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Title:
DEVICE FOR SEALING AND EVACUATING A CONTAINER CONTAINING A PASTE-LIKE LIQUID
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/189217
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a follower plate device for sealing and evacuating a container that has a cylindrical inner contour and contains a particularly paste-like liquid (6), said device comprising a seal (8) arranged on a periphery of the device (2) and designed so as to be able to to be inserted into the cylindrical inner contour of the container (4) such that it seals around the periphery, and marking the boundary between an outer side (10) of the device (2) and an inner side (12) of the device (2), and a line (20) extending through from the inner side to the outer side of the follower plate device, arranged on the outer side (10) for connecting to a line connection (18) leading further to an evacuation pump (16). The invention is characterised by a replaceable open-pored porous component (22) through which the line (20) is guided.

Inventors:
TARTLER, Udo (Zur Quelle 25, Lützelbach/Haingrund, 64750, DE)
Application Number:
EP2018/059231
Publication Date:
October 18, 2018
Filing Date:
April 11, 2018
Export Citation:
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Assignee:
TARTLER, Udo (Zur Quelle 25, Lützelbach/Haingrund, 64750, DE)
International Classes:
F16J15/00; B67D7/64; F04F1/06
Foreign References:
US5257723A1993-11-02
US3927576A1975-12-23
US3976229A1976-08-24
DE202004009185U12005-10-27
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
SASSE, Stefan et al. (Hoffmann Eitle Patent- und Rechtsanwälte PartmbB, Arabellastraße 30, München, 81925, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Fassfolgeplatte-Vorrichtung

- zum Abdichten und Evakuieren eines Behälters (4), der eine zylindrische, geradzylindrische oder kreis¬ zylindrische Innenkontur aufweist und eine insbeson¬ dere pastöse Flüssigkeit (6) enthält,

- mit einer Dichtung (8), die auf einem Umfang der Vorrichtung (2) angeordnet und angepasst ist, in die zylindrische Innenkontur des Behälters umfänglich dichtend einsetzbar zu sein, und die eine Außenseite (10) der Vorrichtung (2) von einer Innenseite (12) der Vorrichtung (2) abgrenzt, und

- mit einer Durchleitung (20) von der Innenseite zur Außenseite der Fassfolgeplatte-Vorrichtung, die an der Außenseite (10) zum Anschließen einer weiter zu einer Evakuierungspumpe (16) führenden Leitungsverbindung (18) eingerichtet ist, gekennzeichnet durch

- ein auswechselbares, offenporig poröses Bauteil (22), durch das die Durchleitung (20) hindurchführt.

2. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Bauteil von der Außenseite (10) auswechselbar ist.

3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Anschlussvorrichtung (14) zum Anschließen der weiter zur Evakuierungspumpe (16) führenden Leitungsverbindung (18), in die mindestens der zur Außenseite führende Endabschnitt der Durchleitung (20) sowie das poröse Bauteil (22) auswechselbar integriert ist.

4. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussvorrichtung (14) von außen (10) lösbar an der Fassfolgeplatte-Vorrichtung befestigt ist.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Bauteil (22), al¬ lein oder als Teil einer Baugruppe (14), auswechselbar ist .

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Bauteil (22) ei¬ nen mittleren Porendurchmesser zwischen 0,0001 und 1 mm aufweist .

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Bauteil (22) ei¬ nen mittleren Porendurchmesser zwischen 0,1 und 1 mm für das Abdichten einer hochgradig pastösen Flüssigkeit mit einer Viskosität zwischen 50.000 und 5.000.000 mPas auf¬ weist.

8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Bauteil (22) aus Aluminiumgranulat-Epoxyharz-Verbundwerkstoff besteht .

Description:
Vorrichtung zum Abdichten und Evakuieren eines Behälters mit pastöser Flüssigkeit

Die vorliegende Erfindung verbessert eine Fassfolgeplatte- Vorrichtung zum Abdichten und Evakuieren eines Behälters, der eine zylindrische Innenkontur aufweist und eine insbesondere pastöse Flüssigkeit enthält.

