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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR TRIGGERING AN URGE TO SNEEZE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/001531
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for triggering an urge to sneeze, comprising a hair bundle (2), which is formed form individual hairs (3), and a retaining element, to which an end (4) of the hair bundle (2) is fastened, wherein the length of the hairs (3) of the hair bundle (2) is selected in such a way that, by inserting the free end (7) of the hair bundle (2) into a nostril of a nose, the nasal mucosa can be stimulated by the contact with the individual hairs (3) of the hair bundle (2).

Inventors:
WONG, Hin Leng (Lehenerstrasse 134, Freiburg, 79106, DE)
Application Number:
EP2016/065625
Publication Date:
January 04, 2018
Filing Date:
July 01, 2016
Export Citation:
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Assignee:
WONG, Hin Leng (Lehenerstrasse 134, Freiburg, 79106, DE)
International Classes:
A46B9/02
Attorney, Agent or Firm:
HORNIG, Leonore (Patentanwaltskanzlei Hornig, Basler Straße 115, Freiburg, 79115, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zum Auslösen eines Niesreizes, mit einem Haarbündel (2), welches aus einzelnen Haaren (3) gebildet ist, und mit einem Halteelement, an welchem ein Ende (4) des Haarbündels (2) befestigt ist, wobei die Länge der Haare (3) des Haarbündels (2) so gewählt ist, dass durch Einführen des freien Endes (7) des Haarbündels (2) in ein Nasenloch einer Nase die Nasenschleimhaut aufgrund der Berührung mit den einzelnen Haaren (3) des Haarbündels (2) reizbar ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Haare (3) des Haarbündels (4) zwischen 3 und 20 Haaren (3) beträgt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, die Länge der Haare (3) des Haarbündels (2) jeweils mindestens 2cm, bevorzugt mindestens 2,5 cm, beträgt. 4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haare (3) des Haarbündels (2) unterschiedliche Länge aufweisen.

5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Haare (3) des

Haarbündels (2) über die Länge einer Nase abgestuft sind.

6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haare (3) aus Kunststoff, Kunsthaar, Naturhaar oder ähnlichen Materialien gebildet sind .

7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Halteelement ein Griff (1) vorgesehen ist, dessen Größe und Material so gewählt ist, dass das freie Ende (7) des Haarbündels (2) durch Halten und Führen der Vorrichtung mit dem Griff (1) mittels einer Hand leicht in die Nase einführbar und darin bewegbar ist.

8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (1) aus Kunststoff gebildet ist.

9. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 zum Auslösen eines Niesreizes. 10. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 zur Behandlung von Heuschnupfen durch Auslösen von Niesreizen .

Description:
Vorrichtung zum Auslösen eines Niesreizes

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auslösen eines Niesreizes .

Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, einen Niesreiz mittels Niespulver, wie gemahlenem Pfeffer auszulösen. Dies hat den Nachteil, dass das Einatmen von Niespulver nicht für jedermann gut verträglich ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Mittel zum

Auslösen eines Niesreizes zu schaffen, das keine unerwünschten Nebenwirkungen hat und mit der Niesreize gezielter und dosierter ausgelöst werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung zum Auslösen eines Niesreizes gelöst, die ein Haarbündel auf ¬ weist, welches aus einzelnen Haaren gebildet ist, und ein Halteelement, an welchem ein Ende des Haarbündels befestigt ist, wobei die Länge der Haare des Haarbündels so gewählt ist, dass durch Einführen des freien Endes des Haarbündels in ein Nasenloch einer Nase die Nasenschleimhaut aufgrund der Berührung mit den einzelnen Haaren des Haarbündels reizbar ist, so dass ein Niesreiz auslösbar ist.

