| Patentansprüche 1. Vorrichtung zum Entfernen von Flüssigkeit von der Oberfläche eines in einer Laufrichtung aus einer Bandbearbeitungsanlage geförderten Bandes mittels eines auf das bewegte Band gerichteten Gasstrahls, mit mindestens einer Austrittsdüse mit einer Austrittsöffnung, aus der der Gasstrahl austritt, dadurch gekennzeichnet, dass die längste Erstreckung (L) der Austrittsöffnung (10) jeder Austrittsdüse (5) kleiner als die Breite (B) des Bandes (3) ist und dass die Vorrichtung (1) Mittel zum Bewegen jeder Austrittsdüse (5) winklig zur Laufrichtung (2) des Bandes (3) aufweist, wobei die Geschwindigkeit jeder Austrittsdüse (5) größer als die Geschwindigkeit des Bandes (3) ist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (10) die Form eines Schlitzes mit einer Schlitzbreite (S) und einer Schlitzlänge (L) aufweist. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis aus Breite (B) des Bandes zur längsten Erstreckung (L) der Austrittsöffnung der Austrittsdüse (5) größer als B/L = 1,5 ist. 4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit der Austrittsdüse (5) um ein Vielfaches größer als die Geschwindigkeit des Bandes (3) ist. 5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass jede Austrittsdüse (5) an einem Transportmittel (4) angeordnet ist, das längs einer Führungsbahn (6) eines Gasspeichers (7) zur Versorgung der Austrittsdüsen (5) mit Gas umläuft. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasspeicher (7) entlang eines Abschnitts der Führungsbahn (6) einen zum Band (3) weisenden Steuerschlitz (9) aufweist, der das Gas aus dem Gasspeicher (7) freigibt. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportmittel (4) als Band und jede Austrittsdüse (5) als Durchtrittsöffnung in dem Band (4) ausgeführt ist, das Band (4) dichtend den Steuerschlitz (9) überdeckt und jede Durchtrittsöffnung längs der Führungsbahn (6) mit dem Steuerschlitz (9) in Überdeckung bringbar ist. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (6) innerhalb des Gasspeichers (7) angeordnet ist. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (6) außerhalb des Gasspeichers (7) angeordnet ist. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Bewegen jeder Austrittsdüse (5) ein mittels eines Antriebs (28) um seine Längsachse (17) drehbares Düsenrohr (18) umfassen, das mindestens einen schraubenförmigen Düsenschlitz (19a, 19b) oder mehrere auf mindestens einer schraubenförmigen Linie angeordnete Düsenöffnungen aufweist . 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Düsenrohr (18) unter Ausbildung eines Ringspaltes (21) in einem hohlzylindrischen Gehäuse (22) mit einem zum Band (3) weisenden Steuerschlitz (9) angeordnet ist, der winklig zu jedem Düsenschlitz (19a, 19b) des Düsenrohrs (18) bzw. jeder schraubenförmigen Linie, auf der die Düsenöffnungen angeordnet sind, verläuft und das Gas aus dem zugleich als Gasspeicher dienenden Düsenrohr (18) freigibt. 12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Düsenrohr (18) unter Ausbildung eines Ringspaltes (21) einen hohlzylindrischen Gasspeicher (23) mit einem zum Band (3) weisenden Steuerschlitz (9) umgibt, der winklig zu jedem Düsenschlitz (19a, 19b) des Düsenrohrs (18) bzw. jeder schraubenförmigen Linie, auf der die Düsenöffnungen angeordnet sind, verläuft und das Gas aus dem Gasspeicher (18) freigibt. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Düsenrohr (18) mindestens einen schraubenförmigen linksgängigen und mindestens einen schraubenförmigen rechtsgängigen Düsenschlitz (19a, 19b) bzw. mehrere auf mindestens einer schraubenförmigen linksgängigen und mehrere auf mindestens einer schraubenförmigen rechtsgängigen Linie angeordnete Düsenöffnungen aufweist. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Bewegen jeder Austrittsdüse (5) mindestes eine mittels eines Antriebs um eine zur Oberfläche des Bandes (3) senkrechte Achse (31) drehbare Halterung (30) umfasst, an der im Abstand zur Drehachse (31) mindestens eine Austrittsdüse (5) angeordnet ist. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Düse (5) Steuerungsmittel (33) zur Freigabe des Gases zugeordnet sind. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerungsmittel ein Steuerschlitz (33) ist, der zeitweilig mit der Austrittsöffnung (10) jeder Austrittsdüse (5) in Überdeckung bringbar ist. 17. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerungsmittel ein im Bereich der Drehachse (31) der Halterung (30) angeordneter Steuerschlitz (33) ist, der zeitweilig eine gasführende Verbindung (32) zu jeder Austrittsdüse (5) herstellt. 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasstrahl einzelner oder mehrerer Austrittsdüsen (5) mit einer Neigung von 30° bis 90° in oder gegen deren Bewegungsrichtung (8) auf die Oberfläche des Bandes (3) gerichtet ist. 19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 - 6, 8, 9 sowie 14 - 18, dadurch gekennzeichnet, dass jede Austrittsdüse eine Mehrkanal-Flachstrahldüse ist. 20. Bandbearbeitungsanlage mit einer Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 19. 21. Bandbearbeitungsanlage nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine Vorrichtung (1) sowohl an der Unter- als auch Oberseite des Bandes (3) angeordnet ist. |
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen von Flüssigkeit von der Oberfläche eines in einer Laufrichtung aus einer Bandbearbeitungsanlage geförderten Bandes mittels eines auf das bewegte Band gerichteten Gasstrahls, mit mindestens einer Austrittsdüse mit einer Austrittsöffnung, aus der der Gasstrahl austritt. Des weitern betrifft die Erfindung eine Bandbearbeitungsanlage mit solch einer Vorrichtung.