Es ist eine bekannte verfahrenstechnische Aufgabe zum Bei ¬ spiel in der Mehrkomponenten-Kunststoffherstellung und -Verarbeitung, pastöse (hochviskose) Materialien, die in zylind ¬ rischen Fässern, üblicherweise aus Blech oder Kunststoff, ab ¬ gefüllt sind, bei der Weiterverarbeitung mit Pumpen (in der Regel Spezialpumpen für hochviskose Flüssigkeiten) aus den Fässern zu fördern. Da die Materialien nicht immer selbstnivellierend sind, das heißt, so viskos sind, dass sie nicht bloß aufgrund Ihres Eigengewichts eine ebene, horizontale Flüssigkeitsoberfläche ausbilden, werden sogenannte „Fassfol ¬ geplatten" eingesetzt: Folgeplatten sind Deckelvorrichtungen oder Abdichtungsvorrichtungen nach Art eines Zylinderkolbens, die (nach Abnahme des eigentlichen Fassdeckels) senkrecht von oben in das Fass eingesetzt werden und die mit Dichtringen versehen sind, welche die Fassfolgeplatte zur Fasswand voll ¬ umfänglich abdichten. So bilden sie eine hermetisch dichte, starre Abdeckung über der Flüssigkeit und umschließen zusammen mit dem Fassbehälter die Flüssigkeit vollständig und dicht. Die Fassfolgeplatten werden nach dem Einsetzen in das Fass, linear geführt, auf das Material abgesenkt, und zwar zum Beispiel hydraulisch oder pneumatisch oder elektrisch angetrieben oder aufgrund des Eigengewichts der Folgeplatte. Ziel dieses Absenkens ist es, die Unterseite der Folgeplatte möglichst frei von Zwischenräumen und Lufteinschlüssen mit der Flüssigkeit in Kontakt zu bringen, um durch eine Förderöffnung in der Folgeplatte und mittels einer Förderpumpe (die üblicherweise direkt auf der Folgeplatte montiert ist) die Flüssigkeit aus dem Behälter zu fördern. Die für diese Flüssigkeiten verwendeten Behälter sind üblicherweise Fässer, deren Innenraum eine zylindrische, insbe ¬ sondere kreiszylindrische Innenkontur aufweisen (möglicherweise mit aussteifenden Umfangs- oder Längssicken) , wobei die Innenkontur üblicherweise ohne Verjüngung in eine Außenöff ¬ nung des Innenraums, nämlich in die Fassöffnung nach außen mündet .

Jedenfalls ist es für das Pumpen hochviskoser Flüssigkeiten insbesondere wegen der Beschaffenheit der dazu verwendeten Pumpen wesentlich, dass sich in der Flüssigkeit, also insbe ¬ sondere auch im Fass und unter der Fassfolgeplatte möglichst keine oder zumindest nur möglichst wenige und möglichst klei ¬ ne Lufteinschlüsse befinden.

