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Title:
DEVICE FOR SECURING GOODS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/100857
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for securing items, particularly displayed goods, against unauthorized pickup, against unauthorized opening and/or unauthorized removal of the goods from a packaging (2). The device (1) comprises a base part (8) and an attachment part (9), which can be connected via a coupling (15), wherein a closure (17) is provided on the coupling (15), preventing unauthorized separation of the two parts (8, 9). The two parts (8, 9) can be arranged at an edge or corner (3) of the packaging (2), wherein the edge or corner (3) is formed by at least two mutually adjoining walls (5, 7), which delimit a slot (4, 6) or a similar opening between them, the base part (8) comprising a first anchoring element (10) that can be inserted into the slot (4) or the opening and engages behind a wall (5), and the base part (8) and/or the attachment part (9) comprising a second anchoring element (14) that can be inserted at an angle in comparison to the first anchoring element into the slot or the opening and engages behind another wall (7) of the corner (3) in such a way that within the packaging (2) an anchoring is formed that prevents the unauthorized detachment of the device (1) from the packaging (2).

Inventors:
BRENNER, Rainer (Am Geigenberg 2, Teningen-Köndringen, 79331, DE)
Application Number:
EP2009/000829
Publication Date:
August 20, 2009
Filing Date:
February 06, 2009
Export Citation:
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Assignee:
BRENNER, Rainer (Am Geigenberg 2, Teningen-Köndringen, 79331, DE)
International Classes:
G08B13/14
Attorney, Agent or Firm:
MAUCHER, Wolfgang (Maucher, Börjes und KollegenUrachstrasse 23, Freiburg i. Br., 79102, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Vorrichtung zur Sicherung von verpackten Gegenständen, wie insbesondere ausgestellte Waren, gegen unbefugtes Mitneh- men, gegen unbefugtes öffnen und/oder unbefugtes Entfernen der Ware aus einer Verpackung (2) , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) ein Basisteil (8) und ein Aufsatzteil (9) aufweist, die durch eine Kupplung (15) verbindbar sind, wobei an der Kupplung (15) eine Verriege- lung (17) vorgesehen ist, die ein unbefugtes Trennen der beiden Teile (8, 9) verhindert, dass die beiden Teile (8, 9) an einer Kante oder Ecke (3) der Verpackung (2) anor- denbar sind, wobei die Kante oder Ecke (3) durch wenigstens zwei aneinander grenzende Wandungen (5, 7) gebildet ist, die zwischen sich wenigstens einen Schlitz (4, 6) oder dergleichen öffnung begrenzen, dass das Basisteil (8) ein erstes Ankerelement (10) aufweist, das in den Schlitz (4) oder die öffnung einführbar ist und eine Wandung (5) hintergreift und das Basisteil (8) und/oder das Aufsatz- teil (9) ein zweites Ankerelement (14) aufweist, das winklig zum ersten Ankerelement in den Schlitz oder die öffnung einführbar ist und eine andere Wandung (7) der Ecke (3) hintergreift, so dass innerhalb der Verpackung (2) eine Verankerung gebildet wird, die verhindert, dass die Vorrichtung (1) unerlaubt von der Verpackung (2) gelöst werden kann.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerelemente (10, 14) innerhalb der Verpackung (2) im Wesentlichen rechtwinklig zueinander stehen.

3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerelemente (10, 14) im Wesent-

liehen zungen- , gabel- oder klammerförmig ausgebildet sind.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Basisteil (8) und/oder in dem

Aufsatzteil (9) ein Sicherungs-Etikett für eine elektronische Artikelsicherung (EAS) integriert ist.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Basisteil (8) ein stabförmiges

Kupplungselement (15) angeordnet ist und das Aufsatzteil (9) eine öffnung zum Einführen des Kupplungselements (15) aufweist .

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelung (17) magnetisch, mechanisch oder elektrisch lösbar ist.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Aufsatzteil (9) eine Alarmelektronik (18) mit wenigstens einem Alarmsensor (22, 23, 24) zur Erfassung eines Alarmzustands und wenigstens ein Signalgeber (19, 20) zur Anzeige eines Alarms angeordnet ist .

8. Vorrichtung zur Sicherung von Gegenständen und/oder ausgestellten Waren, gegen unbefugtes Mitnehmen, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Alarmelektronik (18) mit wenigstens einem Alarmsensor (22, 23, 24) zur Er- fassung eines Umgebungszustands und wenigstens einen Signalgeber (19, 20) zur Anzeige eines Alarms aufweist.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch

gekennzeichnet, dass in der Vorrichtung als Alarmsensor ein Helligkeitssensor (23) zum Messen der Umgebungshelligkeit vorgesehen ist, wobei die Alarmelektronik (18) den Messwert mit einer Referenzhelligkeit vergleicht und beim Unterschreiten einer einstellbaren Helligkeit einen Alarm auslöst .

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Alarmsensor ein Helligkeitssensor (24) zum Messen der Innenraumhelligkeit innerhalb der Verpackung (2) angeordnet ist, wobei die Alarmelektronik (18) den Messwert mit einer Referenzhelligkeit vergleicht und beim überschreiten einer einstellbaren Helligkeit einen Alarm auslöst.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine adaptive Steuerung der Hellig- keitssensoren (23, 24) zur Anpassung der Referenzhelligkeit vorgesehen ist.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Bewegungssensor (22) aufweist.

13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungssensor (22) bei Bewegung die Alarmelektronik

(18) und/oder den Alarmsensor (23, 24) und/oder einen insbesondere optischen und/oder akustischen Signalgeber

(19) einschaltet oder aktiviert.

14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung wenigstens einen Zwischenspeicher zum Aufzeichnen von Bewegungsmustern

aufweist und wenigstens eine Auswerteeinheit aufweist, zum Zuordnen dieser Bewegungsmuster zu verschiedenen Alarmzuständen .

15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungssensor ein amorphes Element ist.

