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Title:
DIAGNOSIS PLUG-IN CONNECTION, DIAGNOSIS HEAD, AND DIAGNOSIS SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/260215
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a diagnosis plug-in connection (1), comprising an electrical plug connector (2) and a mating electrical plug connector (3). The electrical plug connector (2) comprises a diagnosis module (13) with an outer conductor contact (9) and with an inner conductor contact (10) routed within the outer conductor contact (9). The mating plug connector (3) comprises a diagnosis head (14) with an electrically conductive spring cage (15), which is designed for electrical and mechanical connection to the outer conductor contact (9) of the diagnosis module (13) of the plug connector (2). According to the invention, the spring cage (15) is designed to additionally electrically and mechanically contact the inner conductor contact (10) of the diagnosis module (13) of the plug connector (2) when the plug connector (2) is plugged together with the mating plug connector (3).

Inventors:
BREDBECK TILL (DE)
ANFANG CHRISTIAN (DE)
Application Number:
EP2020/067383
Publication Date:
December 30, 2020
Filing Date:
June 22, 2020
Export Citation:
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Assignee:
ROSENBERGER HOCHFREQUENZTECHNIK GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
H01R24/50; H01R13/11; H01R13/703; H01R31/08
Foreign References:
JP2004288420A2004-10-14
EP3297098A12018-03-21
GB2066588A1981-07-08
US20120315788A12012-12-13
US20190157823A12019-05-23
Attorney, Agent or Firm:
LORENZ, Markus (DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Diagnosesteckverbindung (1), umfassend einen elektrischen Steckverbinder (2) und einen elektrischen Gegensteckverbinder (3), wobei der elektrische Steckverbinder (2) eine Diagnosebaugruppe (13) mit einem Außenleiterkontakt (9) und mit einem innerhalb des Außenleiterkontakts (9) geführten Innenleiterkontakt (10) aufweist, und wobei der Gegensteckverbinder (3) einen Diagnosekopf (14) mit einem elektrisch leitfähigen Federkorb (15) aufweist, der zur elektrischen und mechanischen Verbindung mit dem Außenleiterkontakt (9) der Diagnosebaugruppe (13) des Steckverbinders (2) ausgebildet ist,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Federkorb (15) ausgebildet ist, um zusätzlich den Innenleiterkontakt (10) der Diagnosebaugruppe (13) des Steckverbinders (2) elektrisch und mechanisch zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder (2) mit dem Gegensteckverbinder (3) zusammengesteckt ist.

2. Diagnosesteckverbindung (1) nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Federkorb (15) ausgebildet ist, um eine niederohmige elektrische Verbindung zwischen dem Außenleiterkontakt (9) und dem Innenleiterkontakt (10) der Diagnosebaugruppe (13) herzustellen, wenn der Steckverbinder (2) mit dem Gegensteckverbinder (3) zusammengesteckt ist.

3. Diagnosesteckverbindung (1) nach Anspruch 1 oder 2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Innenleiterkontakt (10) der Diagnosebaugruppe (13) koaxial innerhalb des Außenleiterkontakts (9) geführt ist.

4. Diagnosesteckverbindung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Federkorb (15) aus einem Stanzbiegeteil geformt ist.

5. Diagnosesteckverbindung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Federkorb (15) mehrere um die Mittelachse (M) des Diagnosekopfes (14) angeordnete Federlaschen (18, 19, 26) aufweist, die jeweils mit einem vorderen Ende (20) und/oder mit einem hinteren Ende (21) unbeweglich an dem Federkorb (15) angebunden sind.

6. Diagnosesteckverbindung (1) nach Anspruch 5,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Federkorb (15) zwei bis zehn Federlaschen (18, 19, 26), insbesondere drei bis neun Federlaschen (18, 19, 26), vorzugsweise vier bis acht Federlaschen (18, 19, 26), besonders bevorzugt drei Federlaschen (18, 19, 26) oder sechs Federlaschen (18, 19, 26) aufweist.

7. Diagnosesteckverbindung (1) nach Anspruch 5 oder 6,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Federlaschen (26) jeweils ausgebildet sind, um gleichzeitig den Außenleiterkontakt (9) und den Innenleiterkontakt (10) der Diagnosebaugruppe (13) zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder (2) mit dem Gegensteckverbinder (3) zusammengesteckt ist.

8. Diagnosesteckverbindung (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Federlaschen (18, 19, 26) jeweils mit ihrem hinteren, von dem elektrischen Steckverbinder (2) abgewandten Ende (21) unbeweglich an dem Federkorb (15) angebunden sind und mit ihrem vorderen, dem elektrischen Steckverbinder (2) zugewandten Ende (20) in Richtung auf die Mittelachse (M) des Diagnosekopfes (14) beweglich sind.

9. Diagnosesteckverbindung (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 8,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Federlaschen (26) mit einem zwischen ihrem vorderen Ende (20) und ihrem hinteren Ende (21) verlaufenden, mittleren Kontaktabschnitt (27) im mechanisch unbelasteten Zustand der Federlaschen (26) radial nach außen gewölbt sind.

10. Diagnosesteckverbindung (1) nach Anspruch 9,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

ein radialer Abstand (DR) zwischen dem mittleren Kontaktabschnitt (27) der Federlaschen (26) und dem Innenradius (n) des Federkorbs (15) im mechanisch unbelasteten Zustand der Federlaschen (26) kleiner ist als eine Wandungsstärke (Dw) des Außenleiterkontakts (9) der Diagnosebaugruppe (13).

11. Diagnosesteckverbindung (1) nach Anspruch 9 oder 10,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Federlaschen (26) und/oder der Außenleiterkontakt (9) der Diagnosebaugruppe (13) derart ausgebildet sind, dass ein Einstecken des Außenleiterkontakts (9) die Federlaschen (26) derart mechanisch belastet, dass die Federlaschen (26) mit ihrem vorderen Ende (20) in Richtung auf die Mittelachse (M) des Diagnosekopfes (14) gegen den Innenleiterkontakt (10) der Diagnosebaugruppe (13) und mit ihrem mittleren Kontaktabschnitt (27) innenseitig gegen den Außenleiterkontakt (9) gedrückt werden.

12. Diagnosesteckverbindung (1) nach Anspruch 5 oder 6,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

zwei Gruppen von Federlaschen vorgesehen sind, wobei die Federlaschen (18) der ersten Gruppe ausgebildet sind, um den Außenleiterkontakt (9) der Diagnosebaugruppe (13) des Steckverbinders (2) zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder (2) mit dem Gegensteckverbinder (3) zusammengesteckt ist, und wobei die Federlaschen (19) der zweiten Gruppe ausgebildet sind, um den Innenleiterkontakt (10) der Diagnosebaugruppe (13) des Steckverbinders (2) zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder (2) mit dem Gegensteckverbinder (3) zusammengesteckt ist.

13. Diagnosesteckverbindung (1) nach Anspruch 12,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Federlaschen (18) der ersten Gruppe zur Kontaktierung mit dem Außenleiterkontakt (9) der Diagnosebaugruppe (13) des Steckverbinders (2) mit ihrem vorderen Ende, mit ihrem hinteren Ende und/oder mit einem zwischen dem vorderen Ende und dem hinteren Ende verlaufenden, mittleren Abschnitt radial nach außen gewölbt sind, um eine Innenfläche des Außenleiterkontakts (9) der Diagnosebaugruppe (13) zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder (2) mit dem Gegensteckverbinder (3) zusammengesteckt ist.

14. Diagnosesteckverbindung (1) nach Anspruch 12,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Federlaschen (18) der ersten Gruppe zur Kontaktierung mit dem Außenleiterkontakt (9) der Diagnosebaugruppe (13) des Steckverbinders (2) mit ihrem vorderen Ende, mit ihrem hinteren Ende und/oder mit einem zwischen dem vorderen Ende und dem hinteren Ende verlaufenden, mittleren Abschnitt radial nach innen gewölbt sind, um eine Außenfläche des Außenleiterkontakts (9) der Diagnosebaugruppe (13) zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder (2) mit dem Gegensteckverbinder (3) zusammengesteckt ist.

