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Title:
DEVICE FOR TRAINING STROKE MOVEMENTS USING A GOLF CLUB
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/014059
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (1) for training stroke movements using a golf club (2), having a training device (3), which can be arranged on the floor, and at least one sensor (6) for detecting the club head (7) of the golf club (2) during a stroke movement, wherein a fixing apparatus (4) for detachably fixing a golf ball (5) and a control apparatus (8) for actuating the fixing apparatus (4) are provided, the at least one sensor (6) is arranged for detecting the club head (7) before the impact on the golf ball (5), and the control apparatus (8) is connected to the at least one sensor (6) and is designed, upon detecting the club head (7) before the impact on the golf ball (5), to release the fixing of the golf ball (5), unnoticed for the user, within a period of time (t), which is less than the human reaction time (treac), such that the released golf ball (5) can be teed off, or left fixed, such that the club head (7) strikes the fixed golf ball (5).

Inventors:
BRANDSTÄTTER, Markus (Esterhazygasse 15/15, 1060 Wien, 1060, AT)
MÄHR, René (Esterhazygasse 15/15, 1060 Wien, 1060, AT)
Application Number:
AT2017/060177
Publication Date:
January 25, 2018
Filing Date:
July 18, 2017
Export Citation:
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Assignee:
TYCHE TECHNOLOGIES GMBH (Esterhazygasse 15/15, 1060 Wien, 1060, AT)
International Classes:
A63B69/36; A63B69/00; H04M1/725; A63B102/32
Domestic Patent References:
WO2005023380A12005-03-17
WO2007136223A12007-11-29
Foreign References:
US20150051019A12015-02-19
US20150051020A12015-02-19
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Claims:
Patentansprüche :

1. Vorrichtung (1) zum Trainieren von Schlagbewegungen mit einem Golfschläger (2), mit einem am Boden anordenbaren Trainingsgerät

(3) und zumindest einem Sensor (6) zum Detektieren des Schlägerkopfes (7) des GolfSchlägers (2) während einer Schlagbewegung, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fixiereinrichtung (4) zum lösbaren Fixieren eines Golfballes (5) und eine Steuereinrichtung

(8) zur Betätigung der Fixiereinrichtung (4) vorgesehen sind, dass der zumindest eine Sensor (6) zum Detektieren des Schlägerkopfes (7) vor dem Aufprall auf den Golfball (5) angeordnet ist, und die Steuereinrichtung (8) mit dem zumindest einen Sensor (6) verbunden und dazu ausgebildet ist, beim Detektieren des Schlä¬ gerkopfes (7) vor dem Aufprall auf den Golfball (5) die Fixie¬ rung des Golfballes (5) innerhalb einer Zeit (t) , welche kleiner als die menschliche Reaktionszeit (treac ) ist, für den Golfer un¬ bemerkt zu lösen, sodass der freie Golfball (5) abschlagbar ist, oder fixiert zu lassen, sodass der Schlägerkopf (7) auf den fi¬ xierten Golfball (5) prallt.

2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeit (t) zum Lösen des Golfballes (5) weniger als 300 ms be¬ trägt .

3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinrichtung (4) durch einen im Wesentlichen horizontal angeordneten Arm (10) mit einer mit einem Antrieb (9) verbundenen kugelkalottenförmigen Schale (11) an dessen freien Ende (12) zum Fixieren des Golfballes (5) ausgebildet ist.

4. Vorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (9) durch einen elektromagnetischen Antrieb (13) und ein Getriebe (14) oder durch eine Formgedächtnislegierung gebildet ist.

5. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Sensor (6) zum Detektieren des Schlägerkopfes (7) durch einen optischen Sensor (15) gebil- det ist.

6. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor (16), vorzugsweise ein optischer Sensor (17), zum Detektieren des Golfballes (5) in der Fixiereinrichtung (4) vorgesehen ist.

7. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Messeinrichtung (18) zum Messen der Bewegung des GolfSchlägers (2) während der Schlagbewegungen vorge¬ sehen ist, welche Messeinrichtung (18) vorzugsweise am Golf¬ schläger (2) befestigbar ist und eine Spannungsversorgung (19), einen Mikroprozessor (20) zur Verarbeitung der gemessenen Daten (DM) , einen Sender (21) zum Senden der gemessenen Daten (DM) an einem mit der Steuereinrichtung (8) des Trainingsgeräts (3) verbundenen Empfänger (22) aufweist.