16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das amorphe Element auf einer akustisch-akustischen und beschleunigungstechnischen Wirkungsweise basiert und eine Bewegung und/oder ein Bewegungsmuster aufgrund von nichtlinearen Transformationen und korrelierten Größen erkennbar und zuordenbar ist.

17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Alarmelektronik (18) durch Schließen der Verriegelung (17) eingeschaltet wird.

18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Alarmelektronik (18) durch öffnen der Verriegelung (17) ausgeschaltet wird.

19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aktivierung und/oder Deaktivierung der Alarmelektronik (18) eine zusätzliche Legitimation vorgesehen ist.

20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass als zusätzliche Legitimation die

Auswertung einer kontaktlos oder kontaktgebunden übertragenen Information vorgesehen ist.

21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass als zusätzliche Legitimation wenigstens ein durch einen Bewegungssensor erfassbares Bewegungsmuster vorgesehen ist.

/Zusammenfassung

Description:

Vorrichtung zur Sicherung von Waren

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Sicherung von Gegenständen, wie insbesondere ausgestellte Waren, gegen unbefugtes Mitnehmen, gegen unbefugtes öffnen und/oder unbefug- tes Entfernen der Ware aus einer Verpackung.

Im Einzelhandel entstehen durch Diebstahl jährlich Verluste im Milliarden-Euro Bereich, wobei etwa 40% der Schadenssumme auf Kundendiebstahl entfallen und etwa 30% durch Mitarbeiterdieb- stahl verursacht wird.

Es besteht daher auf Seiten des Einzelhandels verstärkt Nachfrage nach technischen Warensicherungs-Systemen, die den Diebstahl von Waren durch Kunden und auch durch Mitarbeiter zielge- richtet erschweren oder unterbinden können. Insbesondere hochwertige oder teure Waren, wie beispielsweise Parfüm, Kosmetik- und Pflegeprodukte, elektronische Geräte, Software, CDs und DVDs usw. sind potentiell diebstahlsgefährdet, da sie oft klein und leicht sind und daher einfach eingesteckt werden können.

Als Diebstahlschutz hat sich im Einzelhandel die sogenannte Elektronische Artikelsicherung (EAS) etabliert, die durch mehrere unterschiedliche Technologien realisiert sein kann. Im Einsatz befinden sich akustomagnetische (AM) , elektromagneti- sehe (EM) und radiofrequente (RF) Systeme, die hinreichend bekannt sind und auf die daher nicht näher eingegangen wird. Relativ neu ist in diesem Bereich die RFID Technologie, die jedoch in der Anwendung noch zu teuer ist.

Allen Lösungen gemeinsam ist jedoch, dass an der Ware eine Art Sicherungs- (EAS-) Etikette angebracht werden muss, die durch eine Alarmvorrichtung, beispielsweise am Ausgang, aktivierbar oder erkennbar ist. Die EAS-Etikette ist ein passives oder aktives Element, das beispielsweise in Form von Klebe- oder Einwurfetiketten sieht- oder unsichtbar an oder in der Verpackung angebracht werden kann. Beim Bezahlen werden diese EAS- Etiketten in der Regel an der Kasse deaktiviert oder zerstört, so dass beim Durchschreiten der Alarmvorrichtung kein Alarm ausgelöst wird. Daraus ergibt sich der größte Nachteil dieser Lösungen: die EAS-Etiketten verbleiben an der Verpackung und stehen dem Anwender somit für einen weiteren Einsatz nicht mehr zur Verfügung. Die EAS-Etiketten müssen daher immer neu gekauft werden, wodurch laufende Kosten in nicht unerheblicher Höhe entstehen.

Darüber hinaus können die EAS-Etiketten-Systeme beispielsweise durch Metalltüten oder durch den Körper abgeschirmt und somit umgangen werden oder im Laden entfernt oder zerstört werden.

Um ein unbefugtes Entfernen einer solchen Sicherungs-Etikette zu verhindern, schlägt die DE 39 16 615 beispielsweise vor, in die Etikette eine Alarmelektronik aufzunehmen, die wenigstens einen Alarmsensor aufweist, der auf den zu sichernden Gegens- tand anspricht. Die Etikette weist beispielsweise einen mechanischen Schalter auf, der durch Kontakt mit dem Gegenstand betätigt ist. Beim unbefugten Entfernen der Etikette vom Gegenstand wird der Schalter geöffnet und ein Alarm ausgelöst. Solange die Etikette jedoch an dem Gegenstand verbleibt wird kein Alarm ausgelöst. Dieses System kann daher nicht verhindern, dass die gesicherten Gegenstände, eventuell unter einer EAS-Abschirmung, aus dem Laden geführt werden können.

Zur Sicherung von Kleidung hat sich ein System etabliert, das EAS mit einer mechanischen Einrichtung verbindet. Em Plastik- teil enthält einen Metallnagel, der durch das Gewebe gesteckt werden kann. Auf der anderen Seite wird der Nagel durch eine Verriegelung gesichert, die an der Kasse durch einen Magnet- öffner geöffnet werden kann. Zusätzlich steckt in dem Plastik- teil ein EAS-Etikett, das am Ausgang einen Alarm auslösen kann. Darüber hinaus kann sich in dem Plastikteil eine Farbstoffpatrone befinden, die beim gewaltsamen öffnen der Verriegelung am Kleidungsstück platzt und den Farbstoff auf das Kleidungsstück freigibt. Diese Systeme eignen sich jedoch nicht für verpackte Waren, da die Verpackung dazu durchbohrt werden müsste.

Eine weitere bekannte Diebstahl-Schutzeinrichtung für Verpa- ckungen sind sogenannte „Spider", wobei ein Draht wie ein Geschenkband um die Ware oder die Verpackung geführt wird und so ein öffnen der Verpackung allseitig verhindert. Der Draht wird mit einem gesicherten Aufrollmechanismus auf die jeweilige Verpackung angepasst und gespannt. In dem Aufrollmechanismus kann zusätzlich ein EAS-Etikett angeordnet sein, um ein Entfernen der gesicherten Verpackung aus dem Laden anzuzeigen. Die „Spider" haben mitunter den Nachteil, dass der Aufrollmechanismus prominent auf der Ware platziert werden muss, um einen effektiven Schutz zu gewährleisten. Dadurch wird aber eine für den Kunden ansprechende Präsentation der Ware verhindert und zusätzlicher Regalraum beansprucht.

