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Title:
DEVICE FOR VERTICAL ARRANGEMENT OF A POLE OR POST-LIKE OBJECT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1999/006656
Kind Code:
A1
Abstract:
Beschrieben wird eine Vorrichtung zum vertikalen Anordnen eines pfahl- oder pfostenförmigen Gegenstandes (4) an einer bodenseitigen Befestigungsvorrichtung (6), mit einem im wesentlichen zylindrischen, langgestreckten Haltedorn (10), der von der freien Oberseite der Befestigungsvorrichtung (6) aus nach oben vorspringt und der in eine Aufnahmebohrung (12) an der unteren Stirnfläche (14) des pfahl- oder pfostenförmigen Gegenstandes (4) einsteckbar ist. Weiterhin ist eine von der Befestigungsvorrichtung (6) separate, an der unteren Stirnfläche (14) des pfahl- oder pfostenförmigen Gegenstandes (4) befestigbare Stützplatte (16) vorgesehen, von der aus wenigstens ein Befestigungsvorsprung (18) nach oben vorspringt, wobei die Stützplatte (16) eine mittige, an den Querschnitt des Haltedorns (10) zumindest teilweise angepaßte Durchbrechung (24) aufweist. An der Stützplatte (16) ist in die gleiche Richtung wie der wenigstens eine Befestigungsvorsprung (18) weisend ein die mittige Durchbrechung (24) einfassender Klemmabschnitt (26) angeordnet, der bevorzugt in Form einer zylindrischen, umfangsseitig zumindest einmal in Axialrichtung geschlitzten Hülse (28) ausgebildet ist, die beim Aufstecken auf den Haltedorn (10) radial aufgeweitet wird.

Inventors:
Krinner, Klaus (Blumenthal 19, Straßkirchen, D-94342, DE)
Application Number:
PCT/DE1997/001585
Publication Date:
February 11, 1999
Filing Date:
July 28, 1997
Export Citation:
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Assignee:
Krinner, Klaus (Blumenthal 19, Straßkirchen, D-94342, DE)
International Classes:
E04H12/22; E04H12/22; (IPC1-7): E04H12/22
Attorney, Agent or Firm:
Winter, Brandl Fürniss Hübner Röss Kaiser Polte Partnerschaft (Alois-Steinecker-Strasse 22, Freising, D-85354, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Vorrichtung zum vertikalen Anordnen eines pfahl oder pfostenförmigen Gegenstandes (4) an einer bodenseiti gen Befestigungsvorrichtung (6), mit : einem im wesentlichen zylindrischen, langgestreckten Haltedorn (10), der von der freien Oberseite der Befesti gungsvorrichtung (6) aus nach oben vorspringt und der in eine Aufnahmebohrung (12) an der unteren Stirnfläche (14) des pfahloder pfostenförmigen Gegenstandes (4) einsteck bar ist ; und einer von der Befestigungsvorrichtung (6) separate, an der unteren Stirnfläche (14) des pfahloder pfostenförmi gen Gegenstandes (4) befestigbare Stützplatte (16), von der aus wenigstens ein Befestigungsvorsprung (18) nach oben vorspringt, der sich in das Material des pfahloder pfostenförmigen Gegenstandes (4) eindrückt, wobei die Stützplatte (16) eine mittige, an den Querschnitt des Hal tedorns (10) zumindest teilweise angepaßte Durchbrechung (24) aufweist, wobei der Haltedorn (10) wesentlich dünner ist als die Auf nahmebohrung (12) in dem pfahloder pfostenförmigen Gegen stand (4), dadurch gekennzeichnet, daß an der Stützplatte (16) in die gleiche Richtung wie der wenigstens eine Befestigungsvorsprung (18) weisend ein die mittige Durchbrechung (24) einfassender Klemmabschnitt (26) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, daß der Haltedorn (10) und die Durchbrechung (24) je weils runden Querschnitt aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, daß der Klemmabschnitt (26) mit seinem Außenum fang an die innere Umfangswand der Aufnahmebohrung (12) zu mindest teilweise anlegbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü che, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltedorn (10) sich von der freien Oberfläche der Befestigungsvorrichtung (6) ausgehend zu seinem freien Ende hin konisch leicht ver jüngt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü che, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltedorn (10) benach bart der freien Oberfläche der Befestigungsvorrichtung (6) einen Außendurchmesser hat, der den Innendurchmesser des Klemmabschnittes (26) leicht übersteigt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü che, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmabschnitt (26) in Form einer zylindrischen, umfangsseitig zumindest einmal in Axialrichtung geschlitzten Hülse (28) ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich net, daß die Hülse (28) in Axialrichtung mehrfach äquidi stant derart geschlitzt ist, daß eine Mehrzahl von von der Stützplatte (16) vorstehenden, die mittige Durchbrechung (24) einfassenden Zungen (32) gebildet wird.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü che, dadurch gekennzeichnet, daß von der Stützplatte (16) aus eine Mehrzahl von Befestigungsvorsprüngen (18) nach oben vorspringt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich net, daß die Befestigungsvorsprünge (18) in Form von sich konisch verjüngenden Spitzen ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch ge kennzeichnet, daß die Befestigungsvorsprünge (18) gleichmä ßig verteilt auf zumindest einem zu der Durchbrechung (24) konzentrischen Kreis (20,22) verteilt angeordnet sind.
Description:
Vorrichtung zum vertikalen Anordnen eines pfahl-oder pfosten- förmigen Gegenstandes Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum vertikalen Anordnen eines pfahl-oder pfostenförmigen Gegenstandes an einer bodenseitigen Befestigungsvorrichtung, nach dem Ober- begriff des Anspruches 1.

