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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR REMOVING ANIMAL FECES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/044601
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a device for removing animal feces, comprising a frame part (1) together with a feces bag (2) and comprising a handle part (3) having a retention or ejection mechanism having a trigger, wherein the frame part (1) can be inserted into the handle part (3) and can be fixed in a position by means of the retention or ejection mechanism and can be decoupled and ejected by actuating the trigger. In order to be able to pick up animal feces from the ground in a reasonable and hygienic manner and then dispose of the animal feces cleanly, the trigger is designed as a substantially one-piece retention or triggering element that can be manually actuated, in particular as a triggering lever (4), on the handle part (3), and the frame part (1) has a groove (8), into which the retention or triggering element directly engages and locks when the frame part (1) is inserted such that the frame part (1) is fixed in the handle part (3). The invention further relates to a method for removing animal feces.

Inventors:
HAFNER, Maria, Theresia (Tretram 21, Viktring, A-9073, AT)
Application Number:
AT2010/000384
Publication Date:
April 21, 2011
Filing Date:
October 12, 2010
Export Citation:
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Assignee:
HAFNER, Maria, Theresia (Tretram 21, Viktring, A-9073, AT)
International Classes:
E01H1/12
Attorney, Agent or Firm:
WIRNSBERGER, Gernot (Mϋhlgasse 3, Leoben, A-8700, AT)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zum Entfernen von tierischem Kot, umfassend ein Rahmenteil (1) samt Kotsack (2) sowie ein Griffteil (3) mit einem Festhalte- bzw. Auswurfmechanismus mit einem Auslöser, wobei das Rahmenteil (1) in das Griffteil (3) einführbar und in einer

Position durch den Festhalte- bzw. Auswurfmechanismus fixierbar sowie durch Betätigung des Auslösers entkoppelbar und ausstoßbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslöser als händisch betätigbares, im Wesentlichen einteiliges Festhalte- bzw.

Auslöseelement, insbesondere als Auslösehebel (4), am Griffteil (3) ausgebildet ist und das Rahmenteil (1) eine Nut (8) aufweist, in welche das Festhalte- bzw. Auslöseelement bei eingeführtem Rahmenteil (1) direkt eingreift und dabei einrastet, sodass das

Rahmenteil (1) im Griffteil (3) fixiert ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Festhalte- bzw.

Auswurfmechanismus einen druckbelasteten Auswerfer, insbesondere einen

federbelasteten Auswurfstift (5), umfasst, welcher nach dem Einführen des Rahmenteils (1) in das Griffteil (3) vorgespannt ist und bei Betätigen des Festhalte- bzw.

Auslöseelements das Rahmenteil (1) aus dem Griffteil (3) ausstoßt. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Griffteil (3) ein Kunststoffplättchen (6) vorgesehen ist, welches das Festhalte- bzw. Auslöseelement vorspannt, wodurch das Festhalte- bzw. Auslöseelement in der Nut (8) im in das Griffteil (3) eingeführten Rahmenteil (1) einrastet. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenteil (1) endseitig eine abgeschrägte Lippe (7) zum Aufnehmen eines Kothaufens (9) in den Kotsack (2) aufweist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippe (7) am

Rahmenteil (1) abgeschrägt angebracht, vorzugsweise mit einem Winkel von 20° bis 70° zum Rahmenteil hin geneigt ist und schräg zu einer Seite des Festhalte- bzw.

Auslöseelements am Griffteil (3) hin verläuft, sodass ein Entfernen von tierischem Kot durch eine ziehende Bewegung erfolgen kann.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffteil (3) aus Kunststoff, Holz und/oder Metall, insbesondere Edelmetall, besteht.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verhältnis einer Länge des Griffteils (3) zu einer Länge des Rahmenteils (1) zwischen 2:1 und 1 :2 beträgt, insbesondere das Griffteil (3) in etwa gleich lang ist wie das Rahmenteil (1).

