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Title:
DEVICE FOR THE ROTARY STAMPING OF STAMPED PIECES OF DEFINED GEOMETRY AND SIZE FROM A PLANAR STRUCTURE AND ITS USE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/131460
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (1) for the rotary stamping of stamped pieces (20) of defined geometry and size from a planar structure (2) comprising a tool (8) having a plurality of cutting punches (4) and cutting holes (6), containing a first tool carrier (12) rotating about a first axis (10) and a second tool carrier (16) rotating about a second axis (14), wherein the first axis (10) and the second axis (14) are arranged in parallel and at a radial distance from one another in such a way that there is a radial distance between the first tool carrier (12) and the second tool carrier (16) for forming a passage gap (18) for the planar structure (2), and the cutting punches (4) penetrate into the cutting holes (6) in an accurately fitting manner by rotation of the tool carriers (12, 16) in opposite directions. The invention provides for the cutting punches (4) and the cutting holes (6) to be arranged alternately at the circumference of the first tool carrier (12) and at the circumference of the second tool carrier (16) in each case without a gap in such a way that the planar structure (2) is processed in a single operation to produce stamped pieces (20) without losses and remnants.

Inventors:
MÄRDIAN, Franz-Josef (In den Birken 21 b, Hinterweidenthal, 66999, DE)
Application Number:
DE2006/000811
Publication Date:
November 22, 2007
Filing Date:
May 11, 2006
Export Citation:
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Assignee:
MÄRDIAN WERKZEUG-UND MASCHINENBAU GMBH (In den Birken 21 b, Hinterweidenthal, 66999, DE)
MÄRDIAN, Franz-Josef (In den Birken 21 b, Hinterweidenthal, 66999, DE)
International Classes:
B26F1/38; A61F13/00; B26F1/44
Attorney, Agent or Firm:
WIEDEMANN, Markus (Karolinenstrasse 21, Augsburg, 86150, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Vorrichtung (1) zum rotativen Stanzen von Stanzstücken (20) definierter Geometrie und Größe aus einem Flächengebilde (2) mit einem mehrere Schneidstempel (4) und Schneidlöcher (6) aufweisenden Werkzeug (8), beinhaltend einen um eine erste Achse (10) rotierenden ersten Werkzeugträger (12) und einen um eine zweite Achse (14) rotierenden zweiten Werkzeugträger (16), wobei die erste Achse (10) und die zweite Achse (14) parallel und mit Radialabstand zueinander derart angeordnet sind, dass zwischen dem ersten Werkzeugträger (12) und dem zweiten Werkzeugträger (16) ein radialer Abstand zur Bildung eines Durchtrittsspalts (18) für das Flächengebilde (2) vorhanden ist und durch gegenläufige Rotation der Werkzeugträger (12, 16) die Schneidstempel (4) passgenau in die Schneidlöcher (6) eindringen, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidstempel (4) und die Schneidlöcher (6) am Umfang des ersten Werkzeugträgers (12) und am Umfang des zweiten Werkzeugträgers (16) jeweils derart lückenlos abwechselnd angeordnet sind, dass das Flächengebilde (2) in einem einzigen Arbeitsgang verlust- und reststückfrei zu Stanzstücken (20) verarbeitet wird.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidstempel (4) und die Schneidlöcher (6) derart ausgebildet sind, dass ausschließlich Stanzstücke (20) mit identischer Geometrie und Größe ausgestanzt werden.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidstempel (4) und die Schneidlöcher (6) sowohl in Umfangs- richtung als auch in axialer Richtung gesehen am Umfang der Werkzeugträger (12, 16) schachbrettartig abwechselnd angeordnet sind.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugträger (12, 16) Ringlamellen (22) mit an ihrem Umfang lückenlos abwechselnd ausgebildeten Schneidstempeln (4) und Schneidlöchern (6) aufweisen, welche derart axial gestapelt und in Umfangs- richtung um jeweils eine Teilung gegeneinander versetzt sind, dass sich auch in Axialrichtung gesehen Schneidstempel (4) und Schneidlöcher (6) lückenlos abwechseln.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Ringlamellen (22) identisch mit der Breite der zu stanzenden Stanzstücke (20) ist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich vom Innenumfang der Ringlamellen (22) Kanäle (24) bis in die Schneidlöcher (6) erstrecken.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in den Kanälen (24) Auswerfer (26) radial verschieblich geführt sind.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerfer (26) T-förmige flächige Gebilde sind und einen im Schneidloch (4) angeordneten, mit den Stanzstücken (20) in Kontakt tretenden Querbalken (28), einen im Kanal (24) geführten Schaft (30) sowie einen aus dem Kanal (24) nach radial innen hervorragenden Fußteil (32) aufweisen.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnitte der Fußteile (32) der Auswerfer (26) gegenüber den Schäften (30) erweitert sind.

