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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR ROTATIONALLY AND TRANSLATIONALLY MOVING AN OBJECT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/172404
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for rotationally and translationally moving an object (2) comprising a flat storage area (4) relative to a storage area (5) of a support plate (3) arranged plane-parallel to the storage area (4), wherein: the object (2) can be rotated relative to the support plate (3) in one of two possible opposing rotational directions (R1, R2) and can be displaced in a predefined direction (A); mutually facing bearing surfaces of the storage areas (4, 5) each have closed peripheral raceway grooves (44, 45, 51) in which rolling elements (6) are guided; the raceway grooves (44, 45, 51) are formed such that, when a force is applied to the object (2) in a direction (A) defined in the plane of the storage area, the object (2) can be moved, in a movement which is at least partially forcibly guided and which is simultaneously rotational and translational, from a starting position into an intermediary position, the object (2) being rotated relative to the support plate (3) in one of two possible opposing rotational directions (R1, R2) and being displaced in a predefined direction (A); and the object (2), after being moved into the intermediary position, can further be rotated relative to the support plate (3) in the one of two possible opposing rotational directions (R1, R2) and can be displaced counter to the predefined direction (A), and, when rotated by 180°, resumes the base position.

Inventors:
REHAGE, Daniel (Wilhelm-Hauff Weg 11, Chemnitz, 09137, DE)
MATTHES, Andreas (Ortelsdorfer Str. 41c, Chemnitz, 09131, DE)
SIEGERT, Ulrich (Hauptstr. 6, Limbach-Oberfrohna, 09212, DE)
LEHMANN, Bernd (Ehrlichstr. 47, Chemnitz, 09116, DE)
WINKLER, Mathias (Am Hartwald 96, Chemnitz, 09123, DE)
FIEDLER, Gottfried (Conrad-Clauß-Str. 12, Hohenstein-Ernstthal, 09337, DE)
ENDERLEIN, Hartmut (Dreiserstr. 26a, Chemnitz, 09127, DE)
Application Number:
EP2018/057148
Publication Date:
September 27, 2018
Filing Date:
March 21, 2018
Export Citation:
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Assignee:
PAUL HETTICH GMBH & CO. KG (Vahrenkampstraße 12-16, Kirchlengern, 32278, DE)
International Classes:
A47B49/00; A47B77/10; A47B96/02
Domestic Patent References:
WO2005065482A12005-07-21
WO1987004325A11987-07-30
Foreign References:
DE9300364U11993-05-06
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
DANTZ, Jan et al. (Am Zwinger 2, Bielefeld, 33602, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Vorrichtung zur rotatorischen und translatorischen Bewegung eines einen ebenen Lagerbereich (4) aufweisenden Gegenstands (2) relativ zu einem planparallel zu dem Lagerbereich (4) angeordneten Lagerbereich (5) einer Trägerplatte (3), wobei der Gegenstand (2) relativ zur Trägerplatte (3) in einer von zwei möglichen entgegengesetzten Drehrichtungen (R : R2) drehbar und in einer vorbestimmten Richtung (A) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass einander zugewandte Lagerflächen der

Lagerbereiche (4, 5) jeweilige geschlossene, umlaufende Laufrillen (44, 45, 51 ) aufweisen, in denen Wälzkörper (6) geführt sind, wobei die Laufrillen (44, 45, 51 ) derart geformt sind, dass bei Krafteinwirkung auf den Gegenstand (2) in einer in der Ebene des Lagerbereichs (5) definierten Richtung (A) der Gegenstand (2) in einer zumindest teilweise zwangsgeführten, gleichzeitigen rotatorischen und translatorischen Bewegung von einer Ausgangsposition in eine Zwischenposition bewegbar ist bei der der Gegenstand (2) relativ zur Trägerplatte (3) in einer von zwei möglichen entgegengesetzten

Drehrichtungen (R : R2) gedreht und in einer vorbestimmten Richtung (A) verschoben ist und wobei der Gegenstand (2) relativ zur Trägerplatte (3) nach der Bewegung in die Zwischenposition weiter in der einen von zwei möglichen entgegengesetzten Drehrichtungen (R : R2) verdrehbar und entgegen der vorbestimmten Richtung (A) verschiebbar ist und bei einer Verdrehung um 180° wieder die Grundposition einnimmt.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass in dem einen der Lagerbereiche (4) zwei geschlossene, umlaufende Laufrillen (44, 45) eingebracht sind und in dem anderen der Lagerbereiche (5) genau eine geschlossene, umlaufende Laufrille (51 ) eingebracht ist.

3. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das die Wälzkörper (6) als Kugeln ausgebildet sind.

4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das vier voneinander beabstandet positionierte Wälzkörper (6) in den Laufrillen (44, 45, 51 ) geführt sind.

5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das die Wälzkörper (6) in einem Wälzkörperkäfig (7) gehalten sind, bevorzugt verliergesichert.

6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das die Lagerbereiche (4, 5) einstückig mit der Trägerplatte (3) bzw. dem Gegenstand (2) ausgebildet sind.

7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, das zumindest einer der Lagerbereiche (4, 5) als separates Element ausgebildet ist, das in eine entsprechend geformte Aufnahme in der Trägerplatte (3) bzw. dem Gegenstand (2) einsetzbar ist oder durch Verbindungsmittel an die Trägerplatte (3) bzw. den Gegenstand (2) ansetzbar ist.

8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, das in dem einen der Lagerbereiche (4, 5) eine Führung (8) und in oder an dem anderen Lagerbereich (4, 5) ein Führungs- und Halteelement (9) angeordnet ist.

9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das die geschlossenen umlaufenden Laufrillen (44, 45, 51 ) jeweils um den Mittelpunkt des Lagerbereichs (4) des Gegenstands (2) und des Lagerbereichs (5) der Trägerplatte (3) bis zum einem in Richtung (A) der Translationsbewegung des Gegenstands (2) vorderen Rand der Trägerplatte (3) eingebracht sind.

10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das die geschlossenen umlaufenden Laufrillen (44, 45, 51 ) mehrere Rastpunkte (43, 53) für die Wälzkörper (6) in der Grundposition aufweisen, die jeweils nach einer Drehung des Gegenstands (2) von 180° erreicht wird.

1 1 . Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenstand (2) während der gesamten Bewegung nicht einen entgegen der Richtung (A) der Translationsbewegung des Gegenstandes (2) hinteren Rand der Trägerplatte (3) überragt.

12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenstand (2) mehr als einen Lagerbereich, vorzugsweise zwei Lagerbereiche, aufweist und mit mehr als einer Trägerplatte (3) zusammenwirkt.

13. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (3) liegend oder hängend oder senkrecht stehend montierbar ist.

Description:
Vorrichtung zur rotatorischen und translatorischen Bewegung eines

Gegenstands

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur rotatorischen und translatorischen Bewegung eines einen ebenen Lagerbereich aufweisenden Gegenstands relativ zu einem planparallel zu dem Lagerbereich angeordneten Lagerbereich einer Trägerplatte gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Derartige Vorrichtungen dienen beispielsweise dazu, schwer erreichbare Flächen in einem Stauraum oder auf einer Staufläche zugänglich zu machen. Die Erreichbarkeit von insbesondere im hinteren Bereich eines Stauraums oder einer Staufläche abgelegter Gegenstände ist oft nur sehr eingeschränkt möglich. Insbesondere benutzerunfreundlich angeordnete Stauräume, beispielsweise oberhalb der Kopfhöhe einer Person oder unterhalb der

Kniehöhe sind nur schwer zu erreichen.

Ein Herausdrehen oder Herausschwenken eines Drehtellers, der in dem

Stauraum oder auf der Staufläche montiert ist, erscheint zur Beseitigung dieser o.g. Nachteile sinnvoll.