8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (18) zumindest einen Beschleunigungssensor (23) und zumindest einen gyroskopischen Sensor (24) zur Messung der Rotationsgeschwindigkeit und Beschleunigung des Golfschlä¬ gers (2) aufweist.

9. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (8) zur Berechnung von Indizes (I±), Parametern (Pi) oder dgl . zur Beurteilung des Trai¬ ningserfolges ausgebildet ist.

10. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (8) dazu ausgebildet ist, die Fixiereinrichtung (4) nach einem vorgegebenen Muster zu lösen .

11. Vorrichtung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die gemessenen Daten (DM) zur Beeinflussung des vorgegebenen Musters des Lösens der Fixiereinrichtung (4) in der Steuereinrichtung (8) verarbeitet sind.

12. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (8) mit einer

Schnittstelle (26) verbunden ist.

13. Vorrichtung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (26) zur Übertragung der gemessenen Daten (DM) und bzw. oder der berechneten Indizes (I±), Parameter (Pi) oder dgl . und bzw. oder davon abgeleiteter Daten auf ein mobiles Endgerät (27), insbesondere ein Mobiltelefon, ausgebildet ist.

14. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Trainingsgerät (3) eine Anzeige (28) aufweist .

15. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Trainingsgerät (3) ein Dämpfungssystem (29) aufweist.

Description:
Vorrichtung zum Trainieren von Schlagbewegungen mit einem Golf ¬ schläger

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trainieren von

Schlagbewegungen mit einem Golfschläger, mit einem am Boden anordenbaren Trainingsgerät und zumindest einem Sensor zum De- tektieren des Schlägerkopfes des GolfSchlägers während einer Schlagbewegung .

Die gegenständliche Trainingsvorrichtung eignet sich insbesonde ¬ re, aber nicht ausschließlich, zur Therapie der vor allem bei Golfern beim Putten auftretenden plötzlichen, unwillkürlichen und ruckartigen Muskelzuckungen, welche unter der Bezeichnung „Yips" bekannt sind. Yips tritt hauptsächlich bei sehr guten Amateurgolfern und Profis auf, wobei deren Ursache noch nicht vollständig geklärt werden konnte. Mangels klarer Ursachen ist auch die Behandlung dieser motorischen Störung sehr schwierig und reicht von mentalem Training mit Entspannung, Visualisierung, anderer Schlägerhaltung, positivem Denken über medikamentöse Behandlungen bis zur Veränderung der Putt-Bewegung unter Einsatz eines längeren Putters. Ein interessanter Aspekt ist, dass Yips bei der Ausführung von Schlägen ohne Ball meist nicht auftritt .

Die US 5,441,269 A beschreibt eine Vorrichtung zum Trainieren des Putten, wobei im Putter verschiedene Sensoren angeordnet sind, welche die Bewegung des GolfSchlägers während des Puttens analysieren und eine Abweichung vom idealen Bewegungsverlauf de- tektieren. Dadurch soll eine Verbesserung oder sogar Vermeidung von Yips erzielt werden.

Die US 5,494,282 A beschreibt einen Golfschläger, der zur Vermeidung von Yips entsprechend gestaltet ist und ein Verbindungs ¬ stück zwischen Schlägerkopf und Schaft aufweist.

Auch die US 2013/0035171 AI und die WO 2005/094949 AI beschreiben Golf-Trainingssysteme, bei welchen die Schlagbewegung analy ¬ siert und auch das Yips-Syndrom identifiziert werden kann. Schließlich beschreibt die KR 1020040042015 A eine Vorrichtung in Form einer speziellen Unterlage, welche durch Reibung des Golfballes einen Ton erzeugt, der einen Rückschluss über die Qualität des Schlages erlaubt. Diese Vorrichtung soll zur Unter ¬ stützung einer gleichmäßigen Putt-Bewegung und somit der Vermeidung von Yips dienen.

