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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR REMOVING PLASTIC PRODUCTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/149641
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for removing plastic products (1), having at least one guiding and/or holding apparatus (7), which is moved into and out of a plastic product (1) during a plastic shaping process in order to take said plastic product after shaping for at least one further production step and then release it, wherein, to move the respective guiding and/or holding apparatus (7) into and out of the plastic product (1), a movement apparatus (40) is used, which displaces the respective guiding and/or holding apparatus (7) axially in opposing displacement directions, wherein there is at least one further movement apparatus, which sets the respective guiding and/or holding apparatus (7) in rotational motion.

Inventors:
DORSCH, Tobias (Weilerbachstrasse 45, Obersontheim, 74423, DE)
HAID, Thomas (Raiffeisenstrasse 8, Oberrot, 74420, DE)
JULINEK, Steffen (Friedhofstrasse 28, Sulzbach-Laufen, 74429, DE)
KURZ, Martin (Stielbachstrasse 2, Obersontheim-Engelhofen, 74423, DE)
Application Number:
EP2019/051937
Publication Date:
August 08, 2019
Filing Date:
January 28, 2019
Export Citation:
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Assignee:
KOCHER-PLASTIK MASCHINENBAU GMBH (Talstraße 22-30, Sulzbach-Laufen, 74429, DE)
International Classes:
B29C49/42; B29C51/26
Domestic Patent References:
WO2008017481A12008-02-14
Foreign References:
DE102008011772A12009-09-03
EP0539169A11993-04-28
DE102013007954A12014-11-13
DE3831957C11989-12-28
Attorney, Agent or Firm:
BARTELS UND PARTNER, PATENTANWÄLTE (Lange Straße 51, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1 . Vorrichtung zum Entfernen von Kunststofferzeugnissen (1 ) mit min destens einer Führungs- und/oder Halteeinrichtung (7), die im Rah men eines Kunststoff-Formgebungs-verfahrens in mindestens ein Kunststofferzeugnis (1 ) ein- und wieder ausgebracht ist, um dieses nach der Formgebung für mindestens einen weiteren Herstellschritt zu übernehmen bzw. anschließend freizugeben, wobei für das Ein- und Ausbringen der jeweiligen Einrichtung (7) in das bzw. aus dem jeweiligen Kunststofferzeugnis (1 ) eine Bewegungseinrichtung (40) dient, die die jeweilige Einrichtung (7) in gegenläufige Verfahrrich tungen axial verfährt, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ei ne weitere Bewegungseinrichtung (35) vorhanden ist, die die jewei lige Führungs- und/oder Halteeinrichtung (7) in eine Rotationsbewe gung versetzt.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Führungs- und Halteeinrichtung mindestens einen Stangenkörper (7) aufweist, der an seinem einen freien Ende eine Art Bohrerkopf (9) und im Bereich seines anderen freien Endes ein Ritzel (1 3) für einen Ritzeltrieb (31 ) als Teil der weiteren Bewegungseinrichtung (35) so wie eine Drehlagerung (23) aufweist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Stangenkörpern (7) vorgesehen ist, die mit ihren Drehlagerungen (23) immer paarweise in einer Drehaufnahme (25) geführt sind und deren Ritzel (1 3) innerhalb der Drehaufnahme (25) einen vorgebbaren Axialabstand zueinander aufweisen, der vor zugsweise mindestens der Bauhöhe eines Ritzels (1 3) entspricht.

4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge kennzeichnet, dass die Drehaufnahmen (25) an einem Träger (29) als Teil der einen Bewegungseinrichtung angeordnet sind, die mittels eines Antriebs (40) die Stangen körper (7) in Parallelanordnung zuei nander in axialer Bewegungsrichtung unterhalb eines balkenartigen Absetztisches (38) verfährt, der das Durchfahren der Stangenkörper (7) sowie auf seiner Oberseite ein Absetzen des Kunststofferzeugnis ses (1 ) erlaubt zwecks Separieren desselben von den zuordenbaren Stangenkörpern (7).

