SCHUMACHER, Kay (Mühlental 50, Aachen, 52066, DE)
| ANSPRÜCHE Vorrichtung ( 1 ) zum Abstellen bzw. Ablegen von Saiteninstrumenten ( 10), aufweisend zumindest eine Auflagefläche (2), die entweder an einer Gestellanordnung (3) oder direkt an einer Wand ( 12) bzw. an einer sonstigen zur Befestigung geeigneten Fläche angeordnet ist, wobei an der Vorrichtung mindestens zwei in ihrer Ausgangslage im Wesentlichen parallel zueinander angeordnete stabförmige Halter (4a;4b) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (2) zur materialschonenden Auflage des Saiteninstruments ( 10) bzw. des Saiteninstrumentkorpus ( 10a) aus einem flexiblen und/oder elastischem Gurtband (2) gebildet ist, welches beidseitig an den im Wesentlichen parallel zueinander angeordneten Haltern (4a;4b) befestigt ist, wobei das Gurtband (2) zwischen den Haltern (4a;4b) eine durchgehende flexible Auflagefläche (2) bildet, die zumindest den unteren Teil des Korpus des Saiteninstruments ( 10) überwiegend anliegend umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Hglter (4g;4b) derart an der Gestellanordnung (3) angeordnet sind, dass sie unter Beibehaltung der Parallelität zueinander abstandsveränderlich sind. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dgss die Hglter (4g;4b) so miteinander verbunden sind, dass der Abstand des linken Halters (4a) von einer gedachten Mittelachse stets gleich dem Abstand des rechten Halters (4b) von der gedachten Mittelachse ist, so dass sich die Hglter (4g;4b) mittels geeigneter Mittel möglichst gleichmäßig öffnen und schließen lassen. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsveränderung der Halter (4a;4b) mittels einer Kulissenführung erreicht wird. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halter (4a;4b) in fester Position bleibt. 6. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter (4a;4b) in Ruhestellung, mittels Federn, einem elastischen Zugelement oder mittels anderer geeigneter Mittel in geöffneter Position gehalten werden. 7. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den vorderen Enden der Halter (4a;4b) als zusätzlicher Schutz gegen ein Verkippen nach vorne Ausweitungen vorgesehen sind. 8. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter (4a;4b) rückseitig an über Gelenke (6a;6b) schwenk- baren Gestellarmen (5a;5b) befestigt sind. 9. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine innerhalb der Gelenke (6a;6b) angeordnete Feder be- wirkt, dass die Halter (4a;4b) ohne Belastung durch ein Instrument nach außen gedrückt werden. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Vorrichtung Fußteile (7a;7b) vorgesehen sind, die mit zusammenklappbaren Streben (8a;8b;8c;8d) über ein Gelenk (9) miteinander verbunden sind. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Gestellarme (5a;5b) über zumindest eine Querstrebe ( 1 1 ) derart an der Vorrichtung ( 1 ) angeordnet sind, dass ein Auf- oder Zuklappen des einen Gestellarms (5a) gleichzeitig ein Auf- oder Zuklappen des anderen Gestellarms (5b) und umgekehrt bewirkt. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass an einer Wand ( 1 2) oder an einer sonstigen zur Befestigung der Vorrichtung geeigneten Fläche verstellbare bzw. verschiebbare Halter (4a;4b) vorgesehen sind, wobei an der Wand ( 12) bzw. an der Fläche Führungen ( 13) vorgesehen sind, in den die Halter (4a;4b) geführt sind und sich die Halter (4a;4b) gegenläufig an den Führungen ( 13a; 13b) verschieben lassen. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dgss die Hglter (4a;4b) höhenunterschiedlich angeordnet sind. 14. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dgss die Enden des Gurtbandes (2) an mindestens einem zylinder- förmigen Halfer (4a;4b) zumindest teilweise aufgerollt angeordnet sind, so dass der resultierende Zug beim Abstellen des Saiteninstruments auf dem Gurfband (2) gleichzeitig ein Abrollen der Enden des Gurtbandes (2) an zumindest einem Halter (4a;4b) und damit eine Verlängerung des zwischen den Haltern (4a;4b) befindlichen Gurtbandabschnitts bewirkt. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Gurtband (2) an dem mindestens einen Halter (4a;4b) fe- derbeauschlagt aufgerollt ist, so dass das Gurtband (2) sich nach der Entnahme des Saiteninstruments ( 10) wieder selbstständig aufrollt. