SUTER, Peter (Hofmatt 36, Hagendorn, CH-6332, CH)
BRUNNER, Peter (Chamerstrasse 76B, Zug, CH-6300, CH)
SUTER, Peter (Hofmatt 36, Hagendorn, CH-6332, CH)
Patentansprüche
1. Vorrichtung (1) zur Entnahme von flüssigen Materialien (M.1, M.2) aus zwei Vorlagebehältern (7.1, 7.2), bestehend aus zwei weitestgehend identischen Fördereinheiten (2.1, 2.2) mit je einer Schöpfkolbenpumpe (3.1; 3.2), wobei die Materialien (M.1 , M.2) mittels der Schöpfkolbenpumpen (3.1 , 3.2) zu einem Verbraucher (12) förderbar sind, dadurch gekennzeichnet,
- dass jede der Fördereinheiten (2.1 und 2.2) eine Dosierventileinheit (13.1, 13.2) aufweist, die zwischen einer von der Auslassleitung (11.1, 11.2) abzweigenden Abzweigleitung (14.1, 14.2) und einer Rückführleitung (15.1, 15.2), die in jenen Raum führt, in dem das jeweilige Material (M.1, M.2) lagert, angeordnet ist,
- dass jede der Fördereinheiten (2.1 und 2.2) eine Hubmesseinheit (10.1, 10.2) aufweist, mit der effektiven Füllungsgrad der Vorlagebehälter (7.1, 7.2) ermittelbar ist, und
- dass der Vorrichtung (1) ein Steuerglied (35) zugeordnet ist, durch das jene der Dosierventileinheiten (13.1; 13.2) ansteuerbar ist, dessen zugeordneter Vorlagebehälter (7.1 ; 7.2) einen kleineren Füllungsgrad aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierventileinheiten (13.1; 13.2) bestehen aus einem schaltbaren Vorsteuerventil (22) und einem von diesem ansteuerbaren Dosierventil (23).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dosierventil (23) einen Kolben (25) enthält, dessen wirksamer Querschnitt und dessen Hub zwischen seinen beiden Endlagen die bei einem Ansteuerzyklus geförderte Menge des Materials M bestimmt und dass die bei einem Ansteuerzyklus geförderte Menge des Materials M bestimmt ist durch die zulässige Toleranz des Mischungsverhältnisses der Materialien M.l und M.2. |
VORRICHTUNG ZUR ENTNAHME VON FLüSSIGEN MATERIALIEN AUS ZWEI VORLAGEBEHäLTERN
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Entnahme flüssiger Materialien aus zwei Vorlagebehältern gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Solche Vorrichtungen werden verwendet, wenn es darum geht, Materialien in einem bestimmten Mengenverhältnis zu fördern, um sie einer Mischvorrichtung zuzuführen. Dabei werden zur Förderung der Materialien Folgeplattenpumpen angewendet, die auch als Fassfolgeplattenpumpen bezeichnet werden. Das Pumpaggregat selbst wird als Schöpfkolbenpumpe bezeichnet.
Eine Vorrichtung zur Entnahme von flüssigen Materialien aus mehreren Vorlagebehältern gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der EP-Bl-I 331 072 bekannt. Hier wird für jedes Material eine Schöpfkolbenpumpe eingesetzt, wobei die Festlegung der Menge des geförderten Materials pro Zeiteinheit über die Taktung der Schöpfkolbenpumpe erfolgt. Erfindungsgemäß ist dabei vorgesehen, dass die Taktung sowohl vom Füllstand im Vorlagebehälter als auch von der Viskosität des Voriagematerials abhängig ist. Dabei ist aber nicht offenbart, welcher Art die Abhängigkeit von den beiden Bestimmungsgrößen ist. Jede der Schöpfkolbenpumpen wird also unterschiedlich getaktet. Es ist aber auch zu erkennen, dass diese Lösung im Betrieb wohl nicht ganz unproblematisch ist, denn es ist auch eine Steuerungseinheit erforderlich, um das Mengenverhältnis der Komponenten zu berechnen und die Einhaltung von
Toleranzgrenzen zu überwachen. So müssen ursprünglich eingestellte Impulsfrequenzen nachjustiert werden. In der Patentschrift findet sich auch keine Angabe dazu, mit welchen Mitteln die Viskosität der Materialien gemessen wird.
