Patentansprüche
1. Vorrichtung zur überprüfung des Reinigungsergebnisses bei insbesondere in Waschautomaten gereinigten diagnostischen und/oder chirurgischen Instrumenten mit gehäuseförmigen und/oder kanülenförmigen Bauteilen, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (6) im Wesentlichen eine Attrappe des diagnostischen und/oder chirurgischen Instrumentes ist und wenigstens eine Aufnahme zur Anordnung eines eine Testanschmutzung (15) aufweisenden Prüfelementes (14) in oder an einem Prüfkörper (8), der dem gehäuseförmigen Bauteil des Instrumentes entspricht und im Verlauf eines PrüfSchlauches (7), der dem kanülenförmigen Bauteil entspricht, vorgesehen ist, wobei der gehäuseförmige Prüfkörper (8) und der Prüfschlauch (7) mittels einer Anschlussvorrichtung (10) miteinander lösbar verbindbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Instrument ein Endoskop ist, wobei das gehäuseförmige Bauteil ein Bedienteil und das kanülenförmige Bauteil ein Arbeitsteil ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der gehäuseförmige Prüfkörper (8) an seiner Umfangsflache
(12) wenigstens eine außen liegende AufnähmeVorrichtung
(13) zum Befestigen wenigstens eines eine Testanschmutzung (15) aufweisenden Prüfelementes (14) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussvorrichtung (10) zum Verbinden des Prüfkörpers (8) mit dem Prüfschlauch (7) zur Aufnahme eines eine Testanschmutzung (15) aufweisenden Prüfelementes (14) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussvorrichtung (10) von einer Schraubverbindung gebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussvorrichtung (10) von einer Steckverbindung gebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der gehäuseförmige Prüfkörper (8) einen dem Ventilkopf (4) eines Endoskops (1) entsprechenden Prüfventilkopf (9) zum Einbringen von beispielsweise Reinigungsflüssigkeit in den Prüfschlauch (7) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der gehäuseförmige Prüfkörper (8) wenigstens eine weitere Anschlussvorrichtung (11) zum Verbinden des Prüfkörpers (8) mit einem weiteren Prüfschlauch
(19), der vorzugsweise einem schlauchförmigen Versorgungsteil (5) zum Einbringen von Druckluft entspricht, aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportkanal der Anschlussvorrichtung (en) (11) in eine vom Transportkanal des Prüfkörpers (8) separierte Kammer führt .
10. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an dem vom Prüfschlauch (7) abgewandten Ende des Prüfkörpers (8) anstelle einer Bildoptik (16) des Endoskopes (1) eine zweiteilig ausgestaltete Prüfkammer (24) zur Aufnahme eines Prüfelementes (14) dichtend einsetzbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfkammer (24) beabstandet zum Transportkanal der Anschlussvorrichtung (en) (11) zu liegen kommt und die Prüf- kammer (24) Bohrungen (25) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfkammer (24) in dem Prüfkörper (8) mittels Schraub-, Schnapp- oder Bajonettverbindung einsetzbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Verlauf des PrüfSchlauches (7) eine Prüfkammer (18) zur Aufnahme eines Prüfelementes (14) vorgesehen ist und die Prüfkammer (18) unteilbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfkammer (18) aus einer Hülse (26) und einem darin unverlierbar und verschiebbar gehaltenen Stempel (27) zur Auflage eines Prüfelementes (14) gebildet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass Hülse (26) und Stempel (27) mittels Schraub-, Schnapp- oder Bajonettverbindung dichtend verbindbar sind.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen zur Anordnung eines eine Testanschmutzung (15) aufweisenden Prüfelementes (14) auf Standardprüfelemente genormt sind. |
Vorrichtung zur überprüfung des Reinigungs- und
Desinfektionsergebnisses bei insbesondere in Waschautomaten gereinigten diagnostischen und chirurgischen Instrumenten
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur überprüfung des Reinigungs- und Desinfektionsergebnisses bei insbesondere in Waschautomaten gereinigten diagnostischen und/oder chirurgischen Instrumenten mit gehäuseförmigen und/oder kanülenförmi- gen Bauteilen, wie Endoskopen.