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 14 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter (4a;4b) zusätzlich mit einem flexiblen Verbindungsmittel ( 1 6) miteinander verbunden sind, dessen Länge dem Abstand der Halter (4a;4b) in geöffneter Position entspricht, wobei mit dem Einbringen des Instruments ( 10) in das Gurtband (2) der resultierende Zug nicht nur ein Abrollen der Enden des Gurtbandes (2) von dem mindestens einen Halter (4a;4b), sondern zugleich eine Verkürzung des die Halter (4a;4b) verbindenden Verbindungsmittels ( 1 6) und damit den gewünschten Effekt der Verkürzung des Ab- stands der Halter (4a;4b) zueinander bewirkt, bis diese an der Zarge des Instruments anliegen. Vorrichtung nach Anspruch 1 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halter (4b) starr positioniert Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Halter (4a) über einen gelenkig angeordneten Gestellarm ( 17) geschwenkt werden kann. |
BESCHREIBUNG
Technisches Gebiet [0001 ] Die vorliegende Erfindung betrifft eine neuartige Vorrichtung zum Abstellen bzw. Ablegen von Saiteninstrumenten, insbesondere von Gitarren, aufweisend zumindest eine Auflagefläche, die entweder an einer - vorzugsweise zusammenklappbaren - Gestellanordnung, oder direkt an einer Wand bzw. an einer sonstigen zur Befestigung geeigneten Fläche angeordnet ist.
[0002] Um den Gitarrenkorpus nach seiner Verwendung beim Abstellen bzw. Ablegen möglichst zu schonen, werden vornehmlich Gitarrenständer verwendet, bei denen das Instrument in einer im Wesentlichen aufrechten Stellung positioniert wird. Dies ist unter anderem deshalb vorteilhaft, da die Gitarre bei ihrer erneuten Verwendung leicht am Gifarrenhals ergriffen werden kann, was ebenso auf andere Saiteninstrumente, bspw. größere Streichinstrumente, zutrifft. [0003] Es stellen sich bei der Konstruktion eines Gitarrenständers verschiedene Aufgaben. Das Instrument muss in dem Ständer sicher bewahrt sein, gegen Anstoßen Kippen und Fallen. Es muss einfach und bequem in den Ständer eingebracht und ebenso leicht wieder entnommen werden können. Ferner ist es wünschenswert, dass der Ständer ein geringes Ge- wicht und eine hohe Stabilität vereint. Der Ständer sollte überdies kompakt (vorteilhafterweise zusammenlegbar) und leicht transportabel sein.
[0004] Außerdem existieren Gitarren in den unterschiedlichsten Formen und Größen, so dass prinzipiell auch unterschiedlichste Gitarrenständer zur Verfügung gestellt werden müssen, da die Größe und Form der Auflage in etwa mit der Dicke des Gitarren korpus übereinstimmen sollte. Um dies zu vermeiden, ist es bekannt, Gitarrenständer so auszubilden, dass sie unterschiedlich große Gitarren aufnehmen können. Dementsprechend wird in
BESTÄTIGUNGSKOPIE der US 5,505,413 A eine gestufte Auflagefläche vorgestellt. Nachteilig ist hierbei jedoch, dass man unabhängig von der unterzubringenden Gitarre stets die größte Abmessung wählen muss. [0005] Bekannte Gitarrenständer bestehen regelmäßig aus mehreren den Gitarrenkorpus tragenden (meist parallel ausgerichteten) Halterungen (z. B. US 4,763,865 A), bei der die Gitarre mit dem unteren Bereich der Zarge auf einer festen Abstützung abgestellt wird, wobei teilweise ein zusätzlicher Stützpunkt dass nach hinten geneigte Instrument im oberen Be- reich des Bodens - oder noch weiter oben am Hals - abstützt (z. B. DE 44 37 200 AI ) . Teilweise sind diese Gitarrenständer als Stativ ausgebildet. In der DE 200 15 502 U l wird ein Gitarrenständer vorgestellt, dessen Unterteil ein dreibeiniges Stativ ist, und der teleskopartig ineinander schiebbare Rohre und gebogene Halterungen aufweist, die den Klangkörper der Gitarre unterstützen und den Gitarrenhals umschließen. DE 1 1 6 746 AI beschreibt einen Gitarrenständer mit Füßen und zwei schräg nach oben ragenden Tragarmen, welche die Gitarre an ihrer Rückseite abstützen. Ferner ist aus der DE 201 00 540 U l ein Gitarrenständer bekannt, der als Standteller ausgebildet ist, welcher mit dem Resonanzkörper der aufrecht abgestellten Gitarre fest verbunden ist.
