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Title:
DEVICE FOR REDUCING TYRE NOISE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/082098
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (1) for reducing the tyre noise of a vehicle (3) having at least one tyre (2), the tyre (2) rolling on a roadway on a contact patch (4), the device (1) comprising at least one sound absorption element (5), which is fastened to the vehicle (3) in front of, behind and/or to the side of the contact patch (4) in the direction of travel (F) of the vehicle (3) and has at least one resonant frequency, and a curved first absorber membrane (6), which faces the contact patch (4). Substantially the entire first absorber membrane (6) is oriented normal to a sound propagation direction (S) starting from the contact patch (4), and the sound absorption element (5) has a distance from the contact patch (4) which corresponds to a multiple of a half wavelength (λ) associated with the resonant frequency.

Inventors:
WYREMBA CHRISTIAN (AT)
Application Number:
AT2019/060185
Publication Date:
April 30, 2020
Filing Date:
June 05, 2019
Export Citation:
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Assignee:
WYREMBA CHRISTIAN (AT)
International Classes:
B60R13/08; B62D37/02; G10K11/178
Foreign References:
EP0680866A11995-11-08
JP2017105374A2017-06-15
DE19729804A11999-01-14
EP0769421A11997-04-23
Attorney, Agent or Firm:
SCHWARZ & PARTNER PATENTANWÄLTE OG et al. (AT)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Vorrichtung (1) zur Reduzierung eines Abrollgeräuschs eines, zumindest einen Reifen (2) aufweisenden Fahrzeugs (3), wobei der Reifen (2) auf einem Reifenlatsch (4) auf einer Fahrbahn abrollt, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) zumindest ein, in

Fahrtrichtung (F) des Fahrzeugs (3) vor, hinter und/oder seitlich des Reifenlatschs (4) an dem Fahrzeug (3) befestigtes Schallabsorptionselement (5) mit zumindest einer Resonanzfrequenz und einer, dem Reifenlatsch (4) zugewandten, gekrümmten ersten Absorbermembran (6) umfasst, wobei im Wesentlichen die gesamte erste Absorbermembran (6) normal auf eine von dem Reifenlatsch (4) ausgehende Schallausbreitungsrichtung (S) orientiert ist, und das Schallabsorptionselement (5) einen Abstand von dem Reifenlatsch (4) aufweist, welcher einem Vielfachen einer halben, der Resonanzfrequenz zugeordneten, Wellenlänge (l) entspricht.

2. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das

Schallabsorptionselement (5) zumindest eine von der ersten Absorbermembran (6) beabstandet angeordnete weitere Absorbermembran (7) umfasst, wobei die weitere

Absorbermembran (7) im Wesentlichen parallel zu der ersten Absorbermembran (6) angeordnet ist.

3. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch zwei aufeinanderfolgende Absorbermembranen (6, 7) definierter Raum (8) des

Schallabsorptionselements (5) luftdicht abgeschlossen, und vorzugsweise mit einem

Akustikschaumstoff befällt ist.

4. Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand zwischen der ersten Absorbermembran (6) und der zu der ersten

Absorbermembran (6) benachbarten weiteren Absorbermembran (7) von einem Abstand zwischen zwei weiteren Absorbermembranen (7) abweicht.

5. Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Absorbermembranen (6, 7) variierende Flächengewichte aufweisen.

6. Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) einen, mit einem Signalprozessor (9) verbundenen Körperschallwandler (10) und ein mit dem Signalprozessor (9) verbundenes Mikrophon (11) umfasst, wobei das Mikrophon (11) vorzugsweise im Bereich eines der Fahrbahn zugewandten Endes des Schallabsorptionselements (5) angeordnet ist.

7. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalprozessor (9) dazu ausgebildet ist, ein von dem Mikrophon (11) empfangenes Audiosignal zur

Erzeugung einer destruktiven Schallinterferenz phasenverschoben an den

Körperschallwandler (10) bereitzustellen.

8. Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Körperschallwandler (10) an einer, dem Reifenlatsch (4) abgewandten Seite der ersten Absorbermembran (6) angeordnet ist.

9. Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Körperschallwandler (10) an einem Karosserieteil des Fahrzeugs (3) im Bereich des Reifens (2) angeordnet ist.

10. Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schallabsorptionselement (5) in Richtung der Fahrbahn verschiebbar an dem Fahrzeug (3) befestigt ist und ein Aerodynamikelement (12) aufweist, welches dazu ausgebildet ist, eine fahrtwindabhängige Abtriebskraft bereitzustellen.

11. Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine mit dem Schallabsorptionselement (5) verbundene

Positionierungseinheit (13) umfasst, wobei die Positionierungseinheit (13) dazu ausgebildet ist, das Schallabsorptionselement (5) bei einer steigenden Fahrtgeschwindigkeit des

Fahrzeugs (3) in einer Betriebsposition, in welcher die erste Absorbermembran (6) im

Wesentlichen normal auf die von dem Reifenlatsch (4) ausgehende

Schallausbreitungsrichtung orientiert ist, zu positionieren, und bei sinkender

Fahrtgeschwindigkeit, aus der Betriebsposition zu verlagern.

12. Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Absorbermembran (6) aus Carbon und/oder Kevlar gebildet ist, und vorzugsweise einen Schaumstoffkern (14) aufweist.

13. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere

Absorbermembran (7) aus Carbon und/oder Kevlar gebildet ist, und vorzugsweise einen Schaumstoffkern (14) aufweist.

14. Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schallabsorptionselement (5) mehrere Resonanzfrequenzen aufweist.

15. Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Schallabsorptionselement (5) eine elastische Membranaufhängung (15) aufweist, wobei jede Absorbermembran (6, 7) an der elastischen Membranaufhängung (15) schwingfähig gelagert ist.

Description:
Vorrichtung zur Reduzierung eines Abrollgeräuschs

Vorrichtung zur Reduzierung eines Abrollgeräuschs eines, zumindest einen Reifen

aufweisenden Fahrzeugs, wobei der Reifen auf einem Reifenlatsch auf einer Fahrbahn abrollt.

Im Bereich der Fahrzeugherstellung besteht ein stetiges Bedürfnis Fahrzeuge geräuscharmer zu gestalten, um immer restriktivere Zulassungsvorschriften in Bezug auf die Lärmemission von Fahrzeugen zu erfüllen und im Allgemeinen die Lärmbelastung der Umwelt durch Verkehr zu verringern. Zur Erfüllung dieser Zielsetzungen wurden in den letzten Jahren eine Reihe von Technologien entwickelt, welche beispielsweise darauf abzielen das

Motorgeräusch eines Verbrennungsmotors zu dämpfen, die Schalldämpfung von

Lärmschutzwänden zu verbessern, geräuscharme Asphaltmischungen zu entwickeln, oder die Schallemissionen aus dem Auspuff zu verringern. Durch die Erfolge, welche auf diesen Gebieten erzielt wurden, übertrifft mittlerweile, insbesondere in höheren

Geschwindigkeitsbereichen, das Abrollgeräusch der Reifen eines Fahrzeugs die sonstigen bei der Fahrt auftretenden Geräuschquellen. Hierdurch ist es notwendig, beispielsweise auf Autobahnen Lärmschutzwände zu errichten. Im Fall von Schienenfahrzeugen ist das

Abrollgeräusch der Reifen insbesondere störend, da dieses durch die Reibung eines metallischen Reifens auf einer metallischen Schiene entsteht und somit in einem sehr hohen Frequenzbereich auftritt und eine hohe Schalleistung aufweist.

Das Abrollgeräusch entsteht an einem Reifenlatsch, an welchem der Reifen auf der Fahrbahn aufliegt beziehungsweise rollt, und von welchem sich das Abrollgeräusch entlang einer Schallausbreitungsrichtung ausbreitet. Im Stand der Technik sind verschiedene Methoden bekannt, um das Abrollgeräusch zu reduzieren. Es sind für Kraftfahrzeuge beispielsweise Reifen bekannt, welche durch ihr Profildesign ein besonders geringes Abrollgeräusch aufweisen. Derartige Reifen bringen jedoch den Nachteil mit sich, dass diese speziellen Profile in der Regel einen negativen Einfluss auf die Haftung der Reifen aufweisen und somit die Fahrsicherheit verringern.

