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Title:
DEVICE FOR SUBJECTING SHEET-LIKE MATERIAL TO PRESSURIZED MEDIA
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/140938
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for subjecting sheet-like material to pressurized media, comprising a nozzle bar, which has on a side facing the material to be worked a multiplicity of outlet openings for a pressurized fluid medium, with a cavity being arranged inside the nozzle bar.  According to the invention, it is provided that the nozzle bar (1) is formed as a continuously cast section (2) produced after a continuous casting process.

Inventors:
STORK, Bernd (Rathausstrasse 9a, Riedstadt, 64560, DE)
WEIGERT, Thomas (Am Laubach 26, Sulzbach, 65843, DE)
VON PANDER, Evert (Prenzlauer Weg 8, Weiterstadt, 64331, DE)
Application Number:
DE2009/000574
Publication Date:
November 26, 2009
Filing Date:
April 24, 2009
Export Citation:
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Assignee:
FLEISSNER GMBH (Wolfsgartenstrasse 6, Egelsbach, 63329, DE)
STORK, Bernd (Rathausstrasse 9a, Riedstadt, 64560, DE)
WEIGERT, Thomas (Am Laubach 26, Sulzbach, 65843, DE)
VON PANDER, Evert (Prenzlauer Weg 8, Weiterstadt, 64331, DE)
International Classes:
B22D11/00; D04H18/04
Domestic Patent References:
Foreign References:
DE102005055939B3
Other References:
None
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Claims:

Ansprüche

1. Vorrichtung zur Beaufschlagung von flächigem Material mittels unter Druck stehender Medien, bestehend aus einem Düsenbalken, der an einer dem zu bearbeitenden Material zugewanden Seite eine Vielzahl von Austrittsöffnungen für ein unter Druck stehendes fluides Medium aufweist, wobei im Inneren des Düsenbalkens ein Hohlraum angeordnet ist, gekennzeichnet durch, der Düsenbalken (1) ist als ein nach einem Stranggussverfahren erzeugtes Stranggussprofil 2 ausgebildet.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch, das Stranggussprofil (2) weist einen Hohlraum (4) zur Aufnahme eines die Austrittsöffnungen aufweisenden Düsenstreifens (5) auf.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch, das Stranggussprofil (2) weist einen Hohlraum (3) zur Beaufschla- gung und Weiterleitung des zu verarbeitenden Mediums auf.

4. Vorrichtung nach Anspruch 1 , 2 oder 3, gekennzeichnet durch, das Stranggussprofil (2) weist an seiner Unterseite einen Schlitz (9) auf.

5. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, gekennzeichnet durch, die Hohlräume (3) und (4) sind durch Bohrungen (8, 8.1 , 8.2) miteinander verbunden.

6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch, das Stranggussprofil (2) ist aus Aluminium gefertigt.

Description:

Vorrichtung zur Beaufschlagung von flächigem Material mittels unter Druck stehenden Medien

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beaufschlagung von flächigem Material mittels unter Druck stehenden Medien nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Aus der DE 603 07 058 T2 ist eine Vorrichtung zur Beaufschlagung von flächigem Material mittels einem unter Druck stehenden Fluid bekannt. Die Vorrichtung besteht jeweils aus einem Düsenbalken (Wasserbalken), der an seiner Unterseite einen Düsenstreifen mit einer Vielzahl von Austrittsöffnungen für ein unter Druck stehendes Medium, insbesondere Wasser aufweist. Der vorzugsweise in Form einer Bahn unter dem Düsenbalken transportierte gewebte, gewirkte Stoff bzw. Vliesstoff (Nonwoven) wird mit den Druckwasserstrahlen beaufschlagt. Bei einem Vlies kann so eine Verfestigung bzw. eine Verschlingung der Fasern, der Filamente erzeugt werden.

Der bekannte Düsenbalken besteht aus einem Stahlkörper, dessen Länge der maximalen Arbeitsbreite der Maschine entspricht. In den Körper ist eine von Stirnseite zu Stirnseite sich erstreckende Bohrung eingebracht, welche eine mit Druckwasser beaufschlagbare Kammer bildet. An der Unterseite dieses Körpers ist ein Düsenstrei- fen mit Austrittsöffnungen angeordnet, der über ein als Backe bezeichnetes Teil mittels Schrauben am Körper des Wasserbalkens befestigt ist. über Bohrungen werden die Austrittsöffnungen des Düsenstreifens von der Kammer des Balkens her mit Druckwasser beaufschlagt.

