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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR SEPARATING NEEDLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/195260
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for separating needles (1), said device comprising a receiving element (2) for the needles (1) and a separating device (3). Said receiving element (2) comprises at least one through opening (4), the separating device (3) comprises an ejection device (5) which can be passed through the through-opening (4) of the receiving element (2). Said ejection device (5) has a contact area (6) on the upper edge which corresponds at least to a needle (1) and detects said needle.

Inventors:
HERZOG, Guido (Bufflerhofstrasse 20, Rheineck, CH-9424, CH)
Application Number:
EP2014/061359
Publication Date:
December 11, 2014
Filing Date:
June 02, 2014
Export Citation:
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Assignee:
AUTEFA SOLUTIONS GERMANY GMBH (Paul-Lenz-Str. 1, Friedberg, 86316, DE)
International Classes:
D04H18/02; B27F7/13
Foreign References:
DE8329050U11984-01-05
DE3201282A11983-07-28
US6393693B12002-05-28
US4936497A1990-06-26
US4122975A1978-10-31
Attorney, Agent or Firm:
ERNICKE, Klaus (Schwibbogenplatz 2b, Augsburg, 86153, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. ) Vorrichtung zum Vereinzeln von Nadeln (1),

insbesondere für die Bestückung eines Nadelbrettes einer Nadelmaschine zur Vliesstoff- oder

Nadelfilzherstellung, mit einer Aufnahme (2) für die Nadeln (1) und mit einer Vereinzelungseinrichtung (3) , dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Aufnahme (2) zumindest eine Durchtrittsöffnung (4) aufweist, dass die Vereinzelungseinrichtung (3) ein Austreibungsmittel (5) umfasst, welches durch die Durchtrittsöffnung (4) der Aufnahme (2)

hindurchführbar ist und welches einen Kontaktbereich (6) aufweist, der zumindest mit einer Nadel (1) korrespondiert .

2. ) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass das

Austreibungsmittel (5) der Vereinzelungseinrichtung (3) als Schwert, Stempel oder Stößel ausgebildet ist .

3. ) Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass der Kontaktbereich (6) des Austreibungsmittels (5) eine Trag- und

Führungsfunktion für die Nadel (1) hat.

4. ) Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass der Kontaktbereich

(6) des Austreibungsmittels (5) mindestens eine Nut

(7) für eine Nadel (1) umfasst.

5. ) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der

Kontaktbereich (6) des Austreibungsmittels (5) zwei beabstandete und nach oben ragende Auflager (8,9) mit jeweils einer Nut (10) für eine Nadel (1) aufweist .

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass zwischen einer Oberkante (7) des Austreibungsmittels (5) und der vom Kontaktbereich (6) gehaltenen Nadel (1) ein Freiraum (37) für ein Greifmittel (13) ausgebildet ist .

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das

Austreibungsmittel (5), insbesondere ein Schwert, einen zwischen den Auflagern (8,9) angeordneten beweglichen Einsatz (42) mit einer oberen Nut (10) aufweist .

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der

Einsatz (42) einen durch das Ausfahren des

Austreibungsmittels (5) aktivierten Betätiger (43) aufweist .

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der

Einsatz (42) in Ruhestellung und beim Ausfahren des Austreibungsmittels (5) auf Höhe der Auflager (8,9) mit Nutenanschluss angeordnet ist, und in der ausgefahrenen Betriebsstellung des

Austreibungsmittels (5) unter Bildung des Freiraums (37) abgesenkt ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Durchtrittsöffnung (4) in einer Grundplatte (15) der Aufnahme (2) vorgesehen ist und dass die Aufnahme

(2) oben offen ist.

11. ) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der

Innenraum der Aufnahme (2) trichterförmig

ausgebildet ist.

12. ) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Durchtrittsöffnung (4) im tiefsten Punkt der

Aufnahme (2) angeordnet ist und hinsichtlich ihrer Abmessungen mit denen des Kontaktbereiches (6) des

Austreibungsmittels (5) korrespondiert und dass das Austreibungsmittel (5) unterhalb der Aufnahme (2) angeordnet ist. 13.) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass für die Aufnahme (2) ein Einsatz (29) mit einer

Durchtrittsöffnung (4') vorgesehen ist, in den die Aufnahme (2) einsetzbar ist.

14. ) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Länge LA des Austreibungsmittels (5), insbesondere seines Kontaktbereichs (6), und der Durchtrittsöffnung (4) kürzer als die Gesamtlänge LN der Nadel (1) sind.

15. ) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der

Innenraum der Aufnahme (2) in der Länge an die

Nadeln (1) angepasst ist.

16.) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der

Kontaktbereich (6) des Austreibungsmittels (5) in Ruhestellung die Durchtrittsöffnung (4) der Aufnahme

(2) verschließt.

17. ) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Vereinzelungseinrichtung (3) zur Bewegung des

Austreibungsmittels (5) entgegen der Schwerkraft eine Hubeinrichtung (18) umfasst.

18. ) Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass die Hubeinrichtung (18), Kraftübertragungsmittel (21, 22), eine Führung (24) und einen an der Führung (24) verfahrbaren

Träger (23) für das Austreibungsmittel (5) aufweist, wobei der Träger (23) mit den

Kraftübertragungsmitteln (21, 22) zusammenwirkt, und dass ein Antrieb (19) vorgesehen ist.

19. ) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Vereinzelungseinrichtung (3) einen

Überwachungssensor (31) umfasst.

20. ) Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass der

Überwachungssensor (31) den Kontaktbereich (6) des Austreibungsmittels (5) in der ausgefahrenen

Betriebsstellung und die aufgenommene Nadel (1) erfasst .

21. ) Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Aufnahme (2) eine Vibrationseinrichtung umfasst.

22. ) Vorrichtung nach einem vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass an der Aufnahme (2) Angriffselemente (32) für ein Wechseln der Aufnahme (2) vorgesehen sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Vereinzelungseinrichtung (3) eine

Positioniereinrichtung (35) für die am

Kontaktbereich (6) aufgenommene Nadel (1) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Positioniereinrichtung (35) ein

Positionierungsbauteil (39), insbesondere eine

Andrückeinrichtung, aufweist, das die dem

Kontaktbereich (6) zugeordnete Nadel (1) und/oder den Kontaktbereich (6) und/oder das

Austreibungsmittel und/oder die Aufnahme (2) zur Optimierung der Position der Nadel (1), insbesondere in Längsrichtung der Nadel (1), mit Kraft

beaufschlagt . Vorrichtung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Positioniereinrichtung (35) einen Vorposit ionierer (40) zum Drehen der Nadel (1) um die Längsachse und zum Ausrichten ihrer Krücke (12) aufweist.

Description:
BESCHREIBUNG

Vorrichtung zum Vereinzeln von Nadeln

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Nadeln, insbesondere für die Bestückung eines Nadelbrettes einer Nadelmaschine zur Vliesstoff ¬ oder Nadelfilzherstellung, mit einer Aufnahme für die Nadeln und mit einer Vereinzelungseinrichtung.

)

Nadelbretter sind Bestandteile von Nadelmaschinen zur Vliesstoff- oder Nadelfilzherstellung und sind mit

speziellen Nadeln bestückt. Die Nadelmaschinen dienen der Verfestigung / Verdichtung von Fasermaterialien, Fasern,

3 Endlosfasern. Es werden Produkte wie Spinnvlies,

Kunstleder, künstliches Wildleder, Nadelfilz, das Vlies enthalten kann, hergestellt. Die Nadeln weisen durch ihren Befestigungshaken, die sogenannte Krücke, eine L-Form auf und sind durch Bohrlöcher im Nadelbrett hindurchgeführt

) und fixiert. Die Nadeln unterliegen größter Beanspruchung und werden über die Zeit beschädigt.