Die europäische Patentanmeldung EP 0 769 421 Al offenbart eine Vorrichtung zur

Verminderung des Reifen/Fahrbahngeräusches. Die Vorrichtung umfasst an einem oder beiden zur Fahrbahnfläche weisenden Enden eines Radgehäuses eine flexible Schürze aus elastischem, gummiartigem Werkstoff mit zum Straßenbelag hin offenen Hohlräumen.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung zur Reduzierung eines Abrollgeräuschs zu bilden, welche im Vergleich zum Stand der Technik eine verbesserte Reduktion des Abrollgeräuschs aufweist. Erfindungsgemäß wird die vorliegende Aufgabe dadurch gelöst, dass die Vorrichtung zumindest ein, in Fahrtrichtung des Fahrzeugs vor und/ oder hinter dem Reifenlatsch an dem Fahrzeug befestigtes Schallabsorptionselement mit einer Resonanzfrequenz und einer, dem Reifenlatsch zugewandten, gekrümmten ersten Absorbermembran umfasst, wobei im

Wesentlichen die gesamte erste Absorbermembran normal auf eine von dem Reifenlatsch ausgehende Schallausbreitungsrichtung orientiert ist, und das Schallabsorptionselement einen Abstand von dem Reifenlatsch aufweist, welcher einem Vielfachen einer halben, der

Resonanzfrequenz zugeordneten, Wellenlänge entspricht.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Reduzierung eines Abrollgeräuschs eines, zumindest einen Reifen aufweisenden Fahrzeugs umfasst zumindest ein, in Fahrtrichtung des Fahrzeugs vor, hinter und/ oder seitlich des Reifenlatschs an dem Fahrzeug befestigtes

Schallabsorptionselement. Das Schallabsorptionselement weist zumindest eine

Resonanzfrequenz auf, welche vorzugsweise in Bezug auf den zu dämpfenden

Frequenzbereich des Abrollgeräuschs ausgewählt ist. Des Weiteren weist das

Schallabsorptionselement eine gekrümmte erste Absorbermembran auf. Im Wesentlichen die gesamte erste Absorbermembran ist Normal auf eine von dem Reifenlatsch ausgehende Schallausbreitungsrichtung orientiert. Das Schallabsorptionselement weist einen Abstand von dem Reifenlatsch auf, welche einem Vielfachen einer halben, der Resonanzfrequenz zugeordneten, Wellenlänge entspricht. Durch die erfindungsgemäße Kombination der normalen Orientierung im Wesentlichen der gesamten ersten Absorbermembran auf die von dem Reifenlatsch ausgehende Schallausbreitungsrichtung, sowie der Anordnung des

Schallabsorptionselements in einem Abstand von dem Reifenlatsch, welcher einem

Vielfachen einer halben, der Resonanzfrequenz zugeordneten, Wellenlänge entspricht, wird der Vorteil erreicht, dass eine besonders effektive Schalldämpfung bereitgestellt wird.

Vorzugsweise umfasst das Schallabsorptionselement zumindest eine, von der ersten

Absorbermembran beabstandet angeordnete weitere Absorbermembran, wobei die weitere Absorbermembran im Wesentlichen parallel zu der ersten Absorbermembran angeordnet ist. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass die Resonanzfrequenz des

Schallabsorptionselements auf den zu dämpfenden Frequenzbereich des Abrollgeräuschs abgestimmt werden kann.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist ein durch zwei aufeinanderfolgende Absorbermembranen bestimmter Raum des

Schallabsorptionselements luftdicht abgeschlossen, und vorzugsweise mit

Akustikschaumstoff befällt. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass die Dämpfungseffizienz des Schallabsorptionselements verbessert wird. Bevorzugt ist des Weiteren, dass ein Abstand zwischen der ersten Absorbermembran und der zu der ersten Absorbermembran benachbarten weiteren Absorbermembran von einem Abstand zwischen zwei weiteren Absorbermembranen abweicht. Hierdurch können die Abstände der einzelnen Absorbermembranen zueinander derart gewählt werden, dass ein weiterer Frequenzbereich des Abrollgeräuschs gedämpft wird. Zusätzlich wird hierdurch die Abstimmung der Resonanzfrequenz des Schallabsorptionselements erleichtert.