Beim Aufstellen von Pfählen oder Pfosten, beispielswei- se beim Errichten eines Zaunes, beim Aufstellen eines Schildes oder dergleichen, ergibt sich stets das Problem, den Pfahl oder Pfosten nach Möglichkeit exakt vertikal aus- zurichten. Die vertikale Ausrichtung eines Pfahls oder Pfo- stens kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß im Zuge der Befestigung oder Verankerung desselben im Erdreich etwa durch Einrammen oder Einschlagen oder auch Einbetonieren die vertikale Ausrichtung mittels einer Wasserwaage oder einer Lotschnur überprüft und gegebenenfalls korrigiert wird. Dies ist umständlich und zeitaufwendig, da beispiels- weise beim Einrammen eines Pfahls oder Pfostens in das Erd- reich der Rammvorgang immer wieder unterbrochen werden muß, um die Ausrichtungen des Pfahls oder Pfostens zu kontrol- lieren und gegebenenfalls zu korrigieren. Beim Einbetonie- ren eines Pfahls oder Pfostens kann man die exakt vertikale Erstellung desselben bei noch nicht abgebundenem Beton zwar problemlos nachkorrigieren, es müssen dann jedoch Mittel angewendet werden, diese exakt vertikale Anordnung solange aufrechtzuerhalten, bis der Beton so weit abgebunden hat, daß sich diese vertikale Ausrichtung nicht mehr von selbst verstellen kann ; der Pfahl oder Pfosten muß also beispiels- weise seitlich abgestützt oder verspannt werden.

Neben dem Einrammen oder Eingraben oder auch Einbeto- nieren eines Pfahls oder Pfostens ist es bekannt, im Erd- reich verankerbare Befestigungsvorrichtungen zu verwenden, welche an ihrem oberen freien Ende dann den pfahl-oder

pfostenförmigen Gegenstand tragen. Die im Erdreich veran- kerbare Befestigungsvorrichtung umfaßt beispielsweise eine Schnecke oder Schraube, welche in das Erdreich korkenzie- herartig eingedreht wird, wonach dann der Pfahl oder Pfo- sten an dieser Befestigungsvorrichtung angeschraubt oder in diese eingesteckt wird. Weiterhin ist es bekannt, den pfahl-oder pfostenförmigen Gegenstand und die im Erdreich korkenzieherartig verankerbare Befestigungvorrichtung ein- stückig auszubilden, so daß der pfahl-oder pfostenförmige Gegenstand an einem seiner freien Enden die Befestigungs- vorrichtung aufweist, welche dann in das Erdreich einge- schraubt und hierin verankert wird. Auch bei diesem Verfah- ren oder diesen Möglichkeiten zum Aufstellen eines Pfahls oder Pfostens ergeben sich im wesentlichen die gleichen Probleme hinsichtlich der vertikalen Anordnung des Pfahls oder Pfostens wie beim Einrammen oder Einbetonieren hier- von. Anstelle des Einrammvorgangs muß hierbei das Eindrehen der Befestigungsvorrichtung in das Erdreich immer wieder unterbrochen werden, um durch entsprechende Meß-und gege- benenfalls Korrekturvorgänge die spätere vertikale Auarich- tung des Pfahls oder Pfostens sicherzustellen.