Vorrichtungen der genannten Art sind erforderlich, um insbesondere von schnelllaufenden metallischen Walzbändern Reste des Kühlschmiermittels zu entfernen, das beim Walzen auf das Band aufgebracht wird und nach dem Walzvorgang als Rückstand auf dem Band haftet. Erfolgt die Entfernung der Flüssigkeit des Kühlschmiermittels nicht in ausreichendem Maße, so bilden die Reste des Kühlschmiermittels nach dem Aufhaspeln des Bandes zu einem Bandbund zwischen dessen einzelnen Windungen einen Schmierfilm. Dieser Schmierfilm kann dazu führen, dass die einzelnen Windungen des Bundes teleskopieren, sich also beim Aufhaspeln in Haspelachsrichtung verschieben. Zudem sind für die weitere Verarbeitung der Bänder üblicherweise lediglich sehr niedrige Rückstandsmengen des Kühlschmiermittels auf der Oberfläche des Walzbandes zugelassen.
Schon seit langem wird versucht, die auf einem Band nach einer Behandlung verbleibenden Rückstände durch Abblasen, beispielsweise mittels Luft, zu entfernen. So ist aus der amerikanischen Patentschrift US 3 607 366 eine Vorrichtung bekannt, bei der Schlitzstrahldüsen mit einer bestimmten Neigung ihrer Strahlrichtung gegen die Laufrichtung des zu reinigenden Bandes ausgerichtet sind und sich im wesentlichen über dessen Breite erstrecken.
Eine verbesserte Vorrichtung zum Entfernen von Flüssigkeiten von der Oberfläche eines Bandes ist in der deutschen
Offenlegungsschrift DE 42 15 602 Al beschrieben. Bei dieser Vorrichtung wird der Gasstrahl über eine ebenfalls quer zu Bandlaufrichtung sich über die Bandbreite erstreckende Schlitzstrahldüse mit einem bestimmten Neigungswinkel gegen die Förderrichtung des Bandes auf dieses geblasen, wobei das Verhältnis zwischen der Breite der Schlitzstrahldüse und ihrem Abstand zu dem Band derart gewählt ist, dass der Gasstrahl mit einer hohen Geschwindigkeit auf das Band trifft. Gleichzeitig ist in einem bestimmten Abstand in Förderrichtung des Bandes vor der Schlitzstrahldüse ein Absaugspalt angeordnet, über den der Gasstrom und die mit ihm vermischte Flüssigkeit von dem Band abgesaugt wird.
Beim praktischen Einsatz der aus DE 42 15 602 Al bekannten Vorrichtung hat sich herausgestellt, dass sich mit dieser im Bereich der Bandmitte eine ausreichende Reinigungswirkung erzielen lässt. Gleichzeitig zeigte sich jedoch, dass dort wo sich besonders viele Flüssigkeitsreste ansammeln, die Reinigungswirkung häufig nicht ausreicht. Der praktische Einsatz hat weiterhin gezeigt, dass zur Erzielung einer ausreichenden Reinigungswirkung hohe Strömungsgeschwindigkeiten und große Gasmengen erforderlich sind. Dieses hat große Blas- und Saug-Aggregate, hohe Antriebsleistungen und einen hohen Geräuschpegel zur Folge. Aus der DE 694 15 771 T2 ist eine Vorrichtung zur Entfernung von Flüssigkeitsrückständen von der Oberfläche eines bewegten Bandes bekannt, deren Luftdüsen winklig zu der Bewegungsrichtung des Bandes angestellt sind.
Ferner ist aus der WO 2007/085613 Al eine gattungsfremde Bandreinigungsvorrichtung zum Entfernen von Verunreinigungen von einem bewegten Band bekannt, bei der innerhalb einer Haube mit einer Sprühkammer ein rotierender Düsenbalken mit einer Düse ein Wasser-Reinigungsmittelgemisch auf das Band düst . Diese Vorrichtung ist nicht zur Entfernung von Flüssigkeiten von der Bandoberfläche geeignet.
Aus der DE 198 81 989 Tl sind Düsen zur Beschichtungsdickenregelung bekannt, bei denen die eingesetzten Luftdüsen durch eine Querschnittsänderung an den gewünschten Betriebszustand anzupassen sind.
