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Title:
DEVICE FOR VERTICALLY AND HORIZONTALLY POSITIONING GUIDE VANE SUPPORTS IN THE TURBINE HOUSING IN THE INSTALLED STATE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/102950
Kind Code:
A2
Abstract:
The present invention relates to a positioning system (100) for positioning a first turbine element (101) of a turbine and a second turbine element (102) of the turbine relative to each other. The positioning system (100) comprises a positioning element (103) having a first area (104) and a second area (105) and furthermore an adjusting element (106). The positioning element (103) can be fastened in a mating opening (107) in the first turbine element (101) in a form-closed manner using the first area (104). The positioning element (103) can be fastened in a receiving opening (108) of the second turbine element (102) by means of the adjusting element (106) using the second area (105). By adjusting the adjusting element (106), the position of the positioning element (103) in the receiving opening (108) relative to the second turbine element (102) can be set.

Inventors:
LOCHNER, Klaus (Am Geudeberg 17, Markersdorf-Pfaffendorf, 02829, DE)
MUCHA, Andreas (Am Jungfernberg 1, Bad Muskau, 02953, DE)
Application Number:
EP2010/052792
Publication Date:
September 16, 2010
Filing Date:
March 05, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
LOCHNER, Klaus (Am Geudeberg 17, Markersdorf-Pfaffendorf, 02829, DE)
MUCHA, Andreas (Am Jungfernberg 1, Bad Muskau, 02953, DE)
International Classes:
F01D25/28
Foreign References:
EP1793094A12007-06-06
GB1249682A1971-10-13
EP1180581A22002-02-20
US4204803A1980-05-27
DE726510C1942-10-15
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Positionierungssystem zur Positionierung eines ersten Turbinenelements (101) einer Turbine und eines zweiten Turbi- nenelements (102) der Turbine zueinander, das Positionierungssystem (100) aufweisend ein Positionierungselement (103) mit einem ersten Bereich (104) und einem zweiten Bereich (105), und ein Stellelement (106), wobei das Positionierungselement (103) mit dem ersten

Bereich (104) in einer Passöffnung (107) in dem ersten Turbinenelement (101) formschlüssig befestigbar ist, wobei das Positionierungselement (103) mit dem zweiten Bereich (105) in einer Aufnahmeöffnung (108) des zweiten Tur- binenelements (102) mittels des Stellelements (106) befestigbar ist, und wobei mittels einer Verstellung des Stellelements (106) die Position des Positionierungselements (103) in der Aufnahmeöffnung (108) relativ zu dem zweiten Turbinenelement (102) einstellbar ist.

2. Positionierungssystem nach Anspruch 1, wobei das Positionierungselement (103) eine Durchgangsöffnung (109) aufweist, wobei das Stellelement (106) in der Durchgangsöffnung (109) angeordnet ist.

3. Positionierungssystem nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Stellelement (106) und das Positionierungsele- ment (103) eine Schraubverbindung bilden, wobei die Positionierung des Positionierungselements (103) in der Aufnahmeöffnung (108) relativ zu dem zweiten Turbinenelement (102) mittels Verschraubung des Stellelements (106) einstellbar ist.

4. Positionierungssystem nach Anspruch 3, wobei das Stellelement (106) eine Kontermutter (110) aufweist, wobei die Kontermutter (110) entlang des Stellelements (106) gegen das Positionierungselement (103) drehbar ist um eine Verdrehsicherung des Stellelements (106) bereitzustellen .

5. Positionierungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, ferner aufweisend einen Stift (111) zur Fixierung des ersten Bereichs (104) des Positionierungselements (103) in der Passöffnung (107) in dem ersten Turbinenelement (101) .

6. Positionierungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei eine Seite der Aufnahmeöffnung (108) mit einem

Passstück (112) ausgebildet, wobei das Passstück (112) mittels einer Passschraube

(113) an dem zweiten Turbinenelement (102) befestigbar ist.

7. Turbine aufweisend ein erstes Turbinenelement (101), ein zweites Turbinenelement (102), und das Positionierungssystem (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Positionierungssystem (100) eingerichtet ist, das erste Turbinenelement (101) und das zweite Turbinenele- ment (102) relativ zueinander zu positionieren.