Em weitere bekannte mechanische Lösung sind Umverpackungen aus Klarsichtkunststoff, in die die eigentliche Ware gelegt wird. Die Umverpackung, beispielsweise eine Kunststoff-Box, kann durch verschiedene Mechanismen gesichert werden. Zur Sicherung kann die Umverpackung beispielsweise ein Schloss oder, wie in der DE 101 26 886 A1 beschrieben, wenigstens ein in sich über-

läppende Wandungen eingreifendes Keilelement aufweisen. Die Ware wird dann erst an der Kasse aus der Umverpackung entfernt und dem Kunden übereignet. Die Umverpackung verbleibt im Laden und kann danach für andere Waren weiterverwendet werden. Die Umverpackungen existieren meist nur in wenigen Einheitsgrößen, so dass mitunter sehr kleine Waren in großen Boxen gesichert sind. Dadurch entstehen Raumverluste von bis zu 50%, wodurch entsprechend weniger Ware vorgehalten werden kann oder mehr Ausstellungsfläche bereitgestellt werden muss. In der Umverpa- ckung kann ein EAS-Etikett integriert sein, um ein unerlaubtes Entfernen der Umverpackung aus dem Laden anzuzeigen.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer, im Einsatz befindlicher Warenschutz-Systeme, die alle zum Ziel haben, den Dieb- stahl von Waren zu verhindern.

Alle bekannten Systeme haben jedoch den Nachteil, dass sie mehr oder weniger einfach zu umgehen und/oder zu teuer und/oder zu sperrig und/oder montageaufwändig sind.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Schutz von Gegenständen zu schaffen, die einen sicheren und einfachen Schutz der Gegenstände ermöglicht und dabei einen besseren Manipulationsschutz bietet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Vorrichtung ein Basisteil und ein Aufsatzteil aufweist, die durch eine Kupplung verbindbar sind, wobei an der Kupplung eine Verriegelung vorgesehen ist, die ein unbefugtes Trennen der beiden Teile verhindert, dass die beiden Teile an einer Kante oder Ecke der Verpackung anordenbar sind, wobei die Kante oder Ecke durch wenigstens zwei aneinander grenzende Wandungen gebildet ist, die zwischen sich wenigstens einen Schlitz oder

derglexchen öffnung begrenzen, dass das Basisteil ein erstes Ankerelement aufweist, das in den Schlitz oder die öffnung einführbar ist und eine Wandung hintergreift und dass das Basisteil und/oder das Aufsatzteil ein zweites Ankerelement aufweist, das winklig zum ersten Ankerelement in den Schlitz oder die öffnung einführbar ist und eine andere Wandung der Ecke hintergreift, so dass innerhalb der Verpackung eine Verankerung gebildet wird, die verhindert, dass die Vorrichtung unerlaubt von der Verpackung gelöst werden kann.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist so konzipiert, dass die Vorrichtung vollständig von der Verpackung entfernt werden kann. Dadurch steht die Sicherungs-Vorrichtung für die Anbringung an einer anderen Verpackung wieder zur Verfügung. Die Anschaffungskosten des Systems sind daher eine einmalige Ausgabe und erzeugen keine laufenden Kosten wie bei bestehenden Systemen.

Das Basisteil wird dabei so auf die Verpackung gesteckt, dass das erste Ankerelement m einen Verpackungs-Schlitz eingreift und eine Wandung hintergreift. Das zweite Ankerelement wird winklig zum ersten Ankerelement in den gleichen oder einen anderen Schlitz in der Verpackung eingeführt, so dass eine andere Wandung der Kante oder Ecke hintergriffen wird. Innerhalb der Verpackung bilden die beiden Ankerelemente eine beispielsweise im Wesentlichen kreuzförmige Verankerung, die die Vorrichtung sicher an der Verpackung befestigt. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Ankerelemente innerhalb der Verpackung im Wesentlichen rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind.

Um die beiden Teile der Sicherungs-Vorrichtung zu verbinden, ist eine beispielsweise mechanische Kupplung vorgesehen, die zweckmäßigerweise als eine Art Steck-Kupplung ausgebildet ist,

so dass das Aufsatzteil einfach auf das Basisteil aufgesteckt oder aufgesetzt werden kann. Um ein unbefugtes Trennen der beiden Teile zu verhindern, weist die Kupplung eine Verriegelung auf.

Die Ankerelemente des Basisteils und des Aufsatzteils können durch denselben Verpackungs-Schlitz geführt werden oder auch durch verschiedene Schlitze in die Verpackung eingreifen. Insbesondere bei der Anordnung an einer Verpackungs-Ecke ist die Anbringung in unterschiedlichen Schlitzen vorteilhaft möglich. Unabhängig davon entsteht an der Verpackung kein sichtbarer Schaden oder Rückstand der Sicherungs-Vorrichtung und der Kunde erhält auf jeden Fall eine unbeschädigte Originalverpackung.

Zum einfachen Einführen der Ankerelemente in einen Verpackungsschlitz können diese im Wesentlichen zungen- , gabel- oder klammerförmig ausgebildet sein. Das Ankerelement am Aufsatzteil ist bevorzugt im Wesentlichen in Kupplungsrichtung ausgerichtet, so dass ein einfaches Aufsetzen des Aufsatzteils ermöglicht wird.

Vorteilhaft ist in der Sicherungs-Vorrichtung eine EAS-Etikette einer handelsüblichen Artikelsicherung (EAS) eingebaut, die vorzugsweise in dem Basisteil integriert ist. Dadurch kann die erfindungsgemäße Sicherungs-Vorrichtung, ohne änderung an einer eventuell bestehenden Alarm-Infrastruktur, direkt eingesetzt werden. Dabei ist auch ein Mischbetrieb mit den bekannten EAS- Etiketten möglich, sofern noch nicht alle Waren mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgestattet sind oder dies nicht beabsichtigt oder möglich ist.