10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren der Werkzeugträger (12, 16) je wenigstens eine Walze (34; 38) derart exzentrisch angeordnet ist, dass sie abhängig von der Drehposition des Werkzeugträgers (12, 14) in Kontakt mit dem Fußteil (32) wenigstens eines Auswerfers (26) tritt und diesen dadurch nach radial außen drängt.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren wenigstens eines rotierenden Werkzeugträgers (12, 14) eine Walze (38) derart lose gehalten ist, dass sie durch Schwerkraftwirkung in Kontakt mit den Fußteilen (32) der Auswerfer (26) tritt.

12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren wenigstens eines rotierenden Werkzeugträgers (12) eine Walze (34) an einer festen Achse (36) exzentrisch gelagert ist.

13. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckerzeugungseinrichtung (40) vorgesehen ist, welche wenigstens einige der Kanäle (24) unter Druck eines Druckmittels setzt.

14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckmittel Wasser beinhaltet.

15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Düse (42) vorgesehen ist, welche abhängig von der Drehposition des Werkzeugträgers (16) mit wenigstens einem Kanal (24) in Flucht bringbar ist, um das Druckmittel zuzuführen.

16. Verwendung der Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche zum verlust- und reststückfreien Stanzen von

Stanzstücken (20) definierter Geometrie und Größe aus wenigstens Leder, Fasergelegen oder Folien, wobei die Fasergelege in Form von Gelegen, Geweben, Papier , non-wovens oder Filzen vorliegen und aus Natur-, Kunststoff-, Glas- oder Kohlenstofffasern mit und ohne Binder bestehen und die Folie aus Kunststoff, Metall oder expandiertem Graphit besteht.

17. Verwendung der Vorrichtung (1) nach Anspruch 15 zum verlust- und reststückfreien Stanzen von Stanzstücken (20) aus Endlosmaterial, Bändern (2) oder Blättern, einschichtig oder mehrschichtig.

18. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16 zur Herstellung von Stanzstücken (20) definierter Geometrie und Größe mit einer Dicke von 5 μm bis 5 mm, einer Breite von 0,1 mm bis 10 mm und einer Länge von 1 mm bis 100 mm.

Description:

Vorrichtung zum rotativen Stanzen von Stanzstücken definierter Geometrie und Größe aus einem Flächengebilde und deren Verwendung

Beschreibung

Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum rotativen Stanzen von Stanzstücken definierter Geometrie und Größe aus einem Flächengebilde mit einem mehrere Schneidstempel und Schneidlöcher aufweisenden Werkzeug, beinhaltend einen um eine erste Achse rotierenden ersten Werkzeugträger und einen um eine zweite Achse rotierenden zweiten Werkzeugträger, wobei die erste Achse und die zweite Achse parallel und mit Radialabstand zueinander derart angeordnet sind, dass zwischen dem ersten Werkzeugträger und dem zweiten Werkzeugträger ein radialer Abstand zur Bildung eines Durchtrittsspalts für das Flächengebilde vorhanden ist und durch gegenläufige Rotation der Werkzeugträger die Schneidstempel passgenau in die Schneidlöcher eindringen, sowie die Verwendung der Vorrichtung gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 16.

