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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR TILTING STONES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/093356
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a device for tilting stones (1), in particular split stones (1), which have a fractured structure (1a) on at least one surface, in such a way that a surface oriented laterally before the tilting forms the top side of the stone (1) after the tilting. At least one receptacle (2) for a stone row formed from at least one stone (1) is provided, wherein the receptacle (2) has at least one first base surface (4), on which the stone row rests in an initial position before the tilting, and a second base surface (5), on which the stone row rests in an end position after the tilting. A rotation axis (7), about which the receptacle (2) can be rotated for tilting the stones (1), runs essentially along a connecting point (6) between the two base surfaces (4, 5). An essentially linearly movable actuator (13) acts on a base surface (4, 5) in such a way that the receptacle (2) can be rotated about the rotation axis (7) as a function of the linear movement of the actuator (13).

Inventors:
GEBHART, Hans (Im Unterdorf 7, Memmingen, 87700, DE)
ROTHDACH, Martin (Unterharter Strasse 28a, Holzgünz, 87752, DE)
GARDAS, Jan (Haus Nr. 480, Lesna, PL-34300, PL)
Application Number:
EP2007/001203
Publication Date:
August 23, 2007
Filing Date:
February 13, 2007
Export Citation:
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Assignee:
BAUSTOFFWERKE GEBHART & SÖHNE GMBH & CO. KG (Hochstrasse 2, Aichstetten, 88317, DE)
GEBHART, Hans (Im Unterdorf 7, Memmingen, 87700, DE)
ROTHDACH, Martin (Unterharter Strasse 28a, Holzgünz, 87752, DE)
GARDAS, Jan (Haus Nr. 480, Lesna, PL-34300, PL)
International Classes:
B28D7/04
Attorney, Agent or Firm:
LORENZ & KOLLEGEN (Alte Ulmer Strasse 2, Heidenheim, 89522, DE)
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Claims:
Patentansprϋche

1. Vorrichtung zum Kippen von Steinen, insbesondere gespaltenen Steinen, welche an wenigstens einer Fläche eine gebrochene Struktur aufweisen, derart, dass eine vor dem Kippen seitlich ausgerichtete Fläche nach dem Kippen die Oberseite des Steines bildet, mit folgenden Merkmalen:

1.1 wenigstens einer Aufnahme (2) für eine wenigstens aus einem Stein (1) gebildete Steinreihe (3), wobei die Aufnahme (2) zumindest eine erste Bodenfläche (4) aufweist, auf der die Steinreihe (3) in einer Ausgangsposition vor dem Kippen aufliegt, und eine zweite Bodenfläche (5) , auf der die Steinreihe (3) in einer Endposition nach dem Kippen aufliegt;

1.2 einer im wesentlichen entlang einer Verbindungsstelle

(6) zwischen den beiden Bodenflächen (4,5) verlaufenden Drehachse (7), um die die Aufnahme (2) zum Kippen der Steine (1) drehbar ist; und

1.3 einer im wesentlichen linear bewegbaren Aktuatoreinrich- tung (13), welche derart an einer Bodenfläche (4,5) angreift, dass die Aufnahme (2) in Abhängigkeit der Linearbewegung der Aktuatoreinrichtung (13) um die Drehachse

(7) drehbar ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass aus jeweils zwei Aufnahmen (2) ein Aufnahmepaar (200) ausgebildet ist, wobei die von der Verbindungsstelle (6) abgewandten Enden (4a) der ersten Bodenflächen (4) der Aufnahmen (2) miteinander gelenkig verbunden sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2,

da du r c h g e ke n n z e i c h n e t , dass mehrere Aufnahmepaare (200) und/oder einzelne Aufnahmen (2) vorgesehen sind, wobei jeweils die freien längsseitigen Enden (4a, 5a) einander entsprechender Bodenflächen (4,5) miteinander verbunden sind, so dass eine Kette von miteinander verbundenen Aufnahmen (2) und/oder Aufnahmepaaren (200) entsteht.

4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die aneinander angrenzenden Aufnahmen (2) in der Ausgangsposition, in der die Steinreihen (3) jeweils auf den ersten Bodenflächen (4) aufliegen, spiegelbildlich derart zueinander ausgerichtet sind, dass die freien längsseitigen Enden (4a, 5a) der Bodenflächen (4,5) jeweils an freie längsseitige Enden (4a, 5a) gleicher Bodenflächen (4,5) angrenzen.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, d a du r c h g e ke n n z e i c h n e t , dass die freien Enden (4a, 5a) über Gelenke (11,12) miteinander derart verbunden sind, dass die Aufnahmen (2) durch die eingeleitete Drehbewegung und die Gelenke (11,12) zwangsgeführt derart gekippt werden, dass die aneinander angrenzenden Aufnahmen (2) in der Endposition, in der die Steinreihen (3) jeweils auf der zweiten Bodenfläche (5) aufliegen, spiegelbildlich derart zueinander ausgerichtet sind, dass die freien längsseitigen Enden (4a, 5a) der Bodenflächen (4,5) jeweils an freie längsseitige Enden (4a, 5a) gleicher Bodenflächen (4,5) angrenzen.

6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Anzahl von Aufnahmepaaren (200) und/oder einzelnen Aufnahmen (2) derart gewählt ist, dass diese geeignet sind, eine Produktionslage von Steinen (1) aufzunehmen.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Aufnahmen (2) über Drehpunkte (8) der Drehachse (7) beweglich an einem Träger (9) angeordnet sind.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Aufnahmen (2) mittels der Drehpunkte (8) horizontal entlang des Trägers (9) verschiebbar sind.

9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Aufnahmen (2) derart zueinander beweglich sind, dass diese sowohl vor als auch nach dem Kippvorgang wenigstens annähernd aneinandergrenzend zusammenschiebbar sind.

10. Vorrichtung nach Anspruch 7, 8 oder 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Aufnahmepaare (200) mittels der beweglichen Anordnung der Drehpunkte (8) an dem Träger (9) und der Anordnung der Gelenke (11) zwischen den freien längsseitigen Enden (4a) der ersten Bodenflächen (4) der Aufnahmen (2) derart zwangsgeführt sind, dass die Aufnahmen (2) durch die Linearbewegung der Aktuatoreinrichtung (13) in der Ausgangs- und Endposition zusammengeschoben sind.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Aktuatoreinrichtung (13) gelenkig mit dem freien längsseitigen Ende (4a) der ersten Bodenflächen (4) wenigstens einer der Aufnahmen (2) verbunden ist.

12. Vorrichtung nach Anspruch 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Aktuatoreinrichtung (13) die ersten Bodenflächen (4) an dem freien längsseitigen Enden (4a) anhebt.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Aktuatoreinrichtung (13) eine Hubeinrichtung (15) aufweist, von der zu jedem Aufnahmepaar (200) bzw. jeder einzelnen Aufnahme (2) ein Ausleger (16) führt.

14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Aktuatoreinrichtung (13) für jedes Aufnahmepaar (200) bzw. jede einzelne Aufnahme (2) einen unabhängigen Betätigungszylinder (21) aufweist.

15. Vorrichtung nach Anspruch 10 bis 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Aktuatoreinrichtung (13) hydraulisch, elektrisch oder pneumatisch betreibbar ist.

16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass eine Unterstützungseinrichtung (19) vorgesehen ist, welche die Aufnahmen (2) vor der Rückstellung von der Endposition in die Ausgangsposition auseinanderzieht.

