SEIBERT, Friedemann (Hauptstrasse 2, Winterbach, 66484, DE)
PATENTANSPRüCHE
1. Vorrichtung zum Sägen von Brettern mit einem feststehenden Wellenantriebsmotor (1 ), an dem aufeinander gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Hauptantriebswelle (9, 10) angeflanscht ist, wobei jeder Hauptantriebswelle (9, 10) über eine in axialer Richtung der Hauptantriebswelle (9, 10) verschiebbaren Transmissionseinheit (15, 16) drehfest gekoppelt ist, und mit zwei einander gegenüberliegenden Sägewellenanordnungen (19, 20), die jeweils mit einer Transmissionseinheit (15, 16) derart gekoppelt sind, dass sie sich zusammen mit der ihr zugeordneten Transmissionseinheit (15, 16) verschieben und die von der Transmissionseinheit (15, 16) vermittelte Drehbewegung auf eine Anzahl von relativ zueinander verschieblichen Sägeblättern (36, 38, 40) übertragen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass jede Sägewellenanordnung (19, 20) einen endseitig mit einem äußeren Sägeblatt (40) versehenen Schiebekopf (39), eine endseitig mit einem mittleren Sägeblatt (36) versehene Antriebswelle (35) und eine endseitig mit einem inneren Sägeblatt (38) versehene Teleskopwelle (37) aufweist, wobei die Antriebswelle (35) über ein Sägewellengehäuse (34) in axialer Richtung relativ zu der zugeordneten Transmissionseinheit
(15, 16) festgelegt ist und wobei der Schiebekopf (39) sowie die Teleskopwelle (37) jeweils in axialer Richtung gegenüber der Antriebswelle (35) verschieblich und drehfest mit dieser gekoppelt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Antriebswelle (35) direkt mit einer Transmissionseinheit (15, 16) bezüglich übertragung der Drehbewegung gekoppelt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Schiebekopf (39) und die Teleskopwelle (37) jeweils über eine Spindelantriebseinheit (42, 43; 49, 50) in axialer Richtung relativ zu der Antriebswelle (35) verschiebbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede Transmissionseinheit (15, 16) über eine Verschiebeeinheit (13, 14) mit einer an einer eine Sägewellenanordnung (19, 20) tragenden Sägegondel (17, 18) angreifenden Gondelverschiebegewindespindel (33) in axialer Richtung verschiebbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass jede Sägegondel (17, 18) mit einer Transmissionseinheit (15, 16) fest verbunden ist. |
Vorrichtung zum Sägen von Brettern
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sägen von Brettern in eine Anzahl von Leisten mit von Brett zu Brett einstellbarer Breite.
Derartige Vorrichtungen sind aus der Praxis bekannt. Bei diesen Vorrichtungen sind in der Regel ineinander angeordnete und gegeneinander in axialer Richtung verschiebbare Antriebswellen vorhan- den, die endseitig mit Sägeblättern bestückt sind. Dadurch lassen sich von Brett zu Brett unterschiedliche Schnittbreiten einstellen. Ein wesentlicher Nachteil bei vorbekannten Vorrichtungen liegt darin, dass der Antriebsmotor der Antriebswellen bei der Verstellung mitbewegt werden muss. Dadurch müssen hohe Verstellkräfte aufge- wendet werden, was in der Regel nur durch kostenintensive und relativ ungenaue Servohydrauiiken bewerkstelligt werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige Vorrichtung zum Sägen von Brettern anzugeben, die sich durch eine hohe Sägegüte und eine schnelle Einstellbarkeit auf andere Schnittbreiten auszeichnet.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung zum Sägen von Brettern mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
Dadurch, dass bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zwei Hauptantriebswellen mit einem feststehenden Wellenantriebsmotor vorhanden sind, die jeweils über eine verschiebbare Transmissionseinheit eine Sägewellenanordnung mit zueinander verschiebbaren Sä- geblättem antreibt, sind die bewegten Massen verhältnismäßig klein, so dass eine schnelle Einstellung der Sägewellenanordnungen zueinander gewährleistet ist.
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Dabei zeichnet sich die Vorrichtung gemäß Patentanspruch 2 da- durch aus, dass durch die festgelegte mittlere Antriebswelle das äußere Sägeblatt und das innere Sägeblatt lediglich eine einfache Toleranz gegenüber dem mittleren Sägeblatt aufweisen. Dadurch ergibt sich eine besonders hohe Sägegüte.
Aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezug auf die Figuren der Zeichnung ergeben sich weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile. Es zeigen:
Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2 in einer geschnittenen Seitenansicht das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 im Bereich einer Verschiebeeinheit und
Fig. 3 in einer geschnittenen Seitenansicht das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 im Bereich einer Sägewellenanordnung.
Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Sägen von Brettern in eine Anzahl von Leisten mit von Brett zu Brett einstellbarer Breite. Die Vorrichtung gemäß Fig. 1 verfügt über eine bei bestimmungsgemäßer Anordnung auf dem Boden liegenden Sockelanordnung 1 , an der eine Anzahl von Stützstreben 2 angebracht sind, die in einem Abstand von der Sockelanordnung 1 einen Lagertisch 3 mit einer rechteckförmigen Grundfläche tragen. Die Sockelanordnung 1 ist so ausgestaltet, dass im mittleren Bereich eine in Fig. 1 nicht dargestell-
te Vorschubeinheit aufgesetzt werden kann. Dies hat den Vorteil, dass die Vorschubeinheit relativ einfach ausgetauscht werden kann.
Etwa in der Mitte des Lagertisches 3 ist ein einziger Wellenantriebs- motor 4 fest montiert, bei dem an zwei gegenüberliegenden Seiten jeweils ein Wellenanschluss 5, 6 vorhanden ist. Jeder Wellenan- schluss 5, 6 ist über eine Antriebswellenkupplung 7, 8 drehfest mit jeweils einer Hauptantriebswelle 9, 10 gekoppelt, die sich von dem Wellenantriebsmotor 4 weg in Längsrichtung des Lagertisches 3 erstrecken. Jeder Hauptantriebswelle 9, 10 ist mit ihrem von dem Wellenanschluss 5, 6 wegweisenden Ende in einer Lagerplatte 11 , 12 einer Verschiebeeinheit 13, 14 gelagert, die in Längsrichtung des Lagertisches 3 angeordnet und fest mit diesem verbunden sind. Weiterhin steht jede Hauptantriebswelle 9, 10 mit einer Transmissions- einheit 15, 16 in Verbindung, die in axialer Richtung entlang der Hauptantriebswellen 9, 10 verschiebbar sind. An jeder Transmissionseinheit 15, 16 ist eine Sägegondel 17, 18 angebracht, die jeweils eine Sägewellenanordnung 19, 20 trägt, die einander gegenüberliegend angeordnet sind.
Fig. 2 zeigt in einer geschnittenen Seitenansicht das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 im Bereich der Verschiebeeinheiten 13, 14 und der Transmissionseinheiten 15, 16. Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass jede der Hauptantriebswellen 9, 10 im Bereich des von der betreffenden Transmissionseinheit 15, 16 überfahrenen Verschiebebereiches mit zwei Passfedern 21 ausgestattet ist, um das Drehmoment der Hauptantriebswellen 9, 10 auf entsprechend genutete Gleitlagerbuchsen 22 der Transmissionseinheiten 15, 16 zu gewährleisten.
Weiterhin verfügt jede Transmissionseinheit 15, 16 über eine durch die Passfedern 21 und die Gleitlagerbuchsen 22 drehfest mit der ihr zugeordneten Hauptantriebswelle 9, 10 gekoppelte Abtriebsrolle 23,
um die bei dem Ausführungsbeispiel ein Transmissionsriemen 24 gelegt ist, der die Drehung der Hauptantriebswellen 9, 10 im wesentlichen schlupffrei auf die jeweilige in Fig. 2 nicht sichtbare Sägewellenanordnung 19, 20 überträgt, die mit der Transmissionseinheit 15 über eine sich rechtwinklig zu der Hauptantriebswelle 9 ausgerichtete Verbindungsplatte 25, eine rechtwinklig zu der Verbindungsplatte 25 ausgerichtete Deckplatte 26, die zur Stabilisierung mit Eckplatten 27 miteinander verbunden sind, über endseitig der Deckplatte 26 rechtwinklig zu dieser von der Hauptantriebswelle 9 wegweisend an- geordnete Hängeplatten 28, 29, die über Querträger 30 miteinander verbunden sind, die zusammen Bestandteile der Sägegondeln 17, 18 sind, verbunden ist.
Weiterhin lässt sich Fig. 2 entnehmen, das jede Verschiebeeinheit 13, 14 über einen Spindelantriebsmotor 31 verfügt, der über eine Spindelflanschplatte 32 an den Lagertisch 3 angebaut ist. Der Spindelantriebsmotor 31 treibt eine Gondelverschiebegewindespin- del 33 zur Drehung an, die mit der Verbindungsplatte 25 der Sägegondel 17 gekoppelt ist, um die Transmissionseinheit 15 und die mit ihr verbundene Sägegondel 17 in axialer Richtung entlang der Hauptantriebswelle 9 zu verschieben.