Mit solchen Vorrichtungen soll überprüft werden, ob gereinigte Instrumente der vorgenannten Art nach einem nach der Anwendung vorzunehmenden Reinigungsvorgang sowohl an der Außenfläche als auch in Hohlräumen des Instrumentes frei von Körperfluiden, mit welchen diese bei der Anwendung in Kontakt gebracht wurden, wie beispielsweise Blut, Gewebsflüssigkeit oder Sekrete, die mit Erregern jeglicher Art kontaminiert sein können, sind.
Zu diesem Zweck ist aus der DE 201 08 346 Ul ein Prüfsystem bekannt, das aus einem ersten und einem zweiten Hohlkörper besteht, die miteinander verbindbar sind, wobei im Verbindungsbereich der beiden Hohlkörper ein Prüfkörper einbringbar ist. Dieses Prüfsystem ist nur zur überprüfung der Reinigungsleistung eines Waschautomaten im Zusammenhang mit kanülenför- migen Bauteilen eines diagnostischen und/oder chirurgischen Instrumentes verwendbar und darüber hinaus aufgrund seiner Ausgestaltung nicht in der Lage die Gesamtsituation in einem diagnostischen und/oder chirurgischen Instrument zu simulieren .
Weiters sind PrüfSysteme bekannt, bei denen das Durchflussvolumen bzw. der sich bei einer Verengung des innenliegenden Hohlraums des kanülenförmigen Arbeitsteiles aufbauende Staudruck gemessen wird und anhand des Messergebnisses Rückschlüsse auf die Restverschmutzung des kanülenförmigen Arbeitsteils bzw. die Reinigungsleistung eines Waschautomaten gezogen wer-
den. Wieder lässt sich mit diesem System nicht die Gesamtsituation in einem diagnostischen und/oder chirurgischen Instrument simulieren. Darüber hinaus ist das erhaltene Ergebnis lediglich relativ und kann nichts über die Art der Verschmutzung aussagen.
Mit anderen Worten, die aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen weisen generell den Nachteil auf, dass sich mit ihnen lediglich das Reinigungs- und Desinfektionsergebnis bezüglich des kanülenförmigen Bauteiles überprüfen lässt. Hinsichtlich des gehäuseförmigen Bauteiles lässt sich mit den bekannten Vorrichtungen lediglich überprüfen, ob dessen Außenfläche den Anforderungen entsprechend gereinigt wurde. Dies stellt insbesondere bei einteiligen Instrumenten, bei denen das flexible kanülenförmige Bauteil unlösbar mit dem gehäuse- förmigen Bauteil verbunden ist, ein nicht zu unterschätzendes Risiko einer insbesondere im gehäuseförmigen Bauteil bzw. im Verbindungsbereich zwischen diesem und dem kanülenförmigen Bauteil verbleibenden Restverschmutzung dar.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung zur überprüfung des Reinigungs- und Desinfektionsergebnisses bei insbesondere in Waschautomaten gereinigten und/oder desinfizierten diagnostischen und/oder chirurgischen Instrumenten mit gehäuseförmigen und/oder kanülenförmigen Bauteilen zu schaffen, mit der die zuvor beschriebenen Nachteile vermieden werden können und die eine umfassende überprüfung des Reinigungs- und Desinfektionsergebnisses eines solchen Instrumentes ermöglicht.
Die Erfindung löst diese Aufgabe, indem die Vorrichtung im Wesentlichen eine Attrappe des diagnostischen und/oder chirurgischen Instrumentes ist und wenigstens eine Aufnahme zur Anordnung eines eine Testanschmutzung aufweisenden Prüfelementes in oder an einem Prüfkörper, der dem gehäuseförmigen Bauteil des Instrumentes entspricht und im Verlauf eines Prüfschlauches, der dem kanülenförmigen Bauteil entspricht, vorge-
sehen ist, wobei der gehäuseförmige Prüfkörper und der Prüf- schlauch mittels einer Anschlussvorrichtung miteinander lösbar verbindbar sind.