5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge kennzeichnet, dass als Ritzeltrieb für die einzelnen Ritzel (1 3) der Stangenkörper (7) zwei übereinander angeordnete Zahnstangen (31 ) dienen, die Teil der weiteren Bewegungseinrichtung (35) bilden und von denen eine Zahnstange (31 ) das Ritzel des jeweils einen Stan genkörpers (7) und die andere Zahnstange (31 ) das Ritzel (1 3) des jeweils weiteren Stangenkörpers (7) betätigt, die zu einem Paar zu sammengefasst in der jeweils zugehörigen Drehaufnahme (25) des Trägers (29) aufgenommen sind.

6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Zahnstangen (31 ) auf einem Schlitten (33) angeordnet sind, der mittels des weiteren Antriebs (35) entlang dem Träger (29) bewegbar geführt ist.

7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge kennzeichnet, dass die eingesetzten Antriebe aus Linearantrieben, insbesondere aus elektrischen Spindeltrieben (35, 40) gebildet sind.

8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge kennzeichnet, dass der Bohrerkopf (9) des jeweiligen Stangenkörpers (7) aus einer Bohrspitze mit einem Bohrgewinde (41 ) gebildet ist.

9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge kennzeichnet, dass die Vorrichtung austauschbarer Bestandteil einer Blasform-, Füll- und Schließmaschine ist, mit der das jeweilige Kunststofferzeugnis (1 ) hergestellt ist.

10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass das jeweilige Kunststofferzeugnis (1 ) außerhalb eines befüllten Behälterkörpers fußseitig einen kastenartigen Über stand (3) aufweist, in den im noch weichen Zustand des Kunststoff materials die Stangenkörper (7) mit ihrem jeweiligen Bohrkopf (9) stoßartig eindringen, und dass mit oder nach dem Absetzen des je- weiligen Kunststofferzeugnisses (1 ) auf dem Absetztisch (38) unter

Drehen der Stangenkörper (7) diese aus dem Kunststoffmaterial des Überstandes (3) ausgebracht sind.

Description:
VORRICHTUNG ZUM ENTFERNEN VON KUNSTSTOFFERZEUGNISSEN

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen respektive Entformen von Kunststofferzeugnissen, wie beispielsweise Behältnissen mit mindestens einer Führungs- und/oder Halteeinrichtung, die im Rahmen eines Kunststoff- Formgebungsverfahrens in mindestens ein Kunststofferzeugnis ein- und wieder ausgebracht ist, um dieses nach der Formgebung für mindestens einen weiteren Herstellschritt zu übernehmen bzw. anschließend freizuge ben, wobei für das Ein- und Ausbringen der jeweiligen Einrichtung in das bzw. aus dem jeweiligen Kunststofferzeugnis eine Bewegungseinrichtung dient, die die jeweilige Einrichtung in gegenläufige Verfahrrichtungen axial verfährt.

Wenn Kunststofferzeugnisse mittels Kunststoff-Formgebungsverfahren in dustriell in großen Stückzahlen hergestellt werden, stellt die maschinelle Handhabung der Kunststofferzeugnisse innerhalb des Herstellungsprozesses einen wichtigen, die rationelle und wirtschaftliche Durchführung begünsti genden Verfahrensschritt dar. Wie im Dokument DE 38 31 957 C1 offen bart, ist es diesbezüglich Stand der Technik, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung im Rahmen eines nach dem bekannten bottelpack ® - System arbeitenden Verfahrens einzusetzen, bei dem aus plastifiziertem Kunststoffmaterial durch ein automatisiertes Formen (Blasen oder Vakuum formen), Füllen und Verschließen Behälter auf wirtschaftliche Art und Wei- se hergestellt werden. Wie in dem genannten Dokument in Spalte 2, Zeilen 61 ff ausgeführt ist, sind als Führungs- und Halteeinrichtung Stifte vorgese hen, die mittels einer Bewegungseinrichtung mit sacklochartigen Vertiefun gen in Eingriff kommen, die in einer Abfall randzone der hergestellten Am pullenblöcke ausgebildet sind, um den jeweiligen Ampullenblock zu über nehmen und anschließend wieder freizugeben.

Ausgehend von diesem Stand der Technik stellt sich die Erfindung die Auf gabe, eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, die bei Beibehalten der Vorteile der genannten, bekannten Vorrichtung einen besonders schnellen und sicheren Ablauf des Herstellvorgangs von Kunststofferzeugnissen er möglicht.

Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch eine Vorrichtung gelöst, die die Merkmale des Patentanspruchs 1 in seiner Gesamtheit aufweist.

Gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 besteht eine wesentl i che Besonderheit der Erfindung darin, dass mindestens eine weitere Bewe gungseinrichtung vorhanden ist, die die jeweilige Führungs- und/oder Hal teeinrichtung in eine Rotationsbewegung versetzt. Dadurch, dass zusätzlich zu der Bewegungseinrichtung, die für die maschinelle Handhabung die Führungs- und Halteeinrichtung mit dem jeweiligen Kunststofferzeugnis in und außer Eingriff bringt, die Führungs- und Halteeinrichtung in Drehung versetzbar ist, kann der Vorgang des Entfernens respektive des Entformens, d.h. das Bewegen der Führungs- und Halteeinrichtung in der das Kunststof ferzeugnis freigebenden Verfahrrichtung, bereits durchgeführt werden, be vor das Kunststofferzeugnis, das im Zuge des Kunststoff- Formgebungsverfahrens erhitzt ist, bereits vollständig abgekühlt ist. Die mit tels der weiteren Bewegungseinrichtung erzeugte Rotationsbewegung ver hindert auch bei noch teilweise im plastif izierten Zustand befindlichem und noch nicht vollständig ausgehärtetem Kunststofferzeugnis einen Anhaft- o- der Verformungseffekt bei der rückziehenden Verfahrbewegung der Füh- rungs- und Halteeinrichtung. Die schnellere Freigabe der Kunststofferzeug nisse ermöglicht dadurch die Durchführung des Kunststoff- Formgebungsverfahrens mit kürzeren Taktzeiten, so dass die erfindungsge mäße Vorrichtung die Durchführung des Kunststoff-Formgebungsverfahrens auf besonders schnelle und wirtschaftliche Weise ermöglicht.

Sofern nachfolgend von Ampullen die Rede ist, schließt dieser Begriff all gemein Behälter mit ein, insbesondere solche, die nach einem Blasform-, Füll- und Schließverfahren (BFS-Verfahren) hergestellt sind.

Bei vorteilhaften Ausführungsbeispielen weist die Führungs- und Halteein richtung mindestens einen Stangenkörper auf, der an seinem einen freien Ende eine Art Bohrerkopf und im Bereich seines anderen freien Endes ein Ritzel für einen Ritzeltrieb als Teil der weiteren Bewegungseinrichtung so wie eine Drehlagerung aufweist. Diese Ausführungsbeispiele sind mit Vor teil bei der maschinellen Handhabung von Ampullenblöcken einsetzbar, die nach dem oben erwähnten Blasform-, Füll- und Schließverfahren (BFS- Verfahren) hergestellt sind und, wie in Fig. 1 des genannten Dokuments DE 38 31 957 C1 gezeigt, in ihrer Abfall randzone sacklochartige Vertiefungen für den Eingriff von Stiften aufweisen. Beim Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die Stifte durch die Bohrerspitzen der Stangenkörper ge bildet, die bei der freigebenden Verfahrbewegung mittels des Ritzeltriebes in Drehung versetzt sind.

Bei Ausführungsbeispielen dieser Art ist eine Vielzahl von Stangenkörpern vorgesehen, die mit ihren Drehlagerungen immer paarweise in einer Dreh aufnahme geführt sind und deren Ritzel innerhalb der Drehaufnahme einen vorgebbaren Axialabstand zueinander aufweisen, der vorzugsweise mindes tens der Bauhöhe eines Ritzels entspricht. Durch die axial versetzte Anord nung der Ritzel eröffnet sich die vorteilhafte Möglichkeit, die Paare von Stangenkörpern in der Drehlagerung in einem Achsabstand anzuordnen, der geringer ist als der Ritzeldurchmesser, so dass in vorteilhafter Weise die Stangenkörper in dichterer Aufeinanderfolge voneinander angeordnet wer den können.

Die Anordnung kann mit Vorteil so getroffen sein, dass die Drehaufnahmen an einem Träger als Teil der einen Bewegungseinrichtung angeordnet sind, der mittels eines Antriebs die Stangenkörper in Parallelanordnung zueinan der in axialer Bewegungsrichtung unterhalb eines balkenartigen Absetzti- sches verfährt, der das Durchfahren der Stangenkörper sowie auf seiner Oberseite ein Absetzen des Kunststofferzeugnisses erlaubt zwecks Separie ren desselben von den zuordenbaren Stangenkörpern.