Die Erfolge mit speziell gestalteten GolfSchlägern und Trai ¬ ningsvorrichtungen sind jedoch meist unzureichend, weshalb der Bedarf an einer verbesserten Vorrichtung zum Trainieren von Schlagbewegungen mit einem Golfschläger existiert.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher in der Schaffung einer oben genannten Trainingsvorrichtung, mit der ein höherer Trainingserfolg erzielt werden soll. Die Vorrichtung soll möglichst einfach anwendbar sein und auch mit normalen GolfSchlägern verwendbar sein. Insbesondere Yips soll mit der Vorrichtung behandelbar sein. Die Vorrichtung soll möglichst kostengünstig und einfach herstellbar sein, sodass eine breite Anwendung garantiert werden kann.

Gelöst wird die erfindungsgemäße Aufgabe dadurch, dass eine Fi ¬ xiereinrichtung zum lösbaren Fixieren eines Golfballes und eine Steuereinrichtung zur Betätigung der Fixiereinrichtung vorgesehen sind, der zumindest eine Sensor zum Detektieren des Schlä ¬ gerkopfes vor dem Aufprall auf den Golfball angeordnet ist, und die Steuereinrichtung mit dem zumindest einen Sensor verbunden und dazu ausgebildet ist, beim Detektieren des Schlägerkopfes vor dem Aufprall auf den Golfball die Fixierung des Golfballes innerhalb einer Zeit, welche kleiner als die menschliche Reakti ¬ onszeit ist, für den Golfer unbemerkt zu lösen, sodass der freie Golfball abschlagbar ist, oder fixiert zu lassen, sodass der Schlägerkopf auf den fixierten Golfball prallt. Kernstück der vorliegenden Trainingsvorrichtung ist die steuerbare Fixiereinrichtung zum lösbaren Fixieren des Golfballes, durch die für den Golfer nicht vorhersehbar die Fixierung des Golfballes gelöst werden kann. Bei fixiertem Golfball prallt der Schlägerkopf des GolfSchlägers auf den fixierten Golfball, wodurch der Golfer ein entsprechendes Feedback erhält und afferente Nervenaktivitäten verstärkt werden, wodurch das somatosensorische System angeregt werden kann. Wenn für den Betroffenen unbemerkt, weil unterhalb seiner Reaktionszeit, die Fixierung des Golfballes gelöst wird, folgt meist eine Schlagbewegung ohne Muskelzuckungen, wie sie beispielsweise bei Yips üblicherweise auftreten würden. Mit der Trainingsvorrichtung konnten besonders hohe Therapieerfolge bei Yips, aber auch generell Verbesserungen der Schlagbewegungen bei betroffenen Golfern erzielt werden. Die Steuereinrichtung erhält die notwendigen Informationen über die Fixierung des Golfballes und die Stellung des Schlägerkopfes des GolfSchlägers während der Schlagbewegung, wodurch eine automatisierte Betätigung der Fixiereinrichtung zum lösbaren Fixieren des Golfballes erfolgen kann. Die Distanz des zumindest einen Sensors zur Detektion des Schlägerkopfes vor dem Aufprall auf den Golfball wird dabei so gewählt, dass dabei üblichen Schlägergeschwindigkeiten, insbesondere beim Putten, das Erkennen des Schlägerkopfes und das allfällige Lösen der Fixierung des Golfballes knapp vor Auftref ¬ fen des Schlägerkopfes am Golfball erfolgen kann. Um den Zeit ¬ punkt der allfälligen Lösung der Fixierung des Golfballs festzulegen, kann der Zeitpunkt des Ballkontakts bei Kenntnis üblicher Schlägergeschwindigkeiten abgeschätzt werden und davon die Reaktionszeit abgezogen werden.

