Frings, Hermann-joseph (Schrebestr. 12, Aachen, 52072, DE)
Frings, Hermann-joseph (Schrebestr. 12, Aachen, 52072, DE)
| 1. | Einrichtung für DoppelsteppstichNähoder Stickmaschinen zum Wechseln der die Spule aufnehmenden Spulenkapsel, die von einem innerhalb des Greifers angeordneten Zapfen aufgenom men ist, mit einer Aufnahmevorrichtung, die Träger mit mehreren Aufnahmeplätzen für die Spulenkapseln aufweist, und mit einer Greifvorrichtung mit mindestens einem Halteelement für die Spulenkapseln, das zum Überführen der Spulenkapseln von der Wechselposition der Aufnahmevorrichtung zum Greifer, sowie vom Greifer zur Wechselposition der Aufnahmevorrichtung entlang einer im wesentlichen parallel zum Greifer verlaufenden Bahn bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement (34) mindestens einen an der stirnseitigen Wandung (7) der Spulenkapseln (4) angreifenden schaltbaren Magneten (35) aufweist, und die Spulenkapseln (4) im Bereich ihrer stirnseitigen Wandung (7) jeweils einen als Sperrelemet dienenden und mit dem Zapfen (6) zusammenwirkenden Perma nentmagneten (8) aufweisen, dessen auf den Zapfen (6) wirkende Haltekraft geringer als die Kraft des schaltbaren Magneten (35) ist. |
| 2. | Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement (34) zwei schaltbare Magnete (35) aufweist, die an einander diametral gegenüberliegenden Angriffsflächen (37) der stirnseitigen Wandung (7) der Spulenkapsel (4) an dieser angrei fen. |
| 3. | Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagefläche 37 an der Spulenkapsel (4) und die an den schaltbaren Magneten (35) ausgebildeten Anlageflächen (36) zu einander komplementär verlaufen. |
| 4. | Einrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (22) der Aufnahmevorrichtung (21) zwei oder mehrere als Fixierelemente (24) dienende Stifte (25,26) aufweist, die in in der stirnseitigen Wandung (7) der Spulenkapsel (4) vorgesehene Ausnehmungen (27,28) eingreifen. |
| 5. | Einrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Ausnehmungen (27,28) und die Fixierelemente (24) in ihrem jeweiligen Wirkbereich paarweise unterschiedliche Querschnitte aufweisen. |
| 6. | Einrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (22) min destens einen aus ferromagnetischem Material bestehenden Bereich aufweist, der bei von ihm aufgenommener Spulenkapsel (4) mit deren Permanentmagnet (8) zusammenwirkt. |
| 7. | Einrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifvorrichtung (33) Positioniermittel (47) für die Träger (22) aufweist. |
| 8. | Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Positioniermittel (47) von im wesentlichen parallel zur Achse des Greifers (2) gerichteten Gleitkufen (46) gebildet ist, deren gegenseitiger Abstand der Breite des Trägers (22) entspricht und deren beide Endbereiche sich trichterförmig erweitern. |
| 9. | Greifer zur Verwendung in einer Einrichtung für Doppelstepp stichNähoder Stickmaschinen zum Wechseln der die Spule auf nehmenden Spulenkapsel, die von einem am Boden der Unterkap sel angeordneten Zapfen aufgenommen ist und einen Hohlzylinder zur Aufnahme der Spule aufweist, gekennzeichnet durch einen im Bereich des Hohlzylinders (11) in die stirnseitige Wandung (7) der Spulenkapsel (4) eingelagerten Permanentmagneten (8), der bei in den Greifer (2) eingesetzter Spulenkapsel (4) mit dessen Zapfen (6) und bei von einem der Trä ger (22) der Aufnahmevorrichtung (21) aufgenommener Spulen kapsel (4) mit einem ferromagnetischen Bereich des Trägers (22) zusammenwirkt. |
| 10. | Greifer nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine an der stirnseitigen Innenwandung (9) der Spulenkapsel (4) befestige Haltefeder (12) für die Spule (5), deren freier Endbereich eine Abkröpfung (14) aufweist, die durch eine Ausnehmung (13) in der Spulenkapsel (4) zwischen die beiden Flansche (18) der Spule (5) ragt und deren freies Ende (17) gegenüber der Seitenwandung der Spulenkapsel (4) vorsteht. |
| 11. | Greifer nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Endbereich der Haltefeder (12) der Spulenkapsel (4) durch einen der Flansche (18) der Spule (5) quer zu deren Längsachse bewegbar ist. |
Doppelsteppstich-Nähmaschinen weisen üblicher Weise einen Greifer mit einer die Nadelfadenschlinge erfassenden Greiferspitze sowie mit einer im Greifer gelagerten Unterkapsel mit einer von dieser aufge- nommenen Spulenkapsel auf. Die Unterkapsel ist dabei mit einem zur Achse des Greifers koaxial angeordneten Zapfen versehen, der bei in die Unterkapsel eingesetzter Spulenkapsel in einen in dieser ange- ordneten Hohlzylinder eingreift, der seinerseits die den Greifer- fadenvorrat aufnehmende Spule trägt.
