Rosso, Pietro
| 1. | Vorrichtung für ein von einer Kettelmaschine beschicktes, au¬ tomatisches Strumpfwendegerät, gekennzeichnet durch Mittel zum Messen der Länge des Strumpfes (C) , die entlang dem Weg des Strumpfes nach dem Wenden angeordnet sind, Ablenkmittel zur Bestimmung des Transportweges des gewendeten Strumpfes auf einem von zwei unterschiedlichen, alternativen Ab¬ gabewegen in Abhängigkeit davon, ob der Strumpf (C) am Ausgang des Strumpfwendegerätes vollständig oder nur teilweise gewendet ist, Betätigungsmittel, die von den Mitteln zum Messen gesteuert werden und die Ablenkmittel betätigen derart, daß der Strumpf auf den einen oder den anderen der beiden Abgabewege geleitet wird, abhängig davon, ob er vollständig oder nur teilweise gewendet worden ist. |
| 2. | Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Messen bestehen aus einem den Durchgang des Strumpfes erfassenden Sensororgan, einem Organ zum Erfassen der Dauer der Betätigung des Sensororganes sowie eine Vergleichseinrichtung zum Vergleichen der Zeitdauer der Betätigung des Sensororganes mit einer vorbestimmten Eichzeit, die in Abhängigkeit von der Länge des zu wendenden Strumpfes einstellbar ist. |
| 3. | Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Messen bestehen aus zwei Sensororganen zum Erfassen des Durchgangs des Strumpfes, die einen einstellbaren Abstand voneinander haben, der gleich oder wenig kleiner als die Länge eines vollständig gewendeten Strumpfes ist. |
| 4. | Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensororgane zum Erfassen des Durchganges des Strumpfes aus Strahlenerfassungsorganen, vorzugsweise Photozellen (5, 7) , bestehen, die mit einer SteuerSchaltung verbunden sind. |
| 5. | Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende des Auswerferrohres (4) zwei bezüglich ihrer Posi¬ tion verstellbare Rohrschellen befestigt sind, von denen jede diametral gegenüberliegend eine Photozelle (5, 7) und einen zu¬ gehörigen Reflektor (6, 8) trägt. |
| 6. | Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß un¬ terhalb des nach unten gerichteten Ausgangs am Ende des Auswer¬ ferrohres (4) eine Leitrutsche (10) angebracht ist, die um eine horizontale Achse schwenkbar und mit einem Hebel verbunden ist, welcher an der Kolbenstange eines Zylinders (9) angelenkt ist, der seinerseits an einem festen Träger angebracht ist, wobei die Leitrutsche (10) eine vertikale bzw. eine geneigte Stellung einnehmen kann, abhängig davon, ob die Kolbenstange des Zy¬ linders (9) eingezogen oder aus diesem ausgerückt ist, wobei die Position der Kolbenstange bezüglich des Zylinders (9) gesteuert ist von den Impulsen, welche die Photozellen (5, 7) an die Steu¬ erschaltung abgeben. |
| 7. | Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung den Photozellen (5, 7) so zugeordnet ist, daß sie die Kolbenstange aus dem Zylinder (9) ausschieben kann und dadurch die Leitrutsche (10) in eine geneigte Stellung bringt, wenn die beiden Photozellen (5, 7) gleichzeitig von dem Strumpfrand (C') und der Spitze (C1) des in das Auswerferrohr (4) eingeführten Strumpfes (C) verdunkelt werden. |
| 8. | Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung mit den beiden Photozellen (5, 7) in der Weise verbunden ist, daß dann, wenn diese von dem Strumpfrand (C') und der Spitze (C*) des in das Auswerferrohr (4) eingeführten Strumpfes (C) gleichzeitig verdunkelt werden, die Kolbenstange in den Zylinder (9) zurückgezogen wird und die Leitrutsche (10) eine vertikale Stellung einnimmt. |
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für ein automatisches Strumpfwendegerät, die in der Lage ist, ohne manuelle Eingriffe vollständig gewendete Strümpfe von solchen abzusondern, die nur teilweise gewendet worden sind.
Es sind automatische Strumpfwendegeräte bekannt, in denen die Strümpfe nach dem Wenden nach unten abgegeben und über eine schräge Rutsche zur Eingangsöffnung eines Auswerferrohres gelei¬ tet werden. In diesem werden die Strümpfe über einen Luftstrahl zur Ausgangsöffnung des Rohres befördert, das sich nach unten öffnet und über einem Sammelbehälter liegt, in den die Strümpfe nach dem Wenden fallen.
Derartige Strumpfwendegeräte, von denen eines beispielsweise in der italienischen Patentanmeldung Nr. 67 993 A/89 (WO 91/07540) der Anmelderin beschrieben und dargestellt ist, arbeiten verhältnismäßig genau und effizient. Trotzdem kann es manchmal vorkommen, daß ein kleiner und im allgemeinen vernachlässigbarer Anteil von Strümpfen nicht vollständig gewendet wird, sondern nur teilweise, so daß am Ausgang des Strumpfwendegerätes ein Abschnitt des Strumpfrandes noch über dem vorhergehenden
Abschnitt liegt. Es ist daher notwendig, am Ausgang des Strumpfwendegerätes die ankommenden Strümpfe genau zu beobachten, um im Falle eines Fehlers die wenigen Strümpfe (im allgemeinen weniger als 2 % der Gesamtzahl) von Hand vollständig zu wenden, die im Strumpfwendegerät nicht vollständig gewendet worden sind. Diese Operation ist unbedingt erforderlich, um zu verhindern, daß nicht vollständig gewendete Strümpfe in die nachfolgenden Bearbeitungsstationen gelangen, in denen im Falle der Verwendung nicht gefärbter Garne eine Färbung erfolgt und/oder die Strümpfe gebügelt werden, bevor sie abgepackt werden.
