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Title:
DEVICE FOR SECURING A PUNCHING PLATE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/198278
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for securing at least one punching plate (4, 6) to at least one adapter (8, 10) of a punching device, the punching device being used to punch card-shaped data carriers (2) and the adapter (8, 10) comprises at least one magnet (16, 18) in order to secure the punching plate (4, 6) to the adapter (8, 10).

Inventors:
DRESCHER, Georg (Hubert Rein Strasse 11, 2410 Hainburg a.d. Donau, DE)
Application Number:
EP2016/000815
Publication Date:
November 23, 2017
Filing Date:
May 17, 2016
Export Citation:
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Assignee:
GIESECKE+DEVRIENT CURRENCY TECHNOLOGY GMBH (Prinzregentenstraße 159, München, 81677, DE)
International Classes:
B26F1/44; B26F1/14
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zur Befestigung mindestens eines Stanzblechs (4, 6) an

mindestens einem Adapter (8, 10) einer Stanze,

wobei die Stanze zum Stanzen von kartenförmigen Datenträgern (2) dient, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (8,10) mindestens einen

Magneten (16, 18, 24, 26) aufweist, um das Stanzblech (4, 6) an dem Adapter (8, 10) zu befestigen.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (8, 10) mindestens einen Positionierstift (20, 22) aufweist, wobei der

Positionierstift (20, 22) in mindestens eine Ausnehmung des Stanzblechs (4, 6) eingreift, um das Stanzblech (4, 6) zu positionieren.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der

Adapter (8, 10) eine geometrische Form aufweist, welche mit einer geometrischen Form des Stanzblechs (4, 6) übereinstimmt, um das

Stanzblech (4, 6) zu positionieren.

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass der Adapter (8, 10) mindestens eine Vertiefung aufweist, um das Stanzblech (4, 6) per Hand ohne Verwendung von technischen Hilfsmitteln zu wechseln.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass der Magnet (16, 18, 24, 26) eine Haltekraft im Bereich von 10 bis 100 Newton aufweist.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Stanze zwei Adapter (8, 10) aufweist, wobei die beiden Adapter (8, 10) gegenüberliegend angeordnet sind, sodass die beiden Adapter (8, 10) sich zum Stanzen des Datenträgers (2) aufeinander zubewegen.

Description:
Vorrichtung zur Befestigung eines Stanzblechs

Die vorliegende Erfindung beschreibt eine Vorrichtung zur Befestigung mindestens eines Stanzblechs an mindestens einem Adapter einer Stanze, wobei die Stanze zum Stanzen von kartenförmigen Datenträgern dient. Als kartenförmige Datenträger kommen z.B. SIM-Karten, Chipkarten, Bankkarten, Kreditkarten,

Sozialversicherungskarten, Identitätskarten, Personalausweise, Führerscheine, etc., in Frage. Aus dem Stand der Technik ist die Verwendung von Stanzblechen bekannt. Ferner ist das Stanzen von kartenförmigen Datenträgern bekannt. Problematisch beim Stanzen von kartenförmigen Datenträgern ist, dass ein Wechsel eines

Stanzwerkzeugs sehr aufwändig ist und damit sehr lange dauert. Darüber hinaus ist für eine Justierung eines gewechselten Stanzwerkzeugs viel Zeit notwendig, um eine geforderte Genauigkeit beim Stanzen zu erreichen. Dies dauert unter Umständen mehrere Stunden, in denen nicht produziert werden kann. Somit bedeutet jeder Wechsel eines Stanzwerkzeugs einen langen Produktionsausfall mit entsprechend hohen Kosten.

Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Lösung für die oben beschriebenen Probleme zur Verfügung zu stellen. Insbesondere ist es Aufgabe der Erfindung eine Lösung zur Verfügung zu stellen, welche einen einfachen und schnellen Wechsel eines Stanzwerkzeugs unter Einhaltung einer geforderten

Genauigkeit ermöglicht, sodass binnen kürzester Zeit ein Stanzwerkzeug gewechselt und mit gewünschter Genauigkeit weiter gestanzt werden kann, um den durch den Wechsel des Stanzwerkzeugs erforderlichen Produktionsausfall und die damit anfallenden Kosten zu minimieren.

Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Befestigung mindestens eines Stanzblechs an mindestens einem Adapter einer Stanze gelöst, wobei die Stanze zum Stanzen von kartenförmigen Datenträgern dient, wobei sich die Vorrichtung dadurch auszeichnet, dass der Adapter mindestens einen Magneten auf eist, um das Stanzblech an dem Adapter zu befestigen. Die Erfindung hat den Vorteil, dass das Stanzblech schnell gewechselt werden kann, d.h. ein Wechsel eines Stanzblechs bei einem erfindungsgemäßen Adapter dauert weniger als eine Minute. Als kartenförmige Datenträger kommen z.B. SIM-Karten, Kreditkarten, Bankkarten, Sozialversicherungskarten, Personalausweise, Identitätskarten, etc. in Frage. Eine vorteilhafte Ausfuhrungsform eines Adapters weist z.B. zwei Magnete auf, damit das Stanzblech sowohl so fest angezogen wird, dass es sich vom Adapter beim Stanzen nicht löst, als auch bei Bedarf einfach per Hand ohne Verwendung zusätzlicher Hilfsmittel gewechselt werden kann. Es sind aber auch mehr als zwei Magnete oder auch nur ein Magnet möglich. Als weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel handelt es sich bei dem mindestens einen Magneten um einen Permanentmagneten oder einen Elektromagneten. Der Vorteil eines Permanentmagneten ist, dass es sich um ein einfaches Bauelement handelt, das ausfallsicher und wartungsfrei betrieben werden kann. Der Vorteil eines Elektromagneten ist, dass damit je nach Anwendung die Haltekraft des mindestens einen Stanzblechs eingestellt werden kann. Ferner können an dem Adapter der Stanze nicht nur ein, sondern auch zwei, drei oder mehr als drei Stanzbleche befestigt werden. Dies hat den Vorteil, dass beispielsweise nur Teile einer Stanzung verändert werden können und damit beliebige Veränderungen an der Stanzung vorgenommen werden können, sodass hier eine große Flexibilität und ein hoher Freiheitsgrad bzgl. der Austauschbarkeit der Stanzbleche vorhanden ist.

Ein vorteilhaftes Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung ist, dass der Adapter mindestens einen Positionierstift aufweist, wobei der Positionierstift in mindestens eine

Ausnehmung des Stanzblechs eingreift, um das Stanzblech wiederholgenau zu positionieren. Der Vorteil des mindestens einen Positionierstifts ist, dass das

Stanzblech schnell und einfach positioniert wird, wenn das Stanzblech z.B. auf den mindestens einen Positionierstift gesteckt wird. Der Positionierstift kann z.B. in eine Bohrung oder eine Nut des Stanzblechs eingreifen, um das Stanzblech

wiederholgenau zu positionieren. Beispielsweise sind zwei Positionierstifte vorgesehen, auf die das Stanzblech gesteckt wird, sodass das Stanzblech durch die Positionierstifte automatisch in eine gewünschte Position gebracht wird. Grundsätzlich ist jede geeignete Anzahl von Positionierstiften möglich, z.B. auch drei, vier, fünf oder mehr als fünf Positionierstifte. Ein weiteres vorteilhaftes Ausfuhrungsbeispiel ist, dass z.B. zwei Positionierstifte vorhanden sind, die jeweils einen unterschiedlichen Querschnitt, z.B. rund und eckig und/oder einen großen und einen kleinen Durchmesser, haben, sodass sichergestellt wird, dass das Stanzblech nur in genau einer Lage positioniert werden kann. Ein versehentlich falsches Positionieren des Stanzblechs auf dem Adapter ist damit ausgeschlossen. Durch den mindestens einen Positionierstift ist gewährleistet, dass das mindestens eine

Stanzblech mit der geforderten Genauigkeit schnell gewechselt werden kann und folglich eine Genauigkeitsprüfung nach einem Wechsel deutlich reduziert bzw. beschleunigt wird. Als Positionierstift bietet sich z.B. ein sogenannter Passstift an.

Ein weiteres vorteilhaftes zusätzliches und/oder alternatives Ausführungsbeispiel der Erfindung ist, dass der Adapter eine geometrische Form aufweist, welche mit der geometrischen Form des Stanzblechs übereinstimmt, um das Stanzblech zu positionieren. Der Vorteil ist, dass das Stanzblech nur in einer bestimmten Lage in . den Adapter eingelegt werden kann. Dies wird dadurch erreicht, indem der Adapter z.B. einen kreisförmigen Rand aufweist, wobei der Rand an z.B. einer Stelle unterbrochen ist. Das Stanzblech mit einem entsprechend großen kreisförmigen Rand wird so in den Rand des Adapters eingelegt, dass ein Vorsprung des Stanzblechs genau in die Stelle passt, an welcher der Rand des Adapters unterbrochen ist, sodass das Stanzblech wiederholgenau positioniert werden kann. Alternativ sind alle anderen geometrischen Formen für den Adapter und das Stanzblech möglich, um das Stanzblech im Adapter erfindungsgemäß zu positionieren, z.B. eine rautenförmige, eine ovale und/oder ein dreieckige Form.

Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist, dass der Adapter mindestens eine Vertiefung aufweist, um das Stanzblech per Hand ohne Verwendung von technischen Hilfsmitteln zu wechseln. Der Vorteil der Vertiefung ist, dass das Stanzblech einfach mit den Fingern gegriffen und gewechselt werden kann. Auf die Verwendung von Werkzeug kann dabei vollständig verzichtet werden. Somit wird ein einfaches und schnelles Wechseln des mindestens einen Stanzblechs ermöglicht. Ein weiteres vorteilhaftes Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung ist, dass der mindestens eine Magnet eine Haltekraft im Bereich von 10 bis 100 Newton aufweist. Dies hat den Vorteil, dass das Stanzblech sowohl einfach mit der Hand gewechselt werden kann als auch so fest von dem mindestens einen Magneten des Adapters angezogen wird, dass es sich beim Stanzen vom Adapter nicht lösen kann.

Grundsätzlich sind auch andere Haltekräfte möglich, welche sowohl das sichere und feste Positionieren des Halteblechs während des Stanzens ermöglichen als auch ein einfaches Wechseln des Stanzbleches ohne Verwendung von technischen

Hilfsmitteln sicherstellen. Alternativ ist es auch möglich, dass bei mehreren

Magneten in einem Adapter, die einzelnen Magnete unterschiedliche Haltekräfte aufweisen, um ein leichtes Wechseln mit der Hand zu ermöglichen.

Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist, dass die Stanze zwei Adapter aufweist, wobei die beiden Adapter gegenüberliegend angeordnet sind, sodass die beiden Adapter sich zum Stanzen des Datenträgers aufeinander zubewegen. Der Vorteil ist, dass der kartenförmige Datenträger von beiden Seiten, d.h. von einer Vorder- und einer Rückseite gestanzt wird. Die verwendeten

Stanzbleche können dabei identische oder unterschiedliche Stanzprofile aufweisen. Die Stanzprofile dringen beim Stanzen in Abhängigkeit von einer eingestellten Stanztiefe in den kartenförmigen Datenträger ein.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von erfindungsgemäßen Ausfuhrungsbeispielen. Bei den Figuren handelt es sich um nicht maßstäbliche Darstellungen der Ausführungsbeispiele.

Gleiche Bezugszeichen bezeichnen gleiche Bestandteile Die Ausfuhrungsbeispiele dienen zur Erläuterung und einem besseren Verständnis der Erfindung, wobei

Figur 1 das Prinzip der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Seitenansicht darstellt und Figur 2 eine Aufsicht auf einen kartenförmigen Datenträger und einem darüber befindlichen Adapter einer Stanze zeigt.

Figur 1 zeigt das Prinzip der Erfindung in einer Seitenansicht. In einen

kartenförmigen Datenträger 2 wird mittels eines ersten Stanzblechs 4 und eines zweiten Stanzblechs 6 gestanzt. Das erste Stanzblech 4 weist ein erstes Stanzprofil 14, z.B. eine geometrische Form des Datenträgers, auf. Das zweite Stanzblech 6 weist ein zweites Stanzprofil 15 auf. Das erste und das zweite Stanzblech 4 und 6 können gleiche oder unterschiedliche Stanzprofile 14 und 15 aufweisen. Für jede zu stanzende geometrische Form des Datenträgers 2, z.B. ID-000-Format oder Mini- UICC-Format, gibt es eigene Stanzprofile 14 und 15. Jedes Stanzblech 4, 6 kann mindestens ein Stanzprofil 14, 15 aufweisen. Jedes Stanzblech 4, 6 wird mittels mindestens eines Magneten 16, 18 angezogen und damit an einem Adapter 8, 10 befestigt. Der Adapter 8, 10 ist mit einer Stanze verbunden, wobei die Stanze hier aus Gründen der Übersicht nicht dargestellt wurde. In Figur 1 wird das erste