Zur Abstimmung der Resonanzfrequenz des Schallabsorptionselements weisen die

Absorbermembranen zudem vorzugsweise variierende Flächengewichte auf. Durch die Kombination von variierenden Flächengewichten der Absorbermembranen sowie den unterschiedlichen Abständen zwischen den Absorbermembranen wird der Vorteil erreicht, dass eine Abstimmung des Schallabsorptionselements in einem breiten Frequenzbereich ermöglicht wird.

Gemäß der bevorzugten Ausfährungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung umfasst die Vorrichtung einen, mit einem Signalprozessor verbundenen Körperschallwandler und ein mit dem Signalprozessor verbundenes Mikrophon, wobei das Mikrophon vorzugsweise im Bereich eines der Fahrbahn zugewandten Endes des Schallabsorptionselements angeordnet ist. Des Weiteren ist der Signalprozessor vorzugsweise dazu ausgebildet, ein von dem Mikrophon empfangenes Audiosignal zur Erzeugung einer destruktiven Schallinterferenz phasenverschoben an den Körperschallwandler bereitzustellen. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass durch die erfindungsgemäße Vorrichtung eine aktive Unterdrückung des Abrollgeräusches bereitgestellt wird. Durch die Anordnung des Mikrophons im Bereich eines der Fahrbahn zugewandten Endes des Schallabsorptionselements wird eine optimale

Aufnahme des Abrollgeräuschs gewährleistet.

Der Körperschallwandler ist in der bevorzugten Ausführungsform an einer, dem Reifenlatsch abgewandten Seite der ersten Absorbermembran angeordnet. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass die erste Absorbermembran gleichzeitig als schallerzeugende Membran eingesetzt wird, wodurch auf eine gesonderte Lautsprechermembran verzichtet werden kann.

Gemäß einer alternativen Ausführungsvariante ist der Körperschallwandler an einem

Karosserieteil des Fahrzeugs im Bereich des Reifens angeordnet. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass der Körperschallwandler in einem geschützten Bereich innerhalb des Fahrzeugs angeordnet ist.

Um eine optimale Schallabsorption durch das Schallabsorptionselement bei höheren

Fahrtgeschwindigkeiten zu gewährleisten ist in einer vorteilhaften Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung das Schallabsorptionselement in Richtung der Fahrbahn verschiebbar an dem Fahrzeug befestigt und weist ein Aerodynamikelement auf, welches dazu ausgebildet ist, eine fahrtwindabhängige Abtriebskraft bereitzustellen.

Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung eine mit dem Schallabsorptionselement verbundene Positionierungseinheit, wobei die Positionierungseinheit dazu ausgebildet ist, das

Schallabsorptionselement bei einer steigenden Fahrtgeschwindigkeit des Fahrzeugs in einer Betriebsposition, in welcher die erste Absorbermembran im Wesentlichen normal auf die von dem Reifenlatsch ausgehende Schallausbreitungsrichtung orientiert ist, zu positionieren, und bei sinkender Fahrtgeschwindigkeit, aus der Betriebsposition zu verlagern. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass das Schallabsorptionselement bei niedrigen Fahrgeschwindigkeiten vor Beschädigungen geschützt am Fahrzeug untergebracht, und erst bei hohen

Fahrtgeschwindigkeiten eingesetzt wird.

Die erste Absorbermembran ist gemäß der bevorzugten Ausfährungsform aus Carbon und/oder Kevlar gebildet, und weist vorzugsweise einen Schaumstoffkem auf. Des Weiteren ist die weitere Absorbermembran vorzugsweise aus Carbon und/oder Kevlar gebildet, und weist vorzugsweise einen Schaumstoffkern auf. Diese Compositmaterialien sind

vorteilhafterweise leicht, steif und beständig gegen raue physikalische Umgebungen.

Gemäß der bevorzugten Ausfährungsform weist das Schallabsorptionselement mehrere Resonanzfrequenzen auf. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass mehrere Frequenzbereiche mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung gedämpft werden können.

