KOROBOV, Petr (Am Hochfeld, Wiesbaden, 65205, DE)
Patentansprüche
1. Vorrichtung zum wasserdampfunterstützten Spritzen von Be- schichtungsmaterial mit einem Spritzapparat (2), der eine Materialdüse aufweist, mit einer an den Spritzapparat (2) angeschlossenen Materialfördereinrichtung (7) mit Materialreservoir und mit einem an den Spritzapparat (2) angeschlossenen Dampferzeuger (3), dadurch gekennzeichnet,
dass dem Dampferzeuger (3) ein Dampferhitzer (4) nachgeschaltet ist, der überhitzten Dampf erzeugt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Dampferhitzer (4) den Dampf auf eine Temperatur von 200 0 C bis 26O 0 C erhitzt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzapparat (2) eine Dampfringdüse (35) und mindestens zwei gegenüberliegend angeordnete Dampfflachstrahldüsen (45, 46) aufweist, und
dass die Düsen (35, 45, 46) über mindestens einen Dampfmengenregler (5a, 5b) an den Dampferhitzer (3) angeschlossen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Dampfflachstrahldüsen (45, 46) über einen gemeinsamen Dampfmengenregler (5b) an den Dampferhitzer (4) angeschlossen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfflachstrahldüsen (45, 46) in gegenüberliegenden Hörnern (41 , 42) eines Düsenkopfes (40) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die materialführenden Bauteile (21 , 24) des Spritzapparates (2) aus einem wärmeisolierenden Material bestehen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die dampfführenden Bauteile (30, 40) des Spritzapparates (2) aus einem wärmeleitenden Material bestehen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampferhitzer (50) ein Gehäuse (80), einen Dampfeinlass (53) und einen Dampfauslass (55) für überhitzten Dampf und einen den Dampfeinlass (53) und einen den Dampfauslass (55) verbindenden Dampfkanal (54) sowie eine Heizeinrichtung (90) aufweist, wobei im Gehäuse (80) ein Heizkörper (52) angeordnet ist, in der Außenfläche des Heizkörpers (52) eine schraubenförmige Nut angeordnet ist, die den Dampfkanal (54) bildet, und die Heizeinrichtung (90) im Innern des Heizkörpers (52) angeordnet ist.
9. Verfahren zum Beschichten von Substraten mit einem Beschich- tungsmaterial, das durch Unterstützung von Wasserdampf aufgespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass überhitzter Wasserdampf verwendet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Wasserdampf mit einer Temperatur von 200 0 C bis 26O 0 C verwendet wird.
11. Dampferhitzer mit einem Gehäuse (80), mit einem Dampfeinlass (53) und einem Dampfauslass (55) für überhitzten Dampf und mit einem den Dampfeinlass (53) und den Dampfauslass (55) verbindenden Dampfkanal (54) sowie mit einer Heizeinrichtung (90), dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (80) ein Heizkörper (52) angeordnet ist,
dass in der Außenfläche des Heizkörpers (52) eine schraubenförmige Nut angeordnet ist, die den Dampfkanal (54) bildet, und
dass die Heizeinrichtung (90) im Innern des Heizkörpers (52) angeordnet ist.
12. Dampferhitzer nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkörper (52) an der Innenseite des Gehäuses (80) anliegt und dass das Gehäuse (80) die schraubenförmige Nut radial nach außen begrenzt.
13. Dampferhitzer nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkörper (52) aus Metall besteht.
14. Dampferhitzer nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkörper (52) aus einem zylindrischen Stab besteht.
15. Dampferhitzer nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkörper (52) eine Bohrung (64) aufweist, in der die Heizeinrichtung (90) eingesteckt ist.
16. Dampferhitzer nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (64) eine Sackbohrung ist.
17. Dampferhitzer nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des Dampfkanals (54) über die gesamte Kanallänge konstant ist.
18. Dampferhitzer nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkörper (52) mit seinem Endabschnitt (60) aus dem Gehäuse (80) herausragt.
19. Dampferhitzer nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampfanschluss (53) ein Einlassbauteil (70) mit einem Einlasskanal (72) umfasst, wobei das Einlassbauteil (70) am Endabschnitt (60) des Heizkörpers (52) angeordnet ist.