Der Ausdruck „einzelne Haare" bedeutet hier wenige Haare im Unterschied zu einer Menge, einer Masse oder einer Vielzahl von Haaren, wie dies beispielsweise bei einem Pinsel der Fall ist. Bei letzterem wird von „dem Haar" gesprochen. „Einzelne Haare" bedeutet hier, dass nur so wenige Haare verwendet werden, dass die Haare einzeln erkennbar sind und auch einzeln in der Nase wirken können und nicht nur in einem großen Gesamtverbund. Das Bündel gemäß der Erfindung soll maximal etwa 50 Haare umfassen.

Aufgrund der Reizung der Nasenschleimhaut mit der erfindungs- gemäßen Vorrichtung kann somit ein Niesreiz gezielt und dosiert ausgelöst werden. Mit dem Halteelement kann das

Haarbündel soweit in das Nasenloch eingeführt werden bis die Nasenschleimhaut derart durch die Haare gereizt wird, dass ein Niesen ausgelöst wird. Durch unterschiedlich tiefes

Einführen und durch Bewegen des Haarbündels in dem Nasenloch kann die Intensität des Niesreizes bestimmt werden. Auch kann durch eine längere Anwendung oder durch mehrfache Anwendung die Anzahl der Niesreize bestimmt werden. Das Reizen der Nasenschleimhaut kann jeder Zeit unterbrochen werden und wieder neu fortgesetzt werden. Somit kann der Anwender das Niesen nach Bedarf steuern und dosieren. Auch wird keine zusätzliche Substanz in die Atemwege eingeführt, so dass keine unerwünschten Nebenwirkungen auftreten. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung beträgt die Anzahl der Haare des Haarbündels zwischen 3 und 20 Haaren. Bei dieser Anzahl von Haaren wurde ein besonders guter Effekt beim Auslösen von Niesreizen bei Menschen in menschlichen Nasen beobachtet. Abweichungen von der Anzahl der Haare sind möglich, wenn dies beispielsweise aufgrund der Materialbeschaffenheit der Haare und sinnvoll ist. Auch kann eine größere Anzahl von Haaren vorteilhaft sein, wenn es sich um die Nase eines Tieres handelt, die größer als die mensch ¬ liche Nase ist.

Vorteilhaft ist bei der Verwendung der Vorrichtung für das Auslösen eines Niesreizes in einer menschlichen Nase, dass die Länge der Haare des Haarbündels jeweils mindestens 2cm, bevorzugt mindestens 2,5 cm, beträgt. Eine besonders geeigne ¬ te Länge der Haare liegt zwischen etwa 3 bis 5 cm bei der Verwendung für eine menschliche Nase.

Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung können die Haare des Haarbündels unterschiedliche Länge aufweisen. Somit kann die Nasenschleimhaut an unterschiedli ¬ chen Stellen in der Nase gleichzeitig gereizt werden und der Niesreiz verstärkt werden. Dabei ist es günstig, wenn die Länge der Haare des Haarbündels über die Länge einer Nase abgestuft sind, die der Länge der Nase entspricht, in welcher der Niesreiz ausgelöst werden soll. Weiter ist es vorteilhaft, wenn die Haare aus Kunststoff, Kunsthaar, Naturhaar oder ähnlichen Materialien gebildet sind. Wesentlich ist, dass die Haare sowohl eine geeignete Steifigkeit als auch eine geeignete Beweglichkeit sowie Enden aufweisen, die zum Auslösen eines gewünschten Niesreizes geeignet sind, ohne dass die Schleimhaut der Nase beim Auslö ¬ sen des Niesreizes verletzt wird.