Die Grundidee der Erfindung besteht also darin, dass die Vorrichtung einen Dummy des zu reinigenden/zu desinfizierenden diagnostischen und/oder chirurgischen Instrumentes darstellt, der an verschiedenen Stellen und Abschnitten im Gegensatz zum Originalinstrument aus voneinander lösbaren und schon damit leichter überprüfbaren Einzelelementen besteht und /oder mit einem eine Testanschmutzung aufweisenden Prüfelement versehen werden kann.
Dieser Dummy wird dann anstelle des echten Instrumentes in einem Waschautomaten einem Reinigungs- und Desinfektionsvorgang unterworfen. Auch anhand der Prüfelemente kann dann festgestellt werden, ob der Waschautomat in allen Teilen des Instrumentes Reinigungs- und Desinfektionsergebnisse erzielt, die den einschlägigen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften entsprechen .
Wie vorher bereits erwähnt wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein besonderes Augenmerk auf die Nachahmung eines Endoskopes gelegt, wobei das gehäuseförmige Bauteil ein Bedienteil und das kanülenförmige Bauteil ein Arbeitsteil des Endeskopes darstellt. Aufgrund dieser Bevorzugung befasst sich die weitere Darstellung der Erfindung im Wesentlichen mit einem Endoskop-Dummy. Durch die lösbare Verbindung des Prüf- schlauches mit dem Prüfkörper kann des weiteren nach dem Waschvorgang durch das Entfernen des PrüfSchlauches vom Prüfkörper die mit dem Prüfschlauch korrespondierende Eingangs - bzw. Ausgangsöffnung am Prüfkörper leichter kontrolliert werden .
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass der gehäuseförmige Prüfkörper an seiner Umfangsflache wenigstens eine außen liegende Aufnahmevorrich-
tung zum Befestigen wenigstens eines eine Testanschmutzung aufweisenden Prüfelementes aufweist. Dadurch wird eine sichere Befestigung des eine Testanschmutzung aufweisenden Prüfelementes an der Außenfläche des gehäuseförmigen Prüfkörpers erreicht .
Nach dem Stand der Technik wurde das Reinigungs- und Desinfektionsergebnis an der Außenfläche des Bedienteiles des Endoskops überprüft, indem man an der Umfangsflache des Bedienteiles Prüfelemente, beispielsweise mittels Kabelbinder, befestigt hat. Mit der erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung wird ein Verrutschen oder gar ein Ablösen der Prüfelemente vom Bedienelement des Endoskops verhindert, sodass nunmehr eine zuverlässige Aussage über das Reinigungs- und Desinfektionsergebnis getroffen werden kann.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht vor, dass die Anschlussvorrichtung zum Verbinden des Prüfkörpers mit dem Prüfschlauch zur Aufnahme eines eine Testanschmutzung aufweisenden Prüfelementes ausgebildet ist. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann also nach dem Waschvorgang der Prüfschlauch vom Prüfkörper getrennt werden und das Reinigungs- und Desinfektionsergebnis anhand des in der Aufnahmevorrichtung befindlichen Prüfelementes festgestellt werden. Bei dieser Ausführungsform kann somit im übergangsbereich von Prüfkörper (Bedienteil) zu Prüf- schlauch (Arbeitsteil), der beispielsweise bei einem einteiligen Endoskop eine kritische Stelle bezüglich anhaftender Kontaminierung darstellt, die Anschlussvorrichtung als erste Prüfkammer zur Aufnahme eines Prüfelementes dienen.
Mit der Erfindung ist es also erstmals möglich, Rückschlüsse auf das Reinigungs- und Desinfektionsergebnis auch des Bedienteiles eines Endoskops und damit auch auf das Reinigungs- und Desinfektionsergebnis eines einteiligen flexiblen Endoskops zu erhalten, wodurch das Risiko einer Infektion bei mehrmaliger Verwendung eines derartigen Endoskops erheblich minimiert wer-
den kann .
Dabei spielt es keine wesentliche Rolle, ob die Anschlussvorrichtung von einer Schraubverbindung oder von einer Steckverbindung gebildet ist, vielmehr ist die Tatsache entscheidend, dass mit der neuartigen Vorrichtung das Reinigungs- und Desinfektionsergebnis der übergangsstelle vom Bedienteil zum Arbeitsteil überprüft werden kann.