Eine weitere Ausgestaltung dieser bekannten Vorrichtung zeigt einen in der Mitte der sich von Stirnseite zu Stirnseite erstreckenden Kammer geteilten Körper. Die Schrauben, mit denen die Backe an der Unterseite des Körpers angebracht ist, halten auch die beiden Hälften des Balkens druckdicht zusammen.

Nachteilig ist bei der bekannten Vorrichtung, dass die zusammenzusetzenden Teile aufwändig und kostenintensiv zu bearbeiten sind, um den Balken auch mit hohem Druck beaufschlagen zu können.

Aus der DE 10 2005 055 939 B3 ist ein Wasserbalken bekannt, der aus einem Oberteil, einem Unterteil sowie einer Druckkammer sowie einer darunter befindlichen Verteilerkammer besteht.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der gattungsgemäßen Art zu verbessern.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruches. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Gemäß der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Beaufschlagung von flächigem Material mittels unter Druck stehender Medien vorgesehen, bestehend aus einem Düsenbalken, der an einer dem zu bear- beitenden Material zugewanden Seite eine Vielzahl von Austrittsöffnungen für ein unter Druck stehendes fluides Medium aufweist, wobei im Inneren des Düsenbalkens ein Hohlraum angeordnet ist, und bei der der Düsenbalken als ein nach einem Stranggussverfahren erzeugtes Stranggussprofil ausgebildet ist.

Weiterbildend hierzu ist vorgesehen:

- das Stranggussprofil weist einen Hohlraum zur Aufnahme eines die Austrittsöffnungen aufweisenden Düsenstreifens auf. Dieser Hohl- räum ist während des Stranggießens durch entsprechende Gestaltung der Gießform erzeugt worden.

- das Stranggussprofil weist einen Hohlraum zur Beaufschlagung und Weiterleitung des zu verarbeitenden Mediums auf. Dieser Hohl- räum ist ebenfalls während des Stranggießens durch entsprechende Gestaltung der Gießform erzeugt worden.

- das Stranggussprofil weist an seiner Unterseite einen Schlitz auf.

- die Hohlräume und sind durch Bohrungen miteinander verbunden. Die Bohrungen sowie der an der Unterseite angeordnete Schlitz sind nachträglich in das Stranggussprofil eingebracht (Fräsen, Bohren).

- das Stranggussprofil ist aus Aluminium gefertigt.

Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Querschnitt des Düsenbalkens einteilig als ein Stranggussprofil ausgebildet, welches zur Aufnahme der vorzusehenden Elemente entsprechende öffnungen in Form von Hohlkammern aufweist. Diese Hohlkammern die- nen bspw. der Aufnahme eines Düsenstreifens, einer zugeordneten Wechsel- und Dichteinrichtung, der Druckversorgung und Verteilung sowie ggf. weiterer vorgesehener Elemente. Die Hohlkammern können ebenfalls der Materialeinsparung sowie der Vergleichmäßigung des Spannungsverlaufes bei Druckmittelbeaufschlagung dienen. Insbesondere ist das Stranggussprofil aus Aluminium gefertigt.

Die Integration der in dem Düsenbalken vorzusehenden Bauteile in entsprechende, sich über die Länge des Düsenbalkens erstreckende Hohlkammern vermeidet aufwändig zu bearbeitende Trennflächen. Die Hohlkammern bzw. Hohlräume sind während des Stranggießens durch entsprechende Gestaltung der Gießform erzeugt worden.

Da durch die erfindungsgemäße Gestaltung des Düsenbalkens keine Bauteile miteinander zu verbinden sind, entfallen auch eine Vielzahl vorzusehender Verbindungselemente (Schrauben), welche ho- hen Montage- und Fertigungsaufwand bedingen. Der im Inneren des Düsenbalkens aufgebrachte Druck wird durch die erfindungsgemäß einteilige und Hohlkammern aufweisende Querschnittstruktur günstig aufgenommen.

