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Title:
DEVICE FOR RAISING OR LOWERING A STRUCTURE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/198464
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for raising or lowering a structure that is mounted on supports (S) such that it can move vertically, wherein the structure has motor-driven pinions (3, 4) that are engaged with gear racks (1, 2) arranged on the supports, wherein multiple pinions (3, 4) are connected to a common drive (5) via distribution and compensation gearboxes (7a, 7b, 107a, 107b), in such a way that the drive power of the drive (5) is evenly distributed on the connected pinions (3, 4), and wherein the distribution and compensation gearboxes (7a, 7b, 107a, 107b) comprise at least one planetary gearbox and the driving of the pinions occurs via different output shafts of the planetary gearbox (7a, 7b, 107a, 107b). In particular, the planetary gearbox has two coaxially consecutively connected planetary gears (7a, 7b; 107a, 107b; 207a, 207b; 307a, 307b), which are connected to one another via common coaxially continuous planetary wheel carriers (27, 127, 227, 327), wherein coaxially adjacent planetary wheels (27a, 27b; 127a, 127b; 227a, 227b; 327a, 327b) are rotationally fixed to one another.

Inventors:
BRINCK, Peter (Rodachweg 1, Schweinfurt, 97422, DE)
WOHLLEBER, Florian (Bergstr. 5, Trailsdorf, 91352, DE)
Application Number:
EP2017/060514
Publication Date:
November 23, 2017
Filing Date:
May 03, 2017
Export Citation:
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Assignee:
DHHI GERMANY GMBH (Hauptbahnhofstraße 2, Schweinfurt, 97424, DE)
International Classes:
E02B17/08; B66F3/02; F16H1/46; F16H19/04; F16H37/04; F16H48/10
Attorney, Agent or Firm:
URLICHS, Stefan et al. (Lemcke Brommer & Partner Patentanwälte Partnerschaft mbB, Siegfried-Kühn-Strasse 4, Karlsruhe, 76133, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Vorrichtung zum Heben oder Senken einer Struktur, die vertikal verfahrbar an Stützen (S) gelagert ist, wobei die Struktur motorisch angetriebene Ritzel (3, 4) aufweist, die in Eingriff stehen mit an den Stützen angeordneten Zah nstangen (1 , 2), wobei mehrere Ritzel (3, 4) über Verteil- und Ausgleichsgetriebe (7a, 7b, 1 07a, 1 07b, 207a, 307a, 307b, 407a, 407b, 507a, 507b, 607a, 607b) an einen gemeinsamen Antrieb (5) angeschlossen sind , derart, dass sich die Antriebsleistung des Antriebes (5) gleichmäßig auf die angeschlossenen Ritzel (3, 4) verteilt, und wobei die Verteil- und Ausgleichsgetriebe (7a, 7b, 1 07a, 1 07b, 207a, 307a, 307b, 407a, 407b, 507a, 507b, 607a, 607b) zumindest ein Planetenradgetriebe (7a, 7b, 1 07a, 1 07b, 207a, 307a, 307b, 407a, 407b, 507a, 507b, 607a, 607b) umfassen und der Antrieb der Ritzel (3, 4) durch unterschiedliche Ausgangswellen (28, 29; 1 37, 129, 237, 229; 429, 529) des Planetenradgetriebes (7a, 7b, 1 07a, 1 07b, 207a, 307a, 307b, 407a , 407b, 507a, 507b, 607a, 607b) erfolgt,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Planetenradgetriebe (7a, 7b, 1 07a, 1 07b, 207a, 307a, 307b, 407a, 407b, 507a, 507b, 607a, 607b) zwei koaxial hintereinander geschaltete Planetenstufen (7a, 7b; 1 07a, 1 07b; 207a, 207b; 307a, 307b; 407a, 407b; 507a , 507b; 607a, 607b) aufweist, die durch gemeinsame koaxial durchlaufende Planetenradträger (28 , 128, 228, 328, 428, 528, 628) miteinander verbunden sind , wobei koaxial benachbarte Planetenräder (27a, 27b; 127a, 127b; 227a, 227b; 327a, 327b; 427a, 427b; 527a, 527b; 627a, 627b) drehfest miteinander verbunden sind .

