| Ansprüche 1. Vorrichtung zum Erfassen eines nachgiebigen Materials wie eines menschlichen Gewebes, die Außenhaut des menschlichen Körpers, eines menschlichen Gliedes, der Zunge, der Brust oder der Brustwarze, eines Lebensmittels und/oder eines pflanzlichen oder tierischen Gewebes, gekennzeichnet, durch mindestens einen Hohlraum (1), dessen Innenwand (3) mindestens ein Innengewinde (2) aufweist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der durch das Gewinde erreichte Halt noch zusätzlich durch Vorsprünge, Unterschnitte, Widerhaken, Unterdruck, einen Klebstoff und/oder einen Feuchtigkeitsfilm verbessert wird. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der den Hohlraum (1 ) bildende und/oder aufweisende Bereich durch das umfasste nachgiebige Material verformbar ist. 4. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (1 ) und das Innengewinde (2) zumindest bei der Verformung bei Benutzung einen kreisförmigen oder ovalen Querschnitt besitzen. 5. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der den Hohlraum (1 ) bildende und/oder aufweisende Bereich insbesondere Seitenwand aus einem weichen elastisch verformbaren Material besteht. 6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der den Hohlraum (1) bildende und/oder aufweisende Bereich insbesondere Seitenwand und/oder das Gewinde aus einem verzehrbaren Material insbesondere einer Süßware oder Backware besteht. 7. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie die Form einer Kappe, eines Topfes, eines Ringes, einer Buchse, eines Kegels, eines Zylinders, einer angeschnittenen Kugel, eines Quaders, einer Pyramide, eines Hohlprofils oder eines Schlauches besitzt. 8. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie von einer dehnbaren Folie gebildet ist. 9. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie außenseitig eine Erweiterung (4) aufweist. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass diese Erweiterung ein Griff (4), ein Behälter, ein elektrisches Gerät, z.B. ein Vibrator und/oder ein Werkzeug ist. 11.Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Unterdruckfunktion insbesondere eine Schröpffunktion besitzt. 12. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenfläche des Hohlraums (1 ) ein Lebensmittel, Gleitmittel, Pflegemittel, Haftmittel oder Medikament aufweist. 13. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein Außengewinde aufweist. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Windungen des Innengewindes in die Windungen des Außengewindes übergehen. 15. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an ihr als Adapter mindestens ein weiteres Teil oder eine weitere Vorrichtung befestigbar ist. 16. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde ein schneidendes Gewinde oder ein Material herausschneidendes Gewinde ist. 17. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde aus einem anderen Material besteht als das Material der Hohlraumwand, insbesondere von höherer oder geringerer Steifigkeit. 18. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an ihr ein Verbindungsteil fest ist, das an mindestens einer zweiten gleichen oder ähnlichen schraubbaren Vorrichtung befestigbar ist. 19. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde aus einzelnen, zueinander insbesondere schräg gestellten parallelen Stiften besteht. 20. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde Widerhaken aufweist. 2 I.Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Rand des Hohlraumes (1 ) eine Schneide bildet. |
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erfassen eines nachgiebigen Materials wie eines menschlichen Gewebes, die Außenhaut des menschlichen Körpers, eines menschlichen Gliedes, der Zunge, der Brust oder der Brustwarze, eines Lebensmittels und/oder eines pflanzlichen oder tierischen Gewebes.
Das Erfassen eines nachgiebigen Materials, wie eines Gewebes oder eines Lebensmittels ist durch Geräte und Werkzeuge schwierig, da entweder kein sicherer Halt erreicht wird oder bei einem sehr festen Zufassen es leicht zu Verletzungen kommen kann.
Es ist bekannt, an einem Menschen außen an der Haut etwas zu befestigen. Dies geschieht z. B. aus medizinischen Gründen oder als Schmuck oder zum
Vergnügen insbesondere auch stimulierend. Um ein Befestigen zu erreichen, ist es bekannt, das Teil anzuklammern, anzukleben oder die Haut zu durchstechen, insbesondere in Form von Piercings. Diese bekannten Befestigungsmethoden haben den Nachteil, dass sie entweder schwer wieder lösbar sind oder keinen sicheren Halt bieten. Auch sind sie nicht immer schmerzfrei und das Piercing kann Narben hinterlassen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein sicheres, einfaches und verletzungsfreies Erfassen eines nachgiebigen Materials zu ermöglichen. Insbesondere ist es Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, die an einem nachgiebigen
BESTÄTIGUNGSKOPIE Material insbesondere an einem Menschen sicher und leicht befestigbar, stets ohne weiteres lösbar und gegebenenfalls erneut wieder befestigbar ist.
Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Vorrichtung mindestens einen Hohlraum besitzt, dessen Innenwand mindestens ein
Innengewinde aufweist.