Das DE-GM 93 13 260 schlägt eine Justier-oder Ein- stellvorrichtung zwischen einer im Erdreich verankerbaren Befestigungsvorrichtung, beispielsweise einer Boden- schraube, und dem hieran festzulegenden pfahl-oder pfostenförmigen Gegenstand vor. Gemäß einer Ausgestaltungs- form des DE-GM 93 13 260 umfaßt diese Einstellvorrichtung im wesentlichen einen zylindrischen langgestreckten Halte- dorn, der von der freien Oberseite der Befestigungsvorrich- tung aus nach oben vorspringt und der in eine Aufnahmeboh- rung an der Unterseite des pfahl-oder pfostenförmigen Ge- genstandes einsteckbar ist. Hierbei sind die axiale Längen- erstreckung des Haltedorns und die Tiefe der Aufnahmeboh- rung so gewählt, daß ersterer etwas länger als letztere tief ist, so daß beim Aufstecken des pfahl-oder pfosten- förmigen Gegenstandes auf den Haltedorn dessen freies Ende

auf dem Grund der Aufnahmebohrung aufsitzt. Der pfahl-oder pfostenförmige Gegenstand wird nun-gegebenenfalls unter Zuhilfenahme einer Lotschnur oder einer Wasserwaage-exakt vertikal ausgerichtet, wonach dann einer oder mehrere Schläge auf das obere Ende des Gegenstandes aufgebracht werden, so daß sich das freie Ende des Haltedorns in den Grund der Blindbohrung eingräbt und so der Gegenstand ge- genüber der Befestigungsvorrichtung in seiner exakt verti- kalen Ausrichtung lagefixiert ist.

Der Gegenstand des DE-GM 93 13 260 hat sich in der Pra- xis umfassend bewährt ; gleichwohl haftet ihm noch der De- tailmangel an, daß aufgrund der engen formschlüssigen Um- greifung des Zapfens durch das Material des Pfahls oder Pfostens der Pfostenschuh selbst exakt vertikal im Erdreich verankert werden muß, um einen vertikalen Stand des hiermit gehaltenen Pfostens oder Pfahls sicherzustellen. Zwar schlägt das DE-GM 93 13 260 in weiteren Ausgestaltungsfor- men Justiervorrichtungen zwischen Pfosten und Befestigungs- vorrichtung vor, um auch bei schief oder schräg im Boden sitzender Befestigungsvorrichtung den Pfosten exakt verti- kal ausrichten zu können, diese Justiervorrichtungen sind jedoch ziemlich aufwendig und damit teuer.

Aus dem DE-GM 89 03 236 ist eine Vorrichtung in Form eines Pfostenschuhs für Holzkonstruktionen und hier insbe- sondere von Holzkonstruktionen für Spielgerüste bekannt ge- worden. Diese bekannte Vorrichtung umfaßt eine bodenseitige Befestigungsvorrichtung in Form eines im Erdboden oder in einem Fundament verankerbaren Verankerungsteils und eines hierauf angeordneten, mit dem Pfahl oder Pfosten form- schlüssig in Eingriff bringbaren Stützteils. Das Stützteil ist hierbei als sich vertikal erstrekkender Zapfen ausge- bildet, der in einer Ausnehmung an der Unterseite des Pfo- stens derart gehalten ist, daß der Pfosten den Zapfen um- fangsseitig eng, d. h. praktisch formschlüssig umschließt.