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb eines ersten der Ritzel (3) durch das Sonnenrad (1 7b) und der Antrieb eines zweiten der Ritzel (4) durch den Planetenradträger (28) erfolgt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die abtriebseitige Planetenstufe (7b) ohne äußeres Hohlrad ausgebildet ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 1 , 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der antriebseitigen Planetenstufe (7a) über ihr Sonnenrad (1 7a) erfolgt.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb eines ersten der Ritzel (3, 4) durch den Planetenradträger (128) und der Antrieb eines zweiten der Ritzel (3, 4) durch ein die Planeten räder (127b) umgebendes Hohlrad (1 1 7b) erfolgt.

6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die abtriebseitige Planetenstufe (1 07b) ohne Sonnenrad ausgebildet ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 1 , 5 oder 6, dadurch geken nzeichnet, dass der Antrieb der antriebseitigen Planetenstufe (1 07a) über ihr Hohlrad (1 1 7a) erfolgt.

8. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass beide Planetenstufen (207a, 207b) ein Sonnenrad (21 7a, 21 7b) aufweisen und dass ein Sonnenrad (21 7a) das eine Ritzel (3), das andere Sonnenrad (21 7b) das andere Ritzel (4) antreibt.

9. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die abtriebseitige Planetenstufe (207b) ohne Hohlrad ausgebildet ist.

1 0. Vorrichtung nach Anspruch 1 , 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der antriebseitigen Planetenstufe (207a, 307a) über ihren Planetenradträger (228, 328) erfolgt.

1 1 . Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass beide Planetenstufen (307a, 307b) ein Hohlrad (31 7a, 31 7b) aufweisen und dass ein Hohlrad (31 7a) das eine Ritzel (4), das andere Hohlrad (31 7b) das andere Ritzel (3) antreibt.

12. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die abtriebseitige Planetenstufe (307b) ohne Sonnenrad ausgebildet ist.

1 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 , 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der antriebseitigen Planetenstufe (307a) über ihren Planetenradträ- ger (328) erfolgt.

14. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb eines ersten der Ritzel (3 , 4) durch das Sonnenrad (41 7b) und der Antrieb eines zweiten der Ritzel (3, 4) durch das Hohlrad (41 7a) erfolgt.

1 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Planetenstufe (407a) ohne Sonnenrad , die andere Planetenstufe (407b) ohne Hohlrad ausgebildet ist.

1 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 , 14 oder 1 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der antriebseitigen Planetenstufe (407a) über ihren Planetenradträ- ger (428) erfolgt.

1 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der antriebseitigen Planetenstufe (507a) über ihr Hohlrad (51 7a) erfolgt.

1 8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der antriebseitigen Planetenstufe (607a) über ihr Sonnenrad (61 7a) erfolgt.

Description:
Vorrichtung zum Heben oder Senken einer Struktur

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Heben oder Senken einer Struktur, die vertikal verfahrbar an Stützen gelagert ist, wobei die Struktur motorisch angetriebene Ritzel aufweist, die in Eingriff stehen mit an den Stützen angeordneten Zahnstangen , wobei mehrere Ritzel über Verteil- und Ausgleichsgetriebe an einen gemeinsamen Antrieb angeschlossen sind , derart, dass sich die Antriebsleistung des Antriebes gleichmäßig auf die angeschlossenen Ritzel verteilt, und wobei die Verteil- und Ausgleichsgetriebe zumindest ein Planetenradgetriebe umfassen und der Antrieb der Ritzel durch unterschiedliche Ausgangswellen des Planetenradgetriebes erfolgt.

Derartige H ubvorrichtungen werden bevorzugt bei Offshore-Plattformen und bei Errichterschiffen für Windkraftanlagen auf See eingesetzt, die jeweils mit vertikal verfahrbaren Stützen ausgestattet sind . Diese Stützen lassen sich auf den Meeresgrund absenken , so dass sich die Offshore-Plattform bzw. das Schiff aus dem Wasser heraus in eine gewünschte Arbeitsposition anheben lässt.

