NEUMANN, Werner (Wölfnitzer Ring 14, Dresden, 01169, DE)
Patentansprüche
1. Vorrichtung (1) zum Prüfen von Wasserzählern (6), bestehend aus einer abnehmbaren oberen Verkleidung (16), einem Unterteil (2) und einer abnehmbaren unteren Verkleidung (3) und enthaltend eine Messeinrichtung (23) und eine
Messwertverarbeitungseinrichtung (41), wobei die obere Verkleidung (16) durch Scharniere am Unterteil (2) aufklappbar und lösbar befestigt ist, wobei der zentrale Teil der Messeinrichtung (23) eine Waage (10) ist, deren Waageplattform (18) auf einem Menü (21) des Unterteils (2) installiert ist, wobei die Waage (10) mit einem im Unterteil (2) vorhandenen Kontrollgewicht (14) kalibrierbar ist, wobei auf der Waageplattform (18) ein Messbehälter (9) aufsetzbar ist, wobei eine über den Rand des Messbehälter (9) anbringbare, vom Messbehälter (9) getrennte, gebogene Zulaufrohrleitung (19) als verlängerte Anschlussleitung zum Wasserzählers (6) oberhalb des Messbehälters (9) endend vorhan- den ist, wobei die Zulaufrohrleitung (19) ein Abgrenzungsnormal mit Sichtstrecke
(8) aufweist und eingangsseitig mit einem Steuerventil (31), das von einer angeschlossenen Steuerelektronik (11) betätigt wird, verbunden ist, wobei der Steuerelektronik (11) ein Thermometer (13) zur Temperaturerfassung des Wassers signaltechnisch zugeordnet ist, wobei bei einer vorgegebenen Durchflussmess- zeit das Volumen des in den Messbehälter (9) eingeflossenen Wassers aus dem mittels der Waage (10) gemessenen Gewicht bestimmbar ist, und der zentrale Teil der Messwertverarbeitungseinrichtung (41) ein Computer (24) ist, der mit programmtechnischen Mitteln versehen ist, mit denen aus dem Vergleich zwischen dem mittels der Messeinrichtung (23) gemessenen Volumen und dem am Wasserzähler (6) zu Beginn und am Ende der durchgeführten Messung angezeigten Volumen der Messfehler des Wasserzählers (6) berechenbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass ein vorrichtungsintemer Computer (24) vorgesehen oder der Computer (24) wahlweise an eine auf dem Menü (21) befindliche Schnittstelle (15) anschließbar ist, wobei der Computer (24) eine Wasserdichte-Temperatur-Verteilung oder Wasserdichte-Temperatur-Tabelle gespeichert enthält.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Menüs (21) des Unterteils (2) eine Nivelliereinrichtung (4) mit mindestens einer Justiervorrichtung (5) für eine horizontale Ausrichtung der Messeinrichtung (23) bzw. der Vorrichtung (1) sowie eine Anzeige (17) und ein Bedienterminal (30) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine zugehörige Energieversorgung für alle elektronischen und elektrischen Baugruppen und Bauelemente unabhängig vom Netz mittels eines aufladbaren Akkumulators (12) eingebaut ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Thermometer (13) zur Messeinrichtung (23) gehört, mit dem die Tempe- ratur des Wassers erfasst wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwertverarbeitungseinrichtung (41) neben dem Computer (24) wahlweise eine die Volumen-Zählerstände des Wasserzählers (6) abtastende
Leseeinrichtung (42) aufweist, wobei die programmtechnischen Mittel des Computers (24) vorzugsweise die Berechnung des Durchflusses und des Messfehlers des Wasserzählers betreffen.
7. Vorrichtung nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für eine Zapfstelle (37) an einer vorgesehenen Leitung des Wasserzählers (9) ein Anschlussadapter (7) zum Anschluss der Messeinrichtung (23) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Justiervorrichtung (5) mit der Waage (10) und dem Kontrollgewicht (14) korrespondierend verbunden ist und eine überwachung der Genauigkeit der Einstellung der Waage (10) ermöglicht.
9. Vorrichtung nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sichtstrecke (8) zur Kontrolle des Luftblasenanteils des durchströmenden Wassers dient und ein Abgrenzungsnormal hat, das dazu dient, dass der Wasserzufluss in den Messbehälter (9) an einer definierten Stelle innerhalb der
Sichtstrecke (8) abreißt.
