HUOTARI, Iisakki (Kavallinpuisto 6 A 1, Espoo, FI-02710, FI)
| Ansprüche : 1. Auf grafischem Gebiet verwendbares Gerät (10, 60), welches umfasst : - a) eine erste Walze oder Rolle und eine zweite Walze oder Rolle (11, 12), welche ein erstes Walzen- oder Rollenpaar (11, 12) bilden, -welches vorteilhaftesterweise ein Heizwalzen- oder -rollenpaar ist- und von welchen jede der beiden um ihre Achse (57) herum rotierbar ist und von welchen zumindest die eine federbelastet und hinsichtlich ihrer Achse (57) in der Querrichtung bewegbar installiert ist und von welchen lediglich die andere formschlüssig betreibbar ist mithilfe eines ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems (23, 22); und - b) eine dritte Walze oder Rolle und eine vierte Walze oder Rolle (13, 14), welche ein zweites Walzen- oder Rollenpaar (13, 14) bilden, -welches vorteilhaftesterweise ein Presswalzen- oder -rollenpaar ist- und von welchen jede der beiden um ihre Achse (58) herum rotierbar ist und von welchen zumindest die eine federbelastet und hinsichtlich ihrer Achse (58) in der Querrichtung bewegbar installiert ist und von welchen lediglich die andere formschlüssig betreibbar ist mithilfe eines ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems (21, 22); und in welchem: - c) die Walzen oder Rollen des ersten und des zweiten Walzen- oder Rollenpaares konfiguriert sind, die Drehbewegung der mithilfe des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems (21, 22, 23) des betreffenden Walzen- oder Rollenpaares betreibbaren Walze oder Rolle (12, 14) zu einer Drehbewegung der zweiten Walze oder Rolle (11, 13) desselben Walzen- oder Rollenpaares reibungsangetrieben zu übertragen, während die Walzen oder Rollen des betreffenden Walzen- oder Rollenpaares gegeneinander liegen und auch dann, wenn die Walzen oder Rollen des Walzen- oder Rollenpaares mit dem Gerät (10, 60) zu bearbeitendes Material (100) zwischen sich zusammenpressen; und - d) zwischen dem ersten und dem zweiten Walzen- oder Rollenpaar ein Übertragungsmechanismus (15, 16, 17, 18, 19; 15, 61, 19) der Drehbewegung angeordnet ist, welcher konfiguriert ist, die Drehbewegung zwischen den Walzen oder Rollen (11, 13) zu übertragen, die den mithilfe des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems (21, 22, 23) der Walzen¬ oder Rollenpaare formschlüssig betreibbaren Walzen oder Rollen (12, 14) gegenüberliegen, gemäß einer bevorzugten Ausführungsform zumindest dann, wenn der Reibungsantrieb zwischen dem ersten oder dem zweiten Walzen- oder Rollenpaar aufhört, das heißt wenn die Walzen oder Rollen des betreffenden Walzen- oder Rollenpaares nicht gegeneinander liegen und kein mit dem Gerät (10, 60) zu behandelndes Material (100) zwischen sich zusammenpressen. 2. Gerät (10, 60) nach Anspruch 1, in welchem der Übertragungsmechanismus (15, 16, 17, 18, 19; 15, 61, 19) der Drehbewegung Zahnräder oder ein Zahnräderwerk (15, 16, 17, 18, 19; 15, 19) umfasst, welche angeordnet sind, die Drehbewegung zwischen den Walzen oder Rollen (11, 13) zu übertragen, die den mithilfe des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems (21, 22, 23) betreibbaren Walzen oder Rollen (12, 14) gegenüberliegen. 3. Gerät (60) nach Anspruch 1 oder 2, in welchem der Übertragungsmechanismus (15, 61, 19) der Drehbewegung ein Zugkraft übermittelndes Teil, insbesondere eine Rollen- oder Zahnkette (61), umfasst, das angeordnet ist, Kraft zwischen den Walzen oder Rollen (11, 13) zu übertragen, die den mithilfe des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems (21, 22, 23) betreibbaren Walzen oder Rollen gegenüberliegen. 4. Gerät (10, 60) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in welchem die mithilfe des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems (21, 22, 23) des ersten und/oder des zweiten Walzen- oder Rollenpaares betreibbaren Walzen oder Rollen (12, 14) und/oder die mit diesen verbundenen formschlüssigen Kraftübertragungsmittel (21, 23), insbesondere die Zahnräder oder das Zahnräderwerk, konfiguriert sind, die Drehbewegung innerhalb desselben Walzen- oder Rollenpaares auf die zweite Walze oder Rolle (11, 13) des Rollenpaares lediglich kraftschlüssig, insbesondere reibungsangetrieben, zu übertragen. 5. Gerät (10, 60) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in welchem die den Reibungsantrieb schaffende Konfiguration und der Übertragungsmechanismus (15, 16, 17, 18, 19; 15, 61, 19) der Drehbewegung konfiguriert sind, dann gleichzeitig zu wirken, wenn in jedem Walzen- oder Rollenpaar die Walzen oder Rollen gegeneinander liegen und/oder mit dem Gerät (10, 60) zu bearbeitendes Material (100) zwischen sich zusammenpressen . 6. Gerät (10, 60) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in welchem das erste Rollenpaar (11, 12) ein Heizrollenpaar und das zweite Rollenpaar (13, 14) ein Pressrollenpaar ist. 7. Gerät (10, 60) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches ein Laminiergerät ist. 8. Gerät (10, 60) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches durch Modifizieren eines marktüblichen Laminiergerätes durch Hinzufügen eines Übertragungsmechanismus ' einer Drehbewegung zwischen den Walzen oder Rollen (11, 13), die den mithilfe des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems (21, 22, 23) zu betreibenden Walzen oder Rollen (12, 14) gegenüberliegen, realisiert ist, was gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ein zweites formschlüssiges Kraftübertragungssystem bildet. 