Als mechanische Kupplung kann am Basisteil ein stabförmiges

Kupplungselement angeordnet sein, beispielsweise eine Art Nagel, das in eine öffnung des Aufsatzteils einführbar ist. Die öffnung ist vorzugsweise der Formgebung des Kupplungselements angepasst, damit möglichst wenig Spiel zwischen Basisteil und Aufsatzteil vorhanden ist.

Die Verriegelung ist dabei vorzugsweise m dem Aufsatzteil angeordnet, insbesondere in dieses integriert, und greift an dem stabförmigen Kupplungselement an. Beim Aufsetzen des Auf- satzteils auf das Basisteil wird das stabförmige Kupplungsele- raent automatisch m die öffnung im Aufsatzteil eingeführt und dort verriegelt. Die Verriegelung ist vorzugsweise selbstschließend, so dass zum Anbringen der Sicherungs-Vorrichtung keinerlei Hilfsmittel notwendig sind. Alternativ kann das Aufsatzteil eine Durchgangsöffnung zum Durchführen des stabförmigen Kupplungselements aufweisen. Die Verriegelung ist dann in einem separaten Bauteil untergebracht, das von außen an dem Kupplungselement befestigbar ist. Dazu kann das Kupplungselement beispielsweise eine Art Metallnagel sein, auf den eine Kunststoffkappe aufgesteckt wird, ähnlich den eingangs beschriebenen Kleidungs-Sicherungen. In der Kunststoffkappe befindet sich die Verriegelung, die beispielsweise m eine umlaufende Nut an dem Nagel eingreift.

Die Verriegelung kann dabei durch verschiedene, bekannte Mechanismen erfolgen, wobei zum öffnen beispielsweise ein spezieller Schlüssel, ein Magnet oder ein anderes mechanisches oder elektrisches Mittel vorgesehen sein kann.

Bei beiden Ausführungsvarianten ist es zweckmäßig, wenn die Verriegelung magnetisch oder elektrisch lösbar ist. Insbeson- dere vorteilhaft ist eine magnetische Verriegelung, wie sie auch bei der oben beschriebenen Kleidungs-Sicherung verwendet wird, da dadurch die erfindungsgemäße Sicherungs-Vorrichtung direkt mit den bestehenden Magnet-öffnern, wie sie vielfach im

Einsatz sind, benutzt werden kann. Es fallen somit für den Anwender keine zusätzlichen Infrastrukturkosten an und die parallele Benutzung der Erfindung mit bestehenden Sicherungen ist problemlos möglich.

Um auch unverpackte Gegenstände und Waren gegen ein unbefugtes Mitnehmen zu sichern, sieht eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung, für die unabhängiger Schutz beantragt wird, vor, dass die Vorrichtung eine Alarmelektronik mit wenigstens einem Alarmsensor zur Erfassung eines Umgebungszustands und wenigstens einen Signalgeber zur Anzeige eines Alarms aufweist. Em Umgebungszustand kann beispielsweise Temperatur, Helligkeit, Bewegung, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit oder eine andere messbare Größe sein. Der Umgebungssensor arbeitet dabei vollständig unabhängig von dem zu sichernden Gegenstand oder einer Verpackung.

Durch Auswertung der Veränderung wenigstens einer dieser Umgebungsparameter, beispielsweise der Umgebungshelligkeit , kann ein Alarmzustand jederzeit und ortsunabhängig entdeckt und angezeigt werden, so dass beispielsweise auch erkannt werden kann, wenn die Ware in einen EAS-abschirmenden Behälter bewegt wird.

Die Vorrichtung mit der Alarmelektronik kann in einem Gehäuse untergebracht sein, das an dem zu sichernden Gegenstand befestigbar ist. Als Befestigung eignet sich vorzugsweise eine

Banderole oder ein Kabelbinder. Es ist auch möglich die

Vorrichtung mit einem Klebepad oder dergleichen Klebemittel an dem Gegenstand oder der Ware festzukleben. Zur Anbringung an einer Verpackung oder Umverpackung kann die

Vorrichtung auch eine Art Widerhaken aufweisen, der durch die

Verpackung oder Umverpackung gestochen wird.

Für die Sicherung einer Umverpackung eignet sich alternativ

auch exne Klemm- oder Rastverbindung, mit der die Vorrichtung an oder auf der Umverpackung befestigbar ist.

Die Vorrichtung mit der Alarmelektronik kann alleine an einer Ware verwendet werden, um ein unbefugtes Mitnehmen zu überwachen. Bei einem verpackten Gegenstand kann die Verpackung zusätzlich durch eine andere bekannte Vorrichtung gegen unbefugtes öffnen geschützt werden, so dass ein vollumfänglicher Diebstahlschutz gewährleistet ist. Die beiden Vorrichtungen können dabei unabhängig voneinander an dem Gegenstand befestigt sein. Alternativ ist es bei einem verpackten Gegenstand auch denkbar, dass die Vorrichtung mit der Alarmelektronik im Inneren der Verpackung oder Umverpackung angeordnet ist.

Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Alarmelektronik mit wenigstens einem Alarmsensor zur Erfassung eines Alarmzustands und wenigstens einem Signalgeber zur Anzeige des Alarms in dem Aufsatzteil der zuerst beschriebenen Ausführung der Erfindung angeordnet ist. Dadurch wird die erfindungsgemäße Sicherungs-Vorrichtung zu einem sogenannten Zwei-Alarm-System. Zusätzlich zu dem integrierten Sicherungs-Etikett ist eine aktive Alarmelektronik in der Vorrichtung integriert, die einen Alarmzustand erkennen und anzeigen kann. Dabei sind unterschiedliche Alarmzustände denkbar, die durch einen oder mehrere unterschiedliche Alarmsensoren abgebildet werden können. In diesem Zusammenhang sind beispielsweise Temperatur-, Helligkeits- , Bewegungs-, Luftdruck-, Luftfeuchtigkeits- oder andere Umgebungssensoren denk- bar. Dabei kann dieser Alarm jederzeit und ortsunabhängig entdeckt und angezeigt werden, während das EAS nur aktiv wird, wenn die Ware in Reichweite einer EAS-Antenne bewegt wird. Durch den zusätzlichen Alarm ist es also möglich, beispiels-

weise ein öffnen oder Manipulieren der Verpackung anzuzeigen, auch wenn der Vorgang im Verborgenen innerhalb des Ladens durchgeführt wird.