8. Turbine nach Anspruch 7, ferner aufweisend einen Verbindungsbolzen (114), wobei das erste Turbinenelement (101) und das zweite Turbinenelement (102) relativ zueinander um eine Drehachse (115) drehbar sind, wobei der Verbindungsbolzen (114) entlang der Drehachse (115) angeordnet ist, und wobei der Verbindungsbolzen (114) das erste Turbinenele- ment (101) und das zweite Turbinenelement (102) drehbar lagert .

9. Turbine nach Anspruch 8, wobei das erste Turbinenelement (101) und/oder das zweite Turbinenelement (102) zur Aufnahme des Verbindungsbolzens (114) ein Langloch (116) aufweist, wobei der Verbindungsbolzen (114) entlang des Langlochs (116) verschiebbar gelagert ist.

10. Turbine nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei das erste Turbinenelement (101) und/oder das zweite Turbinenelement (102) aus der Gruppe bestehend aus Turbi- nengehäusen und Leitschaufelträgern ausgewählt sind.

11. Verfahren zum Positionieren eines ersten Turbinenelements (101) und eines zweiten Turbinenelements (102) einer Turbine nach einem der Ansprüche 7 bis 10 zueinander, das Verfahren aufweisend

Verstellung des Stellelements (106) derart, dass die Position des Positionierungselements (103) in der Aufnahmeöffnung (108) relativ zu dem zweiten Turbinenelement (102) geändert wird.

Description:
Beschreibung

Vorrichtung zur vertikalen und horizontalen Positionierung von Leitschaufelträgern in das Turbinengehäuse im eingebauten Zustand

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Positionierungssystem zur Positionierung eines ersten Turbinenelements einer Turbine und eines zweiten Turbinenelements der Turbine zueinander und ein Verfahren zum Positionieren eines ersten Turbinenelements und eines zweiten Turbinenelements einer Turbine zueinander .

In Turbinen, insbesondere in Dampfturbinen mit großem Durch- messer, werden an das äußere Turbinengehäuse Leitschaufelträger befestigt. Die Leitschaufelträger weisen fest angeordnete Leitschaufeln auf, welche die innere Strömung in vordefinierter Art und Weise leiten. Um eine vordefinierte Strömung des Fluids in einer Turbine exakt umzusetzen, müssen die Leit- schaufelträger mit den Leitschaufeln exakt ausgerichtet werden. Dabei müssen die Leitschaufelträger mit den Leitschaufeln in einer exakt vordefinierten Lage bezüglich der Rotorschaufeln des Rotors angeordnet werden, um die vordefinierte Strömung des Fluids bereitzustellen und die vordefinierten funktionsbedingten Spiele zwischen Leitschaufeln und Rotor bzw. Laufschaufeln und Leitzeugträger herzustellen.

Die vertikale und horizontale Positionierung der Leitschaufelträger im Montageprozess wird bisher durch Ausmessung der Lage des Leitschaufelträgers bezüglich des Rotors mittels

Passelementen umgesetzt. Diese Passelemente werden zwischen dem Leitschaufelträger und dem Turbinengehäuse eingefügt, um die zuvor ausgemessene Lage des Leitschaufelträgers mit einer Solllage des Leitschaufelträgers abzugleichen.

Ferner kann die Lage des Leitschaufelträgers bezüglich des Turbinengehäuses mittels Zentrierungsstiften in Verbindung mit sogenannten Kalottenschrauben umgesetzt werden. Die Ka- lottenschrauben können in einem Teilfugenflansch des Leitschaufelträgers angeordnet werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Turbinenelemente in einfacher Art und Weise zueinander zu positionieren.

Die Aufgabe wird mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst, insbesondere mit einem Positionierungssystem zur Positionierung eines ersten Turbinenelements einer Turbine und eines zweiten Turbinenelements der Turbine zueinander und mit einem Verfahren zur Positionierung eines ersten Turbinenelements und eines zweiten Turbinenelements einer Turbine zueinander .