Weist der gehäuseförmige Prüfkörper, wie ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung vorsieht, einen dem Ventilkopf eines Endoskops entsprechenden Prüfventilkopf zum Einbringen von beispielsweise Reinigungsflüssigkeit in den Prüfschlauch und wenigstens eine weitere Anschlussvorrichtung zum Verbinden des Prüfkörpers mit einem weiteren Prüfschlauch, der vorzugsweise einem schlauchförmigen Versorgungsteil zum Einbringen von Druckluft entspricht, auf, wird eine noch praxisbezogenere Prüfvorrichtung für alle Arten von Endoskopen erreicht. Auch hier können die jeweiligen Anschlussteile zur Aufnahme eines Prüfelementes mit Testverschmutzungen ausgestaltet sein.
In bevorzugter Weise führt dabei der Transportkanal der weiteren Anschlussvorrichtung in eine vom Transportkanal des Prüfkörpers separierte Kammer, sodass mit einem an die Anschlussvorrichtung angeschlossenen Prüfschlauch, der dem Versorgungs- teil eines Endoskopes zum Einbringen von Druckluft entspricht, die Funktionalität eines Dichtigkeitsprüfungsgerätes getestet werden kann.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist an dem vom Prüfschlauch abgewandten Ende des Prüfkörpers anstelle einer Bildoptik des Endoskopes eine zweiteilig ausgestaltete Prüfkammer zur Aufnahme eines Prüfelementes dichtend einsetzbar. In diesem Bereich des Bedienteils eines Endokopes treffen senkrecht Transportkanäle, beispielsweise der eines Luer-Lock mit dem Optikkanal, aufeinander, sodass hier eine überprüfung der Reinigungsleistung
besonders wichtig ist.
Es ist daher des Weiteren von großem Vorteil, wenn die zweiteilig ausgestaltete Prüfkammer beabstandet zum Transportkanal einer solchen Anschlussvorrichtung zu liegen kommt. Da die Prüfkammer in diesem Fall nicht Bestandteil des eigentlichen Prüfkörpers ist, sondern in diesen eingeführt wird, ist die Prüfkammer mit Bohrungen versehen, damit ein darin angeordnetes Prüfelement zuverlässig von Flüssigkeit umspült werden kann .
Diese zweite Prüfkammer ist in geeigneter Weise mittels Schraub-, Schnapp-, Bajonett- oder dergleichen Verschluss dichtend in dem Prüfkörper gehalten.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist im Verlauf des PrüfSchlauches eine dritte Prüfkammer zur Aufnahme eines Prüfelementes integriert, welche vorzugsweise aus einer zylindrischen Hülse und einem darin unverlierbar und verschiebbar gehaltenen Stempel zur Aufnahme des Prüfelementes gebildet ist. Die überprüfung der Reinigungsleistung ist hinsichtlich des Schlauchteiles von Endoskopen und derartiger Instrumente von besonderem Interesse, da diese Schlauchteile häufig nur sehr geringe Querschnitte, respektive Durchmesser von manchmal nur 1 bis 3 mm besitzen. Die Schlauchdurchmesser der erfindungsgemäßen Instrumenten- Dummys sind nicht beschränkt und können auf den jeweiligen fall angepasst werden.
Vorzugsweise sind zur einfachen Handhabung Hülse und Stempel dieser Prüfkammer mittels Schraub-, Schnapp-, Bajonett- oder dergleichen Verschluss dichtend arretierbar.
Zur Standardisierung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die Aufnahmen zur Anordnung eines eine Testanschmutzung aufweisenden Prüfelementes auf Standardprüfelemente genormt .