17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 16,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Ausleger (16) oder die Betätigungszylinder (21) an ihren von den Aufnahmen (2) abgewandten Enden drehbar und/oder verschiebbar angeordnet sind.

18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die am Anfang und am Ende einer Mehrzahl von Aufnahmen (2) angeordneten Aufnahmen (2) an dem längsseitigen freien Ende (5a) der zweiten Bodenfläche (5) eine Führung (20) aufweisen.

19. Vorrichtung nach Anspruch 18, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Führung (20) in dem Bereich, in dem die Steinreihe (3) in die Aufnahme (2) einschiebbar ist, zurückversetzt ist.

20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 19, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass jeweils ein Aufnahmepaar (200) zur Aufnahme zweier aus einem Rohstein entstandener gespaltener Steine (1) ausgebildet ist.

21. Vorrichtung nach Anspruch 20, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die gebrochenen Strukturen bzw. Flächen (Ia) der Steine (1) aufeinander ausgerichtet sind.

22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 21, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Aufnahmen (2) mit Betätigungshebeln (22) zum Angreifen der Ausleger (16) oder der Betätigungszylinder (21) versehen sind.

23. Vorrichtung zum Kippen von Steinen, insbesondere gespaltenen Steinen, welche an einer Fläche eine gebrochene Struktur aufweisen, derart, dass eine vor dem Kippen seitlich ausgerichtete Fläche nach dem Kippen die Oberseite des Steines bildet, mit folgenden Merkmalen:

21.1 einer rinnenförmigen Aufnahme (23) für eine wenigstens aus einem Stein (1) gebildete Steinreihe (3), wobei die Steinreihe (3) von einem Eingang zu einem Ausgang durch die rinnenförmige Aufnahme (23) bewegbar ist und Wände (25) der rinnenförmigen Aufnahme (23) derart verlaufen, dass die Steine (1) kontinuierlich in die vorgesehene Endposition kippen.

24. Vorrichtung nach Anspruch 23, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass eine Mehrzahl von rinnenförmigen Aufnahmen (23) vorgesehen sind.

25. Verfahren zum künstlichen Altern von gespaltenen Steinen, d a du r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Steine (1) nach dem Spaltvorgang einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 24 zugeführt werden, wonach die durch den Spaltvorgang entstandene gebrochene und seitlich ausgerichtete Fläche (Ia) der Steine (1) aufgerichtet wird, so dass diese die Oberseite der Steine (1) bildet, wonach die Steine (1) einem Alterungsbereich zugeführt werden, in dem die gebrochene Oberseite (Ia) der Steine (1) in Kontakt mit Bearbeitungswerkzeugen gebracht wird, welche auf die Oberseite (Ia) der Steine (1) alternd einwirken.

26. Verfahren nach Anspruch 25, d a du r c h g e k e n n z e i ch n e t , dass

die Bearbeitungswerkzeuge als eine Mehrzahl von im wesentlichen frei bewegliche Schlagkörper ausgebildet sind, wobei die Steine (1) und die Schlagkörper durch das Einleiten von Vibrationen zueinander derart in Bewegung gesetzt werden, dass die Schlagkörper auf die gebrochene Oberseite (Ia) und die angrenzenden Kanten der Steine (1) einwirken.

27. Verfahren nach Anspruch 26, d a du r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Schlagkörper durch eine bewegliche Befestigung jeweils innerhalb eines definierten Bereichs der Oberseite (Ia) der Steine (1) im wesentlichen frei bewegbar sind.

Description:

Vorrichtung zum Kippen von Steinen

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kippen von Steinen, insbesondere gespaltenen Steinen, welche an einer Oberfläche eine gebrochene Struktur aufweisen, derart, dass eine vor dem Kippen seitlich ausgerichtete Fläche nach dem Kippen die Oberseite des Steines bildet.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum künstlichen Altern von gespaltenen Steinen.

Mauern, vor allem zur Landschaftsarchitektur, werden bevorzugt aus natürlichen oder künstlichen Steinen hergestellt, die an der Sichtseite mit einer unregelmäßig reliefierten Oberflächenstruktur und/oder gebrochenen Kanten versehen sind, wie sie beispielsweise durch manuelles Behauen von Natursteinen entstehen.

Bekannt ist dabei auch der Einsatz von gespaltenen Steinen, vorzugsweise aus Beton. Aus der Steinfertigung stammende Rohsteine können dabei lagenweise einer Spalteinrichtung zugeführt werden, in der die Rohsteine vorzugsweise hälftig zerteilt werden. Die daraus entstehenden gespaltenen Steine werden häufig als Spaltsteine bezeichnet. Diese Spaltsteine weisen bedingt durch den Teilungsprozess an der Seite, an der diese gebrochen wurden, eine unregelmäßige reliefierte Oberflächenstruktur auf. Häufig wird an die Spaltsteine sowohl wenn diese aus Beton hergestellt sind als auch wenn es sich hierbei um gespaltene Natursteine handelt, die Anforderung gestellt, dass diese keine scharfen Kanten aufweisen sollen. Unabhängig davon ist oftmals auch eine

weitere Behandlung der gebrochenen Struktur gewünscht. Aus dem allgemeinen Stand der Technik sind hierzu Vorrichtungen zum Altern von Steinen bekannt. Hierzu wird beispielsweise auf die DE 20 2004 020 206.9 verwiesen. Aus dem allgemeinen Stand der Technik sind darüber hinaus eine Vielzahl weiterer Verfahren zum Altern von Steinen bekannt.

Beim Altern von Steinen, insbesondere wenn es sich hierbei um gespaltene Steine handelt, stellt sich das Problem, dass die zu bearbeitende Fläche des Steines, d. h. in der Regel die spätere Sichtseite des Steines, nach Verlassen der Produktion nicht die Oberseite des Steines bildet. Bei den sogenannten Spaltsteinen ergibt sich dies daraus, dass diese in der Regel aus einem Rohstein bzw. Block dadurch gebildet werden, dass dieser Block in zwei Hälften zerteilt wird. Derartige Spaltverfahren sind aus dem allgemeinen Stand der Technik hinlänglich bekannt. Durch das Spalten des Rohblocks in zwei gespaltene Steine ergibt sich, dass die Spaltflächen der entstandenen Steine seitlich angeordnet und aufeinander ausgerichtet sind.

Um die durch das Spalten entstandene Fläche zu bearbeiten bzw. um allgemein Steine, deren zu bearbeitende Fläche seitlich ausgerichtet ist, zu bearbeiten, sind zwei unterschiedliche Verfahren bekannt. Eine Möglichkeit besteht darin, Alterungsverfahren einzusetzen, die eine seitliche Bearbeitung der Steine mittels entsprechender Bearbeitungswerkzeuge ermöglichen. Derartige Verfahren sind jedoch aufwändig und nicht effizient. Bei Spaltsteinen kommt hinzu, dass die Steine mit den aufeinander ausgerichteten gebrochenen Flächen zuerst voneinander räumlich so weit getrennt werden müssen, dass die Bearbeitungswerkzeuge überhaupt angreifen können. Die zweite Möglichkeit zum Weiterbearbeiten bzw. Altern von seitlichen Flächen von Steinen besteht darin, diese mittels entsprechender Greifwerkzeuge anzuheben und so ab-