20. Dampferhitzer nach einem der Ansprüche 11 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizkörper (52) im Endabschnitt (60) einen Verbindungskanal (56) aufweist, der sich in axialer Richtung des Heizkörpers (52) erstreckt und in den Dampfkanal (54) mündet.
21. Dampferhitzer nach einem der Ansprüche 11 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlasskanal (72) senkrecht in den ersten Verbindungskanal (56) mündet.
22. Dampferhitzer nach einem der Ansprüche 11 bis 21 , dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (60) ein Außengewinde (62) aufweist, in das eine überwurfmutter (68) eingreift, mit der das Gehäuse (80) am Endabschnitt (60) fixiert ist.
23. Dampferhitzer nach einem der Ansprüche 11 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampfauslass (55) ein Auslassbauteil (74) mit einem Auslasskanal (76) aufweist, wobei das Auslassbauteil (74) am Gehäuse (80) angeordnet ist.
24. Dampferhitzer nach einem der Ansprüche 11 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Auslasskanal (76) in axialer Richtung erstreckt.
25. Dampferhitzer nach einem der Ansprüche 11 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (80) mindestens teilweise mit wärmeisolierendem Material ummantelt ist. |
Vorrichtung zum wasserdampfunterstützten Spritzen von Be- schichtungsmaterial, Verfahren zum Beschichten von Substraten mit einem Beschichtungsmaterial und Dampferhitzer
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum wasserdampfunterstützten Spritzen von Beschichtungsmaterial gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1. Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Beschichten von Substraten mit einem Beschichtungsmaterial gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 9 sowie auf einen Dampferhitzer gemäß Patentanspruch 11.
Die DE 10 2004 012 889 A1 beschreibt allgemein eine Anlage zum Beschichten von Substraten mit einer Düsenanordnung zum Zerstäuben und Spritzen eines Beschichtungsstoffes. Diese Düsenanordnung ist an eine Wasserdampferzeugungseinrichtung angeschlossen. Bei der Ausgestaltung der Spritzdüse wird zwischen einer Innen- und einer Außenmischung unterschieden. Bei der Außenmischung ist die Düsenöffnung der inneren Düsenanordnung auf gleicher Höhe mit der Düsenöffnung der äußeren Düsenanordnung angeordnet, wobei der in der inneren Düsenanordnung befindliche Beschichtungsstoff erst nach dem Verlassen der Düsenanordnung mit dem Wasserdampf, der die äußere Düsenanordnung durch die Düsenöffnung verlassen hat, vermischt wird.
Weitere Angaben zur Ausgestaltung der Spritzvorrichtung sowie zur Dampferzeugung sind dieser Schrift nicht zu entnehmen.
Vorrichtungen zum wasserdampfunterstützten Spritzen von Beschichtungsmaterial haben den Nachteil, dass der Wasserdampf im Spritzap-
parat kondensiert und dort zu einer nachteiligen Wasseransammlung führt, wodurch insbesondere das Sprühbild beeinträchtigt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum wasserdampfunterstützten Spritzen von Beschichtungsmaterial anzugeben, bei der kein kondensiertes Wasser anfällt. Es ist auch Aufgabe einen Dampferhitzer anzugeben.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass dem Dampferzeuger ein Dampferhitzer nachgeschaltet ist, der überhitzten Dampf erzeugt.
Ein Spritzapparat kann eine Spritzpistole oder ein Spritzautomat sein.
Der Spritzapparat weist vorzugsweise einen Materialkanal mit einer Materialdüse und einer im Materialkanal beweglich angeordneten Materialnadel auf. Mittels der Materialnadel wird die Materialmenge, die aus der Materialdüse austritt, gesteuert.
Die Materialdüse erzeugt einen runden Materialstrahl und kann daher auch als Rundstrahldüse bezeichnet werden.
