Übersichtlichkeit nur einer mit einem Bezugszeichen versehen ist. Die Schaufelabschnitte 34 können

beispielsweise aus Metall oder aus Kunststoff, insbesondere aus einem harten Gummimaterial, hergestellt sein. Die

Schaufelabschnitte 34 sind auf einer Welle 36,

beispielsweise einer Sechskantwelle, montiert. Diese kann wiederum mittels eines Antriebs, vorliegend eines

Elektromotors 38, in Drehung versetzt werden.

Ein zwischen zwei benachbarten Schaufelabschnitten 34 vorhandener Raum 40 ist so bemessen, dass in ihm genau ein einziger Luftbeutel 22 aufgenommen werden kann. Die

Ausgabeeinrichtung 28 umfasst ferner eine

Erfassungseinrichtung in Form eines induktiven Sensors 42, welcher eine Vorbeibewegung eines Schaufelabschnitts 34 erfasst. Der induktive Sensor 42 liefert ein Signal an eine Steuereinrichtung 44, welche wiederum den Elektromotor 38 in noch näher zu erläuternder Art und Weise ansteuert.

Zu der Ausgabeeinrichtung gehört auch ein Führungsblech 46, welches jedoch trotz der Verwendung des Begriffs „Blech" nicht zwingend aus Metall ist, sondern auch aus Kunststoff hergestellt sein kann. Das Führungsblech 46 verläuft in einem oberen Bereich gerade nach unten und umschließt in einem unteren Bereich im Wesentlichen konzentrisch einen Viertelumfang des Schaufelrads 30. Auf diese Weise wird zwischen dem Führungsblech 46 und der Welle 36 des

Schaufelrads 30 ein Förderweg 48 gebildet, der vorliegend durch einen gestrichelt gezeichneten Pfeil symbolisiert ist .

Das Führungsblech 46 ist gegenüber dem Behälter 12

stationär, kann also relativ zum Behälter 12 nicht bewegt werden. Das Schaufelrad 30, der Elektromotor 38 und der induktive Sensor 42 sind dagegen an einer relativ zum Behälter 12 bewegbaren Basis 50 gehalten, welche eine in den Figuren 1 und 2 nicht sichtbare Einhausung, die sich parallel zur Ebene der Figuren 1 und 2 erstreckt, umfasst. Hierzu ist die Einhausung an Profile 52 montiert, welche über nur in den Figuren 3 und 4 dargestellte Gleiter 53 an Gegenprofilen 54 gleitend montiert sind, wobei die

Gegenprofile 54 stationär am Behälter 12 befestigt sind.

Auf diese Weise kann die bewegbare Basis 50 an einem

Handgriff 55 zusammen mit dem Schaufelrad 30, dem

Elektromotor 38 und dem induktiven Sensor 42 aus einer in Figur 1 dargestellten Betriebslage in eine in Figur 2 dargestellte Freigabelage sowie auch in umgekehrter

Richtung translatorisch bewegt werden. Man erkennt aus Figur 2, dass in der dort dargestellten Freigabelage das Fördermittel 30 aus dem Förderweg 48 heraus bewegt ist. Es versteht sich, dass anstelle einer translatorischen Bewegung der Basis auch eine rotatorische Bewegung oder eine Kombination aus diesen beiden Bewegungen möglich ist. Beispielsweise könnte die Basis an ihrem in den Figuren 1 und 2 rechten oberen Bereich über eine Schwenkachse

schwenkbar mit dem stationären Gegenprofil verbunden sein, so dass die Basis entgegen dem Uhrzeigersinn aus dem

Förderweg heraus geschwenkt werden würde. Unmittelbar benachbart zu der Ausgabeeinrichtung 28 weist der Behälter 12 eine Öffnung 56 auf. Ferner ist im oberen Bereich des Behälters 12 eine Erfassungseinrichtung 58, beispielsweise in Form einer Lichtschranke, vorhanden, welche einen Füllgrad des Behälters 12 mit Polstermaterial 14 erfasst. Auch die Erfassungseinrichtung 58 ist mit der Steuereinrichtung 44 verbunden. Die Steuereinrichtung 44 wiederum steuert die Polsterumformungseinrichtung 16 abhängig vom Signal der Erfassungseinrichtung 58 an. Schließlich gehört zu der Vorrichtung 10 auch eine

Erfassungseinrichtung 60, welche vorliegend als Touchscreen ausgebildet ist. In nicht dargestellten Ausführungsformen könnte die Erfassungseinrichtung 60 auch ein Bildschirm mit Tastern und/oder einer Tastatur sein, oder eine

Schnittstelle zu einem Warehouse Management System (WMS) , einem Barcodescanner oder einem Sensor, welcher den

Füllgrad in einem Verpackungsbehälter erfasst. Vorliegend kann der Benutzer über die Erfassungseinrichtung 60 zum Einen die Anzahl der bei einer Anforderung auszugebenden Luftbeutel 22 eingeben, und zum Anderen einen Anforderungsbefehl eingeben, welcher die Ausgabe der gewünschten Anzahl an Luftbeuteln 22 auslöst.

Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Vorrichtung

arbeitet folgendermaßen: im Betrieb befindet sich die bewegbare Basis 50 in ihrer in Figur 1 dargestellten

Betriebslage. Von der Polsterumformungseinrichtung 16 wird ein Endlosstrang von durch zusammenhängende Luftbeutel 22 gebildetem Polstermaterial 14 hergestellt und in den

Behälter 12 abgegeben. Wenn die Erfassungseinrichtung 58 erfasst, dass der Füllgrad des Behälters 12 einen

vorgegebenen Grenzwert erreicht oder überschreitet, wird die Polsterumformungseinrichtung 16 über die

Steuereinrichtung 44 angehalten. Unterschreitet der

Füllgrad des Behälters 12 den vorgegebenen Grenzwert wieder, wird die Polsterumformungseinrichtung 16 von der Steuereinrichtung 44 wieder so angesteuert, dass sie neues Polstermaterial in den Behälter 12 hinein produziert. Um eine gewünschte Anzahl von Luftbeuteln 22 zu erhalten, macht der Benutzer an der Erfassungseinrichtung 60 die entsprechende Eingabe, und er drückt bei der

Erfassungseinrichtung 60 ferner jene Schaltfläche, die eine Ausgabe der gewünschten Menge an Luftbeuteln 22 bewirkt. Diese Menge sei vorliegend beispielhaft 2. Nun steuert die Steuereinrichtung 44 den Elektromotor 38 an, so dass sich das Schaufelrad 30 entgegen dem Uhrzeigersinn dreht.

Von dem induktiven Sensor 42 wird nun jedes Mal, wenn ein Schaufelabschnitt 34 an dem induktiven Sensor 42 vorbeistreicht , ein Signal an die Steuereinrichtung 44 abgegeben. Nach zwei derartigen Signalen wird der

Elektromotor 38 von der Steuereinrichtung 44 angehalten. Da der Raum 40 zwischen zwei benachbarten Schaufelabschnitten 34 so bemessen ist, dass in ihn genau ein einziger

Luftbeutel 22 passt, kann davon ausgegangen werden, dass exakt zwei Luftbeutel 22 längs des Förderwegs 48 in einen Ausgabebereich 62 unterhalb von der Ausgabeeinrichtung 28 gefördert wurden.

Der Benutzer kann nun mit seiner Hand, die vorliegend durch einen Pfeil 64 angedeutet ist, in die Perforationslinie 24 oberhalb der beiden Luftbeutel 22 greifen und die zwei durch die Schwerkraft herabhängenden Luftbeutel 22 vom noch in der Ausgabeeinrichtung 28 befindlichen Rest abtrennen. Hierzu verfügt die Ausgabeeinrichtung 28 über ein

geschlitztes Gegenblech 66, welches in Figur 3 im Detail dargestellt ist. Aus verschiedenen Gründen kann eine Situation vorkommen, in der der Endlosstrang des Polstermaterials 14 nicht bis in die Ausgabeeinrichtung 28 reicht. Dies ist typischerweise dann der Fall, wenn eine neue Rolle 20 an bahnförmigem Ausgangsmaterial 18 eingesetzt wurde. Der Benutzer hat nun die Aufgabe, den Endlosstrang des Polstermaterials 14 in die Ausgabeeinrichtung 28 einzufädeln. Hierzu zieht er, wie aus Figur 2 ersichtlich ist, die bewegbare Basis 50 mittels des Handgriffs 55 in Figur 2 in Richtung des Pfeils 68 in die in Figur 2 gezeigte Freigabelage. Hierdurch wird das Fördermittel 30, also das Schaufelrad 30 mit dem Elektromotor 38 und dem induktiven Sensor 42, von dem

Führungsblech 46 weg und somit aus dem Förderweg 48 heraus bewegt .

Der Benutzer kann nun, wie durch den Pfeil 64a angedeutet ist, von unten in den Förderweg 48 greifen und das untere Ende des Endlosstrang des Polstermaterials 14 ergreifen und längs des Pfeils 70 nach unten ziehen. Dies kann

gegebenenfalls noch unterstützt werden, in dem der Benutzer mit der anderen Hand durch die Öffnung 56 in das Innere des Behälters 12 greift, was durch den Pfeil 64b angedeutet ist. Danach schiebt der Benutzer die Basis 50 aus der in Figur 2 dargestellten Freigabelage wieder in die in Figur 1 dargestellte Betriebslage zurück, so dass anschließend mit dem normalen Betrieb der Vorrichtung 10 begonnen werden kann, wie er oben im Zusammenhang mit Figur 1 beispielhaft erläutert wurde.