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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR SEALING AT LEAST ONE DOOR LEAF OF A RAIL VEHICLE, AND RAIL VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/041950
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (107) for sealing at least one door leaf (106) for a rail vehicle (100), wherein the device (107) has at least one displacement unit (112, 114), which is designed to move the door leaf (106) in the region of a closed position in an Y direction of the rail vehicle (100), in order to press a sealing element of the door leaf (106) against a mating sealing element of a portal (104) of the rail vehicle (100).

Inventors:
ZARL, Heinz (Pyhra 136, 3311 Zeillern, 3311, AT)
MAIR, Andreas (Schmiedberg 14, 4554 Oberschlierbach, 4554, AT)
JETZINGER, Peter (Am Eichberg 4, 4470 Enns, 4470, AT)
Application Number:
EP2017/071875
Publication Date:
March 08, 2018
Filing Date:
August 31, 2017
Export Citation:
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Assignee:
KNORR-BREMSE GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG (Beethovengasse 43-45, 2340 Mödling, 2340, AT)
International Classes:
B61D19/00; B61D19/02
Domestic Patent References:
WO2014106581A12014-07-10
WO2017118699A12017-07-13
WO2015039160A12015-03-26
Foreign References:
DE10029275C12001-08-02
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
AURIGIUM LEISCHNER & LUTHE PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (Robert-Koch-Str. 2, Planegg, 82152, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1 . Vorrichtung (107) zum Abdichten zumindest eines Türflügels (106) für ein

Schienenfahrzeug (100), wobei die Vorrichtung (107) zumindest eine

Verschiebeeinrichtung (1 12, 1 14) aufweist, die dazu ausgebildet ist, den Türflügel (106) im Bereich einer Geschlossenposition in einer y-Richtung des Schienenfahrzeugs (100) zu bewegen, um ein Dichtungselement (702) des Türflügels (106) gegen ein

Gegendichtungselement (702) eines Portals (104) des Schienenfahrzeugs (100) zu pressen.

2. Vorrichtung (107) gemäß Anspruch 1 , bei der die Verschiebeinrichtung (1 12, 1 14) als aktive Komponente ausgeführt ist, die dazu ausgebildet ist, ansprechend auf ein Bewegungssignal den Türflügel (106) zu bewegen. 3. Vorrichtung (107) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die

Verschiebeeinrichtung (1 12, 1 14) ferner dazu ausgebildet ist, den Türflügel (106) in einer x-Richtung des Schienenfahrzeugs (100) zu bewegen, um den Türflügel (106) zwischen der Geschlossenposition und einer Offenposition zu bewegen. 4. Vorrichtung (107) gemäß Anspruch 3, bei der die Verschiebeeinrichtung (1 12, 1 14) als passive Komponente ausgeführt ist, die dazu ausgebildet ist, eine Bewegung des Türflügels (106) in der y-Richtung unter Verwendung einer Bewegung des Türflügels (106) in der x-Richtung auszuführen. 5. Vorrichtung (107) gemäß Anspruch 4, bei der die Verschiebeeinrichtung (1 12) einen Tragrollenträger (300) mit zumindest zwei um eine y-Achse des

Schienenfahrzeugs (100) drehbar gelagerten Tragrollen (304) zum Rollen auf einer in der x-Richtung ausgerichteten Tragschiene (108) für den Türflügel (106) aufweist, wobei der Tragrollenträger (300) zwischen den Tragrollen (304) zumindest eine in der y- Richtung ausgerichtete Quertragschiene (306) aufweist, wobei ein Querrollenträger (308) der Verschiebeeinrichtung (1 12) mit zumindest einer um die x-Achse drehbar gelagerten Quertragrolle (310) zum Rollen auf der Quertragschiene (306) auf der Quertragschiene (306) angeordnet ist.

6. Vorrichtung (107) gemäß Anspruch 5, bei der der Querrollenträger (308) eine Schnittstelle (312) zum Befestigen an dem Türflügel (106) oder eine Schnittstelle (312) zu einer fahrzeugfesten Komponente (1 10) aufweist.

7. Vorrichtung (107) gemäß Anspruch 4, bei der die Verschiebeeinrichtung (1 14) zumindest eine im verbauten Zustand in einer x-Richtung eines

Fahrzeugkoordinatensystems des Schienenfahrzeugs (100) ausgerichtete

Führungsschiene (1 16) für den Türflügel (106) und einen Führungsrollenträger (316) mit zumindest einer um eine z-Achse drehbar gelagerten Führungsrolle (318) zum Führen des Türflügels (106) entlang der Führungsschiene (1 16) aufweist.

8. Vorrichtung (107) gemäß Anspruch 7, bei der der Führungsrollenträger (316) zumindest zwei Führungsrollen (318) aufweist, wobei die Führungsrollen (318) durch einen Spalt (320) für die Führungsschiene (1 16) voneinander beabstandet sind.

9. Vorrichtung (107) gemäß Anspruch 8, bei der die Führungsrollen (318) des

Führungsrollenträgers (316) einen Versatz in der x-Richtung aufweisen. 10. Vorrichtung (107) gemäß Anspruch 7, mit einer weiteren Führungsschiene (1 16), wobei die Führungsrolle (318) zwischen den Führungsschienen (1 16) angeordnet ist.

