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Title:
DEVICE, SYSTEM AND METHOD FOR APPLYING AT LEAST ONE APPLICATION AGENT TO HAIR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/151067
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for applying at least one application agent to hair, comprising a housing unit (11a; 11b; 11c) which at least partially encloses at least one depot volume (12a; 12b; 12c) for accommodating at least one component of the at least one application agent (10a; 10b; 10c). According to the invention, the device comprises a dispenser unit (13a; 13b; 13c) which is designed to discharge the at least one component of the application agent (10a; 10b; 10c) from an application agent container (14a; 14b; 14c) that is at least partially inserted into the depot volume (12a; 12b; 12c).

Inventors:
WAGNER, Anke (Bugostraße 1, Salem, 88682, DE)
EICHE, Daniel (Alte Poststraße 6b, Gailingen, 78262, DE)
ROTH, Peter (In der Au 3, Horgenzell, 88263, DE)
MÜHLBERGER, Andreas (Bürgermeister-Jakob-Karg-Str. 33, München-Grasbrunn, 85630, DE)
MÜHLBERGER, Michael (Bannstein 1, Zell am Hermersbach, 77736, DE)
Application Number:
EP2011/002713
Publication Date:
December 08, 2011
Filing Date:
June 01, 2011
Export Citation:
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Assignee:
WAGNER, Anke (Bugostraße 1, Salem, 88682, DE)
EICHE, Daniel (Alte Poststraße 6b, Gailingen, 78262, DE)
ROTH, Peter (In der Au 3, Horgenzell, 88263, DE)
MÜHLBERGER, Andreas (Bürgermeister-Jakob-Karg-Str. 33, München-Grasbrunn, 85630, DE)
MÜHLBERGER, Michael (Bannstein 1, Zell am Hermersbach, 77736, DE)
International Classes:
A45D19/02; A45D24/28
Attorney, Agent or Firm:
DAUB, Thomas (Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Daub, Bahnhofstr. 5, Überlingen, 88662, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Vorrichtung zum Aufbringen von zumindest einem Applikationsmittel ( 10a; 10b; l Obc) auf Haare, mit einer Gehäuseeinheit ( I I a; I I b; 1 1 c), die zumindest ein Depotvolumen ( 1 2a; 1 2b; 1 2c) zur Aufnahme wenigstens einer Komponente des zumindest einen Applikationsmittels ( 10a; 10b; 10c) zumindest teilweise umschließt,

gekennzeichnet durch

eine Ausbringeeinheit ( 1 3a; 1 3b; 13c), die dazu vorgesehen ist, die wenigstens eine Komponente des Applikationsmittels ( 10a; 10b; 10c) aus einem in das Depotvolumen ( 1 2a; 1 2b; 1 2c) zumindest teilweise eingebrachten Applikationsmittelbehältnis ( 1 4a; 1 4b; 1 4c) herauszubefördern.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Ausbringeeinheit ( 1 3a) wenigstens ein Ausdrückelement ( 1 a, 16a) umfasst.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Ausbringeeinheit ( 1 3a; 13b) für eine manuelle Betätigung vorgesehen ist.

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch

ein Zugelement (28a), das dazu vorgesehen ist, wenigstens einen Teil des Applikationsmittelbehältnisses ( 14a) durch wenigstens einen Teil der Ausbringeeinheit ( 1 3a) hindurchzuziehen.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch

ein Druckelement ( 18c), das dazu vorgesehen ist, das Applikationsmittelbehältnis ( 1 4c) zu komprimieren.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch

eine Öffnungseinheit ( 19a; 19c), die dazu vorgesehen ist, das Applikationsmittelbehältnis ( 1 4a; 14c) innerhalb des Depotvolumens ( 12a; 1 2c) zu öffnen.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Ausbringeeinheit ( 1 3a; 13b; 1 3c) und die Öffnungseinheit ( 19a; 19b; 19c) zumindest teilweise einstückig ausgeführt sind.

8. Applikationsmittelbehältnis für eine Vorrichtung (20a; 20b; 20c) zum Aufbringen von zumindest einem Applikationsmittel ( 10a; 10b; 10c) auf Haare, insbesondere ein Applikationsmittelbehältnis zum zumindest teilweisen Einbringen in eine Vorrichtung (20a; 20b; 20c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit wenigstens einer Wandung (21 a; 21 b; 21 c), die zumindest ein Volumen (22a; 22b; 23b; 22c) umschließt, in das wenigstens eine Komponente (24b, 25b; 24c) eines Ap¬ plikationsmittels ( 10a; 10b; 10c) zur Aufbringung auf Haare eingebracht ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Wandung (21 a; 21 b; 21 c) in wenigstens einem Teilbereich forminstabil ist.

9. Applikationsmittelbehältnis nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Wandung (21 a; 21 b; 21 c) zumindest in dem einen Teilbereich folienartig ist.

10. Applikationsmittelbehältnis nach Anspruch 8 oder 9,

gekennzeichnet durch

eine schlauchförmige Grundform (26a; 26b), die zum Ausdrücken vorgesehen ist.

1 1. Applikationsmittelbehältnis zumindest nach Anspruch 8,

gekennzeichnet durch

eine pad-förmige Grundform (26c), die zum Ausdrücken durch Kompression vorgesehen ist.

1 2. Applikationsmittelbehältnis zumindest nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Wandung (21 a; 21 b; 21 c) wenigstens eine Sollöffnungsstelle (27a; 27b; 27c) aufweist, die dazu vorgesehen ist, durch eine Druckerhöhung in dem von der Wandung (21 a; 21 b; 21 c) um¬ schlossenen Volumen (22a; 22b, 23b; 22c) geöffnet zu werden.

1 3. Applikationsmittelbehältnis nach Anspruch 1 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Sollöffnungsstelle (27a; 27b; 27c) als eine Materialschwächung der Wandung (21 a; 21 b; 21 c) ausgebildet ist.

14. Applikationsmittelbehältnis zumindest nach Anspruch 8,

gekennzeichnet durch

ein Zugelement (28a; 28b), das dazu vorgesehen ist, auf die Wandung eine Zugkraft zu übertragen.

15. System mit einer Vorrichtung (20a; 20b; 20c) zum Aufbringen von zumindest einem Applikationsmittel ( 10a; 10b; 10c) auf Haare und mit wenigstens einem Applikationsmittelbehältnis ( 14a; 1 4b; 1 4c), wobei die Vorrichtung (20a; 20b; 20c) eine Gehäuseeinheit ( I I a; I I b; 1 1 c), die zumindest ein Depotvolumen ( 12a; 1 2b; 1 2c) zur Aufnahme wenigstens einer Komponente des zumindest einen Applikationsmittels ( 10a; 10b; 10c) zumindest teilweise umschließt, und eine Ausbringeeinheit ( 1 3a; 1 3b; 1 3c) die dazu vorgesehen ist, das Applikationsmittel ( 10a; 10b; 10c) aus dem in das Depotvolumen ( 1 2a; 1 2b; 1 2c) zumindest teilweise eingebrachten Applikationsmittelbehältnis ( 1 4a; 1 4b; 1 4c) herauszubefördern, aufweist, insbesondere ein System mit einer Vorrichtung (20a; 20b; 20c) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und mit einem Applikationsmittelbehältnis ( 1 4a; 1 4b; 1 4c) nach einem der Ansprüche 8 bis 1 4.

16. Verfahren für ein System mit einer Vorrichtung (20a; 20b; 20c) zum Aufbringen von zumindest einem Applikationsmittel ( 10a; 10b; 10c) auf Haare und mit einem Applikationsmittelbehältnis ( 14a; 1 4b; 1 4c).

dadurch gekennzeichnet, dass

das Applikationsmittelbehältnis ( 1 4a; 1 4b; 14c) wenigstens teilweise in ein Depotvolumen ( 1 2a; 1 2b; 1 2c) der Vorrichtung (20a; 20b; 20c) eingebracht wird und wenigstens eine Komponente eines Applikationsmittels ( 10a; 10b; 10c) aus dem Applikationsmittelbehältnis ( 1 4a; 1 4b; 1 4c) herausbefördert wird.