Aus WO-Al -03/045130 ist ein Verfahren zur Abgabe von mindestens zwei Materialien aus Vorratsbehältern bekannt, wobei die Materialien in einem bestimmten Mengenverhältnis durch Pumpen gefördert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Vorrichtung zur Entnahme von flüssigen Materialien aus zwei Vorlagebehältern zu vereinfachen.
Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen: Fig. 1 ein Schema der gesamten Vorrichtung,
Fig. 2 ein Schema mit einem Steuerglied,
Fig. 3 ein Schema einer Dosierventileinheit,
Fig. 4 ein Logikschema zur Ansteuerung der Dosierventileinheit und
Fig. 5 bis 7 Funktionsdiagramme.
In der Fig. 1 bedeutet 1 eine Vorrichtung zur Entnahme von flüssigen Materialien aus zwei Vorlagebehältern in ihrer Gesamtheit, nachstehend der Einfachheit halber als Dosiervorrichtung bezeichnet. Sie besteht aus zwei weitestgehend identischen Fördereinheiten 2.1 und 2.2. Jede der Fördereinheiten 2 weist eine Schöpfkolbenpumpe 3 auf, die mit einen hydraulischen Antriebszylinder 4 betätigbar ist. In der Fördereinheit 2.1 ist die Schöpfkolbenpumpe 3 als Schöpfkolbenpumpe 3.1 bezeichnet, in der
Fördereinheit 2.2 als Schöpfkolbenpumpe 3.2. Eine entsprechende Unterscheidung findet sich beim Antriebszylinder 4 und den weiteren Bestandteilen der Fördereinheiten 2.1, 2.2. Diese Fördereinheiten sind soweit Stand der Technik, müssen also hier hinsichtlich Aufbau und Funktion nicht weiter erläutert werden. Bekannt ist auch, dass die Einheit aus einer Schöpfkolbenpumpe 3 und einem Antriebszylinder 4 an einer Traverse 5 befestigt ist und am unteren Ende eine Folgeplatteneinheit 6 trägt. Jede der Folgeplatteneinheiten 6 taucht in einen Vorlagebehälter 7 ein, in dem sich das zu fördernde Medium M befindet.
Die Traverse 5 einer jeden Fördereinheit 2.1, 2.2 wird gefuhrt durch zwei Hubzylinder 8, deren Kolbenstangen 9 mit der Traverse 5 fest verbunden sind. Die Distanz zwischen der Traverse 5 und dem oberen Ende der Hubzylinder 8 korreliert mit der vertikalen Position der Folgeplatteneinheit 6 innerhalb des Vorlagebehälters 7. Diese Distanz ist erfassbar mittels einer Hubmesseinheit 10. Somit erfasst diese Hubmesseinheit 10 den aktuellen Füllungsgrad F des zugeordneten Vorlagebehälters 7.
Vom antriebsseitigen Ende jeder Schöpfkolbenpumpe 3 fuhrt eine Auslassleitung 1 1 zu einem Verbraucher 12, in dem die von den beiden Auslassleitungen 11 zugeförderten Materialien vermischt und der weiteren Verwendung zugeführt werden.
Im dargestellten Ausfuhrungsbeispiel sind die beiden Fördereinheiten 2.1, 2.2 für gleich große Fördermengen ausgelegt, was bewirkt, dass die beiden Materialien M.1 und M.2 im Verhältnis 1 : 1 gemischt werden.
