KUPPER, Detlev (Häherweg 5, Telgte, 48291, DE)
LAGAR GARCIA, Luis (Stübbenstr. 11b, Münster, 48149, DE)
HOPPE, Andreas (Lange Str. 44, Lippstadt, 59555, DE)
THIEMEYER, Heinz-Werner (Rottendorfstr. 2, Ennigerloh, 59320, DE)
KLEGRAF, Daniel (Dorfstr. 23, Rüthen-Westereiden, 59602, DE)
DECK, Thomas (Wagenfeldstr. 3, Ennigerloh, 59320, DE)
RICHTER, Stefanie (Johannettentaler Str. 14, Detmold, 32756, DE)
GEORG, Verena (Lange Reihe 86a, Hamm, 59071, DE)
KUPPER, Detlev (Häherweg 5, Telgte, 48291, DE)
LAGAR GARCIA, Luis (Stübbenstr. 11b, Münster, 48149, DE)
HOPPE, Andreas (Lange Str. 44, Lippstadt, 59555, DE)
THIEMEYER, Heinz-Werner (Rottendorfstr. 2, Ennigerloh, 59320, DE)
KLEGRAF, Daniel (Dorfstr. 23, Rüthen-Westereiden, 59602, DE)
DECK, Thomas (Wagenfeldstr. 3, Ennigerloh, 59320, DE)
RICHTER, Stefanie (Johannettentaler Str. 14, Detmold, 32756, DE)
| Patentansprüche
1. Vorrichtung zur Separierung von einem Feststoff und einem Gas, mit a. einer Steigleitung (1) zum Leiten einer Gas-Feststoff-Suspension, b. einer absteigenden wendel- und/oder spiralartigen Leitung (2), in der durch
Zentrifugalkräfte die Gas-Feststoff-Suspension in einen Feststoffstrom (3) und einen Gasstrom (4) getrennt wird, c. einem Umlenkkopf (5), der die Steigleitung (1) mit der wendel- und/oder spiralartigen Leitung (2) verbindet, d. einer mit dem Ende der wendel- und/oder spiralartigen Leitung (2) in
Verbindung stehenden Feststoffleitung (6) zum Ableiten des Feststoffstroms
(3) sowie e. einer mit dem Ende der wendel- und/oder spiralartigen Leitung (2) in
Verbindung stehenden Gasleitung (7) zum Ableiten des Gasstroms (4),
dadurch gekennzeichnet, dass der Umlenkkopf wenigstens einen ersten Abschnitt (5a) und einen in Strömungsrichtung (8) der Gas-Feststoff-Suspension nachgeordneten, zweiten Abschnitt (5b) umfasst, die von der Gas-Feststoff- Suspension durchströmt werden, wobei die beiden Abschnitte (5 a, 5b) bogenförmig ausgebildet sind und in Strömungsrichtung der Gas-Feststoff-
Suspension entgegensetzt gekrümmt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (5a) eine - in Strömungsrichtung (8) der Gas-Feststoff-Suspension gesehen - von der wendel- und/oder spiralartigen Leitung (2) weggerichtete Krümmung aufweist und der zweite Abschnitt (5b) in Richtung der wendel- und/oder spiralartigen Leitung (2) gekrümmt ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Abschnitte (5 a, 5b) eine gemeinsame Längsmittelebene aufweisen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der zweite
Abschnitt (5b) über einen größeren Winkelbereich als der erste Abschnitt (5 a) erstreckt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelbereich (α) des ersten Abschnitts (5a) 10° bis 80° und der Winkelbereich (ß) des zweiten
Abschnitts (5b) 90° bis 220° beträgt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der zweite Abschnitt (5b) an den ersten Abschnitt (5 a) anschließt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Abschnitte (5 a, 5b) einen eckigen Querschnitt aufweisen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steigleitung (1) eine Feststoffzuführöffnung zum Zuführen eines Feststoffs und eine
Gaszuführöffnung zum Zuführen eines Gases aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Umlenkkopf (5) ein übergangsstück (5 c) von einer ersten auf eine zweite Querschnitts form aufweist, welches zwischen der Steigleitung (1) und dem ersten Abschnitt (5 a) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit dem Ende der wendel- und/oder spiralartigen Leitung (2) in Verbindung stehende Abscheidekammer (9) vorgesehen ist, an welche die Feststoffieitung zum Ableiten des Feststoffstroms und die Gasleitung zum Ableiten des Gasstroms angeschlossen sind.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere, übereinander angeordnete Stufen (I, II) vorhanden sind, die jeweils eine Steigleitung (1, 1 '), einen Umlenkkopf (5, 5'), eine sich daran anschließende wendel- und/oder spiralartige Leitung (2, 2') sowie eine mit dem Ende der wendel- und/oder spiralartigen Leitung (2, 2') in Verbindung stehende Feststoffleitung (6, 6') und eine Gasleitung (7, T) aufweisen, wobei die Gasleitung einer Stufe in die Steigleitung der nächst höheren Stufe übergeht und die Feststoffleitung einer Stufe in der Steigleitung der nächst niedrigeren Stufe mündet.