Description:
Vorrichtung, System und Verfahren zum Aufbringen von zumindest einem Applikationsmittel auf Haare

Stand der Technik

Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Aufbringen von zumindest einem Applikationsmittel auf Haare nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Der Erfindung liegt insbesondere die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung bereitzustellen, bei der ein Applikationsmittel einfach aus einem Applikationsmittelbehältnis ausgebracht werden kann, wobei eine Wahrscheinlichkeit, dass das Applikationsmittel ungewollt austritt und ein Benutzer ungewollt mit dem Applikationsmittel in Kontakt kommt, gesenkt werden kann. Sie wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Anspruchs 1 und der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Vorteile der Erfindung

Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Aufbringen von zumindest einem Applikationsmittel auf Haare, mit einer Gehäuseeinheit, die zumindest ein Depotvolumen zur Aufnahme wenigstens einer Komponente des zumindest einen Applikationsmittels zumindest teilweise umschließt. Es wird vorgeschlagen, dass die Vorrichtung eine Ausbringeeinheit aufweist, die dazu vorgesehen ist, die wenigstens eine Komponente des Applikationsmittels aus einem in das Depotvolumen zumindest teilweise eingebrachten Applikationsmittelbehältnis herauszubefördern. Dadurch kann eine einfach zu bedienende Vorrichtung bereitgestellt werden, mittels der ein Applikationsmittel für Haare, wie insbesondere ein

BESTÄTIGUNGSKOPIE Haarfärbemittel oder ein Haartönungsmittel, einfach auf Haare aufgetragen werden kann. Durch eine erfindungsgemäße Ausgestaltung kann dabei insbesondere erreicht werden, dass das Applikationsmittel einfach aus dem Applikationsmittelbehältnis ausgebracht werden kann, wobei eine Wahrscheinlichkeit, dass das Applikationsmittel ungewollt austritt, gesenkt werden kann. Unter„zumindest teilweise um- schließt " soll dabei insbesondere verstanden werden, dass die Gehäuseeinheit das Depotvolumen zumindest weitgehend umschließt, wodurch ein Austreten von Applikationsmittel aus dem Depotvolumen verhindert werden kann. Unter einem„in das Depotvolumen eingebrachten Applikationsmittelbehältnis " soll ein getrennt von der Gehäuseeinheit der Vorrichtung ausgeführtes Behältnis verstanden werden, das wenigstens teilweise in dem von der Gehäuseeinheit aufgespannten Depotvolumen angeordnet ist und das zumindest eine Komponente des Applikationsmittels beinhaltet. Vorzugsweise weist dazu das

Depotvolumen eine Größe auf, die dazu vorgesehen ist, das gesamte in dem Applikationsmittelbehältnis enthaltene Applikationsmittel aufzunehmen. Vorzugsweise ist die Größe des Depotvolumens dabei so groß, dass das Applikationsmittelbehältnis vollständig oder nahezu vollständig, d.h. zumindest zu 90 Prozent, in dem Depotvolumen angeordnet werden kann. Unter„Herausbefördern " soll insbesondere ver- standen werden, dass das Applikationsmittel aktiv aus dem Applikationsmittelbehältnis herausbefördert wird. Unter„vorgesehen" soll insbesondere speziell ausgestattet und/oder ausgelegt verstanden werden.

Unter einem Applikationsmittel soll dabei ein flüssiges, pastöses oder pulverförmiges Mittel verstanden werden, das zur Auftragung auf Haare vorgesehen ist, wie insbesondere ein Haarfärbemittel, Haarbe- handlungsmittel, Haargloss, Dispersionen, Strukturveränderungsmittel und/oder pharmazeutische Haarbehandlungsmittel. Das Applikationsmittel kann grundsätzlich als ein Ein-Komponenten-Mittel oder als ein Mehr-Komponenten-Mittel ausgebildet sein. Unter einem„Ein-Komponenten-Mittel " soll ein Mittel verstanden werden, das gebrauchsfertig in dem Applikationsmittelbehältnis bevorratet ist. Unter einem „Mehr-Komponenten-Mittel" soll insbesondere ein Mittel verstanden werden, das zwei getrennt bevor- ratete Komponenten aufweist, die dazu vorgesehen sind, für eine Anwendung miteinander vermischt zu werden. Dabei ist es grundsätzlich denkbar, dass eine der Komponenten in dem Depotvolumen und eine der Komponenten in dem Applikationsmittelbehältnis bevorratet ist.

Weiter wird vorgeschlagen, dass die Ausbringeeinheit wenigstens ein Ausdrückelement umfasst. Dadurch kann das Applikationsmittel besonders einfach herausbefördert werden. Unter einem„Ausdrückelement " soll dabei insbesondere ein Element der Ausbringeeinheit verstanden werden, das dazu vorgesehen ist, in wenigstens einem Betriebszustand einen Überdruck in dem Applikationsmittelbehältnis zu erzeugen. Vorzugsweise können das Applikationsmittelbehältnis und das Ausdrückelement relativ zueinander be- wegt werden, wobei besonders bevorzugt die Ausbringeeinheit zwei fest mit der Gehäuseeinheit verbundene Ausdrückelemente aufweist und das Applikationsmittelbehältnis dazu vorgesehen ist, relativ zu den Ausdrückelementen bewegt zu werden. Vorzugsweise ist die Ausbringeeinheit für eine manuelle Betätigung vorgesehen. Dadurch kann auf eine aufwendige Steuerung verzichtet werden, wodurch eine einfache und kostengünstige Vorrichtung bereitgestellt werden kann. Unter einer„manuellen Ausbringung" soll dabei insbesondere eine von dem Bediener zu betätigende, von einer externen Energieversorgung, wie insbesondere einer elektrischen Energieversorgung, unabhängige Ausbringung verstanden werden. Vorzugsweise umfasst die Vorrich- tung eine Betätigungsmechanik, die dazu vorgesehen ist, eine von einem Benutzer aufgebrachte Kraft zu beeinflussen. Unter einer„Betätigungsmechanik" soll dabei insbesondere eine Einheit mit zumindest zwei gegeneinander beweglichen Bauteilen verstanden werden, deren Kinematik oder Kinetik mechanisch definiert ist, wie beispielsweise eine Linearführung, eine Drehführung oder eine Kraftumlenkeinheit.

Zudem wird vorgeschlagen, dass die Vorrichtung ein Zugelement aufweist, das dazu vorgesehen ist, wenigstens einen Teil des Applikationsmittelbehältnisses durch wenigstens einen Teil der Ausbringeeinheit hindurchzuziehen. Dadurch kann eine konstruktiv besonders einfache Ausbringeeinheit realisiert werden. Vorzugsweise ist das Zugelement dazu vorgesehen, fest mit dem Applikationsmittelbehältnis verbunden zu werden. Ist zudem das Zugelement dazu vorgesehen, den zumindest einen Teil des Applikationsmittelbehältnisses an dem zumindest einen Ausdrückelement vorbeizuführen, kann das Applikationsmittel einfach und unkompliziert aus dem Applikationsmittelbehältnis ausgebracht werden.

In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Vorrichtung ein Druckelement aufweist, das dazu vorgesehen ist, das Applikationsmittelbehältnis zu komprimieren. Dadurch kann eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung erreicht werden. Vorzugsweise ist das Druckelement dazu vorgesehen, ein von einer Wandung des Applikationsmittelbehältnisses umschlossenes Volumen zu verringern und dadurch das Applikationsmittel aus dem Applikationsmittelbehältnis herauszubefördern.

Weiter ist es vorteilhaft, wenn die Vorrichtung eine Öffnungseinheit aufweist, die dazu vorgesehen ist, das Applikationsmittelbehältnis innerhalb des Depotvolumens zu öffnen. Dadurch kann das Applikationsmittelbehältnis einfach geöffnet werden, wodurch eine Gefahr, dass der Benutzer mit dem Applikationsmittel ungewollt in Kontakt kommt, deutlich verringert werden kann. Unter einem„öffnen innerhalb des Depotvolumens" soll dabei insbesondere verstanden werden, dass die Öffnungseinheit dazu vorge- sehen ist, das Applikationsmittelbehältnis zu öffnen, wobei zumindest der Teil des Applikationsmittelbehältnisses, der das Applikationsmittel umschießt, vollständig innerhalb des Depotvolumens angeordnet ist.