Daraus ergibt sich das Problem beim Einsetzen der Fassfolgeplatte - und im industriellen Prozessablauf folglich regelmä ¬ ßig beim Fasswechsel, wenn nämlich ein Fass leer ist und also gegen ein volles Fass ausgetauscht werden muss, so gut, wie irgend möglich, sicher zu stellen, dass keine Luft in die Förder- und Dosierpumpe gelangt. Da die Fässer meist nicht randvoll abgefüllt sind, ergibt sich eine gewisse Luftmenge von der Materialoberfläche bis zur Einsetzebene der Fassfol ¬ geplatte (Deckelöffnung des Fasses) . Diese Luft entweicht im Stand der Technik durch Entlüftungseinrichtungen zum Beispiel in Form von Bohrungen mit manuellem Verschluss, etwa ähnlich einer Gewindestange, oder durch manuelle, pneumatische oder elektrische Kugelhähne. Diese Entlüftungseinrichtungen werden geöffnet, wenn die Fassfolgeplatte in das Fass eingefahren wird. Der entstehende Luftdruck kann über die Entlüftungseinrichtung entweichen. Hierbei schon zu Beginn besteht Spritzgefahr von Material durch die Entlüftungseinrichtung nach außen, da zum Beispiel von dem letzten Fasswechsel noch Material in der Entlüftungseinrichtung enthalten sein kann. Es kann zudem zu einem unkontrolliert schnellen Absacken der Fassfolgeplatte kommen, wenn die Luft schlagartig entweicht. Da die Entlüftungseinrichtung so lange offen bleiben muss, bis abso- lut keine Luft mehr enthalten ist, lässt es sich für den Anwender bekanntlich oftmals nicht vermeiden, von oben in das Fass zur soweit abgesenkten Fassfolgeplatte zu greifen, um zum Beispiel Becher zu wechseln, in denen das Material aus der Entlüftungseinrichtung aufgefangen wird. Somit kann bei ruckartigem Absenken der Fassfolgeplatte oder auch durch die Spritzgefahr auf den Anwender schwere Verletzung die Folge sein .

Prozesstechnisch ist Luft im System ein höchst nachteiliges Ereignis, weil die Förderpumpen ab einer gewissen Menge und Größe der Lufteinschlüsse diese nicht gegen das in dem System befindliche Material verdichten können und/oder weil die eingebrachte Luft zu Mischungsverhältnisproblemen oder sogar zum Prozessabbruch führt. Somit nehmen Anwender oftmals in Kauf, eine große Menge von Material aus der Entlüftungseinrichtung zu entnehmen (und also zu verlieren) , um so gut wie möglich sicher zu stellen, dass keine Luft im System verbleibt.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zum Abdichten sowie Absaugen von Luft aus einem Behälter, insbesondere oberhalb einer pastösen Flüssigkeit darin sowie unterhalb einer Fassfolgeplatte, zu schaffen, die prozess- und anwenderfreundlicher, und kostensparend ist und insbesondere die zuvor genannten Nachteile überwindet.

Diese Aufgabe wird von einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die erfindungsgemäße Fassfolgeplatte-Vorrichtung dient dem Abdichten sowie dem Absaugen von Luft aus einem Behälter, der eine zylindrische Innenkontur aufweist und eine insbesondere pastöse Flüssigkeit enthält, zum Beispiel in den hier ein ¬ gangs beschriebenen verfahrenstechnischen Prozessen. Die Erfindung verhindert dabei Lufteintrag in das System, Spritzge- fahr, Materialverlust sowie Gefahr für die Anwender beim Einsetzen der Vorrichtung und insbesondere beim Behälterwechsel.

Die erfindungsgemäße Fassfolgeplatte-Vorrichtung weist eine Dichtung auf, die auf einem Umfang der Vorrichtung angeordnet und angepasst ist, in die zylindrische Innenkontur eines Be ¬ hälters (insbesondere eines der bereits beschriebenen Behäl ¬ ter) umfänglich dichtend ersetzbar zu sein. Vorzugsweise mündet die Innenkontur des Behälters, an die die erfindungsgemä ¬ ße Vorrichtung angepasst ist, ohne Verjüngung in eine Öffnung nach außerhalb des Behälters. Die Innenkontur ist vorzugswei ¬ se kreiszylindrisch; sie ist besonders bevorzugt die kreiszy ¬ lindrische Innenkontur eines glattwandigen Stahlblech- Deckelfasses mit Spannring-Verschluss (zum Beispiel: deren Durchmesser in einer verbreiteten Ausgestaltung 572 mm beträgt) oder eines Gebindes aus Kunststoff. Die Innenkontur, an die die Erfindung angepasst ist, kann Sicken (oder andere Strukturen zum Beispiel zur Fassversteifung) aufweisen, und zwar insbesondere in Richtung der Zylinderachse. Dazu ist die Dichtung vorzugsweise angepasst, indem sie sich zum Beispiel in die Form dieser Struktur elastisch einschmiegt.

