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Title:
DEVICE FOR SEALING AT LEAST ONE DOOR LEAF FOR A RAIL VEHICLE, AND RAIL VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/041954
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (104) for sealing at least one door leaf (106) for a rail vehicle (100), said device (104) having at least one sliding element (112) which is designed to move the door leaf (106) in a z direction of the rail vehicle (100) when it is close to a closed position in order to force a sealing element of the door leaf (106) against a sealing counter-element of a portal (107) of the rail vehicle (100).

Inventors:
ZARL, Heinz (Pyhra 136, 3311 Zeillern, 3311, AT)
JETZINGER, Peter (Am Eichberg 4, 4470 Enns, 4470, AT)
Application Number:
EP2017/071881
Publication Date:
March 08, 2018
Filing Date:
August 31, 2017
Export Citation:
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Assignee:
KNORR-BREMSE GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG (Beethovengasse 43-45, 2340 Mödling, 2340, AT)
International Classes:
B61D19/00
Domestic Patent References:
WO2015039160A12015-03-26
Foreign References:
EP1584535A12005-10-12
DE202008004518U12009-08-13
DE202011110233U12013-03-21
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
AURIGIUM LEISCHNER & LUTHE PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (Robert-Koch-Str. 2, Planegg, 82152, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1 . Vorrichtung (104) zum Abdichten zumindest eines Türflügels (106) für ein

Schienenfahrzeug (100), wobei die Vorrichtung (104) zumindest eine

Verschiebeeinrichtung (1 12) aufweist, die dazu ausgebildet ist, den Türflügel (106) im Bereich einer Geschlossenposition in einer z-Richtung des Schienenfahrzeugs (100) zu bewegen, um ein Dichtungselement des Türflügels (106) gegen ein

Gegendichtungselement eines Portals (107) des Schienenfahrzeugs (100) zu pressen. 2. Vorrichtung (104) gemäß Anspruch 1 , bei der die Verschiebeinrichtung (1 12) als aktive Komponente ausgeführt ist, die dazu ausgebildet ist, ansprechend auf ein Bewegungssignal den Türflügel (106) zu bewegen.

3. Vorrichtung (104) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Verschiebeeinrichtung (1 12) ferner dazu ausgebildet ist, den Türflügel (106) in einer x- Richtung des Schienenfahrzeugs (100) zu bewegen, um den Türflügel (106) zwischen der Geschlossenposition und einer Offenposition zu bewegen.

4. Vorrichtung (104) gemäß Anspruch 3, bei der die Verschiebeeinrichtung (1 12) als passive Komponente ausgeführt ist, die dazu ausgebildet ist, eine Bewegung des

Türflügels (106) in der z-Richtung unter Verwendung einer Bewegung des Türflügels (106) in der x-Richtung auszuführen.

5. Vorrichtung (104) gemäß Anspruch 4, bei der die Verschiebeeinrichtung (1 12) einen um einen Drehpunkt (200) drehbaren Schwenkhebel (1 12; 1350) mit zumindest einem

Führungsarm (206; 1351 , 1352) aufweist.

6. Vorrichtung (104) gemäß Anspruch 5, wobei der Drehpunkt (200) mit einer

Tragrolleneinheit (202) gekoppelt ist, die entlang einer zumindest abschnittsweise geradlinigen Tragschiene (108) linear beweglich ist, wobei der Führungsarm (206) über eine entlang einer Führungsbahn (1 10) bewegliche Führungsrolleneinheit (214) auf der Führungsbahn (1 10) abgestützt oder abstützbar ist, und wobei der Schwenkhebel (1 12) einen Befestigungspunkt (212) für den Türflügel (106) aufweist.

7. Vornchtung (104) gemäß Anspruch 5, wobei der Schwenkhebel (1350) einen ersten Führungsarm (1351 ) und einen zweiten Führungsarm (1352) aufweist, wobei der erste Führungsarm (1351 ) einen ersten Befestigungspunkt (1355) aufweist, an dem eine erste Tragrolleneinheit (1361 ) zum Führen des ersten Führungsarms (1351 ) entlang einer Führungsbahn (1 10) angeordnet ist, und der zweite Führungsarm (1352) einen zweiten Befestigungspunkt (1356) aufweist, an dem eine zweite Tragrolleneinheit (1364) zum Führen des zweiten Führungsarms (1352) entlang der Führungsbahn (1 10) angeordnet ist, und wobei der Drehpunkt (200) mit dem Türflügel (106) gekoppelt ist und zwischen dem ersten Befestigungspunkt (1355) und dem zweiten

Befestigungspunkt (1356) angeordnet ist.

8. Vorrichtung (104) gemäß Anspruch 6 oder 7, bei dem die Führungsbahn (1 10) eine geradlinige Führungsfläche (218) und eine Kulisse (220) aufweist, wobei die Kulisse (220) gegenüber der Führungsfläche (218) abgewinkelt ist.

9. Vorrichtung (104) gemäß Anspruch 8, bei dem die Führungsbahn (1 10) durch die Tragschiene (108) ausgebildet ist und die Kulisse (220) mit der Tragschiene (108) ortsfest verbunden ist.

10. Vorrichtung (104) gemäß Ansprüche, bei dem die Führungsbahn (1 10) durch die Tragschiene (108) ausgebildet ist, wobei die Führungsfläche (218) und/oder die Kulisse (220) als Ausnehmung aus der Tragschiene (108) ausgebildet ist. 1 1 . Vorrichtung (104) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 10, bei dem ein Übergang von der Führungsfläche (218) zu der Kulisse (220) weniger als 80 Millimeter vor der Geschlossenposition des Türflügels (106) angeordnet ist.

12. Vorrichtung (104) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 1 1 , bei der die erste

Tragrolleneinheit (1361 ) eine erste Tragrolle (1360) mit einer Führungsnut (1480) zum Führen der ersten Tragrolleneinheit (1361 ) entlang der geradlinigen Führungsfläche (218) aufweist und die zweite Tragrolleneinheit (1364) zumindest eine zweite Tragrolle (1363; 1563, 1564) mit einer Führungsnut (1483) zum Führen der zweiten Tragrolleneinheit (1364) entlang der geradlinigen Führungsfläche (218) und eine Kulissenfläche (1485) zum Führen der zweiten Tragrolleneinheit (1364) entlang der Kulisse (220) aufweist. 13. Vorrichtung (104) gemäß Anspruch 6, bei dem der Befestigungspunkt (212) einen Hub kleiner 15 Millimeter aufweist.

14. Vorrichtung (104) gemäß Anspruch 6, bei dem ein Lastarm (208) des

Schwenkhebels (1 12) zwischen dem Drehpunkt (200) und dem Befestigungspunkt (212) kürzer als der Führungsarm (206) ist.

15. Vorrichtung (104) gemäß Anspruch 6, bei dem der Drehpunkt (200) zwischen dem Befestigungspunkt (212) und dem Führungsarm (206) angeordnet ist. 16. Vorrichtung (104) gemäß Anspruch 6, bei dem die Tragschiene (108) ein konvexes Tragprofil aufweist und die Tragrolleneinheit (202) zumindest eine Tragrolle (204) mit einem konkaven Rollprofil aufweist, wobei das Tragprofil zumindest teilweise von dem Rollprofil umschlossen ist. 17. Schienenfahrzeug (100) mit einer Vorrichtung (104) gemäß einem der

vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tragschiene (108) in der x-Richtung

ausgerichtet ist und der Türflügel (106) einer Schiebetüre (102) des Schienenfahrzeugs (100) mit dem Befestigungspunkt (212) des Schwenkhebels (1 12) verbunden ist, wobei die Vorrichtung (104) dazu ausgebildet ist, den Türflügel (104) im Bereich der

Geschlossenposition anzuheben oder abzusenken.

