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Title:
DEVICE FOR PUTTING ON HOSIERY AND DRIVE UNIT FOR SAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1999/038424
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for putting on hosiery, comprising a unit (1) for mounting the hosiery which has two receiving parts (3a, 4a; 3b, 4b) which by way of guiding means can be spread in relation to each other between a resting position and at least one stretching position. In said device the positioning means form part of a drive unit (2) embodied as an element which is separate from the mounting unit (1) and said mounting unit can be temporarily and removably connected to the drive unit (2) with a view to moving the receiving parts into the at least one stretching position. The invention also relates to the use of said device for putting on support hose.

Inventors:
Bort, Rudi (Leinäckerstrasse 50 Weinstadt, D-71384, DE)
Application Number:
PCT/EP1999/000577
Publication Date:
August 05, 1999
Filing Date:
January 29, 1999
Export Citation:
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Assignee:
BORT GMBH (Ziegeleistrasse 39 Weinstadt, D-71384, DE)
Bort, Rudi (Leinäckerstrasse 50 Weinstadt, D-71384, DE)
International Classes:
A47G25/90; (IPC1-7): A47G25/90
Foreign References:
DE3914824A1
US5593071A
EP0764419A2
DE4228916C2
Attorney, Agent or Firm:
Wilhelm, Peter (Wilhelm & Dauster Hospitalstrasse 8 Stuttgart, D-70174, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Vorrichtung zum Anziehen von Strumpfwaren mit einer Aufzieheinheit für die Strumpfware, die zwei zwischen einer Ruheposition und wenigstens einer Spannposition über Füh rungsmittel relativ zueinander spreizbewegliche Aufnahmeteile aufweist, sowie mit Stellmitteln zur Bewegung der Aufnahme teile relativ zueinander in die gewünschte Position, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Stellmittel (14,23) Teil einer Antriebseinheit (2) sind, die als von der Aufzieheinheit (1) getrenntes Bauteil gestaltet ist, und daß die Aufzieheinheit (1) mit der An triebseinheit (2) für eine Verstellung der Aufnahmeteile (3a, 4a ; 3b, 4b) in die wenigstens eine Spannposition zeitweise lösbar verbindbar ist.
2. Vorrichtung zum Anziehen von Strumpfwaren mit einer Aufzieheinheit für die Strumpfware, die zwei zwischen einer Ruheposition und wenigstens einer Spannposition über Füh rungsmittel relativ zueinander spreizbewegliche Aufnahmeteile aufweist, die mit Arretierungsmitteln zur Sicherung der Auf nahmeteile relativ zueinander in der eingestellten Position versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufzieheinheit (1) mit einer Fußanordnung (8) verse hen ist, mittels der die Aufzieheinheit (1) in einer für das Einsteigen eines anzuziehenden Fußes ergonomisch günstigen Schrägstellung auf einem Untergrund aufstellbar ist.
3. Antriebseinheit für eine Vorrichtung zum Anziehen von Strumpfwaren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinheit (2) Stützmittel (10,11,15,17) zur zeitwei sen Halterung der Aufzieheinheit (1) und zur Abstützung eines gegenüber dem beweglichen Aufnahmeteil (3b, 4b stationären Aufnahmeteiles (3a, 4a) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, daß die Führungsmittel eine manuell lösbare Arre tieranordnung (7) aufweisen, die in der wenigstens einen Spannposition formschlüssig wirksam ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsmittel als Linearführung mit Führungsprofilen (5,6) an beiden Aufnahmeteilen (3a, 4a ; 3b, 4b) gestaltet sind, die teleskopförmig ineinanderschiebbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Aufnahmeteil (3a, 4a ; 3b, 4b) aus einem die Füh rungsprofile (5,6) aufweisenden Führungskörper (4a, 4b) und einem zum Aufziehen der Strumpfware vorgesehenen Trichterteil (3a, 3b) zusammengesetzt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder Antriebseinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsein heit (2) einen Linearstellantrieb (14,23,22) aufweist, der mit den Aufnahmeteilen (3a, 4a ; 3b, 4b) der Aufzieheinheit (1) in Wirkverbindung steht.
8. Vorrichtung oder Antriebseinheit nach Anspruch 7, da durch gekennzeichnet, daß als Linearstellantrieb ein Spindel trieb (14,23) vorgesehen ist, der mittels eines Elektromo tors (22) antreibbar ist.
9. Vorrichtung oder Antriebseinheit nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Linearstellantrieb stirn seitig einen Stützkolben (14) aufweist, der an einem korre spondierenden Stützteil (8,28) der Aufzieheinheit (1) abge stützt ist.
10. Vorrichtung oder Antriebseinheit nach einem der vorher gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die An triebseinheit (2) ein Gehäuse aufweist, das mit Stütz, Zen trierund/oder Führungsprofilierungen 17) ver sehen ist, und daß die Führungskörper (4a, 4b) der Aufzieh einheit (1) entsprechend korrespondierend abgestimmte Profi lierungen (24,29,30) aufweisen.
Description:
Vorrichtung zum Anziehen von Strumpfwaren und Antriebseinheit hlerfur Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anziehen von Strumpfwaren mit einer Aufzieheinheit für die Strumpfware, die zwei zwischen einer Ruheposition und wenigstens einer Spannposition über Führungsmittel relativ zueinander spreiz- bewegliche Aufnahmeteile aufweist.