Neben Nadeln mit Krücken gibt es auch Nadeln mit

Befestigungsbereichen, die durch die Verdickung eines Endes gebildet werden, wie bspw. aus JP 11350328 A oder DE 10 2011 016 755 B3 bekannt. Die Erfindung kann sich sowohl auf die Vereinzelung von Nadeln beziehen, die der

Nadelbrettbestückung dienen, als auch auf Nadeln, wie Nähoder Stick- oder Stricknadeln, Nägel oder nagelähnliche Stifte in anderen Anwendungsbereichen.

Damit nun das Nadelbrett mit den Nadeln bestückt werden kann, müssen diese von einer Entnahmestelle entnommen werden. Die Entnahmestelle ist aus dem Stand der Technik in sehr unterschiedlichen Ausführungen bekannt. Aus DE 3941159 Cl ergibt sich beispielsweise ein

Schwingförderer, der an einer Schlitteneinheit einer Be- und Entnadelungsvorrichtung angeordnet ist und eine

Aufnahme für einen Vorrat zunächst ungeordneter Nadeln aufweist. Der Schwingförderer weist einen Auslauf auf, in dem die Nadeln vereinzelt und mit ihren Krücken

gleichsinnig orientiert werden. Die gleichsinnig

orientierten vereinzelten Nadeln werden dann quer auf einem bandförmigen Linearförderer abgelegt, der durch einen Schrittantrieb jedes Mal um einen Schritt vorrückt, wenn eine neue Nadel in das Nadelbrett eingetrieben werden soll. Ein Greifer ergreift die jeweils letzte Nadel der mit dem Bandförderer zugeführten Nadeln und schwenkt dann zum Nadelbrett, um die Bestückung vorzunehmen. Die

Vereinzelung der bereitzustellenden Nadeln erfordert zwei Förderaggregate — einen Schwingförderer und einen

Bandförderer und ist somit relativ teuer. Zudem benötigt die bekannte Vereinzelungsvorrichtung viel Platz innerhalb der Gesamtvorrichtung.

Eine weitere Vorrichtung zum Vereinzeln bzw. Zuführen von Nadeln, mit denen ein Nadelbrett bestückt werden soll, ist aus EP 1953287 AI bekannt. Die Nadelzuführung umfasst eine Aufnahme für die Nadeln in Form eines Fülltrichters mit Vibrationseinrichtung und eine Füllvorrichtung in Form von zwei parallelen, gleichsinnig drehenden Gewindespindeln, in deren Gängen die Nadeln in gewünschter Beabstandung vereinzelt und gruppenweise abgelegt werden, so dass sie von einer Spannzange / Mehrfachspannzange ergriffen und abgenommen werden können. Zur Drehung der Spindeln werden Schrittmotoren eingesetzt. Die in Rede stehende

Vereinzelungsvorrichtung erfordert einen hohen

konstruktiven Aufwand und ist platzintensiv. Die DE 10 2011 016 755 B3 zeigt eine Vorrichtung, die neben anderen Funktionen auch dem Bestücken eines

Nadelbrettes mit Nadeln dient, wobei ein Roboter mit einem Werkzeugarm frische Nadeln von einer Entnahmestelle aufnimmt. Da der Roboter mit einem gelenkigen Werkzeugarm und Werkzeug ausgestattet ist, kann er Nadeln selbst aus einer Entnahmestelle entnehmen, weshalb der

Personalaufwand äußerst gering ist. Der Roboter hat eine große Bewegungsfreiheit, was die freie Nadelaufnahme punktuell, bezogen auf eine ausgewählte Nadel in der

Entnahmestelle erlaubt. Durch den gelenkigen Werkzeugarm am Roboter wird der konstruktive Aufwand einer

herkömmlichen Nadelzuführung vermieden. Die Entnahmestelle ist bspw. auf einer Grundplatte des Roboters angeordnet. Bei dieser Nadelentnahme ist der Entnahme ein

Detektionsvorgang mittels Kamera oder Laserscanner oder weiteren Detektionseinrichtungen vorgeschaltet. In einem separaten Computer werden die Daten so elektronisch erfasst und verarbeitet, dass die Position der

aufzunehmenden Nadel ermittelt wird und dann die

Ausrichtung des Werkzeugarmes mit dem Greifer erfolgt. Bei dieser mit Hilfe der Bilderkennung arbeitenden

Roboterlösung handelt es sich um den „Griff in die Kiste", auch als „Binpicking" bezeichnet. Diese Art von

Nadelentnahme ist sehr aufwendig, da der Roboter ein hochauflösendes Bild von der Nadel zu erkennen hat. Eine hochauflösende Bilderkennung ist sehr teuer und erfordert eine aufwendige Software. Viele Programmierstunden und

Tests sind erforderlich, um die Undefinierte Greifposition und den Greifort der zu ergreifenden Nadel an der

Entnahmestelle zu berechnen. Die Greifposition beschreibt, wo die Krücke / der Haken angeordnet sein muss. Der

Greifort richtet sich auf die Lage der Nadel in der

Entnahmestelle. Die Nadelerkennung und die Nadelergreifung erfolgt bei dem in Rede stehenden Stand der Technik relativ langsam. Vom Erkennen des Bildes bis zur Aufnahme der Nadel vergehen ca. 5 Sekunden. Die rechnerische

Auswahl von einer Nadel, das Hinfahren und das Ergreifen haben außerdem eine verbesserungswürdige Trefferquote von ca. 85%. Bei dem Ziel, ein Nadelbrett mit beispielsweise ca. 50.000 Nadeln zu bestücken, spielen die Sekunden der Nadelergreifung eine sehr große Rolle.

Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige Vorrichtung zum

Vereinzeln von Nadeln bereitzustellen, die eine Nadel schnell und sicher in eine definierte Position bringt, so dass ein reproduzierbares, treffsicheres Ergreifen der Nadel durch eine Nadelbestückungsvorrichtung ermöglicht wird. Darüber hinaus soll die Vorrichtung in schlanker Baugröße realisierbar sein.

Die voranstehende Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Danach ist eine Vorrichtung der in Rede stehenden Art derart ausgestaltet, dass die

Aufnahme zumindest eine Durchtrittsöffnung aufweist, dass die Vereinzelungseinrichtung ein Austreibungsmittel umfasst, welches durch die Durchtrittsöffnung der Aufnahme hindurchführbar ist und welches einen Kontaktbereich aufweist, der zumindest mit einer Nadel korrespondiert.

Zunächst ist erkannt worden, dass der Stand der Technik zwei grundsätzliche Arten von Vorrichtungen zum Vereinzeln bereithält. Zum einen ist die separate

Vereinzelungsvorrichtung bekannt, die aus zwei

Bestandteilen aufgebaut ist, nämlich einer Nadelaufnahme mit einem kinematischen Schwing- oder Rüttelmechanismus und einer Vereinzelungseinrichtung in Form eines

Förderers. Aus der Aufnahme gelangen die Nadeln zum

Förderer, von wo aus die Bestückungsvorrichtung die Nadeln aufnimmt. Hierbei wird wegen der Baugröße sehr viel Platz beansprucht. Zum anderen ist eine Vereinzelungsvorrichtung bekannt, die in die Nadelbestückungsvorrichtung in Form eines Roboters integriert ist, welche dann eine

aufwändige, langsame und zudem teure und im Hinblick auf die Trefferquote suboptimale Bildverarbeitungssoftware zur Detektion der Nadel vor dem Ergreifen benötigt. Bezüglich der einen bekannten Bauform ist erkannt worden, dass die Baugröße einer herkömmlichen

Vereinzelungsvorrichtung verringert werden kann, wenn der Vereinzelungsvorgang nicht erst bei Austritt der Nadel aus der Aufnahme stattfindet, sondern quasi in der Aufnahme selbst stattfindet.