9. Gerät (10, 60) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches durch Modifizieren eines marktüblichen Laminiergerätes durch Entfernen mindestens eines formschlüssigen Übertragungssystems (15, 17) der Drehbewegung oder eines Teils desselben, insbesondere des Zahnräderwerkes oder des Zahnrades, realisiert ist, welches Übertragungssystem zwischen der mithilfe des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems (21, 22, 23) betreibbaren Walze oder Rolle (12, 14) und der Walze oder Rolle (11, 13), die als Paar der betreffenden Walze oder Rolle fungiert, angeordnet ist. 10. Verfahren zur Verwendung eines auf grafischem Gebiet verwendbaren Gerätes (10, 60), welches Gerät (10, 60) - welches vorteilhaftesterweise ein Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 - 9 ist und- umfasst: - a) eine erste Walze oder Rolle und eine zweite Walze oder Rolle (11, 12), welche ein erstes Walzen- oder Rollenpaar (11, 12) bilden, -welches vorteilhaftesterweise ein Heizwalzen- oder -rollenpaar ist- und von welchen jede der beiden um ihre Achse (57) herum rotierbar ist und von welchen zumindest die eine federbelastet und hinsichtlich ihrer Achse (57) in der Querrichtung bewegbar installiert ist und von welchen lediglich die andere formschlüssig betreibbar ist mithilfe eines ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems (23, 22); und - b) eine dritte Walze oder Rolle und eine vierte Walze oder Rolle (13, 14), welche ein zweites Walzen- oder Rollenpaar (13, 14) bilden, -welches vorteilhaftesterweise ein Presswalzen- oder -rollenpaar ist- und von welchen jede der beiden um ihre Achse (58) herum rotierbar ist und von welchen zumindest die eine federbelastet und hinsichtlich ihrer Achse (58) in der Querrichtung bewegbar installiert ist und von welchen lediglich die andere formschlüssig betreibbar ist mithilfe eines ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems (21, 22); und in welchem Verfahren: - c) die Walze oder Rolle (12, 14) des ersten und zweiten Walzen- oder Rollenpaares mithilfe des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems (21, 22, 23) formschlüssig betrieben werden und die auf diese Weise entstehende Drehbewegung reibungsangetrieben auf die zweite Walze oder Rolle (11, 13) desselben Walzen- oder Rollenpaares zu einer Drehbewegung übertragen wird, während die Walzen oder Rollen des betreffenden Walzen- oder Rollenpaares gegeneinander liegen und auch dann, wenn die Walzen oder Rollen des Walzen- oder Rollenpaares mit dem Gerät (10, 60) zu bearbeitendes Material (100) zwischen sich zusammenpressen; und - d) die Walze oder Rolle (11, 13), die der mithilfe des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems (23, 22) des ersten und zweiten Walzen- oder Rollenpaares formschlüssig betreibbaren Walze oder Rolle (12, 14) gegenüberliegt, mithilfe der Drehbewegung der Walze oder Rolle, die der formschlüssig betreibbaren Walze oder Rolle des zweiten Rollenpaares gegenüberliegt, betrieben wird, gemäß einer bevorzugten Ausführungsform zumindest dann, wenn der Reibungsantrieb aufhört, das heißt wenn die Walzen oder Rollen des betreffenden Walzen- oder Rollenpaares nicht gegeneinander liegen und kein mit dem Gerät (10, 60) zu bearbeitendes Material (100) zwischen sich zusammenpressen. 11. Verwendung des Verfahrens nach Anspruch 10 zur Aktivierung von in einem zusammengesetzten Buchdeckel (100) befindlichen Klebstoff und/oder zur Reduzierung der Menge an Luftblasen oder zur Minderung der Größe derselben aus einem zusammengesetzten Buchdeckel (100); insbesondere kann der Buchdeckel ein Buchdeckel sein, der durch Verwenden des Verfahrens personifiziert wird durch Befestigung eines gedruckten, ausgedruckten oder belichteten Komponenten auf einen im übrigen fertigen Buchdeckel. 12. Verwendung des Verfahrens nach Anspruch 10 zur Befestigung eines auf eine harte Unterlage zu klebenden, ausgedruckten, gedruckten oder belichteten Bogens auf die Unterlage und/oder zur Reduzierung der Menge an Luftblasen oder zur Minderung der Größe derselben zwischen dem Bogen und der Unterlage, welcher Bogen insbesondere ein Lichtbild beinhalten kann; vorteilhaftesterweise wird das Verfahren zum Fertigen eines Plakats oder einer Wandtafel verwendet. |
Auf grafischem Gebiet verwendbares Gerät und Verfahren zur Verwendung des auf grafischem Gebiet geeigneten Geräts Technisches Gebiet
Die Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf das Gebiet des Maschinenbaus. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf Geräte, die auf grafischem Gebiet verwendbar sind. Stand der Technik
Auf grafischem Gebiet werden Laminiergeräte nach dem Stand der Technik zur Endbearbeitung von zusammensetzbaren
Buchdeckeln verwendet. Ein Laminiergerät ist einerseits zur Aktivierung von wärme- und/oder druckaktivierbarem Klebstoff und somit zur Befestigung der Deckelumhüllung an die anderen Bestandteile des Deckels verwendbar. Andererseits ist ein Laminiergerät auch zur Reduzierung der Menge an Luftblasen oder zur Minderung der Größe derselben zwischen der
Deckelumhüllung und den anderen Bestandteilen des Buchdeckels verwendbar.
Aufgabe der Erfindung
Die bekannten Laminiergeräte sind zur Laminierung einzelner Papierbögen vorgesehen. Nach der Beobachtung des Erfinders leiden die bekannten Laminiergeräte an Einspeisungsproblemen, wenn mit ihnen auf grafischem Gebiet allgemein verwendbare, deutlich dickere Produkte als einzelne Papierbögen bearbeitet werden . Eine erste Aufgabe der Erfindung ist es, die
Einspeisungsprobleme bei der Verwendung eines auf grafischem Gebiet verwendbaren Gerätes zu reduzieren, insbesondere dann, wenn mit dem Gerät deutlich dickere Produkte als einzelne Papierbögen bearbeitet werden. Diese Aufgabe kann durch
Verwendung des Gerätes gemäß Anspruch 1 und des Verfahrens gemäß Anspruch 10 gelöst werden. Die abhängigen Ansprüche beschreiben bevorzugte
Ausführungsformen des Gerätes und des Verfahrens.