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffteil (3) zwei Hälften umfasst, welche miteinander vorzugsweise lösbar verbunden sind und den Festhalte- bzw. Auswurfmechanismus zumindest großteils umschließen.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Hälften des Griffteils (3) aus einem spritzgegossenen Kunststoff bestehen.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffteil (3) eine Länge von 5 bis 40 cm aufweist.

11. Verfahren zum Entfernen von tierischem Kot mit einer Vorrichtung umfassend ein Rahmenteil (1) samt Kotsack (2) sowie ein Griffteil (3) mit einem Festhalte- bzw.

Auswurfmechanismus mit einem Auslöser, bei der das Rahmenteil (1) in das Griffteil (3) einführbar und in einer Position durch den Festhalte- bzw. Auswurfmechanismus fixierbar sowie durch Betätigung des Auslösers entkoppelbar und ausstoßbar ist, wobei ein Kothaufen (9) in den Kotsack (2) eingebracht wird, wonach das Rahmenteil (1) mit dem Kotsack (2) entkoppelt und ausgestoßen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das

Rahmenteil (1) mit einer Lippe (7) vor dem Kothaufen (9) positioniert und anschließend der Kothaufen (9) durch Ziehen des Rahmenteils (1) am Boden im Kotsack (2) aufgenommen wird, wonach das Rahmenteil (1) vom Boden gehoben und mit dem Kot in einen Abfallbehälter (10) ausgestoßen wird.

12. Verfahren nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenteil (1) nach der Aufnahme des Kothaufens (9) durch Drehen des Griffteils (3) um vorzugsweise 180° gedreht wird, um den Kotsack (2) vor dem Ausstoßen zu verschließen.

Description:
Gerät zum Entfernen von tierischem Kot

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen von tierischem Kot, umfassend ein Rahmenteil samt Kotsack sowie ein Griffteil mit einem Festhalte- bzw.

Auswurfmechanismus mit einem Auslöser, wobei das Rahmenteil in das Griffteil einführbar und in einer Position durch den Festhalte- bzw. Auswurfmechanismus fixierbar sowie durch Betätigung des Auslösers entkoppelbar und ausstoßbar ist.

Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Entfernen von tierischem Kot mit einer Vorrichtung umfassend ein Rahmenteil samt Kotsack sowie ein Griffteil mit einem

Festhalte- bzw. Auswurfmechanismus mit einem Auslöser, bei der das Rahmenteil in das Griffteil einführbar und in einer Position durch den Festhalte- bzw. Auswurfmechanismus fixierbar sowie durch Betätigung des Auslösers entkoppelbar und ausstoßbar ist, wobei ein Kothaufen in den Kotsack eingebracht wird, wonach das Rahmenteil mit dem Kotsack entkoppelt und ausgestoßen wird.

Gemäß dem Stand der Technik sind verschiedene Geräte zum Entfernen von tierischem Kot bekannt. Beim Aufsammeln mittels eines bloßen Kotsacks wird der Kotsack wie ein Handschuh über eine Hand gestülpt. Der Kot wird dann mit der Hand (geschützt durch den Kotsack) aufgenommen. Anschließend wird der Kotsack über die Hand, welche den Kot hält, gestülpt und an den Sackenden verknotet. Von Nachteil ist hierbei, dass es zu einem ekelerregenden Kontakt zwischen der Hand und dem eventuell noch warmen Kot kommt. Zusammen mit gesellschaftlichen und hygienischen Gründen führt dies zu einer geringen Akzeptanz bzw. Anwendungsbereitschaft in der Bevölkerung.

Eine aus dem Stand der Technik bekannte sogenannte„Bellobox" ist eine sechseckige Pappschachtel, welche vor einem Entfernen eines Kothaufens richtig zusammengefaltet und sodann genau über dem Kothaufen platziert werden muss. Zur Aufnahme des Kothaufens muss man mit einem Fuß leicht auf die Bellobox treten und gleichzeitig mit einer Hand an einem Band ziehen. Nachteilig ist, dass eine Bellobox nicht sofort einsetzbar ist, da sie vor der Anwendung richtig zusammengefaltet werden muss. Des Weiteren muss eine Positionierung der Bellobox sehr genau vorgenommen werden, da ansonsten der Kothaufen nur teilweise in der Box eingeschlossen wird. Außerdem wird der untere Rand der Bellobox durch den Kot verschmutzt; eine Kotentsorgung kann also nicht auf saubere und hygienische Weise erfolgen. Schließlich ist noch von großem Nachteil, dass eine Anwendung der Bellobox einen guten Gleichgewichtssinn voraussetzt, da man auf einem Fuß stehend mit dem anderen Fuß keinen zu großen Druck auf die Box ausüben darf und dabei noch das Band mit der Hand richtig betätigen muss. Speziell für ältere Menschen ist dies schwierig.