1 1 . Vorrichtung (107) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 10, bei der die

Führungsschiene (1 16) eine Schnittstelle zu einer fahrzeugfesten Komponente (1 10) der Schiebetüre (102) aufweist und der Führungsrollenträger (316) eine Schnittstelle zum Befestigen an dem Türflügel (106) aufweist oder die Führungsschiene (1 16) die Schnittstelle zum Befestigen an dem Türflügel (106) und der Führungsrollenträger (316) die Schnittstelle zu der fahrzeugfesten Komponente (1 10) aufweist. 12. Vorrichtung (107) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 1 1 , bei der die

Führungsschiene (1 16) im Bereich einer Geschlossenposition der Führungsrollen (318) einen in der y-Richtung abgewinkelten Bereich (400) zum Führen des

Führungsrollenträgers (316) quer zu der x-Richtung aufweist.

13. Vornchtung (107) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 12, mit einem weiteren Führungsrollenträger (316), der zumindest eine weitere um die z-Achse drehbar gelagerte Führungsrolle (318) aufweist, wobei der weitere Führungsrollenträger (316) in der x-Richtung versetzt zu dem Führungsrollenträger (316) angeordnet ist.

14. Vorrichtung (107) gemäß Anspruch 13, bei der die Führungsschiene (1 16) eine Aussparung (600) im Bereich einer Geschlossenposition der weiteren Führungsrolle (318) aufweist.

15. Schiebetüre (102) für ein Schienenfahrzeug (100), wobei die Schiebetüre (102) zumindest einen Türflügel (106) aufweist, der unter Verwendung zumindest einer Vorrichtung (107) gemäß einem der Ansprüche 5 bis 6 und zumindest einer Vorrichtung (107) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 14 an einem Schienenfahrzeug (100) angeordnet oder anordenbar ist.

16. Schienenfahrzeug (100) mit einer Schiebetüre (102) gemäß Anspruch 15, wobei zwischen dem Türflügel (106) und einem Portal (104) des Schienenfahrzeugs (100) eine Dichtungseinrichtung (702) angeordnet ist, wobei der Türflügel (106) in der Geschlossenlage durch die Vorrichtung (107) gegen die Dichtungseinrichtung (702) gedrückt wird.

17. Verfahren zum Abdichten eines Türflügels (106) für ein Schienenfahrzeug (100), wobei der Türflügel (106) in einem Schritt (1000) des Bewegens im Bereich einer Geschlossenposition des Türflügels (106) unter Verwendung einer

Verschiebeeinrichtung (1 12, 1 14) in einer y-Richtung des Schienenfahrzeugs (100) bewegt wird, um eine Dichtungseinrichtung (702) des Türflügels (106) gegen eine Gegendichtungseinrichtung (702) eines Portals (104) des Schienenfahrzeugs (100) zu pressen.

Description:
BESCHREIBUNG

Vorrichtung zum Abdichten zumindest eines Türflügels für ein

Schienenfahrzeug und Schienenfahrzeug

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abdichten zumindest eines Türflügels für ein Schienenfahrzeug, eine Schiebetüre für ein Schienenfahrzeug, ein Schienenfahrzeug und ein Verfahren zum Abdichten einer Schiebetüre. Bei Schienenfahrzeugen werden bevorzugt Schiebtüren eingesetzt. Schiebetüren laufen bauartbedingt in einer Öffnungsrichtung beziehungsweise Schließrichtung entlang zumindest einer Führungsschiene. Zum Abdichten entlang dieser

Führungsschiene können schleifende Dichtungen verwendet werden. Der Erfindung stellt sich die Aufgabe eine verbesserte Vorrichtung zum Abdichten zumindest eines Türflügels für ein Schienenfahrzeug, eine verbesserte Schiebetüre für ein Schienenfahrzeug, ein verbessertes Schienenfahrzeug und ein verbessertes Verfahren zum Abdichten bereitzustellen. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zum Abdichten zumindest eines Türflügels für ein Schienenfahrzeug, eine Schiebetüre für ein Schienenfahrzeug, ein Schienenfahrzeug und ein Verfahren zum Abdichten mit den Merkmalen der Hauptansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der

Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.

Es wird eine Vorrichtung zum Abdichten zumindest eines Türflügels für ein

Schienenfahrzeug vorgestellt, wobei die Vorrichtung zumindest eine

Verschiebeeinrichtung aufweist, die dazu ausgebildet ist, den Türflügel im Bereich einer Geschlossenposition in einer y-Richtung des Schienenfahrzeugs zu bewegen, um ein Dichtungselement des Türflügels gegen ein Gegendichtungselement eines Portals des Schienenfahrzeugs zu pressen. Ein Schleifen von Dichtungen bei einer Schiebetür oder Schwenkschiebetür kann weitestgehend verhindert werden, wenn ein Türflügel der Schiebetüre während des Schließens keinen Kontakt zu den Dichtungen aufweist und die Dichtungen möglichst nahe an einer Geschlossenlage berührt. Das kann durch eine Bewegung im

Wesentlichen quer zu einer Schließrichtung des Türflügels erreicht werden. Dazu kann der Türflügel unter Verwendung einer Vorrichtung zum Abdichten in der Querrichtung bewegt werden. Die Vorrichtung kann als ein Bestandteil eines Führungssystems der Türe ausgeführt sein oder als eine eigenständige Vorrichtung, gemäß einer

Ausführungsform auch nachrüstbare, Vorrichtung ausgeführt sein. Somit kann unter der Vorrichtung zum Abdichten gemäß unterschiedlicher Ausführungsformen sowohl eine eigenständige Vorrichtung als auch ein Bestandteil des Führungssystems oder das gesamte Führungssystem verstanden werden.