10. Vorrichtung nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Messbehälter (9) mit seiner öffnung nach unten gerichtet gleichzeitig als Abdeckung der Waage (10) und als Transportsicherung dient.
11.Vorrichtung nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussadapter (7) und weitere Verbindungselemente zum Anschluss der Messeinrichtung (23) an den zu prüfenden Wasserzähler (6) im eingebauten Zustand integrierte Bestandteile der Messwertverarbeitungseinrichtung (41) sind, zu der neben dem Computer (24) weitere Versorgungs- und Signalleitungen gehören.
12. Vorrichtung nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Messbehälter (9) eine Thermoisolationsschicht trägt, wodurch die Messung und die Prüfung auch mit Wasser unterschiedlicher Temperatur durchgeführt werden kann.
13. Vorrichtung nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Menü (21) eine Reihe von Tastern angebracht ist insbesondere ein Entlüftungstaster (25), ein Taster „START" (27), ein Taster „STOPP" (26), ein Messzeittasteinsteller (28) und ein Taster „TARA" (29).
14. Vorrichtung nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in das Unterteil (2) führend seitlich ein Wasseranschluss (22) angebracht ist, dem das Steuerventil (31) nachgeordnet ist, wobei nachfolgend die Zulaufrohrleitung (19) angeschlossen ist, wobei sich unmittelbar nach dem Steuerventil (31) zwei Drehscharniere (32) und (33) befinden, damit die Zulaufrohrleitung (19) sowohl in eine Ausnehmung (34) des Menüs (21) einlegbar und zur Befüllung des Messbehälters (9) aufrichtbar ist.
15. Vorrichtung nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zulaufrohrleitung (19) in ihrem freien Endbereich bogenförmig ausgebildet ist, so dass ihr Einlaufende (20) im aufgestellten Zustand der Zulaufrohrlei- tung (19) über dem Messbehälter (9) angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der über eine Ladebuchse (35) aufladbare Akkumulator (12) die Energie- Versorgung der Messeinrichtung (23) darstellt, wobei eine Ein/Austaste (39) einen Stromkreis für die Waage (10) mit dem angeschlossenen Bedienterminal (30) und der Anzeige (17), für eine Zeitschaltereinrichtung (40) zur Einstellung der Messzeit des Wasserdurchflusses und für das Steuerventil (31) bedient, wobei vor den Eingang in den Stromkreis zum Betreiben der Waage (10) ein Spannungswandler (38) geschaltet ist, wobei die Zeitschaltereinrichtung (40) sowohl mit dem Messzeiteinstellschalter (28) als auch mit dem Taster „START" (27) und dem Taster „STOPP" (26) verbunden ist und der zum Stromkreis gehörende Entlüftungstaster (25) mit dem Steuerventil (31) in direkter Verbindung steht.
17. Vorrichtung nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (13) magnetisch schaltbar oder durch einen Antrieb steuerbar ausgebildet ist. |
Vorrichtung zum Prüfen von Wasserzählern
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Prüfen eines Wasserzählers.
Es ist bekannt, dass Wasserzähler ausgebaut und im Labor geprüft werden, wodurch ein Problem darin besteht, dass die Einbaubedingungen vor Ort nicht berück- sichtigt werden und damit die ermittelten Volumenwerte von den ermittelten Volumenwerten des zu prüfenden Wasserzählers merklich abweichen können.
Eine die Einbaubedingungen vor Ort berücksichtigende Messeinrichtung zur Prüfung von Wasserzählern ist in der Druckschrift DE 197 17 128 A1 beschrieben, deren Kernstück eine Festvolumenpumpe ist, die mittels Impulsabgriff am zu prüfenden Verbrauchszähler und mittels einer Steuereinheit zur Einstellung des Durchflusses des durch den Verbrauchszähler strömenden Mediums arbeitet. Damit sind vorgegebene Prüfpunkte konstant einstellbar und es kann mit einem definierten Prüfvolumen der Pumpe eine Messabweichungskurve aufgenommen werden, die bei der Berechnung des gemessenen Volumens berücksichtigt wird. Das ist aber sehr aufwändig.
Andere in Form eines Prüfkoffers ausgebildete Vorrichtungen zum Prüfen von Wasserzählern enthalten einen fest installierten Vergleichszähler. Darin sind ein Flügelradzähler und ein in Reihe geschaltetes Blindgehäuse vorhanden, in das eine zu prüfende Messkapsel eingesetzt werden kann. Adapterstücke für den Anschluss an den Wasserhahn sind als Zubehör vorhanden, wobei der Perlator dazu zeitaufwändig herausgeschraubt werden muss. Ein Eingang und ein Ausgang für die Schlauchverbindung sind an der Stirnseite des Koffers angebracht. Vor der Verwendung muss der Vergleichszähler allerdings auf einem Prüfstand zeitaufwändig geeicht werden. Die Messabweichungen werden dabei als Korrekturwerte aufgenommen.