zusetzen, dass die zu bearbeitende Fläche die Oberseite des Steines bildet. Aus der DD 229 977 Al ist eine Vakuumgreifein- richtung für Beton-Pflastersteine bekannt. Aus der DE 41 01 402 Al ist ein Dreh-Wendegreifer bekannt, der bei Vorrichtungen und Verfahren zum Herstellen von senkrecht stehenden Wandtafeln eingesetzt wird, um die Mauersteine anzuheben und in der gewünschten Lage wieder abzusetzen. Das Anheben und erneute Absetzen von Steinen mittels einer Vakuumeinrichtung oder einem Dreh-Wendegreifer hat den Nachteil, dass dieses teuer, störanfällig und zeitaufwändig ist. Andererseits ermöglicht dieses jedoch den Einsatz von effektiven und bekannten Alterungsverfahren, welche auf die Oberseite der Steine einwirken. Aus dem allgemeinen Stand der Technik sind eine Vielzahl von Alterungsverfahren bekannt, die auf die Oberseite der Steine einwirken. Ein besonders geeignetes Verfahren ergibt sich aus der DE 20 2004 020 206.9.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Kippen von Steinen, insbesondere gespaltenen Steinen, zu schaffen, die es ermöglicht, die Steine schnell, effektiv und zuverlässig derart zu kippen, dass eine zuvor seitlich ausgerichtete Fläche nach dem Kippen die Oberseite des Steines bildet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß auch durch Anspruch 23 gelöst.

Der vorliegenden Erfindung liegt ebenfalls die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum künstlichen Altern von gespaltenen Steinen zu schaffen, welches es ermöglicht, die gespaltene Steinfläche schnell, effektiv und kostengünstig nachzuarbeiten, um die entstandenen Bruchkanten zu entschärfen und/oder dem Stein ein gealtertes Aussehen zu verleihen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 25 gelöst.

Durch die gemäß Anspruch 1 vorgesehene Lösung wird eine Vorrichtung geschaffen, mit der es in einfacher, schneller und effektiver Weise möglich ist, eine komplette Steinreihe so zu kippen, dass eine vor dem Kippen seitlich ausgerichtete Fläche nach dem Kippen die Oberseite des Steines bildet. Die Vorrichtung benötigt in einer einfachen Ausführungsform hierbei lediglich eine aus zwei Bodenflächen gebildete Aufnahme, so dass die Steine vor dem Kippen auf einer ersten Bodenfläche aufliegen können und nach dem Kippen auf der zweiten Bodenfläche aufliegen. Die Aufnahme ist dabei derart dreh- bzw. schwenkbar angeordnet, dass die Drehachse entlang der Verbindungsstelle bzw. in räumlicher Nähe der Verbindungsstelle zwischen den beiden Bodenflächen, d. h. dort, wo diese aneinandergrenzen, verläuft. In einfacher Weise wird die Drehbewegung erfindungsgemäß durch eine im wesentlichen linear bewegbare Aktuatoreinrichtung eingeleitet, die an einer Bodenfläche angreift. Die Aktuatoreinrichtung muss dabei nicht direkt an die Bodenfläche angreifen, sondern kann mit dieser auch über einen Betätigungshebel oder eine entsprechende andere Verlängerung verbunden sein. Dies kann in Abhängigkeit der Anordnung der Aktuatoreinrichtung Vorteile haben. In einer besonders günstigen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass das Kippen der Aufnahme von einer Ausgangsposition in die Endposition und zurück lediglich durch die Aktuatoreinrichtung erfolgt. In diesem Fall ist durch eine geeignete Anordnung der Aktuatoreinrichtung bzw. gegebenenfalls dem Einsatz von Betätigungshebeln oder anderen Verlängerungen, welche mit einer Bodenfläche verbunden sind, zu gewährleisten, dass die Aktuatoreinrichtung in jeder Position eine Kraft aufbringen kann, die zu einer Drehbewegung der Aufnahme führt.

Wie sich herausgestellt hat, ist dies konstruktiv ohne weitere Probleme realisierbar.

Das Aufschieben der Steinreihe, die in einer besonders einfachen Ausführungsform auch lediglich aus einem Stein bestehen kann, kann mit bekannten Schubeinrichtungen, welche beispielsweise Dorne, Schwerter oder Schubstangen aufweisen können, erfolgen. Nach dem Kippen der Steine kann auch das Ausschieben gegebenenfalls mit derselben Schubeinrichtung erfolgen. Hierzu kann es notwendig sein, dass die Schubeinrichtung oder die Aufnahmen hinsichtlich ihrer gegenseitigen Position leicht korrigiert werden müssen, um einen Versatz durch das Kippen der Steine auszugleichen, der daraus resultieren kann, dass die Steinhöhe und die Steinbreite unterschiedlich sind. Durch eine geeignete Ausrichtung der Schubeinrichtung zu der Aufnahme kann es jedoch auch möglich sein, dass ohne Versatzkorrektur sowohl ein Einschieben als auch ein Ausschieben möglich ist.

Vorzugsweise entspricht eine Steinreihe, die mit der Aufnahme gekippt wird, einer Steinreihe einer Produktionslage von Steinen, so wie diese üblicherweise die vorgelagerte Produktionsstufe verlassen haben. Von Vorteil ist es dabei, wenn die Anzahl der Aufnahmen der Anzahl von Steinreihen einer Produktionslage entspricht .

In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann ferner vorgesehen sein, dass aus jeweils zwei Aufnahmen ein Aufnahmepaar ausgebildet ist, wobei die freien längsseitigen Enden der ersten Bodenflächen der Aufnahmen miteinander gelenkig verbunden sind. Unter "freien längsseitigen Enden" der Bodenflächen sind die von der Verbindungsstelle der beiden Bodenflächen einer Aufnahme abgewandten Enden zu verstehen.

Diese erfindungsgemäße Weiterbildung hat entscheidende Vorteile für alle aufzustellenden Steine, insbesondere jedoch für gespaltene Steine. Wie bereits beschrieben, werden gespaltene Steine in der Regel aus einem Rohblock dadurch hergestellt, dass dieser Rohblock in zwei Hälften zerteilt wird. Diese beiden Hälften liegen räumlich dicht beisammen und können somit in einfacher Weise in ein Aufnahmepaar eingeschoben werden. Das Aufnahmepaar erhält dadurch, dass die zwei Aufnahmen mit ihren freien Enden der ersten Bodenflächen miteinander verbunden sind, die Form einer Rinne. Ein Einbringen zweier Steinreihen von Spaltsteinen ist somit in einfacher Weise möglich. Wenn nun des weiteren vorgesehen ist, dass die jeweils zwischen den beiden Bodenflächen einer Aufnahme ausgebildeten Drehachsen beweglich an einem Träger angeordnet sind und die Aktuatoreinrichtung in einem Bereich in dem die beiden Aufnahmen gelenkig miteinander verbunden sind, angreift und diesen Bereich nach oben bewegt, werden beide Aufnahmen des Aufnahmepaares geschwenkt bzw. gedreht, so dass die Steine in der erfindungsgemäß vorgesehenen Art und Weise gekippt werden. Gleichzeitig wird durch die gelenkige Verbindung zwischen den beiden Aufnahmen eines Aufnahmepaares sichergestellt, dass sich deren Abstand nicht vergrößert. Das bedeutet, bei Erreichen der Endposition sind die Steinreihen zwar gekippt, jedoch räumlich immer noch dicht aneinandergrenzend angeordnet. Wenn die Steinreihen nunmehr aus den Aufnahmen geschoben werden, um beispielsweise einer Alterungsstation zugeführt zu werden, ist dieser geringe Abstand zwischen den Steinreihen sowohl zur Bearbeitung als auch, damit sich diese gegenseitig stabilisieren, vorteilhaft. Besonders vorteilhaft ist es dabei, insofern mehrere Aufnahmen vorgesehen sind, dass das freie von der Verbindungsstelle mit der ersten Bodenfläche abgewandte Ende der zweiten Bodenfläche mit einem entsprechenden Ende einer weiteren angrenzenden Aufnahme verbunden ist. Bei dieser weiteren Aufnahme kann es sich vorzugsweise ebenfalls um eine Aufnahme eines

Aufnahmepaares handeln. Somit kann eine Kette aus einem, zwei, drei oder mehreren Aufnahmen bzw. Aufnahmepaaren, die alle miteinander gelenkig verbunden sind, gebildet werden. Wenn hierbei zusätzlich vorgesehen ist, dass die Drehachsen der Aufnahmen beweglich an einem Träger angeordnet sind, wird erreicht, dass die Aufnahmen sowohl in der Ausgangs- als auch in der Endposition zusammengeschoben sind.

