| WO/1994/014141 | DOCUMENT HANDLER |
| JP10275201 | IC CARD ISSUING DEVICE |
| WO/2002/019265 | SYSTEM CONFIGURATION DEVICE SECURITY |
| 1. | Einrichtung zum Lesen einer Wertkarte (3), mit einem Kanal (1 ) in den die Wertkarte (3) einschiebbar ist und mit einem am Kanal angeordneten Auffangraum (9) für Fremdköφer (12), wobei die Wertkarte (3) im Kanal (1 ) beim Einschieben in einer Auflageebene (A) durch am Rand (3a) der Wertkarte (3) anliegende Auflager (6; 7; 8) positionierbar ist, wobei ein erstes Auflager (6) bei eingeschobener Wertkarte (3) eine auf die Wertkarte (3) wirksame Kraftkomponente (xj ) aufweist, die rechtwinklig zur Einschubrichtung (R) gegen die Wertkarte (3) hin verläuft, und wobei ein zweites Auflager (7) und ein drittes Auflager (8) bei eingeschobener Wertkarte (3) auf die Wertkarte (3) wirksame Kraftkomponenten (x2; X3) aufweisen, welche parallel versetzt, jedoch in entgegengesetzter Richtung zur besagten Kraftkomponente (x] ) des ersten Auflagers (6) verlaufen, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (1), angrenzend an einen seitlichen Rand der eingeschobenen Wertkarte (3), zwischen dem zweiten Auflager (7) und dem dritten Auflager (8) eine Ausbuchtung (20) aufweist, dass die Ausbuchtung (20) derart ausgebildet ist, dass ein anstelle der Wertkarte (3) in den Kanal ( 1 ) eingeschobener Fremdköφer (12), welcher derart weit in den Kanal (1) einschiebbar ist, dass der Rand des Fremköφers (12) am zweiten Auflager (7) nicht mehr aufliegt, durch die besagten versetzt gegeneinander wirkenden Kraftkomponenten (xj ; X3) des ersten Auflagers (6) und des dritten Auflagers (8) in der Auflageebene (A) drehbar ist, wobei der Fremdköφer (12) teilweise in die Ausbuchtung (20) verschiebbar ist. |
| 2. | Einrichtung nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch einen am Kanal (1) angeordneten Anschlag (8) für die Wertkarte (3), durch den die Eindringtiefe (E) der Wertkarte (3) in der Einschubrichtung (R) in den Kanal (1) derart begrenzbar ist, dass die Wertkarte (3) nicht in den Auffangraum (9) transportierbar ist. |
| 3. | Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auffangraum (9) so ausgebildet und am Kanal (1) angeordnet ist, dass ein durch die Öffnung (2) in den Kanal (1) eingeführter Fremdköφer (12), der nicht selbsttätig in den Auffangraum (9) fällt, durch die dem Fremdköφer (12) im Kanal (1) nachgeschobene Wertkarte (3) in den Auffangraum (9) transportierbar ist. |
| 4. | Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Ablenkmittel (1 1), durch welches der Fremdköφer (12) aus dem Kanal (1) in den Auffangraum (9) lenkbar ist. |
| 5. | Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag zusammen mit dem ersten Auflager (8) als ein in einem gewissen Bereich in einer Ebene drehbarer Hebel (4) verwirklicht ist, der beim Aufnehmen der Wertkarte (3) entgegen einer Kraft (F) durch die Wertkarte (3) seitlich von der Wertkarte (3) weg aus einer Ruhelage so weit auslenkbar ist, dass die Wertkarte (3) zum Lesen positioniert ist, wenn der Hebel (4) maximal ausgelenkt ist, und dass das Ablenkmittel (1 1) durch eine am Hebel (4) ausgebildete Ablenkfläche ( 1 1 ) verwirklicht ist. |
| 6. | Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Übergangsstelle (10) des Kanals (1) in den Auffangraum (9), ab welcher die Breite (B) des Kanals ( 1 ) in der Einschubrichtung (R) gegen den Auffangraum (9) hin vergrössert ist. |
| 7. | Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangsstelle (10) vom Wirkbereich (8) des Ablenkmittels (1 1) gegen die Öffnung (2) hin zurückversetzt ist. |
| 8. | Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, gekennzeichnet durch ein bezogen auf die Einschubrichtung (R) im Kanal (1) nach dem Anschlag (8) angeordnetes weiteres Ablenkmittel (21), durch welches der eingeschobene Fremdköφer (12) vertikal nach unten in den Auffangraum (9) lenkbar ist. |