Bei dem Türflügel kann es sich beispielsweise um einen Türflügel einer Schiebetür oder einer Schwenkschiebetür handeln. Gemäß einer Ausführungsform ist eine Modularität gegeben. So kann das Führungssystem für den Türflügel gemäß einer

Ausführungsform ohne Änderungen oder ohne wesentliche Änderungen mit der

Vorrichtung ausgestattet werden. Somit kann die Vorrichtung auch als eine nachträglich nachrüstbare Einheit ausgeführt sein. Vorteilhafterweise kann sich ein Kunde somit aussuchen ob er ein Führungssystem "nur" zum Öffnen und Schließen einer Türe oder auch mit verbesserter Schall- bzw. Wärmedichtung durch Einbeziehung der Vorrichtung wünscht. Vorteilhafterweise kann diese Option auch nachträglich nachgerüstet werden. Somit kann die Vorrichtung zum Abdichten zumindest eine nachrüstbare Komponente umfassen, die in ein bestehendes Türsystem eingebaut werden kann, um das

Türsystem in der y-Richtung beweglich zu machen und dadurch einen verbesserten Schallschutz und/oder Wärmeschutz ermöglicht.

Die Verschiebeinrichtung kann als aktive Komponente ausgeführt sein, die dazu ausgebildet ist, ansprechend auf ein Bewegungssignal den Türflügel zu bewegen.

Die Verschiebeeinrichtung kann ferner dazu ausgebildet sein, den Türflügel in einer x- Richtung des Schienenfahrzeugs zu bewegen, um den Türflügel zwischen der

Geschlossenposition und einer Offenposition zu bewegen. Somit kann die Vorrichtung zum Abdichten weitere Funktionen des Führungssystems umfassen oder selbst das Führungssystem darstellen.

Die Verschiebeeinrichtung kann als passive Komponente ausgeführt sein, die dazu ausgebildet ist, eine Bewegung des Türflügels in der y-Richtung unter Verwendung einer Bewegung des Türflügels in der x-Richtung auszuführen.

Die Verschiebeeinrichtung kann einen Tragrollenträger mit zumindest zwei um eine y- Achse eines Fahrzeugkoordinatensystems des Schienenfahrzeugs drehbar gelagerten Tragrollen zum Rollen auf einer in einer x-Richtung des Fahrzeugkoordinatensystems ausgerichteten Tragschiene für den Türflügel aufweisen. Der Tragrollenträger weist zwischen den Tragrollen zumindest eine in einer y-Richtung des

Fahrzeugkoordinatensystems ausgerichtete Quertragschiene auf. Ein Querrollenträger der Verschiebeeinrichtung ist auf der Quertragschiene angeordnet und weist zumindest eine um eine x-Achse des Fahrzeug koordinatensystems drehbar gelagerte

Quertragrolle zum Rollen auf der Quertragschiene auf.

Unter einem Fahrzeugkoordinatensystem kann ein orthogonales Koordinatensystem verstanden werden, das eine Längsachse des Fahrzeugs als x-Achse, eine Querachse des Fahrzeugs als y-Achse und eine Hochachse des Fahrzeugs als z-Achse

bezeichnet. Die x-Achse verläuft in einer x-Richtung, die y-Achse verläuft in einer y- Richtung und die z-Achse verläuft in einer z-Richtung. Durch die orthogonal zueinander angeordneten Schienen weist die Verschiebeeinrichtung zwei Freiheitsgrade in x- Richtung und in y-Richtung auf.

Der Querrollenträger kann eine Schnittstelle zum Befestigen an einem Türflügel der Schiebetüre oder eine Schnittstelle zu einer fahrzeugfesten Komponente aufweisen. Damit kann die Tragschiene am Schienenfahrzeug oder an dem Türflügel befestigt sein. Die Verschiebeeinrichtung kann zumindest eine im verbauten Zustand in einer x- Richtung eines Fahrzeugkoordinatensystems des Schienenfahrzeugs ausgerichtete Führungsschiene für den Türflügel und einen Führungsrollenträger mit zumindest einer um eine z-Achse des Fahrzeugkoordinatensystems drehbar gelagerten Führungsrolle zum Führen des Türflügels entlang der Führungsschiene aufweisen.

Unter einer Führungsschiene kann ein Bauelement verstanden werden, das

Führungsflächen zum Abrollen der Führungsrollen aufweist. Beispielsweise kann die Führungsschiene rippenformig ausgebildet sein. Die Führungsrollen können auf beiden Seiten der Führungsschiene angeordnet sein.

Der Führungsrollenträger kann zumindest zwei Führungsrollen aufweisen. Die

Führungsrollen können durch einen Spalt für die Führungsschiene voneinander beabstandet sein.

Die Führungsrollen des Führungsrollenträgers können einen Versatz in der x-Richtung aufweisen. Durch den Versatz können die Führungsrollen auch auf dem abgewinkelten Bereich rollen, ohne zu verkanten.

Die Verschiebeeinrichtung kann eine weitere Führungsschiene aufweisen. Die

Führungsrolle kann zwischen den Führungsschienen angeordnet sein. Die Führungsschiene kann eine Schnittstelle zu einer fahrzeugfesten Komponente der Schiebetüre aufweisen und der Führungsrollenträger kann eine Schnittstelle zum Befestigen an einem Türflügel der Schiebetüre aufweisen. Alternativ kann die

Führungsschiene die Schnittstelle zum Befestigen an dem Türflügel aufweisen und der Führungsrollenträger kann die Schnittstelle zu der fahrzeugfesten Komponente aufweisen. Damit kann die Führungsschiene fahrzeugfest oder an dem Türflügel angeordnet sein. Ebenso kann der Führungsrollenträger an dem Türflügel oder fahrzeugfest angeordnet sein.