Eine solche Vorrichtung zum Anziehen von Strumpfwaren ist aus der DE 42 28 916 C2 bekannt. Eine solche Vorrichtung ist als Anziehhilfe vor Kompressionsstrümpfe vorgesehen, deren Anle- gen für den jeweiligen Nutzer unabhängig davon, ob diese Kom- pressionsstrümpfe offene oder geschlossene Fußspitzen aufwei- sen, Schwierigkeiten bereitet. Die Anziehhilfe wird durch ei- ne Aufzieheinheit aus zwei halbschalenartigen Aufnahmeteilen gebildet, die relativ zueinander im Bereich ihrer halbbogen- förmigen Fußenden mit Hilfe von zwischen diesen Fußenden an- geordneten Verstelleinrichtungen längsbeweglich zueinander justierbar sind. Die Verstellung erfolgt manuell durch Ver- drehen von Stellmuttern oder Bajonettelementen. Zum Anziehen eines entsprechenden Kompressionsstrumpfes wird die Aufzieh- einheit auf einen Untergrund gestellt und der entsprechende Kompressionsstrumpf wird linksgewendet auf die halbschalenar- tig gegenüberstehenden Aufnahmeteile aufgezogen. Anschließend werden die Aufnahmeteile mittels der Verstelleinrichtungen unter Spannung des Kompressionsstrumpfes so weit aufge- spreizt, daß von oben her der entsprechende Nutzer mit seinem Fuß in den Fußabschnitt des Kompressionsstrumpfes zwischen den beiden Aufnahmeteilen einsteigen kann. Nachdem der Fußab- schnitt auf diese Art und Weise angelegt ist, kann der übrige Bereich des Kompressionsstrumpfes von den Aufnahmeteilen ab- gezogen und am Bein entlang nach oben gerollt oder hochgezo- gen werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die gegenüber dem Stand der Tech- nik ein weiter vereinfachtes, komfortableres Anziehen von Strumpfwaren ermöglicht.