Eine H ubvorrichtung mit den eingangs genannten Merkmalen ist durch die EP 1 .848.655 A1 bekannt geworden . Dabei werden zwei Ritzel , die mit zwei an derselben Stütze angeordneten Zahnstangen in Eingriff stehen , von einem gemeinsamen Motor angetrieben , wobei die gleichmäßige Aufteilung der Antriebsleistung auf die beiden Ritzel durch ein spezielles Ausgleichsgetriebe realisiert wird . Dieses Ausgleichsgetriebe besteht im bekannten Fall aus einem Planeten- raddifferential, dessen Sonnenrad mit dem motorischen Antrieb in Verbindung steht, während der Planetenträger an eines der beiden anzutreibenden Ritzel angeschlossen ist. Das andere Ritzel wird hingegen über ein zwischengeschaltetes Zahnrad von dem Hohlrad des Planetengetriebes angetrieben . Auf diese Weise bewirkt das Planetengetriebe, dass beide Ritzel mit der gleichen Antriebsleistung beaufschlagt werden und Unterschiede in der Zahnteilung oder in der Steifigkeit der einzelnen Antriebsstränge, Fertigungstoleranzen und andere Phänomene ausgeglichen werden .

Allerdings erfolgt bei diesem bekannten Antrieb keine Trennung zwischen der Ü bersetzungsfunktion , der Verteilungsfunktion und der Ausgleichsfunktion . I n sbesondere muss bei dieser Lösung in Kauf genommen werden, dass bei Ausfall eines der beiden einem Ritzel zugeordneten Antriebsstranges der gesamte Antrieb ausfällt. Dadurch können die verbleibenden Antriebe überlastet werden .

Erschwerend kommt hinzu , dass ein derartiger Ausfall sich auch auf die Bremswirkung auswirkt, wenn die Bremse - wie meist üblich - auf der Antriebsseite angeordnet ist.

Es ist deshalb in der noch nicht veröffentlichten DE 1 0 201 5 001 707 A1 vorgeschlagen worden , den Ritzeln jeweils ein Getriebe vorzuschalten und diese Getriebe zur Freisetzung jeweils einer Reaktionskraft ganz oder teilweise beweglich zu lagern und zwischen beiden Getrieben ein Koppelelement vorzusehen , derart, dass die genannten Reaktionskräfte gegensinnig aufeinander einwirken . Die an den vorgeschalteten Getrieben auftretenden Reaktionskräfte werden also nicht von einer starren Basis aufgenommen , sondern sie werden gegensinnig eingeleitet, so dass sich die beiden Getriebe gegenseitig aneinander abstützen und dadurch einen Ausgleich zwischen den beiden Antriebssträngen bewirken , in dem eine einseitige Ü berlastung synchron zu einer Mitbelastung des anderen Getriebes führt.

Ausgehend von den beiden beschriebenen bekannten Konstruktionen liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, die gewünschte gleichmäßige Aufteilung der Antriebsleistung durch eine kostengünstigere Getriebe- Konstruktion zu realisieren .

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Planetenradge- triebe zwei koaxial hintereinander geschaltete Planetenstufen aufweist, die durch gemeinsame, koaxial durchlaufende Planetenradträger miteinander ver- bunden sind , wobei koaxial benachbarte Planetenräder drehfest miteinander verbunden sind .

Die angestrebte gleichmäßige Aufteilung der Antriebsleistung auf mehrere Ritzel wird also ohne die in der DE 1 0 201 5 001 707 A1 beschriebene bewegliche Lagerung der Getriebe und ohne ihre gegensinnige Anlenkung an ein Koppelelement verwirklicht, wodurch sich erhebliche Kostenvorteile und gleichzeitig auch eine kompaktere Bauweise ergeben . Der Vorteil gegenüber der EP 1 848 655 besteht darin , dass man eine höhere Ü bersetzung des Planetengetriebes erreicht und dadurch zusätzliche Stirnradstufen eingespart werden können ; außerdem kann das Planetengetriebe wahlweise ohne Hohlräder oder ohne Sonnenräder ausgebildet sein .

Der Antrieb der beiden , derselben Stütze zugeordneten Ritzel kann wahlweise von folgenden Ausgangswellen der Planetenstufen abgeleitet werden , nämlich entweder von einem Sonnenrad oder von einem Hohlrad oder von einem Plane- tenradträger.