Besonders bevorzugt sind die Ausbringeeinheit und die Öffnungseinheit zumindest teilweise einstückig ausgeführt. Dadurch kann insbesondere eine gemeinsame Betätigung der Ausbringeeinheit und der Off- nungseinheit realisiert werden, wodurch eine besonders einfache Handhabung erreicht werden kann. Zudem kann ein konstruktiver Aufwand verringert werden. Unter„einstückig" soll insbesondere zumindest stoff-schlüssig verbunden verstanden werden, beispielsweise durch einen Schweißprozess, einen Klebe- prozess, einen Anspritzprozess und/oder einen anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Pro- zess, und/oder vorteilhaft in einem Stück geformt verstanden werden, wie beispielsweise durch eine Herstellung aus einem Guss und/oder durch eine Herstellung in einem Ein- oder Mehrkomponentenspritzver- fahren und vorteilhaft aus einem einzelnen Rohling.

Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung zumindest zwei Gehäuseteile, die zueinander drehbar sind. Da- durch kann die Ausbringeeinheit besonders einfach ausgebildet werden. Zudem ist es vorteilhaft, wenn die zwei Gehäuseteile in wenigstens einem Bereich beabstandet zueinander angeordnet sind und einen Freiraum umschließen, der dazu vorgesehen ist, dass Applikationsmittelbehältnis nach einem Ausbringen des Applikationsmittels aufzunehmen. Eine derartige Ausgestaltung kann dabei grundsätzlich für beliebige Applikationsmittel, wie beispielsweise Lebensmittel, Klebstoffe oder andere Produkte vorgesehen sein. Als ein weiterer Aspekt der Erfindung wird somit als ein unabhängiger Erfindungsgedanke eine Vorrichtung mit einer Gehäuseeinheit vorgeschlagen, die zumindest ein Depotvolumen zur Aufnahme wenigstens einer Komponente eines Applikationsmittels zumindest teilweise umschließt und die zumindest zwei Gehäuseteile aufweist, die eine Ausbringeeinheit, die dazu vorgesehen ist, die wenigstens eine Komponente des Applikationsmittels aus einem in das Depotvolumen zumindest teilweise eingebrachten Appli- kationsmittelbehältnis herauszubefördern, ausbilden. Eine deratige Vorrichtung kann einen Applikator aufweisen, der grundsätzlich beliebig ausgebildet sein kann, wie beispielsweise als ein Pinsel oder eine Nadel. Es ist aber auch denkbar, dass die Vorrichtung lediglich einen Anschluss für einen Applikator aufweist oder auf einen Applikator vollständig verzichtet wird. Weiter wird ein Applikationsmittelbehältnis für eine Vorrichtung zum Aufbringen von zumindest einem

Applikationsmittel auf Haare, insbesondere ein Applikationsmittelbehältnis zum zumindest teilweisen Einbringen in eine erfindungsgemäße Vorrichtung, vorgeschlagen, die zumindest ein Volumen umschließt, in das wenigstens eine Komponente eines Applikationsmittels zur Aufbringung auf Haare eingebracht ist, wobei die Wandung in wenigstens einem Teilbereich forminstabil ist. Dadurch kann ein besonders vorteilhaftes Applikationsmittelbehältnis für eine erfindungsgemäße Vorrichtung realisiert werden. Insbesondere kann dadurch ein Applikationsmittelbehältnis bereitgestellt werden, aus dem das Applikationsmittel einfach herausbefördert werden kann. Unter„forminstabil " soll dabei insbesondere verstanden werden, dass das von der Wandung umschlossene Volumen durch Verformung der Wandung auf weniger als 50 Prozent eines Ausgangsvolumens, vorzugsweise auf weniger als 10 Prozent eines Ausgangsvolumens und besonders vorteilhaft auf nahezu Null reduziert werden kann. Eine zur Verformung notwendige Kraft ist vorzugsweise so klein, dass sie mühelos von einem Bediener aufgebracht werden kann. Vorzugsweise ist die Wandung zumindest in dem einen Teilbereich folienartig. Dadurch kann die forminstabile Ausgestaltung besonders einfach realisiert werden. Unter„folienartig " soll dabei insbesondere verstanden werden, dass eine Wandstärke der Wandung in wenigstens einem Teilbereich kleiner als 1 Millimeter, vorzugsweise kleiner als 0,5 Millimeter ist. Vorzugsweise ist die Wandung aus einem Kunststoff hergestellt.

Zudem wird vorgeschlagen, dass das Applikationsmittelbehältnis eine schlauchförmige Grundform aufweist, die zum Ausdrücken vorgesehen ist. Dadurch kann ein Applikationsmittelbehältnis erreicht werden, das vorteilhaft einfach ausgedrückt werden kann. Unter einer„Grundform" soll dabei insbesondere eine Form des Applikationsmittelbehältnisses in gefülltem Zustand verstanden werden. Unter einer„schlauch- förmigen " Grundform soll insbesondere eine Grundform verstanden werden, die eine von einem ersten Ende in Richtung eines zweiten Endes verlaufende Haupterstreckungsrichtung aufweist, entlang der das Applikationsmittelbehältnis eine Abmessung aufweist, die größer ist als Abmessungen, die entlang Quer- erstreckungsrichtungen senkrecht zu der Haupterstreckungsrichtung verlaufen. Vorzugsweise ist das Applikationsmittelbehältnis zum Ausdrücken entlang einer Haupterstreckungsrichtung vorgesehen. Unter „Ausdrücken entlang der Haupterstreckungsrichtung" soll dabei insbesondere verstanden werden, dass das Applikationsmittelbehältnis durch eine Teilkompression, die ausgehend von dem einen Ende sukzessive in Richtung des anderen Endes bewegt wird, ausgedrückt wird. Die Grundform kann dabei insbesondere auch trapezförmig sein, d.h. einen sich entlang der Haupterstreckungsrichtung verengenden Querschnitt aufweisen. Grundsätzlich ist es aber auch denkbar, dass das Applikationsmittelbehältnis zum Ausdrücken entlang einer Quererstreckungsrichtung vorgesehen ist.

In einer alternativen Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass das Applikationsmittelbehältnis eine pad- förmige Grundform aufweist, die zum Ausdrücken durch Kompression vorgesehen ist. Dadurch kann ein weiteres einfach verwendbares Applikationsmittelbehältnis bereitgestellt werden. Unter einer„pad- förmigen" Grundform soll dabei insbesondere eine Form verstanden werden, die zwei senkrecht zueinander verlaufende Haupterstreckungsrichtungen und eine senkrecht zu den Haupterstreckungsrichtun- gen verlaufende Querstreckungsrichtung aufweist, wobei Abmessungen entlang der Haupterstreckungs- richtungen im Wesentlichen gleich groß und eine Abmessung entlang der Quererstreckungsrichtung deutlich geringer ist. Vorzugsweise weist das Applikationsmittelbehältnis dabei in einer Querschnittsebene, in der die Haupterstreckungsrichtungen liegen, einen runden Querschnitt auf.

Zudem wird vorgeschlagen, dass die Wandung wenigstens eine Sollöffnungsstelle aufweist, die dazu vorgesehen ist, durch eine Druckerhöhung in dem von der Wandung umschlossenen Volumen geöffnet zu werden. Dadurch kann das Applikationsmittelbehältnis besonders einfach geöffnet werden.

Vorzugsweise ist die Sollöffnungsstelle als eine Materialschwächung der Wandung ausgebildet. Dadurch kann die Sollöffnungsstelle einfach definiert werden. Unter einer„Materialschwächung" soll dabei insbesondere verstanden werden, dass die Wandung im Bereich der Sollöffnungsstelle eine verminderte Festigkeit aufweist, beispielsweise aufgrund einer verminderten Wandstärke in dem Bereich und/oder einer Verbindung zwischen Teilen der Wandung, die im Vergleich zu anderen Verbindungen schwächer ausgeführt ist. Außerdem wird vorgeschlagen, dass das Applikationsmittelbehältnis ein Zugelement umfasst, das dazu vorgesehen ist, auf die Wandung eine Zugkraft zu übertragen. Dadurch kann auf das Zugelement besonders einfach eine Kraft zum Ausbringen des Applikationsmittels übertragen werden. Insbesondere kann dadurch das Applikationsmittel mittels einer geeigneten Vorrichtung einfach ausgedrückt werden. Unter einem„Zugelement" soll dabei ein fest mit der Wandung verbundenes oder einstückig mit der Wandung ausgeführtes Element verstanden werden, das zur Einleitung einer Zugkraft vorgesehen ist, wie beispielsweise eine Ose, eine Lasche, eine Versteifung und/oder eine Schnur. Grundsätzlich kann das Zugelement wenigstens teilweise formstabil sein.