Von Vorteil ist es, wenn die aneinander angrenzenden Aufnahmen in der Ausgangsposition, in der die Steinreihen jeweils auf den ersten Bodenflächen aufliegen, spiegelbildlich derart zueinander ausgerichtet sind, dass die freien längsseitigen Enden der Bodenflächen jeweils an freie längsseitige Enden gleicher Bodenflächen angrenzen. Die Verbindung der freien Enden über Gelenke kann dabei vorzugsweise derart erfolgen, dass die Aufnahmen durch die eingeleitete Drehbewegung und die Gelenke zwangsgeführt derart gekippt werden, dass die aneinander grenzenden Aufnahmen in der Endposition, spiegelbildlich derart zueinander ausgerichtet sind, dass die freien längsseitigen Enden der Bodenflächen jeweils an freie längsseitige Enden gleicher Bodenflächen angrenzen. Durch eine derartige Anordnung und Verkettung der Aufnahmen miteinander wird ein besonders effektives Kippen der Steinreihen ermöglicht.

Sofern es sich bei den miteinander verbundenen Aufnahmen jeweils um Aufnahmepaare handelt, hat es sich als besonders geeignet herausgestellt, wenn die Aktuatoreinrichtung jeweils im Bereich zwischen den ersten Bodenflächen zweier angrenzender Aufnahmen eines Aufnahmepaares (z.B. an deren gelenkigen Verbindung) angreift. Die Aktuatoreinrichtung kann somit die freien längsseitigen Enden der ersten Bodenflächen anheben. Durch das Anheben dieser Enden und der dadurch aufgrund der Drehachsen eingeleiteten Drehbewegung werden die freien Enden der zweiten Bodenflä-

chen, die gegebenenfalls über eine gelenkige Verbindung mit einem angrenzenden freien Ende einer zweiten Bodenfläche einer weiteren Aufnahme verbunden sind, abgesenkt.

Es ist nicht zwingend notwendig, dass über die gelenkigen Verbindungen in der beschriebenen Art und Weise jeweils nur Aufnahmepaare miteinander verbunden werden. Insbesondere wird es häufiger vorkommen, dass bei Steinlagen, die aus einer ungeraden Zahl von Steinreihen bestehen, Aufnahmepaare (auch) mit einzelnen Aufnahmen verbunden werden. Unter dem Begriff einzelne Aufnahme ist hierbei zu verstehen, dass es sich nur um eine Aufnahme und nicht um eine Aufnahmepaar handelt.

Denkbar ist es dabei auch, dass ausschließlich einzelne Aufnahmen und nicht komplette Aufnahmepaare miteinander verbunden werden, so dass diese eine gleichförmige Drehbewegung ausführen. Hierbei sind jedoch zusätzliche Betätigungshebel nötig, die den Aufbau konstruktiv aufwändiger gestalten.

Unabhängig davon, ob es sich um einzelne Aufnahmen oder Aufnahmepaare handelt, hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Drehachsen horizontal bzw. quer zum Verlauf der Drehachse entlang des Trägers bewegbar bzw. verschiebbar sind. Der Träger kann hierzu beispielsweise eine Schiene aufweisen und die Drehachse kann mit entsprechenden Rollen bzw. Drehpunkten versehen sein. Somit wird in einfacher Weise erreicht, dass die Aufnahmen derart zueinander beweglich sind, dass diese sowohl vor als auch nach dem Kippvorgang wenigstens annähernd aneinander- grenzend zusammenschiebbar sind.

Durch die beschriebene Verbindung zwischen den Aufnahmepaaren bzw. den einzelnen Aufnahmen über die jeweils freien Enden der Bodenflächen ergibt sich somit eine Zwangsführung.

Die Aktuatoreinrichtung kann in unterschiedlicher Art und Weise ausgebildet sein. Auch die Anordnung der Aktuatoreinrichtung kann, insbesondere wenn die Bodenflächen mit Betätigungshebeln und dergleichen versehen sind, in nahezu beliebiger Art und Weise erfolgen. In Versuchen haben sich dabei drei unterschiedliche Varianten als besonders geeignet herausgestellt.

In einer ersten Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Aktuatoreinrichtung eine Hubeinrichtung, z. B. einen Hubtisch, aufweist, von der zu jedem Aufnahmepaar bzw. zu jeder einzelnen Aufnahme ein Ausleger, z. B. eine Metallstange, führt. Die im wesentlichen lineare Bewegung der Aktuatoreinrichtung wird dabei durch die Hubeinrichtung erzeugt. Die Ausleger können somit starr ausgebildet sein, d. h. diese müssen keine eigene Bewegung zusätzlich zu der Hubbewegung der Hubeinrichtung durchführen. Wenn nun die Hubeinrichtung nach oben bewegt wird und die Ausleger beispielsweise an gelenkigen Verbindungen zwischen zwei Aufnahmen eines Aufnahmepaares angreifen, werden die gelenkigen Verbindungen in der bereits beschriebenen Art und Weise nach oben gedrückt, die Aufnahmen somit gedreht und die Steinreihen gekippt. Um die Aufnahmen von der Endposition wieder zurück in die Ausgangsposition zu befördern genügt es, die Hubeinrichtung wieder abzusenken.

In einer zweiten Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Aktuatoreinrichtung für jedes Aufnahmepaar bzw. jede einzelne Aufnahme einen Betätigungszylinder aufweist. Für diese Ausgestaltung ist keine zusätzliche Hubeinrichtung notwendig, jedoch eine durch die Anzahl an Aufnahmepaaren bzw. einzelnen Aufnahmen vorgegebene Anzahl von Betätigungszylindern. Das Prinzip bleibt dabei das gleiche. In einfacher Weise können die Betätigungszylinder derart unterhalb der Aufnahmen angeordnet sein,

dass diese die Aufnahmen durch eine lineare Bewegung im wesentlichen senkrecht bzw. vertikal nach oben drücken.