15. Diagnosesteckverbindung (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 14,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Federlaschen (19) der zweiten Gruppe zur Kontaktierung mit dem Innenleiterkontakt (10) der Diagnosebaugruppe (13) des Steckverbinders (2) mit ihrem vorderen Ende (20), mit ihrem hinteren Ende (21) und/oder mit einem zwischen dem vorderen Ende (20) und dem hinteren Ende (21) verlaufenden, mittleren Abschnitt radial nach innen gewölbt sind, um den Innenleiterkontakt (10) der Diagnosebaugruppe (13) zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder (2) mit dem Gegensteckverbinder (3) zusammengesteckt ist.

16. Diagnosesteckverbindung (1) nach Anspruch 15,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das jeweilige vordere Ende (20) oder das jeweilige hintere Ende (21) der Federlaschen (19) der zweiten Gruppe radial nach innen in Richtung auf die Mittelachse (M) des Diagnosekopfes (14) gebogen ist, und wobei das gegenüberliegende Ende (20, 21) der jeweiligen Federlasche (19) an dem Federkorb (15) angebunden ist.

17. Diagnosesteckverbindung (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 16,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die erste Gruppe wenigstens drei, vorzugsweise vier oder noch mehr Federlaschen (18) aufweist.

18. Diagnosesteckverbindung (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 17,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die zweite Gruppe wenigstens eine, vorzugsweise zwei oder noch mehr Federlaschen (19) aufweist.

19. Diagnosesteckverbindung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 18,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Steckverbinder (2) wenigstens eine erste Signalkontaktbaugruppe (7) mit einem Außenleiterkontakt (9) und mit einem innerhalb des Außenleiterkontakts (9) geführten Innenleiterkontakt (10) aufweist, und wobei der Gegensteckverbinder (3) wenigstens eine zweite Signalkontaktbaugruppe (8) mit einem Außenleiterfederkorb (11) und mit einem innerhalb des Außenleiterfederkorbs (11) geführten Innenleiterkontaktelement (12) aufweist, und wobei die erste Signalkontaktbaugruppe (7) und die zweite Signalkontaktbaugruppe (8) zur elektrischen und mechanischen Kontaktierung miteinander zusammensteckbar sind.

20. Diagnosesteckverbindung (1) nach Anspruch 19,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Steckverbinder (2) zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht oder noch mehr erste Signalkontaktbaugruppen (7) aufweist und/oder der Gegensteckverbinder (3) eine, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht oder noch mehr zweite Signalkontaktbaugruppen (8) aufweist.

21. Diagnosesteckverbindung (1) nach Anspruch 19 oder 20,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Steckverbinder (2) eine erste äußere Gehäuseschale (4) und der Gegensteckverbinder (3) eine zweite äußere Gehäuseschale (6) mit jeweiligen Kontaktkammern (5) zur Aufnahme der Diagnosebaugruppe (13), des Diagnosekopfes (14) und/oder der Signalkontaktbaugruppen (7, 8) aufweist.

22. Gegensteckverbinder (3) zur Verbindung mit einem Steckverbinder (2), aufweisend einen Diagnosekopf (14) mit einem elektrisch leitfähigen Federkorb (15), der zur elektrischen und mechanischen Verbindung mit einem Außenleiterkontakt (9) einer Diagnosebaugruppe (13) des Steckverbinders (2) ausgebildet ist,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Federkorb (15) ausgebildet ist, um zusätzlich einen innerhalb des Außenleiterkontakts (9) geführten Innenleiterkontakt (10) der Diagnosebaugruppe (13) des Steckverbinders (2) elektrisch und mechanisch zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder (2) mit dem Gegensteckverbinder (3) zusammengesteckt ist.

23. Diagnosekopf (14) für einen Gegensteckverbinder (3) nach Anspruch 22.

24. Verfahren zur Herstellung eines Diagnosekopfes (14) für eine Diagnosesteckverbindung (1), wonach ein Federkorb (15) eines elektrischen Gegensteckverbinders (3) aus einem Blech ausgestanzt und zu einem ringförmigen Federkorb (15) umgeformt wird,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

vor oder nach dem Umformen zumindest eine Federlasche (18, 19, 26) des Federkorbs (15) an einem vorderen Ende (20) oder an einem hinteren Ende (21) von dem Federkorb (15) abgetrennt und in Richtung auf die Mittelachse (M) des Federkorbs (15) derart gebogen wird, dass der Federkorb (15) einen Außenleiterkontakt (9) und einen Innenleiterkontakt (10) einer Diagnosebaugruppe (13) eines elektrischen Steckverbinders (2) elektrisch leitfähig miteinander verbindet, wenn der Steckverbinder (2) mit dem Gegensteckverbinder (3) zusammengesteckt ist.

25. Verwendung einer Diagnosesteckverbindung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 21 für ein Steckverbindersystem gemäß einem HFM-, RMC- oder FAKRA-Standard.

26. Diagnosesystem (22), aufweisend eine Steuereinheit (17) und eine Diagnosesteckverbindung (1), wobei die Diagnosesteckverbindung (1) einen elektrischen Steckverbinder (2) und einen elektrischen Gegensteckverbinder (3) umfasst, wobei der elektrische Steckverbinder (2) eine Diagnosebaugruppe (13) mit einem Außenleiterkontakt (9) und mit einem innerhalb des Außenleiterkontakts (9) geführten Innenleiterkontakt (10) aufweist, und wobei der Gegensteckverbinder (3) einen Diagnosekopf (14) mit einem elektrisch leitfähigen Federkorb (15) aufweist, der zur elektrischen und mechanischen Verbindung mit dem Außenleiterkontakt (9) der Diagnosebaugruppe (13) des Steckverbinders (2) ausgebildet ist, und wobei die Steuereinheit (17) eingerichtet ist, um eine elektrische Durchgangsprüfung zwischen dem Außenleiterkontakt (9) und dem Innenleiterkontakt (10) durchzuführen,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Federkorb (15) des Diagnosekopfes (14) ausgebildet ist, um den Innenleiterkontakt (10) der Diagnosebaugruppe (13) des Steckverbinders (2) elektrisch und mechanisch zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder (2) mit dem Gegensteckverbinder (3) zusammengesteckt ist.

27. Verfahren zur Diagnose einer elektrischen Steckverbindung (1), die einen elektrischen Steckverbinder (2) und einen elektrischen Gegensteckverbinder (3) umfasst, wonach eine elektrische Durchgangsprüfung zwischen einem Außenleiterkontakt (9) und einem innerhalb des Außenleiterkontakts (9) geführten Innenleiterkontakt (10) einer Diagnosebaugruppe (13) des Steckverbinders (2) durchgeführt wird um zu erfassen, ob die elektrische Steckverbindung (1) geschlossen ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Außenleiterkontakt (9) und der Innenleiterkontakt (10) der Diagnosebaugruppe (13) des Steckverbinders (2) über einen Federkorb (15) eines Diagnosekopfes (14) des Gegensteckverbinders (3) elektrisch leitfähig miteinander verbunden werden, wenn der Steckverbinder (2) mit dem Ge- gensteckverbinder (3) zusammengesteckt ist.

Description:
Diaqnosesteckverbindunq, Diaqnosekopf und Diaqnosesvstem

Die Erfindung betrifft eine Diagnosesteckverbindung, umfassend einen elektrischen Steckverbinder und einen elektrischen Gegensteckverbinder, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Die Erfindung betrifft außerdem einen Gegensteckverbinder zur Verbindung mit einem Steckverbinder, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 22.

Die Erfindung betrifft ferner einen Diagnosekopf für einen Gegensteckverbinder, ein Verfahren zur Herstellung eines Diagnosekopfes für eine Diagnosesteckverbindung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 24 und eine Verwendung einer Diagnosesteckverbindung.

Die Erfindung betrifft außerdem auch ein Diagnosesystem, aufweisend eine Steuereinheit und eine Diagnosesteckverbindung, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 26.

Die Erfindung betrifft ferner auch ein Verfahren zur Diagnose einer elektrischen Steckverbindung, die einen elektrischen Steckverbinder und einen elektrischen Gegensteckverbinder umfasst, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 27.

Steckverbinder dienen dazu, eine elektrische Verbindung mit einem entsprechend komplementären Gegensteckverbinder herzustellen. Bei einem Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder kann es sich um einen Stecker, eine Buchse, eine Kupplung oder einen Adapter handeln. Die im Rahmen der Erfindung verwendete Bezeichnung "Steckverbinder" bzw. "Gegensteckverbinder" steht stellvertretend für alle Varianten.