Zur Sicherung der Spulenkapsel auf dem Zapfen der Unterkapsel ist dieser im Bereich seines freien Endes mit einem Einschnitt versehen, in den bei in die Unterkapsel eingesetzter Spulenkapsel ein an dieser vorgesehener Sperriegel eingreift. Der Sperriegel ist in der Spulen- kapsel entgegen der Kraft einer Feder verschiebbar und weist zum Durchtritt des Zapfens eine Öffnung auf, die um einen bestimmten Betrag größer als der Durchmesser des Zapfens ist. Der Sperriegel sichert somit in seiner einen Endpositionen die Spulenkapsel gegen Herausfallen aus der Unterkapsel und kann mittels einer an der Spu- lenkapsel schwenkbeweglich angeordneten und mit dem Sperriegel bewegungsmäßig verbundenen Klappe entgegen der Kraft einer Feder in seine die Spulenkapsel freigebende andere Endposition ver- bracht werden, in der die Spulenkapsel aus der Unterkapsel bzw aus dem Greifer herausgenommen werden kann. Um in dieser Stellung des Sperriegels und damit insbesondere sowohl während des Ein- setzens als auch während des Herausnehmens der Spulenkapsel ein Herausfallen der Spule aus der Spulenkapsel zu verhindern, ist am Sperriegel eine im wesentlichen rechtwinklig abgebogene Nase vor- gesehen, die durch eine in der Wandung der Spulenkapsel vorgese- hene Ausnehmung in deren Innenraum ragt und die Spule gegen Herausfallen aus der Spulenkapsel sichert.
Zur Erleichterung des Betätigens der Klappe ist deren freies Ende etwas von der Spulenkapsel weggebogen und kann zum Heraus- nehmen der Spulenkapsel aus der Unterkapsel sowie zum Einführen derselben in die Unterkapsel von der Bedienungsperson relativ leicht hintergriffen werden.
Da die Spule nur eine relativ geringe Länge des Greiferfadens auf- zunehmen vermag und daher ein häufiges Wechseln der Spule mit dem damit verbundenen Herausnehmen und Wiedereinführen der Spulenkapsel erforderlich ist, wurden Einrichtungen zum Wechseln der Spule bzw der Spulenkapsel bekannt, die das manuelle Wechseln der Spule mit technischen Mitteln nachahmen.
In der JP 8-196 766 ist eine Einrichtung zum Wechseln der Spu- lenkapsel beschrieben, die einen von einem bewegbaren Träger aufgenommenen Haken aufweist, der zum Entnehmen der Spulen- kapsel deren Klappe hintergreift und ihr eine der manuellen Bewe- gung entsprechende Schwenkbewegung erteilt, an deren Ende die Klappe an einer am Träger ausgebildeten Gegenlage zur Anlage kommt. Hierdurch führt der Sperriegel eine entsprechende Quer- bewegung aus, wodurch die Spulenkapsel freigegeben wird und zusammen mit der Spule durch den sich auf einer vorgegebenen Bahn bewegbaren Träger aus der Unterkapsel heraus bewegt wer- den kann. Hierbei ist die Bewegungsbahn so gestaltet, daß der Träger formschlüssig geführt ist und zunächst eine zur Achse des Greifers parallel gerichtete Bewegung ausführt, die dann in eine Schwenkbewegung übergeht, an die sich eine schräg nach abwärts führende Bewegung anschließt, an deren Ende die Spulenkapsel an eine unterhalb und seitlich des Greifers angeordnete Aufnahmevor- richtung übergeben wird.