12. Anlage zur Zementherstellung mit einem Vorwärmer (30), einem Calcinator (20) und einem Ofen (10), wobei der Vorwärmer (30) und/oder der Calcinator (20) wenigstens eine Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11 aufweist. |
Vorrichtung zur Separierung von einem Feststoff und einem Gas sowie Anlage zur Zementherstellung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Separierung von einem Feststoff und einem Gas sowie eine Anlage zur Zementherstellung.
In der Zement- und Mineralsindustrie sind zur Vorwärmung, Kühlung und/oder Calcinierung von feinkörnigen Materialien insbesondere Systeme bestehend aus Gleichstromwärmetauscher und Zyklonabscheider bekannt. Meist weisen derartige Vorrichtungen mehrere übereinander angeordnete Stufen auf, wobei der Gasstrom von unten nach oben durch alle Stufen geleitet wird, während der Feststoff in entgegengesetzter Richtung den einzelnen Stufen zugeführt wird. Am Ende jeder Stufe wird der Feststoff vom Gas getrennt.
Derartige Systeme haben den Nachteil, dass sie eine enorme Bauhöhe benötigen und der Abscheidegrad im Zyklonabscheider nicht immer befriedigend ist. So kommt es in den Zyklonen oftmals zu unkontrollierten Strömungen, die beispielsweise am Zykloneintritt durch überlagerung des Eintrittsgasstromes mit dem im Zyklon ausgebildeten Wirbelstrom oder durch Umkehr der Gasströmungsrichtung im Konus des Zyklons bedingt sind. Weiterhin kann es zum Wiedereinstreuen der schon am
Zyklonrand abgeschiedenen Partikel in den Gaseintrittsstrom des Zyklons kommen.
Eine weitere Problematik besteht darin, dass sich bei unterschiedlich großen Bauformen die Zentrifugalkräfte bei gleichen Eintrittsgeschwindigkeiten verändern und sich dadurch andere Abscheideverhältnisse ergeben.
In den einzelnen Stufen wird zum einen ein möglichst hoher Abscheidegrad und zum anderen ein möglichst geringer Druckverlust gefordert. Beim Einsatz derartiger
Vorrichtungen zur Vorwärmung, Kühlung und/oder Calcinierung wird zudem eine ausreichende Verweilzeit des Feststoffs gefordert. Dies kann jedoch insbesondere bei
mehrstufigen Anordnungen zu einer großen Bauhöhe fuhren und beträchtliche Maßnahmen hinsichtlich der Statik erfordern.