In der erfindungsgemäßen Vorrichtung können unabhängig von der Anordnung der Alarmelektronik verschiedene Alarmsensoren verwendet werden.

Es ist beispielsweise vorteilhaft, wenn als Alarmsensor m der Vorrichtung ein Helligkeitssensor angeordnet ist, der die Umge- bungshelligkeit mit einer Referenzhelligkeit vergleicht und der beim Unterschreiten einer einstellbaren Helligkeit einen Alarm auslöst. Dadurch wird verhindert, dass die Ware unerlaubt in einer Tasche oder unter einer Jacke versteckt wird. Sobald der Helligkeitssensor eine Verdunkelung seiner Umgebung wahrnimmt, wird der Alarm ausgelöst. Dabei kann der Alarm lokal an der Sicherungs-Vorrichtung signalisiert werden, insbesondere durch ein akustisches Signal. Der Alarm kann aber auch, stattdessen oder zusätzlich, an eine zentrale oder mobile Alarmeinrichtung, vorzugsweise per Funk, weitergeleitet werden. Der Alarm kann dann beispielsweise als stiller Alarm an der Kasse signalisiert werden oder an einen mobilen Alarmempfänger eines Ladendetekti- ves weitergeleitet werden.

Prinzipiell ist es sogar möglich, den Alarmsender innerhalb des Ladens zu orten um den Täter gezielt mit einer Kamera zu überwachen oder zumindest den Standort auf einer Laden-übersichts- karte anzuzeigen, so dass das Sicherheitspersonal schnell zugreifen kann.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn als Alarmsensor in einem in eine Verpackung eingreifenden Ankerelement der Vorrichtung ein Helligkeitssensor angeordnet ist, der die Innenraumhelligkeit der Verpackung mit einer Referenzhelligkeit vergleicht und der beim überschreiten einer einstellbaren Helligkeit einen Alarm auslöst. Durch die überwachung der Helligkeit innerhalb der

Verpackung wird erkannt, ob die Verpackung unbefugt geöffnet oder beschädigt wird. Somit wird das unerlaubte Entnehmen einer Ware aus der Verpackung, aber auch das Hinzufügen einer Ware, verhindert .

Besonders zweckmäßig sind in der erfindungsgemäßen Sicherungs- Vorrichtung beide Systeme realisiert, so dass die Umgebung und der Innenraum überwacht werden kann.

Die Bedienung der Sicherungs-Vorrichtung sollte möglichst einfach sein. Daher ist es vorteilhaft, wenn die Vorrichtung eine adaptive Steuerung der Helligkeitssensoren zur Anpassung der Referenzhelligkeiten aufweist. Die Sicherungs-Vorrichtung ist universell einsetzbar und auch wieder verwendbar, so dass es vorkommen kann, dass dieselbe Sicherungs-Vorrichtung an Waren angebracht wird, die in unterschiedlich hellen Umgebungen ausgestellt sind und/oder die unterschiedliche Verpackungen aufweisen, so dass die verbleibende Resthelligkeit innerhalb der Verpackung unterschiedlich ist. Die adaptive Steuerung der Sensoren stellt sich automatisch auf die unterschiedlichen Einsatzbedingungen ein, so dass vom Benutzer keinerlei Einstellungen vorgenommen werden müssen.

Dazu ist es beispielsweise möglich, dass die Sensoren nach dem oder durch das Zusammenstecken der Sicherungs-Vorrichtung, beispielsweise durch das Schließen der Verriegelung, aktiviert werden und über einen vorgegebenen Zeitraum die Helligkeiten innerhalb und außerhalb der Verpackung oder Ware messen. Die Alarmelektronik bestimmt aus den Messwerten jeweils einen Referenzwert und speichert diesen in einem Referenzwertspeicher ab. Die Referenzwertbestimmung kann zusätzlich mit dem Bewegungssensor gekoppelt werden, so dass die Referenzwertmessung erst beim Stillstand der Verpackung oder Ware beginnt, das heißt erst wenn die Verpackung oder Ware an ihrem Platz im Regal

liegt. Dadurch wird das Ermitteln und Abspeichern eines verfälschten Referenzwertes verhindert. Während der Referenzwertmessung kann zusätzlich ein optisches Signal ausgegeben werden, so dass der Benutzer erkennen kann, dass eine Messung in Gang ist.

Dazu kann der optische Signalgeber beispielsweise bei Verwendung einer mehrfarbigen LED eine andere Farbe annehmen und/oder blinken.

Zur Signalisierung eines Alarmzustandes kann ein optischer und/oder akustischer Signalgeber vorgesehen sein. Als optischer Signalgeber eignet sich bevorzugt eine Leuchtdiode (LED) wegen dem geringen Stromverbrauch, der sehr langen Haltbarkeit und den kompakten Abmessungen. Als akustischer Signalgeber kann ein Piezo-Lautsprecher , vorzugsweise in dem Aufsatzteil-Ankerelement, vorgesehen sein. Piezo-Lautsprecher können sehr flach und klein gebaut werden, so dass sie ohne Probleme in einem kleinen Gerät untergebracht werden können. Darüber hinaus bieten sie selbst bei kleinen Bauformen eine beachtliche Lautstärke, so dass ein Alarm auch weithin hörbar ist. Die Anbringung in dem Aufsatzteil-Ankerelement, bietet auch Schutz vor Manipulation, da er innerhalb der Verpackung angeordnet ist. Zusätzlich bietet das Gehäuse einen Resonanzraum zur Verstärkung des Alarmsignals .