Vorteilhafterweise ist als Halteelement ein Griff vorgesehen, dessen Größe und Material so gewählt ist, dass das freie Ende des Haarbündels durch Halten und Führen der Vorrichtung mit dem Griff mittels einer Hand leicht in die Nase einführ ¬ bar und darin bewegbar ist. So kann die Vorrichtung klein und handlich gewählt werden. Jede Person kann damit selbst in ihrer Nase Niesreize nach Bedarf auslösen. Es ist günstig, wenn der Griff aus Kunststoff gebildet ist. Somit lässt sich eine sehr leichte und einfache Vorrichtung erzeugen. Das Haarbündel kann dann in eine Vertiefung in dem Griff eingebracht und ebenfalls mit einem Kunststoffmaterial in dem Griff befestigt werden. Eine derartige Vorrichtung ist kos ¬ tengünstig und als Massenartikel herstellbar. Der Griff kann vorteilhafterweise eine Länge von einigen cm, bevorzugt zwischen 2 und 5 cm, und eine Breite und Dicke, die kleiner als 1 cm ist aufweisen.

Erfindungsgemäß kann die Vorrichtung in allen beschriebenen Ausführungsvarianten zum Auslösen eines Niesreizes verwendet werden. Die Vorrichtung kann hierzu mit dem Haarbündel in ein Nasenloch eingeführt und so bewegt werden, dass die Nasen ¬ schleimhaut derart gereizt wird, bis ein Niesreiz ausgelöst wird. Es ist bei dieser Verwendung der Vorrichtung auch vorteilhaft, dass die Nasenschleimhaut nicht verletzt wird, da die Haare so gewählt sind, dass bei der Berührung mit der Nasenschleimhaut keine Verletzungen entstehen können. Auch müssen keine Stoffe eingeatmet werden, die den Atemorganen auf dem Atemweg schaden könnten.

Eine weitere erfindungsgemäße Verwendung der erfindungsgemä- ßen Vorrichtung bezieht sich auf die Behandlung von Heuschnupfen durch Auslösen von Niesreizen. Es hat sich gezeigt, dass aufgrund von ausgelöstem Niesen bei Personen mit einer Heuschnupfenallergie eine deutliche Linderung der Beschwerden eintritt. Dies lässt sich vermutlich darauf zurückführen, dass aufgrund des ausgelösten Niesens eine Reinigung der

Nase, der Nebenhöhlen und der Atemwege erfolgt. Hier ist die erfindungsgemäße Vorrichtung vorteilhaft, da das Niesen gezielt, auf die einzelne Person angepasst und dosiert ange ¬ wendet werden kann, keine Zusatzstoffe erforderlich sind, die den heilenden Effekt reduzieren oder unerwünschte Nebenwirkungen haben könnten. Auch wird eine Verletzung der Nasenschleimhäute vermieden, da das Auslösen von Niesreizen durch Haare sanft und ohne Verletzungen aufgrund der Berührung erfolgen kann.

Die beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung bedeuten keine Einschränkung der Erfindung. Die Vorrichtung kann aus allen geeigneten Materialien und in unterschiedlichen Größen hergestellt werden, wie es für die jeweilige Anwendung sinn ¬ voll ist. Wenn es sinnvoll ist zur Behandlung eines Tieres die Vorrichtung einzusetzen, kann der Fachmann geeignete Materialien und Größen festlegen. Auch kann das Halteelement in einer anderen Vorrichtung befestigt werden. Es sind auch Anwendungen denkbar, bei denen das Auslösen eines Niesreizes mittels einer geeigneten Vorrichtung automatisch gesteuert werden kann.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Die Figur zeigt eine schematische Darstellung eines Ausfüh ¬ rungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Auslösen eines Niesreizes.

Die Vorrichtung umfasst einen Griff 1 und ein Haarbündel 2, welches aus einzelnen Haaren 3 gebildet ist. Ein Ende 4 des Haarbündels 2 ist mit einem zwingenartigen Element 5 zusam- mengefasst bzw. gebündelt und in den Griff 1 eingebracht und an diesem befestigt. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen schmalen, länglichen Griff. Er weist auf der Vorderseite und auf der Rückseite, jeweils eine

Haltevertiefung 6 auf, von welchen nur eine gezeigt ist. Die Haltevertiefungen 6 verhindern ein Abrutschen der Finger eines Benutzers von dem Griff 1 und gewährleisten ein sicheres Festhalten des Griffs 1.

