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Title:
DEVICE FOR SECURING A RUNG IN A CONCRETE WALL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/006480
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for securing a rung (1) in a concrete wall (2), comprising two anchor sleeves (3) which are provided in the concrete wall (2) and receive two parallel anchor bolts (6) of the U-shaped rung (1) in a formfitting manner. In order to achieve advantageous structural conditions, a latching device (7) is provided between the coupling parts, which are formed by the anchor sleeves (3) and the anchor bolts (6), said latching device consisting of at least one latching tongue (8) that is elastic in the radial direction on one of the coupling parts (3, 6) and a latching recess (9) that receives the latching tongue (8) on the other coupling part (6, 3), and a run-on surface (15) for the latching tongue (8) adjoins the latching recess (9) at least in the circumferential direction, said run-on surface being inclined in the circumferential direction and extending in the radial direction over the engagement depth of the latching tongue (8).

Inventors:
SCHLÜSSELBAUER, Ulrich (Obergmain 2, 4674 Altenhof am Hausruck, 4674, AT)
Application Number:
AT2018/050015
Publication Date:
January 10, 2019
Filing Date:
June 22, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SCHLÜSSELBAUER, Ulrich (Obergmain 2, 4674 Altenhof am Hausruck, 4674, AT)
International Classes:
E06C9/04; E02D29/12; F16B13/08; F16B21/08
Foreign References:
US3374859A1968-03-26
US20130192038A12013-08-01
EP2362107A22011-08-31
Attorney, Agent or Firm:
HÜBSCHER, Helmut et al. (Spittelwiese 4, 4020 Linz, 4020, AT)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Vorrichtung zum Befestigen eines Steigbügels (1 ) in einer Betonwand (2) mit zwei in der Betonwand (2) vorgesehenen, zwei parallele Ankerbolzen (6) des U-förmigen Steigbügels (1 ) formschlüssig aufnehmenden Ankerhülsen (3), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den einerseits durch die Ankerhülsen (3) und anderseits durch die Ankerbolzen (6) gebildeten Kupplungsteilen eine

Rasteinrichtung (7) aus wenigstens einer in radialer Richtung federnden

Rastzunge (8) an einem dieser Kupplungsteile (3, 6) und aus einer die Rastzunge (8) aufnehmenden Rastausnehmung (9) am anderen Kupplungsteil (6, 3) vorgesehen ist und dass an die Rastausnehmung (9) zumindest in einer

Umfangsrichtung eine in Umfangsrichtung geneigte, sich in radialer Richtung über die Eingriffstiefe der Rastzunge (8) erstreckende Anlauffläche (15) für die

Rastzunge (8) anschließt.

2. Vorrichtung nach Aspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die

Rastausnehmung (9) eine sich über einen Umfangsbereich des zugehörigen

Kupplungsteils (3) erstreckende Nut (14) bildet, die an zumindest einer Stirnseite mit der Anlauffläche (15) für die Rastzunge abschließt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine federnde Rastzunge (8) an einem in eine Umfangsnut (12) des zugehörigen Kupplungsteils (6) drehfest eingesetzten, offenen Federring (10) vorgesehen ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die

Umfangsnut (12) durch einen Axialsteg (1 1 ) unterbrochen ist, der einen

stirnseitigen Anschlag für die beiden Enden (13) des offenen Federrings (10) bildet.

5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der offene Federring (10) zwei einander diametral gegenüberliegende, je in eine Rastausnehmung (9) eingreifende Rastzungen (8) aufweist.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastzungen (8) den Ankerbolzen (6) und die Rastausnehmung (9) den Ankerhülsen (3) zugeordnet sind.

Description:
Vorrichtung zum Befestigen eines Steigbügels in einer Betonwand

Technisches Gebiet

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Befestigen eines Steigbügels in einer Betonwand mit zwei in der Betonwand vorgesehenen, zwei parallele Ankerbolzen des U-förmigen Steigbügels formschlüssig aufnehmenden

Ankerhülsen.