Die Fixiereinrichtung ist vorzugsweise durch einen im Wesentlichen horizontal angeordneten Arm mit einer mit einem Antrieb verbundenen, kugelkalottenförmigen Schale an dessen freien Ende zum Fixieren des Golfballes ausgebildet. Vorzugsweise wird der Golfball mit der kugelkalottenförmigen Schale einfach an den Untergrund gepresst, sodass übliche Golfbälle und keine speziel ¬ len, beispielsweise mit Magneten oder dgl . ausgestatteten, Golfbälle verwendet werden müssen. Zum Lösen der Fixierung des Golfballes wird die kugelkalottenförmige Schale um eine geringe Weg ¬ strecke nach oben ausgelenkt, sodass der Golfschläger unter die ¬ ser hindurch geführt und der freie Golfball abgeschlagen werden kann . Der Antrieb kann beispielsweise durch einen elektromagnetischen Antrieb und ein entsprechend gestaltetes Getriebe zum Heben der kugelkalottenförmigen Schale für die Lösung der Fixierung des Golfballes gebildet sein. Dies stellt eine einfache und leicht realisierbare Variante eines Antriebs dar.

Alternativ dazu kann der Antrieb auch durch eine Formgedächtnis ¬ legierung gebildet sein. Formgedächtnislegierungen (Shape Memory Alloy bzw. Memory Metalle) sind spezielle Metalle, die in zwei unterschiedlichen Kristallstrukturen existieren können. Dabei basiert die Formwandlung auf der temperaturabhängigen Gitterumwandlung zu einer dieser beiden Kristallstrukturen. Wird nun ein Teil des Antriebs der Fixiereinrichtung zur Fixierung des Golfballes aus einer solchen Formgedächtnislegierung hergestellt, kann eine Freigabe des Golfballes durch Änderung der Kristall ¬ struktur der aus der Formgedächtnislegierung hergestellten Komponente erzielt werden.

Der zumindest eine Sensor zum Detektieren des Schlägerkopfes kann durch einen optischen Sensor gebildet sein. Derartige optische Sensoren können relativ einfach und mit geringer Baugröße hergestellt werden und beeinflussen das Gewicht des Golfschlä ¬ gers nicht bzw. nur in geringem Ausmaß, beispielsweise wenn am Golfschläger ein Reflektor oder optischer Empfänger angeordnet wird. Der optische Sensor zum Detektieren des Schlägerkopfes wird an einer dafür geeigneten Stelle des Trainingsgeräts oder auch außerhalb desselben angeordnet und mit diesem über Leitungen bzw. drahtlos verbunden. Im einfachsten Fall ist der Sensor zum Detektieren des Schlägerkopfes durch eine Lichtschranke ge ¬ bildet, welche vor dem Golfball in der Fixiereinrichtung platziert ist, sodass die Schlägerposition vor dem Aufprall auf den Golfball detektiert werden kann.

Wenn ein Sensor zum Detektieren des Golfballes in der Fixiereinrichtung vorgesehen ist, kann erfasst werden, ob der Golfball freigegeben oder fixiert ist und somit der Steuereinrichtung diese wichtige Information für den Ablauf des mit der Trainings ¬ vorrichtung durchgeführten Verfahrens weitergegeben werden. Dieser Sensor zum Detektieren des Golfballes in der Fixiereinrichtung kann ebenfalls durch einen optischen Sensor gebildet sein. Auch hier eignen sich optische Sensoren besonders, da sie nur sehr geringe Baugröße aufweisen. Der Sensor zum Detektieren des Golfballes wird an einer dafür geeigneten Stelle am Trai ¬ ningsgerät oder an der Fixiereinrichtung angeordnet und über entsprechende Leitungen bzw. drahtlos mit der Steuereinrichtung verbunden .

Weiters ist es von Vorteil, wenn eine Messeinrichtung zum Messen der Bewegung des GolfSchlägers während der Schlagbewegungen vorgesehen ist. Durch die Erfassung der Bewegung des GolfSchlägers während der Schlagbewegung kann dem Golfer bzw. Therapeuten eine wichtige Information über die Qualität des Golfschlages vermit ¬ telt werden und diese Information auch zur Steuerung der Trainingsvorrichtung herangezogen werden. Die Messeinrichtung kann verschiedenartig ausgebildet sein und sowohl außerhalb des Golf ¬ schlägers oder auch am Golfschläger angeordnet sein.