Weiterhin vorgesehen ist eine Aufsetzfläche oder Stütz-

platte für den Pfosten, aus deren Ebene der Zapfen aus nach oben vorspringt und auf der der Pfosten mit seiner Unter- seite aufsitzt. Die Stützplatte trägt noch einen umlaufen- den Zahnkranz, der sich in die Stirnseite durch Schlagauf- bringung auf das obere Ende des Pfostens eingräbt und eine Lagefixierung in Querrichtung bietet. Als zusätzliche Ab- oder Ausziehsicherung ist ein quer verlaufender Stift vor- gesehen, der sowohl das Material des Pfostens als auch das Material des Zapfens horizontal durchsetzt. Durch den Pfo- stenschuh gemäß des DE-GM 89 03 236 ist der Pfosten oder ist der Pfahl in einem gewissen Abstand oberhalb des Erdbo- dens abgestützt, so daß er gegenüber Witterungseinflüssen aufgrund von Regen, Schnee oder dergleichen sowie gegenüber tierischem und pflanzlichem Schädlingsbefall besser ge- schützt ist.

Obgleich sich mit dem Pfostenschuh gemäß dem DE-GM 89 03 236 die dort gestellte Aufgabe durchaus lösen läßt und auch im wesentlichen keine Probleme hinsichtlich eines Lockerns der Befestigungsvorrichtung zu erwarten sind, da der Pfosten-mit Ausnahme der Schlagaufbringung auf das obere Ende-im wesentlichen kraftfrei auf den Zapfen auf- geschoben wird, haftet diesem Pfostenschuh oder dieser Be- festigungsvorrichtung jedoch wiederum der wesentliche Nach- teil an, daß aufgrund der engen formschlüssigen Umgreifung des Zapfens durch das Material des Pfahls oder Pfostens der Pfostenschuh selbst exakt vertikal im Erdreich verankert werden muß, um einen vertikalen Stand des hiermit gehalte- nen Pfostens oder Pfahls sicherzustellen. Im übrigen kann unter Umständen auch der Pfostenschuh gemäß dem DE-GM 89 03 236 Probleme hinsichtlich eines Lockerns der bodenseitigen Befestigungsvorrichtung machen, wenn das Material des Pfo- stens oder Pfahls besonders hart ist, so daß das Eindrücken des Zahnkranzes in die Stirnseite des Pfostens oder Pfahles einen gewissen Kraftaufwand erfordert. Durch den Schlag oder die Schläge, mit denen der pfahl-oder pfostenförmige Gegenstand an der Befestigungsvorrichtung festgelegt wird,

muß/müssen dann nämlich ziemlich kräftig sein, um die not- wendigen Haltekräfte für den Gegenstand zu erzielen. Die Befestigungsvorrichtung kann daher im ungünstigen Fall- speziell in lockerem Erdreich oder Sand-dazu neigen, sich durch diese Schläge wieder zu lockern, so daß bei höheren auf den Gegenstand einwirkenden Kräften die Gefahr besteht, daß dieser seine vertikale Ausrichtung wieder verliert oder gar umkippt.

Eine Vorrichtung zum vertikalen Anordnen eines pfahl- oder pfostenförmigen Gegenstandes an einer bodenseitigen Befestigungsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 ist aus der PCT/EP 96/03704 bekannt geworden. Diese gat- tungsgemäße Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem im wesentlichen zylindrischen, langgestreckten Haltedorn, der von der freien Oberseite der Befestigungsvorrichtung aus nach oben vorspringt und der in eine Aufnahmebohrung an der Unterseite des pfahl-oder pfostenförmigen Gegenstandes einsteckbar ist ; und einer von der Befestigungsvorrichtung separate, an der unteren Stirnfläche des pfahl-oder pfostenförmigen Gegenstandes befestigbare Stützplatte, von der aus wenigstens ein Befestigungsvorsprung nach oben vor- springt, der sich in das Material des pfahl-oder pfosten- förmigen Gegenstandes eindrückt, wobei die Stützplatte eine mittige, an den Querschnitt des Haltedorns zumindest teil- weise angepaßte Durchbrechung aufweist, wobei der Haltedorn wesentlich dünner ist als die Aufnahmebohrung an der Unter- seite des pfahl-oder pfostenförmigen Gegenstandes.

Hierdurch wird eine Möglichkeit zur vertikalen Ausrich- tung oder Justierung geschaffen, da der Haltedorn wesent- lich dünner als die Aufnahmebohrung an der Unterseite des pfahl-oder pfostenförmigen Gegenstandes ausgebildet ist.