| 9. | Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auffangraum (9) seitlich und/oder nach unten mindestens teilweise offen ausgebildet und damit seitlich und/oder nach unten durch die Einrichtung nicht vollständig begrenzt ist, so dass der in den Kanal (1) eingeführte Fremdköφer (12) in der Einrichtung nicht zurückgehalten wird. |
| 10. | Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbuchtung (20) und das dritte Auflager (8) durch ein einziges Bauelement aus Kunststoff verwirklicht sind. |
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Lesen einer Wertkarte gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Solche Einrichtungen werden vorteilhaft in Dienstleistungsautomaten zur Abgeltung einer bezogenen Dienstleistung verwendet. Die bei der Abgeltung verwendete Wertkarte ist eine Kreditkarte oder eine vorbezahlte Wertkarte mit magnetisch oder optisch lesbarer Information oder auch eine sogenannte Chip-Karte. Als Beispiel seien Kredit- oder Chip-Karten der Norm ISO 781 1 bzw. ISO 7816 genannt.
Es ist eine Einrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art bekannt (WO 95/29459), welche einen Kanal zur Aufnahme einer Wertkarte aufweist, in welchem ein Mittel zur seitlichen Ablenkung derart angeordnet ist, dass ein in den Kanal eingeführter Fremdkörper durch das Einschieben einer dem Fremdkörper nachgeschobenen Wertkarte seitlich in einen Auffangraum leitbar ist. Als Fremdkörper gelten hier flache, feste Gegenstände, welche etwa die Dicke einer Wertkarte aufweisen, wie beispielsweise Münzen, Blech-, Kunststoff- oder Kartonstücke.
Bekannte Einrichtungen haben den Nachteil, dass der Kanal insbesondere dann durch Fremdkörper verstopfbar ist, wenn der Fremdkörper ein Teil einer quer zur Einschubrichtung zerbrochenen Wertkarte ist. Sofern der Fremdkörper also den Kanal der Breite nach voll ausfüllt und derart weit in den Kanal einschiebbar ist, dass er von aussen nicht mehr greifbar ist, kann der in bekannter Art ausgeführte Kanal beispielsweise dann verstopft werden, wenn der Fremdkörper mindestens eine gewisse Länge aufweist und durch eine nachgeschobene Wertkarte auf einen am Kanal angeordneten Anschlag trifft. Ein auf diese Art verstopfter Kanal kann oft nur durch einen Service- Eingriff wieder entfernt werden, wodurch die Einrichtung - zum Nachteil von Betreibern und Benutzern - unter Umständen längere Zeit ausser Betrieb ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Lesen einer Wertkarte anzugeben, die gegenüber einem anstelle der Wertkarte eingegebenen flachen Fremdkörper tolerant ist, so dass der Fremdkörper die Einrichtung nicht durch Verstopfen ausser Betrieb setzt, insbesondere auch dann, wenn der Fremdkörper in seiner Breite einer Stirnseite der Wertkarte entspricht, also beispielsweise ein Teil einer zerbrochenen Wertkarte ist.
Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
BESTATIGUNGSKOPIE
s zeigen: Fig. 1 eine Schnittdarstellung eines Ausschnittes einer Einrichtung zum Lesen einer
Wertkarte mit der Wertkarte in der Draufsicht,
Fig. 2 eine weitere - in Fig. 1 als Schnitt S-S markierte - Schnittdarstellung des Ausschnittes der Einrichtung,
Fig. 3 der geschnittene Ausschnitt der Einrichtung gemäss der Fig. 1 , jedoch mit einem eingeschobenen Fremdkörper in der Draufsicht,
Fig. 4 der geschnittene Ausschnitt der Einrichtung mit dem eingeschobenen
Fremdkörper gemäss der Fig. 3, wobei der Fremdkörper durch eine nachfolgend eingeschobene Wertkarte jedoch tiefer eingeschoben ist,
Fig. 5 eine vorteilhafte Ausführungsvariante eines seitlichen Führungsmittels für die Wertkarte.