In vielen Bereichen der Technik werden Stanzstücke definierter Größe aus Materialien wie Glas, Keramik oder Kohlenstoff benötigt. Zur Herstellung von Fasern definierter Länge hat die Industrie geeignete Verfahren und Vorrichtungen entwickelt. So zeigt beispielsweise die US 4 638 934 eine Vorrichtung zum Kleinschneiden von Fiberglasmatten. Hierzu werden die Fiberglasmatten zunächst durch rollende Messer in Längsstreifen geschnitten. Diese Längsstreifen werden anschließend quer geschnitten. Während der Schneidevorgänge liegt die Fiberglasmatte auf einer elastischen Schneideunterlage.

Ein weiteres Verfahren und eine dazu geeignete Vorrichtung beschreibt die US 3 921 874. Hier werden lange Fäden des Ausgangsmaterials in eine Flüssigkeit getaucht, die anschließend durch Abkühlen verfestigt wird. Der gefrorene Fa-

serstrang wird anschließend quer geschnitten. Nach dem Auftauen und Entfernen der Flüssigkeit liegen Kurzfasern vor.

Nachteilig bei diesen bekannten Verfahren und Vorrichtungen ist, dass zwischen dem ersten und dem zweiten Schneidvorgang Schlupf auftreten kann, so dass die Fertigprodukte voneinander abweichende Längen haben können. Das in der zweitgenannten US-Schrift offenbarte Verfahren hat drüber hinaus nur eine begrenzte Kapazität und ist somit für eine Großserienproduktion wenig geeignet.

Die gattungsbildende DE 203 06 090 U1 beschreibt eine Vorrichtung zum rotati- ven Stanzen von Stanzstücken aus extrudierten Endlosprofilen, insbesondere zum Prägen und Lochen von aus einem Extruder kommenden Endlosprofilen, wobei jedoch Stanzrückstände übrig bleiben, welche die Produktivität des Verfahrens einschränken.

Der vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art derart weiter zu entwickeln, dass mit ihrer Hilfe Flächengebilde in einem einzigen Arbeitsgang verlust- und reststückfrei zu Stanzstücken definierter Geometrie und Größe verarbeitet werden können.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Weiterhin sollen für die Vorrichtung besonders vorteilhafte Verwendungen angegeben werden.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 16 gelöst.

Der vorliegenden Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die Schneidstempel und die Schneidlöcher am Umfang der Werkzeugträger jeweils derart lückenlos abwechselnd anzuordnen, dass das Flächengebilde in einem einzigen Arbeitsgang verlust- und reststückfrei zu Stanzstücken verarbeitet wird. Weil das Flächengebilde dann komplett in Stanzstücke umgesetzt wird, ist die Produktivität maximal und es verbleibt kein Restmaterial. Eine solche Vorgehensweise ist vor allem bei Flächengebilden von Vorteil, deren Herstellung kostspielig ist oder welche aus einem wertvollen Material wie beispielsweise Edelmetall bestehen. Da die Stanzstü-

cke in einem einzigen Arbeitsgang hergestellt werden, ergibt sich weiterhin eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit und damit eine hohe Produktivität.

Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung möglich.

Besonders bevorzugt sind die Schneidstempel und die Schneidlöcher derart ausgebildet, dass ausschließlich Stanzstücke mit identischer Geometrie und Größe ausgestanzt werden, beispielsweise rechteckförmige oder quadratische Stanzstücke.

Zur Realisierung einer höheren Produktivität können die Schneidstempel und die Schneidlöcher sowohl in Umfangsrichtung als auch in axialer Richtung gesehen am Umfang der Werkzeugträger schachbrettartig abwechselnd angeordnet sein. Dann werden in jeder Drehlage der Werkzeugträger mehrere Stanzstücke erzeugt.

Wenn die Werkzeugträger Ringlamellen mit jeweils an ihrem Umfang lückenlos abwechselnd ausgebildeten Schneidstempeln und Schneidlöchern aufweisen, die derart axial gestapelt und in Umfangsrichtung jeweils um eine Teilung gegeneinander versetzt sind, dass sich auch in Axialrichtung gesehen Schneidstempel und Schneidlöcher lückenlos abwechseln, können bei Werkzeugverschleiß einzelne Ringlamellen einfach ausgewechselt werden, ohne dass das gesamte Werkzeug ersetzt werden muss. Die Dicke der Ringlamellen ist dann identisch mit der Breite der zu stanzenden Stanzstücke.