Bezüglich der anderen bekannten Bauform ist erkannt worden, dass Bildverarbeitungssoftware, bspw. bei einer Bestückungsvorrichtung in Form eines Roboters, dann für den Zweck der Nadelentnahme nicht erforderlich ist, wenn die Vereinzelungseinrichtung die Nadel reproduzierbar positioniert .

Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass die

Positionierung einer Nadel mittels einer gattungsgemäßen Vorrichtung auch bei geringer Baugröße erreicht werden kann; wenn der Vereinzelungsvorgang und die Darbietung der vereinzelten Nadel nicht räumlich getrennt vom Füllort bzw. von der Aufnahme erfolgt, sondern die Aufnahme für die Nadeln Wirkort der Vereinzelungseinrichtung ist. Die Vereinzelungseinrichtung dringt in den Bereich der

Aufnahme ein, und vereinzelt die Nadel durch sie hindurch. Die erfinderische Qualität liegt somit bereits darin, dass die Aufnahme während des Vereinzelungsvorgangs Bestandteil der Vereinzelungseinrichtung ist.

Weiter ist erfindungsgemäß erkannt worden, dass die

Aufnahme die Vereinzelung der Nadel ermöglicht, wenn sie zumindest eine Durchtrittsöffnung aufweist, durch die hindurch ein Austreibungsmittel der

Vereinzelungseinrichtung geführt werden kann. Weiter ist erfindungsgemäß erkannt worden, dass eine definierte

Position der Nadel erreicht werden kann, wenn das

Austreibungsmittel über einen Kontaktbereich verfügt, der auf die zumindest eine Nadel abgestimmt ist und mit dieser korrespondiert .

Das Austreibungsmittel der erfindungsgemäßen Vorrichtung könnte als Schwert, Stempel oder Stößel ausgebildet sein. Das Austreibungsmittel könnte zur Austreibung der Nadel oder auch einer gewünschten Anzahl an Nadeln in

verschiedenen Richtungen durch die Aufnahme und die dortigen Nadeln geführt sein. Wenn das Austreibungsmittel die Nadel vereinzelt, durchstößt es den übrigen

Nadelhaufen und verdrängt dabei die nicht vom

Kontaktbereich erfassten Nadeln. Im Hinblick auf eine schlanke Bauform ist es bevorzugt, das Austreibungsmittel unterhalb der Aufnahme anzuordnen. Eine Ausführung mit einem Schwert, Stempel oder Stößel ermöglicht sehr kleine Bauformen, so dass auch mehrere Vereinzelungseinrichtungen nebeneinander — bspw. auf derselben Grundplatte, auf der sich ein Roboter als Bestückungsvorrichtung befindet - für unterschiedliche Nadeln vorgesehen sein könnten. Auf diese Weise kann mit mehreren Nadeltypen in verschiedenen

Aufnahmen und verschiedenen Austreibungsmitteln parallel gearbeitet werden. Am Austreibungsmittel könnten Anschläge zur Höheneinstellung bzw. zur Einstellung des Ausfahrweges vorgesehen sein. Zur Realisierung einer definierten Position der Nadel könnte der Kontaktbereich des Austreibungsmittels

mindestens eine Nut für eine Nadel umfassen. Für

gruppenweises Ergreifen von mehreren Nadeln durch die Bestückungsvorrichtung könnte der Kontaktbereich auch mehrere Nuten oder Rinnen oder Vertiefungen oder dgl.

aufweisen. Diese könnten bspw. parallel zueinander

angeordnet sein. Des weiteren könnten die Nuten des

Mehrfach-Kontaktbereiches auch auf die Formgebung

verschiedener Nadeln mit unterschiedlichen Krücken und / oder unterschiedlichen Nadelabmessungen und / oder auf die Formgebung von Nadeln ohne Krücken angepasst sein.

Korrespondierend dazu könnte die Aufnahme verschiedene Kammern für verschiedene Nadeltypen und jeweils

Durchtrittsöffnungen für die einzelnen Kammern und

Austreibungsmitteln mit den entsprechenden

Kontaktbereichen umfassen.

Die Nut am Kontaktbereich kann unterschiedlich ausgebildet sein. Sie kann auch während des Austreibvorgangs und während der Vereinzelung verändert werden. Zu Beginn der Vereinzelung, wenn das Austreibungsmittel in den

Nadelhaufen eintaucht, kann eine lange und vorzugsweise über die gesamte Länge des Austreibungsmittels

durchgehende Nut vorhanden sein. Auf der langen Nut kann sich eine einzelne Nadel besonders gut fangen und

positionieren .

In der ausgefahrenen Betriebsstellung des

Austreibungsmittels ist es günstig, wenn am besagten Kontaktbereich die Nut unterbrochen und ein Freiraum gebildet wird, der den Zugriff eines Greiferelements zum Aufnehmen und zum Weitertransport der vereinzelten Nadel erleichtert. Diese unterschiedliche Nutengestaltung lässt sich vorzugsweise automatisch einstellen, wobei die betreffende Verstellung von der Ausfahrbewegung des

Austreibungsmittels über einen Betätiger abgeleitet wird.

In konstruktiver Hinsicht kann das Austreibungsmittel an den axialen Enden des Kontaktbereichs lokale und

hochragende Auflager mit einer kurzen Nut an der Oberseite aufweisen, wobei in dem bevorzugt hohlen

Austreibungsmittel ein beweglicher und in der vorerwähnten entsprechend verstellbarer Einsatz angeordnet ist. Dieser befindet sich zwischen den besagten Auflagern und hat am oberen Ende ebenfalls eine Nut. In der Ruhestellung und in der Anfangsphase des Austreibungs- und

Vereinzelungsvorgangs schließt die Nut des Einsatzes an die Nuten der Auflager fluchtend an. In der erhabenen Betriebsstellung wird der Einsatz unter Bildung des Freiraums zurückgezogen, insbesondere abgesenkt.

Nach der bevorzugten Ausführungsform, wobei das

Austreibungsmittel unterhalb der Aufnahme angeordnet ist, wäre dann nur eine einzige Durchtrittsöffnung in der

Grundplatte der Aufnahme erforderlich, wenn die Aufnahme nach oben öffnet. Die nach oben offene Aufnahme ist unter dem Aspekt der Verdrängung der Nadeln vorteilhaft, die nicht vom Kontaktbereich des Austreibungsmittels erfasst sind. Die Aufnahme könnte auch in anderen Bauformen ausgeführt sein. Zum Beispiel ist auch eine Aufnahme mit zusätzlicher Deckplatte als Schutz vor Verschmutzung möglich. Dann wäre die Ausbildung zweier

gegenüberliegender Durchtrittsöffnungen denkbar, die in die Grundplatte und in die Deckplatte der Aufnahme

gegenüberliegend eingearbeitet sein könnten. Es wäre aber auch möglich, zwei gegenüberliegende Durchtrittsöffnungen an den Seitenwänden der Aufnahme vorzusehen. Dies könnte dann der Fall sein, wenn die Greifmittel der

Bestückungsvorrichtung die selektierte Nadel in einer seitlichen Ausgabeposition besser ergreifen können. Das Halten der Nadel im Kontaktbereich könnte — gerade in der Ausgabeposition, das heißt, wenn der Kontaktbereich der Vereinzelungseinrichtung die Aufnahme verlässt - durch ein temporäres magnetisches Feld erzeugt werden, das natürlich ohne Einfluss auf die anderen Nadeln bleiben muss. Unter diesem Aspekt wäre auch die Nadelentnahme unterhalb der Aufnahme denkbar. Von erfindungswesentlicher Bedeutung ist die