Sowohl in der Ausfϋhrungsform der Aktuatoreinrichtung mit einem Hubtisch und Auslegern als auch in der Ausführungsform mit Betätigungszylindern hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Ausleger bzw. die Betätigungszylinder an ihrem von den Aufnahmen abgewandten Ende drehbar und/oder verschiebbar angeordnet sind. In Versuchen hat sich herausgestellt, dass die Aufnahmen zu Beginn der Drehbewegung etwas auseinanderfahren, so dass es vorteilhaft ist, wenn auch die Ausleger und die Betätigungszylinder diese, im wesentlichen horizontale Bewegung, wenn auch nur in geringem Maße ermöglichen, um Verspannungen zu vermeiden. Eine drehbare Anordnung der Ausleger bzw. der Betätigungszylinder ist dabei in einfacher Weise möglich. Alternativ dazu ist es jedoch auch möglich, die Ausleger und die Betätigungszylinder an deren von den Aufnahmen abgewandten Enden in Schienen oder dergleichen zu führen, so dass die Ausleger bzw. die Betätigungszylinder die horizontale Bewegung der Aufnahmen mitmachen können. Die Anordnung kann dabei z. B. analog zu der Anordnung der Drehachsen in Schienen des Trägers erfolgen. Es sind hierbei jedoch auch andere konstruktive Ausgestaltungen möglich.

Die Aktuatoreinrichtung kann in einer dritten vorteilhaften Ausführungsform für jedes Aufnahmepaar bzw. jede einzelne Aufnahme einen Betätigungszylinder aufweisen, der winklig, beispielsweise in einem Winkel von 45° zu der Horizontalen verlaufend, angeordnet ist. In diesem Fall hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Betätigungszylinder an einem Betätigungshebel angreift, der winklig mit der jeweiligen Aufnahme in einem Bereich verbunden ist, an dem sich auch die Drehachse befindet. Vorteilhaft ist es dabei, wenn der Winkel zwischen dem Betäti-

gungszylinder und dem Betätigungshebel im Mittel 90° beträgt, d. h. in der Ausgangsposition oder der Endposition entsprechend größer oder kleiner ist. Ein Mittelwert von 90° hat sich als geeignet herausgestellt, um sicherzustellen, dass der Betätigungszylinder in jeder Position eine ausreichende Kraft auf den Betätigungshebel und somit auf die Aufnahme auswirken kann, so dass diese ohne weitere Unterstützung verdrehbar bzw. verschwenkbar ist.

Unabhängig von der konkreten Ausgestaltung der Aktuatoreinrich- tung hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn diese hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch betätigbar ist.

Erfindungsgemäß kann eine Unterstützungseinrichtung vorgesehen sein, welche die Aufnahme vor der Rückstellung von der Endposition in die Ausgangsposition auseinanderzieht.

In Abhängigkeit der Anordnung und Einwirkung der Aktuator- einrichtung kann es, um Verspannungen zu vermeiden, vorteilhaft sein, wenn durch eine zusätzliche Unterstützungseinrichtung gewährleistet ist, dass die Aufnahmen etwas auseinandergezogen werden, bevor diese von der Endposition zurück in die Ausgangsposition gedreht werden. Durch eine entsprechend geeignete Wahl der Anordnung der Aktuatoreinrichtung bzw. deren Zugrichtung kann eine Unterstützungseinrichtung auch entfallen. Die Unterstützungseinrichtung kann beispielsweise als Betätigungszylinder ausgebildet sein, welcher unterhalb der Aufnahmen verläuft und eine Kraft aufbringt, so dass die Aufnahmen rechtwinklig bzw. quer zu deren Längsachse auseinandergezogen werden. Der Betätigungszylinder kann hierbei an geeigneten Stellen der Aufnahmen angreifen. Besonders geeignet ist es dabei, wenn der Betätigungszylinder zwischen den beiden äußersten Aufnahmen angebracht ist. Aufgrund der gelenkigen Verbindungen zwischen den Aufnahmen

werden alle Aufnahmen auseinandergezogen, sobald sich die beiden äußersten Aufnahmen voneinander wegbewegen. Selbstverständlich kann die Unterstützungseinrichtung auch mehrere Betätigungszylinder aufweisen.

In einer Ausgestaltung der Erfindung kann ferner vorgesehen sein, dass die beiden äußersten Aufnahmen an dem von der ersten Bodenfläche abgewandten Ende der zweiten Bodenfläche jeweils eine Führung aufweisen. Nach dem Kippen der Steine derart, dass diese auf der zweiten Bodenfläche aufliegen, bewirkt die Führung, dass die Steinreihen nicht aus der Aufnahme fallen können. Die Führung kann dabei beispielsweise als einfaches Blech ausgebildet sein. Eine geringe Höhe der Führung ist dabei ausreichend. Vorteilhaft sind derartige Führungen nur an den beiden äußeren Aufnahmen, da die Steinreihen der innenliegenden Aufnahmen sich gegenseitig abstützen.

Von Vorteil ist es, wenn die Führung in dem Bereich, in dem die Steinreihen in die Aufnahme einschiebbar sind, zurückversetzt sind. Somit kann vermieden werden, dass die Schubeinrichtung, welche die Steinreihe in die Aufnahme einschiebt, von der Führung behindert wird.

Gemäß der in Anspruch 23 erfindungsgemäß vorgesehenen Vorrichtung mit rinnenförmigen Aufnahmen wird eine zu der vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Vorrichtung alternative Möglichkeit aufgezeigt, Steine so zu kippen, dass eine vor dem Kippen seitlich ausgerichtete Fläche nach dem Kippen die Oberseite des Steines bildet. Die Steinreihen werden dabei von einem Eingang bis zu einem Ausgang durch die rinnenförmige Aufnahme bewegt, beispielsweise mittels einer Schubeinrichtung geschoben. Durch den Verlauf der Wände der rinnenförmigen Aufnahme wird dabei erreicht, dass die Steine kontinuierlich in die vorgesehene Endpo-

sition gekippt werden. Die Steine werden somit durch den Druck, welcher durch den sich kontinuierlich verändernden Verlauf der Wände der rinnenförmigen Aufnahme erzeugt wird, zwangsweise in die entsprechende Lage gedrückt bzw. geschoben.

Von Vorteil ist es, wenn eine Mehrzahl von rinnenförmigen Aufnahmen vorgesehen sind.

Ein vorteilhaftes Verfahren zum künstlichen Altern von gespaltenen Steinen ergibt sich aus Anspruch 25. Dabei ist vorgesehen, dass die Steine nach dem bekannten Spaltvorgang einer der vorstehend beschriebenen Vorrichtungen zugeführt werden, wonach die durch den Spaltvorgang entstandene gebrochene Fläche aufgestellt wird, so dass diese die Oberseite des Steines bildet. Anschließend werden die Steine einem Alterungsbereich zugeführt, in dem die gebrochene Fläche des Steines, die nunmehr die Oberseite des Steines bildet, in Kontakt mit Bearbeitungswerkzeugen gebracht wird, welche auf die Oberseite der Steine alternd einwirken. Ein besonders geeignetes Alterungsverfahren ergibt sich aus der DE 20 2004 020 206.9. Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn es sich bei den Bearbeitungswerkzeugen um eine Vielzahl von Schlagkörpern handelt, welche im wesentlichen frei beweglich sind und die Steine und die Schlagkörper durch das Einleiten von Vibrationen zueinander derart in Bewegung gesetzt werden, dass die Schlagkörper auf die Oberseite und die angrenzenden Kanten der Steine einwirken.

Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die Schlagkörper durch eine bewegliche Befestigung jeweils innerhalb eines definierten Bereichs der Oberseite der Steine im wesentlichen frei beweglich sind.

Vorteilhaft Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen.

Nachfolgend ist anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung prinzipmäßig dargestellt.