In der Fig. 1 ist mit 1 ein ein erstes seitliches Führungsmittel la und ein zweites seitliches Führungsmittel lb aufweisender Kanal bezeichnet, der über eine Öffnung 2 verfügt, durch die eine Wertkarte 3 in einer Einschubrichtung R in den Kanal 1 einschiebbar ist, wobei die Wertkarte 3 durch die am Kanal 1 einander gegenüberliegenden Führungsmittel la und lb geführt ist. Auf einer Seite des Kanals 1 ist ein Hebel 4 angeordnet, der in einer vorteilhaften Ausführung der Einrichtung zum Lesen der Wertkarte 3 in einer Ebene um eine Drehachse 5 drehbar ist. Die Wertkarte 3 ist im Kanal 1 in einer Endlage dargestellt, welche im wesentlichen durch ein erstes Auflager 6, ein zweites Auflager 7 und ein drittes Auflager 8 bestimmt ist, wobei die Wertkarte 3 im Kanal 1 eine Eindringtiefe E aufweist, welche im wesentlichen durch die Position des dritten Auflagers 8 bestimmt ist. Die Wertkarte verfügt über eine Breite B, auf deren Mass auch die Kanalbreite abgestimmt ist.
Das erste Auflager 6 ist ein Auflagepunkt der Wertkarte 3 auf das erste seitliche Führungsmittel la, während das zweite Auflager 7 ein Auflagepunkt der Wertkarte 3 auf das zweite seitliche Führungsmittel lb ist. Das dritte Auflager 8 ist ein Auflagepunkt der Wertkarte an den Hebel 4.
Die Werkarte 3 weist einen senkrecht zu einer Auflageebene A der Wertkarte 3 liegenden Rand 3 a auf, dessen Breite durch die Materialdicke der Wertkarte 3 gegeben ist. Der Rand 3a weist damit bei rechteckiger Form der Wertkarte im wesentlichen zwei parallel zueinander liegende kurze Seitenflächen und zwei parallel zueinander liegende lange Seitenflächen auf. In der Einrichtung nach der Fig.l wird die Wertkarte 3 mit einer kurzen Seitenfläche voran durch die Öffnung 2 in den Kanal 1 eingeschoben. Dadurch sind das zweite Auflager 7 und das dritte Auflager 8 mit einem derart grossen Abstand
voneinander plazierbar, dass die Wertkarte 3 im Kanal 1 mit der erforderlichen Genauigkeit ausgerichtet wird.
Dadurch, dass die Wertkarte 3 mit einer kurzen Randfläche voran in den Kanal 1 einschiebbar ist, sind beispielsweise bei einer Chipkarte der Norm ISO 7816 erforderliche Sicherheitsabstände erreichbar, welche während eines Speicherzugriffes auf die Wertkarte 3 für den Chip gegenüber der Öffnung 2 oder gegenüber einem allfällig greifbaren Teil der Wertkarte 3 einzuhalten sind.
In einer nicht gezeichneten Variante der Einrichtung ist der Kanal 1 so ausgelegt, dass die Wertkarte 3 mit einer langen Seitenfläche voran in den Kanal 1 einschiebbar ist.
Eine Seitenfläche des Randes 3a, welche beim Einschieben der Wertkarte 3 als erstes in die Öffnung 2 eingeführt wird, ist in diesem Text auch als Stirnfläche der Wertkarte 3 bezeichnet.
An dem der Öffnung 2 gegenüberliegenden Ende des Kanals 1 ist ein Auffangraum 9 angeordnet, so dass also der Kanal 1 von der Öffnung 2 in den Auffangraum 9 führt.
Auf der dem Hebel 4 gegenüberliegenden Seite des Kanals 1, beim ersten Auflager 6, ist eine Übergangsstelle 10 des Kanals 1 in den Auffangraum 9 als Stufe ausgebildet, wodurch sich die Breite B des Kanals um ein erstes Mass Z vergrössert. Die Übergangsstelle 10 ist bezogen auf das dritte Auflager 8 mit Vorteil um ein zweites Mass V gegen die Öffnung 2 hin zurückversetzt.