Die Dichtung der erfindungsgemäßen Fassfolgeplatte- Vorrichtung grenzt eine Außenseite der Vorrichtung von einer Innenseite der Vorrichtung ab.

Eine Durchleitung führt von der Innenseite zur Außenseite der Fassfolgeplatte-Vorrichtung. An der Außenseite ist die Durchleitung zum Anschließen einer weiter zu einer Vakuumpumpe o- der Evakuierungspumpe führenden Leitungsverbindung eingerichtet .

Die Durchleitung führt durch ein offenporig poröses Bauteil hindurch, Das poröse Material lässt mittels der Vakuumpumpe abzusaugendes Gas (insbesondere Luft) hindurch, während es für die insbesondere pastöse Flüssigkeit im Behälter eine Art Labyrinthdichtung darstellt. Das poröse Bauteil besteht vor- zugsweise aus Aluminiumgranulat-Epoxyharz- Verbundwerkstoff wie zum Beispiel Metapor®. Es eignen sich aber überhaupt auch alle Materialien und Strukturen (und sind mit offenporig porös gemeint) , die Luft durchlassen und nur minimal oder sehr wenig Flüssigkeit (so dass insbesondere viskose Flüssigkeit möglichst wenig in die Poren eindringen und sich dort festsetzen kann) . Zum Beispiel auch Flies wie Goretex® ist denk ¬ bar, wobei solche nicht eigenstabilen Materialien und Strukturen eine formhaltende Stützstruktur erfordern können.

Das poröse Bauteil ist auswechselbar, und zwar besonders be ¬ vorzugt von der Außenseite der Fassfolgeplatte-Vorrichtung aus, um es nämlich schnell und einfach ersetzen zu können, falls doch Flüssigkeit in Poren eindringen und sich dort festsetzen konnte, so dass die Durchgängigkeit des porösen Bauteils verschlechtert ist. Das poröse Bauteil ist besonders bevorzugt nur so groß, dass es einen Querschnitt der Durch ¬ leitung vollständig ausfüllt oder abdeckt und in der Durch ¬ leitung sicher positioniert und auswechselbar ist.

An der Außenseite der Vorrichtung kann eine Anschlussvorrichtung angeordnet sein, die auf das (direkte) Anschließen einer Vakuumpumpe eingerichtet ist. Oder an die Anschlussvorrich ¬ tung lässt sich (indirekt) eine Leitung anschließen, die dann mit einer Vakuumpumpe in Leitungsverbindung steht. „Vakuumpumpe" oder „Evakuierungspumpe" steht für eine Gasförderpumpe oder -anläge, die eingerichtet ist, Unterdrück zu erzeugen (und möglicherweise insbesondere zum Demontieren eines ent ¬ leerten Fasses in den oben beschriebenen Prozessen, wenn nämlich die Fassfolgeplatte herausgefahren wird, auch Überdruck) .

In die Anschlussvorrichtung kann mindestens der zur Außenseite führende Endabschnitt der Durchleitung integriert sein, die von der Innenseite zur Außenseite der Fassfolgeplatte- Vorrichtung führt. In die Anschlussvorrichtung kann zudem das offenporig poröse Bauteil auswechselbar integriert sein, durch das die Durchleitung hindurchführt.

Mittels der Erfindung kann beim Aufsetzen der Fassfolgeplatte, direkt durch die Fassfolgeplatte hindurch, die Luft im Behälter über der Flüssigkeitsoberfläche (aber auch im Flüs ¬ sigkeitsmaterial, dort insbesondere in Form von Einschlüssen oder Blasen nahe unter der Materialoberfläche) abgesaugt wer ¬ den .