Es zeigt:

Fig. 1 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit drei Aufnahmepaaren in einer Ausgangsposition, in der die sich in den Aufnahmen befindlichen Steine auf einer ersten Bodenfläche der Aufnahmen aufliegen;

Fig. 2 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung von oben gemäß Pfeilrichtung II der Fig. 1;

Fig. 3 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform während des Kippvorgangs;

Fig. 4 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform in einer Endposition, in der die gekippten Steinreihen auf den zweiten Bodenflächen der Aufnahmen aufliegen;

Fig. 5 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Pfeilrichtung V der Fig. 3;

Fig. 6 eine Vorderansicht einer zu Fig. 1 alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit zwei Aufnahmepaaren und einer Ausgestaltung der Hubeinrichtung mit zwei Betätigungszylindern;

Fig. 7 eine Vorderansicht einer weiteren zu Fig. 1 alternativen Ausführungsform, bei der mit einer Hubeinrichtung verbundene Ausleger derart beweglich mit der Hubeinrichtung verbunden sind, dass die Ausleger quer zu den Aufnahmen bewegbar sind;

Fig. 8 eine Prinzipdarstellung eines Betätigungszylinders, welcher über einen Betätigungshebel an einer Aufnahme angreift;

Fig. 9 eine Draufsicht auf eine alternative, erfindungsgemäße Vorrichtung zum Kippen von Steinen, wobei rinnenförmige Aufnahmen vorgesehen sind, deren Wände derart verlaufen, dass die Steine, während diese von einem Eingang zu einem Ausgang der Aufnahme bewegt werden, kontinuierlich in die vorgesehene Endposition kippen; und

Fig. 10 eine perspektivische Darstellung einer der in Fig. 9 dargestellten erfindungsgemäßen rinnenförmigen Aufnahme.

Die nachfolgend beschriebenen erfindungsgemäßen Vorrichtungen zum Kippen von Steinen eignen sich in besonderer Weise für einen Einsatz in einem Verfahren zum künstlichen Altern von gespaltenen Steinen, wie dieses beispielsweise aus der DE 20 2004 020 206.9 bekannt ist. Auf die Offenbarung des in der DE 20 2004 020 206.9 beschriebenen Alterungsverfahrens und die entsprechende Vorrichtung wird hiermit explizit verwiesen. Verfahren zum Spalten von Steinen, um einen Rohblock vorzugsweise hälftig in zwei gebrochene Steine, welche nachfolgend als Spaltsteine bezeichnet werden, zu zerteilen, sind aus dem allgemeinen Stand der Technik ebenfalls hinlänglich bekannt, weshalb hierauf nachfolgend nicht näher eingegangen wird.

Auch wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung in besonderer Weise zum Einsatz in einem Verfahren zum künstlichen Altern von Spaltsteinen geeignet ist, ist diese hierauf jedoch nicht beschränkt, vielmehr ergeben sich für die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten im technischen Gebiet der Steinbearbeitung .

Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung zum Kippen von Steinen 1, insbesondere von Spaltsteinen. Die Spaltsteine weisen dabei an einer Fläche eine gebrochene Struktur Ia auf. Die gebrochene Struktur Ia ist dabei in einer Ausgangsposition vor dem Kippen seitlich ausgerichtet. Nach dem Kippen bildet die gebrochene Struktur Ia die Oberseite des Steines 1, wie beispielsweise aus Fig. 5 ersichtlich. Die in den Figuren 1 bis 5 dargestellte Vorrichtung weist sechs Aufnahmen 2 für jeweils eine Steinreihe 3 auf. Die Steinreihen 3 liegen in der Ausgangsposition, das heißt vor dem Kippen, auf einer ersten Bodenfläche 4 der Aufnahmen 2 auf (siehe Fig. 1 und 2) . In der Endposition, das heißt nach dem Kippen, liegen die Steinreihen 3 auf einer zweiten Bodenfläche 5 der Aufnahmen 2 auf (siehe Fig. 5) . Die erste Bodenfläche 4 und die zweite Bodenfläche 5 einer Aufnahme 2 sind jeweils über eine sich in Längsrichtung erstreckende Verbindungsstelle 6 miteinander verbunden. Die Verbindung der ersten Bodenfläche 4 mit der zweiten Bodenfläche 5 kann beispielsweise durch Schweißen erfolgen. Genauso gut ist es jedoch auch möglich, dass die erste Bodenfläche 4 und die zweite Bodenfläche 5 einstückig miteinander ausgebildet sind. Die Ausbildung der ersten Bodenfläche 4 und der zweiten Bodenfläche 5 kann hierbei beispielsweise durch einen Umformprozess oder durch andere bekannte Maßnahmen erfolgen. Im Ausführungsbeispiel sind die Aufnahmen 2 aus Metall gebildet. Die erste Bodenfläche 4 und die zweite Bodenfläche 5 verlaufen dabei im wesentlichen rechtwinklig zueinander, so dass die Aufnahmen im Querschnitt betrachtet L-förmig ausgebildet sind. Die

Breite der ersten Bodenfläche 4 und der zweiten Bodenfläche 5 sind an die Breite der jeweils zugeordneten bzw. aufliegenden Fläche der Steinreihe 3 angepasst. Insofern die Steinreihen 3 aus Steinen 1 gebildet sind, bei denen die Steinbreite der Steinhöhe entspricht, können auch die erste Bodenfläche 4 und die zweite Bodenfläche 5 eine identische Breite aufweisen.

Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Breite der ersten Bodenfläche 4 und der zweiten Bodenfläche 5 nicht wesentlich größer ist als die Breite der entsprechend aufliegenden Fläche der Steinreihe 3. Dadurch wird erreicht, dass die Steinreihen nur einen geringen Abstand zueinander aufweisen.

Wie aus den Figuren 1 bis 5 ersichtlich ist, verläuft eine Drehachse 7 der Aufnahmen 2 im wesentlichen entlang der Verbindungsstelle 6 zwischen den beiden Bodenflächen 4, 5 einer Aufnahme 2. Dies wird im Ausführungsbeispiel dadurch erreicht, dass die Aufnahmen 2 jeweils über zwei Drehpunkte 8 drehbar mit einem Träger 9, auf dem die Aufnahmen 2 aufliegen, verbunden sind. Die Drehpunkte 8 sind im Ausführungsbeispiel als Rollen 8 ausgebildet, die in Schienen 10 des Trägers 9 drehbar eingesetzt sind.

Wie aus den Figuren 1 bis 5 des weiteren ersichtlich ist, sind jeweils zwei Aufnahmen 2 zu einem Aufnahmepaar 200 zusammenge- fassten. Die ein Aufnahmepaar 200 bildenden Aufnahmen 2 sind dabei mit ihren freien längsseitigen Enden 4a der ersten Bodenflächen 4 gelenkig miteinander verbunden. Bei den freien längsseitigen Enden 4a der ersten Bodenflächen 4 handelt es sich um die von der Verbindungsstelle 6 abgewandten Enden der ersten Bodenflächen 4.

Die Verbindung zwischen den freien Enden 4a der ersten Bodenflächen 4 erfolgt im Ausführungsbeispiel über zwei Gelenke 11. Die

Gelenke 11 können in beliebiger Art und Weise ausgebildet sein, so dass sichergestellt ist, dass die Aufnahmen 2 in der notwendigen Art und Weise zueinander bewegbar bzw. verschwenkbar sind.