In der US 4,318,697 wurde ein mehrstufiger Vorwärmer für Zementrohmaterial vorgeschlagen, dessen einzelne Stufen jeweils aus einer Steigleitung und einer sich anschließenden wendel- und/oder spiralartigen Leitung bestehen. Die Steigleitung und die wendel- und/oder spiralartigen Leitung sind über einen Umlenkbogen miteinander verbunden. Die wendel- und/oder spiralartige Leitung weist zudem einen rechteckigen Querschnitt auf und ist an einer Seitenfläche einer quaderförmigen Abscheidekammer angeschlossen. Die Anschlussstelle erstreckt sich dabei über die gesamte Seitenfläche der quaderförmigen Abscheidekammer. Der untere Teil der Abscheidekammer verjüngt sich trichterförmig und dient zum Abführen des Feststoffs, während das Gas nach oben abgeleitet wird. Dieses System hat sich jedoch in der Praxis nicht durchgesetzt, da kein ausreichender Abscheidegrad gewährleistet ist. Außerdem erfordert die Realisierung einen relativ großen Aufwand an die Statik, wenn mehrere Stufen vorgesehen sind.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung zur Separierung von einem Feststoff und einem Gas hinsichtlich des Abscheidegrades zu verbessern. Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Statik der Vorrichtung zu verbessern.
Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Separierung von einem Feststoff und einem
Gas besteht im Wesentlichen aus
a. einer Steigleitung zum Leiten einer Gas-Feststoff- Suspension,
b. einer absteigenden wendel- und/oder spiralartigen Leitung, in der durch Zentrifugalkräfte die Gas-Feststoff-Suspension in einen Feststoffstrom und einen Gasstrom getrennt wird, c. einem Umlenkkopf, der die Steigleitung mit der wendel- und/oder spiralartigen Leitung verbindet, d. einer mit dem Ende der wendel- und/oder spiralartigen Leitung in Verbindung stehenden Feststoffleitung zum Ableiten des Feststoffstroms sowie e. einer mit dem Ende der wendel- und/oder spiralartigen Leitung in Verbindung stehenden Gasleitung zum Ableiten des Gasstroms.
Der Umlenkkopf weist weiterhin wenigstens einen ersten Abschnitt und einen in Strömungsrichtung der Gas-Feststoff-Suspension nachgeordneten, zweiten Abschnitt auf, die von der Gas-Feststoff-Suspension durchströmt werden, wobei die beiden Abschnitte bogenförmig ausgebildet sind und in Strömungsrichtung der Gas- Feststoff-Suspension entgegensetzt gekrümmt sind.
Durch die beiden entgegensetzt gekrümmten Umlenkungen im Bereich des Umlenkkopfes kommt es zu einer Materialagglomeration bzw. einer Strähnenbildung, da das Gas den Umlenkungen einfacher folgen kann als der Feststoff. Auf diese Weise wird bereits im Umlenkkopf eine Vorseparierung begünstigt, so dass der Abscheidegrad der Vorrichtung verbessert werden kann.
Durch den Krümmungswechsel im Bereich des Umlenkkopfes lässt sich außerdem der Schwerpunkt weiter in die Mitte verlagern, so dass die Aufhängung der Vorrichtung und damit die Anforderungen an die Statik vereinfacht werden.
Der Krümmungswechsel im Bereich des Umlenkkopfes verlängert zudem die Strömungsstrecke und damit die Verweilzeit in der Vorrichtung. Dies ist
insbesondere bei Verwendung der Vorrichtung als Kühler, Vorwärmer oder Calcinator entscheidend, da in diesem Fall die Verweilzeit für den gewollten Wärmeaustausch vor der Trennung entsprechend erhöht wird. Durch die bogenförmige Ausbildung des Umlenkkopfes werden zu dem Druckverluste in diesem Bereich minimiert.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unter anspräche.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist der erste Abschnitt - in Strömungsrichtung der Gas-Feststoff-Suspension gesehen - eine von der wendel- und/oder spiralartigen Leitung weggerichtete Krämmung auf, während der zweite
Abschnitt in Richtung der wendel- und/oder spiralartigen Leitung gekrümmt ausgebildet ist. Beide Abschnitte können dabei insbesondere eine gemeinsame
Längsmittelebene aufweisen. Weiterhin erstreckt sich der zweite Abschnitt vorzugsweise über einen größeren Winkelbereich als der erste Abschnitt. Der
Winkelbereich des ersten Abschnitts liegt insbesondere zwischen 10° und 80° während der Winkelbereich des zweiten Abschnitts 90° bis 220° beträgt.