Ein weiteres Gerät zum Entfernen von tierischem Kot ist eine sogenannte„Skooperbox". Die Skooperbox ist eine Boxschachtel mit Abstreifer bzw. Spachtel aus Karton. Zur Anwendung muss man den Karton auseinanderfalten, den Deckel nach hinten klappen und den Abstreifer heraustrennen. Sodann muss mit dem Abstreifer der Kot in die

Skooperbox geschaufelt bzw. geschoben werden. Nach dem Verschließen der Box kann die Skooperbox samt Kot entsorgt werden. Hier ist von Nachteil, dass der Anwender fast einen direkten Kontakt mit dem Hundekot hat. Nur der Abstreifer aus Karton trennt die menschliche Hand vom tierischen Kot. Nach einiger Zeit wird der Abstreifer aus Karton weich und erfüllt seinen Zweck nicht mehr zu 100 %.

Das Gerät„Swoop the Poop" ist ein Hundekotgreifer aus Kunststoff umfassend einen Trichter, aus dem ähnlich einer Hand Krallen hervorkommen. Über diese Krallen wird ein Kunststoffsack gestülpt. Die Krallen inklusive Sack werden über einen Kothaufen gestellt und nach Betätigung des Geräts umfassen die Krallen inklusive Sack den Kothaufen. Bei einem Mülleimer wird der Sack inklusive Kot ausgeworfen. Der Hundekotgreifer kann öfter verwendet werden. Nachteilig bei„Swoop the Poop" ist, dass das Gerät relativ groß (ca. 30 cm) und nur in einer Größe erhältlich ist. Damit das Gerät einwandfrei funktioniert, muss der Kothaufen eine gewisse Konsistenz aufweisen. Zum Entfernen des gefüllten Kunststoffsacks ist die Hilfe der zweiten Hand notwendig, um den Sack von den Krallen zu stülpen. Auch hier ist ein direkter Kontakt mit dem Kot nicht auszuschließen.

Die US 2002/0008392 A1 und die US 4,705,310 beschreiben Geräte zum Entfernen von tierischem Kot mit einem Griffteil, einem Rahmenteil sowie einem am Rahmenteil angebrachten Kotsack. Griffteil und Rahmenteil sind fest miteinander verbunden. Bei diesen Geräten ist von Nachteil, dass sie durch ihre Größe unhandlich sind und dass das eventuell durch den aufgenommenen Kot verschmutzte Rahmenteil nicht gemeinsam mit dem Kot entsorgt werden kann. Ein im Rahmenteil eingespannter Kotsack muss nach Aufnahme eines Kothaufens von Hand aus dem Rahmenteil ausgespannt werden, um den Kotsack samt Kot in einem Mülleimer entsorgen zu können. Ein direkter Kontakt mit den verschmutzten Rändern des Kotsacks ist dabei nahezu unvermeidbar.