Die Vakuumentlüftung durch das offenporig poröse Bauteil hindurch verhindert den bisherigen (immer mit Materialverlust verbundenen) Materialaustrag, der bei der herkömmlichen Entlüftung als Kontrollphänomen nötig war. Denn nun wird die Luft wird mittels Vakuumpumpe abgesaugt, aber das pastöse Ma ¬ terial dringt (wegen geringer Porengröße von vorzugsweise un ¬ ter 1mm, aber auch wegen der „labyrinthischen" Beschaffenheit des offenporig porösen Materials) nicht oder allenfalls nur geringfügig in das pastöse Material ein. Auch muss nun wäh ¬ rend des Fasswechsels kein Mensch an der Vorrichtung aktiv werden, so dass die damit verbundenen Gefährdungen ausgeschlossen werden können:

Die Fassfolgeplatte kann mittels der Erfindung nämlich, unter Vakuum, gesteuert und langsam abgesenkt werden (zum Beispiel mittels einer Verfahrvorrichtung, die hier nicht weiter beschrieben ist, zum Verfahren der Folgeplatte) , um schließlich auf die Flüssigkeitsoberfläche aufzusetzen. Dies erfolgt nun erfindungsgemäß, ohne dass beim Aufsetzen der Folgeplatte durch die Anschlussvorrichtung der Vakuumleitung Material auf die Außenseite gelangt, und zwar wegen der Labyrinthdichtungsfunktion des porösen Bauteils. Dass dann der Raum über der Flüssigkeit vollständig evakuiert ist und die Folgeplatte vollständig auf der Flüssigkeit aufliegt, ist erfindungsgemäß steuerungs- oder regelungstechnisch gut darstellbar, weil dann, wenn die Luft abgesaugt ist und nun Flüssigkeit von der Innenseite des Behälters gegen das poröse Bauteil gesaugt wird, der Saugdruck schlagartig ansteigt.

Besonders bevorzugt ist es auch unter diesem Aspekt, die Durchleitung an der höchsten Stelle der Innenseite der Folgeplatte (in deren bestimmungsgemäßer Orientierung eingesetzt in ein senkrecht stehendes Fass) anzuordnen. An einer Folge ¬ platte-Vorrichtung können auch mehrere solcher Durchleitungen (zum Beispiel in mehreren Anschlussvorrichtungen) integriert sein (die dann vorzugsweise alle zu einer Vakuumpumpe führen.

So können auch Störungen (etwa in einer Mischmaschine in einem folgenden Dosier- und Entnahmeprozess ) durch Luft zwischen Flüssigkeitsoberfläche und Fassfolgeplatte vermieden werden: Nun kann nämlich (durch pneumatische oder hydraulische Zylinder oder mittels elektrischer Einheiten) durch Aufpressen der Folgeplatte auf das Material die Flüssigkeitsför ¬ derpumpe (die sich zum Beispiel auf der Folgeplatte befindet) befüllt werden: Material wird in die Förderpumpe gepresst - und dies erfolgt ohne Lufteinschlüsse, weil schon vor und dann während des Absenkens der Raum über der Flüssigkeit (durch den hindurch die Folgeplatte abgesenkt wird) evakuiert wird und folglich keine Luft mit in die Förderpumpe gepresst wird .

Sollte das poröse Bauteil verschmutzt sein und/oder nicht mehr genügend gut durchgängig, ist es vorteilhaft, es auszu ¬ tauschen - und daher ist es erfindungsgemäß austauschbar: Vorzugsweise ist die Anschlussvorrichtung (gegebenenfalls) von außen lösbar an der Fassfolgeplatte-Vorrichtung befestigt. Vorzugsweise ist das poröse Bauteil, allein oder als Teil einer Baugruppe, auswechselbar in der Anschlussvorrichtung integriert. Besonders bevorzugt ist das poröse Bauteil ein kreisscheibenförmiges Element aus einem offenporig porö ¬ sen Material, und zwar besonders bevorzugt aus Metapor® ver ¬ schiedener Porosität. Von außen austauschbar oder auswechselbar bedeutet dabei insbesondere von der Außenseite der Vor- richtung und insbesondere auch, ohne dazu die Folgeplatte und/oder andere Elemente, die die Flüssigkeit im Behälter ab ¬ decken und/oder berühren, demontieren und/oder aus dem Behälter 4 entfernen zu müssen.