Erfindungsgemäß weist jede der beiden Fördereinheiten 2.1, 2.2 eine Dosierventileinheit 13 auf. Diese ist angeordnet zwischen einer von der Auslassleitung 11 abzweigenden Abzweigleitung 14 und einer Rückführleitung 15, die in jenen Raum im Vorlagebehälter 7 fuhrt, in dem das jeweilige Material M lagert. Mittels dieser Dosierventileinheit 13 ist es nun möglich, einen bestimmten Teil des von der Schöpfkolbenpumpe 3 geförderten Materials in den Vorlagebehälter 7 zurückzuleiten. Von dieser Möglichkeit wird erfindungsgemäß dann Gebrauch gemacht, wenn sich die Mengen der beiden Materialien in den Vorlagebehältern 7 nicht genau in jenem Verhältnis befinden, das eigentlich zu erwarten ist. Ob das Verhältnis der Mengen der Erwartungen entspricht, wird mittels der Hubmesseinheiten 10 ermittelt. Deshalb ist erfindungsgemäß gemäß Fig. 2 ein Steuerglied 20 vorgesehen, durch das aufgrund der Signale der beiden Hubmesseinheiten 10.1, 10.2 jene der Dosierventileinheiten 13.1 ; 13.2 ansteuerbar ist, dessen zugeordneter Vorlagebehälter 7.1; 7.2 einen kleineren Füllungsgrad aufweist. Der Füllungsgrad der beiden Vorlagebehälter 7.1 ; 7.2 ist mit F gekennzeichnet, wobei F.l den Füllungsgrad des Vorlagebehälters 7.1 bezeichnet und F.2 den Füllungsgrad des Vorlagebehälters 7.2. Ist nun der Füllungsgrad F.1 größer als der Füllungsgrad F.2, so wird die Dosierventileinheit 13.2 angesteuert. Ist hingegen der Füllungsgrad F.l kleiner als der Füllungsgrad F.2, so wird die Dosierventileinheit 13.1 angesteuert. Sind die beiden Füllungsgrade F.1 und F.2 gleich groß, wird keine der Dosierventileinheiten 13.1; 13.2 angesteuert.
Weil durch die so geschalteten Dosierventileinheiten 13 eine Anpassung der Mengen der Materialien M.l und M.2 an den effektiven Füllungsgrad der Vorlagebehälter 7.1, 7.2 möglich ist, bedarf es erfindungsgemäß keiner Anpassung der Taktung der beiden Schöpfkolbenpumpen 3.1, 3.2. Somit gehört es zum Wesen der vorliegenden Erfindung, dass die beiden Schöpfkolbenpumpen 3.1, 3.2 mit einer vorgegebenen unveränderlichen
Taktung betrieben werden. Gegenüber dem gattungsbildenden Stand der Technik wird also der Aufwand für die Veränderung der Taktung der beiden Schöpfkolbenpumpen 3.1, 3.2 eingespart.
Wegen des gleichen Taktes für die beiden Schöpfkolbenpumpen 3.1, 3.2 sind nur an einer dieser Pumpen Sensoren für die Position des Antriebszylinders 4 erforderlich, da die beiden Kolben der Antriebszylinder 4.1, 4.2 vollkommen synchron laufen. Das sind ein oberer Sensor 18 und ein unterer Sensor 19.
Entsprechend den Füllmengen der Vorlagebehälter 7.1, 7.2 wird für die beiden Materialien M.l, M.2 je ein quasistetiger Mengenstrom erzeugt. Damit wird erreicht, dass dann, wenn die anfänglichen Füllmengen nicht gleich sind, von jenem Material M.1 bzw. M.2, das in geringerer Menge vorliegt, entsprechender weniger gefordert wird, so dass beide Vorlagebehälter 7.1, 7.2 annähernd gleichzeitig geleert sind. Beträgt beispielsweise die Menge des Materials M.l 200 Liter, jene des Materials M.2 aber 210 Liter, so beträgt bei Anwendung der Erfindung das Ausbringen 410 Liter. Ohne die erfindungsgemäße Korrektur des Mengenstroms betrüge das Ausbringen nur 400 Liter und es würde ein Rest von 10 Litern verbleiben, der entsorgt werden müsste.
Dass die Mengen der Materialien M.l, M.2 nicht exakt gleich sind, liegt oft daran, dass die herstellerseitige Füllung der Vorlagebehälter 7.1, 7.2 nach Gewicht erfolgt. Wenn nun die beiden Materialien M.l, M.2 nicht das gleiche spezifische Gewicht aufweisen, ergeben sich Differenzen in der Füllmenge. Zulässig ist dies deshalb, weil für das
Mischungsverhältnis der beiden Materialien M.l, M.2 gewisse Toleranzen zulässig sind. Die Dosierventileinheiten 13.1; 13.2 sind so ausgelegt, dass die zulässigen Toleranzen nicht überschritten werden.