Analog hierzu erfolgt das Einführen einer mit einer gefüllten Spule bestückten Spulenkapsel in die Unterkapsel.
Da die Spulenkapsel somit sowohl während ihrer Bewegung vom Greifer zur Aufnahmevorrichtung, als auch während der Bewegung von dieser zum Greifer durch den Haken nur kraftschlüssig gehalten ist, muß dieser während der gesamten Dauer dieser Bewegungen eine entsprechend große Andruckkraft auf die Klappe ausüben.
Auch bei der Einrichtung nach der US-PS 5 718 181 ist zum Erfassen der Spulenkapsel ein deren Klappe hintergreifender Haken vorge- sehen, der analog zur Einrichtung nach der JP 8-196766 die Klappe während den Bewegungen der Spulenkapsel vom Greifer zur Aufnah- mevorrichtung bzw von dieser zum Greifer gegen einen ent- sprechenden Anschlag drückt. Da an diesem Anschlag gleichzeitig eine Zunge ausgebildet ist, die bei sich in ihrer Endstellung befind- licher Klappe in eine an der Klappe ohnehin vorgesehene Ausneh- mung greift, erfolgt das Halten der Spulenkapsel während ihrer vorgenannten Bewegungen teils form-und teils kraftschlüssig.
Nachteilig ist auch hier, daß das Überführen der Spulenkapsel vom Greifer zur Aufnahmevorrichtung sowie von dieser zum Greifer in mehreren unterschiedlichen Bewegungsabschnitten erfolgt, sodaß auch diese Einrichtung, die im übrigen ebenfalls den manuellen Wechsel der Spulenkapsel nachahmt, relativ kompliziert ist.
Schließlich wurde durch die DE-PS 1 206 713 eine weitere Einrichtung zur mechanischen Durchführung des Wechselns der Spulenkapsel bzw der Spule an Doppelsteppstich-Nähmaschinen mit in vertikaler Ebene umlaufendem Greifer bekannt, bei welcher die Spulenkapsel entlang einer zur Achse des Greifers parallelen Bahn diesem entnommen und zu einem Aufnahmeplatz einer Aufnahmevorrichtung geführt wird. Dabei ist als Spulenwechselmittel ein zur Greiferachse koaxial verschiebbar angeordneter Elektromagnet und ein gemein- sam mit diesem verschiebarer und mit dem Elektromagnet federnd verbundener Schieber vorgesehen. Der Elektromagnet verschwenkt die Spulenkapselklappe aus und hebt dadurch einerseits die Verriegelung zwischen der Spulenkapsel, und dem Greifergehäuse auf und verriegelt andererseits die Spule innnerhalb der Spulen- kapsel, sodaß die Spule beim nachfolgenden Herausziehen der Spu- lenkapsel nicht aus dieser herausfallen kann.
Damit erschöpft sich auch die der DE-PS 1 206 713 entnehmbare Lehre in der Nachahmung des manuellen Wechselns der Spulenkap- sel durch mechanische Mittel.
Mit der älteren, nicht vorveröffentlichten DE 199 13 043 A1 wurde eine gattungsgemäße Einrichtung für Doppelsteppstich-Nähmaschinen sowie eine hieran angepaßte Spulenkapsel vorgeschlagen, bei der sowohl der seither übliche Sperrschieber als auch die zu dessen Betätigung benutzte Spulenkapselklappe in Wegfall gekommen und durch eine Doppel-Schenkelfeder oder einen in den Einschnitt des Zapfens eingelegten federnd ausgebildeten Ring ersetzt wurden.
Hierdurch wurde zwar der Aufbau der Spulenkapsel etwas ver- einfacht, jedoch erhöhte sich dabei der konstruktive Aufwand für die Bewegung der Halteelemente der entsprechenden Greifvorrichtung.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine gattungsge- mäße Einrichtung dahingehend zu verbessern, daß einerseits das Er- fassen und Halten der Spulenkapsel vereinfacht und andererseits der konstruktive Aufwand für das Wechseln der Spule reduziert wird.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Einrichtung dadurch gelöst, daß das Halteelement der Greifvorrichtung mindestens einen an der stirnseitigen Wandung der Spulenkapseln angreifenden schalt- baren Magneten aufweist, und die Spulenkapseln im Bereich ihrer stirnseitigen Wandung jeweils einen als Sperrelement dienenden und mit dem Zapfen zusammenwirkenden Permanentmagneten auf- weisen, dessen auf den Zapfen wirkende Haltekraft geringer als die Kraft des schaltbaren Magneten ist.