Diese Aufgabe wird für eine Vorrichtung der eingangs genann- ten Art mit Stellmitteln zur Bewegung der Aufnahmeteile rela- tiv zueinander in die gewünschte Position dadurch gelöst, daß die Stellmittel Teil einer Antriebseinheit sind, die als von der Aufzieheinheit getrenntes Bauteil gestaltet ist, und daß die Aufzieheinheit mit der Antriebseinheit für eine Verstel- lung der Aufnahmeteile in die wenigstens eine Spannposition zeitweise lösbar verbindbar ist. Durch die Antriebseinheit ist es möglich, die Aufzieheinheit mit aufgezogener Strumpf- ware ohne manuellen Kraftaufwand schnell und einfach zu span- nen. Die Trennbarkeit zwischen der Aufzieheinheit und der An- triebseinheit ermöglicht eine einfache Bedienung und eine voneinander ortsunabhängige Funktion der Aufzieheinheit. So kann insbesondere auch eine Antriebseinheit zum Spannen von mehreren Aufzieheinheiten vorgesehen sein.

Die Aufgabe wird für eine Vorrichtung der eingangs genannten Art, die mit Arretierungsmitteln zur Sicherung der Aufnahme- teile relativ zueinander in der eingestellten Position verse- hen ist, auch dadurch gelöst, daß die Aufzieheinheit mit ei- ner Fußanordnung versehen ist, mittels der die Aufzieheinheit in einer für das Einsteigen eines anzuziehenden Fußes ergono- misch günstigen Schrägstellung auf einem Untergrund aufstell- bar ist. Dadurch wird das Einsteigen in den Fußabschnitt ei- nes Kompressionsstrumpfes oder einer anderen Strumpfware für den entsprechenden Nutzer erheblich vereinfacht, was insbe- sondere bei reduziert beweglichen Menschen Vorteile bietet.

In Ausgestaltung der Erfindung weisen die Führungsmittel eine manuell lösbare Arretieranordnung auf, die in der wenigstens einen Spannposition formschlüssig wirksam ist. Als Arretier- anordnung sind insbesondere Rasteinrichtungen vorgesehen, de- ren Rastelemente den korrespondierenden Führungsmitteln der Aufnahmeteile zugeordnet sind.

Als Strumpfwaren sind insbesondere Stütz-oder Kompressions- strümpfe mit und ohne Fußabschnitt, mit geschlossener oder offener Fußspitze oder auch Strumpfhosen oder anders gestal- tete Strümpfe vorgesehen.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Führungsmit- tel als Linearführung mit Führungsprofilen an beiden Aufnah- meteilen gestaltet, die teleskopförmig ineinanderschiebbar sind. Dies ist eine besonders einfache und sichere Ausgestal- tung, die eine Längsverschiebbarkeit der Aufnahmeteile zuein- ander gewährleistet.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist jeder Aufnahme- teil aus einem die Führungsprofile aufweisenden Führungskör- per und einem zum Aufziehen der Strumpfwaren vorgesehenen Trichterteil zusammengesetzt. Jeder Aufnahmeteil bildet somit eine Trichterhälfte, wobei die beiden Trichterhälften nicht identisch zueinander gestaltet sein müssen. Vorzugsweise sind die Trichterteile aus Stahldraht gebogen. Sie können jedoch auch halbschalenförmig ausgeführt sein. Die Führungskörper, die vorzugsweise im unteren Bereich des Aufnahmeteiles vorge- sehen sind, sind vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt und sind mit den Führungsprofilen versehen. Falls die Führungs- körper aus Kunststoff hergestellt und die Trichterteile als Drahtkonstruktion gestaltet sind, so weisen die Führungskör- per Aufnahmeprofilierungen zur sicheren Halterung und Fixie- rung der Trichterteile auf.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die An- triebseinheit einen Linearstellantrieb auf, der mit den Auf- nahmeteilen der Aufzieheinheit in Wirkverbindung steht. Ein solcher Linearstellantrieb kann insbesondere elektrisch, je- doch auch pneumatisch oder hydraulisch gestaltet sein.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der Linear- stellantrieb stirnseitig einen Stützkolben auf, der an einem korrespondierenden Stützteil der Aufzieheinheit abgestützt ist. Vorzugsweise ist der Stützteil der Aufzieheinheit im Be- reich der Fußanordnung der Aufzieheinheit vorgesehen, so daß die Fußanordnung eine Doppelfunktion übernehmen kann. Vor- teilhaft wird einer der beiden Aufnahmeteile an der An- triebseinheit stationär gehalten, während der andere mittels des Stützkolbens bewegt wird.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung, das anhand der Zeichnungen dargestellt ist.

Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anziehvorrichtung einschließlich einer Aufziehein- heit und einer Antriebseinheit in einer Ruheposi- tion, Fig. 2 die Anziehvorrichtung nach Fig. 1 aus einer anderen Perspektive, Fig. 3 die Anziehvorrichtung nach den Fig. 1 und 2 in einer Spannposition, Fig. 4 die Anziehvorrichtung nach den Fig. 1 bis 3 in der Spannposition nach Fig. 3, jedoch in anderer per- spektivischer Darstellung, Fig. 5 in perspektivischer Darstellung die kastenförmige Antriebseinheit der Anziehvorrichtung nach den Fig.

1 bis 4, Fig. 6 die Antriebseinheit nach Fig. 5, jedoch in um 180° verdrehter Perspektive und ohne Gehäuseaufsatz, Fig. 7 die Antriebseinheit nach den Fig. 5 und 6 in einem Längsschnitt, Fig. 8 die Aufzieheinheit der Anziehvorrichtung nach den Fig. 1 bis 4 in ihrer schräggestellten Funktionspo- sition, Fig. 9 die Aufzieheinheit nach Fig. 8 in ihrem Spannzu- stand, Fig. 10 die Aufzieheinheit nach Fig. 9 in teilweise ge- schnittener Darstellung, Fig. 11 einen Ausschnitt der Aufzieheinheit nach Fig. 10 in vergrößerter Darstellung, und Fig. 12 einen Teil der Aufzieheinheit nach den Fig. 8 bis 10 in perspektivischer Darstellung von unten.

Eine nachfolgend als Anziehhilfe bezeichnete Vorrichtung zum Anziehen von Strumpfwaren, insbesondere von Kompressions- strümpfen, weist eine Aufzieheinheit 1 sowie eine kastenför- mige Antriebseinheit 2 auf. Die Aufzieheinheit 1 ist auf die Antriebseinheit 2 in nachfolgend näher beschriebener Weise aufsetzbar, um in eine Spannposition überführt zu werden.

Die Aufzieheinheit 1 ist durch zwei nach oben abragende Trichterteile 3a, 3b gebildet, die jeweils halbtrichterartig gestaltet sind und einander derart zugeordnet sind, daß sie sich gemeinsam zu der trichterartigen Form ergänzen. Beide Trichterteile 3a, 3b sind durch jeweils eine stabile Stahldrahtkonstruktion gestaltet, wobei jeder Trichterteil 3a, 3b in einem oberen Bereich eine halbbogenförmige Krümmung aufweist, die in schräg nach unten und nach außen verlaufende Streben übergeht. Die Stützung des halbbogenförmigen Einführ- bereiches jedes Trichterteiles 3a, 3b erfolgt durch eine U- förmig gekrümmte Doppelstrebe, die sich nach unten fortsetzt.

Jeder Trichterteil 3a, 3b ist in seinem unteren Bereich mit jeweils einem aus Kunststoff bestehenden Führungskörper 4a, 4b formschlüssig verbunden. Jeder Führungskörper 4a, 4b ist an seinen gegenüberliegenden Außenseiten mit integrierten Führungsprofilen 5,6 versehen. Die gegenüberliegenden Füh- rungskörper 4a, 4b weisen derart wechselseitig zueinander korrespondierende Führungsprofile 5,6 auf, dal3 diese tele- skopförmig ineinandersteckbar sind. Dadurch wird eine Längs- verschiebbarkeit der beiden Aufnahmeteile 3a, 4a ; 3b, 4b der Aufzieheinheit 1 geschaffen. Wie anhand der Fig. 1 bis 4 so- wie 8 bis 12 erkennbar ist, ist der Aufzieheinheit 1 an einer Seite eine Fußanordnung in Form eines Stützfußes 8 zugeord- net, der mit dem Führungskörper 4b des einen Aufnahmeteiles fest verbunden ist und rechtwinklig zu dem Führungskörper 4b nach unten abragt. Beim Aufstellen der Aufzieheinheit 1 auf einem ebenen Untergrund befindet sich die Aufzieheinheit 1 somit in einer Schrägstellung, deren Winkel derart ausgelegt ist, daß ein ergonomisch besonders günstiger Einstieg eines Nutzers von oben her möglich ist.