Aus der DE 22 07 760 B ist eine gattungsfremde Vorrichtung zur Steuerung des Gewichts und der Verteilung eines
Metallüberzugs bekannt, bei der an einem drehbar angeordnetem Sammelrohr mindestens zwei Luftmesser unterschiedlicher Breite angeordnet sind, die durch Drehen des Sammelrohrs um seine Drehachse wahlweise quer zur Bandlaufrichtung zur Wirkung bringbar sind.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art sowie einen Bandbearbeitungsanlage zu schaffen, die die Reinigungswirkung verbessert und die erforderlichen Gasmengen sowie den Geräuschpegel verringert. Die Lösung der Aufgabe beruht auf dem Gedanken, dass zum Entfernen der Flüssigkeit mindestens eine sich lediglich über einen Teil der Bandbreite erstreckende Austrittsdüse mit einem gerichteten Gasstrahl mit hoher Geschwindigkeit über das Band bewegt wird. Die Bewegung der Austrittsdüse (n) erfolgt vorzugsweise im Wesentlichen quer zur Bandlaufrichtung. In Betracht kommen jedoch auch Bewegungen unter anderen von 0° verschiedenen Winkeln zur Bandlaufrichtung, solange ein Abblasen über die gesamte Breite des Bandes mit der Düse bzw. den Düsen gewährleistet ist. Ebenso ist eine Bewegung unter sich fortlaufend ändernden Winkeln zur Bandlaufrichtung möglich.
Im Einzelnen wird die Aufgabe bei einer Vorrichtung der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, dass die längste Erstreckung (L) der Austrittsöffnung jeder Austrittsdüse kleiner als die Breite (B) des Bandes ist und dass die Vorrichtung Mittel zum Bewegen jeder Austrittsdüse winklig zur Laufrichtung des Bandes aufweist, wobei die Geschwindigkeit jeder Austrittsdüse größer als die Geschwindigkeit des Bandes ist.
Während bei den ortsfesten Austrittsdüsen des Standes der Technik das Abblasen der Flüssigkeit passiv und nur einmalig mit Bandgeschwindigkeit erfolgt, kann bei der Erfindung mit mindestens einer beweglichen Austrittsdüse der Abblasvorgang aktiv mit einem Vielfachen der Bandgeschwindigkeit erfolgen. So kann z.B. die Bandgeschwindigkeit 20 m/s, die Geschwindigkeit der Düsenbewegung insbesondere quer zur Laufrichtung des Bandes dagegen 100 m/s betragen. Die im Vergleich zur Bandgeschwindigkeit höhere Geschwindigkeit der Austrittsdüse (n) wird zumindest zum Teil zur Verringerung der längsten Erstreckung (L) , insbesondere der Schlitzlänge der schlitzförmigen Austrittsöffnung der Austrittsdüse und damit der Gasmenge und Geräuschkulisse genutzt. Beträgt wie im genannten Beispiel die Geschwindigkeit der Düsenbewegung 100 m/s und die Bandgeschwindigkeit 20 m/s, so ist bei einer Querbewegung der Austrittsdüse eine Reduzierung der Schlitzlänge (L) um das 5- fache auf 20 % der Bandbreite (B) möglich. Das Verhältnis aus Breite (B) des Bandes zur längsten Erstreckung (L) der Austrittsöffnung der Austrittsdüse (5) sollte in jedem Fall größer als B/L = 1,5 sein.
Das Verhältnis von Düsengeschwindigkeit zu
Bandgeschwindigkeit kann auch zu einem Teil zur Verringerung der längsten Erstreckung (L) , insbesondere der Schlitzlänge der Düse, und zum anderen Teil zur Mehrfachabblasung der Oberfläche des Bandes genutzt werden. Die durch die Querbewegung der Austrittsdüse (n) zu einer der bzw. den
Bandkanten ohnehin bereits verbesserte Reinigungswirkung in den seitlichen Bereichen des Bandes lässt sich durch eine derartige Mehrfachabblasung nochmals steigern.
Als Steuerungsmittel zur zeitweiligen Versorgung jeder Austrittsdüse mit Gas kommt insbesondere mindestens ein Steuerschlitz in Betracht. Die Steuerungsmittel geben den Gasstrahl lediglich während einer im Wesentlichen quer zur Laufrichtung des Bandes verlaufenden Bewegung der Austrittsdüsen frei. Hierdurch wird die erforderliche Gasmenge verringert. Des weitern verbessert der im Wesentlichen quer zu Bandlaufrichtung auftreffende Gasstrahl die Gleichmäßigkeit der Abblasung der Bandoberfläche und damit die Oberflächenqualität des Bandes.
Eine Reduktion der Geräuschentwicklung bei gleichzeitig geringem Gas-, insbesondere Luftverbrauch, lässt sich durch den Einsatz von Mehrkanal-Flachstrahldüsen erreichen, deren Austrittsöffnung von in einer Reihe angeordneten Kanälen gebildet wird. Die längste Erstreckung (L) der Austrittsöffnung ergibt sich aus dem Abstand zwischen den äußeren Rändern der beiden äußeren, die Mehrkanal- Flachstrahldüse begrenzenden Kanäle.