Bei der axial versetzten Anordnung der Ritzel können als Ritzeltrieb für die einzelnen Ritzel der Stangenkörper zwei übereinander angeordnete Zahn stangen dienen, die Teil der weiteren Bewegungseinrichtung bilden und von denen eine Zahnstange das Ritzel des jeweils einen Stangen körpers und die andere Zahnstange das Ritzel des jeweils weiteren Stangenkörpers betätigt, die zu einem Paar zusammengefasst in der jeweils zugehörigen Drehaufnahme des Trägers aufgenommen sind.

Beide Zahnstangen können auf einem Schlitten angeordnet sein, der mittels eines weiteren Antriebs entlang dem Träger bewegbar geführt ist. Mit Vorteil können die beiden eingesetzten Antriebe, also der Antrieb für die vertikale Verfahrbewegungen der Stangenkörper und der horizontale Antrieb des Schlittens mit den Zahnstangen, aus Linearantrieben, insbeson dere aus elektrischen Spindeltrieben, gebildet sein. Der Bohrerkopf des jeweiligen Stangenkörpers kann aus einer Bohrspitze mit einem Bohrgewinde gebildet sein. Bei entsprechend gewählter Gewin desteigung ist bei der Drehbewegung im jeweiligen Sackloch des Kunst stofferzeugnisse eine Axial kraftkomponente erzeugbar, die die freigebende Verfahrbewegung in der Art eines Ausschraubens begünstigt.

Mit besonderem Vorteil kann die Vorrichtung austauschbarer Bestandteil einer Blasform-, Füll- und Schließmaschine sein, mit der das jeweilige Kunststofferzeugnis hergestellt ist.

Wie in dem eingangs genannten Dokument gezeigt ist, kann das jeweilige Kunststofferzeugnis außerhalb eines gefüllten Behälterkörpers fußseitig ei nen kastenartigen Überstand als Abfall randzone aufweisen, in den im noch weichen Zustand des Kunststoffmaterials die Stangenkörper mit ihrem je weiligen Bohrkopf stoßartig eindringen, wobei mit oder nach dem Absetzen des jeweiligen Kunststofferzeugnisses auf dem Absetztisch unter Drehen der Stangenkörper diese aus dem Kunststoffmaterial des Überstandes ausge bracht sind.

Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels im Einzelnen erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine abgebrochen gezeichnete Vorderansicht eines Ausfüh rungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei ein erster Betriebszustand gezeigt ist;

Fig. 1 a eine vergrößert gezeichnete Teildarstellung des in Fig. 1 mit I bezeichneten Bereichs; Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Vorderansicht, wobei ein zwei ter Betriebszustand gezeigt ist;

Fig. 2a eine vergrößerte Teildarstellung des in Fig. 2 mit II bezeichne- ten Bereichs;

Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Vorderansicht, wobei ein dritter

Betriebszustand dargestellt ist; Fig. 3a eine vergrößert gezeichnete Teildarstellung des in Fig. 3

mit III bezeichneten Bereichs;

Fig. 4 eine entsprechende Vorderansicht des Ausführungsbeispiels, wobei ein dritter Betriebszustand gezeigt ist;

Fig. 4a eine vergrößert gezeichnete Teildarstellung des in Fig. 4

mit IV bezeichneten Bereichs;

Fig. 5 eine abgebrochen und teils auseinandergezogen gezeichnete perspektivische Schrägansicht eines Vorrichtungsteils des Aus führungsbeispiels der Vorrichtung, gesehen auf die Vordersei te;

Fig. 6 ein im Maßstab von Fig. 5 und teilweise auseinandergezogen gezeichnete perspektivische Schrägansicht des Teils des Aus führungsbeispiels der Vorrichtung, gesehen auf die Rückseite; und