Formgestaltung der Aufnahme für die Nadeln. Hierüber wird eingestellt, wo die Nadeln liegen, wo das

Austreibungsmittel der Vereinzelungseinrichtung angreift und wo schließlich die Greifmittel der

Bestückungsvorrichtung zur Aufnahme der Nadel ansetzen. Alles erfolgt in einem vorher festgelegten Bereich, so dass — in Abgrenzung gegen DE 10 2011 016 755 B3 - keine Positionssuche stattfindet. Die Formgestaltung der

Aufnahme ist entscheidend, Fertigungstoleranzen sollten gering sein. Werden Nadeln mit Krücken eingesetzt, könnte eine nach oben offene Aufnahme mit einer trapezförmig ausgestalteten Vertiefung vorgesehen sein, wobei die

Nadelspitzen zum konvergierenden Ende und die Krücken zum divergierenden Ende der Vertiefung weisen.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung könnte die

Aufnahme zumindest innen trichterförmig ausgebildet sein. Zweckmäßigerweise könnte die Durchtrittsöffnung im

tiefsten Punkt der Aufnahme angeordnet sein und

hinsichtlich ihrer Abmessungen mit denen des

Kontaktbereichs des Austreibungsmittels korrespondieren. Bei dieser vorteilhaften Ausgestaltung der

erfindungsgemäßen Vorrichtung wäre das Austreibungsmittel unterhalb der Aufnahme bzw. unterhalb der Trichteröffnung / Durchtrittsöffnung anzuordnen. Zur Bewegung des Austreibungsmittel der

Vereinzelungseinrichtung könnte eine Hubeinrichtung vorgesehen sein. Die Hubeinrichtung könnte einen Antrieb, Kraftübertragungsmittel, eine Führung und einen an der Führung verfahrbaren Träger für das Austreibungsmittel aufweisen, wobei der verfahrbare Träger mit den

Kraftübertragungsmitteln zusammenwirkt. Zur Realisierung der Kraftübertragungsmittel könnten Zahnstange und Zahnrad zum Einsatz kommen, die einen geringen Reibungsverlust aufweisen. Aber auch ein Riemen- oder Kettentrieb ist als Kraftübertragungsmittel für die Hubeinrichtung möglich. Die Bewegung der Vereinzelungseinrichtung könnte durch einen elektrisch, pneumatisch, magnetisch oder hydraulisch arbeitenden Antrieb erfolgen. Zur gesteuerten Bewegung des Austreibungsmittels könnten Magnetkontakte vorgesehen sein und Linearführungsmaßnahmen ergriffen werden. Bei einem unterhalb der Aufnahme angeordneten Austreibungsmittels könnten Steuerbefehle wie „Aufwärts / Abwärts / Stop / Go" ausgeführt werden.

Damit ein unerwünschter Austritt von Nadeln während der Ruhestellung des Austreibungsmittels außerhalb der

Aufnahme vermieden wird, könnte der Kontaktbereich des

Austreibungsmittels in Ruhestellung die Durchtrittsöffnung der Aufnahme verschließen. Alternativ oder kumulativ bei gegenüberliegenden Durchtrittsöffnungen könnten

Verschlüsse vorgesehen sein, die lamellenartig,

blendenartig oder auch magnetisch ausgebildet sind.

Beispielsweise könnten in der Durchtrittsöffnung liegende Verschlussteile verdrängt werden und in der Ruheposition bereits eine vorbereitende Vereinzelung der Nadel

bewirken, die dann sofort auf dem Kontaktbereich zu liegen kommt. Die vorbereitende Vereinzelung der Nadel könnte dadurch erfolgen, dass der Abstand der Verschlussbauteile geringer als die Dicke der Nadel ist. Per Gravitation erfolgt dann die vorbereitende Nadelselektion. Darüber hinaus könnte die Vereinzelungseinrichtung einen

Überwachungssensor umfassen. Der Überwachungssensor könnte in dem Bereich angeordnet sein, in dem das

Austreibungsmittel mit der vereinzelten Nadel aus der Aufnahme austritt, so dass Greifmittel der

Bestückungsvorrichtung die Nadel aufnehmen können. Für den Fall, dass keine Nadel auf dem Kontaktbereich der

Vereinzelungseinrichtung aufliegt, geht ein vom

Überwachungssensor bspw. ausgesendeter Lichtstrahl ins Leere und ein Steuersignal des Überwachungssensors

veranlasst, dass der Vorgang der Hubbewegung der

Vereinzelungseinrichtung automatisch wiederholt wird. Der Überwachungssensor könnte als separates Bauteil vorliegen und mit jeder Bewegungseinrichtung, die die Bewegung des Austreibungsmittels bewirkt, zusammenarbeiten. Der

Überwachungssensor könnte aber auch integraler Bestandteil der Vereinzelungseinrichtung sein oder als Zusatzbauteil mitgeliefert werden. Eine eventuelle Wiederholung der Hubbewegung würde ohne Zeitverlust für die

Bestückungsvorrichtung bzw. den Nadelwechsler erfolgen. In der Nadelbestückungszeit der Bestückungsvorrichtung kann die Positionierung der Nadel durch das Austreibungsmittel der Vereinzelungseinrichtung auf jeden Fall realisiert werden, selbst wenn einmal eine Nadel vom Kontaktbereich herunterfällt. Generell wartet das Austreibungsmittel mit der auf seinem Kontaktbereich liegenden vereinzelten Nadel solange, bis die Greifmittel der Bestückungsvorrichtung diese Nadel zu ergreifen haben.

Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der

erfindungsgemäßen Vorrichtung könnte der Aufnahme eine Vibrationseinrichtung zugeordnet sein. Diese könnte dann zum Einsatz kommen, wenn es einmal passiert, dass die Nadel vom Kontaktbereich der Vereinzelungseinrichtung herunterfällt, es quasi eine Leerbewegung gibt. Wenn die Vibrationseinrichtung dann einen Rüttelvorgang realisiert, gibt dies die Garantie, dass der nächste Bewegungsvorgang des Austreibungsmittels mit der Nadel erfolgt. Hier könnten der Überwachungssensor und die

Vibrationseinrichtung in vorteilhafter Weise

zusammenarbeiten. Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat jedenfalls genügend Zeit, um die Nadel in der

vorbeschriebenen Position vorzuhalten / vorzubereiten für die vom Bestückungsvorgang zurückkehrenden Greifmittel.

Zum Antransport der Aufnahme mit den Nadeln und zum

Abtransport der geleerten Aufnahme könnten an der Aufnahme Angriffselemente vorgesehen sein, die durch die

Greifmittel der Bestückungsvorrichtung ergriffen werden könnten. Auf diese Weise ist ein personeller

Aufnahmewechselvorgang kostengünstig eingespart. im Hinblick auf ein perfektes Zusammenspiel zwischen dem Greifmittel der Bestückungseinrichtung und der

Nadelposition, könnte die Position der Nadel durch eine Positioniereinrichtung weiter präzisiert werden. Diese kann ein zusätzliches Positionierungsbauteil für eine axiale Positionierung der Nadel und/oder einen

Vorpositionerer für die Drehlage der Nadel und ihrer

Krücke aufweisen.

Je nach Ausgestaltung des Kontaktbereiches des

Austreibungsmittels könnte der Fall eintreten, dass die Nadel zwar vereinzelt ist und auf oder an dem aus der Aufnahme herausbewegten Austreibungsmittel angeordnet ist, jedoch die Nadelspitze und die Krücke über den

Kontaktbereich hinaus abragen Dabei könnte es bei jeder Nadelseparierung dazu kommen, dass die Nadelspitze und die Krücke stets unterschiedlich über den Kontaktbereich des Austreibungsmittels hinausgehen. Dies hat zur Folge, dass das Greifmittel immer an unterschiedlichen Abschnitten der Nadel angreift.