Wie sich aus den Figuren 1 bis 5 ferner ergibt, sind die Aufnahmepaare 200 ebenfalls miteinander gelenkig verbunden. Dies erfolgt dadurch, dass angrenzende freie längsseitige Enden 5a der zweiten Bodenflächen 5 miteinander verbunden sind. Bei den freien längsseitigen Enden 5a der zweiten Bodenflächen 5 handelt es sich um die von der Verbindungsstelle 6 abgewandten längsseitigen Enden der zweiten Bodenfläche 5. Die Verbindung zwischen den freien längsseitigen Enden 5a erfolgt im Ausführungsbeispiel ü- ber zwei Gelenke 12. Die Gelenke 12 können in beliebiger Art und Weise ausgestaltet sein, so dass sichergestellt ist, dass die Aufnahmen 2 in der vorgesehenen Art und Weise zueinander verdreht bzw. verschwenkt werden können.

Wie aus den Figuren 1 bis 5 ersichtlich ist, sind die aneinander angrenzenden Aufnahmen 2 in der Ausgangsposition, in der die Steinreihen 3 jeweils auf den ersten Bodenflächen 4 aufliegen, spiegelbildlich derart zueinander ausgerichtet, dass die freien längsseitigen Enden 4a, 5a der Bodenflächen 4, 5 jeweils an freie längsseitige Enden 4a, 5a gleicher Bodenflächen 4, 5 angrenzen. Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, sind die freien Enden 4a, 5a über die Gelenke 11, 12 derart miteinander verbunden, dass die Aufnahmen 2 durch die eingeleitete Drehbewegung und die Gelenke 11, 12 zwangsgeführt derart gekippt werden, dass die aneinander angrenzenden Aufnahmen 2 in der Endposition, in der die Steinreihen 3 jeweils auf der zweiten Bodenfläche 5 aufliegen, spiegelbildlich derart zueinander ausgerichtet sind, dass die freien längsseitigen Enden 4a, 5a der Bodenflächen 4, 5 jeweils an freie längsseitige Enden 4a, 5a gleicher Bodenflächen 4, 5 angrenzen.

Ein Zusammenschieben der Aufnahmen derart, dass diese sowohl in der Endposition als auch in der Ausgangsposition wenigstens annähernd aneinander grenzen, wird auch dadurch ermöglicht, dass die Drehpunkte 8 der Aufnahmen 2 beweglich an dem Träger 9, nämlich in Schienen 10 angeordnet sind. Somit sind die Aufnahmen 2 über die Drehpunkte 8 horizontal bzw. quer zu den Drehachsen 7 der Aufnahmen 2 entlang des Trägers 9 verschiebbar.

Wie sich aus den Figuren 1 bis 5 ergibt, wird die Drehbewegung durch eine im wesentlichen linear bewegbare Aktuatoreinrichtung 13 eingeleitet. Die Aktuatoreinrichtung 13 greift hierzu an einer Bodenfläche 4, 5 der Aufnahme an. Die Drehrichtung, um die die Aufnahme 2 gedreht wird, hängt dabei von der Linearbewegung der Aktuatoreinrichtung 13 ab. Im Ausführungsbeispiel greift die Aktuatoreinrichtung 13 jeweils an einer Aufnahme 2 eines Aufnahmepaares 200 an. Die Aktuatoreinrichtung 13 ist dabei mit einem freien längsseitigen Ende 4a der ersten Bodenfläche 4 der Aufnahme 2 gelenkig verbunden. Der Angriffspunkt ist in Fig. 2 mit dem Bezugszeichen 14 versehen. Aufgrund der Verbindung der Aufnahmen 2 eines Aufnahmepaares 200 über die Gelenke 11 ist ein Angriffspunkt 14 an einer Aufnahme 2 ausreichend. Der Angriffspunkt 14 ist vorzugsweise in Längsrichtung der Aufnahme 2 betrachtet mittig angeordnet. Die Aktuatoreinrichtung 13 ist gemäß der in den Figuren 1 bis 5 dargestellten Ausführungsform mit einer Hubeinrichtung 15 und Auslegern 16 versehen. Die Hubeinrichtung 15 ist dabei als Hubtisch ausgebildet, von dem sich zu jedem Aufnahmepaar 200 ein Ausleger 16 erstreckt. Prinzipiell kann auch für jede Aufnahme 2 ein Ausleger 16 vorgesehen sein. Im Hinblick auf eine kostengünstige Herstellung der Vorrichtung hat es sich jedoch als vorteilhaft herausgestellt, für jedes Aufnahmepaar 200 nur einen Ausleger 16 vorzusehen. Der Hubtisch 15 wird im Ausführungsbeispiel pneumatisch betrieben.

Wie sich aus den Figuren 1 bis 5 ergibt, erfolgt das Kippen der Steinreihen 3 dadurch, dass der Hubtisch 15 vertikal bzw. nach oben verfahren wird. Die Ausleger 16 drücken dabei die freien längsseitigen Enden 4a der ersten Bodenflächen 4 nach oben, wodurch die Drehpunkte 8 in den Schienen 10 verschoben werden und aufgrund der Zwangsführung der Gelenke 11, 12 die freien längsseitigen Enden 5a der zweiten Bodenflächen 5 nach unten verschoben werden. Wie sich aus den Figuren 1 bis 5 des weiteren ergibt, kann es in Abhängigkeit der Steinformate notwendig sein, dass die Ausleger 16 eine Bewegung der Aufnahmen 2 rechtwinklig zu deren Längsachse ermöglichen. Hierzu sind die Auslegerarme 16 an ihren von den Aufnahmen 2 abgewandten Enden drehbar mit dem Hubtisch 15 verbunden. Anstelle einer drehbaren Verbindung ist gemäß der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform vorgesehen, dass die von den Aufnahmen 2 abgewandten Enden der Ausleger 16 mit Rollen 17 versehen sind, die in einer Schiene 18 verschiebbar bzw. verfahrbar sind, so dass die Ausleger 16 die Bewegungen der Aufnahmen 2 nachvollziehen können.

Wie aus den Figuren 1 bis 5 ferner ersichtlich ist, ist im Ausführungsbeispiel eine Unterstützungseinrichtung 19 vorgesehen, welche die Aufnahmen 2 vor der Rückstellung von der Endposition in die Ausgangsposition auseinanderziehen kann. In Abhängigkeit der Anordnung bzw. Ausrichtung der Ausleger 16 und des Hubtisches 15 kann es vorteilhaft sein, wenn durch eine Unterstützungseinrichtung 19 die Aufnahmen 2 vor der Rückstellung von der Endposition in die Ausgangsposition auseinandergezogen werden, um ein Verklemmen aufgrund der Kraftrichtung des Hubtisches 15 bzw. der Ausleger 16 zu vermeiden.

Die Unterstützungseinrichtung 19 ist in der in den Figuren 1 bis 5 dargestellten Ausführungsform mit zwei Pneumatikzylindern 19

ausgebildet. Die Pneumatikzylinder 19 sind mit dem Träger 9 an einem Ende drehbar verbunden, während das andere Ende an einer äußeren Aufnahme 2 angreift. Unter dem Begriff äußeren Aufnahmen 2 sind dabei die beiden Aufnahmen 2 zu verstehen, die am Rand der Mehrzahl von Aufnahmen 2 angeordnet sind. Wenn nun die Pneumatikzylinder 19 ausgefahren werden, werden die beiden äußeren Aufnahmen 2 voneinander weg bewegt. Aufgrund der kettenförmigen Verbindung aller Aufnahmen 2 über die Gelenke 11, 12 werden folglich alle Aufnahmen 2 auseinandergezogen. Prinzipiell kann es auch ausreichend sein, wenn die Unterstützungseinrichtung lediglich einen Pneumatikzylinder 19 aufweist. Die beiden Enden des Pneumatikzylinders 19 können dabei jeweils an einer äußeren Aufnahme 2 angeordnet sein. Selbstverständlich können auch mehr wie zwei Pneumatikzylinder 19 eingesetzt werden.