Mit anderen Worten, im Gegensatz zur Lehre des DE-GM 89 03 236, bei dem das Material des Pfahls oder Pfostens den Dorn oder Zapfen umfangsseitig formschlüssig umgreift, liegt beim Gegenstand der PCT/EP 96/03704 ein erhebliches Spiel

zwischen dem Zapfen oder Haltedorn und der den Dorn umge- benden Bohrung an der Unterseite des Pfahls oder Pfostens vor. Durch dieses Spiel ist es möglich, den Pfahl oder Pfo- sten innerhalb eines gewissen Winkelbereiches verkippt oder schräg auf den Haltedorn aufzusetzen, wobei durch diese schräge oder verkippte Lage eventuelle Schiefstellungen der bodenseitigen Befestigungsvorrichtung gegenüber der Verti- kalen kompensiert werden können.

Auch die gattungsgemäße Befestigungsvorrichtung gemäß der PCT/EP96/03704 hat sich in der Praxis umfassend be- währt. Gleichwohl hat sich in der Praxis herausgestellt, daß die Haltekräfte, der alleinige form-und/oder kraft- schlüssige Eingriff zwischen dem Haltedorn und dem Material des Pfahles unter bestimmten Bedingungen nicht immer aus- reichend sein kann.

Demgegenüber hat es sich die vorliegende Erfindung zur Aufgabe gemacht, eine Vorrichtung zum vertikalen Anordnen eines pfahl-oder pfostenförmigen Gegenstandes an einer bo- denseitigen Befestigungsvorrichtung zu schaffen, bei der die Verbindung zwischen der eigentlichen Befestigungsvor- richtung und dem pfahl-oder pfostenförmigen Gegenstand derart stabil ist, daß auch größere auf den pfahl-oder pfostenförmigen Gegenstand einwirkende Kräfte zuverlässig aufgenommen werden können, ohne daß die Verbindung zwischen Befestigungsvorrichtung und Gegenstand gelockert oder ge- löst wird.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale.

Erfindungsgemäß wird die aus der PCT/EP96/03704 bekann- te Befestigungsvorrichtung dadurch weitergebildet, daß an der Stützplatte in die gleiche Richtung wie der wenigstens eine Befestigungsvorsprung weisend ein die mittige Durch- brechung umfassender Klemmabschnitt angeordnet ist. Dieser

Klemmabschnitt vergrößert die Anlagefläche zwischen Halte- dorn und Stützplatte gegenüber einer ohne Klemmabschnitt versehenen Stützplatte ganz erheblich, so daß weitaus grö- ßere Haltekräfte erzielbar sind, die den pfahl-oder pfostenförmigen Gegenstand auch gegenüber hohen einwirken- den Kräften sicher halten.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegen- stand der Unteransprüche.

Bevorzugt weisen der Haltedorn und die Durchbrechung jeweils runden Querschnitt auf. Hierdurch ist es möglich, den Pfahl gegenüber dem Haltedorn und damit der Befesti- gungsvorrichtung beliebig zu drehen, so daß beispielsweise etwaige an dem Pfahl angebrachte und hiervon radial abste- hende Bauelemente in die gewünschte Ausrichtung gebracht werden können.

Der Klemmabschnitt ist bevorzugt mit seinem Außenumfang an die Umfangswand der Aufnahmebohrung zumindest teilweise anlegbar. Hierdurch erfolgt eine noch bessere Kraftaufnahme und-einleitung von dem pfahl-oder pfostenförmigen Gegen- stand über die Stützplatte in die Befestigungsvorrichtung.

Weiterhin bevorzugt verjüngt sich der Haltedorn von der freien Oberfläche der Befestigungsvorrichtung ausgehend zu seinem freien Ende hin konisch. Zusammen mit der weiteren bevorzugten Ausgestaltungsform, daß der Haltedorn benach- bart der freien Oberfläche der Befestigungsvorrichtung ei- nen Außendurchmesser hat, der den Innendurchmesser des Klemmabschnittes leicht übersteigt, wird hierdurch die Mög- lichkeit geschaffen, daß sich zwischen Haltedorn und Klemm- abschnitt eine besonders feste umfangsseitige form- und/oder kraftschlüssige Anlage ergibt.

Ist weiterhin der Klemmabschnitt in Form einer zylin- drischen und umfangsseitig zumindest einmal in Axialrich-

tung geschlitzten Hülse ausgebildet, erfolgt durch den sich konisch nach unten hin verbreiternden Haltedorn im Zuge dessen Eindringens in die Hülse eine radiale Aufweitung dieser Hülse, so daß sich diese an die innere Umfangswand der Aufnahmebohrung unter Kraft bzw. Druck anlegen kann.