Insbesondere modular aufgebaute Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder weisen häufig eine äußere Gehäuseschale auf, in die einzelne Kontaktbaugruppen eingesetzt werden können. Die Kontaktbaugruppen können beispielsweise jeweils einen Außenleiterkontakt und einen innerhalb des Außenleiterkontakts verlaufenden Innenleiterkontakt aufweisen und mit korrespondierenden Leitern eines elektrischen Kabels verbunden sein.

Zur Sicherstellung einer niederohmigen und vibrationssicheren bzw. mechanisch stabilen elektrischen Verbindung sind die Außenleiterkontakte des Steckverbinders oder des Gegensteckverbinders im Stand der Technik häufig als Federkorb mit mehreren Federlaschen ausgebildet.

Insbesondere Steckverbindungen für die Automobilindustrie bzw. für Fahrzeuge müssen hohen Anforderungen an Robustheit und Sicherheit entsprechen. So muss eine Steckverbindung insbesondere definiert geschlossen sein, so dass die elektrische Verbindung nicht unbeabsichtigt, beispielsweise während des Betriebs eines Fahrzeugs, getrennt wird. Insbesondere beim autonomen Betrieb von Fahrzeugen und für Fahrerassistenzsysteme ist die Gewährleistung der Sicherheit vorrangig.

Mitunter müssen beim autonomen Betrieb eines Fahrzeugs bzw. bei Verwendung von Assistenzsystemen hohe Datenmengen von mehreren Kameras, diversen Sensoren und Navigationsquellen miteinander kombiniert und transportiert werden, üblicherweise in Echtzeit. Der Betrieb vieler Geräte, Bildschirme und Kameras erfordert demnach eine leistungsfähige Infrastruktur in der Fahrzeugelektronik. Demnach sind die elektrischen Anforderungen an die Steckverbinder und die Kabelverbindungen innerhalb eines Fahrzeugs bezüglich der erforderlichen Datenrate mittlerweile sehr hoch.

Eine weitere Anforderung an Steckverbinder für die Automobilindustrie besteht darin, dass diese einfach und zuverlässig montierbar sein sollen. Insbesondere auch im Rahmen einer Erstmontage eines elektrischen Systems, beispielsweise in einem Fahrzeug, muss verlässlich sichergestellt werden, dass die Steckverbindung korrekt geschlossen bzw. gesteckt ist.

Eine solche Prüfung kann beispielsweise mechanisch, durch eine manuelle Zugprobe durchgeführt werden. Eine derartige Prüfung ist allerdings vergleichsweise fehleranfällig. Ferner lässt sich auf diese Weise außerdem auch nicht verlässlich feststellen, ob neben der mechanischen Verbindung auch die elektrische Verbindung in ausreichender Weise besteht.

Zur Prüfung der elektrischen Verbindung zwischen einem Steckverbinder und einem Gegensteckverbinder kann somit eine elektrische Verbindungsprüfung erforderlich sein, insbesondere für sicherheitskritische und/oder sehr komplexe Systeme.

Diesbezüglich ist es in der Hochfrequenztechnik und insbesondere für koaxiale Verbindungssysteme bekannt, zwischen den Innenleiter eines elektrischen Kabels und den Außenleiter eines elektrischen Kabels oder alternativ zwischen einen Innenleiterkontakt und einen Außenleiterkontakt des Steckverbinders/Gegensteckverbinders eine Spule einzuarbeiten. Die Induktivität der Spule kann dabei so bemessen sein, dass sich diese während der Übertragung von hochfrequenten Signalen neutral bzw. hochohmig verhält, hinsichtlich niederfrequenter Testsignale (insbesondere Gleichstromsignale) jedoch einen Kurzschluss ausbildet. Somit kann eine niederfrequente Durchgangsprüfung zwischen Innenleiterkontakt und Außenleiterkontakt zur Überprüfung einer korrekt geschlossenen Steckverbindung durchgeführt werden.

Derartige Kabel bzw. Steckverbindungen sind allerdings vergleichsweise aufwändig herzustellen und demnach auch teuer.

Sofern die Gehäuseschale des Steckverbinders bzw. Gegensteckverbinders einen freien Steckplatz aufweist, kann es eine Alternative sein, in dem Steckverbinder eine Diagnosebaugruppe vorzusehen, die neben den eigentlichen Signalkontaktbaugruppen mit einem korrespondierenden Gegenstück, im Rah- men der Erfindung als Diagnosekopf bezeichnet, verbunden wird, wenn die Steckverbindung geschlossen wird. Hierzu ist es bekannt, den Diagnosekopf mit einem speziell präparierten Testkabel zu verbinden, bei dem ein Kurzschluss zwischen den beiden Leitern (Außen- und Innenleiter) durch Auftrennung des Kabels im Kabelabgang und Verlötung von Außenleiter und Innenleiter erzeugt wurde.

Die Konfektionierung des Testkabels ist allerdings aufwändig und verursacht abermals zusätzliche Kosten.

In Anbetracht des bekannten Stands der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine vorteilhafte Diagnosesteckverbindung bereitzustellen, für die eine elektrische Verbindung zwischen einem Steckverbinder und einem Gegensteckverbinder insbesondere mit technisch einfachen Maßnahmen überprüfbar ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, einen vorteilhaften Gegensteckverbinder bereitzustellen, dessen korrekte Verbindung mit einem Steckverbinder durch technisch einfache Maßnahmen überprüfbar ist.

Schließlich ist es auch Aufgabe der Erfindung, einen vorteilhaften Diagnosekopf für einen Gegensteckverbinder sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Diagnosekopfes für eine Diagnosesteckverbindung bereitzustellen.

Außerdem ist es Aufgabe der Erfindung, eine vorteilhafte Verwendung einer Diagnosesteckverbindung bereitzustellen.

Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, ein Diagnosesystem und ein Verfahren zur Diagnose einer elektrischen Steckverbindung bereitzustellen, mittels dem eine elektrische Verbindung zwischen einem Steckverbinder und einem Gegensteckverbinder insbesondere mit technisch einfachen Maßnahmen überprüfbar ist.

Die Aufgabe wird für die Diagnosesteckverbindung mit den in Anspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst. Hinsichtlich des Gegensteckverbinders wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 22 gelöst. Bezüglich des Diagnosekopfes wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 23, hinsichtlich des Verfahrens zur Herstellung des Diagnosekopfes durch Anspruch 24 und für die Verwendung der Diagnosesteckverbindung durch Anspruch 25 gelöst. Hinsichtlich des Diagnosesystems wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 26 und bezüglich des Verfahrens zur Diagnose einer elektrischen Steckverbindung durch Anspruch 27 gelöst.

Die abhängigen Ansprüche und die nachfolgend beschriebenen Merkmale betreffen vorteilhafte Ausführungsformen und Varianten der Erfindung. Es ist eine Diagnosesteckverbindung vorgesehen, umfassend einen elektrischen Steckverbinder und einen elektrischen Gegensteckverbinder. Der elektrische Steckverbinder weist eine Diagnosebaugruppe mit einem Außenleiterkontakt und mit einem innerhalb des Außenleiterkontakts geführten Innenleiterkontakt auf. Der Gegensteckverbinder weist einen Diagnosekopf mit einem elektrisch leitfähigen Federkorb auf, der zur elektrischen und mechanischen Verbindung mit dem Außenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe des Steckverbinders ausgebildet ist.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Federkorb ausgebildet ist, um zusätzlich den Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe des Steckverbinders elektrisch und mechanisch zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder mit dem Gegensteckverbinder zusammengesteckt ist.

Der Federkorb kann insbesondere in geeigneter Weise geformt sein (oder umgeformt werden), dass dieser im Falle einer gesteckten Diagnosesteckverbindung gleichzeitig den Außenleiterkontakt und den Innenleiterkontakt kontaktiert.

In vorteilhafter Weise kann aufgrund der Verwendung des erfindungsgemäßen Diagnosekopfes somit auf ein vorkonfektioniertes Testkabel verzichtet werden. Hierdurch können einerseits Materialkosten bei der Herstellung der Diagnosesteckverbindung eingespart und andererseits die Zykluszeit bei der Montage der Diagnosesteckverbindung verringert sein, da lediglich der Diagnosekopf bereitgestellt werden muss.