Ferner wird ein System mit einer Vorrichtung zum Aufbringen von zumindest einem Applikationsmittel auf Haare und mit wenigstens einem Applikationsmittelbehältnis, wobei die Vorrichtung eine Gehäuseeinheit, die zumindest ein Depotvolumen zur Aufnahme wenigstens einer Komponente des zumindest einen Applikationsmittels aufweist, und eine Ausbringeeinheit, die dazu vorgesehen ist, das in das Depotvolumen zumindest teilweise eingebrachte Applikationsmittelbehältnis zu öffnen und das Applikationsmittel aus dem Applikationsmiftelbehältnis auszubringen, umfasst, vorgeschlagen, insbesondere ein System mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Aufbringen von zumindest einem Applikationsmittel auf Haare und mit einem erfindungsgemäßen Applikationsmittelbehältnis.

Zudem wird als ein weiterer Aspekt der Erfindung ein Verfahren für ein System mit einer Vorrichtung zum Aufbringen von zumindest einem Applikationsmittel auf Haare und mit einem Applikationsmittelbehältnis vorgeschlagen, bei dem das Applikationsmittelbehältnis wenigstens teilweise in ein Depotvolumen der Vorrichtung eingebracht wird und wenigstens eine Komponente eines Applikationsmittels aus dem Applikationsmittelbehältnis herausbefördert wird. Vorzugsweise wird dabei das Applikationsmittelbehältnis nahezu vollständig in ein Depotvolumen der Vorrichtung eingebracht.

Zeichnung

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbe-schreibung. In den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung,

Fig. 2 ein System mit der Vorrichtung aus Fig. l und einem erfindungsgemäßen Applikationsmittelbehältnis in schematischer Darstellung,

Fig. 3 einen Grundkörper der Vorrichtung in einer perspektivischen Darstellung,

Fig. 4 ein Seitenteil der Vorrichtung in einer perspektivischen Darstellung,

Fig. 5 eine Ausbringeeinheit der Vorrichtung in einer vergrößerten Darstellung,

Fig. 6 eine Außenansicht der Vorrichtung,

Fig. 7 eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Systems,

Fig. 8 das System aus Fig. 7 in einem Zustand, in dem ein Applikationsmittel aus dem

Applikationsmittelbehältnis ausgebracht wurde,

Fig. 9 eine schematische Darstellung des Applikationsmittelbehältnisses, Fig. 10 schematisiert eine dritte Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Systems mit einem Applikationsmittelbehältnis, das eine pad-förmige Grundform aufweist, und

Fig. 1 1 das Applikationsmittelbehältnis aus Fig. 10.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Die Figuren 1 bis 5 zeigen schematisiert ein System aus einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 20a zum Aufbringen eines Applikationsmittels 10a auf Haare und einem erfindungsgemäßen Applikationsmittelbehältnis 1 4a. Die Vorrichtung 20a ist für einen privaten Gebrauch und einen professionellen Einsatz vorgesehen. Mittels der Vorrichtung 20a kann eine Vielzahl unterschiedlicher Applikationsmittel, wie beispielsweise Haarfärbemittel, Haarbehandlungsmittel, Haargloss, Dispersionen, Strukturveränderungsmittel und/oder pharmazeutische Haarbehandlungsmittel, auf die Haare aufgebracht werden. Die Vor- richtung 20a bildet eine Haarbehandlungsvorrichtung aus. Die Vorrichtung 20a ist dabei insbesondere zur Anwendung an menschlichem Kopfhaar vorgesehen. In der vorliegenden Anwendung ist das Applikationsmittel 10a als ein Haarfärbemittel oder ein Haartönungsmittel ausgebildet. Das Applikationsmittel 10a kann grundsätzlich in verschiedenen Zuständen vorliegen, wie beispielsweise als Gas oder als Pulver, ist vorzugsweise jedoch flüssig. In diesem Ausführungsbeispiel ist das Applikationsmittel 10a als ein Ein-Komponenten-Mittel ausgebildet. Grundsätzlich ist es aber auch denkbar, dass das Applikationsmittel 10a mehrere Komponenten aufweisen kann.

Die Vorrichtung ist dabei insbesondere als eine Haarfärbemittelapplikatorvorrichtung ausgebildet, die dazu vorgesehen ist, ein meliertes Farbbild zu erzeugen. Mittels der Vorrichtung wird das Applikations- mittel 10a statistisch verteilt auf die Haare aufgebracht, d.h. ganz oder teilweise mit dem Applikationsmittel 10a versehene Haare sind neben ganz oder teilweise mit dem Applikationsmittel versehenen Haaren angeordnet.

Die Vorrichtung umfasst eine Gehäuseeinheit 1 1 a, die ein Depotvolumen 1 2a umschließt. Das Depotvo- lumen 1 2a ist zur Aufnahme des Applikationsmittels 10a vorgesehen. Um das Applikationsmittel 10a auf einen Teil der Haare aufzubringen, wird das Applikationsmittel 10a zunächst in das Depotvolumen 1 2a eingefüllt. Anschließend wird das Applikationsmittel 10a auf die Haare aufgetragen. Insbesondere bei einem Applikationsmittel 10a mit mehreren Komponenten ist es dabei denkbar, dass eine Komponente des Applikationsmittels 10a bereits in das Depotvolumen 12a eingebracht ist und erst unmittelbar vor einer Verwendung der Vorrichtung 20a mit der zweiten Komponente vermischt wird.

Zum Auftragen des Applikationsmittels 10a auf einen Teil der Haare umfasst die Vorrichtung 10a einen Applikator 29a mit einer Separationseinheit 30a, durch die die Haare hindurchgeführt werden. Die Separationseinheit 30a weist eine kammähnliche Struktur auf, durch die das Applikationsmittel 10a auf die Haare, die beim Durchführen durch die Separationseinheit 30a vereinzelt werden, aufgebracht wird. Der Applikator 29a umfasst ein strömungstechnisch mit dem Depotvolumen 1 2a verbundenes Applikationsvolumen 31 a, in das die Haare beim Einbringen in die Separationseinheit 30a teilweise eindringen, wodurch das Applikationsmittel 10a auf die dazu vorgesehenen Haare aufgebracht wird.

Der Applikator 29a zum Aufbringen des Applikationsmittels 10a auf die Haare kann grundsätzlich einteilig mit der Gehäuseeinheit 1 l a, die das Depotvolumen 12a umschließt, oder getrennt von der Gehäuseeinheit 1 1 a ausgeführt sein. Beispielsweise ist es denkbar, den Applikator 29a und die Gehäuse- einheit 1 l a als getrennte Bauteile auszuführen, wodurch der Applikator 29a als ein mehrfach verwendbares Bauteil ausgebildet werden kann, während die Gehäuseeinheit 1 1 a oder zumindest das Applikationsmittelbehältnis als ein Nachfüllprodukt zum Austauschen oder Erneuern des Applikationsmittels 10a ausgebildet ist. Das Applikationsmittelbehältnis 14a weist eine Wandung 21 a auf, die in geschlossenem Zustand ein Volumen 22a umschließt, in das das Applikationsmittel 10a eingebracht ist. Die Wandung 21 a ist aus einem forminstabilen Material gefertigt. Das Material weist eine Wandstärke auf, die im Bereich einiger Zehntelmillimeter liegt. Die Wandung 21 a ist dadurch nicht dazu vorgesehen, einen Unterdruck aufzunehmen.

Das Material, aus dem die Wandung 21 a hergestellt ist, ist als eine Folie ausgebildet. Die damit folienartige Wandung 21 a ist an chemische Eigenschaften des Applikationsmittels 10a angepasst. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Wandung 21 a als eine einlagige Folie ausgebildet. Grundsätzlich ist es aber auch denkbar, die Wandung 21 a aus einer mehrlagigen Folie herzustellen.