Die Erfindung sieht eine, bezogen auf das Querschnittsprofil des Düsenbalkens einteilige Bauweise vor. Der erfindungsgemäße Düsenbalken kann dagegen über seine Länge (in Richtung Maschinen- breite) geteilt ausgeführt sein, wobei die einzelnen Teile über Verbindungselemente miteinander verbunden werden. So ist es mög- lieh, aus verschiedenen Abschnittselementen nach Art einem Baukasten einen Düsenbalken an eine vorgesehene Maschinenbreite anzupassen.

Des Weiteren erfolgt die Erläuterung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnungen.

Figur 1 zeigt einen Düsenbalken 1 , der aus einem sich über die Arbeitsbreite der nicht gezeigten Maschine erstreckenden Stranggussprofil 2 erstreckt. Das Stranggussprofil 2 weist zwei Hohlräume 3, 4 auf, wobei ein Hohlraum 3 als Druckkammer der Beaufschlagung mit dem zu verarbeitenden Medium (Fluid) dient. Der zweite Hohlraum

eine Vielzahl von Düsenöffnungen 6 aufweist. Am Grund des Hohlraumes 4 ist in eine Nut eine Dichtung 7 (Dichtring, umlaufendes Dichtmittel) eingelassen. Auf dieser Dichtung 7 liegt der Düsenstreifen 5 auf. Mittel zum Fixieren des Düsenstreifens 5 innerhalb des Hohlraumes 4 sowie weitere und ggf. der Verteilung dienende Mittel innerhalb des Hohlraumes 5 sind nicht dargestellt.

Von der Unterseite des Stranggussprofil 2 her ist ein sich über die Länge bzw. fast über die gesamte Länge des Profils erstreckender Schlitz 9 mit einer Aufweitung eingearbeitet. Die durch die Düsenöffnungen 6 erzeugten Druckstrahlen (Wasser, Dampf, Gas) werden durch den Schlitz 9 auf das zu bearbeitende Material gerichtet.

Die Beaufschlagung des Hohlraumes 3 mit dem zu verarbeitenden Fluid erfolgt von einer bzw. bevorzugt von den beiden Endseiten des Düsenbalkens 1 her. In an sich bekannter Weise sind an den Endseiten des Düsenbalkens 1 die nötigen Anschlüsse angeflanscht. An einer der Endseiten des Düsenbalkens sind auch Mittel vorgesehen, um den Düsenstreifen zu wechseln.

Das in den Hohlraum 3 eingeleitete Fluid gelangt über mehrere parallel zueinander sich erstreckende Bohrungen 8 von dem als Druckkammer dienenden Hohlraum 3 in die Düsenkammer (Hohlraum 4). Diese Bohrungen 8 sind nach Erzeugen des Schlitzes 9 von der Un- terseite des Stranggussprofils eingearbeitet worden.

Figur 2 zeigt das Stranggussprofil 2 in seiner unbearbeiteten Form. Dieses weist lediglich die beiden während des Stranggießens erzeugten Hohlräume 3, 4 auf. Der Düsenbalken 1 ist so über seinen Querschnitt einteilig ausgeführt.

Der Düsenbalken 1 nach Figur 3 und 4 ist nach dem gleichen Prinzip wie der gemäß Figur 1 und 2 aufgebaut. Im Unterschied zu der vorstehend erläuterten Ausführungsform ist hier zwischen der Druckkammer (Hohlraum 3) und der Düsenkammer (Hohlraum 4) ein wei- terer Hohlraum 3.1 als Druck- und Strömungsverteiler angeordnet. Der Transport des zu verarbeitenden Mediums erfolgt über Bohrungen 8.1, 8.2, welche vom Schlitz 9 an der Unterseite des Düsenbalkens eingebracht wurden.

Figur 4 zeigt das Stranggussprofil 2 der Ausführung nach Figur 3 in seiner unbearbeiteten Form. Dieses weist lediglich die während des Stranggießens erzeugten Hohlräume 3, 3.1 , 4 auf. Der Düsenbalken 1 ist so über seinen Querschnitt einteilig ausgeführt.

Bezugszeichenliste:

1 Düsenbalken

2 Stranggussprofil

3 Hohlraum (Druckkammer)

4 Hohlraum (Düsenstreifen)

5 Düsenstreifen

6 Düsenöffnungen (Düsenstreifen 5)

7 Dichtung

8 Bohrung

9 Schlitz

3.1 Hohlraum

8.1 Bohrung

8.2 Bohrung