Der Hebel 4 ist um die Drehachse 5 zwischen einer ersten mit gestrichelter Linie dargestellten Endlage und einer zweiten mit durchgezogener Linie dargestellten Endlage drehbar, wobei die beiden Endlagen durch Begrenzungsmittel bestimmt sind.
Am Hebel 4 ist im Bereich des dritten Auflagers 8 gegen die Wertkarte hin eine Ablenkfläche 1 1 ausgebildet.
Die erste, gestrichelt gezeichnete Endlage des Hebels 4 ist die Ruhelage, welche der Hebel 4 einnimmt, wenn sich keine Wertkarte 3 im Kanal 1 befindet. Der Hebel 4 ist derart mit einer Kraft F beaufschlagt, dass er ohne eine Gegenkraft in der ersten Endlage gehalten wird. Eine Gegenkraft auf den Hebel 4 ergibt sich durch die in den Bereich der Eindringtiefe E eingeschobene Wertkarte 3. Durch die Gegenkraft ist der Hebel 4 bis in die zweite Endlage schwenkbar. Mit W ist ein drittes Mass bezeichnet, um welches der Hebel 4 in der ersten Endlage seitlich in den Kanal 1 eindringt.
Die Kraft F ist vorteilhaft die Federkraft einer in der Zeichnung nicht dargestellten Feder.
Dadurch, dass der Hebel 4 um die Drehachse 5 drehbar ausgeführt ist, kann durch eine beim Einschieben der Wertkarte 3 ausgeführte Drehbewegung des Hebels 4 auch ein Signal in einen Zustand gesetzt werden, der auf die eingeschobene Wertkarte 3 hinweist. So ist beispielsweise ein hier nicht dargestellter Mikroschalter zur Erzeugung des Signals durch den Hebel 4 betätigbar.
Zwischen dem zweiten Auflager 7 und dem dritten Auflager 8, vorteilhafterweise unmittelbar beim zweiten Auflager 8, ist der Kanal 1 durch eine Ausbuchtung 20 erweitert.
Die genaue Position der bis zur Eindringtiefe E eingeschobenen Wertkarte 3 ist grundsätzlich durch die drei am Rand 3a der Wertkarte 3 anliegenden Auflager 6, 7 und 8 bestimmt, wobei das erste Auflager 6 eine auf die Wertkarte 3 wirksame Kraftkomponenten xi aufweist, die rechtwinklig zur Einschubrichtung R gegen die Wertkarte 3 hin verläuft, und wobei das zweite Auflager 7 und das dritte Auflager 8 auf die Wertkarte 3 wirksame Kraftkomponenten X2 bzw. X3 aufweisen, welche parallel versetzt, jedoch in entgegengesetzter Richtung zur besagten Kraftkomponente X] des ersten Auflagers 6 verlaufen. In einer stabilen Endlage der Wertkarte 3 verläuft die Kraftkomponente \\ des ersten
Auflagers 6 auf einer zwischen den beiden Wirklinien der beiden Kraftkomponenten X2 bzw. X3 des zweiten Auflagers 7 und des dritten Auflagers 8 liegenden Wirklinie. Die Eindringtiefe E wird grundsätzlich durch eine entgegengesetzt zur Einschubrichtung R wirkende Kraftkomponente des als Anschlag wirkenden dritten Auflagers 8 begrenzt.
In der Fig. 2 ist eine vorteilhafte Anordnung des Auffangraumes 9 ersichtlich, in welcher der Auffangraum 9 im wesentlichen unterhalb der senkrecht zum Rand 3a liegenden Auflageebene A der Wertkarte 3 ausgebildet ist, so dass durch das Eigengewicht eines in den Kanal eingeschobenen Fremkörpers 12 eine Bewegung des Fremkörpers 12 in den Auffangraum 9 unterstützbar ist. In einer vorteilhaften Ausführung der Übergangsstelle 10 geht der Kanal 1 in einem wesentlichen Bereich seiner Breite auf der dem Hebel 4 gegenüberliegenden Seite des Kanals 1 in den Auffangraum 9 über, wodurch der Kanal 1 in einem wesentlichen Teil seiner Breite von der Übergangsstelle 10 an vertieft ist, so dass die Auflagefläche der Wertkarte 3 im Kanal 1 von der Übergangsstelle 10 an mehrheitlich auf der Seite gegen den Hebel 4 hin angeordnet ist.