Stand der Technik

Um beispielsweise Betonschächte nachträglich mit Steigbügeln versehen zu können, ist es bekannt, in der Schachtwand paarweise Ankerhülsen zur Aufnahme der gegen die Schachtwand vorstehenden, parallelen Ankerbolzen der U-förmigen Steigbügel vorzusehen, die im Bedarfsfall mit den Ankerbolzen voran in die vormontierten Ankerhülsen der Schachtwand eingeschlagen werden. Damit einerseits der erforderliche Ausziehwiderstand der Ankerbolzen aus den

Ankerhülsen in der Schachtwand sichergestellt werden kann und anderseits eine vergleichsweise einfache Möglichkeit geschaffen wird, beschädigte Steigbügel austauschen zu können, wurde bereits vorgeschlagen (AT 392 663 B), die

Ankerbolzen mit einem Schraubgewinde zu profilieren, das beim Einschlagen der Ankerbolzen in die Ankerhülsen aus Kunststoff im Bereich der Ankerhülse eine Materialverdrängung in die Gänge des Schraubgewindes bedingt, wodurch ein hoher Ausziehwiderstand erreicht werden kann. Zum Auswechseln eines

Steigbügels wird der Trittsteg durchtrennt, sodass die beiden Ankerbolzen je für sich um ihre Achse gedreht werden können, was aufgrund des Schraubgewindes ein Herausschrauben der Ankerbolzen aus den Ankerhülsen ermöglicht. Nachteilig ist allerdings, dass zum Einschlagen der Ankerbolzen in die Ankerhülsen die Trittbügel großen Stoßbelastungen ausgesetzt werden, weil ja zur Sicherstellung des erforderlichen Ausziehwiderstands beim Einschlagen des Gewindeabschnitts der Ankerbolzen in die Ankerhülsen deren Kunststoff plastisch verformt werden muss. Damit besteht die Gefahr einer mechanischen Beschädigung der Trittbügel, wobei häufig vorgesehene Kunststoffbeschichtungen der Trittstege besonders gefährdet sind. Darstellung der Erfindung

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Befestigen von Steigbügeln in einer Betonwand so auszugestalten, dass unter Wahrung eines sicheren Halts der Steigbügel in der Betonwand bei der Montage nur

vergleichsweise geringe Kräfte auf die Steigbügel aufzubringen sind, ohne eine einfache Austauschbarkeit zu gefährden.

Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs geschilderten Art löst die

Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass zwischen den einerseits durch die Ankerhülsen und anderseits durch die Ankerbolzen gebildeten Kupplungsteilen eine Rasteinrichtung aus wenigstens einer in radialer Richtung federnden

Rastzunge an einem dieser Kupplungsteile und aus einer die Rastzunge

aufnehmenden Rastausnehmung am anderen Kupplungsteil vorgesehen ist und dass an die Rastausnehmung zumindest in einer Umfangsrichtung eine in

Umfangsrichtung geneigte, sich in radialer Richtung über die Eingriffstiefe der Rastzunge erstreckende Anlauffläche für die Rastzunge anschließt. Da zwischen den in der Betonwand vorgesehenen Ankerhülsen und den in die Ankerhülsen eingreifenden Ankerbolzen der Steigbügel eine Rasteinrichtung mit einer in radialer Richtung federnden Rastzunge und einer die Rastzunge aufnehmenden Rastausnehmung vorgesehen ist, wird der Ausziehwiderstand der Ankerbolzen aus den Ankerhülsen konstruktiv durch die Rasteinrichtung

vorgegeben, die ja einen in Ausziehrichtung wirksamen, axialen Anschlag für die diesen Anschlag hintergreifende Rastzunge bildet, sodass durch den Anschlag der Rastausnehmung eine wirksame Ausziehsicherung erreicht wird, die nur dann überwunden werden kann wenn die Rastzunge zerstört wird. Die zum Einführen der Ankerbolzen in die Ankerhülsen benötigte Kraft wird dabei im Wesentlichen von der Kraft bestimmt, die zum radialen Verlagern der Rastzunge gegen deren Federkraft erforderlich und daher unabhängig von einem vorgegebenen