Bei dem aus der Stand der Technik bekannten Vorrichtungen werden überwiegend sequenziell rotatorische und translatorische Bewegungen miteinander kombiniert, wobei diese beiden Bewegungsarten in der Regel getrennt voneinander bzw. nacheinander ablaufen. Solche Lösungen sind technich sehr aufwändig. Die Drehbewegung ist dabei häufig nur eingeschränkt möglich, insbesondere nur um 90° , was die Zugänglichkeit der in solchen Stauräumen oder auf solchen Stauflächen abgelegten Elemente weiter erschwert. Darüber hinaus weisen zahlreiche Lösungen Schwachstellen bei der Aufnahme von Stützkräften und der Stabilität sowie große Bauhöhen auf.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Vorrichtung zur rotatorischen und translatorischen Bewegung eines Gegenstands relativ zu einer Trägerplatte bereitzustellen, mit dem die o.g. Nachteile beseitigt sind.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur rotatorischen und

translatorischen Bewegung eines einen ebenen Lagerbereich aufweisenden Gegenstands relativ zu einem planparallel zu dem Lagerbereich angeordneten Lagerbereich einer Trägerplatte mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur rotatorischen und translatorischen

Bewegung eines einen ebenen Lagerbereich aufweisenden Gegenstands relativ zu einem planparallel zu dem Lagerbereich angeordneten Lagerbereich einer Trägerplatte, bei dem der Gegenstand relativ zur Trägerplatte in einer ersten Drehrichtung drehbar und in einer vorbestimmten Richtung verschiebbar ist, zeichnet sich dadurch aus, dass einander zugewandte Lagerflächen der Lagerbereiche jeweils geschlossene, umlaufende Laufrillen aufweisen, in denen Wälzkörper geführt sind.

Die Laufrillen sind derart geformt, dass bei Krafteinwirkung auf den Gegenstand in einer in der Ebene des Lagerbereichs definierten Richtung der Gegenstand in einer zumindest teilweise zwangsgeführten, gleichzeitigen rotatorischen und translatorischen Bewegung von einer Grundposition in eine Zwischenposition bewegbar ist, bei der der Gegenstand relativ zur Trägerplatte in einer von zwei möglichen entgegengesetzten Drehrichtungen gedreht und in einer

vorbestimmten Richtung verschoben ist, wobei der Gegenstand relativ zur Trägerplatte nach der Bewegung in die Zwischenposition weiter in der einen von zwei möglichen entgegengesetzten Drehrichtungen verdrehbar und entgegen der vorbestimmten Richtung verschiebbar ist und bei einer Verdrehung um 180° wieder die Grundposition einnimmt. .Eine vorteilshafte Zwischenposition befindet sich ungefähr bei 90°. Der Gegenstand ist relativ zur Trägerplatte um beliebige Winkel drehbar.

Vorzugsweise besteht die zwangsgeführte, gleichzeitige rotatorische und translatorische Bewegung zwischen Gegenstand unf Trägerplatte in einem Bereich zwischen Grundposition und kurz vor Erreichen der Zwischenposition, die sich vorteilhaft bei 90° befindet, in jeder der zwei möglichen

entgegengesetzten Drehrichtungen. Im Bereich der 90°-Stellung des

Gegenstandes relativ zur Trägerplatte kann auch nur eine Drehbewegung vorliegen. Durch die mit den umlaufenden Laufrillen ausgestatteten Lagerflächen der Lagerbereiche, die eine zumindest teilweise gleichzeitige rotatorische und translatorische Bewegung ermöglichen, ist der Gegenstand in einfacher Weise auf der Trägerplatte bewegbar. Der einfache Aufbau dieser Vorrichtung durch das Einbringen der

geschlossenen umlaufenden Laufrillen in die Unterseite des Gegenstands und in der Oberseite der Trägerplatte reduziert die Herstellungskosten, erhöht die Robustheit der Vorrichtung und ist benutzerfreundlich zu bedienen.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung sind in dem einen der Lagerbereiche zwei geschlossene, umlaufende Laufrillen eingebracht und in dem anderen der Lagerbereiche genau eine geschlossene, umlaufende Laufrille eingebracht.