Erfolgt der Antrieb der Ritzel einerseits durch das Sonnenrad , andererseits durch den Planetenradträger, so wird zweckmäßig das Sonnenrad und der Pla- netenradträger der abtriebseitigen Planetenstufe herangezogen . Dabei kann zu mindest bei der abtriebseitigen Planetenstufe auf ein äußeres Hohlrad verzichtet werden .

Der Antrieb der antriebseitigen Planetenstufe kann zweckmäßig über ihr Sonnenrad erfolgen . Es liegt aber gleichermaßen im Rahmen der Erfindung, den Antrieb der antriebsseitigen Planetenstufe über ein äußeres Hohlrad einzuleiten .

Erfolgt hingegen der Antrieb der beiden Ritzel durch den Planetenradträger einerseits und durch ein Hohlrad andererseits, so kann sowohl hinsichtlich des Planetenradträgers wie auch hinsichtlich des Hohlrades auf die abtriebseitige Planetenstufe zurückgegriffen werden . Zumindest die abtriebseitige Planetenstufe kann dabei ohne Sonnenrad ausgebildet sein . Der Antrieb der antriebsseitigen Planetenstufe erfolgt zweckmäßig über ihr Hohlrad .

Alternativ besteht auch die Möglichkeit, dass beide Planetenstufen ein Sonnenrad aufweisen und dass das eine Sonnenrad das eine Ritzel , das andere Sonnenrad das andere Ritzel antreibt. Dabei kann zumindest die abtriebseitige Planetenstufe ohne Hohlrad ausgebildet werden .

Der Antrieb der antriebsseitigen Planetenstufe erfolgt zweckmäßig über ihren Planetenradträger, ist aber auch auf andere Weise möglich .

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass beide Planetenstufen ein Hohlrad aufweisen und dass das eine Hohlrad das eine Ritzel , das andere Hohlrad das andere Ritzel antreibt. I n diesem Fall kann zumindest bei der abtriebseitigen Planetenstufe auf das Sonnenrad verzichtet werden .

Der Antrieb der antriebsseitigen Planetenstufe erfolgt hier zweckmäßig über ihren Planetenradträger, kann aber auch auf andere Weise erfolgen .

Schließlich besteht auch die Möglichkeit, dass der Antrieb der Ritzel durch das Sonnenrad einerseits und durch das Hohlrad andererseits erfolgt. Dabei kann auf das Sonnenrad der abtriebseitigen Planetenstufe und auf das Hohlrad der antriebsseitigen Planetenstufe zurückgegriffen werden , sodass die eine Planetenstufe ohne Sonnenrad , die andere Planetenstufe ohne Hohlrad auskommt.

Der Antrieb der antriebsseitigen Planetenstufe kann in diesem Fall über ihren Planetenradträger erfolgen .

Die dargestellten Alternativen zeigen , dass die beiden Planetenstufen den gleichen Aufbau aufweisen können , also entweder mit Sonnenrad oder mit Hohlrad . Dies ist aber keineswegs zwingend , denn auch ungleiche Planetenstufen können kombiniert werden , also beispielsweise eine Planetenstufe, die ein Sonnenrad aufweist und eine damit kombinierte Planetenstufe, die ein Hohlrad aufweist. Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und aus der Zeichnung; dabei zeigt

Figur 1 eine schematische Prinzipdarstellung des Antriebes zweier Ritzel gemäß einer ersten Alternative;

Figur 2 eine schematische Prinzipdarstellung des Antriebes zweier Ritzel gemäß einer zweiten Alternative;

Figur 3 eine schematische Prinzipdarstellung des Antriebes zweier Ritzel gemäß einer dritten Alternative;

Figur 4 eine schematische Prinzipdarstellung des Antriebes zweier Ritzel gemäß einer vierten Alternative;

Figur 5 eine schematische Prinzipdarstellung des Antriebes zweier Ritzel gemäß einer fünften Alternative;

Figur 6 eine schematische Prinzipdarstellung des Antriebes zweier Ritzel gemäß einer sechsten Alternative und

Figur 7 eine schematische Prinzipdarstellung des Antriebes zweier Ritzel gemäß einer siebten Alternative.