Ausziehwiderstand ist. Es ist lediglich dafür zu sorgen, dass die Rastzunge beim Einführen der Ankerbolzen in die Ankerhülsen ausreichend weit gegen den sie aufnehmenden Kupplungsteil radial verlagert werden kann, um entlang der Wandung des Kupplungsteils mit der Rastausnehmung bis zur Rastausnehmung gleiten zu können.

Trotz der ein Ausziehen der Ankerbolzen aus den Ankerhülsen sperrenden Rasteinrichtung wird ein einfaches Auswechseln der Steigbügel ermöglicht, weil die Rastausnehmung zumindest in einer Umfangsrichtung in einer in

Umfangsrichtung geneigten, sich in radialer Richtung über die Eingriffstiefe der Rastzunge erstreckenden Anlauffläche für die Rastzunge ausläuft. Dies bedeutet, dass nach einem Durchtrennen des Trittstegs des Steigbügels die Ankerbolzen um ihre Achse in Richtung der Anlauffläche mit der Wirkung gedreht werden können, dass die Rastzunge in Umfangsrichtung aus der Rastausnehmung bewegt und dabei entlang der Anlauffläche gegen ihre Federkraft radial gegen den zugehörigen Kupplungsteil verlagert wird, um dann bei gelöster Rasteinrichtung den Ankerbolzen aus der Ankerhülse herausziehen zu können.

Bildet die Rastausnehmung eine sich über einen Umfangsbereich des

zugehörigen Kupplungsteils erstreckende Nut, die an zumindest einer Stirnseite mit einer Anlauffläche für die Rastzunge abschließt, so ergeben sich besonders einfache Konstruktionsbedingungen. Die sich über einen Umfangsbereich erstreckende Nut formt nicht nur mit einer Nutwand einen axialen Anschlag für die Rastzunge, sondern führt die Rastzunge auch in Umfangsrichtung zur in

Umfangsrichtung geneigten Anlauffläche, entlang der die Rastzunge seitlich aus der Rastausnehmung bewegt wird.

Die Rastzunge könnte als Teil der Ankerhülse bzw. des Ankerbolzens ausgebildet sein. Vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse stellen sich jedoch ein, wenn die wenigstens eine federnde Rastzunge an einem in eine Umfangsnut des

zugehörigen Kupplungsteils drehfest eingesetzten, offenen Federring vorgesehen ist, weil in diesem Fall unter anderem die Werkstoffeigenschaften der federnden Rastzunge unabhängig von den Werkstoffeigenschaften des zugehörigen

Kupplungsteils gewählt werden können. Es ist jedoch dafür zu sorgen, dass der aufgrund seiner Federeigenschaften einfach in die Umfangsnut einsetzbare Federring drehfest gegenüber dem zugehörigen Kupplungsteil abgestützt wird, weil sonst eine Relativdrehung zwischen der Rastzunge und der Rastausnehmung zum Lösen der Rasteinrichtung nicht sichergestellt werden könnte. Zur

Drehsicherung kann die Umfangsnut durch einen Axialsteg unterbrochen sein, der einen stirnseitigen Anschlag für die beiden Enden des offenen Federrings bildet.

Zur besseren axialen AbStützung der Ankerbolzen in den Ankerhülsen können die Federringe zwei einander diametral gegenüberliegende, je in eine

Rastausnehmung eingreifende Rastzungen aufweisen, sodass sich die axialen Stützkräfte auf die beiden Federzungen aufteilen.

Obwohl es für die Wirkung der Rasteinrichtung unerheblich ist, welcher der beiden Kupplungsteile mit der Rastzunge oder der Rastausnehmung versehen ist, muss einer Ausführungsform der Vorzug gegeben werden, bei der die Rastzungen den Ankerbolzen und die Rastausnehmung den Ankerhülsen zugeordnet sind.