Die Diagnosebaugruppe, insbesondere der Außenleiterkontakt und/oder der Innenleiterkontakt, weist vorzugsweise einen runden Querschnitt auf. Es kann allerdings auch ein anderer Querschnitt vorgesehen sein, beispielsweise ein rechteckiger Querschnitt. Hierauf kommt es im Rahmen der Erfindung nicht unbedingt an.

Der Diagnosekopf, insbesondere der Federkorb, weist vorzugsweise einen runden Querschnitt auf. Es kann allerdings auch ein anderer Querschnitt vorgesehen sein, beispielsweise ein rechteckiger Querschnitt. Auch hierauf kommt es im Rahmen der Erfindung nicht unbedingt an.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Federkorb ausgebildet ist, um eine niederohmige elektrische Verbindung zwischen dem Außenleiterkontakt und dem Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe herzustellen, wenn der Steckverbinder mit dem Gegensteckverbinder zusammengesteckt ist.

Somit kann ein Kurzschluss zwischen dem Innenleiterkontakt und dem Außenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe des Steckverbinders vorteilhaft durch den Federkorb des Diagnosekopfes erzeugt werden, wenn der Steckverbinder mit dem Gegensteckverbinder zusammengesteckt ist. Auf diese Weise kann im gesteckten Zustand der Diagnosesteckverbindung ein Diagnosestrom zwischen den beiden Leitern flie- ßen. In Folge kann der Zustand der Diagnosesteckverbindung durch eine einfache Durchgangsprüfung zwischen dem Innenleiterkontakt und dem Außenleiterkontakt der Steckverbindung ermittelt werden.

Vorzugsweise beträgt der Leitungswiderstand der niederohmigen Verbindung zwischen dem Innenleiterkontakt und dem Außenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe im Falle der geschlossenen Diagnosesteckverbindung beispielsweise nur 1 Ohm oder weniger. Ein möglichst geringer Verbindungswiderstand ist zu bevorzugen.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe koaxial innerhalb des Außenleiterkontakts geführt ist.

Die Diagnosesteckverbindung kann vorzugsweise als koaxiales Verbindungssystem ausgebildet sein. Grundsätzlich kann sich die Erfindung allerdings auch für nicht-koaxiale Steckverbindungen eignen, beispielsweise für differentielle Steckverbindungen, die einen, zwei oder noch mehr Innenleiterkontakte aufweisen.

Sofern mehr als ein Innenleiterkontakt vorgesehen ist, kann ein Innenleiterkontakt, können zwei Innenleiterkontakte oder noch mehr Innenleiterkontakte miteinander und/oder mit dem Außenleiterkontakt mittels des Federkorbes kurzgeschlossen werden.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Federkorb aus einem Stanz- biegeteil geformt ist.

In vorteilhafter Weise kann ein herkömmlicher Federkorb derart manipuliert (z. B. eingeschnitten und/oder umgeformt) werden, dass er sich als Diagnosekopf im Rahmen der Erfindung eignet. Der Diagnosekopf ist in diesem Fall auch bereits vorteilhaft zur Aufnahme in einer jeweiligen Kammer eines Außengehäuses des Gegensteckverbinders geeignet, da er die erforderlichen Rastmittel, beispielsweise eine Rastnut, bereits aufweist.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Federkorb mehrere um die Mittelachse des Diagnosekopfes angeordnete Federlaschen aufweist, die jeweils mit einem vorderen (dem elektrischen Steckverbinder zugewandten) Ende und/oder mit einem hinteren (von dem elektrischen Steckverbinder abgewandten) Ende unbeweglich an dem Federkorb angebunden sind.

Bei einer Federlasche (auch als Kontaktlasche bezeichnet) kann es sich um ein Bauteil handeln, das sich im Gebrauch ausreichend elastisch verformen lässt oder zumindest im Bereich eines vorgesehenen Berührpunktes teilweise elastisch ausgebildet ist. Die Federlaschen können beispielsweise als Biegefedern, insbesondere Blattfedern, ausgebildet sein. Vorzugsweise können sich die Federlaschen innerhalb eines vorbestimmten Auslenkungsbereichs ausgehend von einer Grundposition bewegen, wobei die Federkraft die Federlaschen bei einer Auslenkung aus der Grundposition wieder in die Grundposition zurückzubewegen versucht.

Die Federlaschen und der Federkorb sind vorzugsweise vollständig leitfähig und hierzu z. B. aus Metall ausgebildet. Zur Ausbildung des Federkorbs und insbesondere auch der Federlaschen können beliebige geeignete Metalle und Legierungen vorgesehen sein, beispielsweise aufweisend oder bestehend aus Silber, Kupfer, Gold, Aluminium, Bronze oder daraus gebildeten Legierungen.

Die Federlaschen sind vorzugsweise in Axialrichtung bezüglich der Mittelachse des Diagnosekopfes ausgerichtet. Die Federlaschen können insbesondere durch zwei parallel verlaufende Längsschlitze in dem Grundkörper des Federkorbs gebildet sein.

Die Berührpunkte der Federlaschen (insbesondere die Berührpunkte mit dem Außenleiterkontakt und/oder dem Innenleiterkontakt) können Kontaktkuppen, Ausbauchungen oder Abwinklungen zur Verbesserung der Kontaktierung mit der Diagnosebaugruppe aufweisen.

Die Federlaschen können vorzugsweise entlang des Umfangs des Federkorbs gleichmäßig verteilt angeordnet sein. Insbesondere kann der Abstand der Federlaschen in Umfangsrichtung zueinander gleichmäßig sein.

Grundsätzlich kann der Federkorb auch nur eine einzige Federlasche aufweisen. Sofern in der vorliegenden Beschreibung von mehreren Federlaschen gesprochen wird, kann der Fachmann grundsätzlich also auch nur eine einzige Federlasche vorsehen. Dabei handelt es sich jedoch um einen Spezialfall, der in der Regel nicht bevorzugt ist. Vorzugsweise weist der Federkorb zumindest zwei oder drei Federlaschen auf.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Federkorb zwei bis zehn Federlaschen, insbesondere drei bis neun Federlaschen, vorzugsweise vier bis acht Federlaschen, besonders bevorzugt drei Federlaschen oder sechs Federlaschen aufweist.

Die Verwendung einer entsprechenden Anzahl Federlaschen kann grundsätzlich von Vorteil sein, um die Führung des Diagnosekopfes beim Zusammenstecken mit der Diagnosebaugruppe zu verbessern. Ferner kann der Diagnosekopf bei Verwendung von mehreren Federlaschen hinsichtlich der erforderlichen Steckkraft (insbesondere einem Kraft/Weg-Verlauf) flexibel einstellbar sein. Das Zusammenstecken der Steckverbindung kann somit z. B. mit besonders geringer Kraft erfolgen, wobei nach einem vollständigen Einstecken dennoch eine insgesamt hohe Haltekraft und eine niederohmige Verbindung gewährleistet sein können. In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Federlaschen jeweils ausgebildet sind, um gleichzeitig den Außenleiterkontakt und den Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder mit dem Gegensteckverbinder zusammengesteckt ist.

Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass alle Federlaschen des Federkorbs jeweils ausgebildet sind, um gleichzeitig den Außenleiterkontakt und den Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder mit dem Gegensteckverbinder zusammengesteckt ist. Alle Federlaschen des Federkorbs können somit vorzugsweise denselben Aufbau bzw. dieselbe Geometrie und/oder dieselbe Ausrichtung bezogen auf die Mittelachse des Diagnosekopfes aufweisen.

Gegebenenfalls können allerdings auch noch zusätzliche Federlaschen vorgesehen sein, die jeweils nur den Außenleiterkontakt oder nur den Innenleiterkontakt kontaktieren.

Die Federlaschen sind vorzugsweise einstückig mit dem Grundkörper des Federkorbs ausgebildet.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Federlaschen jeweils mit ihrem hinteren, von dem elektrischen Steckverbinder abgewandten Ende unbeweglich an dem Federkorb angebunden sind und mit ihrem vorderen, dem elektrischen Steckverbinder zugewandten Ende in Richtung auf die Mittelachse des Diagnosekopfes beweglich sind.