Grundsätzlich kann die Unterstützungseinrichtung 19 auch auf konstruktiv andere Art und Weise, beispielsweise durch andere Zylinder, ein Federsystem, einen Seilzug oder dergleichen realisiert werden.

In den Figuren 3, 4 und 15 ist an dem längsseitigen freien Ende 5a der zweiten Bodenfläche 5 der Aufnahmen 2 eine Führung 20 dargestellt. Die Führung 20 dient dazu, ein Herausfallen der Steine aus den äußeren Aufnahmen 2 zu vermeiden.

Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, ist die Führung 20 in dem Bereich, in dem die Steinreihe 3 in die Aufnahme 2 einschiebbar ist, zurückversetzt. Damit soll erreicht werden, dass eine Schubeinrichtung 24 (wie beispielsweise in Fig. 9 dargestellt) beim Einschieben der Steinreihe 3 nicht behindert wird.

Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Aufnahmepaare 200 zur Aufnahme zweier gespaltener Steine ausgebildet sind, wo-

bei die gebrochenen Strukturen Ia der Steine 1 aufeinander ausgerichtet sind.

Die Anzahl der Aufnahmen 2 entspricht im Ausführungsbeispiel der Anzahl von Steinreihen 3, wie diese eine vorgelagerte Produktionsstelle verlassen haben. Somit kann die erfindungsgemäße Vorrichtung gleichzeitig eine gesamte Produktionslage von Steinen 1 aufstellen bzw. kippen. Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Aufnahmen 2 bzw. die Aufnahmepaare 200 ausgewechselt werden können, so dass die erfindungsgemäße Vorrichtung an die jeweils aufzustellende Produktionslage von Steinen 1 angepasst werden kann. Es können somit mehr oder weniger Aufnahmen 2 bzw. Aufnahmepaare 200 eingesetzt werden. Andererseits können auch die Aufnahmen 2 bzw. die Aufnahmepaare 200 ausgewechselt werden, um diese an unterschiedliche Steinformen anzupassen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dabei nicht darauf beschränkt, dass die Steine 1 Seitenflächen aufweisen, die in einem Winkel von 90 Grad zueinander stehen. Die Winkel, in denen die Bodenflächen 4, 5 zueinander stehen, können an den Winkeln, in denen die Seitenflächen der Steine 1 zueinander stehen, angepasst werden. Vorzugsweise weist der Träger 9 eine Breite auf, die es ermöglicht, auch große Produktionslagen von Steinen 1 aufzunehmen. Bei einem Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einem Verfahren zum künstlichen Altern von Steinen bzw. einem Verfahren zur Oberflächenbearbeitung von Steinen, kann es vorteilhaft sein, wenn die Steine, nachdem deren Oberseite bearbeitet wurde, wieder in die ursprüngliche Lage zurückgekippt werden. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Steine 1, nachdem die Oberseite entsprechend bearbeitet wurde, wieder zurück in die erfindungsgemäße Vorrichtung geschoben werden. Dabei kann vorgesehen sein, dass sich die erfindungsgemäße Vorrichtung in der Endposition befindet und nach dem Befüllen mit den Steinreihen in die Aus-

gangsposition zurückgedreht wird. In dieser Position ist ein Weitertransport bzw. ein Stapeln der Steine 1 einfacher möglich.

Insofern ein Zurückkippen der Steine in die ursprüngliche Position gewünscht wird, kann es vorteilhaft sein, wenn zwei erfin- dungsgemäße Vorrichtungen eingesetzt werden, nämlich eine, um die Steine vor der Oberflächenbearbeitung aufzustellen und eine, um die Steine nach der Oberflächenbearbeitung wieder zurückzu- kippen. Der Produktionsfluss kann somit in eine Richtung verlaufen und muss nicht umgekehrt werden.

In Fig. 6 ist eine zu den Figuren 1 bis 5 alternative Ausführungsform dargestellt. Die Ausführungsform gemäß Fig. 6 unterscheidet sich dabei im wesentlichen dadurch, dass die Aktuator- einrichtung 13 Betätigungszylinder 21 aufweist. Dabei ist für jedes Aufnahmepaar 200 bzw. jede einzelne Aufnahme 2 ein Betätigungszylinder 21 vorgesehen. Eine zusätzliche Hubeinrichtung 15 ist hierbei nicht notwendig. Das Prinzip des Kippens der Steine 1 ist mit dem gemäß der Figuren 1 bis 5 identisch, sodass die einzelnen Merkmale nicht nochmals beschrieben werden. Auch in diesem Fall ist vorgesehen, dass die von den Aufnahmen 2 abgewandten Enden der Betätigungszylinder 21 drehbar angeordnet sind. Eine Unterstützungseinrichtung 19 ist in Fig. 6 lediglich strichliniert dargestellt und kann in beliebiger Art und Weise ausgebildet sein.

Fig. 8 zeigt eine weitere alternative Ausgestaltung der Aktu- atoreinrichtung 13. Hierbei ist vorgesehen, dass die Aufnahme 2 bzw. vorzugsweise eine Aufnahme 2 eines Aufnahmepaares 200 über einen Betätigungshebel 22 mit dem Betätigungszylinder 21 verbunden ist. Vorgesehen ist hierbei, dass der Betätigungszylinder 21 und der Betätigungshebel 22 im Mittel in einem Winkel von 90 Grad zueinander angeordnet sind. Der Betätigungszylinder 21 ist

dabei drehbar gelagert. Der Betätigungszylinder 21 kann in jeder Position, das heißt insbesondere auch in der Ausgangs- und in der Endposition, ausreichend Kraft auf die Aufnahme 2 aufbringen, um diese in eine Drehbewegung zu versetzen. Der Betätigungshebel 22 greift im Ausführungsbeispiel im Bereich der Drehachse 7 an die Aufnahme 2 an.

In den Figuren 9 und 10 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Hierbei sind rinnenför- mige Aufnahme 23 vorgesehen, in die jeweils eine Steinreihe 3 eingeschoben werden kann. Die Steinreihe 3 weist dabei eine Mehrzahl, wenigstens jedoch einen Stein 1 auf. Die Steinreihe 3 wird von einem Eingang der rinnenförmigen Aufnahme 23 bis zu einem Ausgang bewegt. Hierzu kann eine Schubeinrichtung 24 eingesetzt werden. Die Wände 25 der rinnenförmigen Aufnahme 23 sind dabei derart gestaltet bzw. verlaufen derart, dass die Steine 1 der Steinreihe 3, während diese vom Eingang bis zum Ende der rinnenförmigen Aufnahme 23 geschoben werden, kontinuierlich in die vorgesehene Endposition kippen, so dass eine vor dem Kippen seitlich ausgerichtete gebrochene Fläche Ia nach dem Kippen die Oberseite des Steines 1 bildet. Der genaue Verlauf der Wände 25 der rinnenförmigen Aufnahme 23, deren Neigung sowie die Breite der rinnenförmigen Aufnahme 23 kann durch handwerkliche Maßnahmen an die Form der zu kippenden Steine 1 angepasst werden.

Vorgesehen ist, dass die Anzahl der rinnenförmigen Aufnahme 23 an die Anzahl der Steinreihen 3 einer Produktionslage von Steinen 1 angepasst ist.