Die Führungsschiene kann im Bereich einer Geschlossenposition der Führungsrollen einen in einer y-Richtung des Fahrzeugkoordinatensystems abgewinkelten Bereich zum Führen des Führungsrollenträgers quer zu der x-Richtung aufweisen. Die

Führungsschiene kann gebogen sein, um eine Bewegungsbahn des Türflügels zu definieren. Eine Geschlossenposition kann eine Position der Führungsrollen sein, die die Führungsrollen aufweisen, wenn die Schiebetüre geschlossen ist.

Die Verschiebeeinrichtung kann einen weiteren Führungsrollenträger aufweisen, der zumindest eine weitere um die z-Achse drehbar gelagerte Führungsrolle aufweist, wobei der weitere Führungsrollenträger in der x-Richtung versetzt zu dem

Führungsrollenträger angeordnet ist. Die weitere Führungsrolle kann ein auf den Türflügel wirkendes Drehmoment abstützen. Durch die weitere Führungsrolle kann auf eine weitere Verschiebeeinrichtung verzichtet werden.

Die Führungsschiene kann eine Aussparung im Bereich einer Geschlossenposition der weiteren Führungsrolle aufweisen. Durch die Aussparung kann die weitere

Führungsrolle an der Geschlossenposition relativ quer zu der Führungsschiene bewegt werden.

Ferner wird eine Schiebetüre für ein Schienenfahrzeug vorgestellt, wobei die

Schiebetüre zumindest einen Türflügel aufweist, der unter Verwendung zumindest einer Vorrichtung gemäß dem hier vorgestellten Ansatz und zumindest einer weiteren

Vorrichtung gemäß dem hier vorgestellten Ansatz an einem Schienenfahrzeug angeordnet oder anordenbar ist.

Weiterhin wird ein Schienenfahrzeug mit einer Schiebetüre gemäß dem hier

vorgestellten Ansatz vorgestellt, wobei zwischen dem Türflügel und einem Portal des Schienenfahrzeugs eine Dichtungseinrichtung angeordnet ist, wobei der Türflügel in der Geschlossenlage durch die Vorrichtung gegen die Dichtungseinrichtung gedrückt wird.

Ferner wird ein Verfahren zum Abdichten eines Türflügels für ein Schienenfahrzeug vorgestellt, wobei der Türflügel in einem Schritt des Bewegens im Bereich einer

Geschlossenposition des Türflügels unter Verwendung einer Verschiebeeinrichtung in einer y-Richtung des Schienenfahrzeugs bewegt wird, um ein Dichtungselement des Türflügels gegen ein Gegendichtungselement eines Portals des Schienenfahrzeugs zu pressen. Ausführungsbeispiele des hier vorgestellten Ansatzes sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine Darstellung eines Schienenfahrzeugs mit einer Schiebetüre gemäß

einem Ausführungsbeispiel;

Fig. 2 eine Darstellung einer zweiflügeligen Schiebetüre gemäß einem

Ausführungsbeispiel;

Figuren 3 bis 9 Darstellungen von Ausführungsbeispielen von Vorrichtungen

gemäß Ausführungsbeispielen; und

Fig. 10 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Abdichten gemäß einem

Ausführungsbeispiel .

In der nachfolgenden Beschreibung günstiger Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden für die in den verschiedenen Figuren dargestellten und ähnlich wirkenden Elemente gleiche oder ähnliche Bezugszeichen verwendet, wobei auf eine wiederholte Beschreibung dieser Elemente verzichtet wird.

Fig. 1 zeigt eine Darstellung eines Schienenfahrzeugs 100 mit einer Schiebetüre 102 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Das Schienenfahrzeug 100 ist hier nur schematisch dargestellt. Die Schiebetüre 102 ist vor einer auch als Portal 104 bezeichneten

Durchgangsöffnung 104 zu einem Innenraum des Schienenfahrzeugs 100 angeordnet. Die Schiebetüre 102 weist einen Türflügel 106 auf und ist hier zumindest teilweise geöffnet dargestellt. Der Türflügel 106 läuft unter Verwendung von einer Vorrichtung 107 gemäß einem Ausführungsbeispiel auf einer in einer Fahrzeuglängsrichtung ausgerichteten Tragschiene 108, die an einem Rahmen 1 10 der Schiebetüre 102 befestigt ist. Die Vorrichtung 107 weist vier Verschiebeeinrichtungen 1 12, 1 14 auf. Zwei als Trageinrichtung 1 12 ausgebildete Verschiebeinrichtungen 1 12 übertragen dabei die Gewichtskraft des Türflügels 106 auf die Tragschiene 108. Die Fahrzeuglängsrichtung kann in einem Fahrzeugkoordinatensystem des Schienenfahrzeugs 100 als x-Richtung bezeichnet werden. In einer Fahrzeugquerrichtung wird der Türflügel 106 unter

Verwendung von zwei als Führungseinrichtungen 1 14 ausgebildeten

Verschiebeeinrichtungen 1 14 entlang zweier in der Fahrzeuglängsrichtung

ausgerichteter Führungsschienen 1 16 geführt. Zumindest eine der Führungseinrichtungen 1 14 weist dabei eine Momentenabstützung auf. Die Momentenabstützung stützt ein Drehmoment um eine durch die Führungseinrichtungen 1 14 verlaufende Achse auf der Führungsschiene 1 16 ab. Die Fahrzeugquerrichtung kann in dem Fahrzeugkoordinatensystem als y-Richtung bezeichnet werden. Eine Fahrzeughöhenrichtung des Schienenfahrzeugs kann in dem

Fahrzeugkoordinatensystem als z-Richtung bezeichnet werden.