In der GB 2 078 096 A ist ein Gerät zum Entfernen von tierischem Kot beschrieben, welches ein Griffteil, ein Rahmenteil und einen im Rahmenteil eingespannten Kotsack umfasst. Das Rahmenteil ist in das Griffteil einschiebbar und fixierbar sowie durch Drücken eines Druckknopfes aus diesem auswerfbar. Der komplexe Festhalte- bzw. Auswurfmechanismus umfasst viele Einzelteile, um eine Bewegung eines Druckknopfes am Griffteil bis zum Rahmenteil hin zu übertragen. Durch die Komplexität dieses

Mechanismus ergeben sich mehrere Nachteile: Kleine, passgenaue Einzelteile müssen hergestellt und verarbeitet werden, was relativ hohe Herstellungskosten für das Griffteil verursacht. Auch das Rahmenteil, welches ein Wegwerfteil darstellt, muss relativ passgenau ausgeführt werden. Des Weiteren bewirkt die Komplexität des Festhalte- bzw. Auswurfmechanismus eine relativ hohe Fehler- und Störungsanfälligkeit. Insgesamt erscheint der beschriebene Mechanismus angesichts seines Einsatzgebiets als zu komplex bzw. als unzweckmäßig.

Aufgabe der Erfindung ist es, die beschriebenen Nachteile zu beseitigen oder zumindest zu vermindern. Insbesondere liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Gerät bereitzustellen, mit dem tierischer Kot, primär Hundekot, auf zumutbare und hygienische Weise in Parkanlagen, auf Straßen, Gehwegen, Kinderspielplätzen usw. vom Boden aufgenommen und anschließend sauber entsorgt werden kann, ohne dabei mit dem tierischen Kot in Berührung zu kommen. Außerdem soll ein Teil des Geräts

wiederverwendet werden können.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben, mit dem tierischer Kot auf einfache und hygienische Weise entfernt werden kann. Die erste Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.

Da durch ein einziges Teil, nämlich das Festhalte- bzw. Auslöseelement, insbesondere den Auslösehebel, eine unmittelbare Wirkverbindung zwischen der betätigenden menschlichen Hand und dem eingeführten Rahmenteil hergestellt wird, ist ein mit der Erfindung erzielter Vorteil insbesondere darin zu sehen, dass der Festhalte- bzw.

Auswurfmechanismus bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf technisch einfache und damit wenig fehler- und störungsanfällige Weise realisiert ist. Außerdem wird dadurch eine kostengünstige Bauweise des Griffteils ermöglicht. Auch der Schaft des Rahmenteils, welches ein Wegwerfteil darstellt, ist einfach und kostengünstig ausführbar. Darüber hinaus kann das Griffteil oftmals verwendet werden.

Vorteilhafte Ausführungsvarianten der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 10.

Die verfahrensmäßige Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 11 gelöst.

Ein Vorteil eines erfindungsgemäßen Verfahrens ist insbesondere darin zu sehen, dass durch die Lippe am Rahmenteil der Kothaufen ohne zusätzliches Hilfsmittel mit einer ziehenden Bewegung einfach, sauber und schnell vom Kotsack aufgenommen werden kann. Durch ein impulsives, energiereiches Ausstoßen des Rahmenteils samt Kotsack und Kot erfolgt das Entsorgen in einen Abfallbehälter vollkommen berührungslos, da das Rahmenteil nicht mehr angegriffen zu werden braucht; und es wird beim Benützer ein positives Gefühl des Weit-von-sich-Wegwerfens hervorgerufen und somit ein positiver psychologischer Eindruck erzeugt.

Eine weitere vorteilhafte Verfahrensvariante ist Gegenstand des Anspruchs 12.

Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich anhand des nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispiels. In den Zeichnungen, auf weiche dabei Bezug genommen wird, zeigen:

Fig. 1 eine aufgeschnittene Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei das Rahmenteil im Griffteil fixiert ist;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung gemäß Fig. 1 ;

Fig. 3 eine Anwendung einer Vorrichtung gemäß Fig. 1 unmittelbar vor der Aufnahme eines Kothaufens;

Fig. 4 eine Vorrichtung gemäß Fig. 1 nach der Aufnahme des Kothaufens; Fig. 5 eine Vorrichtung gemäß Fig. 1 , wobei das Rahmenteil aus dem Griffteil

ausgestoßen und in einen Abfallbehälter entsorgt wird.

Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Entfernen von tierischem Kot in einer aufgeschnittenen Darstellung vor dem Gebrauch. Die Vorrichtung umfasst zwei Teile, welche formschlüssig miteinander verbunden sind. Das erste Teil ist ein Griffteil 3, welches als Haltegriff zum Festhalten durch eine menschliche Hand dient. Das Griffteil 3 kann aus wiederverwertbarem Kunststoff, aus Metall oder Edelmetall oder aus sonstigen Materialien hergestellt werden. Mit Vorteil besteht das Griffteil 3 aus zwei Hälften aus einem insbesondere spritzgegossenen Kunststoff, die miteinander z. B. durch Schrauben lösbar verbunden sind. Alternativ dazu kann das Griffteil 3 auch mehrere, insbesondere aus Aluminium gedrehte, zusammenschraubbare Teile umfassen. In dem Griffteil 3 befindet sich ein Mechanismus, welcher die Aufgabe hat, ein Rahmenteil 1 inklusive eines Kotsacks 2 einerseits festzuhalten und andererseits zu entkoppeln und auszuwerfen. Das Griffteil 3 ist in jeglicher Form und Größe herstellbar. Im Griffteil 3 befindet sich eine Öffnung, in welche das Rahmenteil 1 samt Kotsack 2 eingeschoben und durch einen Festhalte- bzw. Auslösehebel 4, welcher in eine Nut 8 im Rahmenteil 1 einrastet, festgehalten wird. Um den Festhalte- bzw. Auslösehebel 4 in der Nut 8 des Rahmenteils 1 zu fixieren, ist dieser durch ein vorgespanntes Kunststoffplättchen 6 fixiert. Durch das Einschieben des Rahmenteils 1 samt Kotsack 2 in das Griffteil 3 wird ein federbelasteter Auswurfstift 5 im Griffteil 3 nach hinten gedrückt und eine Druckfeder 11 vorgespannt. Das Griffteil 3 und das Rahmenteil 1 samt Kotsack 2 sind nun formschlüssig über den eingerasteten Festhalte- bzw. Auslösehebel 4 fix miteinander verbunden. Sie bilden dadurch eine Einheit und sind somit anwendungsbereit. Ein Verhältnis einer Länge des Griffteils 3 zu einer Länge des Rahmenteils 1 beträgt zwischen 2:1 und 1 :2. Insbesondere kann das Griffteil 3 etwa gleich lang wie das Rahmenteil 1 ausgebildet sein, um eine effektive Anwendung und ein einfaches Verstauen in einer Handtasche zu ermöglichen.

Fig. 2 stellt die erfindungsgemäße Vorrichtung gebrauchsfertig in einer perspektivischen Ansicht dar. Das Rahmenteil 1 inklusive Kotsack 2 ist in das Griffteil 3 gesteckt und wird durch den Festhalte- bzw. Auslösehebel 4 festgehalten. Das Rahmenteil 1 inklusive Kotsack 2 ist in verschiedenen Formen, Größen und Materialien herstellbar. Eine Lippe 7 des Rahmenteils 1 kann in verschiedenen Ausführungsformen hergestellt werden, beispielsweise gezackt, glatt, rechenförmig, zugespitzt, angeschärft, flexibel, viereckig, dreieckig usw. Die Lippe 7 dient der einfachen, effizienten, sauberen und schnellen Aufnahme des tierischen Kotes in den Kotsack 2. Das Rahmenteil 1 inklusive

wiederverwertbarem Kunststoffsack ist ein Einmalprodukt und wird nach der erstmaligen Verwendung entsorgt. Das Griffteil 3 inklusive Mechanismus ist öfters zu verwenden.

Fig. 3 stellt die Vorrichtung vor dem Gebrauch dar. Das Rahmenteil 1 inklusive Kotsack 2 ist in das Griffteil 3 gesteckt und wird durch den Festhalte- bzw. Auslösehebel 4 festgehalten. Das Griffteil 3 samt Rahmenteil 1 inklusive Kotsack 2 wird in einem Winkel entsprechend einer Neigung der Lippe 7 vor einem Kothaufen 9 positioniert und angestellt, sodass die Lippe 7 flach auf dem Boden aufliegt. Die Lippe 7 ist abgeschrägt angebracht und mit einem Winkel von 20° bis 70°, vorzugsweise 35° bis 55°, zum