[0006] Darüber hinaus sind bei den Ausführungen, in denen das Instrument vollständig oder nahezu aufrecht steht, zusätzlich verschiedene Arretierungen und Sicherungen gegen die Gefahr des Abkippens (z.B. in US 2005 1 1 337 AI ) vorgeschlagen worden.
[0007] Sämtlichen Gitarrenständern ist gemein, dass sie aus einer oder mehreren im Wesentlichen starren Ablageflächen bzw. Ablagehalterung bestehen, die dem Gitarrenkorpus im Prinzip lediglich punktuell eine Auf- läge bieten und daher nicht sonderlich materialschonend ausgestaltet sind. Zudem stellen die Stativ-Gitarrenständer meist spärliche und unschöne Gebilde dar. [0008] Aus der US 60151 21 A ist eine Vorrichtung zum Abstellen oder zum Ablegen einer Gitarre bekannt, die mindestens eine Auflagefläche aufweist, die an einer Gestellanordnung oder einer zur Befestigung geeigneten Fläche angeordnet ist, wobei die jeweilige Auflagefläche zur Material schonenden Auflage der Gitarre, insbesondere des Gitarrenkorpus, aus einem flexibeln und elastischen Gurtband gebildet ist, welches beidseitig an im Wesentlichen parallel zueinander angeordneten Halterungen befestigt ist. Der Nachteil dieser Vorrichtung besteht in erster Linie darin, dass die unten am den Korpus anliegende Auflagefläche keine durchgehende Auflage bildet und den Korpus mithin lediglich partiell trägt.
Darstellung der Erfindung
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zum Abstellen bzw. Ablegen von Saiteninstrumenten, insbesondere von Gitarren zu schaffen, bei der der Korpus des Instruments zu einem größeren Teil von einer flexiblen Aufnahmefläche umfasst wird, die zur Aufnahme von Saiteninstrumenten, insbesondere von Gitarren unterschiedlicher Form und Größe, geeignet ist und bei der das Gewicht des Instrumentes zur Stabilisierung seiner Lage genutzt wird. Darüber hinaus soll die Vorrichtung zum Abstellen bzw. Ablegen von Saiteninstrumenten einfach konstruiert und leicht in ihrer Handhabung sein, ein einfaches Einbringen und Herausnehmen des Instruments sowie ferner eine sichere, geschützte und materialschonende Lagerung des Instruments gewährleisten.
[0010] Erfindungsgemäß wird die voranstellende Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in Unteransprüchen angegeben. [001 1 ] Danach ist eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche zur materialschonenden Auflage des Saiteninstruments bzw. des Saiteninstrumentkorpus aus einem flexiblen und/oder elastischem Gurtband gebildet ist, welches beidseitig an den in ihrer Ausgangslage im Wesentlichen parallel zueinander angeordneten Haltern befestigt ist, wobei das Gurtband zwischen den Haltern eine durchgehende flexible Auflagefläche bildet, die zumindest den unteren Teil des Korpus des Saiteninstruments überwiegend anliegend umfasst.
[0012] Das Gurtband ist in seiner Länge derart beschaffen, dass es zwischen den Haltern durchhängt. In die dadurch gebildete ründliche oder ovale Mulde kann nun ein Saiteninstrument derart eingelegt werden, dass der untere Teil der Zarge an dem einen Halter und der obere Teil der Zar- ge oder der Hals an dem anderen Halter anliegt. Das Instrument ist dabei vorteilhaft in seitlich liegender Stellung untergebracht, wobei die Neigung von dem Abstand der Halter zueinander und der Länge des flexiblen Flächenmaterials, des Gurtbands, abhängig ist. [0013] Diese Art der Halterung kann sowohl als Wandhalterung als auch in Form eines transportablen und vorzugsweise zusammenklappbaren Ständers ausgeführt werden. Auch bei der Wandausführung können die Halter entweder in einer festen oder in einer verstellbaren Position angebracht sein.