Die Vorrichtung 107 ist dazu ausgebildet, den Türflügel 106 des Schienenfahrzeugs 100 abzudichten. Dazu weist die Vorrichtung 107 zumindest eine Verschiebeeinrichtung 1 12, 1 14 auf, die dazu ausgebildet ist, den Türflügel 106 im Bereich einer

Geschlossenposition in einer y-Richtung des Schienenfahrzeugs 100 zu bewegen, um ein Dichtungselement des Türflügels 106 gegen ein Gegendichtungselement eines Portals 104 des Schienenfahrzeugs 100 zu pressen. Die Verschiebeeinrichtung 1 12, 1 14 kann eine aktive Komponente, also ein Aktor, wie beispielsweise ein Pneumatikzylinder oder ein Elektromotor sein. Die

Verschiebeeinrichtung 1 12, 1 14 wird dann gemäß einem Ausführungsbeispiel direkt angesteuert, um den Türflügel 106 in der y-Richtung zu bewegen. Die

Verschiebeeinrichtung 1 12, 1 14 kann nachträglich in die Schiebetüre 102 eingebaut werden. Beispielsweise kann die Schiebetüre 102 bereits Aufnahmen für die

Verschiebeinrichtung 1 12, 1 14 aufweisen.

In einem Ausführungsbeispiel weist das Schienenfahrzeug 100 eine Schwenkschiebetür 102 auf, die durch die Vorrichtung 107 im Bereich der Geschlossenlage in der y- Richtung bewegt wird, um die Dichtelemente abzudichten.

Fig. 2 zeigt eine Darstellung einer zweiflügeligen Schiebetüre 102 gemäß einem

Ausführungsbeispiel. Die Schiebetüre 102 entspricht im Wesentlichen der Schiebetüre in Fig. 1 und weist eine Vorrichtung 107 auf. Im Gegensatz dazu erfolgt die Abstützung des Drehmoments hier über eine dritte Führungseinrichtung 1 14 pro Türflügel 106. Die Schiebetüre 102 weist also pro Türflügel 106 drei Führungseinrichtungen 1 14 auf. Die Führungseinrichtungen 1 14 sind dabei in Eckbereichen der Türflügel 106 angeordnet. Da zwei der Führungseinrichtungen 1 14 an diagonal gegenüberliegenden Ecken des Türflügels 106 angeordnet sind, resultiert zwischen den beiden Führungseinrichtungen 1 14 eine virtuelle Kippachse 200. Die dritte Führungseinrichtung 1 14 weist zu der Kippachse 200 den maximal möglichen Abstand auf. Dadurch resultieren geringe Führungskräfte in der Fahrzeugquerrichtung beziehungsweise y-Richtung. Durch die drei Führungseinrichtungen 1 14 ist der Türflügel 106 statisch bestimmt geführt.

Die Türflügel 106 sind durch die Trageinrichtungen 1 12 in der x-Richtung entlang der Tragschiene 108 beweglich geführt. In der z-Richtung sind die Türflügel 106 hier unbeweglich.

In einem Ausführungsbeispiel weist die Schiebetüre 102 pro Türflügel 106 vier

Führungseinrichtungen 1 14 auf. Dabei ist an allen Ecken des Türflügels 106 eine Führungseinrichtung 1 14 angeordnet.

Bei dem hier vorgestellten Ansatz wird der Türflügel (TFL) 106 in y-Richtung gegen Dichtungen gedrückt. Dabei beträgt ein Verfahrweg in y-Richtung gemäß einem

Ausführungsbeispiel weniger als 25 mm. Für eine stabile y-Bewegung wird der Türflügel 106 an mindestens zwei Positionen in y-Richtung geführt. Besser ist eine Drei-Punkt- Führung, da so kein Verkippen um die Achse 200 möglich ist. Bei einer Zwei-Punkt- Führung kann das Drehmoment um die Achse 200 vor allem zur Stabilisierung der Bewegung in x-Richtung abgestützt werden. Die Abstützung ist dabei kritisch bezüglich der Einstellbarkeit, Toleranzen und Spiele. Ohne Abstützung kann der Türflügel permanent über die Achse 200 kippen. In der Geschlossenlage, bei der der Türflügel 106 an der Hinterkante und/oder der Unterkante und/oder der Oberkante an der

Dichtung anliegt beziehungsweise gegen die Dichtung gedrückt wird, kann es bei einem Kippen um die Achse 200 zu einer geringeren Dichtheit bei Belastung kommen.

Das Führungssystem zum Aufnehmen der Gewichtskraft und Beschleunigungslasten in z-Richtung und das Antriebssystem kann von der y-Bewegung entkoppelt sein und stellt x-Bewegung sicher. Die Belastungen in y-Richtung aufgrund von Druckbelastungen und Beschleunigungen in y-Richtung werden von den Komponenten der y-Bewegung aufgenommen. Die y-Bewegung des Türflügels wird kurz vor der Geschlossenlage durchgeführt, um einen Schleifweg der Dichtungen oben und unten zu minimieren. Idealerweise erfolgt der y-Hub der Schiebtür erst bei Erreichen der Geschlossenlage, da so eine reine y-Bewegung ohne zusätzliche x-Bewegung und z-Bewegung

ausgeführt wird. Die y-Bewegung des Türflügels 106 kann grundsätzlich durch aktive Komponenten, wie Stellmotoren, Magneten und Zylinder ausgeführt werden. Bevorzugt wird aus Kosten- und Verfügbarkeitsgründen die y-Bewegung über den bereits für die Schiebebewegung vorhandenen Antrieb und eine geeignete Kinematik erreicht.