Durch das Einlagern eines Permanentmagneten in die stirnseitige Wandung der Spulenkapsel wird zwischen diesem und dem Endbe- reich des Zapfens der Unterkapsel eine magnetische Haltekraft erzeugt, die eine ausreichende axiale Sicherung der Spulenkapsel im Greifer gewährleistet. Dadurch kann der seither im Bereich des freien Endes des Zapfens vorgesehene Einschnitt entfallen. Sofern der Permanentmagnet derart in die stirnseitige Wandung der Spulenkapsel eingelagert ist, daß seine Oberfläche im wesentlichen bündig mit der Außenseite der stirnseitigen Wandung der Spulenkap- sel verläuft, bietet sich die Möglichkeit, die Lage der Spulenkapsel innerhalb der Aufnahmevorrichtung ebenfalls durch den Permanent- magneten zu sichern.
Durch die DE 198 40 956 C1 wurde ein Greifer für Doppelsteppstich- Nähmaschinen bekannt, bei welchem die Spulenkapsel mittels einer manuell zu handhabenden und aus Stahl bestehenden Entnahmevor- richtung aus dem Greifer entnommen werden kann. Hierzu ist in die stirnseitige Wandung der Spulenkapsel 4 ein Magnet eingelagert, sodaß die Spulenkapsel 4 aufgrund des zwischen ihr und der Entnahmevorrichtung herrschenden Magnetfeldes dem Greifer durch die Entnahmevorrichtung entnommen werden kann. Hierbei ist davon ausgegangen, daß die zwischen der Entnahmevorrichtung und der Spulenkapsel 4 herrschende Kraft ausreichend ist, um beim Entneh- men der Spulenkapsel die Spule in dieser zu halten, sodaß die Spulenkapsel stets zusammen mit der Spule mit herausgenommen werden kann.
Diese Lösung ist nähtechnisch insoweit problematisch, als die von dem in die Spulenkapsel 4 eingelagerten Magnet ausgehende Feld- stärke auch während des Nähens auf die Spule wirkt, sodaß deren zum Fadenabzug notwendige Drehbewegung gebremst wird. Dies führt zu unterschiedlichen Fadenabzugskräften.
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung wird eine sichere Fixierung der Spulenkapsel während der Bewegung der Greif- vorrichtung vom Greifer zur Aufnahmevorrichtung, bzw von die-ser zum Greifer dann erzielt, wenn das Halteelement zwei schaltbare Magnete aufweist, die an einander diametral gegenüberliegenden Stellen der Anlagefläche der stirnseitigen Wandung der Spulenkapsel an dieser angreifen.
Zur Erzielung eines möglichst starken magnetischen Feldes ist es vorteilhaft, wenn die Bereiche der stirnseitigen Wandung der Spulen- kapsel, an denen die schaltbaren Magnete der Greifvorrichtung an- greifen und die an den schaltbaren Magneten ausgebildeten Anlage- flächen zueinander komplementär verlaufen.
Zur Erleichterung des Einlegens der Spulenkapseln in den jeweiligen Träger der Aufnahmevorrichtung weist jeder der Träger mindestens zwei als Fixierelemente dienende Stifte auf, die in in der stirnseitigen Wandung der Spulenkapsel vorgesehene Ausnehmungen eingreifen.
Diese Fixierelemente dienen einerseits beim Einlegen der Spulenkapseln in den jeweiligen Träger als Einlegehilfe zur Gewährleistung der richtigen Relativlage der Spulenkapsel zum Greifer und andererseits ist diese Relativlage während des Über- führung der Spulenkapsel zum Greifer gesichert.
Um insbesondere ein um 180 Grad verdrehtes Einlegen der Spulen- kapseln in den Träger der Aufnahmevorrichtung zu verhindern, wei- sen die Ausnehmungen und die Fixierelemente in ihrem jeweiligen Wirkbereich paarweise unterschiedliche Querschnitte auf.
Eine konstruktiv einfache Ausbidung der Träger der Aufnahmevor- richtung ergibt sich dadurch, daß diese mindestens einen aus ferro- magnetischem Material bestehenden Bereich aufweisen, der bei auf- genommener Spulenkapsel mit dem Permanentmagneten zusam- menwirkt.