Vorzugsweise können der Federkorb, die Federlaschen und/oder der Außenleiterkontakt derart ausgebildet sein, dass der Außenleiterkontakt in einen Bereich zwischen den Federlaschen und dem Federkorb bzw. einer Innenwandung des Federkorbs einschiebbar ist.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Federlaschen mit einem zwischen ihrem vorderen Ende und ihrem hinteren Ende verlaufenden, mittleren Kontaktabschnitt im mechanisch unbelasteten Zustand der Federlaschen radial nach außen gewölbt sind.

Der mittlere Kontaktabschnitt der Federlaschen kann insbesondere ausgebildet sein, um den Außenleiterkontakt während des Einsteckens des Steckverbinders in den Gegensteckverbinder und/oder im eingesteckten Zustand des Steckverbinders elektrisch und mechanisch zu kontaktieren, vorzugsweise kraftschlüssig durch mechanisches Verspannen der Federlaschen.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass ein radialer Abstand zwischen dem mittleren Kontaktabschnitt der Federlaschen und dem Innenradius des Federkorbs im mechanisch unbelasteten Zustand der Federlaschen kleiner ist als eine Wandungsstärke des Außenleiterkontakts der Diagnosebaugruppe. In vorteilhafter Weise kann somit ein Einstecken des Außenleiterkontakts in den Diagnosekopf die Federlaschen derart mechanisch belasten, dass die Federlaschen mit ihrem vorderen Ende in Richtung auf die Mittelachse des Diagnosekopfes gebogen werden. Die rückstellende Federkraft der Federlaschen in ihre unbelastete Position kann den Außenleiterkontakt dadurch in der Regel bereits ausreichend in dem Diagnosekopf fixieren.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Federlaschen und/oder der Außenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe derart ausgebildet sind, dass ein Einstecken des Außenleiterkontakts die Federlaschen derart mechanisch belastet, dass die Federlaschen mit ihrem vorderen Ende in Richtung auf die Mittelachse des Diagnosekopfes gegen den Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe und mit ihrem mittleren Kontaktabschnitt innenseitig gegen den Außenleiterkontakt, vorzugsweise gegen die Innenwand des Außenleiterkontakts, gedrückt werden.

Hierdurch kann aufgrund der rückstellenden Federkraft der Federlaschen einerseits für den Außenleiterkontakt eine ausreichende Haltekraft in dem Diagnosekopf bereitgestellt werden und andererseits auch eine ausreichende Haltekraft auf den Innenleiterkontakt aufgebracht werden, sofern das vordere, freie Ende der Federlaschen gegen den Innenleiterkontakt gepresst wird.

Insbesondere durch eine geeignete Dimensionierung des Diagnosekopfes und/oder der Diagnosebaugruppe, beispielsweise durch Anpassung des radialen Abstands, der Geometrie und Ausrichtung der Federlaschen und/oder der Wandungsstärke des Außenleiterkontakts kann ein besonders vorteilhafter Federkorb bereitgestellt werden, um einerseits einen Kurzschluss zwischen dem Außenleiterkontakt und dem Innenleiterkontakt herzustellen und den Außenleiterkontakt und den Innenleiterkontakt außerdem mechanisch stabil in dem Diagnosekopf zu fixieren.

Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass der Außenleiterkontakt in den Diagnosekopf eingeführt wird, bis dieser nach Erreichen einer definierten axialen Einführtiefe in einen Zwischenraum zwischen dem Federkorb des Diagnosekopfes und den Federlaschen des Federkorbs eindringt. Ein noch tieferes Einschieben des Außenleiterkontakts in den Federkorb kann dann zu einem Verbiegen der Federlaschen führen, insbesondere derart, dass das vordere, freie Ende der Federlaschen in Richtung auf die Mittelachse des Diagnosekopfes bzw. in Richtung auf den Innenleiterkontakt verbogen wird, um den Innenleiterkontakt in dem Diagnosekopf mechanisch zu kontaktieren.

Es kann auch vorgesehen sein, dass die Federlaschen in dem Federkorb unterschiedlich weit nach vorne (in Richtung auf den Steckverbinder) ragen, wodurch das Einführen der Diagnosebaugruppe des Steckverbinders in den Diagnosekopf des Gegensteckverbinders gemäß einer definierten Kraft/Weg- Kurve einstellbar sein kann. Die Verwendung von Federlaschen (insbesondere von genau drei Federlaschen), die gleichzeitig den Außenleiterkontakt und den Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe zu kontaktieren vermögen (insbesondere gemäß den vorstehenden Ausführungen) hat sich als besonders geeignet herausgestellt.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung können aber auch zwei Gruppen von Federlaschen vorgesehen sein. Die Federlaschen der ersten Gruppe können ausgebildet sein, um den Außenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe des Steckverbinders zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder mit dem Gegensteckverbinder zusammengesteckt ist. Die Federlaschen der zweiten Gruppe können ausgebildet sein, um den Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe des Steckverbinders zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder mit dem Gegensteckverbinder zusammengesteckt ist.

Es sei betont dass Merkmale und Varianten der Erfindung, die sich auf einen Federkorb mit den zwei Gruppen von Federlaschen beziehen, auch vorteilhaft zur Verwendung mit einem Federkorb mit Federlaschen, die gleichzeitig den Außenleiterkontakt und den Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe zu kontaktieren vermögen, realisiert sein können (sofern dies technisch nicht ausgeschlossen ist).

Die Federlaschen der ersten Gruppe und der zweiten Gruppe sind vorzugsweise einstückig mit dem Grundkörper des Federkorbs ausgebildet.

Die Federlaschen der ersten Gruppe können insbesondere auch axial versetzte Berührpunkte zur Kontaktierung des Außenleiterkontakts aufweisen, um die Einsteckkraft gleichmäßig über den "Einsteckweg" zu verteilen.

Dadurch, dass die erste Gruppe von Federlaschen und die zweite Gruppe von Federlaschen an demselben Bauteil angebunden sind, kann ein geringer Durchgangswiderstand werkstoffabhängig gegeben sein.

Vorzugsweise ist der radiale Abstand der Federlaschen der ersten Gruppe zueinander möglichst groß, um eine stabile mechanische Kontaktierung mit dem Außenleiterkontakt des Steckverbinders hersteilen zu können. Ein möglichst großer Winkelabstand kann ferner die Vorzentrierung während des Zusammensteckens des Steckverbinders und des Gegensteckverbinders verbessern.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Federlaschen der ersten Gruppe zur Kontaktierung mit dem Außenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe des Steckverbinders mit ihrem vorderen Ende, mit ihrem hinteren Ende und/oder mit einem zwischen dem vorderen Ende und dem hinteren Ende verlaufenden, mittleren Abschnitt radial nach außen gewölbt sind, um eine Innenfläche des Außenleiterkontakts der Diagnosebaugruppe zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder mit dem Gegensteckverbinder zusammengesteckt ist. Der Außenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe kann vorzugsweise als zylindrischer Hohlkörper ausgebildet sein. Der Innendurchmesser des Außenleiterkontakts kann derart ausgebildet sein, dass sich der Außenleiterkontakt beim Zusammenstecken des Steckverbinders mit dem Gegensteckverbinder über den Federkorb des Diagnosekopfes schieben lässt. Hierbei können die Federlaschen von dem Außenleiterkontakt radial nach innen in Richtung auf die Mittelachse des Diagnosekopfes gedrückt werden. Hierdurch können die Federlaschen schließlich die gewünschte Haltekraft in die Steckverbindung ein- bringen.

Vorzugsweise sind die Federlaschen der ersten Gruppe mit ihren vorderen Enden und mit ihren hinteren Enden an dem Federkorb angebunden, wenn diese nach außen gewölbt sind, um die Innenfläche des Außenleiterkontakts zu kontaktieren.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann aber auch vorgesehen sein, dass die Federlaschen der ersten Gruppe zur Kontaktierung mit dem Außenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe des Steckverbinders mit ihrem vorderen Ende, mit ihrem hinteren Ende und/oder mit einem zwischen dem vorderen Ende und dem hinteren Ende verlaufenden, mittleren Abschnitt radial nach innen gewölbt sind, um eine Außenfläche des Außenleiterkontakts der Diagnosebaugruppe zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder mit dem Gegensteckverbinder zusammengesteckt ist.