Ein Problem besteht darin, dass die Vergleichszähler als Referenzgeräte Fehlergrenzen aufweisen, die denen der Wasserzähler entsprechen können und somit letztlich ungenau sind. Ein weiteres Problem der genannten Vorrichtungen besteht darin, dass der Anlauf des Wasserzählers nicht exakt bestimmt werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Prüfen von Wasserzählern anzugeben, die derart geeignet ausgebildet ist, dass über eine Bestimmung von Parametern eine Aussage über den Zustand und die Qualität des geprüften Wasserzählers getroffen werden können. Außerdem soll gewährleistet werden, dass
der Messfehler von Wasserzählern im eingebauten Zustand wesentlich genauer bestimmt werden kann.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Die Vorrichtung zum Prüfen von Wasserzählern besteht aus einer abnehmbaren o- beren Verkleidung, einem Unterteil und einer abnehmbaren unteren Verkleidung und enthält eine Messeinrichtung und eine Messwertverarbeitungseinrichtung, wobei die obere Verkleidung durch Scharniere am Unterteil aufklappbar und lösbar befestigt ist, wobei der zentrale Teil der Messeinrichtung eine Waage ist, deren Waageplattform auf einem Menü des Unterteils installiert ist, wobei die Waage mit einem im Unterteil vorhandenen Kontrollgewicht kalibrierbar ist, wobei auf der Waageplattform ein Messbehälter aufsetzbar ist, wobei eine über den Rand des Messbehälter anbringbare, vom Messbehälter getrennte, gebogene Zulaufrohrleitung als verlängerte Anschlussleitung zum Wasserzählers oberhalb des Messbehälters endend vorhanden ist, wobei die Zulaufrohrleitung ein Abgrenzungsnormal mit Sichtstrecke aufweist und ein- gangsseitig mit einem Steuerventil, das von einer angeschlossenen Steuerelektronik betätigt wird, verbunden ist, wobei der Steuerelektronik ein Thermometer zur Tempe- raturerfassung des Wassers signaltechnisch zugeordnet ist, wobei bei einer vorgegebenen Durchflussmesszeit das Volumen des in den Messbehälter eingeflossenen Wassers aus dem mittels der Waage gemessenen Gewicht bestimmbar ist, und wobei der zentrale Teil der Messwertverarbeitungseinrichtung ein Computer ist, der mit programmtechnischen Mitteln versehen ist, mit denen aus dem Vergleich zwi- sehen dem mittels der Messeinrichtung gemessenen Volumen und dem am Wasserzähler zu Beginn und am Ende der durchgeführten Messung angezeigten Volumen der Messfehler des Wasserzählers berechenbar ist.
Der Computer enthält eine Wasserdichte-Temperatur-Verteilung oder -Tabelle ge- speichert und kann in den Deckel oder in das Unterteil integriert sein oder auch an eine auf dem Menü befindliche Schnittstelle anschließbar sein.
- A -
Im Bereich des Menüs des Unterteils sind eine Nivelliereinrichtung mit mindestens einer Justiervorrichtung für die horizontale Ausrichtung der Messeinrichtung bzw. der Vorrichtung sowie eine Anzeige und ein Bedienterminal angeordnet.
Eine zugehörige Energieversorgung für alle elektronischen und elektrischen Baugruppen und Bauelemente ist unabhängig vom Netz mittels eines aufladbaren Akkumulators eingebaut.
Ein Thermometer ist in der Messeinrichtung vorgesehen, mit dem die Temperatur des Wassers erfasst wird, wobei vorzugsweise eine Infrarot-Ablesung erfolgen und eine signaltechnische Verbindung zur Steuerelektronik bestehen kann.
Für eine Zapfstelle ist an einer vorgesehenen Leitung des Wasserzählers ein An- Schlussadapter zum Anschluss der Messeinrichtung vorgesehen.
Das Kontrollgewicht dient in Verbindung mit der Justiervorrichtung zur Kalibrierung der Waage.