Eine wesentliche Vereinfachung der Spulenkapsel, bei der sowohl der seither übliche Sperriegel, als auch die daran angelenkte Klappe und auch die an ihrer stirnseitigen Wandung seither erforderliche mecha- nische Bearbeitung in Wegfall kommen können, wird dann erreicht, wenn die Spulenkapsel im Bereich des Hohlzylinders in deren stirn- seitige Wandung ein Permanentmagnet eingelagert ist.
Diese Lösung beinhaltet den weiteren Vorteil, daß der Permanent- magnet innerhalb der Aufnahmevorrichtung mit einem ferromagneti- schen Bereich des jeweiligen Trägers derselben zusammen zu wirken vermag und damit die Spulenkapsel im Träger hält.
Mit dem Entfallen des Sperriegels kann auch dessen hakenförmig ausgebildeter Endbereich, der beim Entnehmen der Spulenkapsel aus dem Greifer die Spule gegen Herausfallen aus der Spulenkapsel sichert, dann völlig entfallen, wenn an der Spulenkapsel eine Haltefeder für die Spule vorgesehen ist, deren freier Endbereich durch eine Aussparung in der Seitenwandung der Spulenkapsel zwi- schen die beiden Flansche der Spule ragt und das freie Ende der Haltefeder gegenüber der Seitenwandung der Spulenkapsel vorsteht.
Ein einfaches Einlegen der Spule in die Spulenkapsel, ergibt sich dadurch, daß der Endbereich der Haltefeder durch einen der Flan- sche der Spule quer zu deren Längsachse bewegbar ist.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles derselben.
Es zeigt : Fig. 1 : eine Schnittdarstellung eines Greifers mit einer erfindungs- gemäßen Spulenkapsel zusammen mit einem Teil der Auf- nahmevorrichtung sowie der Greifvorrichtung ; Fig. 2 : eine Schnittdarstellung entsprechend Fig. 1 mit von der Greifvorrichtung aufgenommener Spulenkapsel ; Fig. 3 : eine Schnittdarstellung entsprechend Fig. 1 mit vom Trä- ger der Aufnahmevorrichtung 21 aufgenommener Spu- lenkapsel ; Fig. 4 : eine Seitenansicht des Trägers der Aufnahmevorrichtung ; Fig. 5 : eine Schnittdarstellung der Spulenkapsel ; Fig. 6 : eine Draufsicht auf die Spulenkapsel gemäß Fig. 6 Fig. 7 : eine Ansicht der Greifvorrichtung in Richtung des Pfeiles A der Fig. 2 ; In Fig. 1 ist mit 1 das greiferseitige Ende einer horizontal angeord- netenen Greiferwelle bezeichnet, die in einer Grundplatte einer nicht näher dargestellten Doppelsteppstich-Nähmaschine gelagert ist. Der mit der Greiferwelle 1 verbundene Greifer 2 arbeitet in an sich bekannter Weise mit einer fadenführenden (nicht gezeigten) Nadel zur Bildung einer Naht zusammen.
Im Greifer 2 ist in üblicher Weise eine Unterkapsel 3 gelagert, die zur Aufnahme einer Spulenkapsel 4 dient, die ihrerseits eine den Fadenvorrat aufnehmende Spule 5 trägt. Die Unterkapsel 3 weist zur Aufnahme der Spulenkapsel 4 einen Zapfen 6 auf, der in an sich bekannter Weise am Boden der Unterkapsel 3 befestigt ist.
Während bei bekannten Ausführungen der Unterkapsel deren Zapfen an seinem freien Ende einen Einschnitt für den Sperriegel der Spulenkapsel aufweist, ist dieser Einschnitt und die sich hieran anschließende Kuppe beim Zapfen 6 der erfindungsgemäßen Unter- kapsel 3 in Wegfall gekommen.
An die Stelle der seither mechanischen Verriegelung der Spulen- kapsel mit dem Zapfen der Unterkapsel tritt erfindungsgemäß eine magnetische Halterung der Spulenkapsel 4. Hierzu ist in deren stirnseitige Wandung 7 ein Permanentmagnet 8 eingelagert. In einer bevorzugten Ausführungsform der Spulenkapsel 4 ist die Anordnung und Ausbildung des Permanentmagneten 8 so getroffen, daß dieser sowohl mit der stirnseitigen Außenwandung 7 als auch mit der stirnseitigen Innenwandung 9 der Spulenkapsel 4 bündig verläuft.