Das Haarbündel 2 umfasst nur einzelne Haare 3. Im Zusammen- hang mit der Erfindung ist unter einzelnen Haaren 3 zu verstehen, dass es sich nicht um eine Menge oder um eine Masse von Haaren handelt, wie dies beispielsweise bei „dem Haar" eines Pinsels der Fall ist. Die Haare 3 sind einzeln erkenn ¬ bar. Im gezeigten Ausführungsbeispiel werden 12 Haare verwen- det. Die Anzahl der Haare kann variieren und je nach Ausführungsart geeignet gewählt werden. Bevorzugt beträgt die

Anzahl der Haare zwischen 3 und 20 Haaren; die besten Ergebnisse bei einer menschlichen Nase wurden mit zwischen etwa 9 bis 15 Haaren erzielt. Je nach Material und Verwendung der Vorrichtung kann die Anzahl der Haare auch bis maximal 50 betragen .

Die Länge der Haare 3 ist jeweils so gewählt, dass durch Einführendes freien Endes 7 des Haarbündels in ein Nasenloch einer Nase die Nasenschleimhaut aufgrund der Berührung mit den freien Enden der Haare 3 gereizt werden kann, so dass ein Niesreiz ausgelöst werden kann.

Bei der Verwendung zum Auslösen eines Niesreizes in einer menschlichen Nase beträgt die Länge der Haare 3 des Haarbün ¬ dels 2 mindestens 2cm, bevorzugt mindestens 2,5cm. Eine Länge zwischen etwa 4cm und 6cm erweist sich als sehr vorteilhaft, da auch in dem hinteren Bereich des Nasenlochs die Schleimhaut mit den Haaren 3 auf einfache Weise gereizt werden kann. Die Haare 3 des Haarbündels 2 können auch unterschiedliche Länge aufweisen. Günstigerweise ist die Länge der Haare 3 über die Länge der Nase abgestuft. Somit kann an unterschied- liehen Stellen der Nase ein Niesreiz gleichzeitig oder nahe beieinander liegend ausgelöst werden.

In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine einfache, handliche und leichte Vorrichtung gezeigt. Die Länge des

Griffs beträgt etwa zwischen 3 und 5 cm. Die Breite und die Dicke des Griffs 1 sind hier kleiner als 1 cm gewählt, so dass er leicht zwischen Fingern einer Hand gehalten werden kann. Als Material kann Kunststoff verwendet werden. Es sind jedoch im Rahmen der Erfindung auch alle anderen geeigneten Materialien möglich. Beispielsweise kann der Griff aus einem Metall gebildet sein, die Haare aus Kunststoff, Kunsthaar, Naturhaar oder ähnlichen Materialien. Materialen und Größen der Vorrichtung können nach Belieben des Fachmanns für eine jeweilige gewünschte Anwendung geeignet variiert und gewählt werden .

Die Vorrichtung kann zum Auslösen eines Niesreizes verwendet werden. Hierzu kann sie an dem Griff 1 angefasst werden und mit dem Ende 4 des Haarbündels 2 derart in ein Nasenloch einer Nase geführt werden, dass die Enden der einzelnen Haare 3 die Nasenschleimhaut an verschiedenen Stellen berühren. Die Vorrichtung kann dabei in alle Richtungen bewegt werden, bis ein oder mehrere Niesreize in einem gewünschten Maße ausge- löst werden.

Auch hat sich gezeigt, dass die Vorrichtung zur Behandlung von Heuschnupfen geeignet ist. Durch das gezielte Auslösen von Niesreizen wurde eine Verbesserung der allergischen

Reaktionen von Heuschnupfenpatienten festgestellt. Diese äußert sich zunächst darin, dass die Nase, Nebenhöhlen und Atemwege freier werden und dass daraufhin die allergische Reaktion des Patienten zurückgeht.