Besonders bevorzugt ist hierbei die Hülse in Axialrich- tung mehrfach äquidistant derart geschlitzt, daß eine Mehr- zahl von der Stützplatte vorstehenden, den mittigen Durch- bruch umfassenden Zungen gebildet wird. Im Zuge des Ein- steckens des Haltedorns werden diese Zungen gleichmäßig ra- dial nach außen aufgeweitet oder gedrückt, so daß sich eine innige und belastungsfähige Verbindung zwischen pfahl-oder pfostenförmigen Gegenstand, Stützplatte und Haltedorn bzw.

Befestigungsvorrichtung ergibt.

Weiterhin bevorzugt steht von der Stützplatte aus eine Mehrzahl von Befestigungsvorsprüngen nach oben vor. Hier- durch erfolgt eine bessere Verbindung zwischen Stützplatte und pfahl-oder pfostenförmigem Gegenstand.

Weiterhin sind bevorzugt die Befestigungsvorsprünge in Form von sich konisch verjüngenden Spitzen ausgebildet, so daß sie sich leicht in das Material des Gegenstandes ein- graben können.

Sind die Befestigungsvorsprünge gleichmäßig verteilt auf zumindest einem zu dem Durchbruch konzentrischen Kreis verteilt angeordnet, werden insbesondere durch die sich ra- dial aufweitende Hülse entstehende, in dem Gegenstand nach außen wirkende Kräfte von den Befestigungsvorsprüngen auf- genommen, so daß die Gefahr des Aufreißens oder Aufsplit- terns des unteren Endes des Gegenstandes wesentlich verrin- gert ist.

Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der vorlie- genden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Be- schreibung mehrerer Ausführungsformen anhand der Zeichnung.

Es zeigt : Fig. 1 eine auseinandergezogene Darstellung einer Aus- führungsform der vorliegenden Erfindung in demontiertem Zu- stand ; und Fig. 2 eine eine Draufsicht von oben auf eine Ausfüh- rungsform einer Stützplatte.

Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausfüh- rungsform der vorliegenden Erfindung ist als rein illustra- tiv und exemplarisch zu betrachten ; die Darstellung in der Zeichnung sowie die zugehörige Beschreibung sind nicht als einschränkend zu verstehen.

Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der vorliegenden Er- findung zum vertikalen Anordnen eines pfahl-oder pfosten- förmigen Gegenstandes (nachfolgend mit"Pfosten"bezeich- net) an einer bodenseitigen Befestigungsvorrichtung.

In Fig. 1 ist eine Ausführungsform einer erfindungsge- mäßen Vorrichtung 2 dargestellt, welche zum vertikalen An- ordnen eines Pfostens 4 an einer beispielsweise im Erdreich verankerbaren Befestigungsvorrichtung 6 dient. Die Befesti- gungsvorrichtung 6 kann beispielsweise im Erdreich einge- graben oder einbetoniert werden oder bevorzugt korkenzie- herartig in das Erdreich eingeschraubt werden. Eine beson- ders bevorzugte Ausgestaltungsform der Befestigungsvorrich- tung 6 ist in dem DE-GM 93 13 258 des selben Anmelders be- schrieben. Auf den dortigen Offenbarungsgehalt wird hiermit vollinhaltlich Bezug genommen.

In der in Fig. 1 dargestellten Ausgestaltungsform der Vorrichtung 2 weist diese am oberen freien Ende der Befe- stigungsvorrichtung 6 einen zurückspringenden Bereich oder Absatz 8 auf, der mittig einen rohrförmigen Haltedorn 10 trägt. Hierbei ist der Außendurchmesser des Haltedorns 10 deutlich geringer als der Innendurchmesser einer Aufnahme- oder Blindbohrung 12, die an dem unteren freien Ende des Pfostens 4 ausgebildet ist. Die Tiefe der Bohrung 12 ist hierbei bevorzugt geringer als die Höhe des Haltedorns 10.

Zwischen dem Absatz 8 und einer Stirnseite 14 des Pfo- stens 4, wo die Bohrung 12 eingebracht ist, ist eine Stütz- platte 16 anordenbar. Die Stützplatte ist in Form und Flä- che bevorzugt an Form und Fläche der Stirnseite 14 ange- paßt, also in der Regel kreisförmig, wie in Fig. 2 gezeigt.