18. Verfahren (1200) zum Abdichten eines Türflügels (106) für ein Schienenfahrzeug (100), wobei der Türflügel (106) in einem Schritt (1202) des Bewegens im Bereich einer Geschlossenposition des Türflügels (106) unter Verwendung einer

Verschiebeeinrichtung (1 12) in einer z-Richtung des Schienenfahrzeugs (100) bewegt wird, um ein Dichtungselement des Türflügels (106) gegen ein Gegendichtungselement eines Portals (107) des Schienenfahrzeugs (100) zu pressen.

Description:
BESCHREIBUNG

Vorrichtung zum Abdichten zumindest eines Türflügels für ein

Schienenfahrzeug und Schienenfahrzeug

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abdichten zumindest eines Türflügels für ein Schienenfahrzeug, ein Schienenfahrzeug und ein Verfahren zum Abdichten einer Schiebetüre. Bei Schienenfahrzeugen werden bevorzugt Schiebtüren eingesetzt. Schiebetüren laufen bauartbedingt in einer Öffnungsrichtung beziehungsweise Schließrichtung entlang zumindest einer Führungsschiene. Zum Abdichten entlang dieser

Führungsschiene können schleifende Dichtungen verwendet werden. Der Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine verbesserte Vorrichtung zum Abdichten zumindest eines Türflügels für ein Schienenfahrzeug, ein verbessertes

Schienenfahrzeug und ein verbessertes Verfahren zum Abdichten einer Schiebetüre bereitzustellen. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zum Abdichten zumindest eines Türflügels für ein Schienenfahrzeug, ein Schienenfahrzeug und ein Verfahren zum Abdichten einer Schiebetüre mit den Merkmalen der Hauptansprüche gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.

Es wird eine Vorrichtung zum Abdichten zumindest eines Türflügels für ein

Schienenfahrzeug vorgestellt, wobei die Vorrichtung zumindest eine

Verschiebeeinrichtung aufweist, die dazu ausgebildet ist, den Türflügel im Bereich einer Geschlossenposition in einer z-Richtung des Schienenfahrzeugs zu bewegen, um ein Dichtungselement des Türflügels gegen ein Gegendichtungselement eines Portals des Schienenfahrzeugs zu pressen. Ein Schleifen von Dichtungen bei einer Schiebetür oder Schwenkschiebetür kann weitestgehend verhindert werden, wenn ein Türflügel der Schiebetüre während des Schließens keinen Kontakt zu den Dichtungen aufweist und die Dichtungen erst möglichst nahe an einer Geschlossenlage berührt. Das kann durch eine

Höhenbewegung des Türflügels, erreicht werden. Der Türflügel kann unter Verwendung eines Führungssystems in einer Schließrichtung bewegt werden. Um zusätzlich eine verbesserte Wärmedämmung und zusätzlich oder alternativ eine verbesserte

Schalldämmung zu erreichen, kann eine Hubvorrichtung, auch als Hebevorrichtung bezeichnet, eingesetzt werden, durch die der Türflügel zusätzlich in der Vertikalen bewegt werden kann, sodass die Höhenbewegung ausgeführt werden kann. Die

Hubvorrichtung kann als ein Bestandteil des Führungssystems ausgeführt sein oder als eine eigenständige Vorrichtung, gemäß einer Ausführungsform auch nachrüstbare, Vorrichtung ausgeführt sein. Somit kann unter der Vorrichtung zum Abdichten gemäß unterschiedlicher Ausführungsformen sowohl eine eigenständige Hubvorrichtung als auch ein Bestandteil des Führungssystems oder das gesamte Führungssystem verstanden werden.

Bei dem Türflügel kann es sich beispielsweise um einen Türflügel einer Schiebetür oder einer Schwenkschiebetür handeln. Gemäß einer Ausführungsform ist eine Modularität gegeben. So kann das Führungssystem für den Türflügel gemäß einer

Ausführungsform ohne Änderungen oder ohne wesentliche Änderungen mit der

Hubvorrichtung ausgestattet werden. Somit kann die Hubvorrichtung auch als eine nachträglich nachrüstbare Einheit ausgeführt sein. Vorteilhafterweise kann sich ein Kunde somit aussuchen ob er ein Führungssystem„nur" zum Öffnen und Schließen einer Türe oder auch mit verbesserter Schall- bzw. Wärmedichtung durch Einbeziehung der Hubvorrichtung wünscht. Vorteilhafterweise kann diese Option auch nachträglich nachgerüstet werden. Somit kann die Vorrichtung zum Abdichten zumindest eine nachrüstbare Komponente umfassen, die in ein bestehendes Türsystem eingebaut werden kann, um das Türsystem in der Vertikale beweglich zu machen und dadurch einen verbesserten Schallschutz und/oder Wärmeschutz ermöglicht.

Die Verschiebeinrichtung kann als aktive Komponente ausgeführt sein, die dazu ausgebildet ist, ansprechend auf ein Bewegungssignal den Türflügel zu bewegen. Die Verschiebeeinrichtung kann ferner dazu ausgebildet sein, den Türflügel in einer x- Richtung des Schienenfahrzeugs zu bewegen, um den Türflügel zwischen der

Geschlossenposition und einer Offenposition zu bewegen. Somit kann die Vorrichtung zum Abdichten weitere Funktionen des Führungssystems umfassen oder selbst das Führungssystem darstellen.

Die Verschiebeeinrichtung kann als passive Komponente ausgeführt sein, die dazu ausgebildet ist, eine Bewegung des Türflügels in der z-Richtung unter Verwendung einer Bewegung des Türflügels in der x-Richtung auszuführen.

Die Verschiebeeinrichtung kann zumindest einen um einen Drehpunkt drehbaren Schwenkhebel mit einem Führungsarm aufweisen. Vorzugsweise kann der Drehpunkt mit einer Tragrolleneinheit gekoppelt sein, die entlang einer zumindest abschnittsweise geradlinigen Tragschiene linear beweglich ist. Der Führungsarm kann beispielsweise über eine entlang einer Führungsbahn bewegliche Führungsrolleneinheit auf der Führungsbahn abgestützt oder abstützbar sein. Dabei kann der Schwenkhebel einen Befestigungspunkt für den Türflügel aufweisen. Gemäß einer Ausführungsform kann der Schwenkhebel einen ersten Führungsarm und einen zweiten Führungsarm aufweisen. Dabei kann der erste Führungsarm einen ersten Befestigungspunkt aufweisen, an dem eine erste Tragrolleneinheit zum Führen des ersten Führungsarms entlang einer Führungsbahn angeordnet ist. Der zweite

Führungsarm kann einen zweiten Befestigungspunkt aufweisen, an dem eine zweite Tragrolleneinheit zum Führen des zweiten Führungsarms entlang der Führungsbahn angeordnet ist. Der Drehpunkt kann mit dem Türflügel gekoppelt sein und zwischen dem ersten Befestigungspunkt und dem zweiten Befestigungspunkt angeordnet sein. Unter Punkten, wie dem Drehpunkt oder den Befestigungspunkten, kann beispielsweise auch eine Position oder Stelle an dem Schwenkhebel oder beispielsweise auch eine Durchgangsöffnung zum Aufnehmen einer Achse oder Welle, oder der Mittelpunkt einer solchen Durchgangsöffnung verstanden werden. Die Anordnung des Drehpunktes zwischen den Befestigungspunkten kann bedeuten, dass der Drehpunkt in x-Richtung, also parallel zur Längsachse des Fahrzeugs, zwischen den Befestigungspunkten angeordnet sein kann, wobei ein Versatz in z-Richtung, also parallel zu einer

Hochachse des Fahrzeugs, bestehen kann.