[0014] Bei einer aufrechten Lagerung des Instruments, wenn das Instrument von oben in die Vorrichtung eingebracht werden soll, muss der Abstand der Halter etwas größer sein als die größte Korpusbreite. Für die stabile Lagerung des Instruments bedarf es daher einer besonders vorteilhaf- ten Ausführung der Vorrichtung, mittels der die Halter in Folge des Einbringens des Instruments an den im mittleren und oberen Bereich schmaleren Korpus herangeführt werden können, bis sie daran zum Anliegen kommen, womit zugleich das Gurtband eine anliegende Umfassung bildet, die das Instrument zugleich sicher hält und schützt.
[0015] In einer besonders vorteilhaften Ausführung sind die Halter daher derart an einer Gestellanordnung angeordnet, dass sie zueinander ab- standsveränderlich sind. Besonders bevorzugt wird die Abstandsverände- rung der Halter zueinander hierbei gleichmäßig und mit Vorteil unter Beibehaltung der Parallelität der Halter bewirkt. Die Halter sind hierzu vorzugsweise so über geeignete Mittel (bspw. über gleichartig bewegliche Gestellarme) miteinander verbunden, dass der Abstand des linken Halters von einer gedachten Mittelachse stets gleich dem des rechten Halters ist. In Ruhestellung, das heißt ohne eingebrachtes Instrument, werden die Halter mittels Federn, einem elastischen Zugelement oder mittels anderer geeigneter Mittel in geöffneter Position gehalten. Dabei ist die geöffnete Position vorzugsweise dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Halter zumindest etwas größer ist als die größte Breite des Instrumentenkorpus.
[001 6] Zum Absfellen des Instruments wird dieses aufrecht von oben in die durch das flexible Flächenmaterial gebildete Mulde hineingelassen. Unter der Einwirkung des Gewichts des Instruments, welches über das Gurtband auf die Halter wirkt, werden diese in der vorbeschriebenen Ausführungsform nach innen gezogen, bis sie beidseitig an der Instrumentenzarge anliegen und so das Instrument in der aufrechten Position halten. Das flexible Flächenmaterial liegt dann abwärts der Halter gleichmäßig um die Zarge des Insfrumentenkorpus.
[001 7] Sowie das Gurfband beim Herausnehmen des Instruments von dessen Gewicht entlastet wird, gehen die Halter durch die vorgesehene Vorrichtung wieder in die geöffnete Position zurück und ermöglichen so die leichte Entnahme des Instruments.
[0018] Die Anordnung der Auflagefläche an den absfandsveränderlich am Gestell vorgesehenen Haltern bewirkt, dass das flexible Gurtband beim Zusammenführen der Halter„durchhängt" und eine ründliche oder ovale Mulde bildet, die in Abhängigkeit des Abstands der Halter zueinan- der unterschiedlichste Formen annehmen kann. Die Abstandsvergrößerung der Halter bewirkt demgemäß eine ründliche oder ovale Mulde mit einem größeren Durchmesser, wohingegen eine Abstandsverringerung der Halfer eine Mulde kleineren Durchmesser bildet. [0019] Hierzu sind die Haller vorzugsweise an gleichartigen beweglichen Gestellarmen befestigt, die in geöffneter Position im Wesentlichen senkrecht leicht zueinander geneigt sind. Hierbei muss sichergestellt werden, dass die Gestellarme gleichmäßig öffnen und schließen. Das kann zum Beispiel durch eine fest positionierte Mittelführung erreicht werden oder durch eine Gestängeverbindung der entgegengesetzten Drehphasen. In einer weiteren Ausführungsform wird mittels einer Kulissenführung erreicht, dass die Halter unter der Einwirkung des Gewichts des ins Gurtband eingebrachte Instruments nach innen geführt werden.
[0020] Das Gurtband kann aus jeglichem flexiblen bzw. elastischen Material bestehen, vorzugsweise mit einer wie bei Leder oder Kunstleder griffigen rutschhemmenden, aber gleichwohl weichen Oberfläche. An den vorderen Enden der Halter können als zusätzlicher Schutz gegen ein Ver- kippen nach vorne Ausweitungen vorgesehen sein, z.B. in Form von runden Kappen.