Vorzugsweise weist das Schallabsorptionselement eine elastische Membranaufhängung auf, wobei jede Absorbermembran an der elastischen Membranaufhängung schwingfähig gelagert ist. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass eine möglichst kolbenförmige Oszillation jeder Absorbermembran erreicht wird, wodurch eine verbesserte Schallabsorption gewährleistet wird.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung, sowie alternative

Ausführungsvarianten werden in weiterer Folge anhand der Figuren näher erläutert.

Figur la zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Reduzierung eines Abrollgeräuschs mit zwei Schallabsorptionselementen.

Figur lb und Figur lc zeigen die Schallausbreitung und die Hommündungsresonanzen zwischen einer Fahrbahn und einem Reifen in einer schematischen Darstellung.

Figur ld zeigt die Schallverstärkung des Homeffekts an einem beispielhaften Reifen.

Figur 2a zeigt den schichtweisen Aufbau des Schallabsorptionselements der

erfindungsgemäßen Vorrichtung. Figur 2b zeigt den Schalldruckverlauf der Hornmündungsresonanzen am Beispiel eines 17" Reifens in Abhängigkeit vom Abstand zum Reifenlatsch.

Figur 3a zeigt das Schallabsorptionselement der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit aktiver Geräuschunterdrückung in einer Schnittansicht.

Figur 3b zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung mit zwei Schallabsorptionselementen gemäß Figur 3 a.

Figur 3c zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung mit zwei Schallabsorptionselementen mit aktiver Geräuschunterdrückung in einer alternativen Austührungsvariante.

Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit an den Schallabsorptionselementen angeordneten Aerodynamikelementen.

Figur 5 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Positionierungseinheit.

Figur 6 zeigt eine erste Absorbermembran beziehungsweise eine weitere Absorbermembran der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Schnittdarstellung.

Figur 7 zeigt eine Austührungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit 3- dimensional gekrümmtem Schallabsorptionselement

Figur la zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zur Reduzierung eines Abrollgeräuschs eines, zumindest einen Reifen 2 aufweisenden Fahrzeugs 3. Die Vorrichtung 1 ist in Figur la im Bereich des Reifens 2 an dem Fahrzeug 3 installiert dargestellt. Der Reifen 2 rollt auf einem Reifenlatsch 4 auf einer Fahrbahn ab, welche in Figur la nicht gesondert dargestellt ist. Der Reifenlatsch 4 stellt die Kontaktfläche des Reifens 2 mit der Fahrbahn dar. Als Fahrzeug 3 ist jedes Fahrzeug 3 anzusehen, welches zumindest einen Reifen 2 aufweist, welcher auf einer Fahrbahn abrollt, wie beispielsweise Personenkraftfahrzeuge, Lastkraftfahrzeuge, einspurige Fahrzeuge, Schienenfahrzeuge, Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen und dergleichen. Im Fall von Schienenfahrzeugen wird die Fahrbahn durch die Schiene gebildet. Im

Fährbetrieb entsteht durch das Abrollen des Reifens 2 auf der Fahrbahn ein Abrollgeräusch, welches vom Fahrzeuggewicht, der Fahrgeschwindigkeit, der Profilgestaltung des Reifens 2, der Reifenbreite, dem Reifendruck, dem Reifenmaterial, und anderen Einflussfaktoren abhängig ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 umfasst ein, in Fahrtrichtung vor, hinter und/oder seitlich des Reifenlatschs 4 an dem Fahrzeug 3 befestigtes Schallabsorptionselement 5. In Figur la ist die Vorrichtung 1 in der bevorzugten Ausführungsform mit zwei

Schallabsorptionselementen 5 dargestellt, wobei ein Schallabsorptionselement 5 in einer Fahrtrichtung F des Fahrzeugs 3 vor, und ein Schallabsorptionselement 5 in der Fahrtrichtung F hinter dem Reifenlatsch 4 angebracht ist. Das Schallabsorptionselement 5 weist zumindest eine Resonanzfrequenz auf. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante weist das