Vorteile der Erfindung
Einspeisungsprobleme können mithilfe des auf grafischem
Gebiet verwendbaren Geräts bei der Bearbeitung von deutlich dickeren Produkten als einzelne Papierbögen dann reduziert werden, wenn das Gerät eine erste Walze oder Rolle und eine zweite Walze oder Rolle umfasst, welche ein erstes Walzen- oder Rollenpaar bilden, -welches vorteilhaftesterweise ein Heizwalzen- oder -rollenpaar ist- und von welchen jede der beiden um ihre Achse herum rotierbar ist und von welchen zumindest die eine federbelastet und hinsichtlich ihrer Achse in der Querrichtung bewegbar installiert ist und von welchen lediglich die andere formschlüssig betreibbar ist mithilfe eines ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems.
Zusätzlich umfasst das Gerät eine dritte Walze oder Rolle und eine vierte Walze oder Rolle, welche ein zweites Walzen- oder Rollenpaar bilden, -welches vorteilhaftesterweise ein
Presswalzen- oder -rollenpaar ist- und von welchen jede der beiden um ihre Achse herum rotierbar ist und von welchen zumindest die eine federbelastet und hinsichtlich ihrer Achse in der Querrichtung bewegbar installiert ist und von welchen lediglich die andere formschlüssig betreibbar ist mithilfe eines ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems.
In dem Gerät sind die Walzen oder Rollen des ersten und des zweiten Walzen- oder Rollenpaares konfiguriert, die
Drehbewegung der mithilfe des ersten formschlüssigen
Kraftübertragungssystems des betreffenden Walzen- oder
Rollenpaares betreibbaren Walze oder Rolle zu einer
Drehbewegung der zweiten Walze oder Rolle desselben Walzenoder Rollenpaares reibungsangetrieben zu übertragen, während die Walzen oder Rollen des betreffenden Walzen- oder
Rollenpaares gegeneinander liegen und auch dann, wenn die Walzen oder Rollen des Walzen- oder Rollenpaares mit dem Gerät zu bearbeitendes Material zwischen sich
zusammenpressen .
Zusätzlich dazu weist das Gerät einen Übertragungsmechanismus der Drehbewegung zwischen dem ersten und dem zweiten Walzenoder Rollenpaar auf, welcher konfiguriert ist, die
Drehbewegung zwischen den Walzen oder Rollen zu übertragen, die den mithilfe des ersten formschlüssigen
Kraftübertragungssystems der Walzen- oder Rollenpaare
formschlüssig betreibbaren Walzen oder Rollen
gegenüberliegen, gemäß einer bevorzugten Ausführungsform zumindest dann, wenn der Reibungsantrieb zwischen dem ersten oder zweiten Walzen- oder Rollenpaar aufhört, das heißt wenn die Walzen oder Rollen des betreffenden Walzen- oder
Rollenpaares nicht gegeneinander liegen und kein mit dem
Gerät zu behandelndes Material zwischen sich zusammenpressen.
Dank des Übertragungsmechanismus ' der Drehbewegung kann
Einspeisungsproblemen besser vorgebeugt werden. Dank des Übertragungsmechanismus ' der Drehbewegung zieht ein einzelnes Rollenpaar auch dann, wenn in das betreffende Walzen- oder Rollenpaar gerade erst ein dickeres zu behandelndes Exemplar eingeführt wird, wobei noch kein Reibungsantrieb zur
Beförderung des Exemplars entstanden ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der
Übertragungsmechanismus der Drehbewegung Zahnräder oder ein Zahnräderwerk, welche angeordnet sind, die Drehbewegung zwischen den Walzen oder Rollen zu übertragen, die den mithilfe des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems betreibbaren Walzen oder Rollen gegenüberliegen. Dann, wenn in ein Walzen- oder Rollenpaar gerade ein dickeres Exemplar eingeführt wird, so dass noch kein Reibungsantrieb zur
Beförderung des Exemplars mit dem betreffenden Walzen- oder Rollenpaar entstanden ist, reicht es aus, dass die Walzen oder Rollen des zweiten, in dem Gerät befindlichen Walzenoder Rollenpaars sich drehen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der
Übertragungsmechanismus der Drehbewegung ein Zugkraft
übermittelndes Teil, insbesondere eine Zahnkette, das angeordnet ist, Kraft zwischen den Walzen oder Rollen zu übertragen, die den mithilfe des ersten formschlüssigen
Kraftübertragungssystems betreibbaren Walzen oder Rollen gegenüberliegen. Durch Verwenden von Zugkraft übermittelnder Teile zusätzlich zu den die Drehbewegung übermittelnden
Teilen oder anstelle derer ist der Mechanismus in einem kleineren Format realisierbar.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Gerätes sind die mithilfe des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems des ersten und/oder des zweiten Walzen- oder Rollenpaares betreibbaren Walzen oder Rollen und/oder die mit diesen verbundenen formschlüssigen Kraftübertragungsmittel,
insbesondere die Zahnräder oder das Zahnräderwerk,
konfiguriert, die Drehbewegung innerhalb desselben Walzen- oder Rollenpaares auf die zweite Walze oder Rolle des
Rollenpaares lediglich kraftschlüssig, insbesondere
reibungsangetrieben, zu übertragen. Da nicht auf beiden
Walzen oder Rollen eines Walzen- oder Rollenpaares eine
Drehbewegung durch Verwendung eines formschlüssigen
Mechanismus' , der auf zwei verschiedenen Wegen kommt, hervorgerufen wird, kann die Möglichkeit einer Fehlfunktion reduziert werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Gerätes sind die den Reibungsantrieb schaffende Konfiguration und der
Übertragungsmechanismus der Drehbewegung konfiguriert, dann gleichzeitig zu wirken, wenn in jedem Walzen- oder Rollenpaar die Walzen oder Rollen gegeneinander liegen und/oder mit dem Gerät zu bearbeitendes Material zwischen sich
zusammenpressen. Diese Ausführungsform ist besonders
vorteilhaft realisierbar, denn so ist das Gerät ohne einen separaten Mechanismus zum Ein- und Ausschalten des Übertragungsmechanismus ' der Drehbewegung realisierbar.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das erste
Rollenpaar ein Heizrollenpaar und das zweite Rollenpaar ein Pressrollenpaar. Das Gerät ist gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ein Laminiergerät .