Weiterhin wird die Aufgabe gelöst durch einen Bandbearbeitungsanlage gemäß der Merkmale des Anspruchs 20. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung der Figuren. Es zeigen:
Figur Ia ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer
Schnittdarstellung mit einem in einem Gasspeicher umlaufenden Transportmittel,
Figur Ib eine Aufsicht auf das durch die Vorrichtung nach Figur 1 a durchlaufende Band mit einer schematischen Darstellung von Abblasflächen,
Figur 2a eine Vorrichtung entsprechend Figur 1, jedoch mit kleineren Austrittsdüsen, Figur 2b eine Aufsicht auf das durch die Vorrichtung nach
Figur 2a durchlaufende Band mit einer schematischen Darstellung von Abblasflächen,
Figur 3 ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer Schnittdarstellung mit einem um einen Gasspeicher umlaufenden Transportmittel,
Figur 4a ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer Schnittdarstellung mit einem Düsenrohr, das zwei schraubenförmige, linksgängige Düsenschlitze aufweist sowie
Figur 4b eine Vorrichtung entsprechend Figur 4a in schematischer Schnittdarstellung mit einem Düsenrohr, das einen schraubenförmigen, linksgängigen und einen schraubenförmigen, rechtsgängigen Düsenschlitz aufweist,
Figur 5 Abwicklungen des Düsenrohrs der Vorrichtungen nach Figuren 4a und 4b sowie weitere Anordnungen der Düsenschlitze,
Figur 6 ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer Schnittdarstellung mit einem um einen Gasspeicher rotierenden Düsenrohr,
Figur 7 ein fünftes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer schematischen Aufsicht mit kreisbogenförmiger Bewegung der Austrittsdüsen,
Figur 8 einen Rotor einer Vorrichtung nach Figur 7, jedoch mit abweichender Steuerung der Luftzufuhr,
Figur 9a,
Figur 9b schematische Schnittdarstellungen zur
Veranschaulichung unterschiedlicher Neigungen der als Flachstrahl- bzw. Schlitzstrahldüse ausgeführten Austrittsdüse,
Figur 10 eine schematische Schnittdarstellung einer
Absaugvorrichtung an den Bandkanten einer erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie
Figur 11 eine alternative Ausgestaltung des Düsenrohres einer Vorrichtung entsprechend den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 4 - 6.
Figur Ia zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung (1) zum Entfernen von Flüssigkeit von der Oberfläche eines in einer Laufrichtung (2) auf einer in der Figur nicht dargestellten Bandbearbeitungsanlage geförderten Bandes (3) . Vorzugsweise befinden sich jeweils eine
Vorrichtung (1) auf der Oberseite und eine Vorrichtung (1) auf der Unterseite des Bandes (3) , so dass die Flüssigkeit von beiden Oberflächen des Bandes gleichzeitig durch Abblasen entfernt werden kann.
Die an einem Transportmittel (4) angeordneten Austrittsdüsen (5) bewegen sich längs einer Führungsbahn (6) innerhalb eines Gasspeichers (7) quer zur Laufrichtung (2) des Bandes (3). Das als Band ausgeführte Transportmittel (4) läuft kontinuierlich entgegen dem Uhrzeigersinn in Pfeilrichtung (8) um. Der mit einer nicht dargestellten Gasversorgung verbundene, behälterartige Gasspeicher weist entlang eines Abschnitts der Führungsbahn (6) einen zum Band (3) ausgerichteten, sich über die gesamte Breite (B) des Bandes (3) erstreckenden Steuerschlitz (9) auf, der die Austrittsöffnungen (10) der Austrittsdüsen (5) und damit das Gas aus dem Gasspeicher (7) freigibt.
Die Austrittsdüsen (5) sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel als schlitzförmige Durchtrittsöffnungen in dem bandförmigen Transportmittel (4) ausgeführt, wobei das Transportmittel dichtend den Steuerschlitz (9) überdeckt und jede Durchtrittsöffnung längs der Führungsbahn (6) mit dem Steuerschlitz (9) in Überdeckung bringbar ist.
Die Austrittsöffnungen (10) der Austrittsdüsen (5) befinden sich in einem so geringen Abstand zur Oberfläche des Bandes (3) , dass die Auftreffgeschwindigkeit des mit jeder Austrittsdüse (5) auf das Band (3) aufgeblasenen Gasstrahls größer oder gleich 100 m/s ist. Diese Strahlgeschwindigkeiten sind zur Entfernung von Walzöl von einem Metallband mit Luft erforderlich. Der auf das Band (3) auftreffende Gasstrahl entspricht praktisch der Schlitzform der Austrittsöffnung (10) mit einer Schlitzbreite (S) und einer Schlitzlänge (L).
An der in Laufrichtung (2) des Bandes (3) linken Bandkante befindet sich eine durch den Pfeil (11) symbolisierte
Absaugvorrichtung, die das von den drei Austrittsdüsen (5) zu der Bandkante geblasene Walzöl sowohl an der Bandober- als auch -Unterseite absaugt. In dem Ausführungsbeispiel entspricht der Abstand zwischen den drei Austrittsdüsen (5) der Breite des Bandes (B) , so dass stets der Gasstrahl einer der drei Austrittsdüsen (5) auf die Oberfläche des Bandes (3) gerichtet ist.