Stanzblech 4 durch einen ersten Magneten 16 angezogen und damit am Adapter 8 befestigt. Das zweite Stanzblech 6 wird durch einen zweiten Magneten 18 angezogen und damit am Adapter 10 befestigt. Die Haltekraft eines Magneten 16, 18 liegt vorteilhafterweise im Bereich von 10 bis 100 Newton. Pro Adapter 8, 10 ist mindestens ein Magnet 16, 18 vorgesehen. Alternativ sind auch zwei, drei oder mehr als drei Magneten pro Adapter möglich. In den Datenträger 2 wird von beiden Seiten gestanzt, sodass eine definierte Materialstärke 12 übrig bleibt. Die Materialstärke 12 ist je nach Anwendung einstellbar und bestimmt die notwendige Kraft, um die jeweilige Form auszubrechen.

Figur 2 zeigt den Datenträger 2 in einer Aufsicht mit dem über dem Datenträger 2 befindlichen Adapter 8. Der Fachmann erkennt, dass auf der anderen Seite des Datenträgers 2 der entsprechende Adapter 10 mit Stanzblech angeordnet ist, für den die folgenden Ausführungen analog gelten. Der Adapter 8 weist auf seiner dem Datenträger 2 zugewandten Seite das Stanzblech 4 auf, welches gestrichelt gezeichnet ist, weil es vom Adapter 8 verdeckt wird und deshalb nicht sichtbar ist. Das Stanzblech 4 hat als Stanzprofil 14 beispielsweise eine geometrische Form einer SIM-Karte. Das Stanzprofil 14 ist gestrichelt dargestellt, da es in Figur 2 nicht sichtbar ist. Gleichwohl sind alle anderen geeigneten geometrischen Formen von Stanzprofilen möglich. Das Stanzblech 4 wird in Figur 2 durch zwei Magnete 24 und 26, die im Adapter 8 angeordnet sind, angezogen und somit am Adapter 8 befestigt. Die Magnete 24 und 26 sind im Adapter 8 angeordnet, damit nicht sichtbar und deshalb gestrichelt dargestellt. Grundsätzlich können die Magnete 16, 18, 24, 26 erfmdungsgemäß als Permanentmagnete und/oder als Elektromagnete ausgebildet sein. Damit das Stanzblech 4 nur in einer Position am Adapter 8 befestigt werden kann, weist der Adapter 8 zwei Positionierstifte 20 und 22 auf, wobei der

Positionierstift 22 einen runden und der Positionierstift 20 einen dreieckigen

Querschnitt aufweist. Die unterschiedlichen Querschnitte der Positionierstifte 20 und 22 dienen dazu, dass das Stanzblech 4 nur in einer einzigen Position am Adapter 8 angeordnet werden kann. Die Positionierstifte 20 und 22 können als Passstifte ausgebildet sein, um ein wiederholgenaues Wechseln des Stanzblechs 4 zu ermöglichen und sicherzustellen. Alternativ kann der Adapter 8 auch selbst so ausgebildet sein, dass das Stanzblech 4 nur in einer Position mit dem Adapter 8 verbunden werden kann. Dies kann beispielsweise dadurch realisiert werden, indem der Adapter 8 eine bestimmte geometrische Form, z.B. ein Dreieck, aufweist, in welche Form nur ein Stanzblech mit einer entsprechenden geometrischen Form eingesetzt werden kann, z.B. ein Stanzblech mit der geometrischen Dreiecksform des Adapters. Ferner befindet sich im Adapter 8 mindestens eine Vertiefung, um das Stanzblech 4 ohne Verwendung von Hilfsmitteln nur mit der Hand auszuwechseln. Erfmdungsgemäß kann pro Adapter mindestens ein Stanzblech angeordnet sein. Das bedeutet, dass z.B. an einem Adapter einer Stanze ein Stanzblech angeordnet ist und an einem gegenüberliegenden Adapter zwei Stanzbleche angeordnet sind. Alternativ ist es auch möglich, dass eine Stanze nur einen Adapter mit einem oder mehreren Stanzblechen aufweist, wobei die Stanzbleche mit Magneten am Adapter befestigt werden. Bezugszeichenliste

2 kartenförmiger Datenträger

4 erstes Stanzblech

6 zweites Stanzblech

8 Adapter für erstes Stanzblech

10 Adapter für zweites Stanzblech

12 Materialstärke

14 erstes Stanzprofil

15 zweites Stanzprofil

16 erster Magnet

18 zweiter Magnet

20 dreieckiger Positionierstift

22 runder Positionierstift

24 dritter Magnet

26 vierter Magnet