Um einen reproduzierbaren Angriffsbereich der Nadel zu ermöglichen, könnte als zusätzliches

Positionierungsbauteil eine Andrückeinrichtung vorgesehen sein, die im zuvor geschilderten Fall eine Verschiebung der Nadel in Richtung ihrer Längsachse vornimmt und diese dazu mit Kraft beaufschlagt.

Die Andrückeinrichtung könnte über den Rand der Aufnahme hinweg in den Bereich des aus der Aufnahme heraus

getretenen Austreibungsmittels hineinragen und dort bspw. in Kontakt mit der Krücke der Nadel treten und diese auf dem Kontaktbereich so verschieben, dass die definierte

Position erreicht wird. Im erläuterten Beispiel sollte der Angriffsbereich möglichst nahe an der Krücke liegen. Zur Kraftbeaufschlagung könnte ein pneumatischer Antrieb benutzt werden und eine rein translatorische Bewegung der Andrückeinrichtung erzeugt werden. Möglich sind aber auch mechanische Vorkehrungen zur

Realisierung einer Schwenkbewegung in Kombination mit einem elektrischen Antrieb und weitere konstruktive

Umsetzungen. Je nach Nadel und Greiferbeschaffenheit oder je nach weiteren baulichen Gegebenheiten könnten über das

Positionierungsbauteil zusätzlich oder alternativ zur Kraftbeaufschlagung der Nadel auch eine

Kraftbeaufschlagung des Kontaktbereiches, des

Austreibungsrnittels , oder der Aufnahme stattfinden.

Außerdem können auch andere Kraftrichtungen realisiert werden als die in Längsrichtung der Nadel. Ein

Vorpositionerer kann z.B. als Ausstreifer ausgebildet sein, der die Krücke beim Ausfahren des

Austreibungsmittels in eine vertikale Lage dreht.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung könnte als mobile Einheit vorliegen oder fest im Bereich der Bestückungsvorrichtung / des Nadelwechslers montiert sein. Es könnten mehrere Vorrichtungen im Bereich der Bestückungsvorrichtung vorgegeben sein. Dies ist dann der Fall, wenn Nadelbretter mit unterschiedlichen Nadeln bestückt werden.

Beispielsweise könnten verschieden ausgestaltete

Nadelspitzen über das gesamte Nadelbrett erforderlich sein .

Die Bestückungsvorrichtung könnte eine herkömmliche halbautomatische oder vollautomatische

Nadelwechselmaschine oder ein Roboter oder eine von einer Person gehandhabte Spannzange sein.

Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise

auszugestalten und weite rz ubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung eines

Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung des angeführten Ausführungsbeispiel der Erfindung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und

Weiterbildungen der Lehre erläutert. In den Zeichnungen zeigen

Figur 1: in schematischer Darstellung, eine

Perspektivansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Vereinzelungseinrichtung und Aufnahme, in Betriebsstellung,

Figur 2: in schematischer verkleinerter Darstellung, ein

Ausschnitt des Gegenstandes aus Fig. 1 mit

Einsatz für die Aufnahme und noch aktivem

Überwachungssensor, in Ruhestellung,

Figur 3 : in vergrößerter, schematischer Darstellung, eine

Draufsicht der Aufnahme aus Fig. 2,

Figur 4: in schematischer Darstellung, einen Schnitt

entlang der Schnittlinie A-A durch den

Gegenstand der Fig. 3,

Figur 5: in vergrößerter, schematischer Darstellung, eine

Seitenansicht des Kontaktaufnahmebereiches der Vereinzelungseinrichtung aus Fig. 1,

Figur 6: eine Variante der Vorrichtung von Fig. 1 und 2 in Betriebsstellung, Figur 7 und 8: eine weitere Variante zu Fig. 1 und 2 in

Ruhe- und Betriebsstellung,

Figur 9: eine abgebrochene Seitenansicht der

Vereinzelungseinrichtung mit einer

Positioniereinrichtung und einem Greifer und Figur 10 - 12: eine Variante der Vorrichtung von Figur 1 bis 9.

Die Figur 1 zeigt eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Nadeln 1 für die Bestückung eines Nadelbrettes einer

Nadelmaschine zur Vliesstoff- oder Nadelfilzherstellung, mit einer Aufnahme 2 für die Nadeln 1 und mit einer

Vereinzelungseinrichtung 3. In Figur 6 bis 8 sind

Varianten hierzu dargestellt.

In den Figuren 2 bis 4 ist dargestellt, dass die Aufnahme 2 zumindest eine Durchtrittsöffnung 4 aufweist. In Fig. 2 ist die Durchtrittsöffnung 4 gestrichelt dargestellt. Die Figuren 1 und 5 zeigen, dass die Vereinzelungseinrichtung 3 erfindungsgemäß ein Austreibungsmittel 5 umfasst, welches durch die Durchtrittsöffnung 4 der Aufnahme 2 hindurchführbar ist und welches einen Kontaktbereich 6 aufweist, der hier mit einer Nadel korrespondiert. Am Kontaktbereich 6 wird die Nadel 1 erfasst. Die Aufnahme 2 bildet zumindest während des Vereinzelungsvorganges durch die Aufnahme 2 hindurch gemeinsam mit der

Vereinzelungseinrichtung 3 eine integrale Einheit.

Das Austreibungsmittel 5 arbeitet in vertikaler Richtung v, von unten nach oben, entgegen der Schwerkraft und treibt eine Nadel 1 aus, wobei alle anderen hier nicht gezeigten Nadeln in der Aufnahme 2 verdrängt werden. Der Kontaktbereich 6 hat eine Trag- und Führungsfunktion bezüglich einer Nadel 1.

Der Kontaktbereich 6 ist am oberen Stirnende des

Austreibungsmittels 5 angeordnet und dient in den

gezeigten Ausführungsformen zum gezielten Aufnehmen und Vereinzeln einer einzigen Nadel 1. In den vorliegenden Ausführungsbeispielen ist das

Austreibungsmittel 5 der Vereinzelungseinrichtung 3 als Schwert ausgebildet, dessen Kontaktbereich 6 zwei

beabstandete, von der Oberkante 7 nach oben abragende Auflager 8, 9 mit jeweils einer Nut 10 umfasst. Die

Beabstandung der Auflager 7, 8 unterschreitet die

Gesamtlänge LN der Nadel 1 so, dass die Nadelspitze 11 und die Krücke 12 beidseitig der Auflager 7, 8 abragen. Die Gesamtlänge LA des Austreibungsmittels 5 macht mehr als die Hälfte der Gesamtlänge LN der Nadel 1 aus, so dass die Auflager 7, 8 ein Abkippen der Nadel 1 um eine gedachte Drehachse in Querrichtung Q wirksam ausschließen. Einem Abkippen der Nadel 1 um gedachte Drehachsen in

Vertikalrichtung V und Längsrichtung L wird durch die Nut 10 entgegengewirkt. Dadurch, dass die Auflager 8, 9 nach oben abragen, verbleibt ein Freiraum 37 zwischen der

Oberkante 7 des Austreibungsmittels 5 und der Nadel 1, in den das Greifmittel 13 einer nicht weiter dargestellten Bestückungsvorrichtung zum Ergreifen der Nadel 1 bequem eingreifen kann. Mit 14 sind Gewindelöcher am

Austreibungsmittel 5 bezeichnet, die ein Anschrauben eines anders gestalteten Kontaktbereiches 6 ermöglichen.