Die Ringlamellen bestehen vorzugsweise aus Stahl, der insbesondere im Bereich der Schneidstempel und/oder Schneidlöcher gehärtet oder einsatzgehärtet und/oder mit einer verschleißarmen Schicht, beispielsweise aus Hartmetall beschichtet ist. Auch kommen wegen ihrer Verschleißbeständigkeit keramische Werkstoffe für die Ringlamellen in Frage, beispielsweise in Form einer Be- schichtung im Bereich der Schneidstempel und/oder Schneidlöcher.

Besonders bevorzugt erstrecken sich Kanäle vom Innenumfang der Ringlamellen bis in die Schneidlöcher.

Gemäß einer Variante können in den Kanälen Auswerfer radial verschieblich geführt sein, wobei die Auswerfer bevorzugt T-förmige flächige Gebilde sind und einen im Schneidloch angeordneten, mit den Stanzstücken in Kontakt tretenden Querbalken, einen im Kanal geführten Schaft sowie einen aus dem Kanal nach radial innen hervorragenden Fußteil aufweisen. Weiterhin kann im Inneren der Werkzeugträger je wenigstens eine Walze derart exzentrisch angeordnet sein, dass sie abhängig von der Drehposition des Werkzeugträgers in Kontakt mit dem Fußteilen wenigstens eines Auswerfers tritt und diesen dadurch nach radial außen drängt, wodurch das im zugeordneten Schneidloch befindliche Stanzstücke ausgeworfen wird.

Zur radialen Betätigung der Auswerfer ist im Inneren wenigstens eines rotierenden Werkzeugträgers eine Walze derart lose gehalten, dass sie durch Schwerkraftwirkung in Kontakt mit den Fußteilen der Auswerfer treten kann. Alternativ kann eine solche innere Walze auch an einer festen Achse exzentrisch gelagert sein.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann eine Druckerzeugungseinrichtung vorgesehen sein, welche wenigstens einige der Kanäle unter Druck eines Druckmittels setzt, wobei das Druckmittel bevorzugt Wasser beinhaltet. Zum Einspritzen des Druckmittels in die Kanäle kann beispielsweise wenigstens eine Düse vorgesehen sein, welche abhängig von der Drehposition des Werkzeugträgers mit einem Kanal in Flucht bringbar ist.

Die beschriebene Vorrichtung wird zum Verlust- und reststückfreien Stanzen von Stanzstücken definierter Geometrie und Größe aus wenigstens Leder, Fasergelegen oder Folien verwendet, wobei die Fasergelege bevorzugt in Form von Gelegen, Geweben, Papier, non-wovens oder Filzen vorliegen und aus Natur-, Kunststoff-, Glas- oder Kohlenstofffasern mit und ohne Binder bestehen

und die Folie beispielsweise aus Kunststoff, Metall oder expandiertem Graphit besteht.

Besonders vorteilhaft werden Fasergebilde, bevorzugt Kohlenstofffasem als Flächengebilde verwendet, die mit Zuschlagstoffen und/oder aushärtbarem Bindemittel versehen sind. Aus einem solchen, mit Kunstharz getränkten Faserstrang mit einer im wesentlichen parallel verlaufende Filamente beinhaltenden Faserlage, die ein unidirektionales Faserband ausbildet, können dann nach Abkühlen und Aushärten des Binders mit Hilfe der Vorrichtung Bandstücke oder Bündel definierter Länge und Breite verlustfrei hergestellt werden. Diese Bandstücke oder Bündel werden beispielsweise zur Herstellung kurzfaserverstärkter Werkstoffe sortenrein oder in Mischung von verschiedenen Längen oder Breiten eingesetzt. Für diese Art von Werkstoffen sind abhängig von den geforderten Werkstoffeigenschaften eine bestimmte Länge der Bandstücke oder Faserbündel wesentlich. Siebfraktionen gemahlener Fasern oder Faserbündel enthalten demgegenüber Fraktionen mit für den beabsichtigten Zweck ungeeigneten Faserlängen. Mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist jedoch sichergestellt, dass die Verstärkungsfasern eine einheitliche Länge und Bündelstärke aufweisen. Für den Fall, dass Mischungen von Faserlängen (Faserlängenverteilung) gefordert sind, ist das Spektrum der Faserlängenverteilung oder der Bündeldickenverteilung ebenso gezielt einstellbar.

