Merz, Jürgen (Kärtner Strasse 9a, Kreuztal, 57223, DE)
Bäumer, Klaus (Eichholzstrasse 11, Kreuztal, 57223, DE)
Merz, Jürgen (Kärtner Strasse 9a, Kreuztal, 57223, DE)
| 1. | Vorrichtung zum Querteilen eines Walzbandes durch eine Schere, insbe sondere beim Querteilen unter Einsatz einer Trommelschere, bei der ei ne Lücke zwischen dem Ende des Rollgangs vor der Schere und dem Anfang des Rollgangs hinter der Schere, bei welchem keine Unterstüt zung des Walzbandes vorliegt, durch ein schwenkbares, das Walzband beim Durchlaufen stützendes, Rollgangsteil verkleinert wird, dadurch gekennzeichnet, dass das zwischen einem schwenkbaren Rollgangsteil (17) und dem Anfang des hinteren Rollganges (4) ein beweglicher Führungstisch (18) angeordnet ist. |
| 2. | Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Ende des vorderen Rollganges (3) und dem schwenkbaren Rollgangsteil (17) ein beweglicher Führungstisch (19) an geordnet ist. |
| 3. | Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelfläche des schwenkbaren Rollgangsteil (17) mit der Mantelfläche des beweglichen Führungstisches (18,19) in Eingriff steht. |
| 4. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Trommel (6) und die untere Trommel (8) am Außenum fang Abflachungen (15, 15', 16, 16') aufweisen. |
| 5. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass vor der oberen Trommel (6) ein beweglicher Abweiser (13) ange ordnet ist. |
| 6. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass hinter der oberen Trommel (6) ein fester oder ein beweglicher Ab weiser (14) angeordnet ist. |
Scheren zum Querteilen von Walzband in einer Warmbreitbandstraße, in einer Kalt-Tandem-Straße, in Warm-oder Kaltwalzwerken sind allgemein bekannt.
Zum Einsatz kommen dabei bevorzugt Kurbel-und Trommelscheren. Ausge- staltungen von Trommelscheren sind z. B. in der DE 199 53 906 A1 und in der DE 100 01 928 A1 beschrieben.
Die DE 12 70 368 beschreibt eine Kurbelschere für Walzstahl bei der ein Transportrollgang im Bereich des Messerkreises eine Lücke aufweist. Ein an- nähernd Messerbreite aufweisendes und mit annähernd halbkreisförmig gebo- gener Mantelfläche versehenes, drehbares Transportsegment, schließt in der oberen Stellung die Lücke im Transportrollgang.
Nachteilig bei den bekannten Ausführungen einer solchen Vorrichtung zum Querteilen von Walzband ist, dass der Abstand der Auflagepunkte/-linien des Walzbandes vor und hinter der Schere durch ein hereindrehbares Transport- segment zwar verkleinert wird, das Walzband aber, abhängig von der Dicke, der Oberflächenspannung usw., Abweichungen von der Walz-bzw. Trans- portrichtung durchführt. Durch die größeren Abstände zwischen den Auflage- punkten bzw.-linien wird der Bandlauf in der Vorrichtung zum Querteilen von Walzband gestört. Der Bandanfang reagiert sehr empfindlich auf diese größe- ren Abstände. Das Walzband kann sich in diesem Bereich nach oben oder un- ten orientieren und z. B. zwischen dem Transportsegment und dem Rollgang verkanten. Es kommt zum Stillstand der Vorrichtung. Die Gefahr wird größer, je dünner das Walzband ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Quer- teilen von Walzband zu schaffen, welche die obengannten Nachteile vermeidet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, das zwischen einem schwenkbaren Rollgangsteil und dem Anfang des hinteren Rollganges ein be- weglicher Führungstisch angeordnet ist. Dieser bewegliche Führungstisch ver- kleinert den Abstand ohne Auflagepunkte/-linien für das Walzband derart, dass ein Ausweichen des Walzbandes nicht möglich ist.
Von Vorteil ist, wenn zwischen dem Ende des vorderen Rollganges und dem schwenkbaren Rollgangsteil ein weiterer beweglicher, mit dem schwenkbaren Rollgangsteil verzahnter, Führungstisch angeordnet ist. Die Lücke im Rollgang ist dann vollständig geschlossen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die obere Trom- mel und die untere Trommel am Außenumfang Abflachungen aufweisen. Hier- durch wird eine größere Durchlauföffnung für das Walzband geschaffen und beim Einfädeln des Walzbandes bilden die Trommeln, speziell die obere Trom- mel, keine Hindernisse, an denen das Walzband gestoppt wird.