Die Sichtstrecke dient zur Kontrolle des Luftblasenanteils des durchströmenden Wassers und hat ein Abgrenzungsnormal, das dazu dient, dass der Wasserzuftuss in den Messbehälter an einer definierten Stelle innerhalb der Sichtstrecke abreißt.
Der Messbehälter ist so dimensioniert, dass er mit seiner öffnung nach unten ge- richtet gleichzeitig als Abdeckung der Waage und allgemein als Transportsicherung dienen kann.
Die Messwertverarbeitungseinrichtung weist neben dem Computer wahlweise eine die Volumen-Zählerstande des Wasserzählers abtastende Leseeinrichtung auf.
Der Anschlussadapter und weitere Verbindungselemente zum Anschluss der Messeinrichtung an den zu prüfenden Wasserzähler sind im eingebauten Zustand integrierte Bestandteile der Messwertverarbeitungseinrichtung, zu der noch der Computer sowie weitere Versorgungs- und Signalleitungen gehören.
Der Messbehälter kann eine Thermoisolationsschicht tragen, wodurch die Messung und die Prüfung auch mit Wasser unterschiedlicher Temperatur (heiß, kalt) durchgeführt werden kann.
Auf dem Menü können eine Reihe von Tastern angebracht sein, insbesondere ein Entlüftungstaster, ein Taster „START", ein Taster „STOPP", ein Messzeittasteinstel- ler und ein Taster „TARA".
Das Menü des Unterteils kann im Bereich der Anzeige zur besseren Bedienung und Ansicht nach vorn abgeschrägt ausgebildet sein.
In das Unterteil führend ist seitlich ein Wasseranschluss angebracht, dem das Steuerventil nachgeordnet ist, wobei nachfolgend die Zulaufrohrleitung angeschlossen ist, wobei sich unmittelbar nach dem Steuerventil zwei Drehscharniere befinden, damit die Zulaufrohrleitung bewegbar, einerseits aufrichtbar und andererseits in eine Ausnehmung des Menüs einlegbar ist.
Die Zulaufrohrleitung kann in ihrem freien Endbereich bogenförmig ausgebildet sein, so dass ihr Einlaufende im aufgerichteten Zustand der Zulaufrohrleitung über dem Messbehälter angeordnet ist.
Der über eine Ladebuchse aufladbare Akkumulator stellt die Energieversorgung der Messeinrichtung dar, wobei eine Ein/Austaste einen Stromkreis für die Waage mit dem angeschlossenen Bedienterminal und der Anzeige, für eine Zeitschaltereinrich- tung (engl, timer) zur Einstellung der Messzeit des Wasserdurchflusses und für das Steuerventil bedient, wobei vor den Eingang in den Stromkreis zum Betreiben der
Waage ein Spannungswandler geschaltet ist, wobei die Zeitschaltereinrichtung sowohl mit dem Messzeiteinstellschalter als auch mit dem Taster „START" und dem Taster „STOPP" verbunden ist und der zum Stromkreis gehörende Entlüftungstaster mit dem Steuerventil in direkter Verbindung steht. Die Befüllung des Messbehälters kann dabei über die Steuerelektronik gestartet und beendet werden.
Das Steuerventil kann magnetisch schaltbar oder durch einen Antrieb steuerbar ausgebildet sein.
Die Beseitigung der Mängel des Standes der Technik wird mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erreicht, mit der die Wasserzähler im eingebauten Zustand geprüft werden und bei der das den Wasserzähler durchflossene Wasser bei definierten Durchflüssen gewogen und unter Berücksichtigung der Wassertemperatur das Volumen bestimmt wird, das mit den Volumen-Zähleranzeigen des geprüften Wasser- Zählers zu Beginn und zum Ende der Messung verglichen wird.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht auch darin, dass der Messfehler von Wasserzählern im eingebauten Zustand mit einer Genauigkeit von < 1% ermittelt werden kann.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels mittels mehrerer Zeichnungen erläutert:
Es zeigen:
Fig. 1 eine Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung im geöffneten Betriebszustand,
Fig. 2 eine Darstellung der Vorrichtung im geöffneten Transportzustand nach Fig.
1 ,
Fig. 3 eine Darstellung der Vorrichtung in Vorderansicht,
Fig. 4 eine Darstellung der Vorrichtung in Draufsicht,
Fig. 5 ein Hydraulikschema der Vorrichtung und
Fig. 6 ein Teil eines Elektroschemas innerhalb der Vorrichtung.
Im Folgenden werden die Fig. 1 und Fig. 2 gemeinsam betrachtet.