In der Fig. 3 ist ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel für eine der Dosierventileinheiten 13 gezeigt. Dieses besteht aus einem schaltbaren Vorsteuerventil 22 und einem von diesem ansteuerbaren Dosierventil 23. In einem Gehäuse 24 des Dosierventils 23 ist ein Kolben 25 verschiebbar. Der Kolben 25 trennt den Innenraum des Gehäuses 24 in einen Kolbenraum 26 und einen Stangenraum 27. Mit 28 ist eine Entlüftungsbohrung bezeichnet. Das Vorsteuerventil 22 ist in der erregten Stellung gezeigt.
Die schon in der Fig. 1 gezeigte Abzweigleitung 14 fuhrt einerseits zum Stangenraum 27, andererseits zum Vorsteuerventil 22. In der nicht erregten Stellung des Vorsteuerventils 22 gelangt das in der Abzweigleitung 14 befindliche Material M über das Vorsteuerventil 22 in eine Verbindungsleitung 29 und weiter in den Kolbenraum 26. Es gelangt aber auch in den Stangenraum 27. Weil der wirksame Querschnitt des
Kolbenraums 26 größer ist als der wirksame Querschnitt des Stangenraums 27, wird der Kolbenraum 26 mit dem Material M gefüllt.
Wird nun das Vorsteuerventil 22 erregt, was der gezeichneten Stellung entspricht, so liegt am Stangenraum 27 weiterhin der von der Schöpfkolbenpumpe 3 erzeugte Druck an. Gleichzeitig ist nun der Kolbenraum 26 über die Verbindungsleitung 29 und das Vorsteuerventil 22 mit der Rückführleitung 15 verbunden. Weil der Druck des Materials M im Vorlagebehälter 7 (Fig. 1) vergleichsweise sehr klein ist, wird also während der Ansteuerung des Vorsteuerventils 22 der Inhalt des Kolbenraums 26 über die Verbindungsleitung 29, das Vorsteuerventil 22 und die Rückführleitung 15 in den Vorlagebehälter 7 ausgestoßen.
Die vom Dosierventil 23 bei einem Ansteuerzyklus geförderte Menge des Materials M ist bestimmt durch den wirksamen Querschnitt des Kolbens 25 und dessen Hub zwischen den beiden Endlagen. Die bei einem Ansteuerzyklus zu fördernde Menge des Materials M ist bestimmt durch die zulässige Toleranz des Mischungsverhältnisses der beiden Materialien M.1 und M.2.
In der Fig. 4 ist ein Logikschema zur Ansteuerung der Dosierventileinheit 13 gezeigt. Links sind die Hubmesseinheiten 10.1, 10.2 gezeigt. Jede dieser Hubmesseinheiten 10.1, 10.2 enthält einen Wandler 31, der ein Füllstandssignal F erzeugt. Die Füllstandssignale Fl und F2 gelangen auf einen Vergleicher 32. Im Vergleicher 32 werden also die beiden Füllstandssignale Fl und F2 miteinander verglichen. Dabei sind drei Fälle möglich:
- Das Füllstandssignal Fl ist kleiner als das Füllstandssignal F2. In diesem Fall erscheint ein Steuersignal an einem ersten Ausgang Al des Vergleichers 32.
- Das Füllstandssignal Fl ist größer als das Füllstandssignal F2. In diesem Fall erscheint ein Steuersignal an einem zweiten Ausgang A2 des Vergleichers 32.
- Die beiden Füllstandssignale Fl und F2 sind gleich. In diesem Fall erscheint kein Steuersignal an einem der Ausgänge Al, A2 des Vergleichers 32.