Für das poröse Bauteil hat sich - in Abhängigkeit von der Viskosität und der Phasenstabilität des abzudichtenden Mate ¬ rials - ein in mittlerer Porendurchmesser zwischen 0,0001 und 1 mm bewährt. So ist für ein Material mit einer Viskosität ungefähr wie Wasser (oder für ein höherviskoses, aber phaseninstabiles Material, welches bei dem Evakuierungsunterdruck eine Phase mit einer Viskosität ungefähr wie Wasser abschei ¬ det) ein mittlerer Porendurchmesser zwischen ca. 0,001 und 0,01 mm geeignet, während ein mittlerer Porendurchmesser zwischen 0,1 und 1 mm für das Abdichten einer pastösen Flüssigkeit mit einer Viskosität zwischen 50.000 und 200.000 mPas vorteilhaft ist wie zum Beispiel Raku-Tool® CP-6070 der Firma Rampf Tooling oder eines ähnlichen Materials anderer Hersteller .

Durch die gleiche erfindungsgemäße Fassfolgeplatte- Vorrichtung kann beim Herausfahren (mittels eines zum Beispiel hydraulischen, pneumatischen oder elektrischen Aktua- tors) der vorzugsweise senkrecht linear geführten Fassfolge ¬ platte-Vorrichtung aus dem Behälter (zum Beispiel zum Tausch eines leeren Fasses gegen ein volles) auch die Luft einge ¬ bracht oder eingeblasen werden, damit kein Unterdruck durch das Herausfahren der Fassfolgeplatte die Demontage behindert. Zumindest denkbar ist auch ein aktiv „pneumatisches" Heraus ¬ fahren der Vorrichtung, indem Luft unter die Vorrichtung gepumpt und die Vorrichtung so aus dem Behälter heraus gedrückt wird - sowie besonders bevorzugt die Kombination aus aktivem Herausfahren mittels Aktuator und Drucklufteintrag unter die Folgeplatte. Jedenfalls wird dann beim Einbringen zudem vorteilhafterweise die möglicherweise (beim letzten Absaugen der Luft) in das poröse Bauteil eingebrachte Flüssigkeit wieder in den Behälter zurück geblasen, wodurch die dadurch soweit vielleicht beeinträchtigte Funktion des porösen Bauteils wie- der hergestellt (oder zumindest wieder hinreichend verbes ¬ sert) werden kann - und so der Austausch des porösen Bauteils durch eine neue als Ersatzteil verzögert werden kann.

Die Erfindung gemeinsam mit darauf eingerichteter Steuerung kann dafür sorgen, dass vollautomatisches Ein- und Ausfahren der Fassfolgeplatte zu einem sicheren und problemlosen Stan- dardprozess wird, welcher zudem Kosten spart, weil kein Mate ¬ rial verloren geht. Fasswechsel insbesondere auch der ver ¬ breiteten zylindrischen Spannring-Deckelfässer mit pastösen Materialien zum Beispiel beim industriellen Mischprozess von zwei- oder mehrkomponentigem Kunststoff können ohne Material ¬ verlust und mit wesentlich erhöhter Sicherheit auch für den Dosierprozess durchgeführt werden.

Diese und weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden anhand der folgenden Abbildungen eines Ausführungsbeispiels der Erfindung weiter beschrieben. Darin zeigen

Fig. 1 nach dem Stand der Technik eine geschnittene Seitenansicht einer Fassfolgeplatte mit Anschlussvorrich ¬ tung für eine Vakuumleitung,

Fig. 2 nach dem Stand der Technik die Anschlussvorrichtung als Ausschnitt aus Figur 1

Fig. 3 gemäß der Erfindung eine geschnittene Seitenansicht einer Fassfolgeplatte mit Anschlussvorrichtung für eine Vakuumleitung und

Fig. 4 nach dem Stand der Technik die Anschlussvorrichtung als Ausschnitt aus Figur 3.