Um die Messeinrichtung bei handelsüblichen GolfSchlägern anwenden zu können, ist diese vorzugsweise am Golfschläger befestig ¬ bar und weist eine Spannungsversorgung, einen Mikroprozessor zur Verarbeitung der gemessenen Daten und einen Sender zum Senden der gemessenen Daten an einen mit der Steuereinrichtung des Trainingsgeräts verbundenen Empfänger auf. Somit müssen keine besonderen, mit entsprechenden Sensoren ausgestatteten Golfschläger für das Training verwendet werden, sondern es können die eigenen Golfschläger des Golfers dazu verwendet werden. Die Befestigungseinrichtung kann durch entsprechende elastische Bänder oder Klemmverbindungen gestaltet sein, mit welchen die Messeinrichtung am Golfschläger, insbesondere am Schlägerschaft, fi ¬ xiert wird.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist die Messeinrichtung zumindest einen Beschleunigungssensor und zumindest einen gyroskopischen Sensor zur Messung der Rotationsgeschwindigkeit und Beschleunigung des GolfSchlägers auf. Diese Sensoren sind in relativ geringer Baugröße verfügbar, sodass sie das Ge ¬ wicht des GolfSchlägers nur minimal erhöhen und die Schlägerbe ¬ wegung nur unwesentlich beeinflussen. Durch den Beschleunigungssensor und gyroskopischen Sensor können die wichtigsten Bewegungsdaten des GolfSchlägers erfasst und weiterverarbeitet wer ¬ den .

Die Steuereinrichtung ist vorzugsweise zur Berechnung von Indizes, Parametern oder dgl . zur Beurteilung des Trainingserfolges ausgebildet. Die Steuereinrichtung ist durch einen Mikrocontrol- ler oder Mikroprozessor gebildet. Durch die Berechnung derartiger Indizes, Parameter oder dgl. kann eine Größe geschaffen werden, welche in einfacher Weise den Trainingserfolg wiedergibt. Diese Berechnungsgröße wiederum kann zur Ansteuerung einer Anzeige des Trainingserfolges herangezogen werden. Als Indizes bzw. Parameter können beispielsweise die Rotationsgeschwindig ¬ keit der Schlägerfläche oder der sog. Reproduzierbarkeitsindex (Reproducibility Index RI ) herangezogen werden, welche weiter unten anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.

Weiters kann die Steuereinrichtung auch dazu ausgebildet sein, die Fixiereinrichtung nach einem vorgegebenen Muster zu lösen. Um den Golfer im Unklaren darüber zu lassen, ob der Golfball fixiert bleibt oder freigegeben wird, hat das Muster eine entspre ¬ chende Unregelmäßigkeit, wobei jedoch keine echte Zufälligkeit erforderlich ist.

Die mit der Messeinrichtung gemessenen Daten können zur Beeinflussung des oben erwähnten vorgegebenen Musters des Lösens der Fixiereinrichtung in der Steuereinrichtung verarbeitet werden. Dadurch kann das Muster der Freigabe bzw. Fixierung des Golfballes in Abhängigkeit der gemessenen Daten verändert werden.

Wenn die Steuereinrichtung mit einem Datenspeicher verbunden ist, können die gemessenen Daten für eine spätere Verarbeitung und Dokumentation abgelegt werden.

Weiters kann die Steuereinrichtung mit einer Schnittstelle ver- bunden sein, um einerseits Daten über die Schnittstelle übertra ¬ gen zu können und andererseits Daten über die Schnittstelle emp ¬ fangen zu können. Beispielsweise kann über eine solche Schnitt ¬ stelle, beispielsweise USB-Schnittstelle, auch ein Software- Update der Steuereinrichtung durchgeführt werden.

Diese Schnittstelle kann zur Übertragung der gemessenen Daten und bzw. oder der berechneten Indizes, Parameter oder dgl . und bzw. oder davon abgeleiteter Daten auf ein mobiles Endgerät, insbesondere ein Mobiltelefon, ausgebildet sein. Somit kann der Golfer oder Trainer über ein mobiles Endgerät, insbesondere ein Mobiltelefon, die relevanten Daten einsehen oder auch eine Beeinflussung der Trainingsvorrichtung über das mobile Endgerät vornehmen. Somit kann ohne die Verwendung eines Computers durch das Downloaden einer entsprechenden App am Mobiltelefon die Trainingsvorrichtung gesteuert werden und es können die relevanten Daten abgelesen und verarbeitet werden.