Der Dampferhitzer erhitzt den Dampf vorzugsweise auf eine Temperatur von 200 0 C bis 260 0 C, insbesondere auf 220°C bis 25O 0 C. Es hat sich herausgestellt, dass durch die Verwendung von überhitztem Dampf selbst bei dem Temperaturabfall an der oder den Austrittsdüse/n des Spritzapparates kein Kondensat anfällt. Dadurch wird gewährleistet, dass das Sprühbild nicht beeinträchtigt wird.
Vorzugsweise weist der Spritzapparat eine Dampfringdüse und mindestens zwei gegenüberliegend angeordnete Dampfflachstrahldüsen auf, wobei die Düsen über Dampfmengenregler an den Dampferhitzer angeschlossen sind.
Die Dampfringdüse umgibt vorzugsweise die Materialaustrittsdüse. Der durch die Dampfringdüse austretende überhitzte Wasserdampf dient der Zerstäubung des Beschichtungsmaterials, wobei ein im wesentlichen kreisförmiger Beschichtungsstrahl (Rundstrahl) erzeugt wird.
über die Dampfflachstrahldüsen wird ebenfalls überhitzter Wasserdampf seitlich auf den Rundstrahl gerichtet, so dass aus dem Rundstrahl ein Flachstrahl erzeugt werden kann.
Da sowohl die Dampfringdüse als auch die beiden Dampfflachstrahldüsen mit überhitztem Wasserdampf beaufschlagt werden, ist nur ein Dampferzeuger und ein Dampferhitzer erforderlich. über die Dampfmengenregler kann der Beschichtungsstrahl auf die gewünschte Strahlform eingestellt werden. Je größer die Dampfmenge gewählt wird, die durch die Dampfflachstrahldüsen austritt, desto flacher wird der Beschichtungsstrahl.
Vorzugsweise werden die beiden Dampfflachstrahldüsen über einen gemeinsamen Dampfmengenregler an den Dampferhitzer angeschlossen. Die Versorgung über einen gemeinsamen Dampfmengenregler gewährleistet, dass die Dampfmenge, die aus den beiden Dampfflachstrahldüsen austritt, gleich groß ist, so dass ein symmetrischer Flachstrahl erzeugt werden kann.
Vorzugsweise sind die Dampfflachstrahldüsen in gegenüberliegenden Düsenhörnern angeordnet.
Es hat sich gezeigt, dass durch die Verwendung von überhitztem Wasserdampf weder in der Dampfringdüse noch an den Dampfflachstrahl- düsen eine Kondensatbildung auftritt, die das gewünschte Sprühbild beeinflussen könnte.
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Um eine vorzeitige Abkühlung des Wasserdampfes und somit eine Kondensatbildung innerhalb des Spritzapparates zu verhindern, ist vorzugsweise vorgesehen, dass die materialführenden Bauteile des Spritzapparates aus einem wärmeisolierenden Material bestehen. Hierfür kommen insbesondere Kunststoffe oder Keramiken in Frage.
Vorzugsweise bestehen die dampfführenden Bauteile des Spritzapparates aus einem gut wärmeleitenden Material, wie z. B. Metall. Hierfür kommen insbesondere Stahl oder Edelstahl in Frage. Die Materialpaarung von Metall und wärmeisolierenden Materialien bewirkt einerseits eine günstige Wärmeisolation innerhalb des Spritzapparates, andererseits wirkt die wärmespeichernde Eigenschaft des Metalls optimal auf die Dampfqualität ein.
Das Verfahren zum Beschichten von Substraten mit einem Beschich- tungsmaterial, wobei das Beschichtungsmaterial durch Unterstützung von Wasserdampf aufgespritzt wird, ist dadurch gekennzeichnet, dass überhitzter Wasserdampf verwendet wird.
Vorzugsweise wird Wasserdampf mit einer Temperatur von 200 0 C bis 26O 0 C, insbesondere von 22O 0 C bis 25O 0 C, verwendet.
Der erfindungsgemäße Dampferhitzer ist dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse ein Heizkörper angeordnet ist, dass in der Außenfläche des Heizkörpers eine schraubenförmige Nut angeordnet ist, die den Dampfkanal bildet, und dass die Heizeinrichtung im Innern des Heizkörpers angeordnet ist.