Fig. 3 zeigt in einer geschnittenen Seitenansicht das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 im Bereich einer Sägewellenanordnung 19, 20. Die Sägewellenanordnungen 19, 20 sind in den Hängeplatten 28, 29 der betreffenden Sägegondel 17, 18 über ein Sägewellengehäuse 34 gelagert und verfügen jeweils über eine Antriebswelle 35, die an ihrem von der betreffenden Sägegondel 17, 18 wegweisenden Ende ein mittleres Sägeblatt 36 trägt, über eine innerhalb der Antriebswelle 35 angeordnete Teleskopwelle 37, die an ihrem von der betreffenden Sägegondel 17, 18 wegweisenden Ende ein inneres Sägeblatt 38 trägt, und über einen auf der Antriebswelle 35 verschieblich gelagerten Schiebekopf 39, der an seinem von der betref-
fenden Sägegondel 17, 18 wegweisenden Ende ein äußeres Sägeblatt 40 trägt.
Die Antriebswelle 35 ist in axialer Richtung relativ zu der jeweiligen der betreffenden Transmissionseinheit 15, 16 festgelegt und mit einer Antriebsrolle 41 drehfest gekoppelt, die im wesentlichen schlupffrei von dem Transmissionsriemen 24 umschlungen ist, so dass die Antriebswelle 35 direkt mit der zugehörigen Transmissionseinheit 15, 16 gekoppelt ist. Der Schiebekopf 39 ist über eine Spindelantriebs- einheit in Gestalt einer einem äußeren Spindelantriebsmotor 42 angetriebenen äußeren Verschiebegewindespindel 43, die in eine äußere Anlenkanordnung 44 eingreift, in axialer Richtung in Bezug auf die in axialer Richtung relativ zu der betreffenden Transmissionseinheit 15, 16 feststehende Antriebswelle 35 verschiebbar.
Die äußere Anlenkanordnung 44 besteht im wesentlichen aus einer äußeren Spindelmutter 45, in die die äußere Verschiebegewindespindel 43 eingreift und die fest mit einem Verschieberohr 46 in Verbindung steht, das über eine Verschiebelagerbuchse 47 in der den Sägeblättern 36, 38, 40 zugewandten Hängeplatte 29 in axialer Richtung verschiebbar gelagert ist. An dem von der Verschiebelagerbuchse 47 wegweisenden Ende ist das Verschieberohr 46 mit einer äußeren Wellenverbindungseinheit 48 verbunden, die mit dem über die Antriebswelle 35 drehbaren Schiebekopf 39 gekoppelt ist.
Entsprechend ist die Teleskopwelle 37 über eine Spindelantriebseinheit in Gestalt einer von einem inneren Spindelantriebsmotor 49 angetriebenen inneren Verschiebegewindespindel 50, die in eine die innere Verschiebegewindespindel 50 mit der Teleskopwelle 37 ver- bindende innere Anlenkanordnung 51 eingreift, ebenfalls in axialer Richtung in Bezug auf die in axialer Richtung feststehende Antriebswelle 35 verschiebbar. Die innere Anlenkanordnung 51 weist eine auf der inneren Verschiebegewindespindel 50 angeordnete in-
nere Spindelmutter 52 sowie eine innere Wellenverbindungseinheit 53 auf, die fest mit der inneren Spindelmutter 52 sowie bezüglich Verschieben in axialer Richtung ebenfalls fest mit der das äußere Sägeblatt 40 tragenden Teleskopwelle 37 verbunden ist. Die TeIe- skopwelle 37 ist in der dargestellten Ausführung an ihrem dem äußeren Sägeblatt 40 abgewandten Ende mittels einer Polygonlagerung drehfest und axial verschiebbar mit der Antriebswelle 35 verbunden.
Die Sägeblätter 36, 38, 40 sind unmittelbar an den Stirnseiten der Antriebswelle 35, der Teleskopwelle 37 beziehungsweise des Schiebekopfes 39 angebaut, so dass sie aufgrund des Fehlens irgendwelcher Bauteile zwischen ihnen bei der voranstehend erläuterten Anordnung sehr dicht zueinander angeordnet werden können, um besonders schmale Schnittbreiten zu erzielen.