In Fig. 1 ist eine Vorrichtung 1 zum Prüfen eines Wasserzählers 6 dargestellt, die als Koffer ausgebildet und im Betriebszustand geöffnet ist. Die Fig. 2 zeigt eine Darstellung der Vorrichtung im geöffneten Transportzustand.
Die Vorrichtungl besteht aus einem abnehmbaren Deckel 16 als oberer Verkleidung, einem Unterteil 2 und einem abnehmbaren Boden 3 als unterer Verkleidung und enthält eine Messeinrichtung 23 und eine Messwertverarbeitungseinrichtung 41 , wobei der Deckel 16 durch Scharniere am Unterteil 2 aufklappbar und auch lösbar befestigt ist, wobei der zentrale Teil der Messeinrichtung 23 eine Waage 10 ist, deren Waageplattform
18 auf einem Menü 21 des Unterteils 2 installiert ist, wobei die Waage 10 mit einem im Unterteil 2 vorhandenen Kontrollgewicht 14 kalibrierbar ist, wobei auf der Waage- Plattform 18 ein Messbehälter 9 aufsetzbar ist, wobei eine über den Rand des Messbehälter 9 anbringbare, vom Messbehälter 9 getrennte, gebogene Zulaufrohrleitung
19 als verlängerte Anschlussleitung zum Wasserzählers 6 oberhalb des Messbehälters 9 endend vorhanden ist, wobei die Zulaufrohrleitung 19 ein Abgrenzungsnormal mit Sichtstrecke 8 aufweist und eingangsseitig mit einem Steuerventil 31 , das von einer angeschlossenen Steuerelektronik 11 betätigt wird, verbunden ist, wobei der Steuerelektronik 11 ein Thermometer 13 zur Temperaturerfassung des Wassers signaltechnisch zugeordnet ist, wobei bei einer vorgegebenen Durchflussmesszeit das Volumen des in den Messbehälter 9 eingeflossenen Wassers aus dem mittels der Waage 10 gemessenen Gewicht bestimmbar ist, und der zentrale Teil der Messwertverarbeitungseinrichtung 41 ein Computer 24 ist, der mit programmtechnischen Mitteln versehen ist, mit denen aus dem Vergleich zwi-
schen dem mittels der Messeinrichtung 23 gemessenen Volumen und dem am Wasserzähler 6 zu Beginn und am Ende der durchgeführten Messung angezeigten Volumen der Messfehler des Wasserzählers 6 berechenbar ist.
Der Computer 24 kann an eine auf dem Menü 21 befindliche Schnittstelle 15 anschließbar sein und enthält eine Wasserdichte-Temperatur-Verteilung oder -Tabelle gespeichert, die zur Bestimmung des Volumens im Messbehälter 9 dient.
Zusätzlich können im Bereich des Menüs 21 des Unterteils 2 mindestens ein Nivel- liergerät 4 und eine Justiervorrichtung 5 für eine horizontale Ausrichtung der Messeinrichtung 23 bzw. der Vorrichtung 1 sowie eine Anzeige 17 und ein Bedienterminal 30 angeordnet sein.
Die zugehörige Energieversorgung für alle elektronischen und elektrischen Baugrup- pen und Bauelemente erfolgt unabhängig vom Netz mittels eines aufladbaren Akkumulators 12.
Mit dem Thermometer 13 wird die Temperatur des Wassers erfasst.
Die Messwertverarbeitungseinrichtung 41 kann neben dem Computer 24 wahlweise eine die Volumen-Zählerstände des Wasserzählers 6 abtastende Leseeinrichtung 42 aufweisen.
Für eine Zapfstelle an einer vorgesehenen Leitung des Wasserzählers 9 kann zur Vorrichtung 1 gehörend ein Anschlussadapter 7 vorgesehen sein, um problemlos die Messeinrichtung 23 anschließen zu können.
Die Justiervorrichtung 5 ist mit der Waage 10 und dem Kontrollgewicht 14 korrespondierend verbunden und ermöglicht somit eine überwachung der Genauigkeit der Einstellung der Waage 10.
Die Sichtstrecke 8 dient zur Kontrolle des Luftblasenanteils des durchströmenden Wassers und hat ein Abgrenzungsnormal, das dazu dient, dass der Wasserzufluss in den Messbehälter 9 an einer definierten Stelle innerhalb der Sichtstrecke 8 abreißt.
Der Messbehälter 9 dient gleichzeitig als Abdeckung der Waage 10 und Transportsicherung.