Der Dampferhitzer besitzt den Vorteil, dass nur wenige Bauteile erforderlich sind, so dass die Montage auf einfache Weise ermöglicht wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Dampferhitzer äußerst kom-
pakt ist. Die Länge des Dampferhitzers kann beispielsweise 8 bis 12 cm betragen und der Durchmesser 3 bis 5 cm. Ein solches Gerät ist transportabel und liefert ca. 3 bis 8 I Dampf/h. Am Eingang wird der Dampf mit einer Temperatur von ca. 100 0 C bis 115 0 C und mit einem Druck von bis zu 2 bar zugeführt. Am Ausgang des Dampferhitzers beträgt die Temperatur des Dampfes 200°C bis 260 0 C, vorzugsweise 22O 0 C bis 250 0 C, wobei der Druck ebenfalls bis zu 2 bar beträgt. Die Temperatur der Heizeinrichtung liegt vorzugsweise im Bereich von 260° - 300 0 C.
Es hat sich überraschend herausgestellt, dass der Dampferhitzer den Dampf vollständig trocknet. In den Dampferhitzer eingeleiteter Dampf, z. B. Nassdampf, tritt als getrockneter Dampf aus dem Dampferhitzer aus, was auf den Einfluss des schraubenförmigen oder wendeiförmigen Dampfkanals zurückgeführt werden kann.
Vorzugsweise liegt der Heizkörper an der Innenseite des Gehäuses an, so dass das Gehäuse die schraubenförmige Nut radial nach außen begrenzt. Der Dampfkanal wird somit auf einfache Weise durch die schraubenförmige Nut einerseits und die Innenfläche des Gehäuses gebildet.
Vorzugsweise besteht der Heizkörper aus Metall.
Der Heizkörper besteht vorzugsweise aus einem zylindrischen Stab, wobei andere Querschnittsflächen ebenfalls möglich sind.
Der Heizkörper weist vorzugsweise eine Bohrung auf, in der die Heizeinrichtung eingesteckt ist. Diese Bohrung kann beispielsweise eine Sackbohrung sein.
Die Nutquerschnittsfläche des Dampfkanals ist vorzugsweise über die gesamte Kanallänge konstant. Zur Steuerung des Dampfdrucks am
Dampfauslass kann die Querschnittsfläche des Dampfkanals in Richtung des Dampfauslasses zunehmen oder abnehmen.
Der Heizkörper ragt vorzugsweise mit seinem Endabschnitt aus dem Gehäuse heraus.
Der Dampfanschluss umfasst vorteilhafterweise ein Einlassbauteil mit einem Einlasskanal, wobei das Einlassbauteil am Endabschnitt des Heizkörpers angeordnet ist. Es ist somit möglich, den Heizkörper zusammen mit dem Einlassbauteil aus dem Gehäuse herauszunehmen. Die Montage wird dadurch weiter vereinfacht.
Der Heizkörper weist vorzugsweise im Endabschnitt einen Verbindungskanal auf, der sich in axialer Richtung des Heizkörpers erstreckt und in den Dampfkanal mündet.
Der Einlasskanal mündet vorzugsweise senkrecht in den ersten Verbindungskanal.
Der Endabschnitt kann ein Außengewinde aufweisen, in das eine ü- berwurfmutter eingreift, mit der das Gehäuse am Endabschnitt fixiert ist.
Der Dampfauslass weist vorteilhafterweise ein Auslassbauteil mit einem Auslasskanal auf, wobei das Auslassbauteil am Gehäuse angeordnet ist.
Der Auslasskanal erstreckt sich vorzugsweise in axialer Richtung, d. h. in Längsrichtung des Dampferhitzers.
Das Gehäuse ist mindestens teilweise mit einem wärmeisolierendem Material ummantelt.
Beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung der Spritzvorrichtung,
Figur 2 einen Vertikalschnitt durch den Spritzkopf eines Spritzapparates, und
Figur 3 einen Schnitt durch einen Dampferhitzer.