Dabei ist ferner der Zapfen 6 der Unterkapsel 3 gegenüber der Ausbildung des Zapfens üblicher Unterkapseln derart gekürzt, daß zwischen der Innenwandung 9 der Spulenkapsel 4 und der Stirnseite des Zapfens 6 kein, oder ein nur möglichst geringer Luftspalt ent- steht. Der Permanentmagnet 8 kann einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen, dessen Durchmesser im wesentlichen dem Durchmesser des Zapfens 6 entspricht. Zur Erzielung einer besonders hohen Halte- kraft kann der Durchmesser des Permanentmagneten 8 dem Durch- messer des die Nabe 10 der Spule 5 aufnehmenden Hohlzylinders 11 entsprechen oder auch etwas größer als dieser sein.
Die Spule 5 ist wird von dem Hohlzylinder 11 der Spulenkapsel 4 in bekannter Weise aufgenommen. Da der seither übliche Sperriegel der Spulenkapsel 4 und damit auch sein die Spule 5 auf dem Hohlzylinder 11 beim Herausnehmen der Spulenkapsel 4 aus der Unterkapsel 3 bzw dem Greifer 2 gegen Herausfallen sicherndes hakenförmiges Ende ebenfalls entfallen ist, ist die Spulenkapsel 4 mit einer Haltefeder 12 versehen. Diese ist einerends an der Innenwandung 9 befestigt und ragt durch die in der Spulenkapsel 4 zum Durchtritt des hakenförmigen Endes des Sperriegels seither ohnehin vorhandene Ausnehmung 13 aus dem Innenraum der Spulenkapsel 4 heraus. Der Endbereich der Haltefeder 12 weist eine Abkröpfung 14 mit zwei divergierenden Schenkeln 15,16 auf, die durch die Ausnehmung 13 in den Innenraum der Spulenkapsel 4 zurückgeführt sind. Dabei steht das freie Ende 17 des Schenkels 16 gegenüber der Spulenkapsel 4 vor und kann beispielsweise in der Wechselstation beim manuellen Herausnehmen einer leer gearbeiteten Spule 5 als Handhabe für die Haltefeder 12 dienen. Da die Abkröpfung 14 nur geringfügig in den Innenraum der Spule 5 ragt, wird diese und damit die Haltefeder 12 beim Einführen einer Spule 5 in die Spulenkapsel 4 durch den Flansch 18 der Spule 5 kurzzeitig nach außen gedrückt und springt, nachdem der Flansch 18 die Abkröpfung 14 passiert hat, selbstätig in ihre die Spule 5 in der Spulenkapsel 4 gegen Herausfallen sichernde Lage zurück.
Die Spulenkapsel 4 ist in ihrem zylindrischen Bereich 19 gegenüber bekannten Spulenkapseln nicht verändert. In diesem Bereich ist daher die an sich bekannte Spannungseinrichtung für den Greiferfa- den in bekannter Weise angeordnet.
Die Wechselstation der erfindungsgemäßen Einrichtung weist zur Aufnahme der dem Greifer 2 entnommenen sowie der diesem zu zu führenden Spulenkapseln 4 eine Aufnahmevorrichtung 21 auf, die mit sternförmig angeordneten Trägern 22 versehen ist. Die Träger 22 sind auf einer zur Greiferwelle 1 parallel gerichteten Welle 23 ange- ordnet, die von einem nicht gezeigten Antrieb, dem eine Indexier- einrichtung zugeordnet ist, schrittweise, d. h. um jeweils eine Teilung gedreht wird.
Die Träger 22 sind in ihrem die Spulenkapseln 4 aufnehmenden Be- reich aus ferromagnetischen Material gefertigt und weisen jeweils zwei im Abstand zueinander und einander diametral gegenüberlie- gende Fixierelemente 24 auf, die beim gezeigten Ausführungsbeispiel als Stifte 25,26 ausgebildet sind. Die Stifte 25,26 sind ebenfalls parallel zur Greiferwelle 1 gerichtet und weisen in ihrem mit der Spulenkapsei 4 zusammenwirkenden Bereich unterschiedliche Querschnitte auf. In diesem Bereich können die Stifte 25,26 leicht konisch ausgebildet sein.