Das Applikationsmittelbehältnis 1 4a weist in diesem Ausführungsbeispiel eine schlauchförmige Grundform 26 auf, die zum Ausdrücken entlang ihrer Haupterstreckungsrichtung vorgesehen ist. Die Wandung 21 a definiert die Grundform, die das Applikah ' onsmittelbehältnis 14a in gefülltem Zustand annimmt. Die Wandung 21 a umfasst eine Sollöffnungsstelle 27a. Die Sollöffnungsstelle 27a ist als eine Materialschwächung ausgebildet. Wird ein Druck in dem Volumen 22a, das von der Wandung 21 a in geschlossenem Zustand umschlossen wird, erhöht, öffnet sich die Wandung 21 a im Bereich der Sollöffnungsstelle 27a und das Applikationsmittel 1 Oa kann aus dem Applikationsmittelbehältnis 14a ausgebracht werden.

Die Wandung 21 a wird durch Übereinanderlegen und partielles Verschweißen oder Verkleben eines Rohlings herstellt. Eine Seitenkante 32a oder ein Teil der Seitenkante 32a, entlang denen der Rohling dabei verschweißt oder verklebt wird, ist als die Sollöffnungsstelle 27a ausgebildet. Die Seitenkante 32a ist in dem als die Sollöffnungsstelle 27a vorgesehenen Teilbereich im Vergleich zu restlichen Teilbe- reichen der Seitenkante 32a geschwächt ausgeführt. Die Sollöffnungsstelle 27a kann durch eine Druckerhöhung in dem Volumen 22a, das von der Wandung 21 a umschlossen wird, geöffnet werden.

Das Applikationsmittelbehältnis 1 4a ist nahezu vollständig in das Depotvolumen 1 2a einbringbar. Insbesondere das in das Applikationsmittelbehältnis 1 4a eingebrachte Applikationsmittel 10a ist dabei vollständig in dem Depotvolumen 1 2a angeordnet. Um das Applikationsmittelbehältnis 14a in das Depotvolumen 1 2a einzubringen, ist die Gehäuseeinheit 1 l a mehrteilig ausgeführt. Die Gehäuseeinheit 1 l a umfasst einen Grundkörper 34a und ein Seitenteil 33a, das zum Einsetzen des Applikationsmittelbehältnisses 1 4a von dem Grundkörper 34a entfernt worden ist. Das Applikationsmittelbehältnis 1 4a wird in den Grundkörper 34a eingesetzt. Der Grundkörper 34a spannt dabei das Depotvolumen 1 2a auf. Anschließend wird das Seitenteil 33a mit dem Grundkörper 34a verbunden, wodurch die Gehäuseeinheit 1 l a montiert und das Depotvolumen verschlossen ist. Das Seitenteil 33a wird dabei an dem Grundkörper 34a verriegelt. Die Gehäuseeinheit 1 l a ist damit lediglich durch Zerstörung wieder demontierbar. Eine Verbindung zwischen dem Seitenteil 33a und dem Grundteil 34a kann dabei sowohl formschlüssig als auch stoffschlüssig realisiert werden. Insbesondere für eine professionelle Anwendung ist es aber auch denkbar, die Gehäuseeinheit 1 1 a für eine zerstörungsfreie Demontage vorzusehen, beispielsweise um lediglich das Applikationsmittelbehältnis 1 4a auszutauschen.

Zur Verriegelung der Gehäuseeinheit 1 l a umfasst der Grundkörper 34a einen Hinterschnitt 43a. Das Seitenteil 33a umfasst ein Eingriffselement 44a, das bei einem Zusammenfügen der Gehäuseeinheit 1 l a in den Hinterschnitt 43a eingreift. Der Hinterschnitt 43a und das Eingriffselement 44a bilden dabei eine Rasteinheit 45a aus, die durch Zusammendrücken verriegelt. Die Rasteinheit 45a ist lediglich unter Zerstörung des Hinterschnitts 43a oder des Eingriffselements 44a wieder lösbar. Die Rasteinheit 45a ermöglicht dabei eine Drehbewegung des Seitenteils 33a relativ zu dem Grundkörper 34a. n

Unabhängig von der Ausgestaltung der Gehäuseeinheit 1 l a als demontierbar oder nicht demontierbar, ist an der Gehäuseeinheit 1 1 a eine nicht näher dargestellte Versiegelung angebracht, die einen Zustand der Vorrichtung 20a kennzeichnet. Die Versiegelung signalisiert, ob die Vorrichtung 20a bereits verwendet wurde und ob das Applikationsmittel 10a ein Originalprodukt ist.

Die Versiegelung umfasst zwei Siegelelemente 46a, 47a. Die Siegelelemente 46a, 47a sind durch einen Benutzer entfernbar. Der Grundkörper 34a und das Seitenteil 33a sind in drei unterschiedlichen Stellungen zueinander anordenbar. Die erste Stellung ist eine Lager- oder Lieferstellung. In der ersten Stel- lung ist das Applikationsmittelbehältnis 14a gefüllt, d.h. das Applikationsmittel 10a noch nicht aus dem Applikationsmittelbehältnis 1 4a ausgebracht worden. Die zweite Stellung ist als eine Mischstellung ausgebildet, in der das aus dem Applikationsmittelbehältnis 14a ausgebrachte Applikationsmittel 10a in sich vermischt werden, bzw. eine Komponente, die aus dem Applikationsmittelbehältnis 1 4a ausgebracht wurde, mit einer Komponente, die in dem Depotvolumen 12a bereits war, vermischt werden kann. Die dritte Stellung ist als eine Applikationsstellung ausgebildet, in der das Applikationsmittel 10a auf die Haare aufgebracht werden kann.

Die Siegelelemente 46a, 47a trennen jeweils die Stellungen voneinander. Das erste Siegelelement 46a muss entfernt werden, um die Vorrichtung 20a von der Lager- oder Lieferstellung in die Mischstellung zu bringen. Das zweite Siegelelement 47a muss entfernt werden, um die Vorrichtung 20a von der Mischstellung in die Applikationsstellung zu bringen. Die Siegelelemente 46a, 47a sind als Laschen ausgebildet, die zur Entfernung abgebrochen werden können. Die Siegelelemente 46a, 47a sind mit dem Seitenteil 33a verbunden. Der Grundkörper 34a weist ein Anschlagelement 48a auf, an dem die Siegelelemente 46a, 47a in der Lager- oder Lieferstellung und in der Mischstellung anstehen.

Die Vorrichtung 20a umfasst eine Ausbringeeinheit 1 3a, die dazu vorgesehen ist, das Applikationsmittel 10a aus dem Applikationsmittelbehältnis 1 4a herauszubefördern. Die Ausbringeeinheit 1 3a umfasst zwei Ausdrückelemente 15a, 16a, zwischen denen die Wandung 21 a des Applikationsmittelbehältnisses 1 4a hindurchgeführt werden kann. Das Applikationsmittelbehältnis 14a ist in gefülltem Zustand in die Ausbringeeinheit 1 3a einsetzbar. In eingesetztem Zustand liegt die Wandung 21 a des Applikationsmittelbehältnisses 14a an den Ausdrückelementen 15a, 16a der Vorrichtung 20a an. Ein Abstand der beiden Ausdrückelemente 1 a, 16a ist dabei an die Wandstärke der Wandung 21 a angepasst. Der Abstand der Ausdrückelemente 15a, 16a beträgt maximal wenige Millimeter. Die beiden Ausdrückelemen- te 15α, 16α bilden eine schlitzförmige Öffnung 38a aus, die entlang ihrer größten Erstreckung eine im Wesentlichen konstante Breite aufweist.

Das Applikationsmittelbehältnis 1 4a ist als ein Zugbeutel ausgebildet. Es umfasst ein Zugelement 28a, mittels dem eine Zugkraft auf das Applikationsmittelbehältnis 1 4a übertragen werden kann. Die mittels des Zugelements 28a übertragbare Zugkraft ist dazu vorgesehen, das Applikationsmittelbehältnis 14a durch die Ausbringeeinheit 1 3a hindurchzubewegen. Das Zugelement 28a ist dabei an einem Ende der Wandung 21 a angebracht, die der Sollöffnungsstelle 27a gegenüberliegt. In einem Zustand, in dem das gefüllte Applikationsmittelbehältnis 1 4a in die Ausbringeeinheit 1 3a eingesetzt ist, ist die Ausbringeein- heit 1 3a in Bezug auf die Haupterstreckungsrichtung des Applikationsmittelbehältnisses 1 4a zwischen dem Zugelement 28a und der Sollöffnungsstelle 27a angeordnet.