Schallabsorptionselement 5 mehrere Resonanzfrequenzen auf. Die Resonanzfrequenzen sind durch die für das Schallabsorptionselement 5 verwendeten Materialen, und dessen internen Aufbau definiert. Das Schallabsorptionselement 5 weist eine, dem Reifenlatsch 4 zugewandte, gekrümmte erste Absorbermembran 6 auf. Figur lb zeigt schematisch die Schallausbreitung zwischen der Fahrbahn und dem Reifen 2. Wie aus den Figuren lb und lc ersichtlich, ist im Wesentlichen die gesamte erste Absorbermembran 6 normal auf eine, von dem Reifenlatsch 4 ausgehende Schallausbreitungsrichtung S orientiert, wobei das Schallabsorptionselement 5 einen Abstand von dem Reifenlatsch 4 aufweist, welcher einem Vielfachen einer halben, der Resonanzfrequenz des Schallabsorptionselements 5, zugeordneten Wellenlänge l entspricht. Das Schallabsorptionselement 5 ist derart orientiert, dass die Schallwellen aus dem

Reifenlatsch 4 mit im Wesentlichen 90° auf die erste Absorbermembran 6 treffen.

Der Anmelder hat heraus gefunden, dass der Reifenlatsch 4 nicht nur eine Schallquelle darstellt, sondern auch gleichzeitig einen schallharten Homhals eines akustischen Horns. Wie aus Figur lc ersichtlich treten zwischen dem Reifenlatsch 4 und dem Mündungsbereich des Homs, ähnlich wie bei einem einseitig geschlossenen Rohr, welches in der Mitte von Figur lc zu Vergleichszwecken dargestellt ist, stehende Schallwellen auf. Hierbei tritt beim Homhals immer ein Maximum des Schalldrucks P, und an der Hornmündung aufgrund des

Impedanzwechsels ein Schalldruckminimum auf. Die Summen der stehenden Schallwellen ergeben, wie in Figur ld beispielhaft dargestellt ist, einen für den Homeffekt eines Reifens 2 typischen Amplitudenverlauf, welcher im Beispiel von Figur ld eine Verstärkung von +18 dB bei einer Frequenz von etwa 1000 Hz aufweist. In Bezug auf die Geometrie des Fahrzeugs 3 ergibt sich eine örtliche Fixierung des Reifenlatschs 4 bei einer Geradeausfahrt, wodurch die Schalldruckmaxima der stehenden Schallwellen immer in einer bestimmten Entfernung zum Reifenlatsch 4 und somit an einer exakt definierten Position in Bezug auf das Fahrzeug 3 auftreten. Eine Positionierung des Schallabsorptionselements 5 in einem Abstand von dem Reifenlatsch 4 welcher einem Vielfachen der halben, der Resonanzfrequenz des

Schallabsorptionselements 5 zugeordneten, Wellenlänge l entspricht in Verbindung mit der ersten Absorbermembran 6, welche im Wesentlichen an Ihrer gesamten Fläche normal auf die von dem Reifenlatsch 4 ausgehende Schallausbreitungsrichtung S orientiert ist ergibt somit eine im Vergleich zum Stand der Technik wesentlich effektivere Schallunterdrückung.

Das Schallabsorptionselement 5 ist vorzugsweise als Membranabsorber ausgebildet. Wie in Figur 2a dargestellt, umfasst das Schallabsorptionselement 5 gemäß der bevorzugten

Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zumindest eine von der ersten Absorbermembran 6 beabstandet angeordnete weitere Absorbermembran 7, wobei das in Figur 2a dargestellte beispielhafte Schallabsorptionselement 5 zwei weitere

Absorbermembranen 7 aufweist. Die weitere Absorbermembran 7 ist im Wesentlichen parallel zu der ersten Absorbermembran 6 angeordnet. Gemäß dieser Ausfährungsform ist vorzugsweise ein durch zwei aufeinanderfolgende Absorbermembranen 6, 7 definierter Raum 8 des Schallabsorptionselements 5 luftdicht abgeschlossen, und vorzugsweise mit einem Akustikschaumstoff befällt. Zudem weicht ein Abstand zwischen der ersten Absorbermembran 6 und der zu der ersten Absorbermembran 6 benachbarten weiteren Absorbermembran 7 von einem Abstand zwischen zwei weiteren Absorbermembranen 7 ab. Zudem weisen die Absorbermembranen 6, 7 vorzugsweise variierende Flächengewichte auf. Durch eine Variation der Abstände der einzelnen Absorbermembranen 6, 7 zueinander, der Flächengewichte der Absorbermembranen 6, 7, die Füllung der Räume 8 mit