Der Außenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe kann auch in diesem Falle vorzugsweise als zylindrischer Hohlkörper ausgebildet sein. Der Außendurchmesser des Außenleiterkontakts kann dann allerdings derart ausgebildet sein, dass sich der Außenleiterkontakt beim Zusammenstecken des Steckverbinders mit dem Gegensteckverbinder in den Federkorb des Diagnosekopfes einschieben lässt. Hierbei können die Federlaschen von dem Außenleiterkontakt radial nach außen gedrückt werden und wiederum die Haltekraft aufbringen.

Vorzugsweise sind die Federlaschen der ersten Gruppe mit ihren hinteren Enden an dem Federkorb angebunden, wenn diese nach innen gewölbt sind, um die Außenfläche des Außenleiterkontakts zu kontaktieren.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Federlaschen der zweiten Gruppe zur Kontaktierung mit dem Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe des Steckverbinders mit ihrem vorderen Ende, mit ihrem hinteren Ende und/oder mit einem zwischen dem vorderen Ende und dem hinteren Ende verlaufenden, mittleren Abschnitt radial nach innen gewölbt sind, um den Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder mit dem Gegensteckverbinder zusammengesteckt ist.

Der Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe kann vorzugsweise länglich, besonders bevorzugt als zylindrischer Pinkontakt ausgebildet sein. Der Außendurchmesser des Innenleiterkontakts kann derart aus- gebildet sein, dass sich der Innenleiterkontakt zwischen die nach innen gewölbten Federlaschen der zweiten Gruppe einschieben lässt derart, dass der Innenleiterkontakt die Federlaschen der zweiten Gruppe elektrisch kontaktiert und die Federlaschen vorzugsweise radial nach außen drückt.

Ein herkömmlicher Federkorb bzw. ein Stanzbiegeteil für einen herkömmlichen Federkorb kann beispielsweise dahingehend manipuliert werden, dass eine oder mehrere Federlaschen, vorzugsweise zwei sich gegenüberliegende Federlaschen, an ihrem vorderen Ende oder an ihrem hinteren Ende von dem Federkorb abgetrennt und radial nach innen gebogen werden.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das jeweilige vordere Ende oder das jeweilige hintere Ende der Federlaschen der zweiten Gruppe radial nach innen in Richtung auf die Mittelachse des Diagnosekopfes gebogen ist, und wobei das gegenüberliegende Ende der jeweiligen Federlasche an dem Federkorb angebunden ist.

Vorzugsweise sind die Federlaschen der zweiten Gruppe somit nur mit einem ihrer beiden Enden an dem Federkorb angebunden.

Es kann auch eine gemischte Anbindung der Federlaschen der zweiten Gruppe vorgesehen sein, wonach eine oder einige Federlaschen mit ihrem vorderen Ende angebunden sind und eine oder einige Federlaschen mit ihrem hinteren Ende angebunden sind.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die erste Gruppe wenigstens drei, vorzugsweise vier oder noch mehr Federlaschen aufweist.

Besonders bevorzugt weist die erste Gruppe von Federlaschen genau vier Federlaschen auf.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die zweite Gruppe wenigstens eine, vorzugsweise zwei oder noch mehr Federlaschen aufweist.

Besonders bevorzugt weist die zweite Gruppe von Federlaschen genau zwei Federlaschen auf.

Vorzugsweise sind die Federlaschen der ersten Gruppe und/oder die Federlaschen der zweiten Gruppe jeweils aus einzelnen Federlaschenpaaren gebildet, die einander gegenüberliegend angeordnet sind.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Steckverbinder wenigstens eine erste Signalkontaktbaugruppe mit einem Außenleiterkontakt und mit einem innerhalb des Außenleiterkontakts geführten Innenleiterkontakt aufweist. Der Gegensteckverbinder kann wenigstens eine zweite Signalkontaktbaugruppe mit einem Außenleiterfederkorb und mit einem innerhalb des Außenleiterfederkorbs geführten Innenleiterkontaktelement aufweisen. Die erste Signalkontaktbaugruppe und die zweite Signalkontaktbaugruppe können zur elektrischen und mechanischen Kontaktierung miteinander zusammensteckbar sein. Hierbei können der Innenleiterkontakt und das Innenleiterkontaktelement sowie der Außenleiterkontakt mit dem Außenleiterfederkorb jeweils elektrisch und mechanisch miteinander verbunden sein.

Die Signalkontaktbaugruppen können somit die eigentliche Signalverbindung ausbilden, die es zwischen dem Steckverbinder und dem Gegensteckverbinder herzustellen gilt.

Es sei erwähnt, dass Merkmale, die im Rahmen des Federkorbs des Diagnosekopfes genannt wurden, auch auf den Außenleiterfederkorb übertragen werden können. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Außenleiterfederkorb ausschließlich Federlaschen aufweist, die gemäß der vorstehend beschriebenen ersten Gruppe von Federlaschen ausgebildet und angeordnet sind.

Ferner können Merkmale betreffend die Diagnosebaugruppe auch auf die erste Signalbaugruppe übertragen werden. Vorzugsweise sind die erste Signalbaugruppe und die Diagnosebaugruppe identisch aufgebaut. Hierdurch kann eine modulare Bauweise der Diagnosesteckverbindung unterstützt werden.

Die Diagnosesteckverbindung kann demnach neben der reinen Diagnoseverbindung auch zumindest eine elektrische Signalverbindung und/oder Versorgungsverbindung ausbilden.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Steckverbinder zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht oder noch mehr erste Signalkontaktbaugruppen aufweist und/oder der Gegensteckverbinder eine, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht oder noch mehr zweite Signalkontaktbaugruppen aufweist.

Die Anzahl erster Signalkontaktbaugruppen und zweiter Signalkontaktbaugruppen entspricht sich vorzugsweise, kann ggf. aber auch voneinander abweichen, insbesondere im Falle eines modularen Systems, bei dem der Steckverbinder und/oder der Gegensteckverbinder anwendungsbedingt einen oder mehrere nicht zu besetzende Steckplätze aufweist.

Besonders bevorzugt weist der Steckverbinder drei erste Signalkontaktbaugruppen und der Gegensteckverbinder drei zweite Signalkontaktbaugruppen auf.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Steckverbinder eine erste äußere Gehäuseschale und der Gegensteckverbinder eine zweite äußere Gehäuseschale mit jeweiligen Kontaktkammern zur Aufnahme der Diagnosebaugruppe, des Diagnosekopfes und/oder der Signalkontaktbaugruppen aufweist. Da die Diagnosebaugruppe, der Diagnosekopf und/oder die Signalbaugruppen vorzugsweise Teil eines modularen Steckverbindersystems sind, können diese vorzugsweise übereinstimmende oder zumindest kompatible Außengeometrien aufweisen, wodurch diese wahlweise in die erste Gehäuseschale oder die zweite Gehäuseschale einsetzbar sein können.

Zumindest kann vorgesehen sein, dass die Kontaktkammern der ersten Gehäuseschale zur wahlweisen Aufnahme einer der ersten Signalkontaktbaugruppen oder der Diagnosebaugruppe und die Kontaktkammern der zweiten Gehäuseschale zur wahlweisen Aufnahme einer der zweiten Signalkontaktbaugruppen oder des Diagnosekopfes ausgebildet sind.

Die Gehäuseschale ist vorzugsweise aus einem Kunststoff ausgebildet.

Vorzugsweise verrastet die Diagnosebaugruppe, der Diagnosekopf und/oder die Signalbaugruppe innerhalb der Kontaktkammer der jeweiligen Gehäuseschale.

Vorzugsweise sind die Gehäuseschalen des Steckverbinders und des Gegensteckverbinders mechanisch kodiert, um nur in einer oder mehreren vorgesehenen Orientierungen und nur mit einem korrespondierenden Gegenstück miteinander verbindbar zu sein.

Es kann ggf. auch vorgesehen sein, mehr als eine Diagnosebaugruppe in der Diagnosesteckverbindung vorzusehen, beispielsweise zwei, drei, vier oder noch mehr Diagnosebaugruppen. Mehrere Diagnosebaugruppen können insbesondere bei Steckverbindern bzw. Gegensteckverbindern mit vergleichsweise großen Dimensionen von Vorteil sein um sicherzustellen, dass die Steckverbindung vollständig korrekt geschlossen ist. Die Diagnosebaugruppen können dann beispielsweise an den Rändern, bevorzugt in den Ecken des Steckverbinders bzw. Gegensteckverbinders vorgesehen sein. Bei einer einzelnen Diagnosebaugruppe kann hingegen auch eine möglichst mittige Anordnung innerhalb des Steckverbinders bzw. Gegensteckverbinders von Vorteil sein (je nach Verfügbarkeit einer geeigneten Kontaktkammer).