Dabei weist besonders bevorzugt jede der drei Laufrillen mindestens eine ähnliche Verlaufs-, d.h. Querschnittskontur mit ähnlichen Grundelementen auf, wobei eine der beiden Laufrillen des einen Lagerbereiches zur Laufrille des anderen Lagerbereiches gespiegelt und die andere der beiden Laufrillen um 180° gedreht und um ein vorbestimmtes Maß verschoben zur einen der beiden Laufrillen ausgebildet ist.

Mit einer solchen Laufrillenkontur ist eine einfach zu bedienende gleichzeitige rotatorische und translatorische Bewegung des Gegenstands relativ zur Trägerplatte ermöglicht.

Die Wälzkörper sind gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante als Kugeln ausgebildet, was eine reibungsarme Relativbewegung des Gegenstands zur Trägerplatte ermöglicht.

Um die Auflagelast auf die einzelnen Wälzkörper bei Beibehaltung einer einfachen Laufrillengestaltung zu ermöglichen, sind bevorzugt vier solcher Wälzkörper in den Laufrillen geführt. Die Wälzkörper sind gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante in einem Wälzkörperkäfig gehalten, bevorzugt verliergesichert. Dadurch ist die Zwangsführung der Wälzkörper bei der Bewegung in den Laufrillen nochmals verbessert. Die Lagerbereiche des Gegenstands bzw. der Trägerplatte sind gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung einstückig mit der Trägerplatte bzw. dem Gegenstand ausgebildet. In einer alternativen Ausführungsvariante ist zumindest einer der Lagerbereiche als separates Element ausgebildet, das in eine entsprechend geformte

Aufnahme in der Trägerplatte bzw. dem Gegenstand einsetzbar ist, oder das durch Verbindungsmittel an die Trägerplatte bzw. den Gegenstand ansetzbar ist.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante ist an oder in dem einen der Lagerbereiche eine Führung, beispielsweise ein sich in der translatorischen Bewegungsrichtung erstreckender Schlitz und an oder in dem anderen Lagerbereich ein Führungs- oder Haltelement angeordnet. Beispielsweise ist in dem anderen Lagerbereich eine Bohrung eingebracht, in dem ein Führungsund Haltestift oder -bolzen aufgenommen ist. Auch dies trägt zur nochmaligen Verbesserung der Zwangsführung bei. Außerdem können dadurch der

Gegenstand und die Trägerplatte in einfacher Weise axial aneinander gehalten werden.

Die geschlossenen umlaufenden Laufrillen sind gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante jeweils um den Mittelpunkt des Lagerbereichs des Gegenstands und des Lagerbereichs der Trägerplatte bis zu einem in Richtung der Translationsbewegung des Gegenstands vorderen Rand der Trägerplatte eingebracht.

Dies ermöglicht eine große Auflagefläche. Des Weiteren ergibt sich dadurch eine besonders günstige Lastaufnahme, was auch die Stabilität der gesamten Vorrichtung erhöht.

Besonders bevorzugt sind die Laufrillen so ausgestaltet, dass der Gegenstand während der gesamten Bewegung nicht einen in Richtung der

Translationsbewegung des Gegenstandes hinteren Rand der Trägerplatte überragt. Dieses kann für viele Anwendungsfälle einer erfindungsgemäßen Vorrichtung von Vorteil sein. Weiterhin kann in dieser Ausgestaltung, vorzugsweise an dem hinteren Rand der Trägerplatte, eine Abkippsicherung vorhanden sein, um ein Abkippen des Gegenstandes in einer Zwischenposition zu verhindern.

Zur verbesserten Positionierung des Gegenstands in der Grundposition weisen die geschlossenen umlaufenden Laufrillen bevorzugt mehrere Rastpunkte für die Wälzkörper in der Grundposition auf, die jeweils nach einer Drehung des Gegenstands von 180° erreicht wird. Eine weitere Vereinfachung der Bedienbarkeit der Vorrichtung wird dadurch erreicht, dass der Gegenstand relativ zur Trägerplatte in einer ersten

Drehrichtung und in einer entgegengesetzten zweiten Drehrichtung um beliebige Winkel drehbar ist.