Die Fig. 3 und 4 zeigen, dass die Durchtrittsöffnung 4 in einer Grundplatte 15 der Aufnahme 2 vorgesehen ist. Sie ist bevorzugt zentral an der Grundplatte 15 angeordnet. Wie aus den Fig. 1 und 2 gut zu erkennen, ist die Aufnahme 2 oben offen. Fig. 3 zeigt, dass die Grundplatte 15 in der Draufsicht eine Trapezform 16 ausbildet. Die hier nicht dargestellten eingefüllten Nadeln 1 weisen in der Aufnahme 2 mit ihren Nadelspitzen 11 zum sich verjüngenden Ende der Trapezform 16, die Krücken 12 weisen zum divergierenden Ende der Trapezform 16. Die eingefüllten und mit ihren Nadelspitzen 11 und Krücken 12 einheitlich vororientierten Nadeln 1 sind im Nadelhaufen im wesentlichen parallel ausgerichtet . Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass die Grundplatte 15 durch ihre Formgebung auch einen Trichter 17 ausbildet und dass die Durchtrittsöffnung 4 im tiefsten Punkt der Aufnahme 2 bzw. des Trichters 17 angeordnet ist und hinsichtlich ihrer Abmessungen mit denen des Kontaktbereiches 6 des

Austreibungsmittels 5 korrespondiert.

Die Durchtrittsöffnung 4 ist somit kürzer als die Nadeln 1, die dadurch nicht aus der Aufnahme 2 herausfallen können. Zudem verschließt das Austreibungsmittel 5 in der ausgefahrenen Stellung die Durchtrittsöffnung 4. Die

Durchtrittsöffnung 4 ist vorzugsweise zentral an der

Grundplatte 15 angeordnet. Die Aufnahme 2 ist z.B. als kastenförmiger Behälter ausgebildet und weist eine an die Nadelgeometrie

angepasste und bevorzugt längliche Form auf. Sie kann einen Vorrat von Nadeln 1 mit der besagten Vorausrichtung entlang der Behälterlängsachse aufnehmen. Die

Innenraumlänge der Aufnahme 2 entspricht im wesentlichen der Nadellänge, was bei einer Positionierung der Aufnahme 2 für eine axiale Vorpositionierung der Nadeln 1 am

Austreibungsmittel 5 sorgen kann. Das hier gezeigte Ausführungsbeispiel sieht — wie aus Fig. 1 ersichtlich - vor, dass das Austreibungsmittel 5

unterhalb der Aufnahme 2 angeordnet ist. Außerdem umfasst die Vereinzelungseinrichtung 3 zur Bewegung des

Austreibungsmittels 5 eine Hubeinrichtung 18 mit einem Antrieb 19 in Form eines Elektromotors, dessen

Antriebswelle 20 als Kraftübertragungsmittel ein Zahnrad 21 trägt, welches mit einem weiteren

Kraftübertagungsmittel in Form einer Zahnstange 22 kämmt. Die Zahnstange 22 ist an einem Träger 23 für das

Austreibungsmittel 5 angeordnet, der auf einer Führung 24 verfahrbar ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in der Praxis von einem Gehäuse 36 umgeben, von dem nur die Rückwand 25, die Grundplatte 26 und die Deckplatte 27 gezeichnet und mit punktierter Linie beispielhaft eine Seitenwand 28 angedeutet ist, gegen die sich der Antrieb 19 abstützt. Die Deckplatte 27 der

Vereinzelungseinrichtung 3 weist ebenfalls eine hier nicht sichtbare Durchtrittsöffnung auf, die vom

Austreibungsmittel 5 durchgreifbar ist.

In Fig. 2 ist eine Erweiterung der Vorrichtung gemäß Fig. 1 in Form eines Einsatzes 29 gezeigt, in den die Aufnahme 2 eingesetzt ist. Auch der Einsatz 29 weist eine hier nicht sichtbare Durchtrittsöffnung 4' auf, die vom

Austreibungsmittel 5 durchgreifbar ist. Der Einsatz 29 umfasst die Aufnahme 2 außenseitig und dient der Führung und Positionierung der Aufnahme 2 an der

Vereinzelungseinrichtung 3.

In Fig. 2 entsteht auch der Eindruck des Gehäuses 36 unterhalb der Aufnahme 2, da dort auch die geschlossene Vorderseite 30 angedeutet ist. Im Gehäuse 36 ist die Hubeinrichtung 18 enthalten, der Antrieb ist an einer Seitenwand 28 mit hier nicht dargestellten

Befestigungsmitteln festgelegt. Mit 33 sind

Kabelanschlüsse des Antriebes 19 bezeichnet.

Während Fig. 1 die erfindungsgemäße Vorrichtung in

Betriebsstellung zeigt, wobei das Austreibungsmittel 5 in maximaler Ausfahrposition befindet und der Greifer 13 die Nadel 1 soeben vom Kontaktbereich 6 entfernt hat, ist in Fig. 2 eine entleerte Aufnahme 2 gezeigt, aus der die letzte Nadel 1 bereits durch den Greifer 13 ergriffen ist und die Austreibungseinrichtung 5 bereits mit dem Träger 23 nach unten verfahren ist. in dem Fall, dass sich noch Nadeln 1 in der Aufnahme 2 befinden, verschließt der Kontaktbereich 6 des

Austreibungsmittels 5 in Ruhestellung die Durchtrittsöffnung 4 der Aufnahme 2. Dazu sind hier nicht weiter gezeigte Anschläge vorgesehen, die verschiedene Positionen der Austreibungseinrichtung auf verschiedenen Höhenniveaus ermöglichen.

In Fig. 2 ist dargestellt, dass die

Vereinzelungseinrichtung 3 einen Überwachungssensor 31 aufweist. Die punktierte Linie soll rein skizzenhaft die Ausrichtung eines vom Überwachungssensor 31 ausgesendeten Laserstrahls 38 andeuten, der den Bereich erfassen soll, in dem das Greifmittel 13 die Nadel 1 vom Kontaktbereich 6 des Austreibungsmittels 5 abnimmt.

In den Figuren 1 und 2 ist gezeigt, dass an der Aufnahme 2 Angriffselemente 32 nebst der damit verbundenen, nach außen weisenden und nicht näher bezeichneten

Stabilisierungsmittel vorgesehen sind, die ein Entfernen einer leeren Aufnahme 2 und ein Neuergreifen einer neuen

Aufnahme 2 durch das Greifmittel 13 einer

Bestückungsvorrichtung ermöglichen. Der Einfachheit halber wurden die Angriffselemente 32 in den Fig. 3 und 4 weggelassen .

Mit 34 ist eine Ausnehmung in der Grundplatte 26 der erfindungsgemäßen Vorrichtung bezeichnet, die zur

Befestigung der Vereinzelungsvorrichtung im Bereich der Bestückungsvorrichtung dient.

Mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es für die Bestückungseinrichtung möglich, durch die bekannten

Koordinaten des Kontaktbereiches 6 des Austreibungsmittels 5, die Nadel 1 immer in derselben Position aufzufinden. Alles ist so eingestellt, dass das Greifmittel 13 die Nadel zwischen Nadelspitze 11 und Krücke 12 angreifen kann. Alle Abstände sind voreingestellt. Gerade ein

Roboter als Bestückungsvorrichtung ist hierdurch von der Bildverarbeitungs- und Nadelerkennungssoftware befreit und muss nur noch das Heranfahren an vorbekannte Positionen und das Ergreifen realisieren bevor es zum

Bestückungsvorgang am Nadelbrett kommt. Die

erfindungsgemäße Vorrichtung benötigt durch die

Realisierung des Vereinzelungsvorgangs innerhalb der

Aufnahme 2 eine sehr geringe Baugröße, gerade, wenn das Austreibungsmittel 5 und Bestandteile der Hubeinrichtung 18 unterhalb der Aufnahme 2 angeordnet sind. Figur 6 zeigt eine Variante der Vorrichtung von Figur 1 bis 4 in einer perspektivischen Draufsicht. Die

Vereinzelungseinrichtung 3 stimmt mit dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel im Wesentlichen überein. Die Variante von Figur 6 unterscheidet sich durch eine andere

Ausgestaltung des Einsatz 29 und des Angriffselements 32.