Bevorzugt weist die Vorrichtung einen Bewegungssensor auf. Der Bewegungssensor könnte beispielsweise direkt einen Alarmzustand erkennen. Da eine Ware jedoch im Laden auch bewegt werden darf, ist es zweckmäßig, wenn der Bewegungssensor bei Bewegung des Gegenstandes vorzugsweise die Alarmelektronik und/oder den Alarmsensor und/oder einen optischen Signalgeber einschaltet oder aktiviert. Solange der Gegenstand im Regal oder Lager liegt, sind die Alarmelektronik und die Alarmsensoren

ausgeschaltet oder inaktiv. Das heißt, wird nach Ladenschluss beispielsweise das Licht ausgeschaltet, wird durch eventuell vorhandene Umgebungshelligkeitssensoren kein Alarm ausgelöst. Erst wenn der Gegenstand bewegt wird und während der Bewegung die anderen Alarmkriterien erfüllt sind, wird der Alarm ausgelöst, - beispielsweise wenn der Gegenstand in eine Tasche gesteckt wird. Die Abschaltung der Alarmelektronik oder zumindest der Alarmsensoren dient einerseits der Energieeinsparung, da zumindest wesentliche Teile der Alarmelektronik nicht dauer- haft mit Strom versorgt werden müssen, andererseits verhindert sie auch Fehlalarme.

Als Bewegungssensor eignen sich alle bekannten Sensortypen, wie beispielsweise mikromechanische Sensoren mit kapazitiver Abtas- tung, genauso wie einfache Quecksilberschalter. Neben der Aktivierung der Alarmelektronik kann der Bewegungssensor auch andere Funktionen der Alarmelektronik bedienen.

Ein besonders bevorzugter Bewegungssensor ist auf Basis eines amorphen Elements aufgebaut, das eine akustisch-akustische mit einer beschleunigungstechnischen Wirkungsweise kombiniert. Dabei können mit Hilfe von nichtlinearer Transformation und korrelierten Größen mit sehr hoher Empfindlichkeit auch kleinste Bewegungen erkannt werden. Darüber hinaus ist es möglich mit Hilfe eines Bewegungssensors Bewegungsmuster zu erkennen und einem möglichen Alarmzustand zuzuordnen. Dazu werden die Signale oder Impulse des Bewegungs- sensors ab Beginn der Bewegung in einem Zwischenspeicher aufgezeichnet und durch eine Auswerteeinheit noch während der Bewe- gung oder erst nach Stillstand mit vorher fest gespeicherten Bewegungsmustern verglichen.

So erzeugt beispielsweise das Einräumen in ein Regal ein Bewegungsmuster, das durch einen harten Aufprall am Ende der Bewe-

gung charakterisiert ist. Ebenso erzeugt das öffnen einer Verpackung eine bestimmte, andere Abfolge von Beschleunigungsimpulsen. Weiterhin erkennbar ist das Entfernen, Zerstören, Zerreißen oder eine sonstige Manipulation einer gesicherten Verpackung. Allein durch die Auswertung des Bewegungsmusters „weiß" die Alarmelektronik quasi was gerade mit dem gesicherten Gegenstand geschieht und kann gegebenenfalls einen Alarm auslösen. Aufgrund der enormen Empfindlichkeit des amorphen Elements kann der Bewegungssensor auch zur Erkennung einer Annäherung beispielsweise einer Hand oder Person eingesetzt werden. Durch Einsatz eines solchen Bewegungssensors kann auf andere Umgebungssensoren, wie etwa Helligkeitssensoren, praktisch verzichtet werden. Eine solche Ausführung ist daher besonders robust und kostengünstig.

Solange die Sicherungs-Vorrichtung nicht an einer Verpackung oder Ware angebracht ist, sollte sie keine oder eine nicht bewertbare Menge an Energie verbrauchen. Daher ist es vorteil- haft, wenn die Alarmelektronik durch Schließen der Verriegelung eingeschaltet wird und beim öffnen der Verriegelung ausgeschaltet wird. Dies kann beispielsweise durch einen zusätzlichen mechanischen Kontakt an der Verriegelung erfolgen oder durch andere geeignete kontaktlose oder kontaktgebundene Mittel.

Um einer Manipulation der Verriegelung und einer damit einhergehenden Abschaltung der Alarmelektronik zu verhindern, kann es sinnvoll sein, dass die Deaktivierung der Alarmelektronik eine zusätzliche Legitimation benötigt. Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn die Alarmelektronik auch durch eine zusätzliche Legitimation aktiviert wird. Ohne die zusätzliche Legitimation reicht beispielsweise das öffnen oder Schließen der Verriegelung zur Deaktivierung bezie-

hungsweise Aktivierung der Alarmelektronik nicht aus. Das heißt vor und/oder während dem öffnen oder Schließen der Verriegelung muss die Legitimations-Information vorliegen, wobei diese kontaktlos oder kontaktgebunden übertragen werden kann. Praktisch kann die Legitimation beispielsweise so ablaufen, dass an der Kasse die Sicherungs-Vorrichtung an den Magnet- öffner gehalten wird, der die magnetische Verriegelung öffnet. Gleichzeitig kann durch ein kontaktloses oder kontaktbehaftetes Signal eine Information an die Alarmelektronik übermittelt werden, die als zusätzliche Legitimation dient. Erst durch Vorliegen dieser zusätzlichen Information wird beim öffnen der Verriegelung die Alarmelektronik deaktiviert. Liegt die Legitimation nicht vor, wird der Alarm ausgelöst. Insbesondere bei der unabhängigen Vorrichtung mit Alarmelektro- nik ist eine Aktivierung und Deaktivierung der Alarmelektronik ausschließlich über eine zusätzliche Legitimation vorteilhaft, da unter Umständen keine mechanische Verriegelung vorhanden ist, die als Schaltkontakt dient.