Unterhalb des Vergleichers 32 sind die beiden Sensoren 18 und 19 (Fig. 1) gezeigt, die ein Signal liefern, wenn die nicht dargestellten Kolben der Antriebszylinder 4.1 und 4.2 die obere bzw. untere Position erreichen. Da die beiden Antriebszylinder 4.1 und 4.2 gemäß dem allgemeinen Erfϊndungsgedanken synchron laufen, sind die Sensoren 18 und 19 nur an einem der Antriebszylinder 4.1, 4.2 erforderlich. Die Signale der Sensoren 18, 19 werden einem ODER-Gatter 33 zugeführt, an dessen Ausgang folglich ein Signal ansteht, wenn die Antriebszylinder 4.1, 4.2 ihre Bewegungsrichtung ändern. Dieses Ausgangssignal des ODER-Gatters 33 wird auf zwei UND-Gatter geführt, nämlich auf ein erstes UND-Gatter 34.1 und ein zweites UND-Gatter 34.2. Am zweiten Eingang des UND-Gatters 34.1 liegt das Signal des Ausgangs Al des Vergleichers 32 an, am zweiten Eingang des UND-Gatters 34.2 das Signal des Ausgangs A2 des Vergleichers 32. Aus diesem Logikschema ergibt sich folglich die Funktion, dass das jene der Dosierventileinheiten 13.1 ; 13.2 angesteuert wird, dessen zugeordneter
Vorlagebehälter 7.1; 7.2 einen kleineren Füllungsgrad aufweist. Der Vergleicher 32, das ODER-Gatter 33 und die erstes UND-Gatter 34.1 und 34.2 bilden zusammen ein Steuerglied 35, das die vorgenannte Funktionsweise verwirklicht.
Nachfolgend wird die Wirkungsweise anhand von schematischen Funktionsdiagrammen gezeigt, die den Zusammenhang zwischen Betriebszuständen und Signalen sowie deren zeitliche Veränderung zeigen.
In der Fig. 5 ist ein erstes derartiges Funktionsdiagramm gezeigt. Die waagerechte Achse bezeichnet den Zeitablauf. Von oben nach unten sind die folgenden Fakten dargestellt:
- der Füllstand F 1 des Vorlagebehälter 7.1 (Fig. 1), wie er mit der Hubmesseinheit 10.1 ermittelt wird,
- der Füllstand F 2 des Vorlagebehälter 7.2, wie er mit der Hubmesseinheit 10.2 ermittelt wird,
- die Differenz δF der Füllstände Fi und F 2 , die vom Steuerglied 20 (Fig. 2) ermittelt wird, wobei die Differenz δF positiv oder negativ sein kann,
- die Aufwärts- und Abwärtsbewegung Bi des Kolbens des hydraulischen Antriebszylinders 4.1 (Fig. 1),
- die Aufwärts- und Abwärtsbewegung B 2 des Kolbens des hydraulischen Antriebszylinders 4.2,
- das Signal S 0 des oberen Sensors 18,
- das Signal S u des unteren Sensors 19,
- den von der Schöpfkolbenpumpe 3.1 (Fig. 1) erzeugten Volumenstrom Vi,
- den von der Schöpfkolbenpumpe 3.2 (Fig. 1) erzeugten Volumenstrom V 2 ,
- das Steuersignal St 1 für die Dosierventileinheit 13.1 und
- das Steuersignal St 2 für die Dosierventileinheit 13.2.
In der Fig. 5 ist ein Fall gezeigt, bei dem in den Vorlagebehältern 7.1 und 7.2 die gleiche Füllmenge der Materialien M.l bzw. M.2 enthalten ist. Die Schöpfkolbenpumpen 3.1 und 3.2 fördern die gleichen Mengen. In der Folge ist die Differenz δF der Füllstände F| und F 2 immer Null. Die Aufwärts- und Abwärtsbewegung Bi des Kolbens des hydraulischen Antriebszylinders 4.1 und die Aufwärts- und Abwärtsbewegung B 2 des Kolbens des hydraulischen Antriebszylinders 4.2 sind übereinstimmend, weil erfindungsgemäß die beiden hydraulischen Antriebszylinders 4.1, 4.2 synchron angesteuert werden. Entsprechend der Lage der Kolben der hydraulischen Antriebszylinder 4.1, 4.2 sprechen der obere Sensor 18 und der untere Sensor 19 immer abwechselnd an. Die Volumenströme Vi und V 2 entsprechen einander genau. Jeweils dann, wenn die Kolben der hydraulischen Antriebszylinder 4.1, 4.2 die oberen und die untere Endlage erreichen, nehmen die Volumenströme Vi und V 2 etwas ab. Dass sie nicht zu Null werden, hat seine Ursache darin, dass der Druck, der die Volumenströme Vi und V 2 erzeugt, in der kurzen Zeit des Stillstands der Kolben am Umkehrpunkt nur langsam abnimmt. Das hängt auch mit der Viskosität und der Kompressibilität der Materialien M.l bzw. M.2 zusammen. Weil die Differenz δF der Füllstände Fi und F 2 immer Null ist, werden die beiden Dosierventileinheit 13.1, 13.2 nicht angesteuert.