Der Einsatz 29 umgreift auch in dieser Variante die behälterartige Aufnahme 2 ringartig an allen Außenseiten und dient der Führung und Positionierung der Aufnahme 2 gegenüber der Vereinzelungseinrichtung 3 und deren

Austreibungsmittel 5. In der Variante von Figur 6 ist der Einsatz 29 gegenüber der Deckplatte 27 des Gehäuses 36 höhenverstellbar angeordnet und ermöglicht ein Verschieben der Aufnahme 2 mittels einer Fördereinrichtung (nicht dargestellt) auf der Deckplatte 27 und entlang einer bevorzugt hiermit fluchtenden Förderebene. Die Aufnahme 2 kann dadurch nach dem Entleeren des Nadelhaufens

automatisch gewechselt werden. Figur 6 verdeutlicht außerdem eine andere Form eines

Angriffselements 32 für den Transport und das Wechseln der Aufnahme 2. Das Angriffselement 32 hat hier eine für eine Zentrierung und Kraftübertragung günstige Keilform.

Hierüber kann eine formschlüssige Verbindung zu

Transport zwecken mit der besagten Fördereinrichtung oder wie in der ersten Variante mit einem Greifmittel 13 einer Bestückungsvorrichtung hergestellt werden. Der ringförmige Einsatz 29 kann im Bereich des Angriffselements 32 bei der Variante von Figur 6 ausgespart sein.

Figur 7 und 8 zeigen eine weitere Variante der

Vereinzelungseinrichtung 3 mit einem frontseitig geöffnet dargestellten Gehäuse 36. Die Vereinzelungseinrichtung 3 ist hier wieder entsprechend der ersten Variante

ausgebildet und weist ein z.B. schwertartiges

Austreibungsmittel 5 mit einer Hubeinrichtung 18 und einem Antrieb 19 auf. In Figur 7 und 8 sind auch der Träger 23 und die Führung 24 sowie ein Zahnstangentrieb mit

Kraftübertragungsmitteln 21,22 dargestellt.

Figur 7 zeigt die Vereinzelungseinrichtung 3 in der

Ruhestellung mit abgesenktem Austreibungsmittel 5. In

Figur 8 ist die ausgefahrene Betriebsstellung dargestellt. Der Übersicht halber ist die am Kontaktbereich 6

aufgenommene Nadel 1 nicht gezeigt. Der Kontaktbereich 6 hat ansonsten die gleiche Ausbildung wie in Figur 5 mit hochstehenden Auflagern 8,9, die sich von einer

Oberkante 7 des Austreibungsmittels 5 vertikal nach oben erstrecken und an der Oberseite jeweils eine Nut 10 zur formschlüssigen Aufnahme des Nadelschaftes aufweisen. Die Nuten 10 sind zur Bildung des besagten Freiraums 37 von der Oberkante 7 distanziert und fluchten miteinander in Nadel längsrichtung .

Figur 7 und 8 zeigen eine andere Form des Einsatzes 29 und der Anordnung des Überwachungssensors 31. Die Aufnahme 2 ist in Figur 7 und 8 der Übersicht halber nicht

dargestellt .

Der Einsatz 29 ist hier in Form eines Führungskanals oder einer Führungsschiene für die Aufnahme 2 ausgebildet. Er weist eine Bodenfläche zum Abstützen der Aufnahme 2 und ein oder mehrere seitliche Führungselemente für die

Aufnahme 2 auf. Der Einsatz 29 kann ebenfalls an eine Fördereinrichtung (nicht dargestellt) angeschlossen sein und erlaubt einen automatischen Wechsel von geleerten Aufnahmen 2. In Figur 7 und 8 ist auch die

Durchtrittsöffnung 4' am Einsatz 29 für das

Austreibungsmittel 5 dargestellt.

Figur 7 und 8 zeigen die Anordnung eines

Überwachungssensors 31, der die Aufnahme 6 in der

ausgefahrenen Betriebsstellung des Austreibungsmittels 5 erfasst. Der Überwachungssensor 31 kann wie im ersten Ausführungsbeispiel als optischer Sensor mit einem

Messstrahl 38, insbesondere einem Laserstrahl, ausgebildet sein. Er kann alternativ eine andere geeignete Ausbildung haben. Vorzugsweise arbeitet der Überwachungssensor 31 berührungslos. Der Überwachungssensor 31 ist mittels eines Gestells 41 am Gehäuse 36 befestigt und positioniert. Das Gestell 41 hat eine für den Transport und den Wechsel der Aufnahme 2 geeignete Formgebung. Figur 9 zeigt schematisch eine Seitenansicht der

Vereinzelungseinrichtung 3 und des Austreibungsmittels 5 in der ausgefahrenen Betriebsstellung entsprechend

Figur 5. Zudem sind Teile der Aufnahme 2 und des

Einsatzes 29 sowie das Gehäuse 36 dargestellt.

Figur 9 verdeutlicht außerdem die Ausbildung des

Kontaktbereichs 6 und des hier zwischen der Oberkante 7 des Austreibungsmittels 5 und der aufgenommenen Nadel 1 ausgebildeten Freiraums 37. Die Oberkante 7 kann hierfür eine abgestufte Formgebung haben. Im Bereich des

gestrichelt dargestellten Greifmittels 13 kann der

Freiraum 37 durch eine lokale Absenkung der Oberkante 7 vergrößert sein. in Figur 9 ist außerdem schematisch eine

Positioniereinrichtung 35 dargestellt, die für die am Kontaktbereich 6 aufgenommene Nadel 1 und für deren Ausrichtung vorgesehen ist. Die Positioniereinrichtung 35 kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. Sie kann eine oder mehrere Ausrichtungen der Nadel 1 vornehmen. Die Positioniereinrichtung 35 weist hierfür z.B. das eingangs erwähnte Positionierungsbauteil 39 auf, welches eine Positionierung der Nadel 1 in ihrer Längsrichtung relativ zum Kontaktbereich 6 vornimmt. Das

Positionierungsbauteil 39 kann z.B. als Pusher ausgebildet sein und auf die rückwärtige Krücke 12 einwirken und diese in eine vorgegebene Axialposition bewegen, insbesondere schieben. Die gemäß Figur 9 mit einem konturierten Schaft ausgestattete Nadel 1 kommt dadurch in eine definierte axiale Lage gegenüber dem Greifmittel 13.

Die Positioniereinrichtung 35 kann ferner einen

Vorposit ionierer 40 aufweisen, der ebenfalls schematisch und gestrichelt dargestellt ist. Der Vorposit ionierer 40 kann für eine Drehausrichtung der am Kontaktbereich 6 aufgenommenen Nadel 1 sorgen, wobei die Krücke 12 in eine definierte Drehlage gebracht wird. Sie kann dabei z.B. vertikal und nach unten ausgerichtet werden. Der

Vorposit ionierer 40 kann z.B. von Ausstreifbürsten

gebildet werden, die eine evtl. schräg stehende und anschlagende Krücke 12 bei der Ausfahrbewegung des

Austreibungsmittels 5 in die gewünschte Lage drehen. Sie können zugleich die Lage der Nadel 1 auf dem

Kontaktbereich 6 kontrollieren und sichern. Alternativ kann der Vorposit ionierer 40 in anderer Weise konstruktiv ausgebildet bzw. auch angeordnet sein. Er kann ggf. auch entfallen .