Als Transportmittel (4) für die Austrittsdüsen kommen neben dem hier gezeigten Band beispielsweise auch Flachriemen, Zahnriemen, Ketten oder dergleichen in Betracht. Die Umlenkungen, beispielsweise Umlenkrollen, des
Transportmittels (4) und dessen Antrieb sind in Figur 1 der Übersichtlichkeit halber nicht näher dargestellt.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt die Geschwindigkeit des Transportmittels (4) und damit der
Austrittsdüsen (5) quer zur Laufrichtung (2) des Bandes (3) das Fünffache der Geschwindigkeit des Bandes (3) in Laufrichtung (2). Wenn auf eine verbesserte Reinigungswirkung durch eine Mehrfach-Abblasung verzichtet wird, kann in Folge dessen die Schlitzlänge (L) der Austrittsdüsen auf ein
Fünftel der Breite (B) des Bandes (3) reduziert werden. Als Formel lässt sich dieser Zusammenhang wie folgt ausdrücken:
L = B x V B / V D , wobei
L = Schlitzlänge B = Breite des Bandes (3)
V B = Geschwindigkeit des Bandes (3)
V D = Geschwindigkeit der Austrittsdüse (5)
Figur Ib zeigt die sich auf der in Laufrichtung (2) bewegten Oberfläche des Bandes (3) ergebenden Abblasflächen bei
Verwendung der in Figur Ia dargestellten Vorrichtung (1) . In Folge der fünffachen Geschwindigkeit der Düsen (5) gegenüber der Geschwindigkeit des Bandes (3) wird trotz der gegenüber dem Stand der Technik erheblich kleineren Austrittsöffnungen (10) der Austrittsdüsen (5) das Band (3) vollflächig mit dem gerichteten Gasstrahl beaufschlagt bei gleichzeitig geringerem Gasverbrauch und damit einhergehender geringerer Geräuschbelästigung. Die ausschließliche Bewegung sämtlicher Austrittsdüsen (5) zur linken Bandkante verbessert darüber hinaus die bisher problematische Reinigungswirkung im seitlichen Bereich des Bandes (3) .
Die Ausführungsform der Vorrichtung (1) nach Figur 2 a entspricht im Aufbau und der Wirkungsweise weitgehend der derjenigen nach Figur 1 a, so dass auf die dortigen
Ausführungen verwiesen wird. Unterschiede ergeben sich insoweit, als in dem bandförmigen Transportmittel (4) sechs Austrittsdüsen (5) im Abstand der halben Breite (B) des Bandes (3) angeordnet sind, so dass die Schlitzlänge (L) der Austrittsdüsen (5) mit gegenüber Figur 1 halber Länge ausgeführt werden können, sofern keine Mehrfachabblasung gewünscht wird. Die sich auf dem durchlaufenden Band (3) ergebenden Abblasflächen (12) sind aus Figur 2b erkennbar.
Figur 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung (1), die sich von den
Ausführungsbeispielen nach den Figuren 1 und 2 insoweit unterscheidet, dass das Transportmittel (4) nicht innerhalb, sondern außerhalb des Gasspeichers (7) entlang dessen außenliegender Führungsbahn (6) geführt wird. In Übereinstimmung mit dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 und 2 weist die Vorrichtung (1) entlang eines Abschnitts der Führungsbahn (6) den zum Band (3) weisenden Steuerschlitz (9) auf, der das Gas aus dem Gasspeicher (7) an die in dem umlaufenden bandförmigen Transportmittel (4) angeordneten Austrittsdüsen (5) freigibt. Seitlich neben dem Gasspeicher
(7) sowie der linken und rechten Bandkante des Bandes (3) ist jeweils eine Umlenkrolle (13a, 13b) für das Transportmittel (4) angeordnet, wobei mindestens eine der Umlenkrollen (13a, 13b) mit einem in Figur 3 nicht dargestellten Drehantrieb verbunden ist, um das bandförmige Transportmittel (4) fortlaufend in Pfeilrichtung (8) zu bewegen.
Das bandförmige Transportmittel (4) überdeckt dichtend den Steuerschlitz (9), wie dies insbesondere aus der Detaildarstellung in Figur 3 erkennbar ist. Der Steuerschlitz (9) wird seitlich durch die Führungsbahn (6) bildende Stege (14a, 14 b) begrenzt, auf denen die seitlichen Ränder des bandförmigen Transportmittels (4) abgleiten. Seitlich wird die derart gebildete Führungsbahn (6) durch Vertikalstege (15a, 15 b) begrenzt, die zugleich eine Seitenführung für das umlaufende Transportmittel (4) bilden. Ein Vorteil der Vorrichtung nach Figur 3 besteht darin, dass die Austrittsöffnungen (10) der Austrittsdüsen (5) noch näher an das Band (3) herangebracht werden können, so dass bei gleicher Austrittsgeschwindigkeit des Gasstrahls eine höhere Reinigungsleistung erzielbar ist.