Von der Oberseite der Stützplatte 16 aus weisen in Richtung der Stirnseite 14 wenigstens einer, bevorzugt mehrere Befe- stigungsvorsprünge 18 aus nach oben. Hierbei kann gemäß der Zeichnung eine Mehrzahl von zacken-, zinken-oder dornen- förmigen Befestigungsvorsprüngen 18 sich von der Stütz- platte 16 aus nach oben erstrecken, wobei diese Befesti- gungsvorsprünge gemäß Fig. 2 bevorzugt auf einem oder meh- reren konzentrischen Kreisen 20 und 22 liegend äquidistant zueinander angeordnet sind.

Die Stützplatte 16 weist eine mittige Durchbrechung 24 auf, welche in der Stützplatte 16 so ausgebildet ist, daß sie nach erfolgter Anbringung der Stützplatte 16 an der Stirnseite 14 mit der Bohrung 12 im unteren Endabschnitt des Pfostens 4 im wesentlichen fluchtet.

Wie am besten aus Fig. 2 hervorgeht, ist die mittige Durchbrechung 24 in der Stützplatte 16 von einem Klemmab- schnitt 26 umgeben. Der Klemmabschnitt 26 weist gemäß der Darstellung in der Zeichnung im wesentlichen die Form einer Hülse 28 auf, welche in Axialrichtung ein-, bevorzugt je- doch mehrfach durch Schlitze 30 unterteilt ist, so daß die

Hülse 28 je nach Anzahl der Schlitze 30 in eine Mehrzahl von Zungen 32 unterteilt ist. Im dargestellten Ausführungs- beispiel sind vier Schlitze 30 vorgesehen, welche zueinan- der gleichmäßig umfangsseitig um 90° beabstandet sind, so daß vier Zungen 32 gebildet werden. Der Innendurchmesser der Hülse 28 entspricht im wesentlichen den Innendurchmes- ser der Durchbrechung 24.

Die Befestigung des Pfostens 4 an der Vorrichtung 2 er- folgt derart, daß zunächst die Befestigungsvorrichtung 6 im Erdreich verankert wird, beispielsweise durch Einschrauben oder Einbetonieren.

Im Anschluß daran wird die Stützplatte 16 auf die Un- ter-oder Stirnseite 14 des Pfostens 4 gesetzt und mit der Stirnseite 14 verbunden. Hierzu sind an der Stützplatte 16 die Befestigungsvorsprünge 18 vorgesehen, welche sich in das Material des Pfostens 4 eingraben, wenn auf die Stütz- platte 16 einer oder mehrere Hammerschläge aufgebracht wer- den.

Nach dem Anbringen der Stützplatte 16 wird der Pfosten gemäß Fig. 1 von oben her auf die Befestigungsvorrichtung 6 aufgesetzt. Sodann wird der Pfosten 4-bevorzugt unter Zu- hilfenahme eines Senklotes oder einer Wasserwaage-derart verkippt, daß eventuelle Schiefstellungen der Befestigungs- vorrichtung 6 ausgeglichen werden und der Pfosten 4 exakt vertikal steht. Dieses Verkippen des Pfostens 4 gegenüber der Befestigungsvorrichtung 6 wird dadurch ermöglicht, daß der Außendurchmesser des Haltedorns 10 deutlich kleiner ist als der Innendurchmesser der Bohrung 12, so daß der Dorn 10 im Inneren der Bohrung 12 schief oder schräg verlaufen kann. Sobald der Pfosten 4 exakt vertikal steht, werden auf das obere freie Ende des Pfostens 4 mit einem Hammer oder einem anderen geeigneten Ramminstrument einer oder mehrere Schläge aufgebracht, so daß der sich konisch nach unten hin erweiternde Haltedorn 10 die Hülse 28 durchtritt und diese