I n allen genannten Figuren erkennt man am rechten Rand eine vertikal verlaufende Stütze S, die an ihren beiden gegenüberliegenden Flanken als Zahnstange 1 bzw. 2 ausgebildet ist. Zumindest drei derartige Stützen sind an der zur tragenden Struktur - sei es eine Plattform oder ein Schiffsrumpf - vertikal verfahrbar gelagert und stehen mit ihrem unteren Ende auf dem Meeresboden oder einer Schwimmboje. I m Ergebnis tragen diese Stützen also das gesamte Gewicht der genannten Struktur und sind dementsprechend massiv ausgefü hrt. Um die Hohenverstellbarkeit zu realisieren , steht die Struktur jeweils über zu mindest zwei Ritzel 3 bzw. 4 mit den Zahnstangen 1 bzw. 2 jeder Stütze S in Eingriff.

Beide Ritzel 3 und 4 haben einen gemeinsamen Antrieb in Form eines Motors 5 und dieser Motor 5 ist über ein U ntersetzungsgetriebe 6 und ein Planetenradge- triebe an die Ritzel 3 bzw. 4 angeschlossen , wobei weitere Getriebestufen 8 bzw. 9 , meist in Form von Untersetzungsstufen , zwischengeschaltet sein können . I nsoweit wird voll inhaltlich auf die EP 1 848 655 A1 Bezug genommen .

Wesentlich ist nun die Ausbildung des Planetengetriebes mit einer antriebseiti- gen Planetenstufe 7a und einer abtriebseitigen Planetenstufe 7b: Die beiden Planetenstufen 7a und 7b sind koaxial miteinander kombiniert und bestehen in Figur 1 jeweils aus einem Sonnenrad 1 7a bzw. 1 7b, auf dem drei Planetenräder 27a bzw. 27b umlaufen . Die Planetenräder 27a und 27b sind paarweise koaxial angeordnet und auf koaxial durchlaufenden Lagerbolzen 27 eines Planetenträgers 28 gelagert. Dabei sind koaxial benachbarte Planetenräder 27a und 27b drehfest miteinander verbunden . Sie rotieren also mit gleicher Drehzahl auf ihren zugeordneten Lagerbolzen 27. Auf diese Weise wird das in das Sonnenrad 1 7a eingeleitete Antriebsmoment übertragen auf das Sonnenrad 1 7b der abtriebseitigen Planetenstufe 7b einerseits und auf den Planetenträger 28 andererseits. Der Planetenträger 28 ist an eine koaxiale Hohlwelle 28a angeschlossen .

Der Antrieb des Ritzels 3 erfolgt durch das Sonnenrad 1 7b der abtriebseitigen Planetenstufe 7b, das mit einer zentralen Welle 29 durch die Hohlwelle 28a hindurchläuft und über das U ntersetzungsgetriebe 8 mit dem Ritzel 3 in Verbindung steht.

Demgegenüber erfolgt der Antrieb des anderen Ritzels 4 durch den die beiden Planetenstufen durchquerenden Planetenradträger 28, indem dieser an eine Hohlwelle 28a angeschlossen und über ein U ntersetzungsgetriebe 9 mit dem Ritzel 4 verbunden ist. Auf diese Weise wird d ie Antriebsleistung des Motors 5 gleichmäßig auf die Ritzel 3 und 4 übertragen , ohne dass fertigungsbedingte oder betriebsbedingte einseitige Mehrbelastungen eines Ritzels gegenüber dem anderen Ritzel auftreten können .

Wie man sieht, arbeiten die beiden Planetenradgetriebe 7a und 7b ohne ein äußeres Hohlrad , sie sind dadurch kostengünstig herstellbar und bauen sehr kompakt.

Figu r 2 zeigt eine Alternativlösung, bei der die beiden Planetenstufen mit den Bezugszeichen 1 07a und 1 07b markiert sind . Wie man sieht, wirkt hier der Motor 5 nicht auf ein Sonnenrad , sondern auf ein Hohlrad 1 1 7a der ersten , antrieb- seitigen Planetenstufe 1 07a ein . I n diesem Hohlrad kämmen wiederum drei Planetenräder 127a, die ebenso wie in Figur 1 auf drei axialen Lagerbolzen 127 eines Planetenträgers 128 gelagert und drehfest mit koaxial benachbarten Planetenrädern 127b der abtriebseitigen Planetenstufe 1 07b verbunden sind .