Bei Bedarf ist der Auffangraum 9 seitlich und/oder nach unten mindestens teilweise offen ausgebildet, womit der Auffangraum 9 seitlich und/oder unten durch die Einrichtung nicht begrenzt ist, so dass ein in den Kanal 1 eingeführter Fremdköφer 12 in der Einrichtung nicht zurückgehalten wird.
Dadurch, dass der in den Kanal 1 eingeführte Fremdköφer 12 in der Einrichtung nicht zurückgehalten wird, ergeben sich im wesentlichen zwei Vorteile: Für einen Betreiber der Einrichtung ergibt sich der Vorteil, dass kein Service-Eingriff zum Entleeren des Auffangraumes 9 notwendig ist, während der
Benutzer der Einrichtung den Vorteil erfährt, dass ein durch eine Fehlbedienung eingegebener Fremdköφer 12, beispielsweise eine Münze, selbsttätig zurückgegeben wird.
In der in der Fig. 2 dargestellten Ausfuhrungsbeispiel der Einrichtung weist der Auffangraum 9 nach unten einen Auslass 13 auf. Der Auffangraum 9 ist damit nach unten mindestens teilweise offen ausgebildet. Der in den Auffangraum 9 abgelenkte Fremdköφer 12 fällt durch den Auslass 13 aus der Einrichtung.
In einem weiteren nicht gezeichneten Ausfuhrungsbeispiel der Einrichtung verfügt diese über eine Rückgaberutsche, welche den Auffangraum 9 nach unten abschliesst. Im Auffangraum 9 mündet die Rückgaberutsche in einen seitlichen Ausgang des Auffangraumes 9. Der in den Auffangraum 9 abgelenkte Fremdköφer 12 gleitet selbsttätig über die Rückgaberutsche durch den Ausgang aus der Einrichtung.
In der Fig. 3 ist der Hebel 4 in der zweiten Endlage dargestellt, wobei er seitlich um ein viertes
Mass W* in den Kanal 1 eindringt. Der in den Kanal 1 eingeführte Fremdköφer 12 berührt den Hebel 4 an der das dritte Auflager 8 bildenden Abienkfläche 11. Der Fremdköφer 12 ist derart weit in den Kanal 1 eingeschoben, dass der Rand des Fremkörpers 12 am zweiten Auflager 7 nicht mehr aufliegt. Durch die beiden versetzt gegeneinander wirkenden Kraftkomponenten X] und X3 des ersten Auflagers 6 und des dritten Auflagers 8 ist der Fremdkörper 12 in der Auflageebene A im
Gegenuhrzeigersinn drehbar, da der Fremdköφer 12 teilweise in die Ausbuchtung 20 verschiebbar ist.
Der in der Auflageebene A infolge der vorteilhaften Ausbuchtung 20 gedrehte Fremdköφer 12 ist durch eine ihm nachgeschobene Wertkarte 3 (Fig. 4) durch den Kanal 1 in den Auffangraum 9 transportierbar, wobei der Fremdköφer 12 durch die Ablenkfläche 11 am dritten Auflager 8 vorbei bewegbar ist, da der Kanal 1 auf der Länge des bis zum dritten Auflager 8 eingeschobenen Fremdköφers 12, und weiter in der Einschubrichtung R in den Auffangraum 9 um das erste Mass Z verbreitert ist.
Durch eine funktionsgerechte Ausbildung der Ablenkfläche 1 1 - insbesondere durch die Wahl des Verlaufes oder der Neigung der Ablenkfläche 11 gegenüber der Einschubrichtung R, in welcher der Fremdköφer 12 bzw. die Wertkarte 3 einschiebbar ist - wird ein Blockieren des Fremdköφers 12 am dritten Auflager 8 verhindert.