Um einem Benutzer der Trainingsvorrichtung den Betriebszustand der Vorrichtung sowie gemessene Daten oder dgl. anzeigen zu können, weist das Trainingsgerät vorzugsweise eine Anzeige auf. Ei ¬ ne derartige Anzeige kann in einfachster Weise durch Beleuchtungskörper, insbesondere LEDs, aber auch LED-Arrays, Bildschirme bis hin zu Touchscreens , welche auch eine Bedienung der An ¬ zeige oder gesamten Trainingsvorrichtung erlauben, realisiert sein .

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist das Trainings ¬ gerät ein Dämpfungssystem auf, welches die Energie des Golf ¬ schlägers beim Schlagen auf den fixierten Golfball aufnimmt bzw. an den Boden ableitet. Ein derartiges Dämpfungssystem kann beispielsweise als translatorischer Dämpfer oder Rotationsdämpfer ausgeführt werden und besteht aus geeigneten elastischen Materialien.

Um das Trainingsgerät unabhängig von einem Versorgungsnetz beispielsweise auch im Freien einsetzen zu können, weist es eine Spannungsversorgung, vorzugsweise in Form wiederaufladbarer Ak- kumulatoren, auf. Das entsprechende Ladegerät für die Akkumula ¬ toren kann im Trainingsgerät integriert oder auch extern ange ¬ ordnet sein.

Die Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnungen,

ein Ausführungsbeispiel der Trainingsvorrichtung zeigen

erläutert. Darin zeigen:

Fig. 1 eine isometrische Ansicht einer Aus führungs form einer TrainingsVorrichtung;

Fig. 2 eine Explosionsdarstellung der Trainingsvorrichtung gemäß Fig. 1;

Fig. 3 eine Explosionsdarstellung einer weiteren Aus führungs form einer Trainingsvorrichtung;

Fig. 4 ein Blockschaltbild einer Messeinrichtung zum Messen der Bewegung des GolfSchlägers während der Schlagbewegungen;

Fig. 5 ein Blockschaltbild zur Veranschaulichung des Zusammenwirkens der am Golfschläger befestigten Messeinrichtung mit der Steuereinrichtung im Trainingsgerät sowie externen Geräten, wie Personal Computer oder mobilen Endgeräten wie z.B. Mobiltelefonen;

Fig. 6 ein Blockschaltbild einer alternativen Aus führungs form der Komponenten der Trainingsvorrichtung;

Fig. 7 die zeitlichen Verläufe der Rotationsgeschwindigkeit der Schlägerkopffläche bei zehn Schlagbewegungen vor dem Training und danach; sowie

Fig. 8 den Reproduzierbarkeitsindex bei zehn Golfschlägen vor und nach der Behandlung mit der erfindungsgemäßen Trainingsvorrichtung bei sieben Probanden.