Das Zugelement 28a ist schnurförmig oder bandförmig ausgebildet. Die Ausbringeeinheit 1 3a ist für eine manuelle Betätigung vorgesehen. Zur Betätigung umfasst die Vorrichtung 20a eine Betätigungsme- chanik 35a. Die Betätigungsmechanik 35a ist dazu vorgesehen, eine Kraft eines Benutzers oder Bedie- ners in die Zugkraft umzusetzen, die über das Zugelement 28a auf das Applikationsmittelbehältnis 1 4a übertragen wird. Die Betätigungsmechanik 35a der Vorrichtung 20a umfasst ein Zugelement 17a, das mit dem Zugelement 28a des Applikationsmittelbehältnisses 1 4a verbindbar ist. Die Betätigungsmechanik 35a ist teilweise einstückig mit der Gehäuseeinheit 1 l a ausgeführt. Die Gehäuseeinheit 1 l a umfasst ein inneres Gehäuseelement 36a und ein äußeres Gehäuseelement 37a. Die beiden Gehäuseelemente 36a, 37a sind gegeneinander verdrehbar. Das Zugelement 17a der Betätigungsmechanik 35a ist an das äußere Gehäuseelement 37a angebunden. Die Ausbringeeinheit 1 3a ist fest mit dem inneren Gehäuseelement 36a verbunden. Die Ausdrückelemente 15a, 16a sind einstückig mit dem inneren Gehäuseelement 36a ausgeführt.

Das innere Gehäuseelement 36a umschließt das Depotvolumen 1 2a der Vorrichtung. In eingesetztem Zustand ist die Wandung 21 a des Applikationsmittelbehältnisses 1 4a innerhalb des inneren Gehäuseelements 36a angeordnet. Das Zugelement 28a des Applikationsmittelbehältnisses 1 4a, das einstückig mit der Wandung 21 a ausgeführt sein kann, ist durch die Ausbringeeinheit 1 3a hindurchgeführt. Die Ausbringeeinheit 1 3a bildet dabei die Öffnung 38a in dem inneren Gehäuseelement 36a aus Das Zugelement 28a des Applikationsmittelbehältnisses 1 4a ist an dem Zugelement 17a der Vorrichtung 20a befestigt. Zum Herausbefördern des Applikationsmittels 10a aus dem Applikationsmittelbehältnis 14a wird das äußere Gehäuseelement 37a gegen das innere Gehäuseelement 36a verdreht. Durch die Drehbewegung vergrößert sich ein in Umfangsrichtung gerichteter Abstand zwischen der Ausbrin- geeinheit 13a und dem Zugelement 17a der Vorrichtung 20a. Dadurch wird die Wandung 21 a des

Applikationsmittelbehältnisses 1 4a durch die Ausbringeeinheit 1 3a der Vorrichtung 20a hindurchgezogen.

Durch die auf das in die Vorrichtung 20a eingesetzte Applikationsmittelbehältnis 1 4a ausgeübte Zug- kraft erhöht sich zunächst ein Innendruck in dem von der Wandung 21 a umschlossenen Volumen 22a. Durch die Druckerhöhung öffnet sich die Wandung 21 a an der Sollöffnungsstelle 27a, wodurch das Applikationsmittel 10a aus dem Applikationsmittelbehältnis 1 4a herausbefördert werden kann. Bei einer weiteren Drehbewegung des äußeren Gehäuseelements 37a relativ zu dem inneren Gehäuseelement 36a befördert die Ausbringeeinheit 1 3a das Applikationsmittel 10a aus dem Applikationsmittelbehältnis 1 4a heraus. Die Ausdrückelemente 15a, 16a drücken dabei das Applikationsmittel 10a aus dem Appli ¬ kationsmittelbehältnis 1 4a heraus.

Die Ausdrückelemente 15a, 16a der Ausbringeeinheit 1 3a sind dabei an eine Zugrichtung, entlang der das Applikationsmittelbehältnis 1 4a durch die Ausbringeeinheit 1 3a hindurch geführt wird, angepasst. Das erste Ausdrückelement 15a, das in Bezug auf die Zugrichtung innen angeordnet ist, ist konvex ge ¬ rundet ausgeführt. Das zweite Ausdrückelement 16a, das außen angeordnet ist, ist konkav gerundet ausgeführt. Das äußere Ausdrückelement 16a weist dabei eine flachere Krümmung auf als das innere Ausdrückelement 15a. Die durch die Ausdrückelemente 15a, 16a ausgebildete Öffnung 38a weist da ¬ mit eine mittlere Breite auf, die entlang der Zugrichtung stetig abnimmt.

Die Ausbringeeinheit 1 3a ist damit einstückig mit einer Öffnungseinheit 19a ausgebildet. Die Öffnungs ¬ einheit 1 a ist dazu vorgesehen, das Applikationsmittelbehältnis 1 4a innerhalb des Depotvolumens 1 2a zu öffnen. Mittels der Öffnungseinheit 1 a kann das Applikationsmittelbehältnis 1 4a in einem Zustand, in dem die Gehäuseeinheit 1 l a verschlossen ist, geöffnet werden. Die Öffnungseinheit 19a ist insbesonde- re durch die unterschiedlich gekrümmten Ausdrückelemente 15a, 16a ausgebildet, die eine für die Öffnung des Applikationsmittelbehältnisses 1 4a vorteilhafte Druckerhöhung ermöglichen. Grundsätzlich ist es denkbar, dass die Öffnungseinheit 19a zusätzlich noch wenigstens ein Element aufweist, wie beispielsweise eine Kante, die dazu vorgesehen ist, das Applikationsmittelbehältnis 1 4a an einer definierten Stelle zu öffnen. Weist die Öffnungseinheit 1 a ein Öffnungselement auf, kann insbesondere darauf verzichtet werden, das Applikationsmittelbehältnis 14a mit einer Sollöffnungsstelle zu versehen. Dabei ist insbesondere auch denkbar, dass die Öffungseinheit 10a zwei gegeneinander bewegliche Öffnungselemente aufweist und dazu vorgesehen ist, das Applikationsmittelbehältnis 1 4a aktiv auf- oder einzureißen. Vorzugsweise ist dabei eine Bewegung der Gehäuseelemente 36a, 37a zum aktiven Öffnen des Applikationsmittelbehältnisses 1 4a vorgesehen. Das innere Gehäuseelement 36a und das äußere Gehäuseelement 37a sind zumindest in Teilbereichen beabstandet ausgeführt. Das Applikationsmittelbehältnis 14a wird während dem Entleeren durch die Ausbringeeinheit 1 3a in einen Zwischenraum 39a zwischen den beiden Gehäuseelementen 36a, 37a hineingezogen. Zum Verschließen der durch die Ausbringeeinheit 1 3a ausgebildeten Öffnung 38a weist das Applikationsmittelbehältnis 14a ein Endstück 40a auf. Das Endstück 40a ist als eine Verdickung ausgeführt, die größer ist als die Breite der Öffnung 38a. Sobald das Applikationsmittelbehältnis 14a in den Zwischenraum 39a hineingezogen ist, verschließt das Endstück 40a die Öffnung 38a. Das Applikationsmittel 10a ist damit nahezu vollständig aus dem Applikationsmittelbehältnis 1 4a herausbefördert und in das Depot- volumen 1 2a eingebracht.