In der Fig. 6 ist ein gleichartiges Funktionsdiagramm gezeigt. Dieses zeigt nun aber den Fall, dass die Füllmengen der Materialien M.l bzw. M.2 in den Vorlagebehältern 7.1 und 7.2 nicht gleich sind. Der Füllstand F 2 ist hier kleiner als der Füllstand Fi. Somit hat die Differenz δF der Füllstände Fi und F 2 einen von Null verschiedenen Wert. Er ist positiv. Deswegen wird nun entsprechend der zuvor beschriebenen Funktion des Steuergliedes 35 bei jedem Richtungswechsel der Kolben der hydraulischen Antriebszylinder 4.1, 4.2 die Dosierventileinheit 13.2 angesteuert. Das hat zur Folge, dass jeweils eine bestimmte Menge des Materials M.2 in den Vorlagebehälter 7.2 zurückgefordert wird. Daraus ergibt sich, dass der Füllstand Fj wie im Fall der Fig. 5 kontinuierlich abnimmt, während der Füllstand F 2 diskontinuierlich und weniger stark abnimmt. Jeweils dann, wenn die
Dosierventileinheit 13.2 angesteuert wird, nimmt sie durch die Rückforderung etwas zu, während sie zwischen den öffnungsperioden abnimmt. Der kurzzeitige Anstieg des Füllstands F 2 entsteht dadurch, dass während der kurzen Zeit der angesteuerten Dosierventileinheit 13.2 etwas mehr an Material M.2 zurückgefördert wird als in der gleichen Zeit von der Schöpfkolbenpumpe 3.2 gefördert wird. Insgesamt führt die dadurch insgesamt kleine Abnahme des Füllstands F 2 dazu, dass am Ende beide Vorlagebehältern 7.1, 7.2 leer sind.
Ein weiteres gleichartiges Funktionsdiagramm ist in der Fig. 7 gezeigt. Dieses zeigt einen anderen Fall, bei dem wiederum die Füllmengen der Materialien M.1 bzw. M.2 in den Vorlagebehältern 7.1 und 7.2 nicht gleich sind. Hier ist der Füllstand Fi kleiner als der Füllstand F 2 , jedoch ist die Differenz geringer als beim vorherigen Beispiel. Somit ist die Differenz δF der Füllstände Fi und F 2 kleiner und hier negativ. Das führt nun dazu, dass zunächst wegen der Differenz δF die Dosierventileinheit 13.1 angesteuert wird. Nun nimmt die Differenz δF ab. Weil auch hier analog gilt, dass jeweils eine bestimmte Menge des Materials M.l in den Vorlagebehälter 7.1 zurückgefördert wird, wobei das Verhältnis der zurückgeförderten Menge zur durch die Schöpfkolbenpumpe 3.1 geförderten Mange konstant ist, ist die hier kleinere Differenz δF nicht wie beim Beispiel der Fig. 6 erst am Ende des Betriebs zu Null geworden, sondern sehr viel früher. Somit ist bereits nach einer Zeitspanne t erreicht, dass die Füllstände F] und F 2 gleich sind. Von diesem Moment an wird Dosierventileinheit 13.1 nicht mehr angesteuert.
Durch die beschriebene Erfindung wird erreicht, dass trotz möglicher Toleranzen im Füllungsgrad der beiden Vorlagebehälter 7.1 und 7.2 das vorliegende Material M.l, M.2
vollständig seiner Verwendung zugeführt wird, so dass kein zu entsorgender Abfall verbleibt. Dabei ist die Vorrichtung gegenüber dem Stand der Technik einfacher gestaltet.