Eine solche Vorrichtung findet einen sicheren Halt an einem nachgiebigen Material und kann an dem betreffenden Teil schnell und ohne großen Aufwand und verletzungsfrei insbesondere schmerzfrei befestigt werden, indem es
aufgeschraubt wird. Hierbei ist das Gewinde in seiner Art, Steigung und
Windungsanzahl dem jeweiligen Zweck angepasst, so dass ein Befestigen und Lösen erleichtert ist. Hinzu sind die Vorteile gegeben, dass die Befestigungsweise einfach und das Ergebnis den Geschmack oder den Geruch oder die Optik oder taktile Reize erhöht/verändert und sogar stimulierend sein kann. Eine
Beschädigung des Materials insbesondere des Gewebes ist ausgeschlossen;
Ausnahme ein schneidendes Gewinde oder ein Material herausschneidendes Gewinde.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
aufgeführt.
Je nach Anwendungszweck bildet die Vorrichtung die jeweils günstige Form, vorzugsweise besitzt sie die Form einer Kappe, eines Topfes, eines Ringes, einer Buchse, eines Kegels, eines Zylinders, einer angeschnittenen Kugel, eines
Quaders, einer Pyramide, eines Hohlprofils oder eines Schlauches. Auch kann die Vorrichtung von einer dehnbaren Folie gebildet sein.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 die Vorrichtung in Form eines Hohlzylinders mit Innengewinde und einer kugelförmigen Erweiterung an einem Ende, Fig. 2 die Vorrichtung nach Anspruch 1 mit einem axialen Stab an einem Ende,
Fig. 3 die Vorrichtung in Ringform,
Fig. 4 die Vorrichtung eine weibliche Brust vollständig abdeckend und insbesondere formend,
Fig. 5 einen Schnitt einer Brustabdeckung entsprechend Fig. 4, aber mit einem Gewinde nur im Eingangsbereich,
Fig. 6 und 7 eine Vorderansicht und einen Schnitt in Kapsel- bzw. Topfform zum Aufschrauben,
Fig. 8 eine Vorrichtung in Kondomform mit Gewinden,
Fig. 9 ein Penisring, aufgeschraubt auf ein Glied mit Kondom,
Fig. 10 eine Vorrichtung für den vorderen Teil eines männlichen Gliedes mit vorderem Vibrator,
Fig. 11 wie Fig. 10 mit abrollbarem Kondom,
Fig. 12 eine einseitig geschlossene oder ringförmige Vorrichtung für die
Zehen eines Fußes,
Fig. 13 eine weitere Form der Vorrichtung mit erfassten Lebensmitteln in
Form eines Würstchens, einer geschälten Banane insbesondere eines Lebensmittels wie Speiseeis,
Fig. 14 die Vorrichtung in Form eines Kubus mit Innengewinde.
In einer Ausführung besitzt die erfindungsgemäße Vorrichtung einen Hohlraum 1 in Form eines Hohlzylinders mit einem Innengewinde 2 an der Innenwand 3. Durchmesser und Länge des Hohlraums richten sich hierbei danach, woran die Vorrichtung lösbar befestigt werden soll. Die Vorrichtung wird bei einem
nachgiebigen Material verwendet wie menschliches Gewebe, die Außenhaut des menschlichen Körpers, ein menschliches Glied, die Zunge, die Brust oder die Brustwarze, wie ein Lebensmittel und/oder wie ein pflanzliches oder tierisches Gewebe. Vorzugsweise wird die Vorrichtung aber auch auf ein am menschlichen Körper vorspringendes Teil und zwar auf die Haut oder Schleimhaut dieses Teils aufgeschraubt. Sollte die Vorrichtung mit einer geringen Drehung z. B. einer halben Umdrehung bereits aufgeschraubt sein, so wird ein steiles Gewinde oder Doppelgewinde verwendet. Wird dagegen ein besonders sicherer Halt gewünscht, so wird ein mehrgängiges Gewinde verwendet und es wird mit mehreren
Drehungen aufgeschraubt.
Die verschiedensten Gewindearten sind verwendbar, insbesondere ein
Spitzgewinde, ein Rundgewinde, ein Trapezgewinde, ein Sägegewinde oder ein Flachgewinde.
Die Wand der Vorrichtung ist in einer Ausführung verhältnismäßig starr. Für viele Zwecke wird aber eine Wand aus einem weichen, elastisch verformbaren Material verwendet, so dass sich die Vorrichtung mit ihrer Innenwand an die Form des Teils leicht anpasst. In einer weiteren Ausführung besitzt der Hohlraum 1 und damit auch das Innengewinde 2 keinen kreisförmigen Querschnitt, sondern einen davon abweichenden Querschnitt insbesondere in ovaler Querschnittsform oder in rechteckiger Form insbesondere mit abgerundeten Ecken, so dass erst durch das Aufschrauben sich der Hohlraum an den Querschnitt des aufzunehmenden Teils anpasst.