Weiterhin kann das Flächengebilde in Form von Blättern, einschichtig oder mehrschichtig vorliegen, wobei sich beim Stanzen von übereinander gestapelten Blättern eine gesteigerte Produktivität ergibt.

Besonders bevorzugt können mit der Vorrichtung Stanzstücke mit einer Dicke von 5 μm bis 5 mm, einer Breite von 0,1 mm bis 10 mm und einer Länge von 1 mm bis 100 mm hergestellt werden.

Genaueres geht aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen hervor.

Zeichnung

Nachstehend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt

Fig.1 eine entlang der Linie I aufgeschnittene Stirnansicht einer Vorrichtung zum rotativen Stanzen von Stanzstücken gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;

Fig.2 eine Seitenansicht der Vorrichtung von Fig.1 ;

Fig.3 eine aufgeschnittene Stimansicht einer Vorrichtung zum rotativen Stanzen von Stanzstücken gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;

Fig.4 eine Stirnansicht von Ringlamellen der Vorrichtung von Fig.3.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

In Fig.1 ist mit der Bezugszahl 1 eine bevorzugte Ausführungsform einer Vorrichtung zum rotativen Stanzen von Stanzstücken definierter Geometrie und Größe aus einem Flächengebilde 2 gemäß der Erfindung bezeichnet.

Die Vorrichtung 1 beinhaltet ein mehrere Schneidstempel 4 und Schneidlöcher 6 aufweisendes Werkzeug 8 mit einem um eine erste Achse 10 rotierenden ersten Werkzeugträger 12 in Form einer Trommel und einen um eine zweite Achse 14 rotierenden zweiten, ebenfalls trommeiförmigen Werkzeugträger 16. Dabei sind die erste Achse 10 und die zweite Achse 14 parallel, koplanar und mit Radialabstand zueinander derart angeordnet, dass zwischen dem ersten Werkzeugträger 12 und dem zweiten Werkzeugträger 16 ein radialer Abstand zur Bildung eines Durchtrittsspalts 18 für das Flächengebilde 2 vorhanden ist und durch gegenläufige Rotation der beiden Werkzeugträger 12, 16 ähnlich miteinander kämmender Zahnräder die Schneidstempel 4 passgenau in die Schneidlöcher 6 eindringen.

Beim Eindringen der Schneidstempel 4 in die Schneidlöcher 6 wird ein dem Querschnitt des Schneidstempels 4 bzw. des korrespondierenden Schneid-

lochs 6 entsprechendes Stanzstück 20 aus dem Flächengebilde 2 herausgestanzt und in das Schneidloch 6 gedrückt, wobei es dort anhängig von Toleranzen und dem elastischen Verhalten des Flächengebitdematerials zu einem Kraftschluss zwischen dem Rand des Stanzstücks 20 und der Schneidlochwandung kommt, welcher die Tendenz hat, das Stanzstück 20in dem Schneidloch 6 zu halten.

Besonders bevorzugt sind die Schneidstempel 4 und die Schneidlöcher 6 derart ausgebildet, dass ausschließlich Stanzstücke 20 mit identischer Geometrie und Größe ausgestanzt werden, hier beispielsweise rechteckförmige Stanzstücke. Wie aus Fig.2 hervorgeht, sind die Schneidstempel 4 und die Schneidlöcher 6 sowohl in Umfangsrichtung als auch in axialer Richtung gesehen am Umfang der Werkzeugträger 12, 16 schachbrettartig abwechselnd und lückenlos angeordnet, so dass das in seiner Breite nicht über die Breite der Werkzeugträger 12 und 16 hinausgehende Flächengebilde 2 vollständig und rückstandslos in Stanzstücke 20 umgesetzt wird.