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf das in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel eines Endoskop-Dummys näher erläutert. Darin zeigt:
Fig. Ia schematisch ein Endoskop nach dem Stand der Technik,
Fig. Ib den Bedienteil aus Fig. Ia,
Fig. 2a ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem Prüfkörper und einem Prüfschlauch,
Fig. 2b ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 3 einen Prüfkörper der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 4 verschiedene Aufsätze für den Prüfventilkopf,
Fig. 5a und 5b einen Prüfkörper mit unterschiedlichen, am Prüfventilkopf angeordneten Aufsätzen und
Fig. 6 das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2a in zerlegtem Zustand,
Fig. 7 eine genauere Darstellung einer ersten Prüfkammer,
Fig. 8 eine genauere Darstellung einer zweiten Prüfkammer und
Fig. 9 eine genauere Darstellung einer dritten Prüfkammer .
In den Fig. Ia und Ib ist ein einteiliges flexibles Endoskop 1 dargestellt, bei dem der schlauchförmige Arbeitsteil 3 unlösbar mit dem Bedienteil 2 verbunden ist . An einer Anschlussvorrichtung des Bedienteiles 2 ist ein Versorgungsteil 5 angeordnet, an dessen freiem Ende ein Ventil 17 zum
Einbringen von Druckluft angeordnet ist. Wie insbesondere aus Fig. 1 b ersichtlich, weist das Bedienteil 2 eines Endoskops 1 einen Ventilkopf 4 auf, über den beispielsweise medizinische Instrumente in den Arbeitsteil 3 des Endoskops 1 eingebracht werden können. Zudem ist im Bedienteil 2 die Bildoptik 16 angeordnet, die mit der am freien Ende des Arbeitsteiles 3 angeordneten Sonde über im Arbeitsteil 3 verlaufende Glasfaserbündel verbunden ist.
Diese Glasfaserbündel machen eine Trennung des Arbeitsteiles 3 vom Bedienteil 2 für Reinigungszwecke unmöglich, weshalb man, wie bereits erwähnt, Prüfkörper, die zur Aufnahme eines eine Testanschmutzung aufweisenden Prüfelementes ausgebildet sind, entwickelt hat.
Mit diesen Prüfkörpern, die, obwohl schlauchförmig, das Arbeitsteil eines Endoskopes nicht simulieren können, lässt sich eine mehr oder weniger zutreffende Aussage darüber machen, ob der Arbeitsteil 3 eines Endoskops 1 beim Waschvorgang den Anforderungen entsprechend gereinigt wird oder nicht . Ob aber das vollständige Instrument 1 und insbesondere das Bedienteil 2 bzw. die übergangsstelle vom Bedienteil 2 zum Arbeitsteil 3 ordnungsgemäß gereinigt wird, lässt sich mit derartigen Prüfkörpern alleine nicht feststellen, auch ist die Sicherheit der überprüfung für den Arbeitsteil nicht vollständig gegeben.
Hier setzt die Erfindung an und stellt eine Vorrichtung 6 zur überprüfung des Reinigungs- und Desinfektionsergebnisses bei in Waschautomaten gereinigten diagnostischen und/oder chirurgischen Instrumenten 1 zur Verfügung.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung 6 weist neben einem Prüf- schlauch 7 weiters einen Prüfkörper 8, der dem gehäuseförmigen Bedienteil 2 eines Endoskops 1 entspricht, auf, wie dies in Fig. 2a dargestellt ist. Im Verlauf des PrüfSchlauches 7 ist dabei eine Prüfkammer 18 angeordnet, die zur Aufnahme eines
Prüfelementes 14 dient und wird weiter unten genauer beschrieben. Der Prüfschlauch 7 ist mit dem Prüfkörper 8 über eine Anschlussvorrichtung 10 lösbar verbunden. Zudem weist der Prüfkörper 8 des gezeigten Ausführungsbeispieles zwei weitere Anschlussvorrichtungen 11 zum Verbinden des Prüfkörpers 8 mit weiteren Prüfschlauchen auf.
Ein solcher weiterer Prüfschlauch 19 ist bei dem in Fig. 2b gezeigten Ausführungsbeispiel über die Anschlussvorrichtung 11 mit dem Prüfkörper 8 verbunden. Der Prüfschlauch 19 entspricht dabei dem in Fig. Ia dargestellten Versorgungsteil 5 des Endoskops 1, wobei am dem Prüfkörper 8 abgewandten Ende des Prüf- schlauches 19 ein Prüfventil 20 zum Einbringen von Druckluft angeordnet ist . Diese Maßnahme wird zur überprüfung der Dichtigkeit der Vorrichtung bei einem vom Waschautomaten- Hersteller angegebenen Betriebsdruck verwendet.