Hohlraum, Innenwand und Außenwand können von unterschiedlichsten Formen gebildet sein. Sie können die Form einer Kappe, eines Topfes, eines Ringes, einer Buchse, eines Kegels, eines Zylinders, einer angeschnittenen Kugel, eines
Quaders, einer Pyramide, eines Hohlprofils oder eines Schlauches haben. Die Vorrichtung kann beidseitig offen oder auf einer Seite geschlossen sein. Wird die Wand der Vorrichtung von einer dehnbaren Folie gebildet, so werden besonders leicht empfindliche Körperteile wie eine Brust, eine Brustwarze oder ein Penis sicher und ohne störende Drücke umfasst. Hierbei kann die Vorrichtung formend, stützend, vergrößernd und/oder schützend wirken.
Ein umfangreiches Anwendungsgebiet ist dann gegeben, wenn die Vorrichtung aus einem verzehrbaren Material wie z. B. Fruchtgummi, Bonbon-Masse, Lakritz, Schokolade, Teigwaren, Backwaren und/oder Eis besteht. Eine solche Vorrichtung kann z. B. auf die Zunge oder die Lippe aufgeschraubt werden, um dann früher oder später verzehrt zu werden. Auch kann dafür gesorgt werden, dass ein verzehrbares Material verwendet wird, das sich bei hinzukommender Feuchtigkeit leicht auflöst.
Die Ausführung nach Fig. 2 unterscheidet sich von der nach Fig. 1 im
Wesentlichen dadurch, dass die äußere Erweiterung ein axialer Stab 4 ist, der z. B. ein Griff sein kann. Eine Erweiterung kann aber auch von einem Werkzeug oder einem Behälter gebildet sein. Im letzteren Fall ist in dem Behälter eine Flüssigkeit, Gel, Pulver oder Lebensmittel enthalten, die entweder zum Verzehr, oder als Medikament, oder zur Stimulation, oder Sedierung geeignet ist oder aber als Gleitmittel dient. Hierbei kann die Flüssigkeit, das Gel oder das Pulver nach innen und/oder nach außen dringen. Die Innenwand des Hohlraumes,
insbesondere des Innengewindes weist in einer weiteren Ausführung innen ein Lebensmittel, ein Gleit- oder Pflegemittel, Haftmittel, ein Medikament, eine
Stimulanz, oder ein sedierendes Mittel auf. Ferner ist der Hohlraum 1 auch verwendbar, um durch ihn auf der Haut oder Schleimhaut einen Unterdruck zu schaffen insbesondere zu schröpfen.
Fig. 3 zeigt die Vorrichtung in Form eines Ringes 5 und Fig. 6 und 7 in Form einer Kapsel bzw. Topfes 6, um wiederum auf einem Körperteil aufgeschraubt zu werden wie z. B. auf einen Finger, einen Zeh oder eine Brustwarze. Die Wirkung ist formend, vergrößernd, stützend und/oder schützend.
Zum Aufschrauben auf einen Penis besitzt die Vorrichtung vorzugsweise eine schlauchförmige Wand aus einer dehnbaren Folie 6 - insbesondere einem
Kondom -, die einseitig geschlossen ist. Hierbei erstreckt sich das Innengewinde im Wesentlichen über die gesamte Länge der Vorrichtung (Fig. 8) oder nur über einen kurzen Teil nahe des Eingangs (Fig. 9), insbesondere ein Penisring auf einem Kondom zur Anwendung kommt.
In Fig. 10 ist eine sehr kurze Vorrichtung dargestellt mit vorderem Vibrator. In Fig. 11 ist eine Vorrichtung zu sehen, die auf- und abrollbar ist, ähnlich einem Kondom Auch in diesen Ausführungsbeispielen ist die Verwendung eines Gleitmittels von Vorteil, wobei an der geschlossenen Vorderseite ein Behälter für das Gleitmittel, Gel oder Pulver angebracht sein kann. Hierbei kann die Flüssigkeit, das Gel oder das Pulver nach innen und/oder außen dringen.
Am Beispiel eines Fußes ist in Fig. 2 dargestellt, dass die Vorrichtung als Ring 5 oder als Kapsel oder Kappe 7 auf einen Zeh aufgesteckt oder aufgeschraubt wird.
In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist auf der Außenseite der Vorrichtung ein Außengewinde zusätzlich angebracht. Hierbei können die
Windungen des Innengewindes in die Windungen des Außengewindes
übergehen. Ein Außengewinde dient insbesondere dazu, an der Außenseite der Vorrichtung weitere Teile zu befestigen.
Das Innengewinde kann auch ein schneidendes Gewinde sein oder ein Material herausschneidendes Gewinde, um insbesondere einen Hautbereich,
Knochenbereich, Knorpelbereich oder ein Lebensmittel wie z. B. Speiseeis herauszuschneiden, z. B. um eine Transplantation wie z. B. von Haaren
vorzubereiten. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der vordere Rand des
Hohlraumes 1 eine Schneide bildet.
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