Die Werkzeugträger 12, 16 tragen jeweils identische Ringlamellen 22 mit an ihrem Umfang lückenlos abwechselnd ausgebildeten Schneidstempeln 4 und Schneidlöchern 6, die derart axial gestapelt und in Umfangsrichtung um jeweils eine Teilung gegeneinander versetzt sind, dass sich auch in Axialrichtung gesehen Schneidstempel 4 und Schneidlöcher 6 lückenlos abwechseln. Die Dicke der Ringlamellen 22 ist dann identisch mit der Breite der zu stanzenden Stanzstücke 20. Aus Anschauungsgründen sind in der Schnittsdarstellung von Fig.1 nur zwei miteinander kämmende Ringlamellen 22 der beiden Werkzeugträger 12, 16 dargestellt. Die Ringlamellen 22 können beispielsweise auf einer Nabe des betreffenden Werkzeugträgers 12, 16 einander axial kontaktierend aufgenommen sein und mit dieser beispielsweise über Verzahnungen zumindest drehfest verbunden sein.

Die Ringlamellen 22 bestehen vorzugsweise aus Stahl, der insbesondere im Bereich der Schneidstempel 4 und/oder Schneidlöcher 6 gehärtet oder einsatzgehärtet oder mit einer verschleißarmen Schicht, beispielsweise aus Hartmetall

beschichtet ist. Auch kommen wegen ihrer Verschleißbeständigkeit keramische Werkstoffe für die Ringlamellen 22 in Frage, beispielsweise in Form einer Be- schichtung im Bereich der Schneidstempel 4 und/oder Schneidlöcher 6.

Besonders bevorzugt erstrecken sich Kanäle 24 vom Innenumfang der Ringlamellen 22 bis in die Schneidlöcher 6.

Gemäß einer in Fig.1 rechts gezeigten Variante können in den Kanälen 24 der Ringlamellen 22 Auswerfer 26 radial verschieblich geführt sein, die bevorzugt T-förmige flächige Gebilde sind und einen im Schneidloch 6 angeordneten, mit den Stanzstücken 20 in Kontakt tretenden Querbalken 28, einen in dem Kanal 24 geführten Schaft 30 sowie einen aus dem Kanal 24 nach radial innen hervorragenden Fußteil 32 aufweisen. Weiterhin kann im Inneren des Ringlamellenpakets eine Walze 34 derart exzentrisch angeordnet sein, dass sie abhängig von der Drehposition des Werkzeugträgers 12 in Eingriff mit dem Fußteil 32 wenigstens eines Auswerfers 26 tritt und diesen dadurch nach radial außen drängt, wodurch das in dem zugeordneten Schneidloch 6 befindliche, dort durch Kraftschluss gehaltene Stanzstück 20 ausgeworfen wird, bevorzugt in Schwerkraftrichtung nach unten. Die Achse der Walze 34 ist dabei parallel zur Achse 10 des ersten Werkzeugträgers 12. Weiterhin hat die Walze 34 einen im Vergleich zum Innendurchmesser des Innenumfangs der Ringlamellen 22 kleineren Außendurchmesser.

Zur radialen Betätigung der Auswerfer 26 ist im Inneren des rotierenden Werkzeugträgers 12 gemäß der Ausführungsform von Fig.1 rechts die Walze 34 an einer festen Achse 36 exzentrisch gelagert, die bevorzugt in dem dem Durchtrittsspalt 18 in Drehrichtung nachgeordneten Quadranten des Werkzeugsträgers 12 angeordnet ist. Bedingt durch den Drehantrieb des Werkzeugträgers 12 und der raumfesten Drehlagerung der Walze 34 laufen während einer ganzen Umdrehung des Werkzeugträgers 12 die Fußteile 32 sämtlicher Auswerfer 26 auf der Walzenoberfläche auf und werden dadurch nach radial außen gedrängt, was ein Auswerfen der Stanzstücke 20 aus den Schneidlöchern 6 die-

