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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR SETTING FASTENING ELEMENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/072997
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for setting fastening elements, wherein a master shaft rod (14) is provided, which can be driven to rotate via a drive unit and moved via a motion link control and which carries an axial force transmission part (32). A pressing force of a pressure force sensor unit (18) exerted on a setting location of a fastening element can be initiated via the axial force transmission part (32), via which a release indicator (53) can be actuated, with which a release signal can be output by the pressing force upon reaching or exceeding a predetermined setting force. According to the invention, the fastening elements can thus be applied having very precisely defined setting forces in respect of location and value.

Inventors:
BUSS, Tobias (Oberer Garten 1, Kandern-Sitzenkirch, 79400, DE)
BÜSCH, Martin (Kapfrain 5, Efringen-Kirchen, 79588, DE)
RISY, Jan-Christian (Hauptstraße 60c, Binzen, 79589, DE)
Application Number:
EP2010/068061
Publication Date:
June 23, 2011
Filing Date:
November 23, 2010
Export Citation:
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Assignee:
A. RAYMOND ET CIE (115 cours Berriat, Grenoble, Grenoble, F-38000, FR)
BUSS, Tobias (Oberer Garten 1, Kandern-Sitzenkirch, 79400, DE)
BÜSCH, Martin (Kapfrain 5, Efringen-Kirchen, 79588, DE)
RISY, Jan-Christian (Hauptstraße 60c, Binzen, 79589, DE)
International Classes:
B21J15/04; B21J15/26; B21J15/28; B21J15/32
Attorney, Agent or Firm:
RÜTTGERS, Joachim (A. Raymond GmbH & Co. KG, Teichstrasse 57, Lörrach, 79539, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

Vorrichtung zum Setzen von Befestigungselementen (1 ) mit einem Nietstößel (17), mit einer Vorlageschaftstange (14), mit einer Antriebseinheit (10), mit der die Vorlageschaftstange (14) zu einer Drehung antreibbar ist, und mit wenigstens eine Kulisse (13, 16, 31 ) und einen der oder einer Kulisse (13, 1 6, 31 ) zugeordneten Steuerstift (20, 32, 40) aufweisenden Kulissensteuerung, mit der bei Drehen der Vorlageschaftstange (14) der Nietstößel (17) zwischen einer rückgezogenen Vormontagestellung und einer vorgeschobenen Montagestellung bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Vorlageschaftstange (14) ein in axialer Richtung bezüglich der Vorlageschaftstange (14) feststehendes Axialkraftvermittlungsteil (32) angebracht ist und dass eine Druckkraftsensoreinheit (18) vorhanden ist, die in einer Setzstellung der Vorlageschaftstange (14) mit dem Axialkraftvermittlungsteil (32) über mechanische Kraftflusskette mit einer auf die Vorlageschaftstange (14) ausgeübten Andruckkraft beaufschlagbar ist.

Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die die Kraftflusskette die Kulissensteuerung (13, 16, 31 ; 20, 32, 40) einschließt.

Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckkraftsensoreinheit (18) einen Drucksensor (52) aufweist und wenigstens ein zwischen dem Drucksensor (52) sowie dem Kraftvermittlungsteil (32) angeordnetes, axial verschiebbar gelagertes Schiebeteil (49) vorhanden ist. Vorrichtung nach einem Anspruch 2 oder Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass das Axialkraftvermittlungsteil ein Steuerstift (32) der Kulissensteuerung ist.

Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissensteuerung eine Vorlagekulisse (1 6) sowie einen Vorlagesteuerstift (32) zum axialen Bewegen der Vorlageschaftstange (1 4) zwischen einer rückgezogenen Startstellung und einer vorgeschobenen Setzstellung aufweist und dass der Vorlagesteuerstift (32) das Axialkraftvermittlungsteil ist.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckkraftsensoreinheit (1 8) in einem einer Austrittsseite (56) abgewandten Bereich der Vorlageschaftstange (1 4) angeordnet ist.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass eine Freigabeanzeige (53) vorhanden ist, mit der bei Erreichen oder Überschreiten einer die Druckkraftsensoreinheit (1 8) beaufschlagenden vorbestimmten minimalen Setzkraft ein Freigabesignal ausgebbar ist.

Description:
Vorrichtung zum Setzen von Befestiqunqselementen

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Setzen von Befesti- gungselementen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 .