Gemäß einer ersten beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird ein Positionierungssystem zur Positionierung eines ersten Turbinenelements einer Turbine und eines zweiten Turbinenelements der Turbine zueinander bereitgestellt. Das Positionierungssystem weist ein Positionierungs- element mit einem ersten Bereich und einem zweiten Bereich auf. Ferner weist das Positionierungssystem ein Stellelement auf. Das Positionierungselement ist mit dem ersten Bereich in einer Passöffnung in dem ersten Turbinenelement formschlüssig befestigbar. Das Positionierungselement ist mit dem zweiten Bereich in einer Aufnahmeöffnung des zweiten Turbinenelements mittels des Stellelements formschlüssig befestigbar. Mittels Verstellung des Stellelements ist die Position des Positionierungselements in der Aufnahmeöffnung relativ zu dem zweiten Turbinenelement einstellbar.

Unter dem Begriff „Positionierungselement" kann ein Element verstanden werden, welches mit einem ersten Bereich formschlüssig und fixiert in alle drei Raumrichtungen mit dem ersten Turbinenelement verbunden ist, so dass mittels Justie- rung und Bewegung bzw. Verstellung des zweiten Bereichs in einem zweiten Turbinenelement das erste Turbinenelement bewegt und somit ausgerichtet werden kann. Das Positionierungselement kann beispielsweise ein blechförmiges Element oder beispielsweise eine sogenannte Auflagepratze ausbilden. Das Positionierungselement kann ferner ein Zentrierungsbolzen oder andere zylinderförmige, rechteckige oder keilförmige Formen aufweisen. Der erste Bereich des Positionierungsele- ments kann beispielsweise dieselbe Form und dieselben Ausmaße wie die Passöffnung des ersten Turbinenelements aufweisen, so dass eine formschlüssige Verbindung bereitgestellt werden kann. Mit anderen Worten kann somit eine relative Bewegung, Verdrillung oder Dejustage des Positionierungselements bezüg- lieh des ersten Turbinenelements verhindert werden.

Der zweite Bereich des Positionierungselements kann in der Aufnahmeöffnung des zweiten Turbinenelements derart befestigt werden, dass zumindest ein Freiheitsgrad in seiner Bewegung in der Aufnahmeöffnung vorhanden ist. Entgegen dieses mindestens einen Freiheitsgrades kann das Stellelement wirken. Mit anderen Worten kann das Stellelement das Positionierungselement in der Aufnahmeöffnung derart befestigen, dass eine Bewegung des Positionierungselements relativ zu dem zweiten Turbinenelement entlang eines Freiheitsgrades verhindert wird. Entlang dieses Freiheitsgrades kann das Stellelement derart betätigt werden, dass das Positionierungselement entlang des Freiheitsgrades relativ zu dem zweiten Turbinenelement definiert verstellt werden kann, so dass sich eine Posi- tionierung des Positionierungselements entlang des Freiheitsgrades bezüglich des zweiten Turbinenelements einstellen lässt. Durch Verstellung des zweiten Bereichs des Positionierungselements bezüglich des zweiten Turbinenelements wird wiederum der erste Bereich des Positionierungselements und somit das erste Turbinenelement bezüglich des zweiten Turbinenelements ausgerichtet.

Das Positionierungselement kann in der Passöffnung des ersten Turbinenelements formschlüssig befestigbar sein, so dass kei- ne Bewegungstoleranzen zwischen dem Positionierungselement und dem ersten Turbinenelement bestehen. Eine solche formschlüssige Verbindung des Positionierungselements in der Passöffnung des ersten Turbinenelements kann durch das Inein- andergreifen des Positionierungselements in der Passöffnung entstehen. Bei einem solchen Formschluss werden die Kräfte, welche durch die Betriebsbelastung verursacht werden, über die Verbindungsflächen des Positionierungselements und des ersten Turbinenelements übertragen.

Mit dem zweiten Bereich kann das Positionierungselement in die Aufnahmeöffnung des zweiten Turbinenelements eingebracht und befestigt werden. Dabei kann das Positionierungselement mittels des Stellelements kraftschlüssig mit dem zweiten Turbinenelement verbunden werden. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass der zweite Bereich des Aufnahmeelements in die Aufnahmeöffnung eingebracht werden kann, wobei zumindest in Richtung des Freiheitsgrades eine Bewegung des Positionie- rungselements möglich ist. Der Freiheitsgrad der Bewegung des Positionierungselements verläuft dabei in Richtung der Erstreckungsrichtung des Stellelements. Erst das Stellelement ermöglicht eine Fixierung des zweiten Bereichs des Positionierungselements entlang des Freiheitsgrades. Das Stellele- ment wiederum kann kraftschlüssig oder formschlüssig in der Aufnahmeöffnung angeordnet sein, so dass eine Bewegung entlang des Freiheitsgrades unterbunden wird.