Das äußere Gehäuseelement 37a ist einstückig mit dem Grundkörper 34a ausgeführt. Der Grundkörper 34a bildet dabei eine Seitenwand, das Depotvolumen 1 2a und das Applikationsvolumen 31 a aus. Das innere Gehäuseelement 36a ist einstückig mit dem Seitenteil 33a ausgeführt. Das Seitenteil 33a bildet eine zweite Seitenwand aus

Das innere Gehäuseelement 36a weist eine ringförmige Grundstruktur auf. Als eine erste Öffnung ist in die ringförmige Grundstruktur die Öffnung 38a der Ausbringeeinheit 1 3a ausgebracht. Weiter weist das innere Gehäuseelement 36a eine Öffnung 52a auf, die dazu vorgesehen ist, das Depotvolumen 1 2a mit dem Applikationsvolumen 3 1 a zu verbinden. Das Depotvolumen 1 2a wird in wenigstens einem Zustand von dem inneren Gehäuseelement 36a umschlossen, während das Applikationsvolumen 31 a außerhalb des inneren Gehäuseelements 36a angeordnet ist. Die Betätigungsmechanik 35a weist eine Rückdrehsicherung 49a auf, die dazu vorgesehen ist, ein Ver ¬ drehen des äußeren Gehäuseelements 37a relativ zu dem inneren Gehäuseelement 36a in einer Richtung, bei der der Abstand zwischen dem Zugelement 17a der Vorrichtung 20a und der Ausbringeeinheit 1 3a verringert wird, zu verhindern. Zur Ausbildung der Rückdrehsicherung 49a umfasst die Betäti- gungsmechanik 35a eine Rastierung. Ist die Vorrichtung 20a insbesondere für eine professionelle Anwendung vorgesehen, kann die Betätigungsmechanik 35a dazu vorgesehen sein, in eine Grundstellung zum Austausch des Applikationsmittelbehältnisses 1 4a zurückgedreht zu werden, oder es kann auf die Rückdrehsicherung 49a vollständig verzichtet werden. Die Rückdrehsicherung 49a ist teilweise einstückig mit der Rasteinheit 45a zum Zusammenfügen der

Gehäuseeinheit 1 l a ausgebildet. Das Eingriffselement 44a des Seitenteils 33a weist eine Verzahnung 50a auf. Der Grundkörper 34a umfasst ein Eingriffselement 51 a, das in montiertem Zustand in die Verzahnung 50a des Seitenteils 33a eingreift. Die Verzahnung 33a bildet dabei eine Rastverzahnung aus, durch die das Seitenteil 33a relativ zu dem Grundkörper 34a in eine Richtung verdreht werden kann, ein Rückdrehen in eine entgegensetzte Richtung jedoch verhindert wird.

In der ersten Stellung steht das erste Siegelelement 46a an dem Anschlagelement 48a des Grundkörpers 34a an. In der ersten Stellung verschließt das innere Gehäuseelement 36a einen Übergang von dem Depotvolumen 1 2a in das Applikationsvolumen 31 a. Das Depotvolumen 1 2a ist damit von dem Applikationsvolumen 31 a entkoppelt.

Nach Entfernen des ersten Siegelelements 46a kann das Seitenteil 33a relativ zu dem Grundkörper 34a bis in die zweite Stellung verdreht werden. Ein Weg, um den das Seitenteil 33a dabei relativ zu dem Grundkörper 34a verdreht wird, entspricht einem Weg, der zum Ausbringen des Applikationsmit- tels 10a aus dem Applikationsmittelbehältnis 1 4a benötigt wird. Während der Verdrehung wird ein Großteil des Applikationsmittels 10a aus dem Applikationsmittelbehältnis 1 4a ausgebracht.

In der zweiten Stellung verschließt das innere Gehäuseelement 36a weiterhin den Übergang von dem Depotvolumen 1 2a in das Applikationsvolumen 31 a. Die zweite Stellung ist als die Mischstellung ausge- bildet. In der zweiten Stellung kann das Applikationsmittel 10a, bzw. die einzelnen Komponenten des Applikationsmittels 10a, miteinander vermischt werden. Als eine Mischeinheit ist in das Depotvolumen 1 2a eine nicht näher dargestellte Kugel einbringbar. Die Kugel ist frei in dem Depotvolumen bewegbar. Grundsätzlich sind aber auch andere Ausgestaltungen denkbar. Nach Entfernen des zweiten Siegelelements 47a kann das Seitenteil 33a relativ zu dem Grundkörper 34a bis in die dritte Stellung verdreht werden. Während der Verstellung von der zweiten Stellung in die dritte Stellung gibt die Öffnung 52a den Übergang von dem Depotvolumen 1 2a in das Applikationsvolumen 31 a frei. Zur Verrastung der Gehäuseeinheit 1 l a in der dritten Stellung umfasst das Seitenteil 33a eine Rastnase 53a, die dazu vorgesehen ist, in eine korrespondierende Ausnehmung 54a an dem Grundkörper 34a einzugreifen. Die Rastnase 53a ist an einem Fortsatz des Seitenteils 33a angebracht, der dazu vorgesehen ist, das Applikationsvolumen 31 a zu verschließen. Die Ausnehmung 54a ist in ein Trennelement der Separationseinheit 30a eingebracht.

Das Applikationsvolumen 31 a wird an einer Seite ebenfalls durch das Seitenteil 33a begrenzt. Mit dem Öffnen des Ubergangs von dem Depotvolumen 1 2a in das Applikationsvolumen 31 a schließt das Seitenteil 33a sukzessive das Applikationsvolumen 31 a ab. In der Applikationsstellung sind das Depotvolumen 1 2a und das Applikationsvolumen 31 a miteinander verbunden und nach außen abgedichtet.

Anhand der Siegelelemente 46a, 47a und der Betätigungsmechanik 35a kann ein Benutzer erkennen, in welcher Stellung die Vorrichtung 20a ist. Die Gehäuseeinheit 1 l a ist im Wesentlichen transparent. Die Gehäuseeinheit 1 1 a ist aus Kunststoff gefertigt. Eine Zusammensetzung des Materials, aus dem die Gehäuseeinheit 1 1 a gefertigt ist, ist dabei an das Applikationsmittel 10a angepasst. Die Gehäuseeinheit 1 1 a ist dabei insbesondere an Merkmale wie Sauerstoffdurchlässigkeit, chemische Beständigkeit und/oder Lichtdurchlässigkeit angepasst. Vorzugsweise sind die Gehäuseeinheit 1 1 a und/oder das Ap- plikationsmittelbehältnis 1 4a sauerstoffundurchlässig.

Die gleiche Vorrichtung kann mit einem in diesem Ausführungsbeispiel nicht näher dargestellten Applikationsmittelbehältnis verwendet werden, das für ein Applikationsmittel vorgesehen ist, welches mehrere Komponenten aufweist. Ein solches Applikationsmittelbehältnis weist eine Wandung auf, die mehrere Volumen umschließt, in die jeweils eine der Komponenten eingebracht ist. Jedes der Volumen weist eine Sollöffnungsstelle auf. Beim Ausdrücken des Applikationsmittelbehältnisses werden sämtliche Sollöffnungsstellen geöffnet, wodurch die einzelnen Komponenten in das Depotvolumen der Vorrichtung eingebracht werden. Zur Vermischung der einzelnen Komponenten in dem Depotvolumen kann die Vorrich- rung in einer solchen Ausgestaltung eine Pumpeinheit aufweisen, die dazu vorgesehen ist, in dem in das Depotvolumen eingebrachten Applikationsmittel eine turbulente Strömung zu erzeugen. Vorzugsweise umfassf die Pumpeinheit in einer solchen Ausgestaltung ein in dem Depotvolumen frei beweglich angeordnetes Pumpelement, das besonders bevorzugt als eine in das Depotvolumen eingebrachte Kugel ausgebildet ist. Das Pumpelement bildet damit vorteilhafterweise ein Mischelement der Mischeinheit aus und ist dazu vorgesehen, das Applikationsmittel 10a zu vermischen. Das Pumpelement wird vorzugsweise bei einer Fertigung in das Depotvolumen eingebracht. Grundsätzlich ist es aber auch denkbar, dass das Pumpelement zunächst in dem Applikationsmittelbehältnis angeordnet ist und gemeinsam mit dem Applikationsmittel aus dem Applikationsmittelbehältnis ausgebracht wird.

In den Figuren 7 bis 1 1 sind zwei weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt. Die nachfolgenden Beschreibungen beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bleibender Bauteile, Merkmale und Funktionen auf die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele, insbesondere der Figuren 1 bis 6, verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a in den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 bis 6 durch die Buchstaben b und c in den Bezugszeichen der Ausführungsbeispiele der Figuren 7 bis 1 1 ersetzt. Bezüglich gleich bezeichneter Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, kann grundsätzlich auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele, insbesondere der Figuren 1 bis 6, verwiesen wer- den.