Aufgrund des typischerweise bei Schiebetüren 102 vorkommenden Bauraums und um das Führungssystem für den Passagier nicht sichtbar zu machen, sind die y-Führungen 1 14 unten im Bereich der Türflügel-Hinterkante und oben im Bereich der Türflügel- Vorderkante angebracht. Die nicht sichtbare Platzierung der y-Führung 1 14 dient dem Vandalismusschutz, der Vermeidung von Verschmutzung im Führungsbereich und somit der Vermeidung von (Funktions-)Ausfällen.

Falls eine Momenten-Abstützung nicht möglich ist, beziehungsweise die Stabilität des Türflügels 106 beim Öffnen nicht ausreichend ist, wird im Bereich der Hinterkante oben eine weitere Führung 1 14 untergebracht, wodurch ein stabiles Dreibein entsteht und der Türflügel 106 über den gesamten in x-Richtung verlaufenden Verfahrweg in y Richtung stabilisiert ist. Zur weiteren Verbesserung der Stabilität in der Geschlossenlage und zur Verbesserung der Dichtsituation kann der Türflügel 106 an der Vorderkante unten ebenfalls geführt werden. Beispielsweise kann der Türflügel 106 an dieser Stelle auf einen Keil auffahren, um in diesen Bereich die Bewegung in y-Richtung und somit etwaige Undichtheiten einzuschränken. Dabei resultiert keine permanente y-Führung, sondern ausschließlich eine Führung in der Endlage, wobei bei ausreichend Platz eine ähnliche Führung wie an den anderen Stellen möglich ist.

Die Dichtung kann als kompletter umlaufender Dichtrahmen am Portal des Fahrzeugs angebracht werden, was zu einem sehr guten Übergang zwischen Längs- und

Querdichtung und bei zweiflügeligen Türen am Übergang der zwei Türflügel 106 führt. Dabei ist der Türflügel 106 die Dichtfläche und benötigt keine Aufnahme für Dichtungen ausgenommen dem Fingerschutzgummi. Falls eine derartige Lösung nicht möglich ist, können die Dichtungen auch am Türflügel 106 angebracht werden, wobei die

Dichtflächen am Portal angebracht werden. Fig. 3 zeigt eine Darstellung einer Trageinrichtung 1 12 gemäß einem

Ausführungsbeispiel. Die Trageinrichtung 1 12 entspricht im Wesentlichen einer der Trageinrichtungen in den Figuren 1 bis 2. Die Trageinrichtung 1 12 ist zweiteilig. Ein erstes Teil der Trageinrichtung 1 12 ist ein Tragrollenträger 300 mit zumindest zwei um die y-Achse 302 drehbar gelagerten Tragrollen 304 zum Rollen auf der in der x- Richtung ausgerichteten Tragschiene 108. Der Tragrollenträger 300 weist zwischen den Tragrollen 304 zumindest eine in der y-Richtung 302 ausgerichtete Quertragschiene 306 auf. Ein zweites Teil der Trageinrichtung 1 12 ist ein Querrollenträger 308 mit zumindest einer um die x-Achse drehbar gelagerten Quertragrolle 310 zum Rollen auf der Quertragschiene 306.

Der Tragrollenträger 300 ist als U-förmiges Stanzbiegeteil ausgeführt. Dabei sind die Tragrollen 304 und die Quertragschiene 306 zwischen den Seitenteilen des

Tragrollenträgers 300 angeordnet. Der Querrollenträger 308 weist an einem zwischen den Seitenteilen angeordneten Ende die Lagerstelle für die Quertragrolle 310 auf. Am gegenüberliegenden Ende ist der Türflügel 106 über eine Befestigungsschnittstelle 312 befestigt. Durch die auf der Quertragschiene 306 rollende Quertragrolle 310 wird die an der Trageinrichtung 1 12 lastende Gewichtskraft des Türflügels 106 von dem

Querrollenträger 308 auf den Tragrollenträger 300 übertragen. Der Tragrollenträger 300 überträgt die Gewichtskraft wiederum auf die Tragrollen 304 und über diese auf die Tragschiene 108.

In einem Ausführungsbeispiel ist die Trageinrichtung 1 12 mit einer Führungseinrichtung 1 14 gemäß einem Ausführungsbeispiel kombiniert. Dazu ist eine Führungsschiene 1 16 im Wesentlichen parallel zu der Tragschiene 1 18 angeordnet. Die Führungsschiene 1 16 ist hier ein L-förmiges Blech, dessen Führungsfläche 314 in der z-Richtung ausgerichtet ist. Ein Führungsrollenträger 316 mit zumindest zwei um die z-Achse drehbar gelagerten Führungsrollen 318 zum Führen des Türflügels 106 entlang der

Führungsschiene 1 16 ist mit dem Türflügel 106 verbunden. Die Führungsrollen 318 sind durch einen Spalt 320 für die Führungsschiene 1 16 voneinander beabstandet. Mit anderen Worten zeigt Fig. 3 eine Darstellung einer Rolle 304 für eine Entkoppelung der y- und x Bewegung. Die Tragrolle 304 trägt dabei die Gewichtskraft und übernimmt die Führung in x-Richtung. Die Führungsrollen 318 übernehmen die Führung in y- Richtung.