Eine derartige Vorrichtung ist aus DE 1 0 2005 054 71 9 B3 bekannt. Die vorbekannte Vorrichtung verfügt über eine eine Setzsteuernut aufweisende Setzsteuerkulisse und über einen Nietstößel, der mit einem Setzsteuerstift in Verbindung ist, der wiederum in die Setzsteuernut eingreift. Weiterhin ist eine Vorlageschaftstange vorhanden, an der die Setzsteuerkulisse drehfest angebracht ist. Die Vorrichtung ist überdies mit einer Antriebseinheit ausgestattet, mit der die Vorlageschaftstange zu einer Drehung antreibbar ist, um den Nietstößel zwischen einer rückgezogenen Vormontagestellung und einer vorgeschobenen Montagestellung zu bewegen. Dadurch lässt sich ein insbesondere als Spreizniet ausgebildetes Befestigungselement mechanisch setzen, indem über die Bewegung des Nietstößels beispielsweise ein Nietstift zwischen Federarme eines Spreiz- nietes einschiebbar ist. Bei dieser Vorrichtung steht ein mit der Vorschubstange in Verbindung stehender Niethaltekopf relativ wenig über eine Stirnseite eines Aufnahmegehäuses über, was eine insgesamt kompakte Bauform ergibt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die sich dadurch auszeichnet, dass Befestigungselemente mit einer am Ort des Setzens verhältnismäßig genau definierten Setzkraft applizierbar sind. Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Dadurch, dass bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine unmittelbar mit der Vorlageschaftstange gekoppelte Druckkraftsensoreinheit vorhanden ist, lassen sich die Befestigungselemente mit direkt am räumlich sehr begrenzten Applikationsort sehr genau messbaren Andruckkräften setzen.

Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles eines erfindungsgemäßen Setzwerkzeuges mit Bezug auf die Figuren der Zeichnung. Es zeigen:

Fig. 1 in einer teilgeschnittenen perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,

Fig. 2 in einer perspektivischen Explosionsansicht insbesondere eine Vorlageschaftstange, eine Setzsteuerkulisse und eine Vorlagekulisse des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 ,

Fig. 3 in einer Ansicht die aus zwei Vorlagekulissenschalen aufgebaute Vorlagekulisse bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und Fig. 2,

Fig. 4 in einer teilgeschnittenen perspektivischen Ansicht eine

Druckkraftsensoreinheit bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ,

Fig. 5 in einer perspektivischen geschnittenen Ansicht das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 mit der Vorlageschaftstange in einer Startstellung, Fig. 6 in einer geschnittenen perspektivischen Ansicht das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 mit der Vorlageschaftstange in einer Ausbrechstellung,

Fig. 7 in einer geschnittenen perspektivischen Ansicht das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 mit der Vorlageschaftstange in einer Setzstellung und

Fig. 8 in einer geschnittenen perspektivischen Ansicht das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 mit der Vorlageschaftstange in der Setzstellung und einem Nietstößel in einer vorgeschobenen Montagestellung.

Fig. 1 zeigt in einer teilgeschnittenen perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Setzen von Befestigungselementen in Gestalt von insbesondere Spreiznieten 1 , die über einen tellerförmigen Auflageteller 2, über an einer Seite des Auflagetellers 2 angeformte Federarme 3 und über einen Nietstift 4 verfügen, der durch eine in dem Auflageteller 2 eingebrachte Ausnehmung von einer Vormontagestellung in eine Endmontagestellung zwischen die Federarme 3 zum Aufspreizen der- selben verschiebbar ist.

Die Vorrichtung gemäß Fig. 1 ist pistolenartig ausgebildet und weist ein Aufnahmegehäuse 5 mit einem pistolenartigen Handgriff 6 auf, an dessen freien Ende eine Akkuaufnahme 7 zum Verbinden mit ei- nem in der Darstellung gemäß Fig. 1 nicht gezeigten Akkumulator zum Bereitstellen von elektrischer Energie eingerichtet ist. Auf der der Akkuaufnahme 7 gegenüber liegenden Seite des Handgriffes 6 ist ein Auslösetastknopf 8 vorhanden, mit dem über eine Steuerelektronik 9 eine einen Elektromotor und ein Getriebe aufweisende Antriebseinheit 1 0 ansteuerbar ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß Fig. 1 ist zum Halten eines Spreiznietes 1 an dem in der Vormontagestellung auf der den Federarmen 3 abgewandten Seite über den Auflageteller 2 vorstehenden Nietstift 4 mit einem Niethaltekopf 1 1 ausgebildet, der an einer dem Aufnahmegehäuse 5 abgewandten Ende einer Kopfhülse