Das Gerät ist vorzugsweise durch Modifizieren eines
marktüblichen Laminiergerätes realisierbar durch Hinzufügen eines Übertragungsmechanismus ' einer Drehbewegung zwischen den Walzen oder Rollen, die den mithilfe des ersten
formschlüssigen Kraftübertragungssystems zu betreibenden Walzen oder Rollen gegenüberliegen, was gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform ein zweites formschlüssiges
Kraftübertragungssystem bildet.
Zusätzlich dazu oder anstelle dessen ist das Gerät
vorzugsweise durch Modifizieren eines marktüblichen
Laminiergerätes durch Entfernen mindestens eines
formschlüssigen Übertragungssystems der Drehbewegung oder eines Teils desselben, insbesondere des Zahnräderwerkes oder des Zahnrades, realisierbar, welches Übertragungssystem zwischen der mithilfe des ersten formschlüssigen
Kraftübertragungssystems betreibbaren Walze oder Rolle und der Walze oder Rolle, die als Paar der betreffenden Walze oder Rolle fungiert, angeordnet ist.
Bei der Verwendung eines auf grafischem Gebiet verwendbaren Gerätes zur Bearbeitung deutlich dickerer Produkte als einzelne Papierbögen können aufkommende Einspeisungsprobleme mit einem Verfahren gemäß dem folgenden reduziert werden, wenn das Gerät -welches vorteilhaftesterweise ein Gerät der oben beschriebenen Art ist- umfasst:
- a) eine erste Walze oder Rolle und eine zweite Walze oder Rolle, welche ein erstes Walzen- oder Rollenpaar bilden, -welches vorteilhaftesterweise ein Heizwalzen- oder -rollenpaar ist- und von welchen jede der beiden um ihre Achse herum rotierbar ist und von welchen zumindest die eine federbelastet und hinsichtlich ihrer Achse in der Querrichtung bewegbar installiert ist und von welchen lediglich die andere formschlüssig betreibbar ist mithilfe eines ersten formschlüssigen
Kraftübertragungssystems; und
- b) eine dritte Walze oder Rolle und eine vierte Walze oder Rolle, welche ein zweites Walzen- oder Rollenpaar bilden, -welches vorteilhaftesterweise ein
Presswalzen- oder -rollenpaar ist- und von welchen jede der beiden um ihre Achse herum rotierbar ist und von welchen zumindest die eine federbelastet und hinsichtlich ihrer Achse in der Querrichtung bewegbar installiert ist und von welchen lediglich die andere formschlüssig betreibbar ist mithilfe eines ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems .
In dem Verfahren werden die Walze oder Rolle des ersten und des zweiten Walzen- oder Rollenpaares mithilfe des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems formschlüssig
betrieben und die auf diese Weise entstehende Drehbewegung reibungsangetrieben auf die zweite Walze oder Rolle desselben Walzen- oder Rollenpaares zu einer Drehbewegung übertragen, während die Walzen oder Rollen des betreffenden Walzen- oder Rollenpaares gegeneinander liegen und auch dann, wenn die
Walzen oder Rollen des Walzen- oder Rollenpaares mit dem
Gerät zu bearbeitendes Material zwischen sich
zusammenpressen .
Zusätzlich dazu wird in dem Verfahren die Walze oder Rolle, die der mithilfe des ersten formschlüssigen
Kraftübertragungssystems des ersten und zweiten Walzen- oder Rollenpaares formschlüssig betreibbaren Walze oder Rolle gegenüberliegt, mithilfe der Drehbewegung der Walze oder
Rolle, die der formschlüssig betreibbaren Walze oder Rolle des zweiten Rollenpaares gegenüberliegt, betrieben, gemäß einer bevorzugten Ausführungsform zumindest dann, wenn der Reibungsantrieb aufhört, das heißt wenn die Walzen oder Rollen des betreffenden Walzen- oder Rollenpaares nicht gegeneinander liegen und kein mit dem Gerät zu bearbeitendes Material zwischen sich zusammenpressen.
Der Antrieb der Walze oder Rolle, die der formschlüssig betreibbaren Walze oder Rolle des formschlüssigen
Kraftübertragungssystems gegenüberliegt, mithilfe der
Drehbewegung der Walze oder Rolle, die der formschlüssig betreibbaren Walze oder Rolle des zweiten Rollenpaares gegenüberliegt, erhöht die Einspeisesicherheit des
Verfahrens, denn beim Verschwinden des Reibungsantriebs bei dem Walzen- oder Rollenpaar insbesondere dann, wenn ein dickeres zu bearbeitendes Exemplar in das Walzen- oder
Rollenpaar eingespeist wird, können die Rollen des Walzenoder Rollenpaars trotzdem zum Drehen gebracht werden.
Desgleichen zieht dank des Übertragungsmechanismus ' der Drehbewegung das einzelne Rollenpaar auch dann, wenn in das betreffende Walzen- oder Rollenpaar gerade ein dickeres zu bearbeitendes Exemplar eingespeist wird und der
Reibungsantrieb zur Beförderung des Exemplars noch nicht entstanden ist.
Das Verfahren wird vorzugsweise zur Aktivierung von in einem zusammengesetzten Buchdeckel befindlichem Klebstoff und/oder zur Reduzierung der Menge an Luftblasen oder zur Minderung der Größe derselben aus einem zusammengesetzten Buchdeckel verwendet. Insbesondere kann der Buchdeckel ein Buchdeckel sein, der durch Verwenden des Verfahrens personifiziert wird durch Befestigung eines gedruckten, ausgedruckten oder belichteten Komponenten auf einen im übrigen fertigen
Buchdeckel .
Das Verfahren wird vorzugsweise zur Befestigung eines auf eine harte Unterlage zu klebenden, ausgedruckten, gedruckten oder belichteten Bogens auf die Unterlage und/oder zur
Reduzierung der Menge an Luftblasen oder zur Minderung der Größe derselben zwischen dem Bogen und der Unterlage
verwendet, welcher Bogen insbesondere ein Lichtbild
beinhalten kann; vorteilhaftesterweise wird das Verfahren zum Fertigen eines Plakats oder einer Wandtafel verwendet.