Vorteil des hier vorgestellten Ansatzes ist ein modularer Aufbau. Dabei kann das Einstiegssystem mit und ohne der zusätzlichen Dichtfunktion, also mit und ohne y- Bewegung ausgeführt werden, wobei ausschließlich die zusätzlichen Führungen 1 14 und die Entkopplung zur x-Bewegung modular ergänzt wird. Die Gestaltung der Antriebseinheit zur Verriegelung, Türsperre und Notbetätigung ist von der Optionswahl nicht betroffen. Die Ausführung der x-Führung, also der Rollen und der Schiene ist ebenfalls von der gewählten Option entkoppelt.

Fig. 4 zeigt eine Darstellung einer Führungseinrichtung 1 14 gemäß einem

Ausführungsbeispiel. Die Führungseinrichtung 1 14 entspricht im Wesentlichen der Darstellung in den Figuren 1 bis 2. Die Führungseinrichtung 1 14 weist hier die

Führungsschiene 1 16 und eine weitere Führungsschiene 1 16 auf. Der

Führungsrollenträger 316 weist hier eine zwischen den Führungsschienen 1 16 angeordnete Führungsrolle 318 auf. Die Führungsrolle 318 rollt dabei entweder auf der einen Führungsschiene 1 16 oder der anderen Führungsschiene 1 16 ab.

In einem Ausführungsbeispiel weist die Führungseinrichtung 1 14 einen weiteren Führungsrollenträger 316 auf. Der weitere Führungsrollenträger 316 ist in der x- Richtung versetzt zu dem Führungsrollenträger 316 angeordnet.

In einem Ausführungsbeispiel weisen die Führungsschienen 1 16 je zwei übereinander liegende Führungsflächen 314 auf. Die Führungsrollen 318 der beiden

Führungsrollenträger 316 sind dafür höhenversetzt zueinander angeordnet. Zum parallelen Bewegen des Türflügels 106 in der y-Richung weisen die Führungsschienen 1 16 für die beiden Führungsrollen 318 in der y-Richtung gebogene Teilbereiche 400 auf. Die Teilbereiche 400 sind ebenfalls in der x-Richtung versetzt zueinander angeordnet. Fig. 5 zeigt eine räumliche Darstellung einer Führungseinrichtung 1 14 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Führungseinrichtung 1 14 entspricht dabei im Wesentlichen der Darstellung in den vorhergehenden Figuren. Im Gegensatz dazu ist die

Führungsschiene 1 16 hier an einer Unterseite des Türflügels 106 angeordnet, während der Führungsrollenträger 316 fahrzeugfest am Schienenfahrzeug angeordnet ist. Der Führungsrollenträger 316 ist mit dem Rahmen 1 10 der Schiebetüre verschraubt. Die Führungsrollen 318 sind hier zueinander in der x-Richtung versetzt, um den Spalt zwischen ihnen auch für die abgewinkelten Teilbereiche 400 der Führungsschiene 1 16 breit genug zu gestalten. Die Führungsrollen 318 sind kugelgelagert.

Mit anderen Worten ist eine Führungseinheit 1 14 in y-Richtung in Geschlossenlage dargestellt. Eine derartige Ausführung kann im unteren und oberen Bereich verbaut werden. Die dargestellte Variante hat bezüglich Verschmutzung ebenfalls Vorteile, da der Schmutz nicht in einer„Tasche" aufgefangen wird, wie bei bisherigen

Führungssystemen, welche mit Gleitleisten ausgeführt werden und in einem Spalt im Fußboden geführt werden. Zudem ist eine Rollreibung im Einsatzbereich bezüglich der Lebensdauer und des Einsatztemperaturbereichs stabiler als eine Gleitführung aufgrund von Verschleiß und dem Reibungskoeffizienten. Die dargestellten zwei Führungsrollen 318 sind in x-Richtung zueinander versetzt, damit bei der y-Bewegung eine entsprechende Freigängigkeit zur Schiene 1 16 vorhanden bleibt. Zusätzlich sind die Rollen 318 auf beiden Seiten der Schiene 1 16 angebracht, um die y-Bewegung des Türflügels 106 definiert führen zu können und die jeweilige y-Position in positive und negative y-Richtung abstützen zu können. Fig. 6 zeigt eine räumliche Darstellung einer Führungseinrichtung 1 14 mit einer weiteren Führungsrolle 318 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die

Führungseinrichtung 1 14 entspricht dabei im Wesentlichen der Führungseinrichtung in Fig. 5. Zusätzlich weist die Führungseinrichtung 1 14 einen weiteren

Führungsrollenträger 316 auf. An dem weiteren Führungsrollenträger 316 ist die weitere Führungsrolle 318 um die z-Achse drehbar gelagert. Der weitere Führungsrollenträger 316 und die weitere Führungsrolle 318 sind zu dem Führungsrollenträger 316 entlang der Führungsschiene 1 16 in der x-Richtung versetzt. Der weitere Führungsrollenträger 316 ist ebenfalls mit dem Rahmen 1 10 verschraubt. Die weitere Führungsrolle 318 stützt während einer Bewegung des Türflügels 106 ein auftretendes Drehmoment um die z-Achse ab.

Die Führungsschiene 1 16 weist dort, wo die weitere Führungsrolle 318 angeordnet ist, wenn die Schiebetüre geschlossen ist, eine Aussparung 600 für die weitere

Führungsrolle 318 auf. Die Führungsschiene 1 16 und der Türflügel 106 können so durch das Führungsrollenpaar 318 in der y-Richtung bewegt werden, während die weitere Führungsrolle 318 durch die Aussparung 600 dringen kann, ohne die

Führungsschiene 1 16 zu berühren.