Ein weiterer U nterschied zu Figur 1 besteht darin , dass der Planetenträger 128 nicht an eine Hohlwelle, sondern an eine zentrale Welle 129 angeschlossen ist, die ihrerseits über die U ntersetzungsstufe 8 das Ritzel 3 antreibt.

Demgegenüber erfolgt der Antrieb des anderen Ritzels 4 über das Hohlrad 1 1 7b der abtriebseitigen Planetenstufe 1 07b. Dazu ist das Hohlrad 1 1 7b an eine Hohlwelle 1 37 angeschlossen , die koaxial die Welle 129 übergreift und über die U ntersetzungsstufe 9 das Ritzel 4 antreibt.

Die Aufteilung der Antriebsleistung durch die Planetenstufen 1 07a und 1 07b gewährleistet auch hier eine gleichmäßige Drehmoment-Beaufschlagung der Ritzel 3 und 4 unter Ausschluss einseitiger Ü berlastung.

Man sieht in Figur 2, dass die beiden Planetenstufen 1 07a und 1 07b kein Sonnenrad benötigen ; dementsprechend reduzieren sich auch hier die Herstellungskosten des Antriebs gegenüber einem vollständigen Planetenradgetriebe. Figur 3 zeigt eine dritte Alternative für die Ausbildung der Planetenstufen , die hier mit den Bezugszeichen 207a und 207b bezeichnet sind .

Wesentlich dabei ist, dass der Motor 5 nicht auf ein Sonnenrad oder ein äußeres Hohlrad der antriebsseitigen Planetenstufe 207a, sondern stattdessen auf einen Planetenradträger 228 einwirkt. Dieser Planetenradträger hat wieder drei in Um- fangsrichtung beabstandete Lagerbolzen 227, auf denen die Planetenräder 227a der ersten Planetenstufe wie auch die Planetenräder 227b der zweiten Planetenstufe drehbar gelagert sind . Auch hier sind koaxial benachbarte Planetenräder drehfest miteinander verbunden .

Mit den Planetenrädern 227a der antriebsseitigen Planetenstufe steht ein Sonnenrad 21 7a in Eingriff. Dieses Sonnenrad treibt über eine zentrale Welle 229 das Ritzel 3 an .

Demgegenüber stehen die Planetenräder 227b der zweiten Planetenstufe mit einem Sonnenrad 21 7b in Eingriff und dieses Sonnenrad treibt über eine Hoh lwelle 237 und weitere U ntersetzungsstufen 8 und 9 das Ritzel 4 an .

Beide Planetenstufen 207a und 207 b benötigen keine äußeren Hohlräder.

Eine vierte Alternative ist in Figur 4 dargestellt. Dabei sind die beiden Planetenstufen mit 307a bzw. 307b bezeichnet. Der Antrieb der ersten Planetenstufe 307a erfolgt wie in Figur 3 über den Planetenradträger, der hier mit dem Bezugszeichen 328 bezeichnet ist. An ihm sind ebenso wie in Figur 3 die Planetenräder 327a und 327b für beide Planetenstufen verdrehbar gelagert. Ebenso sind auch hier koaxial benachbarte Planetenräder drehfest miteinander verbu nden .

I m U nterschied zu Figur 3 kämmen die Planetenräder aber nicht mit zentralen Sonnenrädern , sondern stattdessen mit einem Hohlrad 31 7a der ersten Planetenstufe bzw. einem Hohlrad 31 7b der zweiten , also der abtriebseitigen Planetenstufe. Auf diese Weise wird das vom Motor 5 erzeugte Antriebsmoment aufgeteilt auf das äußere Hohlrad 31 7a der ersten Planetenstufe einerseits und auf das Hohlrad 31 7b der zweiten Planetenstufe andererseits. Folgerichtig treibt das Hohlrad 31 7a der ersten Planetenstufe 307a über weitere Untersetzungsstufen das Ritzel 4 , wogegen das äußere Hohlrad 31 7b der zweiten Planetenstufe 307b das Ritzel 3 antreibt. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 kann in beiden Planetenstufen auf ein Sonnenrad verzichtet werden .