Auflistung der Zeichnungen
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beispielhaften Ausführungsformen gemäß FIG 4 - 18 in den beigefügten Zeichnungen näher erläutert, von welchen zeigen:
FIG 1 einen zusammengesetzten Buchdeckel;
FIG 2 einen Querschnitt II-II des in FIG I dargestellten
zusammengesetzten Buchdeckels;
FIG 3 das Funktionsprinzip eines Laminiergerätes nach dem Stand der Technik;
FIG 4 eine erste Ausführungsform des Gerätes;
FIG 5 eine Prinzipzeichnung des Gerätes nach FIG 4;
FIG 6 eine zweite Ausführungsform des Gerätes;
FIG 7 - 11 die Verwendung des Gerätes zur Bearbeitung eines zusammengesetzten Buchdeckels;
FIG 12 und 18 eine mögliche Realisierung der Federbelastung in dem Gerät; und
FIG 13 - 17 einen an einer Unterlage befestigten Bogen.
Dieselben Bezugszeichen beziehen sich auf dieselben
technischen Merkmale in sämtlichen FIG 1 - 18.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
FIG 1 zeigt einen vorbekannten Buchdeckel 100 von oben her gesehen und FIG 2 einen Schnitt an der Stelle II - II. Der Buchdeckel 100 umfasst ein linksseitiges Deckelteil 161, dessen Breite a ist, ein Rückenteil 162, dessen Breite c ist sowie ein rechtsseitiges Deckelteil 163, dessen Breite e ist Zwischen dem linksseitigen Deckelteil 161 und dem Rückenteil
162 ist eine Bindungsbrücke 164, deren Breite b ist, und zwischen dem Rückenteil 162 und dem rechtsseitigen Deckelteil
163 ist eine Bindungsbrücke 165, deren Breite d ist. In den meisten Buchdeckeln wird die Bemessung b=d und a=e aus ästhetischen Gründen verwendet.
Die Buchdeckel 100 werden oft durch das Befestigen einer linken Deckelverstärkung 181, einer Rückenverstärkung 182 und einer rechten Deckelverstärkung 183 an die Deckelumhüllung 105 realisiert. Die Dicke des fertigen Buchdeckels 100 ist dann h, außer an der Stelle der Bindungsbrücken 164, 165, in welchen Stellen die Dicke des Buchdeckels 100 g ist.
Herkömmliche Dicken sind g = 0,2 - 0,5 mm und h = 2 - 3,5 mm.
Als alternative Realisierungsform des in FIG 1 dargestellten Buchdeckels 100 gibt es fertig zusammengesetzte Buchdeckel, welche für den Gebrauch durch Befestigen eines ausgedruckten, gedruckten oder belichteten Bogens an die Außenfläche (von FIG 2 aus gesehen auf die Unterseite) der Deckelumhüllung 105 durch Kleben, endbearbeitet werden, vorzugsweise zur Bildung einer Deckelabbildung oder eines personifizierten Deckels. Der Bogen deckt in diesem Fall die Unterseite des in FIG 2 dargestellten Buchdeckels 100 ganz oder teilweise zu und er kann oberhalb des in FIG 2 dargestellten Buchdeckels 100 auf der Strecke eines Abstandes gefalzt werden. Das Zusammensetzen der beiden oben beschriebenen
Buchdeckeltypen ist mit der Möglichkeit verbunden, dass zwischen der Deckelumhüllung 105 und den Verstärkungen 181, 182, 183 oder der Deckelumhüllung 105 und dem Bogen
Luftblasen verbleiben. Da die Luftblasen die Qualität des Deckels schwächen oder diesen sogar unbrauchbar machen, ist es wünschenswert, dass die Größe der Luftblasen verkleinert und deren Menge verringert wird.
FIG 13 und 14 zeigen einen auf eine Unterlage 1301 geklebten ausgedruckten, gedruckten oder belichteten Bogen 1320. In dem Beispiel aus FIG 13 und 14 ist die Fläche einer Seite des Bogens 1320 kleiner als eine einzelne Seite der Unterlage 1301, aber sie kann auch genauso groß wie eine einzelne Seite der Unterlage 1301 sein. Auf der Bodenseite des Bogens 1320 ist Haftklebstoff angebracht. Als Unterlage 1301 wird vorzugsweise eine Platte aus leichtem Material verwendet, welche insbesondere aufweisen kann:
- ein Sandwich-Element mit PUR-Hartschaumkern mit
kunststoffbeschichteter Zellstoffkarton-Deckschicht (z.B. KAPA (R) plast der Alcan Kapa GmbH, vgl. KAPA Technisches Datenblatt / Ausgabe 07/07), oder
- ein Sandwich-Element mit PUR-Hartschaumkern
Aluminiumverstärkte Deckschichtkombination mit
Chromoersatzkarton als Basis, z.B. KAPA (R) mount der Alcan Kapa GmbH, vgl. KAPA Technisches Datenblatt / Ausgabe 07/07) . FIG 15 - 17 zeigen eine Ausführungsform, in welcher auf die
Unterlage 1301 ein ausgedruckter, gedruckter oder belichteter Bogen 1521 geklebt ist, auf dessen Unterseite Haftklebstoff angebracht ist. In dem Beispiel aus FIG 15 - 17 ist die
Fläche einer Seite des Bogens 1521 größer als die Fläche einer einzelnen Seite der Unterlage 1301. Aus diesem Grund sind die von der Kante der Unterlage 1301 überstehenden Teile des Bogens 1521 auf die Rückseite der Unterlage 1301 geklebt.
In FIG 13 - 17 dargestellte, auf eine harte Unterlage
geklebte Bögen werden im Allgemeinen zur Fertigung von
Plakaten oder Wandtafeln verwendet. Bei der Fertigung eines solchen Plakats oder einer solchen Wandtafel können zwischen dem Bogen 1320, 1521 und der Unterlage 1310 bekannterweise leicht Luftblasen zurückbleiben. Da die Luftblasen die
Qualität des Endprodukts schwächen oder dieses sogar
unbrauchbar machen, ist es wünschenswert, dass die Größe der Luftblasen verringert und die Menge derselben reduziert wird. Die herkömmliche Dicke ist s = 3 - 10 mm.