Zum Zusammenwirken der Fixierelemente 24 mit der jeweiligen Spulenkapsei 4 sind in der stirnseitigen Wandung 7 derselben zwei Ausnehmungen 27,28 vorgesehen, deren Querschnitte ebenfalls unterschiedlich sind. Die Ausnehmungen 27,28 in der stirnseitigen Wandung 7 der Spulenkapsel 4, sowie die Stifte 25,26 sind so ange- ordnet, daß bei auf den Stiften 25,26 aufgenommener Spulenkapsel 4 deren Relativlage zum Greifer 2 der Relativlage der Spulenkapsel 4 innerhalb des Greifers 2 entspricht, in der die Begrenzungsflächen 29,31 der an der Spulenkapsel 4 üblicher Weise vorgesehenen Aus- nehmumg 32 an den in der Unterkapsel 3 üblicher Weise vorgese- henen Positionierstiften zur Anlage kommen.
Da die Stifte 25,26 und die Ausnehmungen 27, 28 paarweise unter- schiedliche Querschnitte aufweisen, bilden diese einerseits beim Ein- legen der Spulenkapseln 4 in die Träger 22 eine Sicherung gegen verkehrtes Einlegen derselben und andererseits bilden sie sowohl während des Wegführens, als insbesondere auch während des Zu- führens der Spulenkapseln 4 zum Greifer 2, eine Verdrehsicherung für die Spulenkapseln 4.
Zum Herausnehmen der Spulenkapsel 4 aus dem Greifer 2 und ihrer Überführung zu den Trägern 22 der Aufnahmevorrichtung 21 bzw von dieser zum Greifer 2 ist eine Greifvorrichtung 33, vorgesehen, die ein Halteelement 34 aufweist, das zwei schaltbare Magnete 35 umfaßt.
Diese wirken mit der stirnseitigen Wandung 7 der Spulenkapsel 4 zusammen, wobei ihre Anlageflächen 36 und die Anlagefläche 37 der stirnseitigen Wandung 7 der Spulenkapsel 4 zueinander komple- mentär verlaufen. Der gegenseitige Abstand der Magnete 35 und die Breite der Träger 22 sind so bemessen, daß sich (siehe Fig. 4) der eine Magnet 35 an der einen Seite des sich in Wirkstellung befindlichen Trägers 22 und der andere Magnet 35 sich an dessen anderer Seite vorbei bewegt. Beide Magnete 35 sind mit einer gemeinsamen Spannungsquelle verbunden und werden ge-meinsam geschaltet. Die von ihnen auf die Spulenkapsel 4 ausübbare Kraft ist größer als die vom Permanentmagnet 8 auf die Spulenkapsel 4 ausübbare Kraft.
Beide Magnete 35 sind an einem gemeinsamen Schlitten 38 angeord- net, der entlang einer zur Greiferwelle 1 parallel gerichteten Führungs- bahn 39 bewegbar ist. Die Anordnung der Führungsbahn 39 ist dabei so getroffen, daß die beiden Magnete 35 symmetrisch an der stirn- seitigen Wandung 7 der Spulenkapsel 4 angreifen.
Dem Schlitten 38 ist ein Antrieb zugeordnet, der von einem ortsfesten Rahmen 41 getragen und als Zylinder oder Magnet 42 ausgebildet sein kann. Dieser bewegt den Schlitten 38 entlang der Führungsbahn 39 von der Wechselstation zum Greifer 2 bzw von diesem zur Wechselstation.
Dabei greift der Zylinder/Magnet 42 über einen am Rahmen 41 gela- gerten Winkelhebel 43 und eine Stift/Langloch-Verbindung am Schlitten 38 an und bewegt diesen entgegen der Kraft einer Feder 44 zum Greifer 2 und somit zur Spulenkapsel 4.
Zum Herausnehmen der Spulenkapsel 4 aus dem Greifer 2 wird die Greifvorrichtung 33 von ihrer im Bereich des Trägers 22 gelegenen Ruhestellung entlang der Führungsbahn 39 zum Greifer 2 hin bewegt.