In der Figur 1 ist eine Spritzvorrichtung 1 dargestellt, die einen Spritzapparat 2 mit Spritzkopf 20 zum Verspritzen von Beschichtungsmaterial aufweist. Der Spritzapparat 2 wird von einer Materialfördereinrichtung 7 über die Materialleitung 7a mit Beschichtungsmaterial versorgt, das ü- ber den Materialanschluss 22 dem Spritzkopf 20 des Spritzapparates 2 zugeführt wird.
Für die Erzeugung des Beschichtungssstrahls ist Dampf bereitzustellen, der in einem Dampferzeuger 3 erzeugt wird, der über eine Dampfleitung 6a an einen Dampferhitzer 50 angeschlossen ist. Der im Dampferzeuger 3 erzeugte Wasserdampf wird im Dampferhitzer 50 auf eine Temperatur >200°C erhitzt. Dieser überhitzte Wasserdampf wird anschließend über die Dampfleitung 6b den Dampfmengenreglern 5a, 5b zugeführt, die über weitere Dampfleitungen 6c und 6d an den Spritzkopf 20 angeschlossen sind.
Die Aufteilung in zwei Dampfleitungsstränge mit eigenen Dampfmengenreglern dient dazu, zum einen die im Spritzkopf 20 vorhandene Dampfringdüse 35 und zum anderen die zwei Dampfflachstrahldüsen 45, 46 mit überhitztem Wasserdampf zu versorgen.
In der Figur 2 ist ein Vertikalschnitt durch einen Spritzkopf 20 dargestellt. Der vordere Teil des Spritzkopfes 20 weist einen Materialzuführkörper 21 , einen Materialdüsenkörper 24, der von einem Dampfzuführkörper 30 umgeben ist, und einen auf den Materialdüsenkörper 24 aufgesetzten Düsenkopf 40 auf.
Der Materialzuführkörper 21 weist den Materialanschluss 22 auf, der in den Materialkanal 26 mündet, in dem die Materialnadel 23 in Längsrichtung beweglich angeordnet ist. Der Materialkanal 26 setzt sich nach vorne im Materialkanal 26b fort, der sich im Materialdüsenkörper 24 befindet. Der Materialdüsenkörper 24 verjüngt sich nach vorne und weist am Ausgang des Materialkanals 26b die Materialdüse 25 auf.
Der Materialzuführkörper 21 und der Materialdüsenkörper 24 bestehen vorzugsweise aus einem wärmeisolierenden Material, wie z. B. Kunststoff oder Keramik.
Der Materialdüsenkörper 24 ist von dem Dampfzuführkörper 30 umgeben, der den ersten Dampfanschluss 31 und den zweiten Dampfan- schluss 32 aufweist. Der erste Dampfanschluss 31 mündet in einen ersten Dampfkanal 33a, der in den Dampfringkanal 33b übergeht. Dieser Dampfringkanal 33b wird zwischen dem auf den Dampfzuführkörper 30 aufgesetzten Düsenkopf 40 und der Außenseite des Materialdüsenkörpers 24 gebildet. Der Düsenkopf 40 besitzt eine öffnung, die zusammen mit der Spitze des Materialdüsenkörpers 24 die Dampfringdüse 35 bildet.
Der Düsenkopf 40 besitzt zwei gegenüberliegend angeordnete Hörner 41 , 42, in denen Dampfkanäle 43, 44 angeordnet sind, die mit dem zweiten Dampfkanal 34 in Verbindung stehen. über diese Dampfkanäle 43, 44 werden die Dampfflachstrahldüsen 45, 46 mit überhitztem Wasserdampf versorgt. Die Ausrichtung der Dampfflachstrahldüsen 45, 46
ist derart gewählt, dass der die Form eines Rundstrahls aufweisende Beschichtungsstrahl zu einem Flachstrahl verändert werden kann.
In der Figur 3 ist ein Dampferhitzer 50 mit Dampfeinlass 53 und Dampfauslass 55 im Schnitt dargestellt. Der Dampferhitzer 50 weist ein Gehäuse 80 auf, das auf der rechten Seite offen ist, so dass von dort ein Heizkörper 52 eingeführt werden kann. Der Heizkörper 52 weist an seiner Außenfläche einen Dampfkanal 54 in Form einer schraubenförmigen Nut auf.