Genauso wie die in dem Buchdeckel 100 verwendbare
Deckelumhüllung 105 in die Verstärkungen 181, 182, 183 geklebt werden kann und der Bogen in den Buchdeckel 100 geklebt werden kann, kann der in den FIG 13 - 17 dargestellte Bogen 1320, 1521 in die Unterlage 1301 geklebt werden durch Verwendung eines druck- oder wärmeaktivierbaren Klebstoffs.
FIG 3 zeigt ein Laminiergerät nach dem Stand der Technik. In einem Laminiergerät sind üblicherweise zwei oder drei
Rollenpaare, von welchen das eine Paar die Heizrollen 11, 12 und das andere Paar die Pressrollen 13, 14 bilden. Der zu laminierende Rohling 40 wird zuerst zwischen den Heizrollen 11, 12 eingeführt, um das Laminat zu schmelzen, und danach zwischen die Pressrollen 13, 14, um das Laminat zu
befestigen .
An jeder Rolle 11, 12, 13, 14 ist entsprechend ein Zahnrad 39, 23, 21, 35 befestigt. Die Zahnräder 21, 23 werden
mithilfe eines an einem Elektromotor angeschlossenen
Zahnrades 22 betrieben.
Die oberen Rollen 11, 13 des Laminiergeräts sind um ihre Achse herum rotierbar. Die Rollen 11, 13 sind federbelastet, was realisierbar ist zum Beispiel derart, dass mit einer Druckfeder 1261 das um die Achse der Rolle herum montierte Lager zusammengepresst wird. Das andere Ende 1260 der
Druckfeder kann dauerhaft am Gerätsgehäuse stationär
installiert werden.
Wird ein zu bearbeitender Rohling 40 zwischen das Rollenpaar eines Laminiergerätes nach dem Stand der Technik, im Beispiel von FIG 3 zwischen die Heizrollen 11, 12, gebracht, steigt die obere Rolle 11 des Rollenpaars und hebt gleichzeitig das untere Ende 1261 der Druckfeder weiter nach oben, im Falle von FIG 3 um eine Strecke k, was je nach Realisierungsart des Gerätes im großen und ganzen der Dicke q des zu behandelnden Rohlings 40 entspricht. Je nach Realisierungsart des Gerätes kann die Strecke k sogar die Strecke des Druckspielraums j der Feder sein. Bewegt sich der Rohling 40 in Richtung des Pfeils p, erstreckt er sich auch an irgendeinem Punkt
zwischen die Rollen 13 und 14. An irgendeinem Punkt entfernt sich der Rohling zwischen den Rollen 11 und 12. Die Probleme eines Laminiergeräts nach dem Stand der Technik sind folgende: Ist das zu bearbeitende Material etwas dicker (das heißt ist die Dicke des zu bearbeitenden Rohlings sehr viel mehr als die Dicke q eines herkömmlichen Rohlings 40, welche im Normalfall aus der Dicke eines 80 g/m2 Papierbogens und einer herkömmlichen Laminiertasche besteht, beträgt die übliche Dicke q = 0,2 - 0,7 mm), wird unverhältnismäßig viel Kraft vorausgesetzt, um den zu bearbeitenden Rohling zwischen die Rollen 11, 12 zu bekommen. Wenn der etwas dickere Rohling schließlich gerade durch die Rollen 11, 12 läuft, schiebt er die obere Rolle 11 so weit nach oben, dass die Zahnräder 23, 39 nicht mehr zusammentreffen. Das betreffende Rollenpaar setzt möglicherweise trotzdem den Zug fort, denn das Zahnrad 23 dreht sich weiter und bringt die untere Rolle 12 zum
Drehen, welche reibungsangetrieben den Rohling 40 bewegt, der bei seiner Bewegung die obere Rolle 11 zum Drehen bringt. Dabei kann es jedoch passieren, dass, wenn der Rohling sich zwischen den Rollen 11, 12 entfernt, die Zähne der Zahnräder 39 und 23 nicht mehr an richtiger Stelle sind, woraus ein unangenehmes Geräusch folgt, wenn die Zähne der Zahnräder 39, 23 aufeinander krachen. Dies nutzt die Zahnräder 39, 23 ab und erhöht die Anfälligkeit des Gerätes für Schäden. Dasselbe kann für die Zahnräder 21 und 35 konstatiert werden.
Da die Dicke s >> q der in FIG 13 und 15 dargestellten
Unterlage 1301 und da die Dicke h >> q des in FIG 1 und 2 dargestellten Buchdeckels (auch eines personifizierten
Buchdeckels) , verschärfen sich die oben aufgezählten Probleme bei der Verwendung eines Laminiergerätes nach dem Stand der Technik . FIG 4 und 5 zeigen ein auf grafischem Gebiet verwendbares
Gerät 10, dessen Deckel 40 geöffnet ist. Das Gerät 10 umfasst eine obere Heizrolle 11 und eine untere Heizrolle 12, welche ein Heizrollenpaar bilden. Beide Heizrollen 11, 12 sind um ihre Achse 57, 58 herum rotierbar. Die obere Heizrolle 11 ist federbelastet und bezüglich ihrer Achse 57 in der
Querrichtung bewegbar installiert. Zusätzlich dazu umfasst das Gerät 10 eine obere Pressrolle 13 und eine untere Pressrolle 14, welche ein Pressrollenpaar bilden. Beide Pressrollen 13, 14 sind um ihre Achse 57, 58 herum rotierbar. Die obere Pressrolle 13 ist federbelastet und bezüglich ihrer Achse 57 in der Querrichtung bewegbar installiert .
Lediglich die untere Heizrolle 12 und die untere Pressrolle 14 sind formschlüssig betreibbar mithilfe eines ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems. Das formschlüssige Kraftübertragungssystem umfasst mithilfe eines Zahnrades 22, das mittels eines Motors betrieben wird, betreibbare
Zahnräder 23 und 21, von welchen beide angeordnet sind, die Rolle 12, 14 entsprechend zu drehen.