Die Trichterteile 3a, 3b sind mittels entsprechender Streben- abschnitte im Bereich der Führungsprofile des jeweiligen Füh- rungskörpers 4a, 4b zwischen nach oben ragenden Stegaufnahmen 9 formschlüssig verrastet. Zusätzlich sind kreisbogenförmige Strebenabschnitte formschlüssig um Unterseiten der Führungs- profile der Führungskörper 4a, 4b herumgeführt.

Wie nachfolgend noch näher beschrieben werden wird, wird die Aufzieheinheit 1 mit der Unterseite der beiden Führungskörper 4a, 4b derart auf den Gehäusekasten der Antriebseinheit 2 aufgesetzt, daß ein Aufnahmeteil 3a, 4a oder 3b, 4b stationär auf dem Gehäusekasten gehalten wird und der andere Aufnahme- teil 3b, 4b oder 3a, 4a durch die Antriebseinheit 2 entspre- chend relativ zu dem anderen Aufnahmeteil längsverschoben wird. Um eine sichere Positionierung der Aufzieheinheit 1 auf der Antriebseinheit 2 zu gewährleisten, sind zum einen an der Unterseite der Führungskörper 4a, 4b im Bereich der außensei- tigen Führungsprofile Führungsstege 30 vorgesehen, die in Längsrichtung der Aufzieheinheit 1 ausgerichtet sind. Zudem ist zentral an der Unterseite jedes Führungskörpers 4a, 4b eine Zentrieranordnung 29 in Form einer balligen Ausbuchtung vorgesehen. Jede ballige Ausbuchtung 29 weist an einer zum anderen Führungskörper 4a, 4b hin gewandten inneren Stirnsei- te eine Anschlagfläche auf, die mit einer kreisförmigen Auf- nahme 24 für die Aufnahme eines als Stütz-und Zentrierprofi- lierung dienenden Haltestiftes 17 der Antriebseinheit 2 ver- sehen ist.

Die Antriebseinheit 2 weist gemäß den Fig. 5 bis 7 einen Ge- häuseaufsatz auf, der abnehmbar ist und den Zugang zum Ge- häuseinneren und damit zu den Antriebsfunktionselementen er- möglicht. Der Gehäuseaufsatz ist kastenförmig gestaltet und weist an seiner Oberseite (Fig. 5) auf einer Seite als Zen- triermittel, d. h. als Zentrierprofilierung eine Einbuchtung 11 und auf der anderen Seite eine korrespondierende, als Zen- tier-und Stützprofilierung dienende Einbuchtung 10 auf, die zudem mit einem kuppelartig gewölbten Absatz in Funktion ei- ner Stützprofilierung versehen ist. Der kuppelartig und damit schalenartig gewölbte Absatz der Einbuchtung 10 ist durch eine Stützrippenstruktur 16 vom Gehäuseinneren aus abge- stützt, die stabil mit dem Gehäuseboden, der auch die An- triebsfunktionselemente trägt, verbunden ist. Die Stützrip- penstruktur 16 dient zur Abstützung der mit, dem Haltestift 17 versehenen Stirnseite, um bei stärkeren Kräften von vorne her aufgrund der aufgesetzten Aufzieheinheit 1 Beschädigungen zu vermeiden. Eine Stirnseite der Stützrippenstruktur 16 ist mit dem zuvor bereits angesprochenen Haltestift 17 versehen, der stirnseitig aus dem Absatz der Zentriermittel 10 herausragt.