Das genannte Problem ist vor allem bei großen Produktionsmengen von Bedeutung (beispielsweise in der Größenordnung von einigen 10 Millionen Strümpfen im Jahr) , weil dann selbst bei geringen Prozentsätzen unvollständig gewendeter Strümpfe der Anteil der manuellen Nacharbeiten groß ist, was die Produktionskosten beträchtlich in die Höhe treibt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine kontinuier¬ liche visuelle Überwachung und manuelle Bearbeitung der Strümpfe entbehrlich zu machen, die das Strumpfwendegerät verlassen, um auf diese Weise den Lohnkostenanteil entsprechend zu senken.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus dem Patentanspruch 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Bei der Lösung des angegebenen Problems wird die Tatsache ausge¬ nutzt, daß vollständig gewendete Strümpfe im gestreckten Zustand länger sind als nur teilweise gewendete Strümpfe. Damit ist es möglich, herkömmliche und im Einsatz befindliche, automatische Strumpfwendegeräte nur geringfügig im Ausgangsbereich zu verändern.
Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel er¬ läutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Diese zeigt eine
perspektivische Darstellung einer Vorrichtung gemäß der Erfin¬ dung, die an einem Strumpfwendegerät gemäß der eingangs genann¬ ten Patentanmeldung (WO 91/07540) angebaut ist.
Das Strumpfwendegerät 1 bekannter Bauart hat unterhalb der Abga¬ bezone eine Rutsche 2, über welche die von dem Strumpfwendegerät 1 kommenden Strümpfe C zur Eingangsöffnung 3 eines Auswerferroh¬ res 4 geleitet werden. In diesem werden die einzelnen Strümpfe in bekannter Weise durch einen Luftstrahl zur Ausgangsöffnung des Auswerferrohres 4 befördert, das nach unten gerichtet ist.
An dem Auswerferrohr 4, das aus durchsichtigem Kunststoff herge¬ stellt ist, sind zwei Rohrschellen einstellbar befestigt, von denen jede eine Photozelle 5 bzw. 7 mit zugehörigen Reflektoren 6 bzw. 8 trägt. Der Abstand zwischen den beiden Photozellen 5 und 7 wird jedesmal so eingestellt, daß er gleich oder etwas ge¬ ringer als die Länge eines gestreckten Strumpfes C zwischen Spitze C und Strumpfrand C ■ ist.
Wenn ein vollständig gewendeter Strumpf C in das Auswerferrohr 4 gelangt, können dadurch beide Photozellen 5 und 7 vollständig überdeckt werden. Dadurch wird ein Impuls an eine nicht gezeigte Schaltung geleitet, die einen Steuerbefehl an einen Zylinder 9 abgibt, der an einem festen Träger angelenkt ist. Wenn der Zylinder 9 dadurch betätigt wird, dreht seine Kolbenstange über einen Hebel eine Leitrutsche 10 so, daß sie unter den Ausgang des Auswerferrohres 4 geschwenkt wird, so daß der vollständig gewendete Strumpf C in einen darunter angeordneten Behälter 12 fällt.
Wenn die beiden Photozellen 5 und 7 einen nicht vollständig ge¬ wendeten Strumpf feststellen, bleibt die Leitrutsche 10 in der gestrichelt eingezeichneten, vertikal nach unten hängenden Stel¬ lung, so daß die fehlerhaften Strümpfe in einen zweiten Behälter 11 fallen.-
Über das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel hin¬ aus sind selbstverständlich Änderungen im Rahmen des Erfindungs¬ gedankens möglich. So kann beispielsweise der Zylinder 9 nur dann betätigt werden, wenn in dem Auswerferrohr 4 ein nicht vollständig gewendeter Strumpf ankommt. Damit wird vermieden, daß die Leitrutsche 10 zu häufig geschwenkt werden muß, so daß sie im allgemeinen ihre mit durchgezogenen Linien dargestellte Position beibehält, in der die vollständig gewendeten Strümpfe C in den Behälter 12 fallen. Ferner wäre es möglich, nicht zwei Sensorelemente vorzusehen, die auf den Durchtritt der Strümpfe reagieren, sondern nur eines zu benutzen und als Parameter nicht die Länge des vollständig gewendeten Strumpfes heranzuziehen, sondern die Zeit, die ein solcher Strumpf benötigt, um einen Weg zu durchlaufen, der seiner Länge entspricht. Weiter kann auch das Strumpfwendegerät anders als in der Zeichnung ausgebildev. sein. Anstelle von gegenläufig rotierenden Bändern können Rol¬ lenpaare vorgesehen sein, wobei den Rollen des unteren Paares nur die Aufgabe zukommt, die Strümpfe aus dem Strumpfwendegerät abzugeben.