Die Figuren 4a, 4b, 5 und 6 zeigen Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung (1), bei denen die translatorische Bewegung der Düsen quer zur Laufrichtung des Bandes durch eine Schraubenbewegung erzeugt wird:
Die Vorrichtung (1) nach Figuren 4a, 4b umfasst ein mittels eines Antriebs (16) um seine Längsachse (17) drehbares Düsenrohr (18), in das jeweils zwei schraubenförmige Düsenschlitze (19a, 19b) eingebracht sind. Das an den stirnseitigen Enden geschlossen ausgeführte Düsenrohr wird über die dort ansetzenden, einen Durchgang aufweisenden Zapfen (20a, 20b) mit Gas, insbesondere Luft, versorgt und dient zugleich als Gasspeicher. Das Düsenrohr (18) ist unter Ausbildung eines engen Ringspaltes (21) in einem Hohlzylinder eines Gehäuses (22) mit einem zum Band (3) weisenden
Steuerschlitz (9) drehbar gelagert, der die schraubenförmigen Düsenschlitze (19a, 19b) des Düsenrohres (18) lediglich im Bereich des Steuerschlitzes (9) zum Band hin freigibt. In folge der Drehung des Düsenrohres (18) bewegen sich die freigegebenen Abschnitte der Düsenschlitze (19a, 19b) entlang des Steuerschlitzes (9) quer zur Laufrichtung (2) des Bandes. Die Austrittsdüsen (5) werden durch das Zusammenwirken der schraubenförmigen Düsenschlitze (19a, 19b) mit dem Steuerschlitz (9) gebildet, wobei die Längsränder des Steuerschlitzes (9) und die Längsränder der Düsenschlitze (19a, 19b) die beiden schlitzförmigen Austrittsdüsen (5) begrenzen. Die Schlitzlänge (L) der derart gebildeten Austrittsdüsen (5) wird durch den Abstand der Längsränder des Steuerschlitzes (9) und die Schlitzbreite (S) durch den Abstand der Längsränder der Düsenschlitze (19a, 19b) bestimmt .
Die beiden Düsenschlitze (19a, 19b) in dem Düsenrohr (18) nach Figur 4a haben einen der halben Breite (B) des Bandes (3) entsprechenden Abstand und weisen einen übereinstimmenden Steigungswinkel auf. Bei Drehung des Düsenrohrs (18) bewegen sich beide Austrittsdüsen (5) in gleicher Richtung quer zur Laufrichtung (2) des Bandes (3).
Die beiden Düsenschlitze (19a, 19b) in dem Düsenrohr (18) nach Figur 4b weisen entgegengesetzte Steigungswinkel mit rechts- bzw. linksgängiger Schraubenlinie auf. Die
Austrittsdüsen (5) bewegen sich von der Mitte des Bandes (3) gegenläufig zu den Bandkanten hin, was eine verbesserte Reinigungswirkung, insbesondere im Bereich beider Bandkanten zeitigt .
Figur 5 veranschaulicht die Abwicklung des Düsenrohrs (18) für verschiedene Anordnungen von Düsenschlitzen (19a, 19b). Die Abwicklungen Al und A2 zeigen die Düsenrohre (18) in den Figuren 4a und 4b mit gleichgerichteter bzw. gegenläufiger Bewegung der Austrittsdüsen (5) . Die Abwicklung A3 zeigt ein Düsenrohr entsprechend Figur 4b, bei dem die Düsenschlitze (19a, 19b) jedoch in Umfangsrichtung U des Düsenrohres (18) versetzt zueinander angeordnet sind. Die versetzte Anordnung ermöglicht eine Überschneidung der beiden Düsenschlitze (19a, 19b) sowie eine stabilere Ausführung des Düsenrohres (18). Die Steigung der Düsenschlitze (19a, 19b) der Düsenrohre (18) entsprechend den Abwicklungen Al bis A3 ist gleich der Bandbreite gewählt, so dass sich jede Austrittsdüse während einer Umdrehung des Düsenrohrs (18) einmal über die gesamte Breite (B) des Bandes (3) bewegt.
Bei der Anordnung der Düsenschlitze entsprechend den Abwicklungen Bl bis B3 nach Figur 5 ist die Steigung jedes Düsenschlitzes lediglich gleich der halben Breite (B) des Bandes (3) . Dies hat kleinere Geschwindigkeiten der
Austrittsdüsen (5) zur Folge. Um die Austrittsdüsen (5) über die gesamte Breite (B) des Bandes (3) zu bewegen, sind bei den Anordnungen nach den Abwicklungen Bl bis B3 zwei Umdrehungen des Düsenrohres (18) erforderlich.