Beide Abschnitte können unmittelbar aneinander anschließen oder über ein Zwischenstück miteinander verbunden werden.
Der Umlenkkopf kann weiterhin ein übergangsstück von einer ersten auf eine zweite Querschnittsform aufweisen, welches insbesondere zwischen der Steigleitung und dem ersten Abschnitt angeordnet ist. Grundsätzlich können die beiden Abschnitte sowohl einen eckigen als auch einen runden Querschnitt aufweisen. Zur weiteren
Erhöhung des Abscheidegrades ist eine mit dem Ende der wendel- und/oder spiralartigen Leitung in Verbindung stehende Abscheidekammer vorgesehen, an welche die Feststoffleitung zum Ableiten des Feststoffstroms und die Gasleitung zum Ableiten des Gasstroms angeschlossen sind.
Die oben beschriebene Vorrichtung zur Separierung von einem Feststoff und einem Gas eignet sich auch dafür, in mehreren Stufen übereinander angeordnet zu werden. Dabei geht die Gasleitung einer Stufe in die Steigleitung der nächst höheren Stufe über und die Feststoffleitung einer Stufe mündet in die Steigleitung der nächst niedrigeren Stufe. Auf diese Weise kann der Feststoff von oben nach unten durch die einzelnen Stufen geleitet und mit dem in umgekehrter Richtung geführten Gasstrom in Kontakt gebracht werden. Die Vorrichtung zur Separierung von einem Feststoff und einem Gas lässt sich insbesondere für einen Vorwärmer und/oder einen Calcinator eine Anlage zur Zementherstellung mit Vorwärmer, Calcinator und Ofen einsetzen.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Beschreibung und der Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Separierung von einem Feststoff und einem Gas,
Fig. 2a bis 2d verschiedene Anordnungen einer zweistufigen Vorrichtung zur
Separierung von einem Feststoff und einem Gas und
Fig. 3 eine dreidimensionale einer Anlage zur Zementherstellung.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung zur Separierung von einem Feststoff und einem Gas handelt es sich beispielsweise um eine Vorrichtung zur Vorwärmung, Kühlung und/oder Calcinierung von feinkörnigem Material bei der Zementherstellung. Sie besteht im Wesentlichen aus einer Steigleitung 1 zum Leiten einer Gas-Feststoff-Suspension, einer absteigenden wendel- und/oder spiralartigen Leitung 2, in der durch Zentrifugalkräfte die Gas-Feststoff-Suspension in einen
Feststoffstrom 3 und einen Gasstrom 4 getrennt wird sowie einem Umlenkkopf 5, der die Steigleitung 1 mit der wendel- und/oder spiralartigen Leitung 2 verbindet.
Eine wendel- und/oder spiralartige Leitung im Sinne der Erfindung wird eine Leitung verstanden, die zumindest Abschnittsweise wendel- und/oder spiralförmig ausgebildet ist. Die Drehung der wendel- und/oder spiralartigen Leitung kann sich dabei insbesondere auch nur über einen kleineren Winkelbereich von beispielsweise 90°, erstrecken.