Der Anschlussadapter 7 und weitere Verbindungselemente - z.B. eine Schlauchleitung 36 - zum Anschluss der Messeinrichtung 23 an den zu prüfenden Wasserzähler 6 im eingebauten Zustand sind integrierte Bestandteile der Messwertverarbeitungs- einrichtung 41, zu der noch der Computer 24 sowie weitere Versorgungs- und Signalleitungen gehören. Die programmtechnischen Mittel des Computers 24 betreffen im Wesentlichen neben der Berechnung des Messfehlers des Wasserzählers 6 auch den Durchfluss.
Der Messbehälter 9 kann eine Thermoisolationsschicht tragen, wodurch die Messung und die Prüfung auch mit Warmwasser durchgeführt werden kann.
Zwischen dem Boden 3 und dem Unterteil 2 können Aussparungen vorhanden sein, in denen sich die Schlauchleitungen 36, die zum Anschluss zwischen der Zapfstelle 37 und dem Wasseranschluss 22 vorgesehen sind, befinden können.
Während in Fig. 1 die Vorrichtung 1 im geöffneten Betriebszustand dargestellt ist, ist in Fig. 2 das Menü 21 des Unterteils 2 im Transportzustand angegeben. Auf dem Menü 21 ist des Weiteren eine Reihe von Tastern angebracht: ein Entlüftungstaster 25, ein Taster „START" 27, ein Taster „STOP" 26, ein Mess- zeittasteinsteller 28, ein Taster „TARA" 29.
In Fig. 3 ist in einer schematischen Darstellung in Vorderansicht die wesentlichen Baugruppen der Messeinrichtung 23 im Betriebzustand, d.h. im Anschlusszustand vor Ort im Bereich des Wasserzählers 6 gezeigt, wobei das Menü 21 des Unterteils 2
im Bereich der Anzeige 17 nach vorn abgeschrägt ausgebildet ist. In das Unterteil 2 führend ist seitlich der Wasseranschluss 22 angebracht, dem das Steuerventil 31 nachgeordnet ist, wobei nachfolgend die Zulaufrohrleitung 19 angeschlossen ist. Unmittelbar nach dem Steuerventil 31 befinden sich zwei Drehscharniere 32 und 33, damit die Zulaufrohrleitung 19 sowohl in eine Ausnehmung 34 des Unterteils 2 einlegbar ist als auch aus dieser Lage aufrichtbar ist.
Die Zulaufrohrleitung 19 ist in ihrem Endbereich bogenförmig ausgebildet, so dass das Einlaufende 20 im aufgestellten Zustand der Zulaufrohrleitung 19 über dem Messbehälter 9 angeordnet ist. Die Waage 10 befindet sich im Unterteil 2, wobei auf der darüber befindlichen Waageplattform 18 der Messbehälter 9 gestellt ist. Die Anzeige 17 ist mit der Waage 10 und mit der daneben angeordneten Steuerelektronik 11 elektrisch verbunden.
In Fig. 4 ist in einer schematischen Darstellung die Messeinrichtung 23 in Draufsicht gezeigt.
Dabei ist die Zulaufrohrleitung 19 mittels der Drehscharniere 32,33 verschwenkt und in die im Unterteil 2 eingearbeitete Ausnehmung 34 eingebracht. Die Anzeige 17 im Vorderteil des Menüs 21 befindet sich in einem Bedienterminal 30. Der Anschlussadapter 7 kann im Bereich neben Kontrollgewicht 14 und der Nivelliereinrichtung 4 abgelegt sein. Der Messbehälter 9 ist im Transportzustand mit seiner öffnung nach unten über die Waage 10 gestülpt.
In Fig. 5 ist das hydraulische Schema der Messeinrichtung 23 dargestellt. An den Wasserzähler 6 ist das Auslaufventil 37 angeschlossen, das mit einer Schlauchlei- tung 36 an den Wasseranschluss 22 geführt ist. Nach dem magnetisch schaltbaren Steuerventil 31 verläuft der Rohrleitungsweg zur Zulaufrohrleitung 19 und über das Abgrenzungsnormal mit Sichtstrecke 8 zum Einlaufende 20. Das Einlaufende 20 befindet sich über dem Messbehälter 9. Zum Menü 21 gehören auch der Taster „START" 27, der Taster „STOP" 26 und der Entlüftungstaster 25.