Ferner ermöglicht das Stellelement eine Einstellmöglichkeit bzw. eine Positionierung des zweiten Bereichs des Positionierungselements entlang des Freiheitsgrades. Da der erste Bereich des Positionierungselements mit dem ersten Turbinenelement fest verbunden ist, bedeutet eine Veränderung der Position des Seitenbereichs entlang des Stellelements ebenfalls eine Veränderung der Position des ersten Turbinenelements entlang des ersten Freiheitsgrades und somit eine Änderung der Position des ersten Turbinenelements relativ zu dem zweiten Turbinenelement. Das Stellelement kann beispielsweise einen Innensechkant aufweisen, sodass mittels eines Schrauben- schlüsseis eine Verstellung vorgenommen werden kann.

Die Passöffnung und/oder die Aufnahmeöffnung können Bohrungen in den Turbinenelementen sein. Ferner können die Passöffnung und/oder die Aufnahmeöffnung Nuten in einer Oberfläche der Turbinenelemente sein, welche verschiedenste Formen und Konturen aufweisen können.

In dem bisherigen Montage- und Ausrichtverfahren zweier Turbinenelemente zueinander werden Passelemente eingefügt, um einen definierten Abstand zwischen den Turbinenelementen und somit eine bestimmte Positionierung der Turbinenelemente bereitzustellen. Die Passelemente werden dabei vor Ort derart bearbeitet, dass die gewünschte Positionierung ermöglicht wird. Dies benötigt eine mehrmalige Montage der Turbinenelemente, so dass eine Vielzahl von iterativen Montageschritten und somit ein hoher Zeitaufwand bei der Montage der Turbinenelemente benötigt wird. Wird eine Positionierung über Kalot- tenschrauben zwischen zwei Turbinenelemente erreicht, müssen zugehörige Pratzen an den Kalottenschrauben verwendet werden, welche den freien Querschnitt zwischen den Turbinenelementen reduziert, wodurch ungünstige fluidmechanische Eigenschaften des durchströmenden Fluids erzeugt werden, wodurch wiederum Druckverluste entstehen können.

Mit der vorliegenden Erfindung wird ein Positionierungssystem bereitgestellt, bei welchem eine mehrmalige Montage von Turbinenelementen zur Positionierung nicht länger notwendig ist und bei welchem keine querschnittsbeeinflussenden Ausrichtelemente verwendet werden müssen. Das erste und das zweite Turbinenelement können mit dem Positionierungselement miteinander verbunden werden und über das Stellelement in ihrer Position relativ zueinander eingestellt werden. Ein mehrmaliges Demontieren der Turbinenelemente während des Ausrichtens und Positionierens ist dabei nicht notwendig. Mit anderen Worten ist eine Demontage der Turbinenelemente zum Zweck des Aus- und Aufbaus der im Stand der Technik verwendeten Passelemente einschließlich des erforderlichen Anpassens bzw. Schleifens der Passplatten nicht erforderlich. Da somit im eingebauten bzw. im zusammengebauten Zustand das erste Turbinenelement und das zweite Turbinenelement zueinander ausgerichtet werden kann, ergibt sich eine Verkürzung des Montageablaufs gegen- über dem herkömmlichen Ausrichtverfahren und darüber hinaus eine Vereinfachung des Montageverfahrens im Vergleich zu bisher eingesetzten Montageverfahren mit Kalottenschrauben.

Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform weist das Positionierungselement eine Durchgangsbohrung auf. Das Stellelement ist in der Durchgangsbohrung angeordnet. Andererseits besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass das Stellelement in ein Sackloch des Positionierungselements befestigt ist. Im Falle der Durchgangsbohrung in dem Positionierungselement besteht die Möglichkeit, dass das Stellelement an ihrem oberen und unteren Ende entlang ihrer Erstreckungsrichtung einen kraftschlüssigen Kontakt mit der Aufnahmeöffnung des zweiten Turbinenelements gebildet wird. Damit kann ein größerer Posi- tionierungsweg und somit eine flexiblere Positionierung bereitgestellt werden und andererseits eine verbesserte Kraftübertragung über zwei Seiten bzw. über die zwei Enden des Stellelements bereitgestellt werden.

Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform bilden das Stellelement und das Positionierungselement eine Schraubverbindung auf. Die Positionierung des Positionierungselements in der Aufnahmeöffnung relativ zu dem zweiten Turbinenelement ist mittels Verschraubung des Stellelements einstell- bar. Mit anderen Worten kann das Stellelement in beispielsweise das Durchgangsloch oder das Sackloch des Positionierungselements eingeschraubt werden. Die Einschraubrichtung kann dabei parallel zu dem ersten Freiheitsgrad der Bewegung des Positionierungselements bezüglich des zweiten Turbinen- elements ausgebildet sein. Mittels der Schraubverbindung kann über eine Drehung des Stellelements eine gewünschte Position des Positionierungselements entlang des Freiheitsgrades in einfacher Art und Weise bereitgestellt werden.

Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform weist das Stellelement eine Kontermutter auf. Die Kontermutter ist entlang des Stellelements gegen das Positionierungselement drehbar, um eine Verdrehsicherung des Stellelements bereitzustel- len. Als Kontermutter bzw. Gegenmutter kann eine Mutter bezeichnet werden, welche gegen eine Fläche der Stellmutter (z.B. des Stellelements) oder gegen eine Fläche des Positionierungselements gedreht wird. Die Mutter verspannt sich so- mit mit der Fläche des Positionierungselements oder mit der Fläche des Stellelements selbst, so dass auf diese Weise eine Erhöhung der Reibkraft zwischen den Flächen erzeugt wird und somit eine Verdrehsicherung bereitgestellt ist. Damit kann eine ungewünschte Verstellung des Positionierungselements be- züglich des zweiten Turbinenelements verhindert werden. Ist das Stellelement mit dem Positionierungselement mittels der Schraubverbindung verbunden, kann durch die Kontermutter die Reibkraft in den Gewindeflanken erhöht werden, wodurch eine Verdrehsicherung bereitstellbar ist.

Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform weist das Positionierungssystem einen (Zylinder-) Stift zur Fixierung des ersten Bereichs des Positionierungselements in der Passöffnung in dem ersten Turbinenelement auf. Die Passöffnung kann einerseits das Positionierungselement vollständig umschließen, so dass über einen reinen Formschluss eine Bewegung in alle Raumrichtungen zwischen dem Positionierungselement und dem ersten Turbinenelement unterbunden wird. Im Falle einer offenen Passöffnung bzw. einer nutähnlichen Passöff- nung, bei der beispielsweise eine offene Fläche besteht, muss über einen reinen Kraftschluss eine Bewegung des Aufnahmeelements in Richtung der offenen Fläche und somit aus der Passöffnung hinaus verhindert werden. Zur Unterstützung bzw. zur Verbesserung einer Befestigung des Positionierungselements in dem ersten Turbinenelement kann hierbei der Stift eingesetzt werden, welcher derart eingerichtet ist, dass eine Bewegung des Positionierungselements in Richtung der offenen Fläche verhindert wird. Der Stift kann eine zylindrische, rechteckige, polygone oder Keilförmige Form aufweisen.

Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform ist eine Seite der Aufnahmeöffnung mit einem Passstück ausgebildet, wobei das Passstück mittels einer Passscheibe an dem zweiten Turbinenelement befestigbar ist. Die Aufnahmeöffnung kann somit eine offene Seite aufweisen, durch welche das Positionierungselement mit dem Stellelement schnell und einfach in die Aufnahmeöffnung eingefügt werden kann. Nach dem Einfügen des Positionierungselements in die Aufnahmeöffnung kann die offene Seite mit dem Passstück geschlossen werden, so dass eine Fixierung des Positionierungselements bereitgestellt ist. Mit anderen Worten bildet das Passstück eine Seite der Aufnahmeöffnung, wobei dadurch diese Seite der Aufnahmeöffnung flexi- bei entfernt werden kann, um eine einfache Befestigung des

Positionierungselements zu ermöglichen. Die Passschraube kann in dem zweiten Turbinenelement befestigt werden.

Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform der Er- findung wird eine Turbine bereitgestellt. Das Verbindungssystem weist ein erstes Turbinenelement und ein zweites Turbinenelement auf. Ferner weist das Verbindungssystem das oben beschriebene Positionierungssystem auf. Das Positionierungssystem ist eingerichtet, das erste Turbinenelement und das zweite Turbinenelement relativ zueinander zu positionieren.

Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform des Verbindungssystems weist das Verbindungssystem ferner einen Verbindungsbolzen auf. Das erste Turbinenelement und das zweite Turbinenelement sind relativ zueinander um eine Drehachse drehbar. Der Verbindungsbolzen ist entlang der Drehachse angeordnet, wobei der Verbindungsbolzen das erste Turbinenelement und das zweite Turbinenelement drehbar lagert.

Die Drehachse kann exzentrisch zu den mittleren Drehachsen des ersten Turbinenelements und des zweiten Turbinenelements angeordnet sein. Ferner kann die Drehachse parallel zu einer Turbinenmittelachse verlaufen. Somit werden bei Drehungen des ersten Turbinenelements und des zweiten Turbinenelements re- lativ zueinander um die Drehachse eine vertikale und eine horizontale Positionierung zwischen dem ersten Turbinenelement und dem zweiten Turbinenelement ermöglicht. Ferner unterstützt der Verbindungsbolzen die Kraftübertragung zwischen dem ersten Turbinenelement und dem zweiten Turbinenelement, so dass eine festere Verbindung zwischen dem ersten Turbinenelement und dem zweiten Turbinenelement ermöglicht wird.

Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform des Verbindungssystems weist das erste Turbinenelement und/oder das zweite Turbinenelement zur Aufnahme des Verbindungsbolzens ein Langloch auf. Der Verbindungsbolzen ist entlang des Langlochs verschiebbar gelagert. Somit kann eine Positionierung des ersten Turbinenelements bezüglich des zweiten Turbinenelements mittels des Positionierungssystems in mehrere Raumrichtungen ermöglicht werden, ohne dass es zu Verspannungen der Turbinenelemente aufgrund des Verbindungsbolzens kommt. Somit kann mit dem flexibel gelagerten Verbindungsbolzen in dem Langloch eine flexible Positionierungsmöglichkeit geschaffen werden.

Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform des Verbindungssystems sind das erste Turbinenelement und/oder das zweite Turbinenelement aus der Gruppe bestehend aus Turbinengehäusen und Leitschaufelträgern ausgewählt. Es können somit zwei Leitschaufelträger, zwei Turbinengehäuse oder jeweils ein Leitschaufelträger und ein Turbinengehäuse mittels des Positionierungssystems bzw. des Verbindungssystems befestigt und ausgerichtet werden.

Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform wird ein Verfahren zur Positionierung eines ersten Turbinenelements und eines zweiten Turbinenelements einer oben beschriebenen Turbine zueinander geschaffen. Das Stellelement wird derart verstellt, dass die Position des Stellelements in der Aufnahmeöffnung relativ zu dem zweiten Turbinenelement geändert wird.

Es wird darauf hingewiesen, dass Ausführungsformen der Erfindung mit Bezug auf unterschiedliche Erfindungsgegenstände beschrieben wurden. Insbesondere sind einige Ausführungsformen der Erfindung mit Vorrichtungsansprüchen und andere Ausfüh- rungsformen der Erfindung mit Verfahrensansprüchen beschrieben. Dem Fachmann wird jedoch bei der Lektüre dieser Anmeldung sofort klar werden, dass, sofern nicht explizit anders angegeben, zusätzlich zu einer Kombination von Merkmalen, die zu einem Typ von Erfindungsgegenstand gehören, auch eine beliebige Kombination von Merkmalen möglich ist, die zu unterschiedlichen Typen von Erfindungsgegenständen gehören.

Im Folgenden werden zur weiteren Erläuterung und zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher beschrieben .

Es zeigt die Figur eine schematische Darstellung einer bei- spielhaften Ausführungsform des Positionierungssystems zur Positionierung zweiter Turbinenelemente.

Gleiche oder ähnliche Komponenten sind in der Figur mit gleichen Bezugsziffern versehen. Die Darstellung in der Figur ist schematisch und nicht maßstäblich.