Die abgebildeten Vorrichtungen 2, 2 λ dienen dem Abdichten sowie dem Absaugen von Luft aus einem Behälter 4, der eine zylindrische Innenkontur aufweist und eine insbesondere pastöse Flüssigkeit 6 enthält. Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist eine Dichtung 8 auf, die auf einem Umfang der Vorrichtung 2 angeordnet und ange- passt ist, in die kreiszylindrische Innenkontur eines Behäl ¬ ters 4 umfänglich dichtend ersetzbar zu sein. Die Dichtung 8 der erfindungsgemäßen Vorrichtung grenzt eine Außenseite 10 der Vorrichtung 2 von einer Innenseite 12 der Vorrichtung ab.

An der Außenseite 10 der Vorrichtung 2 ist eine Anschlussvorrichtung 14 14 angeordnet, die auf das Anschließen einer Vakuumpumpe 16 (nur schematisch als Symbol abgebildet) einge ¬ richtet ist: An die Anschlussvorrichtung 14 14 lässt sich eine Leitung 18 (nur schematisch als Linie abgebildet) an ¬ schließen, die dann mit einer Vakuumpumpe 16 in Leitungsverbindung steht.

In die Anschlussvorrichtung 14 14 ist eine Durchleitung 20, 20 λ (entlang der Mittellinie 20, 20 λ ) integriert, die von der Innenseite zur Außenseite der Fassfolgeplatte-Vorrichtung führt .

In die Anschlussvorrichtung 14 gemäß der Erfindung (Fig. 3 und 4) ist zudem ein auswechselbares, offenporig poröses Bau ¬ teil 22 integriert, durch das die Durchleitung 20 hindurchführt. Das poröse Bauteil 22 lässt mittels der Vakuumpumpe 16 abgesaugte Luft hindurch, während es für die pastöse Flüssig ¬ keit 6 im Behälter eine Art Labyrinthdichtung darstellt (in Figur 3 und 4 sind Behälter 4, Flüssigkeit 6 und Vakuumpumpe 16 nicht dargestellt, jedoch in gleicher Weise um die erfin ¬ dungsgemäße Vorrichtung 2 in Figur 3 und 4 angeordnet, wie in Figur 1 und 2 um die Vorrichtung 2 λ nach dem Stand der Technik) .

Mittels der Erfindung wird beim Aufsetzen der Fassfolgeplatte 2 auf den Behälter 4 direkt durch die Fassfolgeplatte 2 hin ¬ durch die Luft im Behälter 4 über der Flüssigkeitsoberfläche abgesaugt, wobei die Vakuumentlüftung durch das auswechselba- re, offenporig poröse Bauteil 22 hindurch den bisherigen (immer mit Materialverlust verbundenen) Materialaustrag über ¬ flüssig macht, der bei der herkömmlichen Entlüftung mittels Kugelhahn 14 λ als Kontrollphänomen regelrecht nötig war (nur durch Materialaustritt aus der Anschlussvorrichtung 14 λ nach dem Stand der Technik wurde bei Absaugen an der höchsten Stelle der Fassfolgeplatte erkennbar, dass sämtliche Luft oberhalb der Flüssigkeitsoberfläche 6 abgesaugt war) . Mittels der Vakuumpumpe 16 nämlich wird die Luft durch das auswech ¬ selbare, offenporig poröse Bauteil 22 hindurch abgesaugt, welche jedoch (wegen geringer Porengröße, aber auch wegen der „labyrinthischen" Beschaffenheit des offenporig porösen Materials 22) das pastöse Material 6 kaum eindringen lässt. Die Fassfolgeplatte 2 kann nun mittels der Erfindung, unter Vaku ¬ um, gesteuert und langsam abgesenkt werden, um schließlich auf die Flüssigkeitsoberfläche 6 aufzusetzen. Dies erfolgt erfindungsgemäß, ohne dass beim Aufsetzen der Folgeplatte 2 durch die Anschlussvorrichtung 16 der Vakuumleitung 18 Material 6 auf die Außenseite 10 gelangt und dort Menschen und Vorrichtungen gefährdet wie beim Kugelhahn 14 λ gemäß dem Stand der Technik (Figur 1 und 2) - nämlich wegen der Labyrinthdichtungsfunktion des porösen Bauteils 22.

