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Title:
DEVICE FOR VISUALIZING DANGER ZONES BY MEANS OF LIGHTING TECHNOLOGY, PARTICULARLY IN VEHICLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/029673
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention substantially relates to a device for visualizing at least one danger zone by means of lighting technology, wherein a projection system is connected by way of at least one light transport element to at least one light emission unit, which is arranged such that direct projection of a danger zone marking or parts thereof into a human eye is avoided, and the human eye perceives the danger zone marking only indirectly via a projection surface. In the device according to the invention, the projection system can be attached substantially without vibrations, and a projection of a danger marking can be made without glare without moving parts, which would be susceptible to wear. Said device is particularly suited for vehicles, such as trains.

Inventors:
ECKL, Roland (Scharfreiterplatz 42, München, 81549, DE)
JÄGER, Michael (Ackerstraße 2, München, 81541, DE)
Application Number:
EP2010/061228
Publication Date:
March 17, 2011
Filing Date:
August 02, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
ECKL, Roland (Scharfreiterplatz 42, München, 81549, DE)
JÄGER, Michael (Ackerstraße 2, München, 81541, DE)
International Classes:
G08B5/36; B60Q1/32; B60Q1/38
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zur lichttechnischen Visualisierung mindestens einer Gefahrenzone,

bei der eine Projektionseinrichtung (P) über mindestens ein Lichttransportelement (LT) mit mindestens einer Lichtaus¬ trittseinheit (LA) verbunden ist, die derart angeordnet ist, dass eine direkte Projektion (1) einer Gefahrenzonenmarkie¬ rung oder Teilen davon in ein menschliches Auge (A) vermie- den wird und das menschliche Auge die Gefahrenzonenmarkierung nur indirekt (2) über eine Projektionsfläche (F) wahrnimmt.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1,

bei der das Lichttransportelement (LT) mindestens ein Licht- rohr mit mindestens einem Umlenkspiegel (U) und/oder einen Lichtwellenleiter enthält.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

bei der in der Projektionseinheit (P) eine zeitliche Modula- tion (M) derart erfolgt, dass die Farbe und/oder Intensität und/oder Blinkfrequenz und/oder die Größe der Projektion (1) einer Gefahrenzonenmarkierung in Abhängigkeit mindestens einer externen Steuergröße (I, CP) veränderbar ist. 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Projektionseinrichtung (P) mindestens eine Laserdiode enthält.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der in der Projektionseinheit (P) eine Modulation (M) derart erfolgt, dass Licht mit dem Bildinhalt der Gefahren¬ markierung erzeugt wird und bei der Lichtaustrittseinheit (LA) nur aus einer gewöhnlichen sphärischen Linse besteht. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

bei der die eine Projektionseinheit nur Licht ohne Bildinhalt erzeugt und bei der in der mindestens einen Lichtaustritts¬ einheit (LA) die Form der Projektion (1) der Gefahrenmarkie- rung oder Teile davon durch eine entsprechend geformte Linse (L) und/oder einen entsprechend geformten Reflektor (R) erzeugt wird.

Description:
Beschreibung

Vorrichtung zur lichttechnischen Visualisierung von Gefahrenzonen, insbesondere bei Fahrzeugen

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur optischen Markierung eines potentiellen Gefahrenbereiches, insbesondere bei Fahrzeugen . Aus der am 23.04.2009 offengelegten deutschen Offenlegungs ¬ schrift DE 10 2007 048 831 AI ist eine Vorrichtung zur opti ¬ schen Markierung eines potenziellen Gefahrenbereichs einer Maschine, insbesondere eines automatisch arbeitenden Fensterreinigers bekannt, wobei der Maschine ein Lasermodul derart zugeordnet ist, dass dessen Lichtstrahl unabhängig von der räumlichen Orientierung der Maschine durch statische oder dynamische Ablenkung um eine parallel zur Schwerkraft nach un ¬ ten weisende Achse bewegbar ist und hierdurch eine Markierung der äußeren Grenzen des Gefahrenbereiches ermöglicht wird.

Durch die kardanische Montierung des Lasers, um mit dem La ¬ serstrahl den Rand der Gefahrenzone abzufahren, sind beim oben genannten Stand der Technik bewegliche Teile erforderlich, die vor allem beim Einsatz in Fahrzeugen häufig Proble- me bereiten, da bspw. durch Erschütterungen eine Destabili- sierung bzw. Dekalibrierung oder Abnutzungserscheinungen auftreten bzw. aufwändige Lager erforderlich sind. Darüber hinaus können im Projektionsbereich arbeitende Menschen von dieser Lichtquelle geblendet werden bzw. muss aus diesem Grund die Leuchtstärke begrenzt werden, was wiederum bei Tageslicht zu undeutlichen Markierungen führen kann.

Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht nun dar ¬ in eine Vorrichtung zur lichttechnischen Visualisierung von Gefahrenzonen anzugeben, bei der die oben genannten Nachteile möglichst vermieden werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Pa ¬ tentanspruchs 1 gelöst. Die weiteren Ansprüche betreffen vor- teilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.