Das Ende der wendel- und/oder spiralartigen Leitung 2 steht mit einer
Feststoffleitung 6 zum Ableiten des Feststroms 3 sowie einer Gasleitung 7 zum Ableiten des Gasstroms 4 in Verbindung. Der Umlenkkopf 5 weist einen ersten Abschnitt 5a und einen in Strömungsrichtung 8 der Gas-Feststoff-Suspension nachgeordneten, zweiten Abschnitt 5b auf, die beide von der Gas-Feststoff- Suspension durchströmt werden, wobei die beiden Abschnitte bogenförmig ausgebildet sind und in Strömungsrichtung 8 der Gas-Feststoff-Suspension entgegengesetzt gekrümmt sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist der erste Abschnitt 5a - in Strömungsrichtung 8 der Gas-Feststoff-Suspension gesehen - eine von der wendel- und/oder spiralartigen Leitung 2 weggerichtete Krümmung auf, während der zweite Abschnitt in Richtung der wendel- und/oder spiralartigen
Leitung gekrümmt ausgebildet ist. Bei Abschnitte 5a, 5b schließen bei diesem Ausführungsbeispiel unmittelbar aneinander. Die Verbindungsstelle ist in Fig. 1 gestrichelt eingezeichnet.
Außerdem weisen beide Abschnitte 5 a, 5b eine gemeinsame Längsmittelebene auf.
Der zweite Abschnitt 5b erstreckt sich vorzugsweise über einen größeren Winkelbereich als der erste Abschnitt. Der Winkelbereich α des ersten Abschnitts beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 40°, während der Winkelbereich ß des zweiten Abschnitts in einem Bereich von etwa 160° dimensioniert ist.
Im dargestellten Ausfuhrungsbeispiel weist die Steigleitung 1 einen runden Querschnitt auf, während der Querschnitt der wendel- und/oder spiralartigen Leitung 2 eckig ausgebildet ist. Der Umlenkkopf kann mit seinen beiden Abschnitten 5 a und 5b sowohl eckig als auch rund ausgebildet werden. Sofern die Steigleitung 1 und die wendel- und/oder spiralartige Leitung 2 unterschiedlichen Querschnitt haben, muss der Umlenkkopf ein übergangsstück von einer ersten auf eine zweite Querschnittsform aufweisen, um die Anbindung an die beiden Leitungen zu gewährleisten. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein übergangsstück 5 c zwischen der Steigleitung 1 und dem ersten Abschnitt 5 a vorgesehen, welches eine Anbindung des runden Querschnitts der Steigleitung 1 an den eckigen Querschnitt des ersten Abschnitts 5 a des Umlenkkopfes ermöglicht.
Durch die zunächst nach außen gekrümmte Form des Umlenkkopfes 5 verlagert sich der Schwerpunkt des Umlenkkopfes 5 weiter in die Mitte, d.h. in Richtung zur Mittelachse der Steigleitung 1. Dies hat vor allem Vorteile für die Aufhängung, insbesondere dann, wenn mehrere Stufen übereinander angeordnet werden sollen.
Durch die beiden bogenförmig ausgebildeten Abschnitte 5 a, 5b werden scharfe Umlenkungen vermieden, wodurch der Druckverlust reduziert wird. Dennoch wird durch den Krümmungswechsel die Leitungslänge im Umlenkkopf verlängert, sodass sich die Verweilzeit der Gas-Feststoff-Suspension entsprechend vergrößert. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn in diesem Bereich zwischen dem Gas und dem Feststoff ein Wärmeaustausch stattfinden soll.
Der Krümmungswechsel führt dazu, dass das Gas den Umlenkungen einfacher folgen kann als das Material, so dass es zu Materialagglomerationen und zur Strähnenbildung kommt. Diese beiden Effekte begünstigen bereits in diesem Bereich die Vorseparierung, so dass die Trennung des Feststoffstroms vom Gasstrom in der wendel- und/oder spiralartigen Leitung 2 weiter verbessert wird.
Zweckmäßigerweise mündet die wendel- und/oder spiralartige Leitung in eine Abscheidekammer, an welche die Feststoffleitung 6 zum Ableiten des Feststoffstroms 3 und die Gasleitung 7 zum Ableiten des Gasstroms 4 angeschlossen sind. Die Abscheidekammer 9 weist im Anschlussbereich an die wendel- und/oder spiralartige Leitung 2 einen zylindrischen Abschnitt auf, der in die Gasleitung 7 übergeht. Die Gasleitung 7 kann aber auch nach Art eines Tauchrohres in die Abscheidekammer 9 hineinragen. Der untere Teil der Abscheidekammer 9 verjüngt sich trichterförmig und geht in die Feststoffleitung 6 über.