Fig. 7 eine gegenüber Fig. 5 und 6 weiter vergrößert und schema tisch vereinfacht gezeichnete Teilseitenansicht des Ausfüh rungsbeispiels. Unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen ist die Erfindung anhand ei nes Ausführungsbeispiels erläutert, das im Rahmen eines Kunststoff- Formgebungsverfahrens für die maschinelle Handhabung der im Formge bungsverfahren hergestellten Kunststofferzeugnisse vorgesehen ist. Genauer gesagt, ist das Ausführungsbeispiel dazu vorgesehen, um Ampullenblöcke, die in einem BFS-Verfahren hergestellt sind, von der Herstellform durch Eingriff einer Führungs- und Halteeinrichtung wegzubewegen und sodann durch Entfernen der in Eingriff befindlichen Führungs- und Halteeinrichtung die Kunststofferzeugnisse wieder freizugeben. Die Ampullenblöcke, von denen in der Zeichnung lediglich einer in Fig. 1 sichtbar und mit 1 be zeichnet ist, entsprechen einer bekannten Erzeugnisform, wie sie beispiels weise in dem genannten Dokument DE 38 31 957 C1 offenbart ist. Wie in der dortigen Fig. 1 gezeigt, weisen diese Ampullenblöcke außerhalb einer Reihe befüllter Behälterkörper fußseitig einen kastenartigen Überstand auf, der eine Abfall randzone bildet und in dem sacklochartige Vertiefungen in Reihenanordnung vorgesehen sind, mit denen für den Transfervorgang stift artige Eingriffsteile der Führungs- und Halteeinrichtung in Eingriff gelangen. In den Fig. 1 a, 2a, 3a und 4a sind vom Ampullenblock 1 jeweils die den Überstand bildende Abfall randzone mit 3 und die darin befindlichen sack lochartigen Vertiefungen mit 5 bezeichnet.

Die Führungs- und Halteeinrichtung weist Stangenkörper 7 auf, die in der Zeichnung nur teilweise beziffert und in Reihe angeordnet sind, wobei die Anzahl der Stangenkörper 7 der Anzahl der Sacklöcher 5 entspricht. Als Eingriffsteile für den stiftartigen Eingriff in die Sacklöcher 5 weist jeder Stan genkörper 7 an seinem freien Ende einen Bohrerkopf 9 auf. An dem dem Bohrerkopf 9 entgegengesetzten unteren Endabschnitt weisen die Stangen körper 7 ein Wellenteil 1 1 mit jeweils einem darauf befestigten Zahnritzel 1 3 auf, s. Fig. 5 bis 7. Zwischen ihrem Bohrerkopf 9 und ihrem Wellenteil 1 1 weisen die Stangenkörper 7 ein langgestrecktes Verbindungsrohr 1 5 (s. Fig. 7) auf. In den Fig. 5 und 7 ist das untere Ende der Verbindungsrohre 15 jeweils mit 1 7 bezeichnet. Für die Verbindung der unteren Enden 1 7 mit einem jeweiligen Wellenteil 1 1 weisen diese in ihrem Endabschnitt jeweils Abflachungen 21 auf, mit denen, wie Fig. 7 zeigt, das Rohrende 1 7 der Verbindungsrohre 1 5 verbördelt ist. In entsprechender Weise sind die obe ren Rohrenden der Verbindungsrohre 15 für die Verbindung mit den Bohr köpfen 9 mit Abflachungen 19 verbördelt, die am unteren Ende der Bohr köpfe 9 gebildet sind, wie Fig. 5 und 6 zeigen.

Die Wellenteile 1 1 mit ihren Ritzeln 1 3 sind mit Drehlagerungen 23 jeweils paarweise in einer blockartigen Drehaufnahme 25 gelagert. Diese sind mit tels einer Halteleiste 27 an einem Träger 29 festgelegt. Wie Fig. 5 und 6 am deutlichsten zeigen, sind die Ritzel 1 3 bei jedem in einer Drehaufnahme 25 befindlichen Ritzelpaar in einem Axialabstand voneinander angeordnet, der etwas größer ist als die axiale Bauhöhe eines Ritzels 1 3. Dadurch können die Achsen der Wellenteile 1 1 und damit der Stangenkörper 7 in Abständen voneinander angeordnet werden, die kleiner sind als der Ritzeldurchmes ser. Als Ritzeltrieb für den Drehantrieb der Stangenkörper 7 ist ein Paar Zahnstangen 31 vorgesehen, die übereinanderliegend an einem Schlitten 33 angebracht sind, der mittels eines Linearantriebs, beim vorliegenden Ausführungsbeispiel in Form eines elektromotorisch angetriebenen Spindel triebes 35 (Fig. 6), entlang der Reihe der Ritzel 1 3 verschiebbar ist.