Figur 10 bis 12 zeigen eine Variante der Vorrichtung von Figur 1 bis 9 in verschiedenen Betriebsstellungen. Die Vereinzelungseinrichtung 3 stimmt in der Grundausführung mit den Ausführungsbeispielen von Figur 1 bis 9 überein. Sie weist ein Gehäuse 36 mit einem Austreibungsmittel 5 und einem Antrieb 19 nebst Kraftübertragungsmitteln 21,22 sowie einem Träger 23 und einer Führung 24 auf.

Desgleichen kann auch der Überwachungssensor 31 vorhanden sein. In Figur 10 bis 12 ist das Gehäuse 36 offen

dargestellt, wobei die Deckplatte und die Frontwand nicht gezeigt bzw. durchsichtig gezeichnet sind.

Der Unterschied zu den erstgenannten Ausführungsbeispielen besteht in der anderen Ausgestaltung des

Austreibungsmittels 5, des Kontaktbereichs 6 und der dortigen Nut 10. Figur 10 und 11 zeigen das

Austreibungsmittel 5 in einer Ruhe- oder Anfangsstellung, bevor es in die Aufnahme 2 und den Nadelhaufen eintaucht, die der Übersicht halber in Figur 10 bis 12 nicht

dargestellt sind. In Figur 12 ist die ausgefahrene

Betriebsstellung des Austreibungsmittels 5 dargestellt, in der ein Greifer die vereinzelte Nadel (nicht dargestellt) greifen kann. Das Austreibungsmittel 5 ist mit einem Einsatz 42

versehen, der relativ zum Austreibungsmittel 5 beweglich angeordnet ist, und der an seiner Oberkante eine

längslaufende Nut 10 aufweist. Der Einsatz 42 kann in oder am Austreibungsmittel 5 gelagert und geführt sein. Das Austreibungsmittel 5 ist in der gezeigten Ausführungsform wieder als plattenförmiges Schwert ausgebildet und hat eine hohle und an der Oberseite offene Kastenform. An den oberen Enden des Austreibungsmittels 5 und dem dortigen Kontaktbereich 6 sind die vorbeschriebenen hochstehenden Auflager 8,9 mit jeweils einer Nut 10 an der Oberseite angeordnet. Der Einsatz 42 befindet sich zwischen den Auflagern 8,9 und ist im hohlen Innenraum des

kastenförmigen Austreibungsmittels 5 angeordnet. Der Einsatz 42 kann längs des Austreibungsmittels 5 und in Richtung der Ausfahrbewegung verstellt werden. Hierfür ist ein Betätiger 43 vorgesehen, der die Ausfahrbewegung des Austreibungsmittels 5 für eine Verstellbewegung des

Einsatzes 42 nutzt und umsetzt, wobei er mit einem

gehäusefesten Anschlag 44 zusammenwirkt, der in Figur 12 dargestellt ist.

Die Nut 10 am Einsatz 42 ist ebenfalls zum Erfassen und Positionieren einer einzelnen Nadel 1 vorgesehen und ausgebildet ist. Die Nut 10 kann die gleiche

Querschnittsgeometrie, wie die Nuten 10 an den Auflagern 8,9 haben.

Zu Beginn des Austreibvorgangs, insbesondere in der besagten Ruhestellung und beim Eintauchen des

Austreibungsmittels 5 in die Aufnahme 2 und den dortigen Nadelhaufen, befindet sich der Einsatz 42 in einer oberen Position, in dem seine Nut 10 beidseits fluchtend an die Nuten 10 der Auflager 8,9 anschließt. Im Kontaktbereich 6 wird dadurch eine lange durchgehende Nut 10 gebildet, die für das Erfassen und Vereinzeln einer Nadel 1 besonders günstig ist. Figur 10 und die Detaildarstellung von Figur 11 verdeutlichen diese Stellung.

In Figur 12 ist die ausgefahrene Betriebsstellung des Austreibungsmittels 5 dargestellt. In dieser

Betriebsstellung ist der Einsatz 42 aus dem Kontaktbereich 6 entfernt, wodurch nur noch an den Auflagern 8,9 kurze Nutabschnitte 10 vorhanden sind und im Bereich dazwischen der Freiraum 37 gebildet wird. Der Einsatz 42 wird zu diesem Zweck im kastenförmigen Austreibungsmittel 5 absenkt bzw. zurückgezogen.

Diese Rückzugbewegung wird durch den Betätiger 43 bewirkt. Wie Figur 11 in der vergrößerten Darstellung verdeutlicht, weist der Betätiger 43 zwei mit Abstand übereinander angeordnete Flansche auf, zwischen denen eine Druckfeder angeordnet ist. Der untere Flansch ist mit dem

Austreibungsmittel 5, insbesondere dem Schwert, verbunden. Der oberere Flansch ist mit dem Einsatz 42 verbunden. Er schlägt vor Erreichen der ausgefahrenen Betriebsstellung am Anschlag 44 an, wobei der Einsatz 42 stehen bleibt und das Austreibungsmittel 5 weiter nach oben bewegt wird. Hierdurch ergibt sich eine absenkende Relativbewegung für den Einsatz 42, wobei auch die Feder zwischen den

Flanschen komprimiert wird. Bei der anschließenden

Abwärtbewegung des Austreibungsmittels 5 kommt der

Betätiger 43 vom Anschlag 44 frei, wobei unter Einwirkung der Flanschfeder der Einsatz 42 wieder ausgefahren bzw. angehoben wird und die in Figur 10 und 11 gezeigte

Stellung einnimmt.

Hinsichtlich weiterer, in den Figuren nicht gezeigter Merkmale wird auf den allgemeinen Teil der Beschreibung verwiesen .

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die

erfindungsgemäße Lehre nicht auf das voranstehend

erörterte Ausführungsbeispiele eingeschränkt ist. Vielmehr sind weitere Ausführungen des Austreibungsmittels 5 und dessen Kontaktbereiches 6 sowie der Aufnahme 2 möglich. Zudem können die konstruktiven Mittel zur Realisierung der Bewegung des Austreibungsmittels variieren und sind frei wählbar.

BEZUGSZEICHENLISTE

1 Nadel

2 Aufnahme

3 Vereinzelungseinrichtung

4 Durchtrittsöffnung

4 ' Durchtrittsöffnung

5 Austreibungsmittel

6 Kontaktbereich

7 Oberkante

8 Auflager

9 Auflager

10 Nut

11 Nadelspitze

12 Krücke

13 Greifmittel

14 Gewindeloch

15 Grundplatte

16 Trapezform

17 Trichter

18 Hubeinrichtung

19 Antrieb

20 Antriebswelle

21 Kraftübertragungsmittel , Zahnrad

22 Kraftübertragungsmittel , Zahnstange

23 Träger

24 Führung

25 Rückwand von Gehäuse

26 Grundplatte von Gehäuse

27 Deckplatte von Gehäuse

28 Seitenwand von Gehäuse

29 Einsatz

30 Vorderseite

31 Überwachungssensor

32 Angriffselement

33 Kabelanschluss

34 Ausnehmung 35 Positioniereinrichtung

36 Gehäuse

37 Freiraum

38 Messstrahl, Laserstrahl

39 Positionierungsbauteil

40 Vorpositionierer

41 Gestell

42 Einsatz, Schwerteinsatz

43 Betätiger

44 Anschlag