Dass dann der Raum über der Flüssigkeit 6 vollständig evaku ¬ iert ist und die Folgeplatte 2 vollständig auf der Flüssig ¬ keit 6 aufliegt, ist erfindungsgemäß steuerungs- oder rege ¬ lungstechnisch gut darstellbar, weil dann, wenn die Luft abgesaugt ist und nun Flüssigkeit 6 von der Innenseite des Be ¬ hälters 4 gegen das poröse Bauteil 22 gesaugt wird, der Saug ¬ druck schlagartig ansteigt.

Die Durchleitung 20 ist an der höchsten Stelle der Innenseite der Folgeplatte 2 (in deren bestimmungsgemäßer Orientierung wie abgebildet eingesetzt in ein senkrecht stehendes Fass 4 mit also senkrechter Achse des Behälters) angeordnet. Sollte das poröse Bauteil 22 verschmutzt sein und/oder nicht mehr genügend gut durchgängig, ist es auszutauschen - und daher wie abgebildet austauschbar - nämlich von außen (von der Außenseite 10), insbesondere also, ohne die Folgeplatte aus dem Behälter 4 demontieren zu müssen: Die Anschlussvorrichtung 14 insgesamt ist von außen lösbar an der Fassfolgeplat ¬ te-Vorrichtung 2 befestigt (Fig. 4), indem sie (mittels eines Außengewindes 24) zunächst teilweise in Form einer Hülse 26 in eine Durchgangsbohrung mit Innengewinde 28 (in das von der Außenseite 10 ein Außengewinde eingeschraubt werden kann) von außen einschraubbar (und gemäß Abbildungen eingeschraubt) ist. Das poröse Bauteil 22 wiederum ist dann auswechselbar in der Anschlussvorrichtung 14 (integrierbar und gemäß Abbildungen integriert) , nämlich als flaches, insbesondere scheiben ¬ förmiges, insbesondere kreisscheibenförmiges Element 22, aus ¬ schließlich aus offenporig porösem Material 22, das von der Außenseite 10 den Ausgang 30 der Hülse 26 überdeckend (insbe ¬ sondere koaxial) auf den Ausgang 30 der Hülse 26 aufsetzbar

(und gemäß Abbildungen aufgesetzt) ist. Die abgebildete Aus ¬ gestaltung zeigt, wie es in einem Gewindeflansch 32 der Hülse 26 der Anschlussvorrichtung 14 zentriert und/oder mittels Dichtungen 34 gedichtet in den Hülsenausgang 30 einsetzbar

(und gemäß Abbildungen eingesetzt) ist. Eine Konterhülse 36 ist dann (sozusagen zur Vervollständigung der Anschlussvorrichtung 14 und insbesondere wiederum mittels Dichtungen 34 gedichtet) von der Außenseite 10 in den Gewindeflansch 32 gegen das offenporig poröse Element 22 schraubbar (und gemäß Abbildungen geschraubt) , um es insgesamt in der Anschlussvorrichtung 14 festzusetzen und zu befestigen. Bezugszeichenliste

Fassfolgeplatte-Vorrichtungen 2, 2 λ ( λ bedeutet , Stand der Technik")

Behälter 4 pastöse Flüssigkeit 6 Dichtung 8

Außenseite 10 der Fassfolgeplatte-Vorrichtung 2 Innenseite 12 der Fassfolgeplatte-Vorrichtung 2 Anschlussvorrichtung 14, 14 λ Vakuumpumpe 16

Leitung 18 (nur schematisch als Linie abgebildet) Durchleitung 20, 20 λ (entlang der Mittellinie 20, 20 offenporig poröses Bauteil 22 Außengewinde 24 Hülse 26

Durchgangsbohrung mit Innengewinde 28 Ausgang 30 der Hülse 26 Gewindeflansch 32 Dichtungen 34 Konterhülse 36