Wie die Fig. 1 bis 4 und am deutlichsten die Fig. 1 zeigen, weist die Vor richtung einen Rahmen 36 auf, der sich, von einer bodenseitigen Grund struktur 37 ausgehend, nach oben erstreckt und im oberen Bereich den Trä ger für einen horizontalen Absetztisch 38 bildet. Wie der Vergleich der Fig.

1 bis 4 zeigt, ist die gesamte aus Träger 29, Ritzeltrieb 31 , Drehaufnahme 25 und Stangenkörpern 7 gebildete Stangeneinheit 39 am Rahmen 36 in beiden Verfahrrichtungen vertikal bewegbar, wobei bei der in Fig. 1 gezeig- ten, vollständig angehobenen Position die Stangen körper 7 den Absetztisch 38 durchgreifen. Als Antrieb für diese Bewegungseinrichtung, die hier als erste Bewegungseinrichtung bezeichnet ist, während der die Rotation der Stangenkörper 7 erzeugende Ritzeltrieb 31 als zweite Bewegungseinrich tung bezeichnet ist, ist ebenfalls ein Linearantrieb vorgesehen, vorliegend ebenfalls in Form eines elektromotorisch betätigten Spindeltriebes 40 (Fig. 1 ).

Die Fig. 1 zeigt von einem Arbeitsspiel der Vorrichtung einen Betriebszu stand, bei dem die Stangenkörper 7 in eine obere Endstellung verfahren sind, bei der sie, s. Fig. 1 a, mit ihren Bohrerköpfen 9 in die Sacklöcher 5 eines jeweils zu transferierenden Ampullenblocks 1 eingestoßen sind, von denen der Übersichtlichkeit halber lediglich in Fig. 1 ein einzelner Ampul lenblock 1 schematisiert angedeutet ist. Bei diesem Betriebszustand befin det sich der jeweilige Bohrerkopf 9 mit seiner durch ein Bohrgewinde 41 gebildeten Spitze in Eingriff mit den Sacklöchern 5 des noch vom Formge bungsverfahren erwärmten und daher im teilplastifizierten Zustand befindl i chen Ampullenblock 1 .

Die Fig. 2 zeigt den Betriebszustand des folgenden Arbeitsschrittes, bei dem die Stangenkörper 7 mit dem jeweiligen Ampullenblock 1 so weit nach un ten verfahren sind, dass die betreffenden Ampullenblöcke 1 auf dem Ab setztisch 38 aufliegen, jedoch die Bohrerköpfe 9 mit dem Bohrgewinde 41 noch in Eingriff mit den Sacklöchern 5 sind, wie in Fig. 2a gezeigt. Wie die Fig. 3 zeigt, bewegen sich die Stangenkörper 7 sodann weiter nach unten, während die Stangenkörper 7 in Drehung versetzt sind, so dass die Bohrer köpfe 9 mit den Bohrgewinden 41 in der Art einer Ausschraubbewegung aus den Sacklöchern 5 ausfahren, s. Fig. 3a.

Im Gegensatz zu der Fig. 1 wurde in den Fig. 2, 3 und 4 der Ampullen block 1 der einfachen Darstellung wegen weggelassen, jedoch zeigen die Fig. 2a, 3a und 4a den jeweils zugehörigen Eingriffszustand zwischen Füh- rungs- und Halteeinrichtung 7 und dem Ampullenblock 1 für die Unterseite einer Ampulle oder eines Behältnisses dieses Blocks 1 . Die Fig. 4 zeigt schließlich den Endzustand, bei dem die Stangenkörper 7 vollständig nach unten verfahren sind und die Ampullenblöcke 1 auf dem Absetztisch 38 vollständig freigegeben sind. Die Ausbildung der Bohrerköp fe 9 mit dem endseitigen Bohrgewinde 41 , das in der eingestoßenen Positi on von dem noch warmen Kunststoffmaterial umschlossen ist, ermöglicht in Kombination mit der Drehbewegung ein störungsfreies Entfernen der die Führungs- und Halteeinrichtung bildenden Stangenkörper 7 aus dem Ein griff mit den Ampullenblöcken 1 .