In der Figur wird das Positionierungssystem 100 zur Positionierung eines ersten Turbinenelements 101 einer Turbine und eines zweiten Turbinenelements 102 der Turbine zueinander dargestellt. Das Positionierungssystem 100 weist ein Positionierungselement 103 mit einem ersten Bereich 104 und einem zweiten Bereich 105 auf. Ferner weist das Positionierungssystem 100 ein Stellelement 106 auf. Das Positionierungselement 103 ist mit dem ersten Bereich 104 in einer Passöffnung 107 in dem ersten Turbinenelement 101 formschlüssig befestigbar. Das Positionierungselement 103 ist mit dem zweiten Bereich 105 in einer Aufnahmeöffnung 108 des zweiten Turbinenelements 102 mittels des Stellelements 106 befestigbar. Mittels einer Verstellung des Stellelements 106 ist eine Positionierung des Positionierungselements 103 in der Aufnahmeöffnung 108 relativ zu dem zweiten Turbinenelement 102 einstellbar. In dem zweiten Bereich 105 des Positionierungselements 103 ist, wie in der Figur dargestellt, das Stellelement 106 befestigt. Das Stellelement 106 kann dabei in einer Durchgangsbohrung 109 in dem Positionierungselement 103 befestigt wer- den. Die Durchgangsbohrung 109 kann dabei ein Innengewinde aufweisen und das Stellelement 106 ein komplementäres Außengewinde, so dass das Stellelement 106 in die Durchgangsbohrung 109 eingeschraubt werden kann. Dabei kann das Stellelement 106 einen Innensechskant 117 aufweisen, um mit z.B. ei- nem Schraubenzieher das Stellelement 106 zu verstellen.

Die Aufnahmeöffnung 108 kann dabei größer dimensioniert sein als die Fläche des zweiten Bereichs 105 des Positionierungs- elements 103, so dass das Positionierungselement 103 beispielsweise spielend in der Aufnahmeöffnung 108 lagerbar ist. Eine kraftschlüssige Verbindung kann mittels des Stellelements 106 bereitgestellt werden, indem das Stellelement 106 beispielsweise an ihrem Schraubenende und an ihrem Schrauben- köpf an eine Wandung der Aufnahmeöffnung 108 anstößt und somit eine Kraftschlussverbindung bereitstellt, welche das Positionierungselement 103 relativ zu dem zweiten Turbinenelement 102 fixiert.

Mittels Verstellung des Stellelements 106, beispielsweise durch Drehen des Stellelements in einem Gewinde der Durchgangsbohrung 109 kann das Positionierungselement 103 entlang der Schraubenrichtung bewegt und fixiert werden. Da das Positionierungselement 103 mit seinem ersten Bereich 104 spiel- frei und formschlüssig in der Passöffnung 107 des ersten Turbinenelements 101 befestigt ist, wird eine Verstellung der Lage des Positionierungselements 103 relativ zu dem zweiten Turbinenelement 102 bewirkt und ebenso eine Veränderung bzw. Positionierung der Lage des ersten Turbinenelements 101 rela- tiv zu dem zweiten Turbinenelement 102.

Ferner kann die Passöffnung 107 und/oder die Aufnahmeöffnung 108 an einem Randbereich des ersten Turbinenelements 101 und/oder des zweiten Turbinenelements 102 bereitgestellt werden. So kann beispielsweise die Aufnahmeöffnung 108 derart in einem Randbereich des zweiten Turbinenelements 102 hergestellt werden, so dass die Aufnahmeöffnung 108 eine offene Seite aufweist. Über die offene Seite der Aufnahmeöffnung 108 kann das Positionierungselement 103 in einfacher Art und Weise eingefügt werden. Zum Schließen der offenen Seite wird ein Passstück 112 verwendet, welches über eine Passschraube 113, die an dem zweiten Turbinenelement 102 selbst fixiert werden kann, fixiert wird. Die Kraftschlussverbindung des Stellelements 106 kann somit beispielsweise an ihrem Schraubenkopf über das Passstück 112 in das zweite Turbinenelement 102 geführt werden.