Die Steigung der Düsenschlitze (19a, 19b) der Düsenrohre (18) entsprechend den Abwicklungen Cl bis C3 ist gleich der doppelten Bandbreite gewählt, so dass sich jede Austrittsdüse bereits während einer halben Umdrehung des Düsenrohrs (18) einmal über die gesamte Breite (B) des Bandes (3) bewegt. Wird die Steigung der Düsenschlitze (19a, 19b), wie in den Abwicklungen Cl bis C3 dargestellt, als ganzzahliges Vielfaches der Breite (B) des Bandes (3) gewählt, ergeben sich daher geringere Drehzahlen für das Düsenrohr
Wird die Steigung der Düsenschlitze (19a, 19b), wie in allen Abwicklungen der Figur 5 dargestellt, als ganzzahliger Bruchteil oder als ganzzahliges Vielfaches der Breite (B) des Bandes (3) gewählt, so ist stets die gleiche Anzahl von Austrittsdüsen (5) wirksam und in Folge dessen die ausströmende Gasmenge, insbesondere Luftmenge, immer konstant . Figur 6 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung (1) mit rotierendem Düsenrohr (18), das jedoch abweichend zu der Ausführungsform nach Figur 4 nicht zugleich als Gasspeicher (7) dient. Um diese
Funktionstrennung zu erreichen und zugleich den Abstand zwischen dem Düsenrohr (18) und dem Band (3) zu reduzieren, umgibt das Düsenrohr (18) unter Ausbildung eines Ringspaltes (21) einen hohlzylindrischen Gasspeicher (23) mit einem zum Band (3) weisenden Steuerschlitz (9), der sich über die gesamte Breite (B) des Bandes (3) erstreckt. Die Düsenschlitze (19a, 19b) sind entsprechend der Abwicklung A3 gemäß Figur 5 in den Mantel (24) des Düsenrohrs (18) mit einer Neigung in Bewegungsrichtung eingebracht. Der hohlzylindrische Gasspeicher (23) wird über stirnseitige, zugleich als Gasdurchführung dienende Zapfen (25a, 25b) in seitlich neben dem Band angeordneten Auflagern (26a, 26b) gehalten. Die Zapfen (25a, 25b) dienen auch als Aufnahme für die Drehlager (27) des um den ortsfesten Gasspeicher (23) rotierenden Düsenrohrs (18). Zumindest an einer der
Stirnseiten ist das Düsenrohr (18) mit einem Antrieb (28), beispielsweise einer Riemenscheibe eines Riementriebs verbunden .
Weiter ist aus Figur 6 erkennbar, dass ein Bund (29) des Düsenrohrs (18) das Band (3) seitlich der Bandkanten überragt, um die notwendige Stabilität des Düsenrohrs trotz der sich über die gesamte Breite des Bandes (3) erstreckenden Düsenschlitze (19a, 19b) zu gewährleisten. Zusätzlich können zur Stabilisierung des Düsenrohrs (18) die Düsenschlitze (19a, 19b) überbrückende, sich lediglich über kurze Abschnitte erstreckende Stege vorgesehen sein, die den Gasaustritt nicht wesentlich beeinträchtigen.
Aufgrund der gegenläufigen Bewegung der Austrittsdüsen (5) wird die zu entfernende Flüssigkeit zu beiden Bandkanten abgeblasen und dort durch die lediglich schematisch durch Pfeile dargestellten Absaugvorrichtungen (11) abgesaugt. Selbstverständlich liegt es im Rahmen der Erfindung, die Vorrichtung (1) nach Figur 6 mit abweichend angeordneten Düsenschlitzen (19a, 19b) zu versehen. Insoweit wird auf die Ausführungen und Erläuterungen zu Figur 5 verwiesen.
Figur 11 zeigt eine abweichende Ausführungsform eines Düsenrohrs (18) für eine Vorrichtung nach den Figuren 4 bis 6. Das Düsenrohr (18) weist mehrere auf mindestens einer schraubenförmigen Linie angeordnete Düsenöffnungen (5) auf, wobei die Linie (n) dem Verlauf der Düsenschlitze (19 a, 19 b) entsprechen können. Der Steuerschlitz (9) verläuft winklig zu jeder schraubenförmigen Linie, auf der die Düsenöffnungen (5) angeordnet sind, und gibt das Gas frei. Die Düsenöffnungen
(5) sind vorzugsweise zu den Bandkanten hin und entgegen der der Bandlaufrichtung (2) geneigt. Durch die Neigung zu den Bandkanten wird die zum Abtransport der Flüssigkeit erforderliche Querströmung unterstützt. Die Neigung entgegen der Bandlaufrichtung (2) sorgt für den Gegenimpuls zum
Abbremsen der mit Bandgeschwindigkeit bewegten Flüssigkeit.