Mit Vorteil ist der Auffangraum 9 durch ein weiteres Ablenkmittel 21 (Fig. 2) abgeschlossen, durch welches ein an der Ablenkfläche 11 vorbei bewegter Fremdköφer 2 mit Sicherheit von der
Auflageebene A aus nach unten in den Auffangraum 9 gelenkt wird. In einer vorteilhaften Ausführung des Auffangraumes 9 ist das weitere Ablenkmittel 21 durch eine auf die Einschubrichtung R bezogen
von oben nach unten verlaufende Abschrägung, welche hinter dem im Kanal 1 als hinterer Anschlag wirkenden dritten Auflager 8 angeordnet ist.
Aus der Fig. 3 und der Fig. 4 ist klar ersichtlich, dass, wenn der Fremdköφer 12 die Breite B der Wertkarte aufweist - also wenn der Fremdköφer beispielsweise ein Teil einer Wertkarte ist - der Kanal 1 von der Übergangsstelle 10 an gegen den Auffangraum 9 hin mindestens um das vierte Mass W* breiter ausgebildet sein muss, damit der Fremdköφer 12 an der Ablenkfläche 1 1 und am dritten Auflager 8 vorbei transportierbar ist; mit Vorteil gilt also Z > W*.
Es versteht sich von selbst, dass das erste Mass Z jedoch mindestens so gross wie das dritte Mass W sein muss, damit der Fremdköφer 12 am Hebel 4 vorbeischiebbar ist, ohne dass dabei der Hebel 4 ausgelenkt wird.
Mit Vorteil ist die Übergangsstelle 10 von der Position des im Wirkbereich der Ablenkfläche 1 ] liegenden dritten Auflagers 8 aus gegen die Öffnung 2 hin um das zweite Mass V (Fig. 1 ) zurückversetzt. Je grösser das zweite Mass V gewählt wird, desto längere Fremdköφer 12 der Breite B sind in den Auffangraum 9 lenkbar. Mit Vorteil ist das zweite Mass V grösser als die halbe Länge der Wertkarte 3.
Dadurch, dass die Auflagefläche des Fremdköφers 12 im Kanal 1 von der Übergangsstelle 10 an auf der Seite mit dem Hebel 4 ist, der Kanal 1 also auf der dem Hebel 4 gegenüber liegenden Seite in den Auffangraum 9 hin vertieft ist, wird die Wirksamkeit des Auffangraumes 9 zur Aufnahme von Fremdköφern 12 noch verbessert.
Die beschriebene Einrichtung wird durch den anstelle der Wertkarte 3 eingegebenen flachen
Fremdköφer 12 nicht verstopft, da die Einrichtung den Auffangraum 9, in welchen der Kanal 1 in der Aufhahmerichtung R der Wertkarte 3 geführt ist und weiter einen am Kanal 1 angeordneten Anschlag für die Wertkarte 3 aufweist, durch den die Eindringtiefe E der Wertkarte 3 in der Aufnahmerichtung R in den Kanal 1 derart begrenzbar ist, dass die Wertkarte 3 nicht in den Auffangraum 9 transportierbar ist.
Die Toleranz der Einrichtung gegenüber dem Fremdköφer 12 wird durch die als seitliches Ablenkmittel wirksame Ablenkfläche 1 1 und weiter durch das vertikal wirksame Ablenkmittel 21 erhöht, durch welche der Fremdköφer 12 am genannten Anschlag vorbei in den Auffangraum 9 gelenkt wird. Die Ablenkmittel verhindert auf vorteilhafte Art, dass der Fremdköφer 12 durch den durch das dritte
Auflager 8 verwirklichte Anschlag oder durch eine Begrenzung des Auffangraumes 9 blockiert wird.
In einer besonders vorteilhaften Ausführung der Einrichtung sind der Anschlag und das Ablenkmittel im Hebel 4 kombiniert, wobei das seitlich wirksame Ablenkmittel die Ablenkfläche 1 1 und der Anschlag das dritte Auflager 8 ist.