Von Vorteil ist auch, dass vor der oberen Trommel ein beweglicher Abweiser angeordnet ist. Hierdurch wird ein Einlauftrichter für das Walzband vorgegeben, wodurch ein Ausweichen des Walzbandes nach oben verhindert wird.
Weitere Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand von sehr schematischen Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 eine Vorrichtung zum Querteilen von Walzband in Einfä- delsposition vom Bandanfang ; und Fig. 2 eine Vorrichtung nach Fig. 1 in Schneidposition.
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Querteilen von Walzband 2 mit einem vor- deren Rollgang 3 und einem hinteren Rollgang 4. Die Teilung des Walzbandes 2 erfolgt durch ein oberes Messer 5, welches an einer oberen Trommel 6 befe- stigt ist, und einem unteren Messer 7, welches an einer unteren Trommel 8 be- festigt ist. Die Trommeln 6,8 drehen sich gegensinnig um eine obere Drehach- se 9 und einer unteren Drehachse 10. Die Drehrichtung ist durch Pfeile 11, 12 dargestellt.
Oberhalb des vorderen Rollganges 3 befindet sich ein beweglicher Abweiser 13. Oberhalb des hinteren Roliganges 4 befindet sich ein fester oder bewegli- cher Abweiser 14.
Die Trommeln 6,8 werden beim Einfädeln so gedreht, dass die Abflachungen 15, 15', 16, 16, speziell die Abflachung 15 an der oberen Trommel 6, so aus- gerichtet sind, dass sie zusammen mit dem beweglichen Abweiser 13 einen Einlauftrichter bilden.
Damit das Walzband 2, welches auf dem vorderen Rollgang 3 aufliegt, sicher auf den hinteren Rollgang 4 gelangt, wird ein schwenkbares Rollgangsteil 17 in eine Lücke gedreht. Dabei bewegt sich das schwenkbare Rollgangsteil 17 um die untere Trommel 8. Um die Lücke vollständig zu schließen werden bewegli- che Führungstische 18,19 zwischen dem schwenkbaren Rollgangsteil 17 und dem vorderen Rollgang 3 sowie dem schwenkbaren Rollgangsteil 17 und dem hinteren Rollgang 4 angeordnet. Zum vollständigen Schließen der Lücke wer- den der schwenkbare Rollgangsteil 17 und die beweglichen Führungstische 18, 19 miteinander verzahnt.
In Fig. 2 ist das Walzband 2 sowie die Trommeln 6,8 mit den Messern 5,7 zu sehen. Die Messer 5,7 befinden sich jetzt in einer Schneidposition. Dazu wer- den die obere Trommel 6 mit dem oberen Messer 5 und die untere Trommel 8 mit dem unteren Messer 7 gegensinnig um die obere Drehachse 9 und die un- tere Drehachse 10 gedreht. Hierzu wurde das schwenkbare Roligangsteil 17 aus der Rollgangslücke weggedreht.
Zur Vermeidung von Beschädigungen des schwenkbaren Rollgangteiles 17 durch beispielsweise nach unten fallende Reststücke des Walzbandes 2, wird das schwenkbare Rollgangsteil 17 so gedreht, dass es durch die untere Trom- mel 8 verdeckt wird.
Zusätzlich können die beweglichen Führungstische 18,19 dem Kreisbogen, welchen das untere Messer 7 überdeckt, ausweichen. Dieses geschieht bei- spielsweise durch eine lineare seitliche Bewegung oder eine Drehbewegung.
Bezugszeichenübersicht 1 Querteilungsvorrichtung 2 Walzband 3 vorderer Rollgang 4 hinterer Rollgang 5 oberes Messer 6 obere Trommel 7 unteres Messer 8 untere Trommel 9 obere Drehachse 10 untere Drehachse 11 Drehrichtung obere Trommel 12 Drehrichtung untere Trommel 13 beweglicher Abweiser 14 fester Abweiser 15, 15 Abflachung obere Trommel 16, 16 Abflachung untere Trommel 17 schwenkbares Rollgangsteil 18 beweglicher Führungstisch 19 beweglicher Führungstisch