Die Realisierung der Federbelastung sowie die Realisierung der Bewegbarkeit in der Querrichtung werden am einfachsten auf die in FIG 12 dargestellte Weise geschaffen. Das
Stützglied 1201 ist in FIG 12 von dem restlichen Gerät gelöst. In FIG 18, die den Schnitt XVI II -XVI II darstellt, ist das Stützglied 1201 an seinem vorgesehen Platz installiert. Das eine Ende 1260 der Feder 1213 ist auf das Stützglied 1201 gestützt, das mithilfe von Befestigungsgliedern, zum Beispiel Schrauben oder Bolzen 1214, an dem Gerätsgehäuse 1215
befestigt wird. Dafür weist das Gerätsgehäuse
Befestigungsglieder 1263 auf, zum Beispiel Bohrungen. Die Befestigungsglieder können in dem Stützglied 1201 eingesenkt werden, falls darin Vertiefungen 1821 dafür vorgesehen sind.
Die Enden 1261 der Federn 1213 drücken auf das Lager 1853, das das Innere 1218 der oberen Rollen 11, 13 umgibt. Um das Innere der unteren Rollen 12, 14 sind entsprechende Lager 1855 angeordnet. Die Lager 1853, 1855 sind in einer Schake
1840 montiert, die die Lager 1853 und 1855 und somit auch die Rollen 11, 12, 13, 14 daran hindert, bezüglich der von den Rollen 11, 12, 13, 14, die sich im Gerät befinden, gebildeten Laufbahn p sich vor oder zurück zu bewegen. Die Lager 1853 sind dennoch in der Vertikalrichtung weg von den Lagern 1855 bewegbar .
Die oberen Kanten der Lager 1853 und vorzugsweise auch der Lager 1855 sind ausgeglichen. Dann ist das Ende 1261 der Feder 1213 gegen die ausgeglichene obere Kante installierbar.
Wird die Feder 1213 zusammengedrückt, verursacht sie eine Kraft Fl oder F2. In FIG 5 - 11 ist die Schwankung der Größe der Druckkraft Fl, F2 abgebildet: die Druckkraft Fl, F2 ist umso höher, je mehr die Feder 1213 zusammengedrückt ist. Eine größere Zusammendrückung ist in FIG 5 - 11 dargestellt, mit der Angabe, dass das untere Ende 1261 der Feder 1213 beim Anwachsen der Zusammendrückung der Feder 1213 nach oben steigt, das untere Ende 1260 der Feder 1213 jedoch dann an ihrem Platz verbleibt. Die gegenüberliegenden Enden (nicht dargestellt in FIG 12) der Rollen 11, 13 sind vorzugsweise entsprechend aufgehängt, wie auch die Rollen 12, 14.
Zusätzlich dazu oder anstelle dessen kann die Befestigung der oberen Rollen 11, 13 des Gerätes 10 realisiert werden durch Verwenden eines schwimmenden Befestigungsmechanismus ' , zum
Beispiel durch Befestigen des Befestigungsteils 51 der Rollen 11, 13 in die Bohrung 54 des Gerätsgehäuses 55 mittels
Schrauben 53 vorzugsweise derart, dass zwischen dem
Befestigungsteil 51 und dem Gerätsgehäuse 55 mindestens ein Federelement 52 ist. Durch Verwenden der in FIG 4
dargestellten Weise ist die Federkraft zusätzlich regelbar.
Die Heizrollen 11, 12 sind beheizbar. Die Beheizung erfolgt am einfachsten dadurch, dass Strom mithilfe einer Verkabelung 31 und eines Erdkabels 34 in die Rohrwiderstände 400 (die vorteilhaftesterweise sog. IR-Rohrwiderstände sind) geleitet wird. Die Rohrwiderstände 400 heizen die Rollen 11, 12 dann von innen.
Der im Gerät vorhandene Motor, welcher aus Klarheitsgründen in FIG 4 weggelassen worden ist, bekommt seine Triebkraft mithilfe der Verkabelung 32 und des Erdkabels 34. Der Motor treibt dann das Zahnrad 22 an.
Die Rollen 11, 12, 13, 14 beider Rollenpaare sind
konfiguriert, die Drehbewegung der mithilfe des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems, das heißt den
Zahnrädern 21, 22, 23, betreibbaren Rolle 12, 14 des
betreffenden Rollenpaares reibungsangetrieben zu einer
Drehbewegung der anderen Rolle 11, 13 desselben Rollenpaares zu übertragen, während die Rollen des betreffenden
Rollenpaares gegeneinander liegen und auch dann, wenn die Rollen des Rollenpaares mit dem Gerät 10 zu bearbeitendes Material zwischen sich zusammenpressen.
Zwischen dem ersten und dem zweiten Rollenpaar befindet sich ein von dem ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystem getrennter Übertragungsmechanismus der Drehbewegung. Dies ist bezüglich des Gerätes 10 realisiert derart, dass an der oberen Heizrolle 11 ein Zahnrad 19 befestigt ist und an der oberen Pressrolle 13 ein Zahnrad 15 befestigt ist. Zwischen den Zahnrädern 13, 15 ist eine Zahnradkomposition 16, 17, 18 angeordnet, die konfiguriert ist, die Drehbewegung zwischen den Rollen 11 und 13 zu übertragen. Da die Rollen 11 und 13 für die mittels des ersten formschlüssigen
Kraftübertragungssystems formschlüssig betreibbaren Rollen 12, 14 gegenüberliegende Rollen sind, und da zwischen
zwischen den zu einem Rollenpaar 11, 12 und 13, 14 gehörigen Rollen kein Mechanismus liegt, der zu einem formschlüssigen Betrieb konfiguriert ist, ist das Gegeneinanderkrachen der Zähne, was im Fall eines Laminiergeräts gemäß dem oben beschriebenen Stand der Technik vorkommt, besser vermeidbar, während das zu bearbeitende Exemplar sich zwischen dem
Rollenpaar entfernt.
Auch die Bearbeitung eines zu bearbeitenden Exemplars, insbesondere von Buchdeckeln 100, von auf oben beschriebene Weise personifizierten Buchdeckeln oder von Bogen-Unterlage- Kombinationen, mit dem Gerät 10 wird erleichtert, denn dank des Übertragungssystems der Drehbewegung hört der Zug eines Rollenpaares nicht auf, obwohl die Rollen kurzzeitig
voneinander getrennt sind, währenddessen dass ein etwas dickeres zu bearbeitendes Exemplar gerade im Begriff ist, zwischen die Rollen zu kommen, in einem Moment, wo noch kein Reibungsantrieb zwischen den Rollen hat entstehen können.