Die Figur zeigt weiterhin eine Kontermutter 110, mit welcher eine Verdrehsicherung des Stellelements 106 bereitgestellt werden kann. Die Kontermutter kann beispielsweise gegen eine Fläche des Positionierungselements 103 oder gegen den Schraubenkopf des Stellelements 106 geschraubt werden, wodurch ei- nerseits eine Reibungskraft zwischen den Flächen und andererseits eine Erhöhung der Reibkraft in den Gewindeflanken hervorgerufen wird, wodurch eine Verdrehung des Stellelements 106 verhindert wird. Mittels der Verdrehsicherung über die Kontermutter 110 kann ein eigenhändiges Verstellen des Stell- elements 106 und somit der Positionierung des ersten Turbinenelements 101 gegenüber dem zweiten Turbinenelement 102 verhindert werden.

Das erste Turbinenelement 101 und/oder das zweite Turbinen- element 102 kann beispielsweise ein Leitschaufelträger oder ein Turbinengehäuse aufweisen. Der Leitschaufelträger und das Turbinengehäuse können beispielsweise die Form eines Hohlzy- linders bzw. eines Kreisringes aufweisen. Wie in der Figur dargestellt, können darüber hinaus Halbschalen des ersten Turbinenelements 101 und/oder des zweiten Turbinenelements

102 verbaut werden und mittels des Positionierungssystems 100 ausgerichtet werden. Das erste Turbinenelement 101 und das zweite Turbinenelement 102 können ferner eine Drehachse 115 aufweisen und entlang der Drehachse 115 mittels eines Verbindungsbolzens 114 drehbar relativ zueinander verbunden werden. Der Verbindungsbol- zen 114 kann zumindest in dem ersten Turbinenelement 101 oder in dem zweiten Turbinenelement 102 in einem Langloch 116 gelagert werden, so dass bei einer Positionierung des ersten Turbinenelements 101 gegenüber dem zweiten Turbinenelement 102 keine Verspannungen verursacht werden. Der Verbindungs- bolzen 114 kann zudem in einem Gleitlagerelement 119 gelagert werden, um einen Verschleiß zu reduzieren. Die Drehachse 115 kann ferner parallel zu einer Turbinenmittelachse 118 verlaufen .

Ferner zeigt die Figur einen Stift 111, welcher mit dem ersten Bereich 104 des Positionierungselements 103 befestigt werden kann und somit eine zusätzliche Befestigung des Positionierungselements 103 in der Passöffnung 107 des ersten Turbinenelements 101 bereitzustellen.

Mit anderen Worten kann das Positionierungselement 103 in eine (horizontale) Passöffnung 107 des ersten Turbinenelements 101 eingepasst und ferner in Richtung des zweiten Turbinenelements 102 unterhalb und parallel zu beispielsweise einer Gehäuseteilfuge des zweiten Turbinenelements 102 eingepasst werden. Der vertikal angeordnete Stift, bzw. Zylinderstift 111 kann das Positionierungselement 103 mit seinem ersten Bereich 104 vor einem Herausrutschen sichern. Über eine (vertikal) in dem Positionierungselement 103 angeordneten Stell- schraube 106 kann das erste Turbinenelement 101 relativ zu dem zweiten Turbinenelement 102 ausgerichtet werden. Eine Kontermutter 110 kann dabei als Verdrehsicherung des Stellelements 106 durch Kontern ermöglicht werden. Mittels des Passstücks 112 an einer Flanke bzw. an einer offenen Seite der Aufnahmeöffnung 108 kann selbst bei einer montierten Turbine eine Aushebung und eine Verdrehsicherung des ersten Turbinenelements 101 relativ zu dem zweiten Turbinenelement 102 sicherstellen. Das Passstück 112, welches mittels der Pass- schraube 113 an dem zweiten Turbinenelement 102 befestigbar ist, fungiert bei einer Demontage der Turbine gleichzeitig als Niederhalter und verhindert somit ein Ausheben des ersten Turbinenelements 101. Somit kann die Positionierung des ersten Turbinenelements 101 relativ zu dem zweiten Turbinenelement 102 in vertikaler und horizontaler Richtung selbst bei montierter Turbine erfolgen. Somit wird der Montageablauf der gesamten Turbine verkürzt, da ein schnelleres Ausrichten mittels des Positionierungssystems 100 ermöglicht wird.

Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass "umfassend" keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und "eine" oder "ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden ist, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.