In Fig. 6 ist ein Teil des elektrischen Schemas der Messeinrichtung 23 gezeigt. Der über die Ladebuchse 35 aufladbare Akkumulator 12 stellt die Energieversorgung der Messeinrichtung 23 sicher. über eine Ein/Austaste 39 wird der Stromkreis für die Waage 10 mit dem angeschlossenen Bedienterminal 30 und der Anzeige 17, für die Zeitschaltereinrichtung 40 zur Einstellung der Messzeit des Wasserdurchflusses und für das magnetisch schaltbare Steuerventil 31 bedient. Vor den Eingang in den Stromkreis zum Betreiben der Waage 10 ist ein Spannungswandler 38 geschaltet. Die Zeitschaltereinrichtung 40 ist sowohl mit dem Messzeiteinstellschalter 28 als auch mit dem Taster „START" 27 und dem Taster „STOP" 26 als auch mit dem Steuerventil 31 verbunden. Der Entlüftungstaster 25 steht mit dem Steuerventil 31 in direkter Verbindung.
Das Steuerventil 31 kann auch durch einen Antrieb, z.B. Motor steuerbar ausgebildet sein.
Die Steuerelektronik 11 ist in Verbindung mit der Anzeige 17, der Zeitschaltereinrichtung 40 und der Schnittstelle 15 derart ausgelegt, dass alle Messwerte in den angeschlossenen Computer 24 übernommen werden können, wobei auch vom Computer 24 aus durch zugehörige weitere programmtechnische Mittel alle Einstellungen und Schaltfunktionen zur Messung und Prüfung vorgenommen werden können.
Im Folgenden wird die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 näher erläutert:
über den Wasserzähler 6 und nachfolgend über den Anschlussadapter 7 gelangt das Wasser zum Abgrenzungsnormal mit Sichtstrecke 8 in den Messbehälter 9, der auf einer Waage 10 mit einer Anzeige 17 und einem Bedienterminal 30 steht. Die Steuerelektronik 11 mit dem angeschlossenen Steuerventil 31 öffnet und schließt das Steuerventil 31 nach vorgewählten und eingestellten Messzeiten.
Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Messeinrichtung 23 beruht auf dem Wiegen einer durch den zu prüfenden Wasserzähler 6 bei einem definierten Durch-
fluss durchgeflossenen Wassermenge und auf der Berechnung des Volumens aus dieser Menge unter Berücksichtigung der temperaturabhängigen Wasserdichte. Aus dem berechneten Wasservolumenwert des Messbehälters 9 und aus den am zu prüfenden Wasserzähler 6 angegebenen Zählerstand-Volumenwerten zu Beginn und am Ende der Messung - die Differenz ist der ermittelte Volumenwert des Wasserzählers 6 - wird der Messfehler des zu prüfenden Wasserzählers 6 berechnet.
Folgende einzelne Vorgänge werden in zugehörigen Phasen dabei durchgeführt: In einer Vorbereitungsphase wird Folgendes durchgeführt: 1. Abnehmen der unteren Verkleidung - des Bodens 3 -,
2. Abrollen des Anschlussschlauches 36,
3. Aufbau der Vorrichtung 1 auf einer ebenen Fläche in der Nähe der Zapfstelle 37 mit einem Auslaufventil,
4. überprüfung, ob alle anderen Zapfstellen geschlossen und im Rohrleitungssys- tem keine Leckagen sind, wobei alle anderen Anzeigen des Wasserzählers 6 dabei stillstehen müssen,
5. Waagerechtes Einrichten der Vorrichtung 1 mittels der Nivelliereinrichtung 4 und der Justiervorrichtung 5,
6. Entnahme des Messbehälters 9 und Abstellen desselben auf der Waageplattform 18,
7. Aufrichten des Zulaufrohrleitung 19 und Einrichten des zugehörigen Einlaufendes 20, damit das Wasser in den Messbehälter 9 fließt, wobei sich der Messbehäiter 9 und die Zulaufrohrleitung 19 nicht berühren dürfen,
8. öffnen der Zapfstelle 37 und überprüfen der Zulaufrohrleitung 19 auf Dichtheit, 9. Durch Betätigen des Entlüftungstasters 25 wird entlüftet, und am Schauglas der
Sichtstrecke 8 entstehende Wasserblasen werden beobachtet. Wenn keine Blasen mehr sichtbar sind, wird der Entlüftungstaster 25 erneut betätigt und dann der Messbehälter 9 entleert.