Die Führungsbahn kann eine geradlinige Führungsfläche und eine Kulisse aufweisen. Die Kulisse kann gegenüber der Führungsfläche abgewinkelt sein. Eine Kulisse kann als Führungselement beispielsweise für die Führungsrolleneinheit dienen. Durch die Kulisse kann die Führungsrolleneinheit auf eine Bahnkurve außerhalb einer Ebene der Führungsfläche gelenkt werden. Die Führungsbahn kann durch die Tragschiene oder einen geradlinigen Abschnitt der Tragschiene ausgebildet sein. Die Kulisse kann mit der Tragschiene ortsfest verbunden sein. Beispielsweise kann die Kulisse angeschraubt sein. Durch Anschrauben kann die Kulisse einfach platziert und gesichert werden. Beispielsweise kann die Kulisse ein auf die Tragschiene aufgesetzter Keil sein.

Die Führungsbahn kann durch die Tragschiene ausgebildet sein. Die Führungsfläche und/oder die Kulisse kann als Ausnehmung aus der Tragschiene ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Führungsbahn und/oder die Kulisse in die Tragschiene eingefräst sein. Durch ein Einfräsen kann der Schwenkarm exakt positioniert werden.

Ein Übergang von der Führungsfläche zu der Kulisse kann weniger als 200mm, beispielsweise auch weniger als 120mm oder weniger als 80 Millimeter vor einer Geschlossenposition des Türflügels angeordnet sein. Durch den kurzen Abstand kann ein geringer Schleifweg zwischen den Dichtungen erreicht werden.

Die erste Tragrolleneinheit kann eine erste Tragrolle mit einer Führungsnut zum Führen der ersten Tragrolle entlang der geradlinige Führungsfläche aufweisen. Die zweite Tragrolleneinheit kann zumindest eine zweite Tragrolle mit einer Führungsnut zum Führen der zweiten Tragrolleneinheit entlang der geradlinige Führungsfläche und eine Kulissenfläche zum Führen der zweiten Tragrolleneinheit entlang der Kulisse aufweisen. Die Bewegungsbahn kann eingleisig oder zweigleisig ausgeführt sein. Bei einer zweigleisigen Ausführung kann die Kulisse parallel zu einem Abschnitt der geradlinigen Führungsfläche angeordnet sein. Weist die erste Tragrolle keine Kulissenfläche auf, so kann die erste Tragrolle neben der Kulisse auf dem genannten Abschnitt der geradlinigen Führungsfläche weitergeführt werden, während die zweite Tragrolle aufgrund ihrer Kulissenfläche auf der Kulisse geführt wird. Der Befestigungspunkt kann einen Hub kleiner 15 Millimeter aufweisen. Ein geringer Hub reicht aus, um die Dichtungen zu trennen.

Ein Lastarm des Schwenkhebels zwischen dem Drehpunkt und dem Befestigungspunkt kann kürzer als der Führungsarm sein. Durch die mittlere Lage des Befestigungspunkts kann eine Kraft auf die Tragrolleneinheit und die Führungsrolleneinheit reduziert werden.

Der Drehpunkt kann zwischen dem Befestigungspunkt und dem Führungsarm

angeordnet sein. Durch den Befestigungspunkt am freien Ende kann die

Tragrolleneinheit in eine entgegengesetzte Richtung belastet werden, wie die

Führungsrolleneinheit. So umschließt der Führungsarm die Schiene zumindest teilweise.

Die Tragschiene kann ein konvexes Tragprofil aufweisen. Die Tragrolleneinheit kann zumindest eine Tragrolle mit einem konkaven Rollprofil aufweisen. Das Tragprofil kann zumindest teilweise von dem Rollprofil umschlossen sein. Durch profilierte Rollen und Schienen ergibt sich eine gute Seitenführung für den Türflügel. Auf eine zusätzliche Seitenführung kann so verzichtet werden. Das Führungssystem kann einen Türflügelträger aufweisen, der drehbar in dem

Befestigungspunkt gelagert ist. Der Türflügelträger kann über eine Lasche mit dem Schwenkhebel verbunden sein. Durch einen Türflügelträger kann der Türflügel in seiner Lage justiert werden. Der Türflügelträger kann in einem weiteren Schwenkhebel drehbar gelagert sein. Durch zwei Schwenkhebel kann ein Schwingen des Türflügels verhindert werden. Weiterhin wird ein Schienenfahrzeug mit einer Vorrichtung gemäß dem hier vorgestellten Ansatz vorgestellt, wobei die Tragschiene in der x-Richtung ausgerichtet ist und der Türflügel einer Schiebetüre des Schienenfahrzeugs mit dem

Befestigungspunkt des Schwenkhebels verbunden ist, wobei die Vorrichtung dazu ausgebildet ist, den Türflügel im Bereich der Geschlossenposition anzuheben oder abzusenken.

Ferner wird ein Verfahren zum Abdichten eines Türflügels für ein Schienenfahrzeug vorgestellt, wobei der Türflügel in einem Schritt des Bewegens im Bereich einer

Geschlossenposition des Türflügels unter Verwendung einer Verschiebeeinrichtung in einer z-Richtung des Schienenfahrzeugs bewegt wird, um ein Dichtungselement des Türflügels gegen ein Gegendichtungselement eines Portals des Schienenfahrzeugs zu pressen. Ausführungsbeispiele des hier vorgestellten Ansatzes sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine Darstellung eines Schienenfahrzeugs mit einer Schiebetüre gemäß

einem Ausführungsbeispiel;

Fig. 2 eine Darstellung einer Vorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel;

Fig. 3 eine Darstellung einer Vorrichtung mit einem weiteren Schwenkhebel gemäß einem Ausführungsbeispiel;

Fig. 4 eine Schnittdarstellung einer Vorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel; Fig. 5 eine Darstellung einer Vorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel;

Fig. 6 eine Darstellung einer Hubbewegung einer Schiebetüre gemäß einem

Ausführungsbeispiel;

Fig. 7 eine Darstellung eines Dichtelements für eine Schiebetüre gemäß einem

Ausführungsbeispiel;

Fig. 8 eine Detaildarstellung eines Schienenfahrzeugs mit einer Vorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel;

Fig. 9 eine Darstellung eines Dichtelements für eine Schiebetüre gemäß einem

Ausführungsbeispiel;

Fig. 10 eine Darstellung einer Vorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel; Fig. 1 1 eine Darstellung einer gekoppelten Vorrichtung gemäß einem

Ausführungsbeispiel;

Fig. 12 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Abdichten gemäß einem

Ausführungsbeispiel;

Fig. 13 eine Darstellung einer Vorrichtung zum Abdichten zumindest eines Türflügels gemäß einem Ausführungsbeispiel;

Fig. 14 eine Querschnittsdarstellung einer Vorrichtung zum Abdichten zumindest eines Türflügels gemäß einem Ausführungsbeispiel; und

Fig. 15 eine Querschnittsdarstellung einer Vorrichtung zum Abdichten zumindest eines Türflügels gemäß einem Ausführungsbeispiel.

In der nachfolgenden Beschreibung günstiger Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden für die in den verschiedenen Figuren dargestellten und ähnlich wirkenden Elemente gleiche oder ähnliche Bezugszeichen verwendet, wobei auf eine wiederholte Beschreibung dieser Elemente verzichtet wird.

Fig. 1 zeigt eine Darstellung eines Schienenfahrzeugs 100 mit einer Schiebetüre 102 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Schiebetüre 102 weist eine Vorrichtung 104 gemäß dem hier vorgestellten Ansatz auf. Die Schiebetüre 102 weist hier einen einzelnen Türflügel 106 auf. Der Türflügel 106 ist unter Verwendung der Vorrichtung 104 zum Abdichten in einer Fahrzeughöhenrichtung, also nach oben oder nach unten, beweglich. Die Fahrzeughöhenrichtung kann als z-Richtung bezeichnet werden.