Die Trägerplatte ist nach einer bevorzugten Ausführungsvariante liegend montiert. Denkbar ist aber auch, die Trägerplatte hängendoder senkrecht stehend zu montieren.

Je nach Anwendungsfall kann ein Gegenstand auch mehr als einen

Lagerbereich, vorzugsweise zwei Lagerbereiche, beispielsweise einen

Lagerbereich auf der Oberseite des Gegenstandes und einen Lagerbereich auf der Unterseite des Gegenstandes, aufweisen. Somit kann der Gegenstand mit entsprechenden Lagerbereichen in oder an mehr als einer Trägerplatte zusammenwirken. Dabei kann eines der Lager als Festlager und das mindestens eine zusätzliche Lager als Loslager ausgeführt sein. Eine entsprechende Ausführung ist besonders bei hohen Gegenständen zur Erhöhung der Stabilität vorteilhaft.

Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Ausführungsvariante einer

erfindungsgemäßen Vorrichtung,

Fig. 2 eine Schnittansicht durch eine in Fig. 1 mit II bezeichnete

Schnittebene,

Fig. 3 eine Schnittansicht durch eine in Fig. 1 mit III bezeichnete

Schnittebene,

Fig. 4 eine perspektivische Explosionsdarstellung der in Fig. 1 gezeigten

Vorrichtung,

Fig. 5 eine perspektivische Explosionsdarstellung einer alternativen

Ausführungsvariante, bei der die Lagerbereiche als separate Elemente ausgebildet sind, Fig. 6 eine perspektivische Darstellung der als separate Elemente ausgebildeten Lagerbereiche, und

Fig. 7 eine Draufsicht der Trägerplatte mit einem Gegenstand in einer

Zwischenposition.

In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten, links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren gewählte beispielhafte Darstellung und Position der Trägerplatte, des Gegenstandes, des Lagerbereichs, der Wälzkörper, der Laufrille und dergleichen. Diese Begriffe sind nicht einschränkend zu verstehen, d.h., durch verschiedene Arbeitsstellungen oder die spiegelsymmetrische Auslegung oder dergleichen können sich diese Bezüge ändern. In Fig. 1 ist mit dem Bezugszeichen 2 ein Gegenstand, hier in Gestalt einer Ablage, bezeichnet, die rotatorisch und translatorisch bewegbar auf einer

Trägerplatte 3 gelagert ist. Zur Lagerung sind dabei jeweilige Lagerbereiche 4, 5 des Gegenstands 2 bzw. der Trägerplatte 3 vorgesehen. Die einander zugewandten Lagerflächen dieser Lagerbereiche 4, 5 weisen jeweils geschlossene, umlaufende Laufrillen 44, 45, 51 auf, in denen

Wälzkörper 6 geführt sind. Die Wälzkörper 6 sind dabei bevorzugt als Kugeln ausgebildet. Die Laufrillen 44, 45, 51 sind so geformt, dass bei Krafteinwirkung auf den

Gegenstand 2 in einer in der Ebene des Lagerbereichs definierten Richtung A der Gegenstand 2 in einer zwangsgeführten, gleichzeitigen rotatorischen und translatorischen Bewegung von einer Ausgangsposition in eine

Zwischenposition bewegbar ist, bei der der Gegenstand 2 relativ zur

Trägerplatte 3 in einer Drehrichtung Ri oder in einer Drehrichtung R 2 gedreht und in einer vorbestimmten Richtung A verschoben ist.

In einer bevorzugten Zwischenposition ist der Gegenstand 2 um ca. 90° gegenüber der Grundposition verdreht, wobei die Verschiebung in der vorbestimmten Richtung ihr Maximum erreicht.