ses Werkzeugträgers 12 bedingt. Durch die Wirkung der Schwerkraft, wenn die Auswerfer 26 in die beiden oberen Quadranten weitergedreht werden bzw. durch Eindringen der Schneidstempel 4 des anderen Werkzeugträgers 16 in die zugeordneten Schneidlöcher 6 werden die Auswerfer 26 wieder in ihre radial innere Ausgangslage zurück verschoben. Um ein Herausfallen der Auswerfer 26 aus den Kanälen 24 zu verhindern, können die Querschnitte der Fußteile 32 gegenüber den Schäften 30 erweitert sein.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform nach Fig.3 kann eine solche parallele Walze 38 auch lose im Inneren eines Werkzeugträgers 12, 16 gehalten sein, so dass diese durch Schwerkraftwirkung in Kontakt mit den Fußteilen 32 der Auswerfer 26 treten kann. Die Walze 38 hat wiederum einen im Vergleich zum Innendurchmesser des Innenumfangs der Ringlamellen 22 kleineren Außendurchmesser und läuft bedingt durch den Antrieb durch den Werkzeugträger 12, 16 ein Stück in Drehrichtung mit, um dann durch die Schwerkraftwirkung wieder in ihre untere Ausgangslage zurückzukehren bzw. um diese schwingend zu rollen, was aufgrund der dabei auftretenden dynamischen Kräfte eine radiale Betätigung der Auswerfer 26 erleichtert.

Gemäß einer weiteren, in Fig.1 links gezeigten Ausführungsform kann eine Druckerzeugungseinrichtung 40 vorgesehen sein, welche zum Auswerfen der Stanzstücke 20 wenigstens einen Kanal 24 von radial innen unter Staudruck eines Druckmittels setzt, wobei das Druckmittel bevorzugt Wasser beinhaltet. Zum Einspritzen des Druckmittels in den Kanal 24 kann beispielsweise wenigstens eine Düse 42 vorgesehen sein, welche abhängig von der Drehposition des Werkzeugträgers 16 mit einem Kanal 24 in Flucht bringbar ist. Im allgemeinen hängt daher ein Auswurf eines in einem Schneidloch 6 kraftschlüssig gehaltenen Stanzstücks 20 von der Drehlage des Werkzeugträgers 12, 16 ab.

Gemäß einer hier nicht gezeigten Ausführungsform kann in den Schneidlöchern 6 auch jeweils ein Federelement, beispielsweise in Form eines Gummistücks gehalten sein, welches beim Eindringen des Schneidstempels 4 in das betref-

fende Schneidloch 6 elastisch federnd zusammengepresst wird und sich nach dem Herausfahren des Schneidstempels 4 aus dem Schneidloch 6 wieder ausdehnt, wodurch das im Schneidloch 6 gehaltene Stanzstück 20 ausgeworfen wird.

Die beschriebene Vorrichtung wird zum Verlust- und reststückfreien Stanzen von Stanzstücken 20 definierter Geometrie und Größe bevorzugt aus Leder, Fasergelegen oder Folien verwendet, wobei die Fasergelege bevorzugt in Form von Gelegen, Geweben, Papier, non-wovens oder Filzen vorliegen und aus Natur-, Kunststoff-, Glas- oder Kohlenstofffasern mit und ohne Binder bestehen und die Folie beispielsweise aus Kunststoff, Metall oder expandiertem Graphit besteht.

Besonders vorteilhaft werden Fasergebilde, bevorzugt Kohlenstofffasern als Flächengebilde 2 verwendet, die mit Zuschlagstoffen und/oder aushärtbarem Bindemittel versehen sind. Weiterhin kann das Flächengebilde in Form von Blättern, einschichtig oder mehrschichtig vorliegen.

Besonders bevorzugt können mit der Vorrichtung Stanzstücke 20 mit einer Dicke von 5 μm bis 5 mm, einer Breite von 0,1 mm bis 10 mm und einer Länge von 1 mm bis 100 mm hergestellt werden.