Die Vorrichtung 104 weist zumindest eine Verschiebeeinrichtung 1 12 auf. Die

Verschiebeinrichtung ist dazu ausgebildet, den Türflügel 106 im Bereich einer

Geschlossenposition der Schiebetüre 102 in der z-Richtung zu bewegen. Dabei wird ein Dichtungselement des Türflügels 106 gegen ein Gegendichtungselement eines Portals 107 des Schienenfahrzeugs 100 gepresst. Der Türflügel 106 kann zum Abdichten angehoben oder abgesenkt werden.

Die Verschiebeeinrichtung 1 12 kann eine aktive Komponente, also ein Aktor, wie beispielsweise ein Pneumatikzylinder oder ein Elektromotor sein. Die

Verschiebeeinrichtung 1 12 wird dann gemäß einem Ausführungsbeispiel direkt angesteuert, um den Türflügel 106 in der z-Richtung zu bewegen. Die

Verschiebeeinrichtung 1 12 kann nachträglich in die Schiebetüre 102 eingebaut werden. Beispielsweise kann die Schiebetüre 102 bereits Aufnahmen für die

Verschiebeinrichtung 1 12 aufweisen.

In einem Ausführungsbeispiel umfasst die Vorrichtung 104 eine in einer

Fahrzeuglängsrichtung ausgerichtete Tragschiene 108 und eine im Wesentlichen in der Fahrzeuglängsrichtung ausgerichtete Führungsbahn 1 10. Die Verschiebeeinrichtung 1 12 ist als Schwenkhebel 1 12 ausgebildet und ist auf der Tragschiene 108 beweglich gelagert und mit dem Türflügel 106 verbunden. Der Schwenkhebel 1 12 stützt sich zumindest nahe einer Geschlossenposition des Türflügels 106 auf der Führungsbahn 1 10 ab, um die Höhenbewegung des Türflügels 106 über den Schwenkhebel 1 12 zu bewirken. Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die Tragschiene 108 insgesamt geradlinig ausgeführt. Alternativ kann die Tragschiene 108 abschnittsweise geradlinig ausgeführt sein. Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die Tragschiene 108 zumindest in einem eine Führungsbahn ausformenden Abschnitt geradlinig ausgeführt. Die Vorrichtung 104 kann als Führungssystem 104 bezeichnet werden und ist dazu ausgebildet, den Türflügel 106 bei einer Schließbewegung der Schiebetüre 102 im Bereich der Geschlossenposition abzusenken, um Dichtungseinrichtungen an einer Oberkante und einer Unterkante der Schiebtüre in Kontakt zu bringen. Umgekehrt wird der Türflügel 105 beim Öffnen im Bereich der Geschlossenposition angehoben, um die Dichtungseinrichtungen zu trennen.

Vorteilhafterweise können Schiebetüren 102 gemäß dem hier beschriebenen Ansatz sowohl im oberen als auch im unteren Bereich sehr gut abdichtbar sein. Dazu ist keine schwierig einstellbare Schleifdichtung erforderlich. Die Abdichtung der Schiebetüren 102 wird gefordert, um den Komfort für die Passagiere bezüglich der Schalldämmung und der Druckdichtheit beziehungsweise auch die Wärmedämmung für einen niedrigen Energieverbrauch zu verbessern. Bei dem hier vorgestellten Ansatz wird der Türflügel (TFL) 106 angehoben oder abgesenkt. Das Anheben oder Absenken kann als Verschiebung in z-Richtung bezeichnet werden. Diese Funktion ist grundsätzlich unabhängig vom Antriebssystem zum Abtrieb des Türflügels 106 in x-Richtung und zur Verriegelung des Türflügels 106. Durch das Anheben oder das Absenken wird zusätzlich zur Hinterkante und

Vorderkante beziehungsweise dem Fingerschutzgummi eine Dichtfläche im oberen und/oder unteren Bereich des Türflügels 106 abgedichtet. Die Abdichtung oben oder unten erfolgt dadurch, dass eine Dichtung gegen eine Dichtfläche gepresst wird beziehungsweise der Abstand von zwei Dichtflächen zueinander verringert wird.

Beispielsweise können die Dichtflächen aufeinander aufliegen, wodurch der Abstand der Dichtflächen null ist. Grundsätzlich wird das Anheben des Türflügels 106 möglichst nahe der Geschlossenposition des Türflügels 106 durchgeführt.

Die z-Bewegung des Türflügels 106 wird in einem Ausführungsbeispiel auch durch aktive Komponenten, wie Stellmotoren, Magneten oder Zylinder ausgeführt. In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird die z-Bewegung des Türflügels 106 über den bereits für die Schiebebewegung vorhandenen Antrieb in x-Richtung und eine geeignete Kinematik erreicht. Optimalerweise erfolgt das Anheben oder Absenken

beziehungsweise der z-Hub der Schiebtür erst bei Erreichen der Geschlossenlage, wodurch eine reine z-Bewegung ohne zusätzliche x-Bewegung und y-Bewegung erreicht wird, um einen Schleifweg der Dichtung oben und unten möglichst zu

minimieren. Das Anheben kann beispielsweise durch ein Hebelsystem 1 12 erfolgen. Entsprechend kann der Türflügel wie hier dargestellt, abgesenkt werden. In einem Ausführungsbeispiel weist das Schienenfahrzeug 100 eine Schwenkschiebetür 102 auf, die durch die Vorrichtung 104 im Bereich der Geschlossenlage in der z- Richtung angehoben oder abgesenkt wird, um die Dichtelemente abzudichten.

Fig. 2 zeigt eine Darstellung einer Vorrichtung 104 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Vorrichtung 104 entspricht im Wesentlichen der Vorrichtung in Fig. 1 . Im Gegensatz dazu ist die Vorrichtung 104 hier jedoch dazu ausgebildet, den Türflügel 106 beim Schließen im Bereich der Geschlossenposition in der Fahrzeughöhenrichtung zu bewegen, gemäß diesem Ausführungsbeispiel anzuheben. Ein Drehpunkt 200 beziehungsweise eine Drehachse 200 des Schwenkhebels 1 12 ist in einer Tragrolleneinheit 202 drehbar gelagert. Die Tragrolleneinheit 202 weist hier eine einzelne Tragrolle 204 auf, die auf der Tragschiene 108 während der

Öffnungsbewegung und der Schließbewegung in der Fahrzeuglängsrichtung rollt. Dabei entspricht die Drehachse 200 einer Drehachse der Tragrolle 204. Die Tragrolleneinheit 202 kann auch mehrere Tragrollen 204 aufweisen, wobei dann die Drehachse 200 beispielsweise durch einen Schwerpunkt der Tragrolleneinheit 202 verläuft. Die

Fahrzeuglängsrichtung kann als x-Richtung bezeichnet werden.

Der Schwenkhebel 1 12 weist einen Führungsarm 206 und einen Lastarm 208 auf. Der Türflügel 106 hängt über eine Lasche 210 an dem Lastarm 208. Mit anderen Worten weist der Lastarm 208 einen Befestigungspunkt 212 für den Türflügel 106 auf. An einem Ende des Führungsarms 206 ist eine Führungsrolleneinheit 214 angeordnet. Der Führungsarm 206 stützt über die Führungsrolleneinheit 214 ein durch die Gewichtskraft des Türflügels 106 resultierendes Drehmoment an der Führungsbahn 1 10 ab. Die Führungsrolleneinheit 214 weist hier eine einzelne Führungsrolle 216 auf. Die

Drehachse der Führungsrolle 216 ist im Wesentlichen parallel zu der Drehachse der Tragrolle 204. Die Führungsrolleneinheit 214 kann auch mehrere Führungsrollen 216 aufweisen.