1 2 angeordnet ist, die mit ihrem dem Niethaltekopf 1 1 abgewandten Ende in das Aufnahmegehäuse 5 eintritt und eine Ausbrechkulisse

1 3 einer Kulissensteuerung umschließt. Die Ausbrechkulisse 1 3 wiederum ist drehfest an einem der Kopfhülse 1 2 zugewandten Ende einer Vorlageschaftstange 1 4 angebracht, die in einem Lagerteil 1 5 drehbar gelagert ist. Das der Ausbrechkulisse 1 3 abgewandte Ende der Vorlageschaftstange 1 4 tritt in eine Vorlagekulisse 1 6 der Kulissensteuerung ein, die gegenüber dem Aufnahmegehäuse 5 drehfest angeordnet ist.

Weiterhin ist ein länglicher Nietstößel 1 7 vorhanden, der in der Darstellung gemäß Fig. 1 in die Vorlagekulisse 1 6 eintaucht und sich von der Vorlagekulisse 1 6 durch die Vorlageschaftstange 1 4 hin- durch bis in das den Niethaltekopf 1 1 tragende Ende der Kopfhülse 1 2 erstreckt.

Überdies lässt sich der Darstellung gemäß Fig. 1 entnehmen, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung über eine Druckkraftsensorein- heit 1 8 verfügt, die auf der der Kopfhülse 1 2 abgewandten Seite der Vorlagekulisse 1 6 mechanisch geschützt im rückseitigen Teil des Aufnahmegehäuses 5 der erfindungsgemäßen Vorrichtung angeordnet ist. Schließlich lässt sich der Darstellung gemäß Fig. 1 auch entnehmen, dass die Spreiznieten 1 mit ihren Auflagetellern 2 an zwei einander gegenüber liegenden Fördergurten 1 9 angebracht sind, die über ei- ne Schienenanordnung, die au ßenseitig an dem Aufnahmegehäuse 5 angeordnet ist, dem Niethaltekopf 1 1 zuführbar sind.

Fig. 2 zeigt in einer perspektivischen Ansicht die Kopfhülse 1 2, die Ausbrechhülse 1 3, die Vorlageschaftstange 1 4, das Lagerteil 1 5 sowie die Vorlagekulisse 1 6 bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 . Der Darstellung gemäß Fig. 2 lässt sich entnehmen, dass an dem die Ausbrechkulisse 1 3 umschließenden Ende der Kopfhülse 1 2 ein Ausbrechsteuerstift 20 der Kulissensteuerung angeordnet ist, der zum Eingriff in eine in der Ausbrechkulisse 1 3 ausgebildete Ausbrechsteuernut 21 eingerichtet ist. Die Ausbrechsteuernut 21 weist einen unmittelbar an dem dem Niethaltekopf 1 1 zugewandten Ende der Ausbrechkulisse 1 3 angeordneten, umfänglich verlaufenden Vorderabschnitt 22 und einem gegenüber dem Vorderabschnitt 22 von dem Niethaltekopf 1 1 weg versetzten Rückabschnitt 23 auf, der sich ebenfalls umfänglich erstreckt. Zwischen dem Vorderabschnitt 22 und dem Rückabschnitt 23 erstreckt sich ein schräg verlaufender Ausbrechschrägabschnitt 24. Aus Fig. 2 lässt sich weiterhin entnehmen, dass das die Vorlageschaftstange 1 4 umgebende Lagerteil 1 5 ein Antriebszahnrad 25 aufnimmt, das drehfest mit der Vorlageschaftstange 1 4 verbunden und mit der in der Darstellung gemäß Fig. 2 nicht sichtbaren Antriebseinheit 1 0 gekoppelt ist, um die Vorlageschaftstange 1 4 zu ei- ner Drehung anzutreiben. Weiterhin sind an dem Lagerteil 1 5 Verbindungsstangen 26, 27 befestigt, die zum verschiebbaren Eingriff mit der Vorlagekulisse 1 6 bildenden Vorlagekulissenschalen 28, 29 vorgesehen sind. An dem der Ausbrechkulisse 1 3 gegenüber liegenden Ende weist die Vorlageschaftstange 1 4 einen Vorlagelagerring 30 und eine Setzsteuerkulisse 31 auf, die ebenfalls drehfest mit der Vorlageschaftstange 1 4 verbunden sind. Der Vorlagelagerring 30 trägt einen wie weiter unten näher erläutert auch als Axialkraftvermittlungsteil wirkenden Vorlagesteuerstift 32 der Kulissensteuerung, der radial über den Vorlagelagerring 30 übersteht. In der Setzsteuerkulisse 31 ist eine Setzsteuernut 33 ausgebildet, die insbesondere über einen sich in axialer Richtung erstreckenden Setzabschnitt 34, über einen sich von dem der Ausbrechkulisse 1 3 zugewandten Ende spiralförmig von der Ausbrechkulisse 1 3 weg erstreckenden Spannabschnitt 35 und über einen sich von dem dem Setzabschnitt 34 abgewandten Ende des Spannabschnittes 35 in Richtung des der Ausbrechkulisse 1 3 abgewandten Endes des Setzabschnittes 34 im Wesentlichen umfänglich erstreckenden Halteabschnitt 36 verfügt.