In der Phase der Ermittlung des Anlaufs, der definitionsgemäß den Durchfluss darstellt, bei dem sich der Anlaufstern oder der Zeiger des Zählwerkes auf der kleinsten
Anzeigeeinheit des Wasserzählers 6 zu bewegen beginnt, werden folgende Schritte absolviert:
1. Auslaufventil an der Zapfstelle 37 öffnen bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Wasserzähler 6 zu zählen beginnt, 2. Ablauf der Prüfung:
- Eingabe/übernahme des aktuellen Volumen-Zählerstandes des Wasserzählers 6 in den Computer 24,
- Messzeit einstellen,
- Messbehälter 9 entleeren, wieder auf die Waage 10 stellen, ausrichten und Tara ermitteln,
- Taster „START" 27 betätigen,
- Befüllung des Messbehälters 9,
- nach automatischem Abschalten des Wasserdurchflusses Temperatur des Wassers messen, - Eingabe/übernahme des finalen Volumen-Zählerstandes des Wasserzählers 6 in den Computer 24,
- das durch die Zulaufrohrleitung 19 durchgeflossene Wasservolumen berechnen,
- Messfehler berechnen.
In der Phase der Ermittlung des Durchflusses erfolgen die Schritte:
- einen definierten Durchfluss einregulieren,
- Messzeit mittels Messzeiteinstelltaster 28 wählen,
- Taster „TARA" 29 an der Waage 10 betätigen und abwarten, bis das Messbe- hältergewicht ermittelt wird und die Anzeige 17 „0" anzeigt,
- Taster „START" 27 betätigen,
- Befüllung des Messbehälters 9,
- nach dem automatischen Abschalten aus der Messzeit und der gewogenen Wassermenge sowie der gemessenen Wassertemperatur wird der Durchfluss berechnet.
In der Phase der Berechnung des Messfehlers werden folgende Schritte durchgeführt:
- Eingabe/übername des aktuellen Volumen-Zählerstandes des Wasserzählers 6 in den Computer 24, - Messzeit einstellen,
- Messbehälter 9 entleeren, wieder auf die Waage 10 stellen, ausrichten, Taster „TARA" 29 an der Waage 10 betätigen und abwarten, bis das Messbehältergewicht ermittelt wird und die Anzeige 17 „0" anzeigt,
- Taster „START" 27 betätigen, - Befüllung des Messbehälters 9,
- nach automatischem Abschalten des Wasserdurchflusses Messung der Temperatur des Wassers mittels Thermometer 13 durchführen,
- Eingabe/übernahme des finalen Volumen-Zählerstandes des Wasserzählers 6 in den Computer 24, - durch die Zulaufrohrleitung 19 durchgeflossenes Wasservolumen berechnen,
- Messfehler des Wasserzählers 6 berechnen.
Die Erfindung ermöglicht es, dass der Wasserzähler 6 im eingebauten Zustand und somit vor Ort geprüft werden kann.
Die Erfindung eröffnet die Möglichkeit, dass mit der angegebenen Vorrichtung auch der Anlauf, beginnend bei Null des Zählerstandes des Wasserzählers 6, und im Wesentlichen der dazugehörige Messfehler des Wasserzählers 6 bestimmt sowie somit eine exakte Aussage zum qualitativen Zustand des Wasserzählers 6 getroffen wer- den können.
Bezugszeichenliste
1 Vorrichtung
2 Unterteil
3 Boden
4 Nivelliereinrichtung
5 Justiervorrichtung
6 Wasserzähler
7 Anschlussadapter
8 Abgrenzungsnormal mit Sichtstrecke
9 Messbehälter
10 Waage
11 Steuerelektronik
12 Akkumulator
13 Thermometer
14 Kontrollgewicht
15 Schnittstelle
16 Deckel
17 Anzeige
18 Waageplattform
19 Zulaufrohrleitung
20 Einlaufende
21 Menü
22 Wasseranschluss
23 Messeinrichtung
24 Computer
25 Entlüftungstaster
26 Taster „STOPP"
27 Taster „START"
28 Messzeiteinstelltaster
29 Taster „TARA"
30 Bedienterminal
31 Steuerventil
32 Erstes Drehscharnier
33 Zweites Drehscharnier
34 Ausnehmung 35 Ladebuchse
36 Schlauchleitung
37 Zapfstelle
38 Spannungswandler
39 Ein/Aus-Taste 40 Zeitschaltereinrichtung
41 Messwertverarbeitungseinrichtung
42 Leseeinrichtung
Next Patent: JET ENGINE WITH DETACHABLY ARRANGED GENERATOR UNIT