Die Führungsbahn 1 10 ist hier durch eine Führungsfläche 218 der Tragschiene 108 und eine an die Tragschiene 108 angeschraubte Kulisse 220 ausgebildet. Die Kulisse 220 bildet eine schräg zu der Führungsfläche 218 ausgerichtete Rollfläche für die

Führungsrolle 216 aus. Wenn die Führungsrolle 216 auf die Kulisse 220 rollt, wird der Schwenkhebel 1 12 um seine Drehachse 200 gedreht und der Türflügel 106 angehoben.

In einem Ausführungsbeispiel ist die Führungsbahn 1 10 durch die Führungsfläche 218 und eine Ausnehmung aus der Tragschiene 108 ausgebildet. Die Führungsrolle 216 rollt dann von der Führungsfläche 218 in die Ausnehmung und der Schwenkhebel 1 12 dreht in die entgegengesetzte Richtung sich um die Drehachse 200, wobei der Türflügel 106 abgesenkt wird. Der Lastarm 208 ist hier im Wesentlichen waagerecht ausgerichtet, wenn die Führungsrolle 216 an der Führungsfläche 218 anliegt. Der Führungsarm 206 ist gegenüber dem Lastarm 208 abgewinkelt und weist schräg nach unten. Der Lastarm 208 ist in etwa halb so lang, wie der Führungsarm 206. Dadurch ergibt sich ein

Hebelverhältnis, bei dem die Führungsrolle 216 mit etwa der halben Gewichtskraft des an dem Lastarm 208 lastenden Türflügels 106 gegen die Führungsbahn 1 10 gedrückt wird. Auf der Tragrolle 204 lastet dabei in etwa die eineinhalbfache Gewichtskraft.

Mit anderen Worten zeigt Fig. 2 eine Vorrichtung 104 zum Anheben der Schiebetür 106. Die Vorrichtung 104 wird beispielsweise bei einem Schiebetüreinstiegssystem

verwendet.

Fig. 3 zeigt eine Darstellung einer Vorrichtung 104 mit einem weiteren Schwenkhebel 1 12 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Vorrichtung 104 entspricht im Wesentlichen der Vorrichtung in Fig. 2. Zusätzlich dazu weist die Vorrichtung 104 einen weiteren Schwenkhebel 1 12 auf, der baugleich zu dem Schwenkhebel 1 12 ist und über eine weitere Tragrolle 204 näherungsweise eine Türbreite des Türflügels 106 beabstandet zu dem Schwenkhebel 1 12 auf der Tragschiene 108 rollt. Dabei erstreckt sich die Lasche 210 hier im Wesentlichen über die Türbreite und ist mit beiden Schwenkhebeln 1 12 gekoppelt. Der Türflügel 106 ist mit der Lasche 210 verschraubt. Der weitere

Schwenkhebel 1 12 wird über eine weitere an der Tragschiene 108 angeordnete Kulisse 220 im Bereich der Geschlossenposition geschwenkt.

Mit anderen Worten zeigt Fig. 3 einen Mechanismus 104 zum Anheben. Mit diesem Konzept kann auch ein Absenken in Geschlossenlage grundsätzlich realisiert werden.

Für die Optimierung bezüglich einer möglichst geringen Verschiebekraft

beziehungsweise Antriebskraft bei möglichst hohem Dichtungshub, also dem Hub des Türflügels 106 in z-Richtung können Parameter betrachtet werden. Dabei ist zumindest eine geringe Freistellung notwendig, um ein Schleifen der Dichtung über den gesamten Verfahrweg beziehungsweise Türhub, also der Bewegung in x-Richtung, zu verhindern. Beispielsweise können die Hebelverhältnisse aufgrund der Koordinatenpositionen des Drehpunkts 200, des Befestigungspunkts 212 und des Führungspunkts berücksichtigt werden. Ebenso kann das Gewicht des Türflügels 106 berücksichtigt werden. Weiterhin können die Dichtungskräfte (N/mm) oben und unten und die Dichtungskräfte durch die Dichtung an der Hinterkante und am Fingerschutzgummi berücksichtigt werden. Ein Parameter ist auch eine maximal mögliche Antriebskraft und ein minimal notwendiger Hub in z-Richtung. Berücksichtigt werden kann auch eine Neigung der Kulisse 220. Ein weiterer Parameter ist ein Schleifweg der Querdichtungen oben und/oder unten. Dieser sollte minimal sein, um den Dichtungsverschleiß zu minimieren. Ebenso kann ein gewünschter Verfahrweg in x-Richtung kurz vor der Geschlossenlage bei einer

Kulissenneigung von null Grad berücksichtigt werden. Dadurch kann erreicht werden, dass in der geschlossen und verriegelten Stellung des Einstiegssystems keine Kraft in Öffnungsrichtung erzeugt wird, die gegen die Verriegelung wirken würde. Wenn die Rolle in der Kulisse 220 bei einem Winkel größer null Grad steht, ergibt sich

automatische eine Kraftkomponente in x-Richtung in Abhängigkeit des Gewichts des Türflügels 106 und des Kulissenwinkels.

Ein Anheben des Türflügels 106 bringt zusätzlich den Vorteil mit sich, dass der Türflügel 106 bei einer etwaigen Notbetätigung des Systems 104, über die Kulisse 220 mithilfe der Gewichtskraft des Türflügels 106 in Öffnungsrichtung gedrückt wird, und somit ein gewisser Spalt zwischen den Fingerschutzgummis entstehen kann.

Fig. 4 zeigt eine Schnittdarstellung einer Vorrichtung 104 gemäß einem

Ausführungsbeispiel. Die Vorrichtung 104 entspricht im Wesentlichen einer der in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Vorrichtungen. Die Tragschiene 108 und die

Führungsbahn 1 10 sind einstückig durch ein Blechprofil ausgebildet. Die Tragschiene 108 weist hier ein konvexes Tragprofil auf, während die Tragrolle 204 ein konkaves Rollprofil aufweist. Durch die Kombination der konkaven und konvexen Profile ist die Tragrolle 204 in einer Fahrzeugseitenrichtung beziehungsweise einer y-Richtung geführt. Die Führungsrolle 216 und die Führungsbahn 1 10 weisen ein flaches Profil auf. Fig. 5 zeigt eine Darstellung einer Vorrichtung 104 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Vorrichtung 104 entspricht im Wesentlichen der Vorrichtung in Fig. 4. Hier ist der Lastarm 208 in einer Linie mit der Gewichtskraft ausgerichtet. Der Lastarm 208 hängt also senkrecht nach unten. Der Führungsarm 206 ist hier abgewinkelt und teilweise in den Lastarm 208 integriert. Der Hebelarm des Führungsarms 206 ist etwa gleich groß, wie der Lastarm 208.

Die Führungsfläche 218 ist hier als Ausnehmung aus der Tragschiene 108 ausgebildet. Die schräge Rollfläche ist als Auslauf der Ausnehmung ausgebildet. Wenn die

Führungsrolle 216 im Bereich der Führungsfläche 218 angeordnet ist, ist sie im

Wesentlichen unbelastet und kann den Kontakt zu der Führungsfläche verlieren. Wenn die Führungsrolle 216 im Bereich der schrägen Rollfläche angeordnet ist, wird der Lastarm 208 mit dem Türflügel 106 seitlich nach oben ausgelenkt.

Fig. 6 zeigt eine Darstellung einer Hubbewegung einer Schiebetüre 102 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Schiebetüre 102 wird unter Verwendung eines

Führungssystems gemäß dem hier vorgestellten Ansatz geführt. Durch das

Führungssystem führt der Türflügel 106 der Schiebetüre 102 im Bereich der

Geschlossenlage eine im Wesentlichen vertikale Bewegung aus. Durch die Bewegung wird eine Dichtfläche 600 gegen ein Dichtelement 602 gedrückt und ein Spalt 604 zwischen dem Türflügel 106 und einem Rahmen 606 der Schiebtüre 102 abgedichtet.