Der Haltestift 17 greift in die korrespondierende Aufnahme 24 der stirnseitigen Anschlagfläche an der Unterseite des jewei- ligen Führungskörpers 4a, 4b ein. Dadurch wird ein Axialan- schlag für den jeweiligen Führungskörper der Aufzieheinheit 1 geschaffen. Zudem weist die Oberseite des Gehäuseaufsatzes als Führungsprofilierungen längsverlaufende Führungsnuten 15 auf, in die die Führungsstege 30 an den Unterseiten der Füh- rungskörper 4a, 4b der Aufzieheinheit 1 einsetzbar sind.

Die zur Antriebseinheit 2 gewandte Innenseite des Stützfußes 8 der Aufzieheinheit 1 ist in seiner Funktion als Stützteil mit einer zentral angeordneten Zentrieraufnahme 28 versehen, in die ein korrespondierend geformtes Stirnende 14 eines Stellkolbens der Antriebseinheit 2 eingreift. Der Stellkolben bildet von seiner Funktion her eine Stellmutter eines Spin- deltriebes, der auf einer drehbeweglich gelagerten Gewinde- spindel 23 sitzt (Fig. 7). Dieser Spindeltrieb ist Teil des Linearstellantriebes der Anziehvorrichtung. Die Gewindespin- del 23 wird mittels einer nicht näher bezeichneten Getriebe- einheit über einen Elektromotor 22 angetrieben, der ebenfalls in dem Gehäuse der Antriebseinheit 2 integriert ist. Um eine Verdrehung des Stellkolbens zu vermeiden, ist dieser mit seitlichen Führungsstegen 20 versehen, denen gehäuseseitig korrespondierende Stützführungen 21 zugeordnet sind. Die seitlichen Führungsstege 20 sind an definierte-Stellen mit Aussparungen versehen, die zur Betätigung von Endschaltern 18 dienen, die den Linearstellantrieb betätigen. Die Endschalter 18 sind zum einen für die Ruheposition der Aufzieheinheit 1 und zum anderen für zwei unterschiedliche Spannpositionen der Aufzieheinheit 1 vorgesehen. Die Endschalter 18 zur Schaltung des Elektromotors 22 des Linearstellantriebes sind zudem so gestaltet, daß der Stellkolben einschließlich seines Stirnen- des 14 nach Erreichen der jeweiligen Spannposition und nach dem nachfolgend noch beschriebenen Einrasten der Arretieran- ordnung 7 der Aufzieheinheit 1 um einen gewissen Betrag wie- der in Richtung der Ruheposition zurückbewegt wird, um die Aufzieheinheit 1 für ein Abheben nach oben freizugeben. Zur Steuerung des Elektromotors 22 ist eine elektronische Steuer- einheit 19 vorgesehen, die verschiedene, auf einer Platine angeordnete Elektronikelemente aufweist. Neben einem Ein/Aus- schalter 13 (Fig. 5) für das Netzteil sind zudem zwei Schal- ter 12 vorgesehen, von denen der eine die Spannposition vor- gibt und der andere den Elektromotor einschaltet.