Figur 7 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung (1), die mindestens eine, im Ausführungsbeispiel vier, mittels eines nicht dargestellten Antriebs um eine zur Oberfläche des Bandes (3) senkrechte Drehachse (31) drehbare Halterungen (30) aufweist, an denen im Abstand zur jeweiligen Drehachse (31) schlitzförmige Austrittsdüsen (5) angeordnet sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel besteht jede Halterung (30) aus vier zugleich als Gaszuführung dienenden Haltearmen (32), die jeweils im Abstand von 90°um die Drehachse (31) herum angeordnet sind. Der Gasstrom aus den Austrittsdüsen (5) wird jeweils nur auf einem Kreisbogen der Kreisbahn (34) jeder Austrittsdüse (5) mit Hilfe eines Steuerschlitzes (33) freigegeben. Die den vier Halterungen (30) zugeordneten Steuerschlitze (33) sind in übereinstimmenden Sektoren der Kreisbahnen (34) angeordnet und erstrecken sich jeweils bis zu den Schnittpunkten benachbarter Kreisbahnen (34) auf denen die Austrittsdüsen (5) rotieren. Eine Beaufschlagung des Bandes (3) mit Gas ist daher über dessen gesamte Breite (B) gewährleistet. Erstrecken sich die Steuerschlitze (33) über einen Kreissektor von mehr als 120° ist die erwünschte gleichmäßige Beaufschlagung der Oberfläche des Bandes (3) mit Gas nicht mehr gewährleistet. Außerdem nimmt bei größeren Sektorwinkeln der Gasverbrauch überproportional zu. Soweit der maximale Kreissektor von 120° nicht überschritten wird, bewegen sich die wirksamen, d.h. die von dem Steuerschlitz (33) freigegebenen Austrittsdüsen im Wesentlichen quer zur Bandlaufrichtung .
Die Antriebe sämtlicher Halterungen (30) sind zueinander synchronisiert, um ein einwandfreies Ineinandergreifen der Haltearme (32) benachbarter Halterungen (30) sicher zu stellen .
Bei der Ausführungsform nach Figur 7 sind die Steuerschlitze (33) den Austrittsdüsen (5) nachgeordnet. Die Steuerschlitze (33) können konstruktiv beispielsweise in einer Platte zwischen den rotierenden Austrittsdüsen (5) und dem Band (3) eingebracht sein, die zugleich den Gasstrom auf dem übrigen Teil der Kreisbahn (34) durch Aufbau eines Staudrucks unterbindet. In einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Figur 7 können die Steuerschlitze (33) in den Bereich der Zufuhr des Gases zu den Haltearmen (32) verlagert sein, wie dies in Figur 8 veranschaulicht ist. Hierdurch wird es möglich, das Gas raumsparend im Zentrum der rotierenden Halterung (30) zuzuführen .
Ist die Austrittsdüse (5) senkrecht zur Oberfläche des Bandes (3) angeordnet, bildet sich ein Prallstrahl des Gases aus, der auf der Oberfläche des Bandes (3) eine Tangentialströmung erzeugt. Die Tangentialströmung teilt sich bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten auf in eine Teilströmung in Bewegungsrichtung (8) und eine Teilströmung entgegen der Bewegungsrichtung (8) der Austrittsdüse (5).
Wird der Düsenspalt der Austrittsdüse nicht senkrecht zur Oberfläche des Bandes (3) angeordnet, sondern entsprechend Figur 9a in Bewegungsrichtung oder entsprechend Figur 9b entgegen der Bewegungsrichtung zur Senkrechten geneigt, so ergibt sich bei einer ausreichenden Neigung eine Strömung ausschließlich entweder in oder gegen die Bewegungsrichtung der Austrittsdüse (5) . Die Neigung des Düsenspaltes in Bewegungsrichtung (8) entsprechend Figur 9a bewirkt, dass die Abblasung der Flüssigkeit in ein Aufstauen und anschließendes Abtransportieren aufgeteilt wird. Soll indes ein Aufstauen der Flüssigkeit vermieden werden, so empfiehlt sich die Neigung des Düsenspaltes entgegen der Bewegungsrichtung (8), wie in Figur 9b dargestellt. Der Neigungswinkel zur
Oberfläche des Bandes in oder gegen die Bewegungsrichtung beträgt 30° - 90°, insbesondere 45°- 80°. Durch die erfindungsgemäße Bewegung der Austrittsdüsen insbesondere quer oder unter einem Winkel zur Laufrichtung
(2) des Bandes (3), die gegenüber der Geschwindigkeit des Bandes höhere Geschwindigkeit der Austrittsdüsen sowie das
Vorsehen mehrerer gleichzeitig auf der Oberfläche des Bandes
(3) wirksamer Austrittsdüsen (5) kann die erfindungsgemäße Vorrichtung (1) mit Standard Flachstrahldüsen ausgeführt werden .
Eine Reduktion der Geräuschentwicklung bei gleichzeitig geringem Gas-, insbesondere Luftverbrauch, lässt sich durch den Einsatz von Mehrkanal-Flachstrahldüsen erreichen, deren Austrittsöffnung von in einer Reihe angeordneten Kanälen gebildet wird.
Die Mehrkanal-Flachstrahldüsen können insbesondere auch an dem Transportmittel (4) befestigt werden, die bei hoher Blasleistung einen geringen Luftverbrauch und einen deutlich reduzierten Schallpegel aufweisen. Damit lässt sich der durch die reduzierten Gasmengen bereits verringerte Geräuschpegel weiter reduzieren.
Figur 10 zeigt schließlich eine Absaugvorrichtung (11), mit der das auf das Band (3) geblasene und mit der Flüssigkeit vermischte Gas an den Bandkanten des Bandes (3) auf Höhe der Austrittsdüsen (5) abgesaugt wird. Bezugszeichenliste