Hier ist die Dichtfläche 600 mit dem Türflügel 106 beweglich und das Dichtelement 602 ist am Rahmen 606 angeordnet.

Der Türflügel 106 ist hier in y-Richtung durch eine Gleitleiste 606 geführt. Die Gleitleiste 606 ist in einer Tasche angeordnet und ist in der Tasche ebenfalls in z-Richtung beweglich. Auf einer Außenseite der Schiebetüre 102 ist ein Trittleistenprofil 608 angeordnet. Der Türflügel 106 läuft in einem Schlitz zwischen dem Trittleistenprofil 608 und einem Boden des Schienenfahrzeugs 100.

Die Dichtfläche 600 ist durch ein unteres Querprofil 610 des Türflügels 106 ausgebildet. An einer Hinterkante des Türflügels ist ebenfalls ein Formteil 612 als Dichtprofil angeordnet.

Mit anderen Worten zeigt Fig. 6 ein Beispiel für eine Abdichtung des Türflügels 106 unten. Dabei ist der Türflügel 106 einmal in offener Stellung und einmal in geschlossener Stellung für das Konzept Türflügel 106 anheben dargestellt. Die

Dichtung 602 unten ist portalseitig, also nicht am Türflügel 106 ausgeführt. Umgekehrt kann die Dichtung 602 auch am Türflügel 106 angeordnet sein. Die Dichtfläche 600 befindet sich am Türflügel 106. Die untere Führung 606 ist hier herkömmlich ausgeführt, wobei trotz des Hubs in z-Richtung noch ausreichend Überdeckung des

Führungssystems 606 vorhanden ist.

Fig. 7 zeigt eine Darstellung eines Dichtelements 700 für eine Schiebetüre 102 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Das Dichtelement 700 ist an einer Hinterkante des

Türflügels 106 angeordnet und mit dem Türflügel 106 in x-Richtung beweglich. Das Dichtelement 700 dichtet gegen eine Dichtfläche 702 ab, die an einem Portal 107 der Schiebetüre 102 angeordnet ist. Die Dichtfläche 702 wird durch einen Dichtwinkel ausgebildet. Das Dichtelement 700 ist als verformbare Lippe ausgebildet. Mit anderen Worten zeigt Fig. 7 ein Beispiel einer Abdichtung einer

Türflügelhinterkante. Die Dichtung 700 kann wieder portalseitig oder türflügelseitig angebracht sein. Für die Übergänge zu den Querdichtungen oben und unten können entsprechende Formteile verwendet werden, um im Übergang die Leckage-Fläche minimal zu gestalten.

Fig. 8 zeigt eine Detaildarstellung eines Schienenfahrzeugs 100 mit einer Vorrichtung 104 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Vorrichtung 104 entspricht dabei im

Wesentlichen einer der Vorrichtungen in den Figuren 1 bis 5. Die Vorrichtung 104 ist in ein Portal 107 des Schienenfahrzeugs 100 integriert. Dabei ist die Tragschiene 108 fest mit dem Portal 107 verbunden. Der Schwenkhebel 1 12 ist auf der Tragschiene 108 geführt und mit dem Türflügel 106 verbunden. Am Türflügel 106 ist eine obere

Dichtfläche 800 angeordnet, während am Portal 107 ein oberes Dichtelement 802 angeordnet ist. Durch die vertikale Bewegung des Türflügels 106 im Bereich der

Geschlossenlage wird die Dichtfläche 800 gegen das Dichtelement 802 gedrückt und dichtet den Spalt zwischen dem Türflügel 106 und dem Portal 107 ab.

Die obere Dichtfläche 800 ist hier ein Bestandteil eines oberen Querprofils des

Türflügels 106. Mit anderen Worten zeigt Fig. 8 ein Beispiel einer Abdichtung am Türflügel 106 oben. Dabei ist die offene Stellung dargestellt. Die Dichtung 802 ist portalseitig ausgeführt und die Dichtfläche 800 befindet sich am Türflügel 106.

Die Dichtung 802 selbst kann als kompletter umlaufender Dichtrahmen am Portal 107 des Fahrzeugs 100 angebracht werden. Dadurch ergibt sich ein sehr guter Übergang zwischen Längs- und Querdichtung und beim Übergang von Türflügeln. Der Türflügel 106 ist die Dichtfläche 800 und benötigt keine Aufnahme für Dichtungen ausgenommen der Fingerschutzgummis.

Falls eine derartige Lösung nicht möglich ist, können die Dichtungen 802 am Türflügel 106 angebracht werden, wobei dann die Dichtflächen 800 am Portal 107 angebracht sind. Durch das Anheben der Türdichtungen 802 können die Dichtungen

beziehungsweise Formteile bei den Übergängen zwischen Längs- und Querdichtungen so ausgeführt werden, dass in der Geschlossenposition keine Leckage-Fläche vorhanden ist.

Fig. 9 zeigt eine Darstellung eines Dichtelements 602 für eine Schiebetüre 102 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Das Dichtelement 602 kann beispielsweise anstelle des Dichtungselements in Fig. 6 verwendet werden. Hier ist das Dichtelement 602 an dem Türflügel 106 befestigt. Die Dichtfläche 600 ist fahrzeugfest. Das Dichtelement 602 ist wie in Fig. 7 als verformbare Lippe ausgebildet. Wenn der Türflügel über das

Führungssystem angehoben wird, berührt das Dichtelement 602 die Dichtfläche 600 und dichtet den Schlitz im Boden ab.

Fig. 10 zeigt eine Darstellung einer Vorrichtung 104 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Vorrichtung 104 entspricht im Wesentlichen der Vorrichtung in den Figuren 2 und 3. Im Gegensatz dazu weist der Schwenkhebel 1 12 einen nach oben ausgerichteten Fortsatz 1000 auf, der den Drehpunkt 200 aufweist. Der Drehpunkt 200 stimmt hier mit einem Drehpunkt der Tragrolle 204 überein. Ein Schwerpunkt des Schwenkhebels 1 12 ist unterhalb des Drehpunkts 200 angeordnet, wodurch der Schwenkhebel 1 12 eine hohe Eigenstabilität aufweist. Der Befestigungspunkt 212 ist hier im Wesentlichen auf einer Höhe mit der Führungsrolle 216 angeordnet.

Die Kulisse 220 ist ortsfest mit der Tragschiene 108 verbunden. Beispielsweise ist die Kulisse 220 mit der Tragschiene 108 verschweißt oder verklebt. Die Kulisse 220 weist die schräg zu der Führungsfläche 218 ausgerichtete Schräge 1002 und eine parallel zu der Führungsfläche 218 ausgerichtete Rastfläche 1004 auf. Die Führungsrolle 216 ist in der Geschlossenposition auf der Rastfläche 1004 angeordnet. Von einem Beginn der Schräge 1002 bis zu der Geschlossenposition weist die Kulisse 220 eine Länge kleiner 80 Millimeter auf.

Während einer Schließbewegung rollt die Führungsrolle 216 über die Schräge 1002 nach unten. Dadurch wird der Befestigungspunkt 212 auf der gegenüberliegenden Seite des Drehpunkts 200 angehoben. Der Befestigungspunkt 212 wird um weniger als 15 Millimeter angehoben.