Für die übertragung der zusätzlichen Legitimation sind auch andere bekannte Informationsübertragungswege denkbar, weshalb die Erfindung keineswegs nur auf die beschriebene Ausführung beschränkt ist. Falls die Alarmelektronik einen oben beschriebenen Bewegungs- sensor, insbesondere ein amorphes Element, aufweist, kann zweckmäßigerweise dieser Bewegungssensor auch für die Legitimation verwendet werden. Zur Legitimation kann die Vorrichtung akustisch oder mechanisch zu einer Schwingung oder Bewegung angeregt werden, die von dem Bewegungssensor als Bewegungsmus- ter erkannt wird. Somit ist es möglich beispielsweise über einen Signalgeber einen Ton oder eine Tonabfolge wiederzugeben, der als Bewegungsmuster registriert wird. Alternativ kann die Vorrichtung auch durch direkten Kontakt zu einem Aktor

mechanisch bewegt werden. Aufgrund von festgelegten Bewegungsmustern kann die Alarmelektronik aktiviert oder deaktiviert werden und/oder auch andere Funktionen eingeleitet werden. Jeder Aktion ist dabei ein unterschiedliches Bewegungsmuster zugeordnet .

Die Bewegungsmuster können dabei in einem Festspeicher oder in einem änderbaren Speicher hinterlegt sein.

Die Alarmelektronik weist vorzugsweise eine eigene, lokale Stromversorgung auf, die beispielsweise durch eine Batterie gebildet ist. Nur durch eine lokale Stromversorgung kann die Sicherungs-Vorrichtung flexibel und unabhängig eingesetzt werden. Bevorzugt ist als Stromversorgung ein Akku oder ein Kondensator vorgesehen, damit keine Batterien ausgetauscht werden müssen und die Einsatzzeit dadurch wesentlich erhöht wird. Zweckmäßigerweise kann der Akku oder der Kondensator von außen geladen werden, wobei zahlreiche kontaktlose oder kontaktgebundene Verfahren bekannt sind. Dabei ist besonders vorteilhaft, wenn in dem Aufsatzteil eine Spule zum kontaktlosen Aufladen des Akkus oder des Kondensators durch ein externes elektromagnetisches Wechselfeld vorgesehen ist . Dadurch lässt sich der Akku, insbesondere aber ein Kondensator, in der Zeit aufladen, in der beispielsweise an der Kasse die Sicherungs-Vorrichtung ordentlich von der Ware entfernt wird. Dabei ist es auch möglich, den Ladevorgang als zusätzliche Legitimation zum Deaktivieren der Alarmelektronik zu benutzen. Das heißt, nur wenn die Alarmelektronik einen solchen Ladeim- puls registriert hat, wird die Alarmelektronik durch das öffnen der Verriegelung deaktiviert. Zum öffnen kann dann auch nur ein begrenztes Zeitfenster nach Empfang der Legitimation vorgesehen sein, so dass eine zusätzliche Sicherung vorhanden ist.

Die Ausstattung der erfindungsgemäßen Alarmelektronik lässt sich je nach Anforderung modular anpassen. So ist es beispielsweise denkbar, die Alarmelektronik nur mit einem Bewegungssen- sor und einer LED auszustatten, um durch Blinken bei Bewegung eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Die Helligkeitssensoren können dabei entfallen. Oder es wird nur ein Umgebungssensor verwendet (statt zwei) oder es können auch mehr als zwei Sensoren verwendet werden. Die Möglichkeiten hierzu sind nahezu unbegrenzt, weshalb hier nur eine Auswahl genannt wird, die jedoch in keiner Weise beschränkend ist.

Die erfindungsgemäße Alarmelektronik kann unabhängig von der beschriebenen zweiteiligen Sicherungs-Vorrichtung mit Basisteil und Aufsatzteil auch in anders ausgebildeten, beispielsweise einteiligen, Sicherungs-Vorrichtungen verwendet werden. Es ist durchaus denkbar, die Alarmelektronik mit einem Bewegungssensor und Helligkeitssensoren beispielsweise in einer Art Einwurf- Sicherungsteil unterzubringen. Dieses Sicherungsteil kann im wesentlichen vollständig innerhalb einer Verpackung platziert werden, wobei lediglich ein Umgebungs-Helligkeitssensor durch einen Verpackungsschlitz nach außen geführt werden könnte. Dadurch kann die Alarmelektronik für Kunden nahezu unsichtbar im Innern einer Verpackung platziert werden. Durch die Bewegungs- und Helligkeitssensoren wird dabei zuverlässig überwacht, ob die Verpackung unerlaubt geöffnet oder versteckt wird. Eine Manipulation der Sicherungs-Vorrichtung ist dadurch nahezu ausgeschlossen. Darüber hinaus kann die Alarmelektronik auch in zahlreichen anderen Formen und Verpackungen erfindungsgemäß verwendet werden. Die erfindungsgemäße Alarmelektronik kann beispielsweise auch in einer Umverpackung oder in einem Klebeetikett integriert sein. Dabei ist es immer auch möglich die Siehe-

rungs-Vorrichtung zusätzlich mit einer herkömmlichen EAS- Etikette zu kombinieren.

Auch wenn die erfindungsgemäße Sicherungs-Vorrichtung primär im Einzelhandel zur Warensicherung einsetzbar ist, ist deren Verwendung nicht auf diesen Bereich beschränkt. Vielmehr sind andere Einsatzgebiete denkbar, bei denen die Sicherheit einer, in einer Verpackung gelagerten Ware zu schützen ist. Beispielsweise könnte die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Sicherung vertraulicher Dokumente auf dem Postweg oder bei Kurieren dienen. Dazu kann ein Dokument in eine Schachtel gelegt und diese mit einer erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung versehen werden. Die Sendung kann dann nur mit einer beim Empfänger vorhandenen öffnungsvorrichtung geöffnet werden. Wurde die Sendung unterwegs geöffnet, zeigt ein Alarm dies an. Andere Manipulationen könnten ebenfalls festgestellt werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Sicherungs-Vorrichtung zur

Montage an einer Faltschachtel,

Fig. 2-4 verschiedene Ansichten einer zusammengesetzten Sicherungs-Vorrichtung zur Eckmontage und

Fig. 5 ein Blockschaltbild der Alarmelektronik.