[0021 ] Die vorgeschlagene Vorrichtung hat den Vorteil, dass das Einbringen und Entnehmen des Instruments schneller und sicherer zu bewerk- stelligen ist als dies bei den bisher bekannten Modellen der Fall ist. Die aufrechte Lagerung ist Platz sparend und kommt bei der vorgeschlagenen Lösung ohne zusätzliche Sicherungen z.B. am Hals aus.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0022] Weitere Ziele, Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen. [0023] In den Zeichnungen zeigen
[0024] Fig.l die Vorrichtung zum Abstellen bzw. Ablegen von Saiteninstrumenten in einer perspektivischer Ansicht; [0025] Fig.2 die Vorrichtung mit einem Saiteninstrument 10;
[0026] Fig.3 die Vorrichtung in einer weiteren Ausführungsform;
[0027] Fig.3a die Vorrichtung wie in Fig.3 mit Saiteninstrument 10;
[0028] Fig.4 die Vorrichtung an einer Wand 12 mit verstellbaren bzw. verschiebbaren Halfern 4a;4b; [0029] Fig.4a die Vorrichtung wie in Flg.4 in Rückansicht;
[0030] Fig.5 die Vorrichtung an einer Wand 12 mit festen Haltern 4a;4b;
[0031 ] Fig.6 die Vorrichtung mit Saiteninstrument 10 und höhenunter- schiedlichen Halfern 4a;4b;
[0032] Fig.7 die Vorrichtung mit starrem Halfer 4b und aufrollbarem Gurfband 2 an Halter 4a. Ausführung der Erfindung
[0033] Fig.l zeigt die Vorrichtung 1 zum Abstellen bzw. Ablegen von Saiteninstrumenten 10 in einer perspektivischer Ansicht in einer bevorzugten Ausführungsform. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind an der zusammenklappba- ren Gestellanordnung oben zwei Halter 4a;4b parallel und abstandsver- änderlich angeordnet, an denen das Gurfband 2 befestigt ist. Die Breite des Gurtbandes 2 entspricht in dieser Ausführung in etwa der Länge der Halter 4a;4b. Die Halter 4a;4b sind rückseifig an über Gelenke 6a;6b schwenkbaren Gestellarmen 5a;5b befestigt.
[0034] An den schwenkbaren Gestellarmen 5a;5b sind - wie aus Fig.l und Fig.2 ersichtlich - vorzugsweise eine Querstrebe 1 1 (Verbindungsele- ment) vorgesehen, die bewirken, dass der Absfand des linken Halters 4a von einer gedachten Mittelachse stets gleich dem Abstand des rechten Halters 4b von der gedachten Mittelachse ist; ein Auf- oder Zuklappen des einen Gestellarms 5a bewirkt somit gleichzeitig ein Auf- oder Zuklappen des anderen Gestellarms 5b und umgekehrt. Die Querstrebe 1 1 ist zumin- dest einseitig an einem über das Gelenk 6a schwenkbaren Hebel 1 l a mit dem gegenüberliegenden Gestellarm 5b verbunden und bewirkt somit, dass beim nach Außenklappen des Gestellarms 5a der Gesfellarm 5b in entgegengesetzter Richtung ebenfalls nach außen klappt. [0035] Vorteilhafterweise bewirken innerhalb der Gelenke 6a;6b angeordnete Federn, dass die Halter 4a;4b ohne Belastung durch ein Instrument nach außen gedrückt werden. Das Gurtband 2 wird dadurch gestrafft und die zur Ablage eines Instruments vorgesehene Mulde 2a vergrößert. Bei dieser Ausführung (siehe Fig.2) beweglicher Halter 4a;4b ergibt sich eine aufrechte Lagerung des Instruments, wohingegen sich in weiter unten dargestellten Ausführungen einer festen Anordnung der Halter eine seitlich liegende Stellung des Instruments ergibt.
[0036] Wie aus Fig.2 ersichtlich, bewegen sich die Halter unter dem Ge- wicht des in die Mulde 2a eingebrachten Instruments 10 aufeinander zu, bis sie das Instrument an der Zarge beidseitig fassen.
[0037] An der Vorrichtung sind unten zwei parallel angeordnete Fußteile 7a;7b vorgesehen, die mit den zusammenklappbaren Streben 8a;8b;8c;8d über das Gelenk 9 verbunden sind.