Die Erfindung betrifft im Wesentlichen eine Vorrichtung zur lichttechnischen Visualisierung mindestens einer Gefahrenzo- ne, wobei eine Projektionseinrichtung über mindestens ein

Lichttransportelement mit mindestens einer Lichtaustrittsein ¬ heit verbunden ist, die derart angeordnet ist, dass eine di ¬ rekte Projektion einer Gefahrenzonenmarkierung oder Teilen davon in ein menschliches Auge vermieden wird und das mensch- liehe Auge die Gefahrenzonenmarkierung nur indirekt über eine Projektionsfläche wahrnimmt. Diese Vorrichtung ist besonders für Fahrzeuge, wie bspw. Züge geeignet, da in folge Erschüt ¬ terung keine DeStabilisierung bzw. Dekalibrierung oder mechanische Abnutzungserscheinungen auftreten. Darüber muss die Leuchtstärke nicht begrenzt werden und es können auch bei Ta ¬ geslicht deutliche Markierungen erzeugt werden ohne dass bspw. Passagiere geblendet werden.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei zeigt

Figur 1 eine Prinzipdarstellung zur Erläuterung der Erfindung,

Figur 2 ein Bild eines ersten Anwendungsbeispiels und

Figur 3 ein Bild eines zweiten Anwendungsbeispiels. In Figur 1 ist eine Vorrichtung zur lichttechnischen Visualisierung einer Gefahrenzone gezeigt,

bei der eine Projektionseinrichtung P über ein Lichttransportelement LT mit einer Lichtaustrittseinheit LA verbunden ist .

Durch Punkte unterhalb der Projektionseinrichtung P und des Lichttransportelements LT ist angedeutet, dass zur Projektion einer Gefahrenzone bspw. auch mehrere Projektions- einrichtungen P mit jeweils einem oder sogar mehreren Lichttransportelementen LT und Lichtaustrittseinheiten LA

sind . Das Lichttransportelement LT enthält, vergleichbar mit einem Periskop, mindestens ein Lichtrohr mit mindestens einem Um ¬ lenkspiegel U und/oder einen Lichtwellenleiter.

Die Projektionseinrichtung P enthält, eine Steuerung CTRL, eine Lichtquelle LS, eine Modulationseinrichtung M und eine Linse LI. Als Lichtquelle LS kommen je nach Anwendung starke Lampen, LED' s oder Laserdioden in Frage.

In einer ersten Ausführungsvariante erfolgt in der Projekti ¬ onseinheit P eine Modulation M derart, dass, vergleichbar mit einem Diaprojektor, Licht mit dem Bildinhalt der Gefahrenmarkierung erzeugt wird und hierbei die Lichtaustrittseinheit LA nur aus einer gewöhnlichen sphärischen Linse L besteht.

In einer weiteren Ausführungsvariante wird in der Projekti- onseinheit nur Licht ohne Bildinhalt erzeugt und durch eine

Lichtaustrittseinheit LA die Form der Projektion 1 der Gefahrenmarkierung oder Teile davon durch eine entsprechend geformte Linse L, z.B. eine Zylinderlinse zur Erzeugung eines Lichtbalkens, und/oder einen entsprechend geformten Reflektor R erzeugt.

In einer besonders einfachen Ausführungsvariante wird durch den Reflektor R die Funktion des oben erwähnten Umlenkspiegel U übernommen bzw. es ist überhaupt kein Umlenkspiegel U vor- handen.

Die Steuerung CTRL erhält typischerweise ein externes Akti- vierungs/ Deaktivierungssignal I und ggf. Steuerparameter CP und kann neben der Lichtquelle LS bspw. auch die Modulations- einrichtung M über ein entsprechendes Signal CM ansteuern. Hierdurch erfolgt in der Projektionseinheit P optional eine zeitliche Modulation derart, dass die Farbe und/oder Intensi ¬ tät und/oder Blinkfrequenz und/oder die Größe der Projektion 1 einer Gefahrenzonenmarkierung zeitlich veränderbar sind.

Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wird erreicht, dass die Projektionseinrichtung weitgehend erschütterungsfrei an- gebracht werden kann und eine Projektion einer Gefahrenmarkierung ohne bewegliche und damit verschleißanfällige Teile blendfrei erfolgen kann.

Die Blendfreiheit wird hierbei durch eine Lichtführung, also bspw. in Fußhöhe oder in anderen Bereichen wo der Kopf eines Menschen sich üblicherweise nicht befindet, erreicht.

In Figur 2 skizziert die Anwendung der Vorrichtung an einer zu schließenden Zugtür. Eine Projektionseinheit P wäre hier ¬ bei unterhalb der Tür - welche sie i.d.R. noch leicht erhöht zum Bahnsteig befindet - angebracht; eine Blendung durch La ¬ ser o.ä. ist bei dieser Höhe also beinahe vollständig auszu ¬ schließen. Zusätzlich zu einem Piepen wird vor dem Türbereich der Boden beispielsweise mit Halbkreisen markiert. Auf diese Weise wird die Warnung eindringlicher und der tatsächliche Gefahrenbereich stärker ersichtlich. Ebenso wird auf die Gefahr auch für Gehörgeschädigte deutlicher oder überhaupt erst erkenntlich .

Figur 3 zeigt die Anwendung in Verbindung an einem Flugzeug- triebwerk. Das Flugzeug ist in der sog. Push-back Phase abge ¬ bildet. D.h. ein Schlepper drückt das Flugzeug weg von der Fahrgastbrücke. In diesem Moment sind die Triebwerke kurz vom dem Anlassen, so dass eine Gefahr durch Ansaugen von umgebenden Personen entstehen kann (siehe Person auf Gepäckschlepper rechts im Bild) . Für den Gefahrenbereich werden Formen auf den Boden des Rollfeldes projiziert, da Ansauggefahr und Triebwerksstrahl nicht sichtbar sind. Durch Transformation oder Skalierung kann darüber hinaus die Projektion dem aktuellen Gefahrenbereich entsprechend

der Turbinenaktivität variiert werden.