In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung 1 zum Trainieren von Schlagbewegungen mit einem Golfschläger 2 dargestellt. Die Trainingsvorrichtung 1 beinhaltet ein am Boden anordenbares Trainingsgerät 3 sowie eine allfällige am Golf ¬ schläger 2 befestigbare Messeinrichtung 18 zum Messen der Bewegungen des GolfSchlägers 2, welche mit dem Trainingsgerät 3 in Verbindung steht. Alternativ zu der am GolfSchläger 2 angeordneten Messeinrichtung 18 kann auch am Trainingsgerät 3 eine Messeinrichtung angeordnet sein, die die Bewegung des GolfSchlägers 2 detektiert. Eine derartige Messeinrichtung kann auch im Raum angeordnet sein und beispielsweise durch ein Kamera- bzw. Video ¬ system gebildet sein (nicht dargestellt) . Das Trainingsgerät 3 beinhaltet eine Fixiereinrichtung 4 zum lösbaren Fixieren eines Golfballes 5, die vorzugsweise durch einen im Wesentlichen horizontal angeordneten Arm 10 gebildet ist, mit einer kugelkalot- tenförmigen Schale 11 an dessen freien Ende 12 zur Aufnahme des Golfballes 5 bzw. zum Fixieren des Golfballes 5 durch Anpressen an den Boden. Weiters beinhaltet das Trainingsgerät 3 zumindest einen Sensor 6 zum Detektieren des Schlägerkopfes 7 des Golfschlägers 2 während einer Schlagbewegung. Der Sensor 6 ist vorzugsweise durch einen optischen Sensor 15, beispielsweise eine Lichtschranke, gebildet. Eine Steuereinrichtung 8 im Trainings ¬ gerät 3, welche durch einen Mikroprozessor oder dgl . gebildet sein kann, steuert die Betätigung der Fixiereinrichtung 4 für den Golfball 5 und nimmt die von den Sensoren 6, 15 und allenfalls Messeinrichtung 18 aufgenommenen Daten auf. Beim Detektieren des Schlägerkopfes 7 durch den Sensor 6 reagiert die Steuer ¬ einrichtung 8 und löst die Fixierung des Golfballes 5 innerhalb einer Zeit t, welche kleiner als die menschliche Reaktionszeit t reac i insbesondere kleiner als 300 ms, ist. Die Trainingsvorrich ¬ tung 1 ermöglicht das Trainieren von GolfSchlägen, insbesondere der Schlagbewegungen beim Putten, zur Behandlung von Bewegungsstörungen, insbesondere Yips, da ohne Kenntnis des Golfers der Golfball 5 freigegeben werden kann und dadurch ein verbesserter Trainingserfolg erzielt werden kann.

Das Freigeben des Golfballes 5 erfolgt durch leichtes Anheben der kugelkalottenförmigen Schale 11 am freien Ende 12 des Arms 10 der Fixiereinrichtung 4 mithilfe eines entsprechenden An- triebs 9, wie er in der Explosionsdarstellung gemäß Fig. 2 ersichtlich ist. Der Antrieb 9 kann durch einen elektromagnetischen Antrieb 13 und ein entsprechendes Getriebe 14 gebildet werden. Alternativ dazu kann auch eine Ausführung des Antriebs 9 aus einer Formgedächtnislegierung bestehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Fixiereinrichtung 4 auch so ausgebildet sein kann, dass sie im Normalfall den Golfball 5 nicht fixiert, sodass dieser frei abschlagbar ist, und gegebe ¬ nenfalls den Golfball 5 für den Golfer unbemerkt, also innerhalb einer Zeit t, welche kleiner als die menschliche Reaktionszeit t r eac ist, fixiert, sodass der Schlägerkopf 7 auf den fixierten Golfball 5 prallt.

Fig. 3 zeigt eine alternative Ausführungsvariante der Trainings ¬ vorrichtung 1 in Explosionsdarstellung, wobei ein Sensor 16 zum Detektieren des Golfballes 5 in der Fixiereinrichtung 4 vorgesehen ist, der vorzugsweise durch einen optischen Sensor 17 gebildet ist. Die vom Sensor 16 erfassten Daten werden an die Steuereinrichtung 8 weitergegeben und dort verarbeitet und auch zum Lösen der Fixiereinrichtung 4 für den Golfball 5 herangezogen. Der Sensor 6 zum Detektieren des Schlägerkopfes 7 des Golfschlä ¬ gers 2, der wiederum durch einen optischen Sensor 15 gebildet sein kann, ist an einer gegenüber Fig. 1 und 2 anderen Stelle des Trainingsgeräts 3 angeordnet. Weiters zeigt die Trainings ¬ vorrichtung 1 ein Dämpfungssystem 29, welches als translatorisches Dämpfungssystem zum Dämpfen des Schlages auf den fixierten Golfball 5 ausgebildet ist. Wird nun der fixierte Golfball 5 vom Schlägerkopf 7 des GolfSchlägers 2 erfasst, wird die Schlagener ¬ gie über den Arm 10 in das Dämpfungssystem 29 umgelenkt und dort vorzugsweise in Wärme umgewandelt.