Fig. 11 zeigt eine Darstellung einer gekoppelten Vorrichtung 104 gemäß einem

Ausführungsbeispiel. Die Vorrichtung 104 entspricht dabei im Wesentlichen der

Vorrichtung in Fig. 10. Im Gegensatz dazu liegt der Drehpunkt 200 hier im Wesentlichen auf einer Verbindungslinie zwischen dem Befestigungspunkt 212 und der Führungsrolle 216. Der Drehpunkt 200 ist in einem Koppelglied 1 100 drehbar gelagert. Das

Koppelglied 1 100 koppelt den Drehpunkt 200 mit der Tragrolleneinheit 202. Durch das Koppelglied 1 100 ist eine Bahnkurve des Befestigungspunkts 212 im Wesentlichen quer zu der Tragschiene 108 ausgerichtet.

Fig. 12 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens 1200 zum Abdichten eines

Türflügels für ein Schienenfahrzeug, wobei der Türflügel in einem Schritt 1204 des Bewegens im Bereich einer Geschlossenposition des Türflügels unter Verwendung einer Verschiebeeinrichtung in einer z-Richtung des Schienenfahrzeugs bewegt wird, um ein Dichtungselement des Türflügels gegen ein Gegendichtungselement eines Portals des Schienenfahrzeugs zu pressen. Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird der Schritt 1204 unabhängig von einer weiteren Schließbewegung des Türflügels ausgeführt. Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel wird der Schritt 1204 zusammen oder in Kombination mit einer weiteren Schließbewegung des Türflügels ausgeführt. Dazu weist das Verfahren 1200 beispielsweise ferner einen Schritt 1202 des Führens auf, in dem der Türflügel der Schiebetüre unter Verwendung eines Führungssystems gemäß dem hier vorgestellten Ansatz aus einer Offenposition in einer Schließrichtung bis in einen Bereich einer Geschlossenposition geführt wird. Zwischen der Offenposition und dem Bereich der Geschlossenposition werden zumindest eine in der Schließrichtung ausgerichtete Dichtfläche der Schiebetüre und zumindest ein in der Schließrichtung ausgerichtetes Dichtelement der Schiebetüre unter Verwendung des Führungssystems kontaktlos geführt. Im Schritt 1204 des Anhebens oder Absenkens wird der Türflügel im Bereich der Geschlossenposition unter Verwendung des Führungssystems angehoben oder abgesenkt, um die Dichtfläche und das Dichtelement zu kontaktieren. Vor oder während des Öffnens des Türflügels kann der Schritt 1204 erneut ausgeführt werden, wobei der Türflügel nun, im Vergleich zu der Bewegung während des

Schließvorganges, in die entgegengesetzte z-Richtung bewegt wird, um das

Dichtungselement des Türflügels von dem Gegendichtungselement des Portals zu lösen. Entsprechend kann der Schritt 1202 bei Öffnen erneut ausgeführt werden, wobei der Türflügel ebenfalls, im Vergleich zu der Bewegung während des Schließvorganges, in einer entgegengesetzten Bewegung ausgeführt wird.

Fig. 13 zeigt eine Darstellung einer Vorrichtung 104 zum Abdichten zumindest eines Türflügels 106 für ein Fahrzeug gemäß einem Ausführungsbeispiel. Dabei kann es sich beispielsweise um ein Fahrzeug handeln, wie es anhand von Fig. 1 beschrieben ist. Die Vorrichtung 104 umfasst einen Schwenkhebel 1350 mit einem ersten Führungsarm 1351 und einem zweiten Führungsarm 1352. Der Schwenkhebel 1350 ist

beispielsweise U-förmig oder V-förmig ausgeformt. Die Führungsarme 1351 , 1352 formen Schenkel des Schwenkhebels 1350 aus. In einem Verbindungsbereich der Führungsarme 1351 , 1352 weist der Schwenkhebel 1350 einen Drehpunkt 200 auf, über den der Schwenkhebel 1350 schwenkbar mit einem Türflügel 106 verbindbar und in der in Fig. 13 gezeigten Darstellung verbunden ist. Gemäß diesem

Ausführungsbeispiel weist der Schwenkhebel 1350 im Bereich des Drehpunktes 200 eine runde Durchgangsöffnung auf. Durch die Durchgangsoffnung kann beispielsweise eine mit dem Türflügel 106 gekoppelte Achse oder Welle geführt sein.

Der erste Führungsarm 1351 weist an seinem freien Ende einen ersten

Befestigungspunkt 1355 und der zweite Führungsarm 1352 weist an seinem freien Ende einen zweiten Befestigungspunkt 1356 auf. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel weisen die Führungsarme 1351 , 1352 im Bereich der Befestigungspunkte 1355, 1356 jeweils eine Durchgangsoffnung, beispielsweise zur Aufnahme einer Welle oder Achse auf. Gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist an dem ersten Führungsarm 1351 an dem ersten Befestigungspunkt 1355 eine erste Tragrolle 1360 einer ersten

Tragrolleneinheit 1361 und an dem zweiten Führungsarm 1352 an dem zweiten Befestigungspunkt 1356 zumindest eine zweite Tragrolle 1363 einer zweiten

Tragrolleneinheit 1364 befestigt. Die Tragrolleneinheiten 1361 , 1364 können neben den Tragrollen 1360, 1363 beispielsweise noch Achsen zum Befestigen der Tragrollen 1360, 1363 an den Befestigungspunkten 1355, 1356 umfassen.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist der Schwenkhebel 1350 als eine sich in der x-z- Ebene erstreckende ebene Platte ausgeführt. Alternativ kann der Schwenkhebel 1350 auch zumindest einen Knick aufweisen. Die Befestigungspunkte 1355, 1356 sind in x- Richtung versetzt zueinander angeordnet. Der Drehpunkt 200 ist in Bezug zu der x- Richtung zwischen den Befestigungspunkten 1355, 1356 angeordnet. Wenn die Führungsarme 1351 , 1352 - abweichend von dem in Fig. 13 gezeigten

Ausführungsbeispiel - parallel zueinander verlaufen, kann der Drehpunkt 200 auf einer die Befestigungspunkte 1355, 1356 verbindenden Verbindungslinie angeordnet sein. Wenn die Führungsarme 1351 , 1352, wie in Fig. 13 gezeigt, zueinander abgewinkelt sind, so kann der Drehpunkt in z-Richtung, hier beispielsweise in Richtung einer Unterkante des Türflügels 106 hin, versetzt zu den Befestigungspunkten 1355, 1356 angeordnet sein. Von dem Fahrzeug oder einem Türportal des Fahrzeugs ist in Fig. 13 eine Tragschiene 108 mit einer Führungsfläche 218 und einer Kulisse 220 gezeigt. Die Führungsfläche 218 stellt eine in x-Richtung verlaufende Bahn dar. Die Tragrollen 1360, 1363 sind ausgeformt, um entlang der Führungsfläche 218 rollen zu können. Die Kulisse 220 ist gemäß diesem Ausführungsbeispiel als ein plattenformiges Element ausgeformt, das an der Tragschiene 108 befestigt ist. Ein Rand der Kulisse 220 ist als eine sich schräg zu der Führungsfläche 218 ausgerichtete Schräge 1002 und eine sich an die Schräge 1002 angrenzende und parallel zu der Führungsfläche 218 ausgerichtete Rastfläche 1004 ausgeformt. Die Schräge 1002 beginnt auf Höhe der Führungsfläche 218. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel weist die zweite Tragrolleneinheit 1364 eine einzige zweite Tragrolle 1363 auf, die ausgeformt ist, um auf Höhe der Kulisse 220 nicht weiter auf der Führungsfläche 218 sondern auf der Schräge 1002 sowie der Rastfläche 1004 zu rollen. Somit bildet die Führungsfläche 218 zusammen mit der Schräge 1002 und der Rastfläche 1004 eine Führungsbahn zum Führen der Tragrollen 1360, 1363 während einer Schließbewegung sowie einer Öffnungsbewegung des Türflügels 106. Dabei rollt die erste Tragrolle 1360 gemäß einem Ausführungsbeispiel ausschließlich auf einem durch die Führungsfläche 218 gebildeten Abschnitt der Führungsbahn. Gemäß einem Ausführungsbeispiel beträgt ein Abstand in x-Richtung zwischen dem ersten Befestigungspunkt 1355 und dem Drehpunkt 200 den Wert a und ein Abstand in x-Richtung zwischen dem zweiten Befestigungspunkt 1356 und dem Drehpunkt 200 den Wert b. Der Wert a ist beispielhaft größer, beispielsweise mindestens doppelt so groß wie der Wert b. In der gezeigten Stellung der Vorrichtung 104 wirkt an dem ersten Befestigungspunkt 1355 eine Kraft F1 , an dem zweiten Befestigungspunkt 1356 eine Kraft F2 und an dem Drehpunkt 200 eine Kraft F3 nach unten.