Akustikschaumstoff und die Anzahl der im Schallabsorptionselement 5 vorgesehenen Absorbermembranen 6, 7 wird der Vorteil erreicht, dass das Schallabsorptionselement 5 auf verschiedene Resonanzfrequenzen abgestimmt werden kann. Vorzugsweise umfasst das Schallabsorptionselement 5 zudem, wie in Figur 2a dargestellt, eine elastische

Membranaufhängung 15, wobei jede Absorbermembran 6, 7 an der elastischen

Membranaufhängung 15 schwingfähig gelagert ist. Diese elastische Membranaufhängung 15 ist von Bedeutung, da eine im Bereich der Reifen 2 starr montierte Absorbermembran 6, 7 ein gänzlich anderes Schwingungsverhalten der Absorbermembran 6, 7 zur Folge, und nur durch ihre Verformbarkeit in der Absorbermembranmitte eine Wirkung hätte. Das Ziel der elastischen Membranaufhängung 15 ist es ähnlich wie bei einer Lautsprechersicke eine möglichst kolbenförmige Oszillation einer starren Membran bzw. Platte zu ermöglichen.

Die Resonanzfrequenz eines Plattenabsorbers ergibt sich im Allgemeinen durch:

600

f R Resonanzfrequenz

d Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Absorbermembranen 6, 7

m Flächengewicht der Absorbermembranen

Figur 2b zeigt schematisch den Schalldruckverlauf der Hornmündungsresonanzen in

Abhängigkeit vom Abstand zum Reifenlatsch 4 eines beispielhaften Reifens 2, welcher in Bezug auf Amplitudenspitzen analysiert wurde. Zur Bereitstellung einer optimalen

Schallunterdrückung ist es vorteilhaft an Positionen, an welchen Maxima des Schalldrucks P von zu absorbierenden Frequenzen zusammenfallen das Schallabsorptionselement 5 zu positionieren und dessen Resonanzfrequenzen auf die zu absorbierenden Frequenzen abzustimmen. In den in Figur 2b dargestellten Schall druckverläufen der

Hommündungsresonanzen befinden sich beispielsweise bei einem Abstand von ca. 36 cm die Schalldruckmaxima der Frequenzen 950 Hz und 1900 Hz. Auf diese Weise kann eine mehrfach schmalbandige Absorption des Abrollgeräusches mit einem aus mehreren

Absorbermembranen 6, 7 bestehenden Absorberelement erreicht werden.

Figur 3a zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 in einer alternativen Ausführungsvariante mit aktiver Geräuschunterdrückung, wobei die in Figur 3a dargestellte Vorrichtung 1 einen mit einem Signalprozessor 9 verbundenen Körperschallwandler 10 und ein mit dem Signalprozessor 9 verbundenes Mikrophon 11 umfasst. Das Mikrophon 11 ist vorzugsweise im Bereich eines, der Fahrbahn zugewandten Endes des Schallabsorptionselements 5 angeordnet. Figur 3b zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 gemäß Figur 3a mit zwei Schallabsorptionselementen 5, angebracht an einem Fahrzeug 3. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass das Mikrophon 11 weniger durch Motorgeräusche beeinflusst wird. Der Signalprozessor 9 verarbeitet ein von dem Mikrophon 11 empfangenes Audiosignal und stellt dieses phasenverschoben an den Körperschallwandler 10 bereit. Hierdurch wird eine destruktive Schallinterferenz zwischen dem Abrollgeräusch und dem von dem

Körperschallwandler 10 ausgegebenen phasenverschobenen Audiosignal erzeugt. Dies führt zu einer umfangreichen Reduktion der Schallleistung des Abrollgeräuschs.

Vorzugsweise ist der Körperschallwandler 10, wie in Figur 3a dargestellt, an einer dem Reifenlatsch 4 abgewandten Seite der ersten Absorbermembran 6 angeordnet. Hierdurch ist der Körperschallwandler 10 von Beschädigungen geschützt innerhalb des

Schallabsorptionselements 5 angeordnet. Zudem wird hierbei die erste Absorbermembran 6 gleichzeitig als schallerzeugende Membran herangezogen.