Der Gegenstand 2 kann zurück in die Grundposition bewegt werden, indem er in der Drehrichtung R1 weitergedreht wird, hierbei wird der Gegenstand 2 relativ zur Trägerplatte 3 um insgesamt 1 80° verdreht und entgegen der vorbestimmten Richtung A wieder zurück in die Grundposition verschoben. Alternativ kann der Gegenstand 2 zurück in die Grundposition bewegt werden, indem er entgegengesetzt zur Drehrichtung R1 in der Drehrichtung R2 zurückgedreht wird. Wie in den Figuren 4 bis 6 gezeigt, sind in dem Lagerbereich 4 des

Gegenstands 2 zwei geschlossene, umlaufende Laufrillen 44, 45 eingebracht. Im Lagerbereich 5 der Trägerplatte 3 ist genau eine geschlossene, umlaufende Laufrille 51 eingebracht. Denkbar ist auch die umgekehrte Anordnung, bei der zwei Laufrillen im

Lagerbereich 5 der Trägerplatte 3 und eine Laufrille im Lagerbereich 4 des Gegenstands 2 eingebracht sind.

Die drei Laufrillen 44, 45, 51 sind bevorzugt von gleichem Querschnitt ähnlicher Gestalt und weisen sehr ähnliche Grundelemente auf. Dabei ist, wie in den

Figuren 4 und 5 gut erkennbar, eine der beiden Laufrillen 44 des Lagerbereichs 4 des Gegenstands 2 zur Laufrille 51 gespiegelt. Die andere der beiden

Laufrillen 45 ist um 180° gedreht zur Laufrille 44 und um das Maß der translatorischen Bewegung verschoben ausgebildet.

Wie in den Figuren 2, 3, 4 und 5 des Weiteren gezeigt ist, sind die hier als Kugeln ausgebildeten Wälzkörper 6 in einem Wälzkörperkäfig 7 gehalten. Die Wälzkörper 6 sind dabei bevorzugt verliergesichert in dem Wälzkörperkäfig 7 gehalten. Denkbar ist auch, die Wälzkörper lediglich in dazu vorgesehenen Öffnungen des Wälzkörperkäfigs 7 zu führen.

Zur axialen Fixierung der Trägerplatte 3 mit dem Gegenstand 2 ist in dem Lagerbereich 5 der Trägerplatte 3 eine sich in der translatorischen Bewegungsrichtung A erstreckende Führung 8 in Form eines Schlitzes eingebracht. Im La- gerbereich 4 des Gegenstands 2 ist zentral eine Bohrung 46 eingebracht. Ein Führungs- und Halteelement 9 in Form eines Stiftes durchtritt dabei die Führung 8 und die Bohrung 46 und sorgt so für eine axiale Fixierung des

Gegenstands 2 an der Trägerplatte 3. Ist die Trägerplatte 3 und der darauf aufliegende Gegenstand 2 horizontal montiert, kann die axiale Sicherung auch weggelassen werden. Es kann auch mehr als eine axiale Sicherung oder eine anders ausgeführte axiale Sicherung vorhanden sein.

Während bei der in Figur 4 gezeigten Ausführungsvariante die Lagerbereiche 4, 5 einstückig mit dem Gegenstand 2 bzw. der Trägerplatte 3 ausgebildet sind, bei dem die Laufrillen 44, 45, 51 direkt in die Unterseite des Gegenstands 2 bzw. die Oberseite der Trägerplatte 3 eingebracht sind, sind die Lagerbereiche 4, 5 bei der in Figur 5 gezeigten Ausführungsvariante als separate Elemente in Form von Lagerplatten 42, 52 ausgebildet, die an der Unterseite des

Gegenstands 2 bzw. an der Oberseite der Trägerplatte 3 befestigbar sind.

Dazu sind an Seitenrändern der Lagerplatte 42, 52 jeweilige

Befestigungsaufnahmen 54, 47 angeformt, in die Schrauben einsetzbar sind, mit denen die Lagerplatten 42, 52 am Gegenstand 2 bzw. der Trägerplatte 3 festlegbar sind.