Die Figuren 7 bis 9 zeigen schematisiert ein System mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 20b zum Aufbringen eines Applikationsmittels 10b auf Haare und mit einem erfindungsgemäßen Applikationsmittelbehältnis 1 4b. Die Vorrichtung 20b umfasst eine Gehäuseeinheit 1 1 b, die ein Depotvolumen 1 2b zur Aufnahme des einen Applikationsmittels 10b umschließt. Weiter umfasst die Vorrichtung 20b eine

Ausbringeeinheit 1 3b, die dazu vorgesehen ist, das Applikationsmittel 10b aus einem in das Depotvolumen 1 2b zumindest teilweise eingebrachten Applikationsmittelbehältnis 1 4b herauszubefördern. Die Ausbringeeinheit 1 3b ist zur manuellen Betätigung und damit zur manuellen Ausbringung des Applikationsmittels 10b aus dem Applikationsmittelbehältnis 14b vorgesehen.

Im Unterschied zu dem vorangegangen Ausführungsbeispiel wird auf eine Betätigungsmechanik verzichtet. Analog zu dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel umfasst das Applikationsmittelbehältnis 1 4b ein Zugelement 28b, das mit einer Wandung 21 b des Applikationsmittelbehältnisses 1 4b verbunden ist. Die Wandung 21 b umschließt zwei Volumen 22b, 23b, in die unterschiedliche Komponenten 24b, 25b des Applikationsmittels 1 Ob eingebracht sind. Das Zugelement 28b ist schnurförmig ausgebildet.

Die Gehäuseeinheit 1 1 b der Vorrichtung 20b ist zweiteilig ausgeführt. Sie umfasst ein erstes Gehäuse- element 36b, das das Depotvolumen 1 2b umschließt, und ein zweites Gehäuseelement 37b, das in einem Teilbereich beabstandet zu dem ersten Gehäuseelement 36b angeordnet ist. In einem Zustand, in dem das vollständig befüllte Applikationsmittelbehältnis 14b in die Vorrichtung 20b eingesetzt ist, durchsetzt das Zugelement 28b des Applikationsmittelbehältnisses 14b einen Zwischenraum 39b zwischen den zwei Gehäuseelementen 36b, 37b.

Weiter ist das Zugelement 28b durch das äußere Gehäuseelement 37b hindurch nach außen geführt. Um das Applikationsmittel 10b aus dem Applikationsmittelbehältnis 1 4b herauszubefördern, zieht ein Benutzer an dem nach außen herausgeführten Zugmittel 28b, wodurch das Applikationsmittel durch die Ausbringeeinheit 1 3b, die eine Öffnung 38b in dem inneren Gehäuseelement 36b ausbildet, zumindest teilweise hindurchgezogen wird. Zur Festlegung einer Zugrichtung, entlang der das Zugelement des Applikationsmittelbehältnisses 1 4b bewegt werden kann, umfasst die Gehäuseeinheit 1 1 b eine nicht näher dargestellte Betätigungsmechanik.

Alternativ ist es auch denkbar, dass das zweite Gehäuseelement 37b zumindest teilweise relativ zu dem ersten Gehäuseelement 36b linear verschiebbar ist. In einer solchen Ausgestaltung bilden die zwei Gehäuseelemente 36b, 37b eine Betätigungsmechanik aus, wobei das äußere Gehäuseelement 37b als ein Zugelement der Vorrichtung 20b ausgebildet ist, an das das Zugelement 28b des Applikationsmittelbehältnisses 1 4b fest angebunden oder fest anbindbar ist. Die Figuren 10 und 1 1 zeigen eine alternative Ausgestaltung des Applikationsmittelbehältnisses 1 4c sowie Teile einer Vorrichtung 20c. Das Applikationsmittelbehältnis 1 4c ist dazu vorgesehen, vollständig in ein Depotvolumen 1 2c der Vorrichtung 20c eingesetzt zu werden. Das Applikationsmittelbehältnis 14c ist als ein Päd ausgebildet. Es weist eine pad-förmige Grundform 26c auf. Das Applikationsmittelbehältnis 1 4c umfasst eine Wandung 21 c, die aus einem folienartigen Material gefertigt ist und die ein Volumen 22c umschließt.

Die schematisch dargestellte Vorrichtung 20c, für die das Applikationsmittelbehältnis 14c vorgesehen ist, umfasst ein Depotvolumen 1 2c, das zur vollständigen Aufnahme des Applikationsmittelbehältnisses 1 4c vorgesehen ist. Weiter umfasst die Vorrichtung 20c eine Ausbringeeinheit 1 3c, die dazu vorgesehen ist, ein Applikationsmittel 10c aus dem Applikationsmittelbehältnis 14c herauszubefördern. Die Vorrichtung 20c umfasst dazu eine Betätigungsmechanik 35c, die dazu vorgesehen ist, auf das Applikationsmittelbehältnis 1 4c eine Druckkraft auszuüben.

Die Ausbringeeinheit 1 3c ist teilweise einstückig mit einer Öffnungseinheit 19c ausgebildet. Die Öffnungseinheit 19c umfasst ein Öffnungselement 41 c, das eine wenigstens teilweise scharfkantige Form aufweist. Zum Ausdrücken des Applikationsmittels 10c zersticht oder zerschneidet die Öffnungseinheit 19c zunächst das Applikationsmittelbehältnis 1 4c. Anschließend drückt die Ausbringeeinheit 1 3c das Applikationsmittel 10c aus dem Applikationsmittelbehältnis 14c aus.

Die Ausbringeeinheit 1 3c umfasst ein Druckelement 1 8c, das bewegbar angeordnet ist. Die Betätigungsmechanik 35c ist zur Bewegung des Druckelements 1 8c vorgesehen. Weiter umfasst die Ausbringeeinheit 1 3c ein Statorelement 42c, in Bezug auf welches das Druckelement 1 8c beweglich ist. Das in die Vorrichtung 20c eingesetzte Applikationsmittelbehältnis 1 4c ist zwischen dem Druckelement 1 8c und dem Statorelement 42c angeordnet. Das Öffnungselement 41 c ist bewegungstechnisch mit der Betätigungsmechanik 35c zur Betätigung der Ausbringeeinheit 1 3c gekoppelt. Das Öffnungselement 41 c ist als ein Dorn ausgebildet, der an dem Druckelement 18c angeordnet ist. Das Statorelement 42c ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel als ein Gitterelement ausgebildet. Grundsätzlich sind aber auch an- dere Ausgestaltungen denkbar, wie insbesondere eine einstückige Ausbildung des Statorelements 42c mit einer Gehäuseeinheit 1 1 c.

Das Öffnungselement 41 c kann grundsätzlich auch andere Ausgestaltungen aufweisen, beispielsweise ist es denkbar, das Öffnungselement 41 c in Form einer Schneide auszubilden, die die Wandung 21 c des Applikationsmittelbehältnisses zerschneidet. Ebenfalls denkbar ist es, das Applikationsmittelbehältnis 1 4c mit einer Sollöffnungsstelle auszuführen, die analog den vorangegangenen Ausführungsbeispielen als eine Materialschwächung ausgebildet ist, wobei bei einer solchen Ausgestaltung auf das Öffnungselement 41 c verzichtet werden kann. Bezugszeichen

10 Applikationsmittel 36 inneres Gehäuseelement

1 1 Gehäuseeinheit 37 äußeres Gehäuseelement

1 2 Depotvolumen 38 Öffnung

1 3 Ausbringeeinheit 39 Zwischenraum

1 4 Applikationsmittelbe-hältnis 40 Endstück

15 inneres Ausdrückelement 41 Öffnungselement

16 äußeres Ausdrückelement 42 Statorelement

17 Zugelement 43 Hinterschnitt

1 8 Druckelement 44 Eingriffselement

19 Öffnungseinheit 45 Rasteinheit

20 Vorrichtung 46 Siegelelement

21 Wandung 47 Siegelelement

22 Volumen 48 Anschlagelement

23 Volumen 49 Rückdrehsicherung

24 Komponente 50 Verzahnung

25 Komponente 51 Eingriffselement

26 Grundform 52 Öffnung

27 Sollöffnungsstelle 53 Rastnase

28 Zugelement 54 Ausnehmung

29 Applikator

30 Separationseinheit

3 1 Applikafionsvolumen

32 Seitenkante

33 Seitenteil

34 Grundkörper

35 Betätigungsmechanik