Im Rahmen der Erfindung ist es denkbar, dass sich der Radius und/oder die Steigung und/oder die Querschnittsform und/oder die Querschnittsgröße der wendel- und/oder spiralartigen Leitung 2 im Strömungsrichtung der Gas-Feststoff-Suspension ändert. Auf diese Weise kann einerseits Einfluss auf die Vorseparierung der Gas-Feststoff- Suspension im Bereich der wendel- und/oder spiralartigen Leitung genommen werden und andererseits kann die wendel- und/oder spiralartige Leitung 2 an äußere
Gegebenheiten angepasst werden. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn mehrere Stufen ineinander verschachtelt und übereinander angeordnet werden.
Der Radius, Steigung, Querschnittsform und/oder Querschnittsgröße können sich dabei in Strömungsrichtung sprunghaft und/oder zumindest in einem Abschnitt auch kontinuierlich ändern. So bewirkt beispielsweise eine Radiusverringerung einer Erhöhung der Zentrifugalkraft, während ein Radiuserhöhung einer Verringerung der Zentrifugalkraft entspricht. Durch Veränderung der Querschnittsform und -große kann Einfluss auf die Strömungsgeschwindigkeit genommen werden.
Die in Fig. 1 beschriebene Vorrichtung eignet sich vorzugsweise zur Durchführung chemischer und/oder physikalischer Reaktion zwischen einem Feststoff und einem Gas und insbesondere zur Vorwärmung, Kühlung und/oder Calcinierung von feinkörnigen Materialien, wobei wenigstens zwei übereinander angeordnete Stufen vorgesehen werden können. Dabei geht die Gasleitung einer Stufe in die Steigleitung
der nächst höheren Stufe über und die Feststoffleitung einer Stufe mündet in die Steigleitung der nächst niedrigeren Stufe.
In den Figuren 2a bis 2d ist eine solche Vorrichtung mit zwei Stufen I, II dargestellt, bei der es sich beispielsweise um einen zweistufigen Vorwärmer für
Zementrohmaterial handelt.
Im Rahmen der Erfindung können selbstverständlich weitere Stufen vorgesehen werden.
Bei dieser Anordnung wird ein zu behandelnder Feststoff in der oberen Stufe II über eine Feststoffleitung 6" zugeführt und über die Feststoffleitung 6 der unteren Stufe I als behandelter Feststoff abgeführt. Während der Feststoff somit von oben nach unten durch die beiden Stufen geführt wird, durchströmt das Gas die Anordnung in umgekehrter Reihenfolge. Bei dem in die unterste Stufe zugeführten Gas 4 handelt es sich beispielsweise um das heiße Abgas eines Ofens oder eines Calcinators. Das der zweiten Stufe über die Gasleitung T abgeführte Gas wird beispielsweise zur Entstaubung einem Filter oder einem nachgeschalteten hocheffizienten Abscheider zugeführt. Der behandelte Feststoff kann einem Calcinator oder einem Ofen zur weiteren Bearbeitung zugeführt werden.
Durch die spezielle Ausbildung des Umlenkkopfes 5, 5' sowie der Steigleitung 1 und der absteigenden wendel- und/oder spiralartigen Leitung 2 können die Stufen sehr kompakt und ineinander verschlungen angeordnet werden.
Fig. 3 zeigt schließlich eine dreidimensionale Darstellung einer Anlage zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut bei der Zementherstellung mit einem Drehrohrofen 10, einem Calcinator 20 und einem Vorwärmer 30. Der Calcinator 20 und/oder der Vorwärmer 30 können dabei gemäß den in den Figuren 1 bis 2 beschriebenen Ausführungsbeispielen ausgebildet sein.