Neben den Anschlussvorrichtungen 10 und 11 weist der Prüfkörper 8 zudem einen Prüfventilkopf 9 sowie mehrere Aufnahmevorrichtungen 13 auf, die an der Umfangsflache 12 in Form von nutenförmigen Ausfräsungen bzw. Taschen ausgebildet sind (Fig. 3) und in welchen die Prüfelemente 14 unverlierbar gehalten werden. Gegebenenfalls können die Prüfelemente 14 über Befestigungsmittel 23 in den Aufnahmebereichen 13 befestigt werden. Auf dem Prüfelement 14 sind Testanschmutzungen 15 aufgebracht, die beispielsweise synthetisch hergestellt oder von frischem Human-, Rinderzitrat- oder Hammelblut gebildet sein können (Fig. 5a, 5b) .
Auf dem Prüfventilkopf 9 können unterschiedliche Aufsätze 21, 22 angeordnet werden, die beispielsweise dem Einbringen von Wasser oder Druckluft dienen. Eine Besonderheit stellt in diesem Zusammenhang der Aufsatz 21 dar, der in Form eines T-Stückes ausgebildet ist und dem gleichzeitigen oder alternativen Einbringen einer Sonde und/oder Wasser und/oder Reinigungsflüssigkeit in den Prüfventilkopf 9 dient (Fig. 4) .
In der Fig. 6 ist das Ausführungsbeispiel der Erfindung gemäß Fig. 2a in einem Zustand dargestellt, in welchem der Prüf- schlauch 7 von dem Prüfkörper 8 getrennt ist. Das Anschlussteil 10 und der übergang 10' zum Prüfkörper sind so ausgestaltet, dass darin ein Prüfelement 14 mit Testverschmutzungen 15 angeordnet werden kann. Das Anschlussteil 10 bildet damit zusammen mit dem übergang 10 ' eine erste Prüfkammer für einen kritischen Bereich innerhalb eines Endoskopes, wo der Biopsie- kanal des Bedienteils auf den flexiblen Arbeitsteil eines Endoskopes trifft .
In Fig. 7 ist eine beispielhafte Ausgestaltung eines solchen Anschlussteiles 10 im Querschnitt (a) und in Seitenansicht (b) gezeigt. Der Innenraum ist in zwei Bereiche 10.1 und 10.2 unterteilt, was das Anschlussteil 10 zur Aufnahmen von Prüf- elementen unterschiedlicher Abmessungen geeignet macht. Beispielsweise würde ein Prüfelement von 5x56x1 (mm) beide Bereiche 10.1 und 10.2 durchgreifen, wohingegen ein Prüfelement mit 6,5x30x0,8 (mm) nur in den Bereich 10.2 eindringen würde. Es ist festzuhalten, dass das Prüfelement 14 nicht ganz von dem Anschlussteil 10 aufgenommen wird, sondern etwa zur Hälfte in den übergang 10' des Prüfkörpers 8 (vgl. Fig. 6) hineinragt, wenn Prüfkörper 8 und Prüfschlauch 7 miteinander verbunden sind.
Fig. 8 zeigt Anbringung und Ausgestaltung einer weiteren Prüf- kammer 24, die an dem vom Prüfschlauch abgewandten Ende des Prüfkörpers 8 dichtend einsetzbar ist Hierbei ist in Fig. 8a schematisch ein Schnitt durch einen gesamten Prüfkörper 8 gezeigt, in dem insbesondere der Verlauf und die Anordnung der Wasser-, Luft- und Biopsiekanäle eines Endoskopes nachgebildet sind. Am linken Ende ist eine Aufnahme bzw. öffnung 28 vorgesehen, durch welche die Prüfkammer 24 (Fig. 8b) eingeführt und dicht mit dem Prüfkörper 8 verbunden werden kann. Die Prüfkam- mer 24 muss etwa in Höhe der öffnung 29 zu liegen kommen, bei der es sich um den Zugang zu einem Wasser-/Luftkanal eines Endoskopes handelt und bei dem Dummy als SpülmittelZuführung
dient .