Die Türflügelgewichtskraft F3, am Anbindungspunkt an den Türflügel 106, befindet sich zwischen der ersten Tragrolle 1360 (Kraft F1 ) und der zweiten Tragrolle 1363. Die zweite Tragrolle 1363 fährt im Bereich der Geschlossenlage des Türflügels 106 auf eine als Keil ausgeformte Kulisse 220 auf. Die erste Tragrolle 1360 verfährt gemäß diesem Ausführungsbeispiel ausschließlich auf der als Lauffläche ausgeformten Führungsfläche 218. Die zweite Tragrolle 1363 rollt grundsätzlich auch auf der Führungsfläche 218, fährt jedoch kurz vor der Geschlossenlage auf die Schräge 1002 der Kulisse 220 auf und steuert dadurch die Höhenbewegung des Türflügels 106.

Das Rollenpaar, bestehend aus den Tragrollen 1360, 1363, ist pro Türflügel 106 zumindest an der Vorderkante und der Hinterkante des Türflügels 106 ausgeführt. Somit weist die Vorrichtung 104 gemäß einem Ausführungsbeispiel einen weiteren Schwenkhebel mit weitern Tragrollen und einer weiteren Kulisse auf. Um diese

Anordnung möglichst platzsparend, bezogen auf den Platzbedarf in Längsrichtung (x- Richtung) im Hinblick auf die benötigte Schienenlänge der Tragschiene 108, zu integrieren ist eine gewisse Überlappung möglich. Eine solche Überlappung ermöglicht es der zweiten Tragrolle an der Vorderkante bis zu der Kulisse 220 der zweiten

Tragrolle 1363 an der Hinterkante des Türflügels 106 zu verfahren, wie es in Fig. 14 zu erkennen ist. Der Vorteil der in den Figuren 13 und 14 gezeigten Ausführungsbeispielen besteht darin, dass sich die Kraft F3, also die Gewichtskraft des Türflügels 106 auf die beiden Tragrollen 1360, 1363, auch als Laufrollen bezeichnet, aufteilt. Dadurch kann

vermieden werden, dass die Belastung auf der ersten Tragrolle 1360 höher ist als die Belastung welche durch den Türflügel 106 hervorgerufen wird und der an dem Drehpunkt 200 angreifenden Kraft F3 entspricht.

Fig. 14 zeigt eine Querschnittsdarstellung einer Vorrichtung 104 zum Abdichten zumindest eines Türflügels gemäß einem Ausführungsbeispiel. Dabei kann es sich um eine Querschnittsdarstellung der anhand von Fig. 13 gezeigten Vorrichtung 104 handeln. Dabei ist der Schwenkhebel nicht gezeigt. Dargestellt sind die Tragrollen 1360, 1363, wobei die erste Tragrolle 1360 auf der Führungsfläche 218 der

Tragschiene 108 und die zweite Tragrolle 1363 auf der Rastfläche 1004 der Kulisse 220 aufliegt. Die erste Tragrolle 1360 weist eine Führungsnut 1480 zum Führen der ersten Tragrolle 1360 entlang der Führungsfläche 218 auf. Die zweite Tragrolle 1363 weist eine weitere Führungsnut 1483 zum Führen der zweiten Tragrolle 1363 entlang der Führungsfläche 218 und eine neben der Führungsnut 1483 angeordnete Kulissenfläche 1485 zum Führen der zweiten Tragrolle 1363 entlang der Kulisse 220 auf. Die Kulissenfläche 1485 ist gemäß diesem Ausführungsbeispiel durch einen zylinderförmigen Abschnitt der zweiten Tragrolle 1363 ausgeformt. Die Führungsfläche 218 ist gemäß diesem Ausführungsbeispiel durch einen U-förmigen Abschnitt der Tragschiene 108 ausgeformt.

Fig. 15 zeigt eine Querschnittsdarstellung einer Vorrichtung 104 zum Abdichten zumindest eines Türflügels gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Vorrichtung 104 entspricht dem anhand von Fig. 14 beschriebenen Ausführungsbeispiel, mit dem Unterschied, dass die zweite Tragrolleneinheit mehrteilig, hier beispielsweise zweiteilig ausgeführt ist. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist die anhand von Fig. 14 beschriebene zweite Tragrolle geteilt, um einen Schlupf und somit auch Verschleiß zu minimieren. Somit umfasst die zweite Tragrolleneinheit eine zweite Tragrolle 1563 und eine weitere zweite Tragrolle 1564. Die zweite Tragrolle 1563 weist die weitere

Führungsnut 1483 zum Führen der zweite Tragrolleneinheit entlang der Führungsfläche 218 auf. Die weitere zweite Tragrolle 1564 weist die Kulissenfläche 1485 zum Führen der zweiten Tragrolleneinheit entlang der Kulisse 200 auf. Die beiden zweiten

Tragrollen 1563, 1564 weisen gemäß diesem Ausführungsbeispiel eine gemeinsame Achse auf.

Umfasst ein Ausführungsbeispiel eine„und/oder" -Verknüpfung zwischen einem ersten Merkmal und einem zweiten Merkmal, so ist dies so zu lesen, dass das

Ausführungsbeispiel gemäß einer Ausführungsform sowohl das erste Merkmal als auch das zweite Merkmal und gemäß einer weiteren Ausführungsform entweder nur das erste Merkmal oder nur das zweite Merkmal aufweist.

BEZUGSZEICHENLISTE

100 Schienenfahrzeug

102 Schiebetüre

104 Vorrichtung, Führungssystem

106 Türflügel

107 Portal

108 Tragschiene

1 10 Führungsbahn

1 12 Verschiebeeinrichtung, Schwenkhebel

200 Drehpunkt, Drehachse

202 Tragrolleneinheit

204 Tragrolle

206 Führungsarm

208 Lastarm

210 Lasche, Türflügelträger

212 Befestigungspunkt

214 Führungsrolleneinheit

216 Führungsrolle

218 Führungsfläche

220 Kulisse

600 Dichtfläche

602 Dichtelement

604 Spalt

606 Rahmen

608 Trittleistenprofil

610 Querprofil

700 Dichtelement

702 Dichtfläche

800 Dichtfläche

802 Dichtelement

000 Fortsatz

1002 Schräge 1004 Rastfläche

1 100 Koppelglied

1200 Verfahren zum Abdichten

1202 Schritt des Führens

1204 Schritt des Anhebens oder Absenkens

1350 Schwenkhebel

1351 erster Führungsarm

1352 zweiter Führungsarm

1355 erster Befestigungspunkt

1356 zweiter Befestigungspunkt

1360 erste Tragrolle

1361 erste Tragrolleneinheit

1363 zweite Tragrolle

1364 zweite Tragrolleneinheit

1480 Führungsnut

1483 Führungsnut

1485 Kulissenfläche

1563 zweite Tragrolle

1564 weitere zweite Tragrolle