[0038] Fig.3 zeigt die Vorrichtung in einer weiteren Ausführungsform, bei der die Halter 4a;4b fest angeordnet sind. [0039] Wie aus Fig.3a ersichtlich, sind in dieser Ausführungsform der Vorrichtung Saiteninstrumente 10 vorteilhafterweise seitlich liegend gelagert. [0040] Fig.4 und Fig.4a zeigen die Vorrichtung an einer Wand 12 mit ab- standsveränderlichen, verstellbaren bzw. verschiebbaren Haltern 4a;4b. In dieser besonders vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung sind an der Wand Führungen 13 (hier Führungsschlitze) vorgesehen, in den die Halter 4a;4b geführt sind. In Fig.4a dargestellte bewegliche Verbindungselemente 14a; 14b und eine Miftelführung 15 der Halfer 4a;4b bewirken, dass sich die Halfer 4a;4b gegenläufig an den Führungen 13a; 13b verschieben lassen. [0041 ] Fig.6 zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung 1 , bei der die Halter 4a;4b höhenunferschiedlich angeordnet sind. Die festen Positionen der Halfer sind dabei so bemessen, dass der untere Halter 4a etwa zwischen dem unteren Ende des Korpus und der breifesten Stelle des Korpus an der Zarge anliegt und der obere Halfer 4b an der gegenüberliegenden Seife der Zarge im oberen Bereich. Das Instrument kann nahezu in aufrechter Position eingestellt werden.
[0042] In einer weiteren nicht dargestellten bevorzugten Ausführung der Vorrichtung 1 sichert ein im Bereich des Halses des Saiteninstruments 10 angebrachter Bügel zusätzlich gegen ein Kippen in Richtung Boden oder Decke.
[0043] In einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung 1 sind die Enden des Gurtbandes 2 an mindestens einem zylinderförmigen Halter 4a;4b zumindest feilweise aufgerollt angeordnet, so dass der resultierende Zug beim Absfellen des Saiteninstruments auf dem Gurfband 2 gleichzeitig ein Abrollen der Enden des Gurtbandes 2 an zumindest einem Halter 4a;4b und damit eine Verlängerung des zwischen den Haltern 4a;4b befindlichen Gurtbandabschnitts bewirkt. Vorzugsweise ist das Gurtband 2 an dem mindestens einen Halter 4a;4b federbeauschlagf aufgerollt, so dass das Gurtband 2 sich nach der Entnahme des Saiteninstruments 10 wieder selbstsfändig aufrollt. [0044] In einer weiteren in Fig.7 dargestellten vorteilhaften Ausführung sind die Halter 4a;4b zusätzlich mit einem flexiblen Verbindungsmittel 16, z.B. einer Schnur, miteinander verbunden, dessen Länge dem Abstand der Halter 4a;4b in geöffneter Position entspricht. Mit dem Einbringen des In- struments in das Gurtband bewirkt der resultierende Zug in dieser Ausführung nicht nur ein Abrollen der Enden des Gurtbandes 2 von dem mindestens einen Halter 4a, sondern zugleich eine Verkürzung (bspw. Aufrollen) des die Halter 4a;4b verbindenden Verbindungsmittelsl 6 und damit den gewünschten Effekt der Verkürzung des Abstands der Halter 4a;4b zuein- ander, bis diese an der Zarge des Instruments 10 anliegen.
[0045] Bei der in Flg.7 dargestellten bevorzugten Variante dieser Ausführung ist einer der beiden Halter 4a beweglich und der andere Halter 4b starr positioniert und der andere Halter 4a über einen gelenkig angeordneten Gestellarm 17 geschwenkt werden kann.
[0046] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf die vorstehend angegebenen bevorzugten Ausführungsformen.
Liste der Bezugsziffern
1 Vorrichtung
2 Gurtband
2a Mulde
3 Gestellanordnung
4a;4b Halter
5a;5b schwenkbare Gesfellarme
6a;6b Gelenke
7a;7b Fußteile
8a;8b;8c;8d zusammenklappbare Streben
9 Gelenk
10 Saiteninstrument α Sai†enins†rumen†korpus
Querstrebe
α zusätzlicher Hebel an 6a und 1 1
Wand
α; 13b Führungen
α; 14b Verbindungselemente
Mittelführung
Verbindungsmittel
gelenkig angeordneter Gestellarm