Sobald die Anlageflächen 36 der Magnete 35 an der Anlagefläche 37 der stirnseitigen Wandung 7 der Spulenkapsel 4 anliegen, werden die Mag- nete 35 an Spannung gelegt. Die von ihnen auf die Spulenkapsel 4 ausübbare Kraft ist größer als die vom Permanentmagnet 8 ausgehende Kraft, sodaß die Spulenkapsel 4 zusammen mit der Spule 5, die durch die Haltefeder 12 gegen Herausfsallen gesichert ist, bei der nun folgen- den Rückbewegung des Schlittens 38 aus dem Greifer 2 heraus und zum Träger 22 geführt wird. Gegen Ende dieser Bewegung greifen die Fixierelemente 24 (Stifte 25,26) in die Ausnehmungen 27,28 der Spulen- kapsel 4 ein, sodaß diese in genau vorgegebener Relativlage zum Trä- ger 22 von diesem aufgenommen wird. Nach Abschalten der Magnete 35 wird die Spulenkapsel 4 durch den Permanentmagnet 8 am Träger 22 gehalten und kann anschließend entweder manuell oder durch eine Entnahmevorrichtung entgegen der Kraft des Permanentmagneten 8 von diesem abgenommen werden.
Zwischenzeitlich oder anschließend kann eine mit einer befüllten Spule 5 versehene Spulenkapsel 4 entweder von Hand oder mittels einer Be- schickungsvorrichtung in den Träger 22 eingelegt werden. Da die Stifte 25,26 und die Ausnehmungen 27,28 paarweise unterschiedliche Quer- schnitte aufweisen, ist die Relativlage der Spulenkapsel 4 zum Träger 22 vorbestimmt und damit ein verkehrtes Einlegen der Spulenkapsel 4 aus- geschlossen. Nachdem die Relativlage der Spulenkapsel 4 zum Träger 22 der Relativlage zwischen der Spulenkapsel 4 und dem Greifer 2 bzw der Unterkapsel 3 entspricht, ist die Spulenkapsel 4 am Träger 22 zwangsläufig lagerichtig positioniert. Sobald die Spulenkapsel 4 in dieser Relativlage dem ferromagnetischen Bereich des Trägers 22 entspre- chend nahegekommen ist, wird die Spulenkapsel 4 vom Permanent- magnet 8 am Träger 22 gehalten.
Vor der nun folgenden Bewegung des Schlittens 38 werden die Magnete 35 des Halteelementes 34 an Spannung gelegt. Sobald die An- lageflächen 36 der Magnete 35 an der stirnseitigen Wandung 7 der neuen Spulenkapsel 4 anliegen und ihre Kraft die Kraft des Permanent- magneten 8 überwiegt, wird die neue Spulenkapsel 4 vom Träger 22 gelöst und bei sich weiter bewegender Greifvorrichtung 33 in der rich- tigen Relativlage zum Greifer 2 in diesen eingeschoben.
Nachdem die Spulenkapsel 4 ihre Endstellung im Greifer 2 erreicht hat, liegt die Innenwandung 9 der Spulenkapsel 4 an der Stirnseite des Zapfens 6 der Unterkapsel 3 an, sodaß nach dem Abschalten der Magnete 35 der Permanentmagnet 8 die Halterung der Spulenkapsel 4 im Greifer 2 übernimmt. Die Greifvorrichtung 33 mit ihren Magneten 35 kann durch die sich entspannende Feder 44 des Antriebes in ihre vom Greifer 2 abgekehrte Ausgangsposition zurück bewegt werden.
Um insbesondere beim Beschicken der Träger 22 eine positionsgenaue Lage derselben zu erreichen, sind an der Greifvorrichtung 33 zwei im Abstand zueinander Stangen 45 vorgesehen, die parallel zur Achse des Greifers 2 gerichtet sind. Im Bereich ihres vordern und hinteren Endes sind die Stangen 45 mit Gleitkufen 46 versehen, die sich in ihren End- bereichen trichterförmig erweiteren. Der Abstand der Gleitkufen 46, die ein Positioniermittel 47 für die Träger 22 bilden, entspricht der entspricht der Breite derselben, sodaß der sich jeweils in Wirkstellung befindliche Träger 22 sowohl bei der Bewegung der Greifvorrichtung 33 von der Aufnahmevorrichtung 21 zum Greifer 2 als auch bei deren Bewegung vom Greifer 2 zur Aufnahmevorrichtung 21 durch die Gleitkufen 46 in seine genaue Position gebracht wird.