Die Figuren 1 bis 4 zeigen eine im Ganzen mit 1 bezeichnete erfindungsgemäße Sicherungs-Vorrichtung zur Anbringung an einer Faltschachtel 2, insbesondere einer Verpackungs-Ecke 3. Die

Faltschachtel 2 weist durch die Herstellungsart an jeder Ecke zwei rechtwinklig zueinander liegende Verpackungs-Schlitze 4, 6 auf, wobei ein Schlitz 4 vom Deckel 5 und der andere Schlitz 6 von einer Schmalseite 7 zugänglich ist.

Die Sicherungs-Vorrichtung 1 weist ein Basisteil 8 und ein Aufsatzteil 9 auf. Das Basisteil 8 weist, wie in Fig. 2 sichtbar, ein zungenförmiges Ankerelement 10 auf, das in Pfeilrichtung Pf1 in den Verpackungs-Schlitz 6 an der Schmalseite 7 einführbar ist, so dass es den Verpackungsdeckel 5 hintergreift. An seiner Oberseite 11 hat das Basisteil 8 parallel zu dem Ankerelement 10 einen Schlitz 12 zum Durchführen des Aufsatzteils 9. Die vordere Seite des Basisteils 8 weist eine öffnung 13 auf, damit eine möglichst ungehinderte Sicht auf die Verpackung 2 bleibt.

Das Aufsatzteil 9 weist ebenfalls ein zungenförmiges Ankerelement 14 auf, das beim Aufsetzten des Aufsatzteils 9 in Pfeil- richtung Pf2 von oben auf das Basisteil 8 durch den Basisteil- Schlitz 12 in den Deckel-Schlitz 4 der Verpackung 2 eingreift und somit die Vorderseite 7 der Verpackung 2 hintergreift. Die Ankerelemente 10, 14 sind zum einfacheren Einführen an ihrer Einführspitze jeweils abgerundet oder verjüngt. Die beiden Ankerelemente 10, 13 stehen hier rechtwinklig zueinander und bilden innerhalb der Verpackung 2 eine winklige oder kreuzartige Verankerung. Ein Ankerelement blockiert dadurch die Ausführrichtung des jeweils anderen Ankerelements.

Zum Verbinden des Aufsatzteils 9 mit dem Basisteil 8 ist an der Oberseite 11 des Basisteils 8 als Kupplungselement ein senkrecht nach oben abstehender Metallstift 15 angeordnet, der durch eine Durchgangsöffnung 16 in dem Aufsatzteil 9 hindurch-

greift. Auf den Metallstift 15 wird nach dem Aufsetzen des Aufsatzteils 9 auf das Basisteil 8 eine Sicherungskappe 17 als Verriegelung gesteckt, die an dem Metallstift 15 eingreift und somit ein unbefugtes Trennen der beiden Teile 8, 9 verhindert. Die Verriegelung 17 ist als Magnetsicherung ausgeführt, die mit einem handelsüblichen Magnet-öffner gelöst werden kann. Zusammen mit der kreuzartigen Verankerung ergibt sich daraus eine Sicherungs-Vorrichtung 1 , die fest an der Verpackung verankert ist.

In dem Aufsatzteil 9 ist zusätzlich zur mechanischen Sicherung durch die kreuzartige Verankerung und die Verriegelung 17 eine Alarmelektronik 18 eingebaut, die mehrere Sensoren 22, 23, 24 zur überwachung der Umgebung aufweist und Signalgeber 19, 20 zum Anzeigen eines Alarms. An gut sichtbarer Position ist daher eine Leuchtdiode 19 (LED) als optischer Signalgeber in dem Aufsatzteil 9 integriert. In dem Ankerelement 14 ist zusätzlich ein akustischer Signalgeber in Form eines Piezo-Lautsprechers 20 integriert. Beide Signalgeber 19, 20 sind mit der in dem Aufsatzteil 9 eingebauten Alarmelektronik 18 verbunden, die in Fig. 5 schematisch dargestellt ist.

Die Alarmelektronik 18 weist einen Alarmcontroller 21 auf, der beispielsweise durch einen Mikrocontroller realisiert ist. Mit dem Alarmcontroller 21 ist ein Bewegungssensor 22 verbunden, der eine Bewegung der Verpackung 2 und damit der Sicherungs- Vorrichtung 1 registriert. Sobald eine Bewegung registriert wird, wird die LED 19 blinkend angesteuert und/oder die Helligkeitssensoren 23, 24 aktiviert und/oder die überwachung einge- schaltet.

Zwei Helligkeitssensoren 23 sitzen außen an dem Aufsatzteil 9 zur überwachung der Umgebungshelligkeit, ein dritter Helligkeitssensor 24 sitzt in dem Ankerelement 14 zur überwachung des

Verpackungs-Innenraumes . Der Alarmcontroller 21 hat einen Referenzwertspeicher 25, in dem für jeden der drei Helligkeitssensoren 23, 24 ein Referenzwert, bei dem der Alarm ansprechen soll, abgelegt ist. Sobald die Helligkeitssensoren 23, 24 durch eine Bewegung aktiviert oder eingeschaltet werden, werden die aktuellen Helligkeitswerte permanent mit den Referenzwerten verglichen und bei Unter- oder überschreiten einer Auslöse- schwelle ein akustischer Alarm ausgelöst.

Die Alarmelektronik 18 weist weiterhin einen Akku 26 zur Strom- Versorgung auf und eine mit dem Akku 26 verbundene Ladeeinrichtung 27 zum kontaktlosen Laden des Akkus 26 über ein externes elektrisches Wechselfeld.

/ Ansprüche