Rahmenteil 1 hin geneigt, was eine vollständige Aufnahme des Kothaufens 9 durch eine ziehende Bewegung auf einfache Weise ermöglicht. Ein Aufsammeln bzw. Aufnehmen des Kothaufens 9 erfolgt durch eine händisch ausgeführte ziehende Bewegung in

Richtung Kothaufen 9 (entlang der Ffeile), bis dieser im Rahmenteil 1 inklusive Kotsack 2 verschwindet. Die Lippe 7 des Rahmenteils 1 wird unter dem Kothaufen 9 hinweggezogen und der Kothaufen 9 wird vom Kotsack 2 aufgenommen. Dabei sind keine zusätzlichen Hilfsmittel wie eine Spachtel notwendig. Außerdem wird bei der ziehenden Bewegung der Kot durch die menschliche Hand bzw. den Arm optisch verdeckt, wodurch der Vorgang für die ausführende Person angenehmer ist.

Fig. 4 stellt die erfindungsgemäße Vorrichtung nach dem Gebrauch dar. Der Kothaufen 9 befindet sich im Rahmenteil 1 inklusive Kotsack 2. Die gesamte Vorrichtung inklusive Kothaufen 9 kann vom Benützer mittels Griffteil 3 abtransportiert und zu einer

Sammelstelle gebracht werden. Durch das Griffteil 3 ergibt sich ein größerer Abstand zum Hundekot. Dabei ist es möglich, durch Drehen des Griffteils 3 samt Rahmenteil 1 um etwa 180° ein Verschließen des Kotsacks 2 zu erreichen. Dadurch kann eine

Geruchsausbreitung während eines Transportes vermieden werden. Fig. 5 stellt die erfindungsgemäße Vorrichtung nach dem Gebrauch bzw. bei der

Entsorgung des Kotsacks 2 bei einer Sammelstelle dar. Der Festhalte- bzw. Auslösehebel 4, der sich auf dem Griffteil 3 befindet, wird betätigt. Dadurch hebt sich der Festhaltebzw. Auslösehebel 4 aus der Nut 8 des Rahmenteils 1 und das Rahmenteil 1 wird vom Griffteil 3 entkoppelt, d. h., die formschlüssige Verbindung zwischen Rahmenteil 1 und Griffteil 3 wird gelöst. Daraufhin wird das Rahmenteil 1 samt Kotsack 2 inklusive

Kothaufen 9 durch die unter Spannung stehende Druckfeder 11 und den federbelasteten Auswurfstift 5 im Griffteil 3 aus diesem ausgestoßen und in einen Abfallbehälter 10 entsorgt. Ausstoßen bzw. Auswerfen des Rahmenteils 1 samt Kotsack 2 aus dem Griffteil 3 erfolgt dabei schnell, impulsiv und energiereich. Damit wird beim Benutzer ein positiver psychologischer Effekt bzw. Eindruck eines berührungslosen, impulsiven Weit-von-sich- Wegstoßens erreicht, welches die rasche, kontaktlose Entsorgung charakterisiert.

Letztere erfolgt auf zumutbare und hygienische Weise, ohne dass eine menschliche Hand mit dem Kothaufen 9 in Berührung gelangt; das Rahmenteil 1 braucht nicht mehr angegriffen zu werden. Nach der Entsorgung des Rahmenteils 1 inklusive Kotsack 2 kann das Griffteil 3 wiederverwendet werden.

Überall wo diese Erfindung Anwendung findet, wird der Lebensraum für Mensch und Tier hygienischer, sauberer und lebenswerter:

- keine Geruchsbelästigung, keine Keime und keine Erreger, mit welchen ein Anwender in Kontakt kommen könnte;

- keine Pilze, keine Sporen, die sich durch die Luft verbreiten können und Krankheiten hervorrufen;

- absolut saubere Hände, da der Anwender in keinerlei Weise mit dem Kothaufen 9 in Berührung kommt;

- die Anwendung der Erfindung ist für jedermann ohne Weiteres zumutbar.




 
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