Aus der Darstellung gemäß Fig. 2 lässt sich weiterhin erkennen, dass die die Vorlagekulisse 1 6 bildenden Vorlagekulissenschalen 28, 29 mit einer Vorlagesteuernut 37 ausgebildet sind, die zum Eingriff mit dem Vorlagesteuerstift 32 vorgesehen ist.

Zwischen den Vorlagekulissenschalen 28, 29 ist eine hohlzylinderar- tig ausgebildete Lagerhülse 38 angeordnet, die zum einen einen ra- dial nach au ßen überstehenden Gleitschuh 39 und einen radial nach innen hinein ragenden Setzsteuerstift 40 der Kulissensteuerung trägt, der zum Eingriff mit der Setzsteuernut 33 vorgesehen ist. Mittig innerhalb der Lagerhülse 38 ist der Nietstößel 1 7 befestigt. Der Nietstößel 1 7 ist mittig in der Lagerhülse 38 angeordnet, deren Gleitschuh 39 in einer in einer Vorlagekulissenhalbschale 28 eingebrachten, sich in axialer Richtung erstreckenden Gleitnut 41 eingeschoben ist, um die Lagerhülse 38 drehfest mit der Vorlagekulisse 1 6 zu verbinden.

Auf der dem Nietstö ßel 1 7 abgewandten Seite greift in die Lagerhülse 38 eine Setzdruckfeder 42 ein, die sich zum einen an dem Niet- Stößel 1 7 und zum anderen an einer der Lagerhülse 38 gegenüber liegenden Widerlagerplatte 43 abstützt.

Fig. 3 zeigt in einer Ansicht die die Vorlagekulisse 1 6 bildenden Vor- lagekulissenschalen 28, 29 in einer Ansicht auf die dem Vorlagesteuerstift 32 zugewandte Innenseite. Aus der Darstellung gemäß Fig. 3 lässt sich deutlich entnehmen, dass die Vorlagesteuernut 37 über einen bei bestimmungsgemäßer Anordnung der Ausbrechkulisse 1 3 zugewandten Vorstehabschnitt 44 und einem dem Vorstehab- schnitt 44 gegenüber liegenden Rückzugabschnitt 45 aufweist, zwischen denen sich spiralförmig verlaufende, stufenfreie Vorlageschrägabschnitte 46, 47 erstrecken.

Fig. 4 zeigt in einer teilgeschnittenen perspektivischen Ansicht die Druckkraftsensoreinheit 1 8 des Ausführungsbeispieles gemäß Fig. 1 . Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass die in einem Lagerblock 48 angeordnete Druckkraftsensoreinheit 1 8 über eine Schiebehülse 49 als Schiebeteil verfügt, die in einer in dem Lagerblock 48 ausgebildeten Hülsenführung 50 in Längsrichtung verschiebbar angeordnet ist und mit einem Ende dem das Axialkraftvermittlungsteil bildenden Vorlagesteuerstift 32 gegenüberliegt. In dem dem Vorlagesteuerstift 32 abgewandten Ende der Schiebehülse 49 ist ein Druckstößel 51 in axialer Richtung festsitzend verankert, der über das der Vorlagesteuerhülse 32 abgewandte Ende der Schiebehülse 49 übersteht und mit einem in dem Lagerblock 48 fest verankerten Drucksensor 52 in Kontakt ist. Der Drucksensor 52 ist über eine Messwertwandler- und -Verstärkereinheit an die Steuerelektronik 9 angeschlossen, die wiederum mit einer bei diesem Ausführungsbeispiel optisch wirkenden Freigabeanzeige 53 verbunden ist.