Um die Last auf die Wälzkörper 6 möglichst gering zu halten und gleichzeitig eine einfach aufgebaute Laufrille zu ermöglichen, sind in der hier gezeigten Ausführungsvariante vier solcher als Kugeln ausgebildeten Wälzkörper 6 in den Laufrillen 44, 45, 51 geführt. Alternativ können auch zwei oder acht Wälzkörper vorhanden sein.

Wie in den Figuren 4, 5 und 6 gezeigt ist, sind die geschlossenen umlaufenden Laufrillen 44, 45, 51 über den Mittelpunkt des Lagerbereichs 4 des

Gegenstands 2 und des Lagerbereichs 5 der Trägerplatte 3 bis zum einem in Richtung A der Translationsbewegung des Gegenstands 2 vorderen Rand der Trägerplatte 3 eingebracht.

Um den Gegenstand 2 in der Ausgangsstellung, bei der der Gegenstand 2 nicht über einen vorderen Seitenrand der Trägerplatte 3 vorsteht, leicht einrasten zu lassen, weisen die geschlossenen umlaufenden Laufrillen 44, 45, 51 mehrere Rastpunkte 43, 53 für die Wälzkörper 6 in der Ausgangsstellung auf. Diese Ausgangsstellung wird dabei jeweils nach einer Drehung des Gegenstands 2 von 180° erreicht.

In einer weiteren Ausgestaltung können auch ausgewählte Zwischenpositionen Rastpunkte aufweisen, beispielsweise bei einer Verdrehung des Gegenstandes 2 zur Trägerplatte 3 um 90°. Die Rastpunkte 43, 53 zeichnen sich dadurch aus, dass für die Bewegung aus diesen Positionen heraus ein etwas erhöhter Kraftaufwand erforderlich ist. Dieser erhöhte Kraftaufwand kann beispielsweise durch eine entsprechende Formgestaltung der Laufrillen 44, 45, 51 mit Vertiefungen oder erhöhten Noppen oder ähnlichem erzielt werden. Auch andere Elemente zur

Beeinflussung der Kraft wie z.B. Magnete sind denkbar.

Bei der hier gezeigten Formgestalt der Laufrillen 44, 45, 51 ist es ermöglicht, dass der Gegenstand 2 relativ zur Trägerplatte 3 in einer Drehrichtung R-ι und auch in einer, entgegengesetzten Drehrichtung R 2 drehbar ist.

Darüber hinaus kann der Gegenstand 2 bei dieser Formgestalt der Laufrillen 44, 45, 51 um beliebige Winkel gedreht werden. So ist es möglich, den

Gegenstand 2 bei einer ersten Drehbewegung um 180° zur Trägerplatte 3 in der Drehrichtung Ri zu drehen und bei einer anschließenden Betätigung den Gegenstand 2 nochmals in die gleiche Drehrichtung R-ι zu drehen oder alternativ in der entgegengesetzten Drehrichtung R 2 zu drehen. In Fig. 7 ist ersichtlich, dass der Gegenstand 2 in der Zwischenposition von ungefähr 90° nicht entgegen der Richtung A über den hinteren Rand der Trägerplatte 3 übersteht.

Die Trägerplatte 3 und der daran gehaltene Gegenstand 2 kann liegend oder auch hängend oder auch senkrecht stehend montiert werden. In der liegenden Montagestellung dient die Vorrichtung dabei bevorzugt der translatorischen und rotatorischen Bewegung eines als Ablage ausgebildeten Gegenstands 2.

Bezugszeichenliste Gegenstand

Trägerplatte Lagerbereich

2 Lagerplatte

3 Rastpunkt

4 Laufrille

5 Laufrille

6 Bohrung

7 Befestigungsaufnahme

5 Lagerbereich

51 Laufrille

52 Lagerplatte

53 Rastpunkt

54 Befestigungsaufnahme

6 Wälzkörper

7 Wälzkörperkäfig

8 Führung

9 Führungs- und Halteelement

A Richtung

Ri Drehrichtung

R 2 Drehrichtung