Figur 5 zeigt eine fünfte Alternative. Dabei erfolgt der Antrieb der beiden Ritzel 3 und 4 durch das Sonnenrad 41 7b bzw. durch das Hohlrad 41 7a. I m Ausfü h- rungsbeispiel wird dabei das Sonnenrad 41 7b der zweiten Planetenstufe 407b und das Hohlrad 41 7a der ersten Planetenstufe 407a herangezogen .

Der Antrieb seitens des Motors 5 erfolgt nach der üblichen U ntersetzungsstufe 6 über den Planetenradträger 428. Er treibt einerseits das Hohlrad 41 7a der ers- ten Planetenstufe, andererseits das Sonnenrad 41 7b der zweiten Planetenstufe an .

Die Figuren 6 und 7 zeigen insbesondere, dass die in den Figuren 1 und 2 da rgestellten Antriebsvarianten für die beiden Ritzel 3 und 4 mit anderen Antrieben für die antriebseitige Planetenstufe kombiniert werden können .

So erfolgt in Figur 6 der Antrieb der beiden Ritzel 3 und 4 ähnlich wie in Figur 1 einerseits über den Planetenradträger 528, dessen zentrale Welle 529 durchläuft zum Zahnrad 3, andererseits durch ein Sonnenrad 51 7b, das über eine die Welle 529 umgebende H ülse 528a über eine mehrstufige Verzahnung 509 das andere Ritzel 4 antreibt. Dabei wird jedoch im Unterschied zu Figur 1 die antriebseitige Planetenstufe 507a nicht über ihr Sonnenrad , sondern stattdessen über ihr Hohlrad 51 7a vom Motor 5 angetrieben . Das Sonnenrad in der antrieb- seitigen Planetenstufe 51 7a kann daher entfallen und entsprechend kann in der zweiten Planetenstufe 507b das äußere Hohlrad entfallen .

I n Figur 7 entspricht der Antriebsmechanismus für die Ritzel 3 und 4 dem in Figur 3 dargestellten Mechanismus, indem die beiden Ritzel 3 und 4 einerseits von dem Hohlrad 61 7b der abtriebseitigen Planetenstufe 607b, andererseits von dem Planetenradträger 628 angetrieben werden . I m Unterschied zu Figur 2 erfolgt der Antrieb der ersten Planetenstufe 607a jedoch nicht über ein äußeres Hohlrad , sondern stattdessen über ihr Sonnenrad 61 7a. Dieses Sonnenrad 61 7a treibt die auf ihm umlaufenden Planetenräder 627a, die ihrerseits über die d rehfest mit ihnen verbundenen Planetenräder 627b das Hohlrad 61 7b wie auch den gemeinsamen Planetenradträger 628 antreiben .

Die Bauformen gemäß den Figuren 5, 6 und 7 weisen im U nterschied zu den Figuren 1 bis 4 jeweils sowohl ein Sonnen- als auch ein Hohlrad auf, jedoch in unterschiedlichen Planetenstufen und nicht in einem vollständigen Planetengetriebe. Benachbarte koaxiale Planetenräder der beiden Planetenstufen sind auch hier drehfest miteinander verbunden und verdrehbar auf dem gemeinsamen Planetenradträger gelagert. Der Vorteil dieser Lösungen liegt in der größeren realisierbaren Übersetzung.

Die beschriebenen Ausführungsbeispiele zeigen , dass die Aufteilung des Planetengetriebes in zwei Planetenstufen , deren axial nebeneinander angeordnete Planetenräder jeweils drehfest miteinander verbunden sind , eine Vielzahl von Antriebsvarianten für die Ritzel 3 und 4 wie auch für die Planetenstufen selbst bieten . Allen Varianten ist der Vorteil gemeinsam , dass nur ein Antrieb für beide Ritzel erforderlich ist und Unterschiede in der Zahnteilung oder in der Steifigkeit der einzelnen Antriebsstränge, Fertigungstoleranzen und vergleichbare U ngleichheiten vollkommen ausgeglichen werden .