Wie aus Fig. 8b ersichtlich ist, ist die Prüfkammer 24 zweiteilig ausgestaltet. Dazu wird ein verlängerter Stempel 30, der mittels Schraub-, Schnapp-, Bajonett- oder dergleichen Verbindung 31 mit dem Prüfkörper 8 dicht verbunden werden kann, an dem der Verbindungsstelle abgewandten Ende 36 hohl ausgeführt und mit einem beispielsweise Schraubgewinde 32 versehen. Dieser hohle Bereich bildet einen ersten Raumteil 33 des Prüfkörpers 24. Der zweite Raumteil 34 wird von einer Hülse 35 gebildet, die mit dem ersten Raumteil 33 verbunden werden kann. In dem so ausgebildeten Raum kann ein Prüfelement 14 unverlierbar gehalten werden, indem der Hülseninnendurchmesser am Ende der Hülse 35 geringer ist wie an der Verbindungstelle zum ersten Raumteil 33. Im Bereich des ersten Raumteils 33 sind Bohrungen bzw. Löcher in die Prüfkammer eingebohrt, damit eine Reinigunsflüssigkeit über ein eingesetztes Prüfelement 14 strömen kann. Der Innendurchmesser der Hülse 35 verjüngt sich wie gezeigt in Stufen, so dass wieder Prüfelemente 14 verschiedener Abmessungen aufgenommen werden können, wie bereits für die erste Prüfkammer des Anschlussteiles 10 beschrieben worden ist.
Schließlich ist noch in Fig. 9 eine dritte Prüfkammer 18 skizziert, wie sie erfindungsgemäß im Prüfschlauch 7 angeordnet ist. Diese Prüfkammer 18 lässt sich öffnen und schließen, beispielsweise wieder mit einer Schraub-, Schnapp-, Bajonettoder dergleichen Verbindung, ist aber nicht trennbar. Dazu weist eine Hülse 36 in ihrem Inneren mittig eine Stange 37 auf, über welche eine zweite Hülse 38 geführt ist, derart, dass im ausgezogenen Zustand die Hülse 38 mit der Stange verankert ist. Die Hülse 38 weist einen abgeflachten Bereich 39 auf, auf dem das Prüfelement 14 gelagert werden kann. Beide Enden 40 und 40' sind mit dem Prüfschlauch 7 verbunden und die Kammer wird während eines Testreinigungsganges von Flüssigkeit durchströmt .
Die Erfindung stellt durch die Anordnungsmöglichkeit von Prüfelementen 14 mit einer oder mehreren Testanschmutzungen 15 im Verlauf des PrüfSchlauches 7, in der übergangsstelle vom Prüf- schlauch 7 zum Prüfkörper 8, im Bereich des Wasser- /Luftkanals und an der Umfangsflache 12 des Prüfkörpers 8 eine gegenüber dem Stand der Technik stark verbesserte und zuverlässige überprüfungsmöglichkeit des Reinigungs- und Desinfektionsergebnisses von in Waschautomaten gereinigten Instrumenten, insbesondere Endoskopen dar. Auch die weiteren Testschläuche 19, welche einen Versorgungsschlauch 5 simulieren, können mit diesen Merkmalen ausgestattet sein.
Wenn auch die Erfindung anhand der gezeigten Ausführungsbeispiele im Detail beschrieben wurde, versteht es sich von selbst, dass die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt ist . Vielmehr sind Modifikationen und Abwandlungen durchaus erwünscht und möglich. So könnten beispielsweise anstelle der Schraubverbindungen Steckverbindungen zum Einsatz kommen. Aber auch die Verwendung anderer als in dem Ausführungsbeispiel dargestellter Prüfelemente mit Testanschmutzungen wird von der Erfindungsidee umfasst . Auch mehrere Prüfschlauche und -kanäle können vorhanden sein.