Mit der Freigabeanzeige 53 ist ein Freigabesignal ausgebbar, sobald durch die über den Drucksensor 52 aufgenommene Andruckkraft eine Setzkraft erreicht oder überschritten ist. Diese minimale An- druckkraft entspricht einer vorbestimmten Setzkraft, die den Drucksensor 52 über eine mechanische Kraftflusskette, nämlich bei diesem Ausführungsbeispiel die Kulissensteuerung einschließend über den zu setzenden Spreizniet 1 , die Kopfhülse 1 2, den Ausbrech- Steuerstift 20, die Ausbrechkulisse 1 3, die Vorlageschaftstange 1 4, den Vorlagelagerring 30, den Vorlagesteuerstift 32, die Schiebehülse 49 und schließlich den Druckstößel 51 erreicht.

Weiterhin ist mit der Freigabeanzeige zum Vermeiden von Überlast- Schäden ein Stoppsignal ausgebbar, sobald durch die über den Drucksensor 52 aufgenommene Andruckkraft eine maximale Setzkraft überschritten ist. Diese maximale Andruckkraft entspricht einer vorbestimmten maximalen Setzkraft, die den Drucksensor 52 über die mechanische Kraftflusskette erreicht. Ist die maximale Setzkraft überschritten, ergeht zum Vermeiden von Überlastschäden weiterhin ein Inhibierungssignal an die Steuerelektronik 9, mit dem das Auslösen eines Setzvorganges unterbindbar ist.

Nachfolgend wird anhand den Darstellungen gemäß Fig. 5 bis Fig. 8 die Arbeitsweise der voranstehend erläuterten, beispielhaften erfindungsgemäßen Vorrichtung erläutert.

Fig. 5 zeigt in einer perspektivischen geschnittenen Darstellung das Ausführungsbeispiel gemäß Fig.1 mit dem Nietstößel 1 7 in einer rückgezogenen Vormontagestellung, in der der Setzsteuerstift 40 in dem Halteabschnitt 36 der Setzsteuernut 33 angeordnet und die Setzdruckfeder 42 maximal gespannt ist. Weiterhin ist die Vorlageschaftstange 1 4 und damit auch die an ihr angebrachte Kopfhülse 1 2 in einer rückgezogenen Startstellung, in der der Vorlagesteuerstift 32 in dem Rückzugabschnitt 45 der Vorlagesteuernut 37 und der Gleitschuh 38 in einer in eine Führungsplatte 54 eingebrachten, mit der Gleitnut 41 fluchtenden Gleitschiene 55 auf der dem Vorlagelagerring 30 abgewandten Seite der Vorlagekulisse 1 6 angeordnet ist. Der Nietstift 4 des an einer Austrittsseite 56 der erfindungsgemäßen Vorrichtung angeordneten Spreizniets 1 ist durch einen hierfür dimensionierten Schlitz in den Niethaltekopf 1 1 eingetreten, wobei der Auflageteller 2 noch mit den Fördergurten 1 9 verbunden ist.

Die Kopfhülse 1 2 ist für einen ungehinderten Eintritt des Nietstiftes 4 aufgrund der Anordnung des Ausbrechsteuerstiftes 20 in dem Rück- abschnitt 23 der Ausbrechsteuernut 21 in einer rückgezogenen Vorhaltestellung, in der die dem Auflageteller 2 zugewandte Stirnseite des Niethaltekopfes 1 1 von dem Auflageteller 2 einen Abstand aufweist.