Kurze Beschreibung der Erfindung

In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen

Fig. 1 einen in einer Betonwand mithilfe einer erfindungsgemäßen Vorrichtung befestigten Steigbügel in einem Schnitt durch die Ankerhülsen,

Fig. 2 eine Ankerhülse mit eingesetztem Ankerbolzen in einem Axialschnitt in einem größeren Maßstab und

Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2. Weg zur Ausführung der Erfindung

Wie sich aus der Fig. 1 ergibt, sind zur nachträglichen Befestigung eines

Steigbügels 1 in einer Betonwand 2, beispielsweise eines Schachtrings, für jeden Steigbügel 1 zwei Ankerhülsen 3 eingegossen, in die der Steigbügel 1 eingeführt wird. Der U-förmige Steigbügel 1 , der einen Trittsteg 4 mit zwei abstehenden Schenkeln 5 bildet, weist an den Schenkelenden zwei parallele Ankerbolzen 6 zur Verankerung in den Ankerhülsen 3 auf. Diese Verankerung erfolgt über eine Rasteinrichtung 7 zwischen der Ankerhülse 3 und dem in die Ankerhülse 3 eingreifenden Ankerbolzen 6. Die Rasteinrichtung 7 umfasst entsprechend den Fig. 2 und 3 zwei einander diametral gegenüberliegende, federnde Rastzungen 8, die in Rastausnehmungen 9 federnd einrasten. Obwohl vorzugsweise die

Rastzungen 8 den Ankerbolzen 6 und die Rastausnehmungen 9 den Ankerhülsen 3 zugeordnet sind, ist dies nicht zwingend, weil in einer kinematischen Umkehr die Rastzungen 8 und die Rastausnehmungen 9 auch dem jeweils anderen dieser Kupplungsteile zugehören können.

Um einfache Konstruktionsvoraussetzungen zu schaffen, sind die Rastzungen 8 an einem von den Ankerbolzen 6 gesonderten, offenen Federring 10 vorgesehen, der in eine durch einen Axialsteg 1 1 unterbrochene Umfangsnut 12 des

Ankerbolzens 6 eingesetzt ist und sich mit seinen stirnseitigen Enden 13 am Axialsteg 1 1 gegen ein Drehen in Umfangsrichtung abstützt. Die

Rastausnehmungen 9 für die Rastzungen 8 werden durch sich über einen beschränkten Umfangsbereich der Kupplungshülse 3 erstreckende Nuten 14 gebildet, an die an einer Stirnseite eine in Umfangsrichtung ansteigende

Anlauffläche 15 für die Rastzunge 8 anschließt. Da sich der Anstieg der

Anlauffläche 15 über die Nuttiefe erstreckt, werden bei einer Drehung des

Ankerbolzens 6 in Richtung des Anstiegs der Anlaufflächen 15 die Rastzungen 8 gegen ihre Federkraft entlang der Anlaufflächen 15 aus den Nuten 14 radial einwärts gegen den Federring 10 verschwenkt, sodass die Ankerbolzen 6 dann bei gelöster Rasteinrichtung 7 aus den Ankerhülsen 3 gezogen werden können. Zu diesem Zweck muss allerdings vorher der Trittsteg 4 durchtrennt werden, damit die Ankerbolzen 6 über den verbleibenden Trittstegabschnitt in der Ankerhülse 3 gedreht werden können.

Zum Einsetzen eines Steigbügels 1 in die Ankerhülsen 3 brauchen die

Ankerbolzen 6 mit den drehfest eingesetzten Federringen 10 lediglich in die Ankerbolzen 6 eingeführt zu werden, bis die beim Einführen gegen die Ankerbolzen eingeschwenkten Rastzungen 8 in die Rastausnehmungen 9 federnd einrasten und damit die Ankerbolzen 6 gegen ein axiales Herausziehen in den Ankerhülsen 3 verriegeln.