Dadurch dass das zweite seitliche Führungsmittel lb die Ausbuchtung 20 aufweist, wird die Toleranz der Einrichtung gegenüber der Gestalt des Fremdköφers 12 wesentlich erhöht, da der Fremdköφer 12 im Kanal 1 in der Auflageebene A um einen bestimmten Winkel α drehbar ist, der in vorteilhafter Art durch die Form der Ausbuchtung 20 in gewissen Grenzen wählbar ist. Durch die Anordnung der Ausbuchtung 20 und der drei Auflager 6, 7 und 8 ist das Verhalten der Einrichtung gegenüber Fremdköφern entsprechend den Bedürfnissen einstellbar, das heisst durch die Ausgestaltung der Ausbuchtung 20 und die Anordnung der drei Auflager 6, 7 und 8 ist die Einrichtung bezüglich ihrer Toleranz gegenüber Fremdköφern so optimierbar, wobei zudem eine gut reproduzierbare Positionierung der bis zur Eindringtiefe E eingeschobenen Wertkarte 3 erreichbar ist.
Eine in der Fig. 5a als Grundriss und in der Fig. 5b als Aufriss dargestellte Führungsschiene 22 ist eine vorteilhafte Ausführungsform einer Kombination des zweiten Führungsmittels lb, der Ausbuchtung 20 und des die Ablenkfläche 1 1 aufweisenden Hebels 4. Die Führungsschiene 22 ist vorteilhafterweise aus elastischem Kunststoff und weist eine die Drehachse 5 (Fig. 1) des Hebels 4 funktional ersetzende Biegezone 23 auf, an welcher die Führungsschiene 22 wesentlich schmäler ausgestaltet ist. Die Ausbuchtung 20 ist so gestaltet, dass der in den Kanal 1 (Fig. 3) eingeführte Fremdköφer 12 in der Auflageebene A um den Winkel α drehbar ist. Mit Vorteil ist die Ausbuchtung 20 prinzipiell sägezahnförmig ausgeführt, wobei eine flachere der Biegezohne 23 näher liegende Flanke 24 grundsätzlich den Winkel α bestimmt. Eine im eingebauten Zustand der Führungsschiene 22 die Ausbuchtung 20 gegen die Öffnung 2 (Fig.3) hin abschliessende zweite Flanke 25 ist mit Vorteil steiler angelegte, damit der Fremdköφer 12 beim Einschieben auf relativ kurzem Weg die Drehung um den Winkel α ausführt.
Mit Vorteil weist die Führungsschiene 22 mehrere Befestigungspunkte 26 auf, durch welche die Führungsschiene 22, mit Ausnahme des die Biegezone 23 und den Hebel 4 aufweisenden Bereiches, im eingebauten Zustand genügend Biegefestigkeit aufweist.
Vorteilhafterweise ist an der Führungsschiene im Bereich der Ablenkfläche 1 1 ein Auflageelement 27 ausgebildet, durch welches die bis zur Eindringtiefe E eingeschobene Wertkarte 3 auch vertikal gut abstützbar ist.
Dadurch dass der Kanal 1, angrenzend an einen seitlichen Rand der eingeschobenen Wertkarte 3, zwischen dem zweiten Auflager 7 und dem dritten Auflager 8 eine Ausbuchtung 20 aufweist, ist die Einrichtung zum Lesen einer Wertkarte gegenüber einem anstelle der Wertkarte 3 eingegebenen flachen
Fremdköφer 12 tolerant, insbesondere auch dann, wenn der Fremdköφer 12 in seiner Breite einer Stirnseite der Wertkarte 3 entspricht, also beispielsweise ein Teil einer zerbrochenen Wertkarte ist. In vorteilhafter Art ist der Fremdköφer 12, wenn dessen der Rand am zweiten Auflager 7 nicht mehr aufliegt, durch die versetzt gegeneinander wirkenden Kraftkomponenten X] ; X3 des ersten Auflagers 6 und des dritten Auflagers 8 in der Auflageebene A drehbar, wobei der Fremdköφer 12 teilweise in die Ausbuchtung 20 verschiebbar ist.
Dadurch, dass mindestens die Ausbuchtung 20 und das dritte Auflager 8 durch ein einziges Bauelement aus Kunststoff verwirklichbar sind, kann die Einrichtung mit hoher Funktionssicherheit gefertigt werden, wobei auch eine hohe Genauigkeit bei der Positionierung der Wertkarte 3 in der Einrichtung erreichbar ist, da insgesamt nur wenige mechanische Bauelemente genau zu plazieren sind.
Next Patent: COIN TESTING APPARATUS AND METHOD