radial nach außen hin aufweitet. Erleichtert wird diese Aufweitung durch die Schlitze 30, welche die Hülse 28 zu- mindest einmal, bevorzugt jedoch mehrfach axial untertei- len, so daß die Hülse 28 als in eine Mehrzahl von elasti- schen Haltezungen unterteilt betrachtet werden kann. Im Zu- ge der radialen Aufweitung der Hülse 28 wird diese unter Druck an die innere Umfangswand der Aufnahmebohrung 12 ge- drückt und gegenüber dieser verspannt. Gleichzeitig gräbt sich das obere freie Ende des Haltedorns 10 in eine Grund- fläche 34 der Aufnahmebohrung 12 ein, so daß der Pfosten 4 eine sichere Zweipunkt-Lagefixierung erfährt, nämlich ein- mal im Bereich der Hülse 28 und einmal im Bereich der Grundfläche 34 der Aufnahmebohrung 12. Hierdurch ist der Pfosten 4 gegenüber der Befestigungsvorrichtung 6 gehalten.

Die Lagefixierung des Pfostens 4 gegenüber der Befesti- gungsvorrichtung 6 kann aufgrund der hohen, durch die ra- diale Aufweitung der Hülse 28 erzeugten Klemmkräfte zwi- schen Hülse 28 und Pfosten 4 als praktisch unverrückbar be- trachtet werden. Verstärkt werden kann diese kraft- und/oder formschlüssige Verbindung der Hülse 28 mit dem Haltedorn 10 bzw. der Stützplatte 16 dadurch, daß der Hal- tedorn 10 auch die Durchbrechung 24 kraft-und/oder form- schlüssig durchtritt, indem der maximal zur Wirkung kommen- de Außendurchmesser des Haltedorns 10 etwas größer gemacht wird, als der Innendurchmesser der Durchbrechung 24.

Durch die messerklingenartige Abschrägung des oberen umlaufenden Randes des Haltedorns 10 aufgrund dessen Koni- zität kann sich dieser Bereich leicht in das Material des Pfostens 4 eingraben. Nach außen gerichtete Aufweit-oder Aufsprengkräfte, die durch den Haltedorn 10 und die Hülse 28 auf das Material des Pfostens 4 ausgeübt werden könnten, werden durch den ein-oder mehrfachen Ring der Befesti- gungsvorsprünge 18 aufgefangen, so daß der gesamte untere Bereich des Pfostens 4-mit Ausnahme des oder der einge- drungenen Befestigungsvorsprünge 18-unverletzt und damit

weniger anfällig gegenüber Witterungseinflüssen, tierischen oder pflanzlichen Schädlingen oder dergleichen bleibt.

Der Querschnitt der Durchbrechung 24 richtet sich im wesentlichen nach dem Querschnitt des Haltedorns 10. Das bedeutet, daß, wenn der Haltedorn 10 rohrförmig mit kreis- förmigen Querschnitt ist, die Durchbrechung 24 ebenfalls bevorzugt runden Querschnitt hat, wie in Fig. 2 gezeigt.

Genauso gut kann die Durchbrechung 24 aber auch quadrati- schen oder polygonen Querschnitt haben.

Ein polygoner, d. h. mehreckiger Querschnitt der Durch- brechung 24 kann auch bei rundem Querschnitt des Haltedorns 10 verwendet werden.

Da die Stützplatte 16 vor dem Aufstecken des Pfostens 4 auf den Haltedorn 10 der Befestigungsvorrichtung 6 an der Stirnseite 14 des Pfostens 4 befestigt wird, beschränken sich die auf den Pfosten 4 zu dessen Befestigung an der Be- festigungsvorrichtung 6 notwendigen Kräfte auf diejenigen Kräfte, welche zum Aufstecken des Pfostens 4 auf den Halte- dorn 10 notwendig sind, wobei dieser die bevorzugt mit Un- termaß gefertigte Durchbrechung 24 durchtritt und die zum Eindrücken oder Einschlagen des Dornes 10 in die Grundflä- che 26 und zum Aufweiten der Hülse 28 notwendigen Kräfte.

Die Gefahr, daß sich die Befestigungsvorrichtung 6 durch auf den Pfosten 4 aufgebrachte Kräfte bei dessen Befesti- gung im Erdreich lockern kann, ist somit wesentlich verrin- gert. Weiterhin können durch die sich radial aufweitende und unter hohem Druck an dem Innenumfang der Aufnahmeboh- rung 12 anliegende Hülse 28 sehr hohe und insbesondere bleibende Haltekräfte erhalten werden, so daß der Pfosten 4 zuverlässig lagefixiert werden kann.