Die Aufzieheinheit 1 weist zwei Arretieranordnungen 7 auf, die auf jeder Seite jeweils einer Führungsprofilanordnung 5, 6 zugeordnet sind. Dabei ist das innere, rohrförmige Füh- rungsprofil 6 jeweils an einem Führungskörper 4a, 4b von dem zugehörigen Kunststoffbauteil starr ummantelt, während die Ummantelung im Bereich der Arretieranordnung 7 des anderen Führungskörpers 4a, 4b unter Bildung des äußeren Führungspro- files 5 eine gleitbewegliche Verschiebung des inneren Füh- rungsprofiles 6 durch eine oder mehrere Lagerbuchsen A aus gleitfähigem Material zuläßt. Die Arretieranordnungen 7 sind derart positoniert, daß sie auf Höhe des jeweiligen Stirnen- des 26 (Fig. 10 und 11) jedes innenseitigen Führungsprofiles (6) in den beiden Spannpositionen positioniert sind. Die Ar- retieranordnung 7 weist beim dargestellten Ausführungsbei- spiel zwei Raststifte 25 auf, die nach innen federbelastet sind. Die Raststifte 25 sind in einem Gehäuseteil radial zu der Längsachse der Führungsprofile 6 an den äußeren Führungs- profilen 5 des jeweiligen Führungskörpers 4a, 4b mit Hilfe einer Halteschraube 27 festgelegt. Zum Lösen der Raststifte 25 ist ein nicht näher bezeichneter Betätigungsschieber vor- gesehen, der ein manuelles Lösen der Verrastung ermöglicht.

Für das Anziehen eines entsprechenden Kompressionsstrumpfes Für das Anziehen eines entsprechenden Kompressionsstrumpfes wird der Kompressionsstrumpf zunächst auf die in ihrer Ruhe- position befindliche Aufzieheinheit 1 separat von der An- triebseinheit gemäß Fig. 8 oder auch in ihrer auf der An- triebseinheit 2 aufgesetzten Position gemäß Fig. 1 linksge- wendet aufgezogen und gerafft, bis der Fußabschnitt und ins- besondere die Fußspitze im Bereich des oberen, halbbogenför- migen Bereiches jedes Trichterteiles positioniert ist. Nun wird die Aufzieheinheit 1, falls sie nicht ohnehin bereits auf der Antriebseinheit positioniert ist, auf den Gehäuseauf- satz der Antriebseinheit 2 so aufgesetzt, daß die Zentrier-, Führungs-und Stützmittel 10,11,15 ; 30,24,29,17 ineinan- dergreifen und das Stirnende 14 des Stellkolbens auf Höhe der Zentrieraufnahme 28 des Stützfußes 8 positioniert ist. Nun wird der Linearstellantrieb in Bewegung versetzt, wodurch der Stellkolben mit seinem Stirnende 14 den Stützfuß 8 und damit den zugehörigen Führungskörper 4b gegen die elastische Span- nugn des aufgezogenen Kompressionsstrumpfes unter Aufweitung und Aufspreizung des Kompressionsstrumpfes je nach gewünsch- ter Stellposition bis in die erste oder bis in die zweite Spannposition überführt. Bei Erreichen der jeweiligen Spann- position rastet der jeweilige Federstift 25 der Arretieran- ordnung 7 hinter dem Stirnende 26 des Führungsprofiles 6 des stationär gehaltenen Aufnahmeteiles 3a, 4a ein. Dies erfolgt vorzugsweise auf beiden Seiten, so daß beide Arretieranord- nungen 7 eine entsprechende Rastposition hinter den Stirnen- den 26 der Führungsprofile 6 einnehmen. Durch die elastische Spannung des Kompressionsstrumpfes wird die Aufzieheinheit 1 sicher in dieser Position gehalten. Nun wird die Aufziehein- heit 1 vorteilhaft von der Antriebseinheit 2 abgenommen und auf einem ebenen Untergrund abgestellt, wodurch sie ihre Schrägstellung gemäß den Fig. 9 und 10 einnimmt. Der entspre- chende Nutzer kann nun mit seinem Fuß in die erweiterte Öff- nung zwischen den halbbogenförmigen Bereichen der Trichter- teile 3a, 3b und damit in die Fußspitze des Kompressi- onsstrumpfes einsteigen und seinen Fuß nach unten drücken, wodurch zwangsläufig der aufgeraffte Kompressionsstrumpf sich an den Fuß über einen Teil des Unterschenkels anlegt. Durch ein Abziehen des verbleibenden Teiles des Kompressionsstrump- fes von den beiden Trichterteilen 3a, 3b nach oben kann an- schließend der Kompressionsstrumpf vollständig angelegt wer- den.