Fig. 6 zeigt die Anordnung gemäß Fig. 5 während eines Setzzyklus in einer gegenüber der Anordnung gemäß Fig. 5 gedrehten Über- gangsstellung der Vorlageschaftstange 1 4, in der der Ausbrechsteuerstift 20 nunmehr in dem Vorderabschnitt 22 der Ausbrechsteuernut 21 angeordnet und durch entsprechenden Vorschub der Kopfhülse 1 2 der Spreizniet 1 aus den Fördergurten 1 9 ausgebrochen worden ist und das dem Auflageteller 2 abgewandte Ende des Nietstifts 4 von dem Niethaltekopf 1 1 umschlossen ist. Die Vorlageschaftstange 1 4 befindet sich in der gleichen Position wie in der Darstellung gemäß Fig. 4, da sich der Vorlagesteuerstift 32 weiterhin in dem Rückzugabschnitt 45 der Vorlagesteuernut 37 und der Setzsteuerstift 40 weiterhin in dem Halteabschnitt 36 der Setzsteuernut 33 befinden.

Fig. 7 zeigt die Anordnung gemäß Fig. 5 und Fig. 6 mit der Gesamtheit aus Kopfhülse 1 2, Vorlageschaftstange 1 4 und Lagerhülse 38 in einer vorgeschobenen Setzstellung, in der der Spreizniet 1 nunmehr in einem verhältnismäßig großen Abstand von der Austrittsseite 56 angeordnet ist. Diese Setzstellung, in der nunmehr auch vertieft liegende oder mit einem kürzeren Überstand der Kopfhülse 1 2 über die Austrittsseite 56 schlecht zugängliche Applikationsstellen nunmehr sehr einfach zugänglich sind, wurde ausgehend von der Anordnung gemäß Fig. 6 durch weiteres Drehen der Vorlageschaftstange 1 4 eingenommen, indem der Vorlagesteuerstift 32 von dem Rückzugabschnitt 45 über einen Vorlageschrägabschnitt 46, 47 in den Vorstehabschnitt 44 eingetreten ist. Die Setzdruckfeder 42 bleibt weiter- hin gespannt, da der Setzsteuerstift 40 weiterhin in dem Halteabschnitt 36 der Setzsteuernut 33 positioniert ist.

In der in Fig. 7 dargestellten Setzstellung der Vorlageschaftstange 1 4 und der Vormontagestellung des Nietstößels 1 7 wird bei einer bestimmungsgemäßen Handhabung der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Spreizniet 1 an den Setzort verbracht und beispielsweise gegen ein auf ein in Fig. 7 nicht dargestelltes Trägerteil aufgelegtes, in Fig. 7 ebenfalls nicht dargestelltes Auflageteil angedrückt, wobei die Federarme 3 in in dem Trägerteil und in dem Auflageteil eingebrachte Ausnehmungen eingreifen. Durch Andrücken der erfindungsgemäßen Vorrichtung gegen das Auflageteil wird der Drucksensor 52 über die im Zusammenhang mit Fig. 4 erläuterte Kraftflusskette mit einer Andruckkraft beaufschlagt. Bei Erreichen oder Übersteigen des vorbestimmten Schwellwertes als minimaler Setz- kraft unter Aktivieren der Freigabeanzeige 53 ist über die Steuerelektronik 9 der Auslösetastknopf 8 freigeschaltet.

Fig. 8 zeigt die Anordnung gemäß Fig. 5 bis Fig. 7 nach einer durch Drücken des Auslösetastknopfes 8 ausgehend von der Anordnung gemäß Fig. 7 ausgelösten Drehung der Vorlageschaftstange 1 4 mit dem Nietstö ßel 1 7 in einer vorgeschobenen Montagestellung nach Einschieben des Nietstiftes 4 zwischen die Federarme 3 des nunmehr gesetzten Spreiznietes 1 . In dieser Montagestellung ist die Setzdruckfeder 42 in einer verhältnismäßig entspannten Anordnung, nachdem sie den Nietstößel 1 7 nach Einführen des Setzsteuerstiftes 40 in den Setzabschnitt 34 der Setzsteuernut 33 schlagartig von der Widerlagerplatte 43 weg bewegt hat. Ausgehend von der Anordnung gemäß Fig. 8 wird nach Loslassen des Auslösetastknopfes 8 durch weiteres Drehen der Vorlageschaftstange 1 4 wieder die Startstellung und Vormontagestellung gemäß Fig. 5 eingenommen und der nächste Spreizniet 1 in den Niethaltekopf 1 1 eingeführt, bis wieder die Anordnung gemäß Fig. 7 erreicht ist.