Der Heizkörper 52 weist eine Bohrung 64 in Form einer Sackbohrung auf, in die die Heizeinrichtung 90 in Form einer Heizpatrone eingesteckt ist. Die Heizpatrone ist über die Zuleitung 92 elektrisch angeschlossen.
Der Heizkörper 52 liegt an der Innenseite des Gehäuses 80 an, so dass der Dampfkanal in radialer Richtung durch das Gehäuse begrenzt wird. Der Heizkörper 52 ragt mit seinem Endabschnitt 60 aus dem Gehäuse 80 heraus und besitzt ein Außengewinde 62, das mit einer überwurfmutter 68 zusammenwirkt. Das Gehäuse besitzt in diesem Bereich einen Bund 82, an dem die überwurfmutter 68 angreift. Das Gehäuse 80 wird mittels der überwurfmutter 68 an dem Heizkörper 52 fixiert. Das gesamte Gehäuse 80 ist mit einem Isoliermantel 84 aus wärmeisolierendem Material umgeben.
An dem aus dem Gehäuse 80 herausragenden Endabschnitt 60 ist das Einlassbauteil 70 befestigt, das den Anschlusskanal 72 aufweist. Der Einlasskanal 72 mündet senkrecht in einen ersten Verbindungskanal 56 im Endabschnitt des Heizkörpers 52. Am gegenüberliegenden Ende des Heizkörpers 52 befindet sich ein zweiter Verbindungskanal 58, der mit dem Auslassbauteil 74 und dem Auslasskanal 76 in Verbindung steht. Das Auslassbauteil 74 ist an der Stirnwand 86 des Gehäuses 80
eingeschraubt. Der Auslasskanal 76 erstreckt sich in Längsrichtung des Dampferhitzers 50.
Von dem Dampferzeuger 3 wird Dampf bereitgestellt, der eine Temperatur im Bereich von 100 bis 115 0 C aufweist. Dieser Dampf wird durch den Einlasskanal 72 in das Einlassbauteil 70 eingeleitet und gelangt von dort über den ersten Verbindungskanal 56 in den Dampfkanal 54, der aus der schraubenförmigen Nut besteht. Der Dampf wird auf seinem Weg zum zweiten Verbindungskanal 58 weiter erhitzt, so dass am Auslassbauteil 74 überhitzter Dampf vorliegt, der, wie in Figur 1 gezeigt ist, über Dampfmengenregler 5a, 5b dem Spritzapparat 2 zugeführt wird.
Der Dampferhitzer 50 ist transportabel und kann zu diesem Zweck mit Befestigungsmitteln versehen sein, um den Dampferhitzer z. B. an der Arbeitskleidung zu befestigen.
Bezugszeichenliste
Spritzvorrichtung
Spritzapparat
Dampferzeuger a Dampfmengenregler b Dampfmengenregler a Dampfleitung b Dampfleitung c Dampfleitung d Dampfleitung
Materialfördereinrichtung mit Materialreservoir a Materialleitung
0 Spritzkopf 1 Materialzuführkörper 2 Materialanschluss 3 Materialnadel 4 Materialdüsenkörper 5 Materialdüse 6a Materialkanal 6b Materialkanal 8 Dichtung
0 Dampfzuführkörper 1 erster Dampfanschluss 2 zweiter Dampfanschluss 3a erster Dampfkanal 3b Dampfringkanal 4 zweiter Dampfkanal 5 Dampfringdüse
Dusenkopf
Hörn
Hom
Dampfkanal
Dampfkanal
Dampfflachstrahldüse
Dampfflachstrahldüse
Dampferhitzer
Heizkörper
Dampfeinlass
Dampfkanal
Damfpauslass erster Verbindungskanal zweiter Verbindungskanal
Endabschnitt
Außengewinde
Innenbohrung
Entlüftungskanal
überwurfmutter
Einlassbauteil
Einlasskanal
Auslassbauteil
Auslasskanal
Gehäuse
Bund
Isoliermantel
Stirnwand
90 Heizeinrichtung
92 Heizanschluss