Figur 3 c zeigt eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 mit zwei Schallabsorptionselementen 5, welche eine aktive Geräuschunterdrückung bereitstellt. Der Körperschallwandler 10 ist in dieser Ausführungsvariante an einem Karosserieteil des Fahrzeugs 3 im Bereich des Reifens 2 angeordnet. Hierdurch ist der Körperschallwandler 10 von Beschädigungen geschützt innerhalb des Fahrzeugs 3 angeordnet. Zudem wird hierbei die Karosserie des Fahrzeugs 3 als schallerzeugende Membran herangezogen.

Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 mit zwei Schallabsorptionselementen 5, wobei jedes der zwei Schallabsorptionselemente 5 in Richtung der Fahrbahn verschiebbar an dem Fahrzeug 3 befestigt ist. Zudem weist eines der beiden, oder wie in Figur 4 gezeigt beide Schallabsorptionselemente 5 jeweils ein

Aerodynamikelement 12 auf, welches dazu aus gebildet ist, eine fahrtwindabhängige

Abtriebskraft bereitzustellen. Das Aerodynamikelement 12 wirkt als aus dem Fahrzeugbau allgemein bekannter Spoiler, welcher eine Verlagerung des Schallabsorptionselements 5 während der Fahrt erreicht. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass das

Schallabsorptionselement 5 während der Fahrt näher zur Fahrbahn gebracht werden kann, wodurch Schallreflektionen von der Fahrbahn verringert werden. Die in Figur 4 dargestellte Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 kann zusätzlich eine aktive Geräuschunterdrückung umfassen, welche in Bezug Figur 3a Figur 3b und Figur 3c erläutert wurde. Figur 5 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 in einer weiteren Ausführungsvariante mit einer mit dem Schallabsorptionselement 5 verbundenen Positionierungseinheit 13. Die Positionierungseinheit 13 positioniert das Schallabsorptionselement 5 bei einer steigenden Fahrtgeschwindigkeit des Fahrzeugs 3 in einer in Figur 5 dargestellten Betriebsposition, in welcher die erste Absorbermembran 6 im Wesentlichen normal auf die von dem

Reifenlatsch 4 ausgehende Schallausbreitungsrichtung S orientiert ist. Bei sinkender

Fahrtgeschwindigkeit verlagert die Positionierungseinheit 13 das Schallabsorptionselement 5 aus der Betriebsposition. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass das

Schallabsorptionselement 5 bei niedrigen Fahrgeschwindigkeiten vor Beschädigungen geschützt am Fahrzeug 3 untergebracht, und erst bei hohen Fahrtgeschwindigkeiten eingesetzt wird. Die in Figur 5 beispielhaft dargestellte Positionierungseinheit 13 umfasst ein

Schwenklager zum verschwenken des Schallabsorptionselements 5 aus der Betriebsposition.

In Figur 6 ist die erste Absorbermembran 6 beziehungsweise die weitere Absorbermembran 7 dargestellt. Vorzugsweise ist die erste Absorbermembran 6 gemäß der bevorzugten

Ausführungsform aus Carbon und/oder Kevlar gebildet, und weist vorzugsweise einen Schaumstoffkern 14 auf. Des Weiteren ist die weitere Absorbermembran vorzugsweise aus Carbon und/oder Kevlar gebildet, und weist vorzugsweise einen Schaumstoffkern 14 auf. Diese Compositmaterialien sind vorteilhafterweise leicht, steif und beständig gegen raue physikalische Umgebungen.

Figur 7 zeigt eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 mit einem gekrümmten Schallabsorptionselement 5, welches im Bereich des Reifens 2 in

Fahrtrichtung F vor und zum Teil seitlich des Reifens 2 angeordnet ist. Das

Schallabsorptionselement 5 kann gemäß einer weiteren Ausführungsvariante, den Reifen 2 auch halbkreisförmig umfassen, und somit vor, hinter und seitlich von dem Reifenlatsch 4 angeordnet sein.