Fig. 4 zeigt ein Blockschaltbild einer Messeinrichtung 18 zum Messen der Bewegung des GolfSchlägers 2, beinhaltend zumindest einen Beschleunigungssensor 23 zur Messung der Beschleunigung a und einen gyroskopischen Sensor 24 zur Messung der Rotationsgeschwindigkeit CD, welche Sensordaten in einer Prozessoreinrichtung 31 verarbeitet und über eine Schnittstelle 32, insbesondere eine drahtlose Schnittstelle, beispielsweise Bluetooth LE, an die Steuereinrichtung 8 des Trainingsgeräts 3 weitergeleitet werden .

Fig. 5 zeigt ein Blockschaltbild der Komponenten der Trainings ¬ vorrichtung 1, wobei die Messeinrichtung 18, welche am Golfschläger 2 angeordnet wird, mit der Steuereinrichtung 8 im Trainingsgerät 3 zusammenwirkt und die verarbeiteten und ermittelten Daten, insbesondere die Indizes Ii und Parameter Pi, an ein mobi ¬ les Endgerät 27, insbesondere Mobiltelefon, und bzw. oder einen Personal Computer 33 weitergeleitet werden können.

Die entsprechenden Schnittstellen 26 ermöglichen die Kommunikation der Steuereinrichtung 8 des Trainingsgeräts 3 mit dem mobilen Endgerät 27 bzw. einem Personal Computer 33.

Bei der Rotationsgeschwindigkeit ω der Schlagkopffläche handelt es sich um den Winkel der Schlagfläche pa des Schlägerkopfes 7 des GolfSchlägers 2 zu einer vorgegebenen Zeit N, welche durch den Differenzenquotient wie folgt berechnet wird: ω = d(pa)/dN = (pa (N) -pa (N-l ) ) /ΔΝ

Beim sogenannten Reproduzierbarkeitsindex RI handelt es sich um einen Index, welcher erfahrungsgemäß eine gute Aussage über den Trainingserfolg liefert. Der Reproduzierbarkeitsindex RI wird über die Rotationsgeschwindigkeit ω ermittelt, indem diese für eine Anzahl von Schlägen ermittelt wird, daraus die Standardab ¬ weichung berechnet wird und daraus die Fläche zwischen der posi ¬ tiven Standardabweichung und der negativen Standardabweichung gebildet wird. Der Reproduzierbarkeitsindex RI erlaubt eine quantitative Beschreibung der Qualität der Schlagbewegung.

Schließlich zeigt Fig. 6 eine alternative Ausführungsform, bei der die Messeinrichtung 18 mit dem mobilen Endgerät 27 verbunden ist und die im mobilen Endgerät 27 verarbeiteten Informationen an die Steuereinrichtung 8 des Trainingsgeräts 3 umgeleitet wer ¬ den. Die Messeinrichtung 18 verfügt neben den in Fig. 4 darge- stellten Sensoren über eine Spannungsversorgung 19, einen Mikroprozessor 20 und einen Sender 21 um Senden der gemessenen Daten an die Steuereinrichtung 8 im Trainingsgerät 3. Die Steuereinrichtung 8 weist einen Empfänger 22, eine Spannungsversorgung 30 und vorzugsweise einen Datenspeicher 25 und eine Anzeige 28 auf. Bei dieser Variante wird ein mobiles Endgerät 27, insbesondere ein Mobiltelefon, als Teil der Steuereinrichtung 8 des Trainingsgeräts 3 herangezogen. Auch das mobile Endgerät 27 weist entsprechende Sender und Empfänger, beispielsweise Bluetooth- Sender und -Empfänger, auf.

Fig. 7 zeigt die Rotationsgeschwindigkeit ω des Schlägerkopfes bei zehn Golfschlägen eines Probanden in Abhängigkeit der Zeit t vor der Behandlung (oberes Diagramm) und nach der Behandlung (unteres Diagramm) mit der vorliegenden Trainingsvorrichtung 1.

Schließlich zeigt Fig. 8 ein Balkendiagramm des oben beschriebenen Reproduzierbarkeitsindexes RI für ein Set von zehn Golf ¬ schlägen vor der Verwendung der Trainingsvorrichtung 1 (Balken a) und nach der Verwendung der Trainingsvorrichtung 1 (Balken b) , woraus der Trainingserfolg deutlich ersichtlich ist.