Der im Gerät 10 gelegene Übertragungsmechanismus der
Drehbewegung umfasst Zahnräder 15, 16, 17, 18, 19, welche angeordnet sind, die Drehbewegung zwischen den Walzen oder Rollen, die den mittels des ersten formschlüssigen
Kraftübertragungssystems betreibbaren Walzen oder Rollen gegenüberliegen, zu übertragen.
Das Gerät 60 gemäß einer alternativen Ausführungsform ist im Übrigen von gleicher Art wie das Gerät 10, aber anstatt der Zahnräder 15, 16, 17, 18, 19 wird der Übertragungsmechanismus der Drehbewegung mithilfe von Kettenrädern 65, 69 und einer Rollenkette 61 realisiert.
Das Gerät 10, 60 kann insbesondere ein Laminiergerät sein. Das Gerät 10, 60 kann durch Modifizieren eines marktüblichen Laminiergeräts realisiert werden.
Die Modifizierung ist realisierbar durch Hinzufügen eines Übertragungsmechanismus ' der Drehbewegung an ein
marktübliches Laminiergerät zwischen den Rollen, die den mithilfe des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems betreibbaren Rollen gegenüberliegen - in den in FIG 4 - 6 dargestellten Fällen also zwischen der oberen Heizrolle 11 und der oberen Pressrolle 13. Nach einer bevorzugten
Ausführungsform des Gerätes 10, 60 bildet dies ein zweites formschlüssiges KraftübertragungsSystem. Zusätzlich oder alternativ dazu ist die Modifizierung
realisierbar derart, dass mindestens ein formschlüssiges Kraftübertragungssystem der Drehbewegung oder ein Teil davon, insbesondere ein Zahnrad oder Zahnräder, welches zwischen der mittels des ersten formschlüssigen Kraftübertragungssystems betreibbaren Rolle und der Rolle liegt, die mit der
betreffenden Rolle als Paar fungiert, aus einem marktüblichen Laminiergerät entfernt wird. In den in FIG 4 - 6
dargestellten Fällen würden das Zahnrad oder die -räder also aus einem marktüblichen Laminiergerät bei der oberen
Heizrolle 11 und der unteren Pressrolle 13 entfernt werden.
FIG 7 - 11 zeigen die Verwendung eines Gerätes 10, 60 zur Bearbeitung eines zusammengesetzten Buchdeckels 100. Eine entsprechende Betrachtung eignet sich für die Bearbeitung eines oben beschriebenen personifizierten Buchdeckels oder einer oben beschriebenen Bogen-Unterlage-Kombination mit dem Gerät 10, 60.
Auf die aus FIG 7 hervorgehende Weise, wenn der Buchdeckel 100 noch nicht bis in das erste Rollenpaar 11, 12 reicht, drehen sich alle Rollen 11, 12, 13, 14 synchron. Die Rollen 12, 14 werden mithilfe des ersten formschlüssigen
Kraftübertragungssystems zum Drehen gebracht. Die Rollen 11, 13 drehen sich reibungsangetrieben beim Drehen der Rollen 12, 14. Die Rollen 11, 13 sind mithilfe des oben beschriebenen Übertragungsmechanismus ' der Drehbewegung miteinander
verbunden. Die Situation bleibt unverändert, wenn der
Buchdeckel 100 soeben das erste Rollenpaar 11, 12 berührt (vgl . FIG 8) .
Wenn der Buchdeckel 100 in dem Gerät 10, 60 auf der Laufbahn in Richtung des Pfeils p vorrückt (vgl. FIG 9), schiebt die Dicke h des Buchdeckels 100 die Rollen 11, 12 voneinander weg. Wenn der Buchdeckel 100 erst die Rollen 11, 12
voneinander weggeschoben hat, hört der Reibungszug kurzzeitig auf. An diesem Punkt rettet der Übertragungsmechanismus der Drehbewegung die Situation: Der Zug der Rollen 11, 12 hört mithilfe des Übertragungsmechanismus der Drehbewegung auch nicht in der in FIG 9 dargestellten Situation auf. Aus diesem Grund wird das Einführen des Buchdeckels 100 in das Gerät 10, 60 erleichtert, denn der Nutzer braucht weniger Kraft aufzuwenden, verglichen mit einem Laminiergerät nach dem Stand der Technik.
In der Situation gemäß FIG 10 rückt der Buchdeckel 100 in Richtung des Pfeils 100 in dem Gerät 10, 60 auf der Laufbahn vor. Weil der Buchdeckel 100 zwischen der federbelasteten
Rolle 11 und der Rolle 12 zusammengedrückt wird, bewegen die Rollen 11, 12 den Buchdeckel 100 zwischen sich
reibungsangetrieben .
In der Situation gemäß FIG 11 ist der Bindungsbereich 164 des Buchdeckels 100 zwischen den Rollen 11, 12 vorgerückt. Weil in dieser Situation die Rollen 11, 12 des Rollenpaars nicht mithilfe des formschlüssigen Kraftübertragungssystems
miteinander synchronisiert sind, kann das Aufeinanderkrachen der Zähne beim Verringern der Dicke des zu bearbeitenden Exemplars vermieden werden (nun verringerte sich die Dicke von h nach g) . Stellt man sich in der in FIG 11 beschriebenen Situation vor, dass der Buchdeckel 100 sich noch eine kleine Strecke bewegt derart, dass das Rückenstück 162 in der
Situation entsprechend FIG 9 endet, das heißt die Rollen 11, 13 voneinander weg schiebt, verschwindet der Zug weder des Rollenpaars 11, 12 noch 13, 14 auch in dieser Situation nicht .
Das Gerät kann unter Verwendung verschiedener technischer Lösungen innerhalb des von den Ansprüchen und der
Beschreibung definierten Schutzumfangs realisiert werden. Die Ausführungsformen des Gerätes 10, 60 sind oben beschriebenen mit der Verwendung von Rollen. Zusätzlich zu Rollen oder anstelle derer sind Walzen in dem Gerät verwendbar. Die
Aufhängung, Achselung und Heizlösungen der Rollen oder Walzen sind auf vielerlei verschiedene alternative Art realisierbar. Das Gerät kann zwei, drei oder mehrere Rollen- oder
Walzenpaare aufweisen.
Next Patent: UV STABILIZATION OF ISOSORBIDE POLYCARBONATES