Mit anderen Worten ist eine Führungseinheit 1 14 in y-Richtung mit zusätzlicher

Momentenabstützung zur Stabilisierung der y-Position des Türflügels 106 bei linearer Bewegung in x-Richtung in Geschlossenlage dargestellt. Fig. 7 zeigt eine räumliche Darstellung einer Vorrichtung 107 gemäß einem

Ausführungsbeispiel. Die Trageinrichtung 1 12 entspricht im Wesentlichen der

Darstellung in Fig. 3. Zusätzlich dazu sind hier der Türflügel 106, der Rahmen 1 10 und ein Antrieb 700 der Schiebetüre 102 dargestellt. Der Rahmen 1 10 ist hier Bestandteil des Schienenfahrzeugs 100. Die Trageinrichtung 1 12 ist mit dem Türflügel 106 verbunden und läuft in der x-Richtung in der mit dem Rahmen 1 10 verbundenen

Tragschiene 108. Zwischen dem Türflügel 106 und dem Rahmen 1 10 ist eine

Dichtungseinrichtung 702 angeordnet. Durch die Bewegung des Türflügels 106 in der y- Richtung wird der Türflügel 106 gegen die Dichtungseinrichtung 702 gedrückt, wodurch die Durchgangsöffnung in das Innere des Schienenfahrzeugs 100 abgedichtet wird.

Der Antrieb 700 ist an dem Rahmen 1 10 befestigt und über einen Hebelarm 704 mit dem Türflügel 106 verbunden. Dabei ist der Antrieb 700 innerhalb des

Schienenfahrzeugs 100 angeordnet, während der Hebelarm 704 in der

Durchgangsöffnung angeordnet ist.

Mit anderen Worten ist eine Abdichtung für die Schiebetür 102 dargestellt. Dabei ist ein Ausschnitt des Schiebetüreinstiegssystems gezeigt. Die portalseitige Abdichtung oben kann durch ein Dichtungssystem 702, beispielsweise eine Schlauchdichtung, eine Lippendichtung oder eine sonstige Dichtung erfolgen.

Schiebetüren 102 sind im oberen und unteren Bereich nur bedingt abdichtbar. Eine Abdichtung kann beispielsweise unter Verwendung einer Schleifdichtung erreicht werden. Diese Schleifdichtung ist schwierig einstellbar. Die Abdichtung der

Schiebetüren 102 wird gefordert, um den Komfort für die Passagiere bezüglich

Schalldämmung und Druckdichtheit beziehungsweise auch die Wärmedämmung zu verbessern, um den Energieverbrauch zu reduzieren.

Fig. 8 zeigt eine Darstellung einer Führungseinrichtung 1 14 gemäß einem

Ausführungsbeispiel. Die Führungseinrichtung 1 14 entspricht dabei im Wesentlichen der in Fig. 4 dargestellten Führungseinrichtung. Auch hier ist eine um die z-Achse drehbar gelagerte Führungsrolle 318 zwischen zwei Führungsschienen 1 16 angeordnet. Die Führungsschienen 1 16 weisen dabei einander zugewandte Führungsflächen 314 auf. Die Führungsrolle 318 weist einen geringfügig geringeren Durchmesser auf, als ein Abstand zwischen den Führungsschienen 1 16.

In einem Ausführungsbeispiel sind die beiden Führungsschienen 1 16 in einem U-Profil zusammengefasst, das dadurch leicht montiert werden kann.

Fig. 9 zeigt eine Darstellung einer Führungseinrichtung 1 14 gemäß einem

Ausführungsbeispiel. Die Führungseinrichtung 1 14 entspricht dabei im Wesentlichen den in den Figuren 3, 5 und 6 dargestellten Führungseinrichtungen. Hier weist eine Führungsschiene 1 16 beidseitige Führungsflächen 314 auf, auf denen die

Führungsrollen 318 abrollen. Die Führungsschiene 1 16 ist dabei schwertartig.

Fig. 10 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Abdichten gemäß einem

Ausführungsbeispiel. Das Verfahren weist einen Schritt 1000 des Bewegens auf. Im Schritt 1000 wird ein Türflügel für ein Schienenfahrzeug im Bereich einer

Geschlossenposition des Türflügels unter Verwendung einer Verschiebeeinrichtung in einer y-Richtung des Schienenfahrzeugs bewegt, um ein Dichtungselement des Türflügels gegen ein Gegendichtungselement eines Portals des Schienenfahrzeugs zu pressen.

Umfasst ein Ausführungsbeispiel eine„und/oder" -Verknüpfung zwischen einem ersten Merkmal und einem zweiten Merkmal, so ist dies so zu lesen, dass das

Ausführungsbeispiel gemäß einer Ausführungsform sowohl das erste Merkmal als auch das zweite Merkmal und gemäß einer weiteren Ausführungsform entweder nur das erste Merkmal oder nur das zweite Merkmal aufweist.

BEZUGSZEICHENLISTE

100 Schienenfahrzeug

102 Schiebetüre

104 Durchgangsöffnung

106 Türflügel

107 Vorrichtung

108 Tragschiene

1 10 Rahmen

1 12 Verschiebeeinrichtung, Trageinrichtung

1 14 Verschiebeeinrichtung, Führungseinrichtung

1 16 Führungsschiene

200 Kippachse

300 Tragrollenträger

302 y-Achse

304 Tragrolle

306 Quertragschiene

308 Querrollenträger

310 Quertragrolle

312 Befestigungsschnittstelle

314 Führungsfläche

316 Führungsrollenträger

318 Führungsrolle

320 Spalt

400 gebogene Teilbereiche

600 Aussparung

700 Antrieb

702 Dichtungseinrichtung

704 Hebelarm

1000 Schritt des Bewegens