Die Erfindung betrifft auch einen Gegensteckverbinder zur Verbindung mit einem Steckverbinder, aufweisend einen Diagnosekopf mit einem elektrisch leitfähigen Federkorb, der zur elektrischen und mechanischen Verbindung mit einem Außenleiterkontakt einer Diagnosebaugruppe des Steckverbinders ausgebildet ist. Der Federkorb ist ausgebildet, um zusätzlich einen innerhalb des Außenleiterkontakts geführten Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe des Steckverbinders elektrisch und mechanisch zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder mit dem Gegensteckverbinder zusammengesteckt ist.

Vorzugsweise weist der Federkorb zur gleichzeitigen Kontaktierung des Außenleiterkontakts und des Innenleiterkontakts eine oder mehrere Federlaschen auf, vorzugsweise drei Federlaschen. Die Erfindung betrifft außerdem einen Diagnosekopf (insbesondere gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen) für einen Gegensteckverbinder (insbesondere gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen).

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines Diagnosekopfes für eine Diagnosesteckverbindung. Es ist vorgesehen, dass ein Federkorb (nachfolgend auch als "Außenleiterfederkorb" bezeichnet) eines elektrischen Gegensteckverbinders aus einem Blech ausgestanzt und zu einem ringförmigen Federkorb umgeformt wird. Vor oder nach dem Umformen wird zumindest eine Federlasche des Federkorbs an einem vorderen Ende oder an einem hinteren Ende von dem Federkorb abgetrennt und in Richtung auf die Mittelachse des Federkorbs derart gebogen, dass der Federkorb einen Außenleiterkontakt und einen Innenleiterkontakt einer Diagnosebaugruppe eines elektrischen Steckverbinders elektrisch leitfähig miteinander verbindet, wenn der Steckverbinder mit dem Gegensteckverbinder zusammengesteckt ist.

Ferner betrifft die Erfindung eine Verwendung einer Diagnosesteckverbindung, insbesondere gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen, für ein Steckverbindersystem gemäß einem HFM-, RMC- oder FAKRA-Standard.

Die Diagnosesteckverbindung ist jedoch nicht auf die Verwendung mit einem spezifischen Steckverbindertyp beschränkt. Die Erfindung kann sich aber insbesondere für Steckverbinder und Gegensteckverbinder für die Hochfrequenztechnik eignen. Die Diagnosesteckverbindung kann insbesondere vorteilhaft für Steckverbindersysteme des Typs PL, BNC, TNC, SMBA (FAKRA), SMA, SMB, SMS, SMC, SMP, BMS, HFM (FAKRA-Mini), H-MTD, BMK, Mini-Coax oder MATE-AX eingesetzt werden.

Die Erfindung kann sich ferner gut zur Ausbildung eines Antennensystems eignen, wonach der Steckverbinder mit einer Signalverarbeitungseinheit verbunden ist, und wonach der Gegensteckverbinder über eine Kabelverbindung oder über mehrere Kabelverbindungen mit einer oder mehreren Antennen verbunden ist oder selbst eine oder mehrere Antennen ausbildet.

Die vorliegende Erfindung kann besonders vorteilhaft in einem Fahrzeug verwendet werden. Der Begriff "Fahrzeug" beschreibt dabei jegliches Fortbewegungsmittel, insbesondere Fahrzeuge zu Lande, zu Wasser oder in der Luft, eingeschlossen auch Raumfahrzeuge.

Die Erfindung betrifft auch ein Diagnosesystem, aufweisend eine Steuereinheit und eine Diagnosesteckverbindung. Die Diagnosesteckverbindung weist einen elektrischen Steckverbinder und einen elektrischen Gegensteckverbinder auf, wobei der elektrische Steckverbinder eine Diagnosebaugruppe mit einem Außenleiterkontakt und mit einem innerhalb des Außenleiterkontakts geführten Innenleiterkontakt aufweist. Der Gegensteckverbinder weist einen Diagnosekopf mit einem elektrisch leitfähigen Federkorb auf, der zur elektrischen und mechanischen Verbindung mit dem Außenleiterkontakt der Diagnosebau- gruppe des Steckverbinders ausgebildet ist. Die Steuereinheit ist eingerichtet, um eine elektrische Durchgangsprüfung zwischen dem Außenleiterkontakt und dem Innenleiterkontakt durchzuführen. Es ist vorgesehen, dass der Federkorb des Diagnosekopfes ausgebildet ist, um den Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe des Steckverbinders elektrisch und mechanisch zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder mit dem Gegensteckverbinder zusammengesteckt ist.

Die Steuereinheit kann auch Teil eines elektronischen Systems sein, beispielsweise Teil einer Sende- und Empfangseinheit für ein Drahtloskommunikationssystem (Bluetooth, WLAN, ZigBee, NFC, Wibree, WiMAX, IrDA u. a.).

Die Steuereinheit kann auch mit einer oder mehreren Signalkontaktbaugruppen des Steckverbinders verbunden sein, um neben der Diagnose auch die Signalübertragung über die aus Steckverbinder und Gegensteckverbinder bestehende Steckverbindung zu steuern.

Die Steuereinheit kann als Mikroprozessor ausgebildet sein. Anstelle eines Mikroprozessors kann auch eine beliebige weitere Einrichtung zur Implementierung der Steuereinheit vorgesehen sein, beispielsweise eine oder mehrere Anordnungen diskreter elektrischer Bauteile auf einer Leiterplatte, eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS), eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung (ASIC) oder eine sonstige programmierbare Schaltung, beispielsweise auch ein Field Programmable Gate Array (FPGA), eine programmierbare logische Anordnung (PLA) und/oder ein handelsüblicher Computer.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Diagnose einer elektrischen Steckverbindung (vorliegend auch als "Diagnosesteckverbindung" bezeichnet), die einen elektrischen Steckverbinder und einen elektrischen Gegensteckverbinder umfasst. Es ist vorgesehen, eine elektrische Durchgangsprüfung zwischen einem Außenleiterkontakt und einem innerhalb des Außenleiterkontakts geführten Innenleiterkontakt einer Diagnosebaugruppe des Steckverbinders durchzuführen um zu erfassen, ob die elektrische Steckverbindung geschlossen ist. Hierzu ist vorgesehen, dass der Außenleiterkontakt und der Innenleiterkontakt der Diagnosebaugruppe des Steckverbinders über einen Federkorb eines Diagnosekopfes des Gegensteckverbinders elektrisch leitfähig miteinander verbunden werden, wenn der Steckverbinder mit dem Gegensteckverbinder zusammengesteckt ist.

Vorzugsweise werden der Außenleiterkontakt und der Innenleiterkontakt mittels Federlaschen des Federkorbs miteinander verbunden, wobei wenigstens eine Federlasche (vorzugsweise drei Federlaschen) eine jeweilige direkte elektrische Verbindung zwischen dem Außenleiterkontakt und dem Innenleiterkontakt hersteilen.

Es kann schließlich auch ein Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln vorgesehen sein, um das vorstehend beschriebene Verfahren zur Diagnose einer elektrischen Steckverbindung durchzuführen, wenn das Programm auf einer Steuereinheit eines Diagnosesystems ausgeführt wird. Merkmale, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Diagnosesteckverbindung beschrieben wurden, sind selbstverständlich auch für den Gegensteckverbinder, den Diagnosekopf, das Verfahren zur Herstellung des Diagnosekopfes, die Verwendung, das Diagnosesystem und das Verfahren zur Diagnose der Steckverbindung vorteilhaft umsetzbar - und umgekehrt. Ferner können Vorteile, die bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Diagnosesteckverbindung genannt wurden, auch auf den Gegensteckverbinder, den Diagnosekopf, das Verfahren zur Herstellung des Diagnosekopfes, die Verwendung, das Diagnosesystem und das Verfahren zur Diagnose der Steckverbindung bezogen verstanden werden - und umgekehrt.

Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass Begriffe wie "umfassend", "aufweisend" oder "mit" keine anderen Merkmale oder Schritte ausschließen. Ferner schließen Begriffe wie "ein" oder "das", die auf eine Einzahl von Schritten oder Merkmalen hinweisen, keine Mehrzahl von Merkmalen oder Schritten aus - und umgekehrt.

In einer puristischen Ausführungsform der Erfindung kann allerdings auch vorgesehen sein, dass die in der Erfindung mit den Begriffen "umfassend", "aufweisend" oder "mit" eingeführten Merkmale abschließend aufgezählt sind. Dementsprechend kann eine oder können mehrere Aufzählungen im Rahmen der Erfindung als abgeschlossen betrachtet werden, beispielsweise jeweils für jeden Anspruch betrachtet.

Die Erfindung kann beispielswiese ausschließlich aus den in Anspruch 1 genannten Merkmalen bestehen.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Diagnosekopf ausschließlich aus dem Federkorb besteht.

Es kann insbesondere auch vorgesehen sein, dass der Federkorb ausschließlich Federlaschen aufweist, die eine gleichzeitige Kontaktierung des Außenleiterkontakts und des Innenleiterkontakts der Diagnosebaugruppe ermöglichen.

Der Diagnosekopf bzw. der Federkorb ist vorzugsweise nicht an ein Kabel angebunden bzw. angecrimpt, wie dies beim Stand der Technik in der Regel vorgesehen ist.

Der Diagnosekopf weist vorzugsweise keinen Innenleiterkontakt auf.

Ferner sei betont, dass die vorliegend beschriebenen Werte und Parameter Abweichungen oder Schwankungen von ±10% oder weniger, vorzugsweise ±5% oder weniger, weiter bevorzugt ±1 % oder weniger, und ganz besonders bevorzugt ±0,1 % oder weniger des jeweils benannten Wertes bzw. Parameters mit einschließen, sofern diese Abweichungen bei der Umsetzung der Erfindung in der Praxis nicht ausgeschlossen sind. Die Angabe von Bereichen durch Anfangs- und Endwerte umfasst auch all diejeni- gen Werte und Bruchteile, die von dem jeweils benannten Bereich eingeschlossen sind, insbesondere die Anfangs- und Endwerte und einen jeweiligen Mittelwert.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben.

Die Figuren zeigen jeweils bevorzugte Ausführungsbeispiele, in denen einzelne Merkmale der vorliegenden Erfindung in Kombination miteinander dargestellt sind. Merkmale eines Ausführungsbeispiels sind auch losgelöst von den anderen Merkmalen des gleichen Ausführungsbeispiels umsetzbar und können dementsprechend von einem Fachmann ohne Weiteres zu weiteren sinnvollen Kombinationen und Unterkombinationen mit Merkmalen anderer Ausführungsbeispiele verbunden werden.

In den Figuren sind funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen.

Es zeigen schematisch:

Figur 1 eine Diagnosesteckverbindung, umfassend einen elektrischen Steckverbinder und einen elektrischen Gegensteckverbinder in einer ersten perspektivischen Darstellung;

Figur 2 die Diagnosesteckverbindung der Figur 1 in einer zweiten perspektivischen Darstellung;

Figur 3 einen erfindungsgemäßen Diagnosekopf gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel in einer Seitenansicht;

Figur 4 den erfindungsgemäßen Diagnosekopf der Figur 3 in einer teilweise geschnittenen Darstellung entlang der Schnittlinie IV;

Figur 5 den erfindungsgemäßen Diagnosekopf der Figur 3 in einer perspektivischen Darstellung;

Figur 6 den erfindungsgemäßen Diagnosekopf der Figur 3 in einer Vorderansicht;

Figur 7 einen erfindungsgemäßen Diagnosekopf gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel in einer Seitenansicht;

Figur 8 den erfindungsgemäßen Diagnosekopf der Figur 7 in einer teilweise geschnittenen Darstellung entlang der Schnittlinie VIII;

Figur 9 den erfindungsgemäßen Diagnosekopf der Figur 7 in einer perspektivischen Darstellung;

Figur 10 den erfindungsgemäßen Diagnosekopf der Figur 7 in einer Vorderansicht; Figur 1 1 einen erfindungsgemäßen Diagnosekopf gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel in einer Schnittdarstellung;

Figur 12 ein Diagnosesystem, aufweisend eine Steuereinheit und eine Diagnosesteckverbindung;

Figur 13 einen erfindungsgemäßen Diagnosekopf gemäß einem bevorzugten, vierten Ausführungsbeispiel in einer perspektivischen Darstellung;

Figur 14 den erfindungsgemäßen Diagnosekopf der Figur 13 in einer Vorderansicht;

Figur 15 den erfindungsgemäßen Diagnosekopf der Figur 13 in einer geschnittenen Darstellung entlang der in Figur 14 gezeigten Schnittlinie XV und eine Diagnosebaugruppe eines elektrischen Steckverbinders;

Figur 16 den erfindungsgemäßen Diagnosekopf der Figur 13 gemäß Darstellung der Figur 15 während des Einsteckens der Diagnosebaugruppe; und

Figur 17 den erfindungsgemäßen Diagnosekopf der Figur 13 gemäß Darstellung der Figur 15 nach dem vollständigen Einsteckens der Diagnosebaugruppe.

Die Figuren 1 und 2 zeigen eine erfindungsgemäße Diagnosesteckverbindung 1 aus zwei unterschiedlichen perspektivischen Ansichten. Die Diagnosesteckverbindung 1 umfasst einen elektrischen Steckverbinder 2 und einen elektrischen Gegensteckverbinder 3, der mit dem elektrischen Steckverbinder 2 zu- sammensteckbar ist. Der Steckverbinder 2 weist hierfür eine erste Gehäuseschale 4 mit Kontaktkammern 5 zur Aufnahme von Kontaktbaugruppen 7, 13 auf. Der Gegensteckverbinder 3 weist eine korrespondierende zweite Gehäuseschale 6 mit Kontaktkammern 5 zur Aufnahme von korrespondierenden Kontaktbaugruppen 8, 14 auf.

Die lediglich beispielhaft zu verstehende Diagnosesteckverbindung 1 ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform als Steckverbindung des Typs HFM ausgebildet. Grundsätzlich kann sich die Erfindung allerdings auch zur Verwendung mit einem anderen Steckverbindungsstandard, beispielsweise einem RMC-(MATE-AX)- oder FAKRA-Standard, eignen.

Beispielhaft weist der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Steckverbinder 2 drei erste Signalkontaktbaugruppen 7 und der Gegensteckverbinder 3 drei korrespondierende zweite Signalkontaktbaugruppen 8 auf. Die ersten Signalkontaktbaugruppen 7 weisen jeweils einen Außenleiterkontakt 9 auf, in dem jeweilige Innenleiterkontakte 10 koaxial geführt sind. Die zweite Signalkontaktbaugruppe 8 des Gegensteckverbinders 3 weist einen mit den Außenleiterkontakten 9 der ersten Signalkontaktbaugruppe 7 korres- pondierenden bzw. zusammensteckbaren Außenleiterfederkorb 1 1 auf, in dem koaxial ein Innenleiterkontaktelement 12 geführt ist, das wiederum mit den Innenleiterkontakten 10 der ersten Signalkontaktbaugruppe 7 verbindbar ist.

Der elektrische Steckverbinder 2 umfasst ferner eine Diagnosebaugruppe 13 mit einem Außenleiterkontakt 9 und mit einem innerhalb des Außenleiterkontakts 9 geführten Innenleiterkontakt 10, wobei die Diagnosebaugruppe 13 grundsätzlich analog zu der ersten Signalkontaktbaugruppe 7 ausgebildet sein kann, wie im Ausführungsbeispiel dargestellt, was die Modularität der Diagnosesteckverbindung 1 verbessern kann.

Der Gegensteckverbinder 3 weist einen Diagnosekopf 14 mit einem zumindest teilweise elektrisch leitfähigen Federkorb 15 auf, der zu elektrischen und mechanischen Verbindung mit dem Außenleiterkontakt 9 der Diagnosebaugruppe 13 des Steckverbinders 2 ausgebildet ist. Der Außenleiterfederkorb 1 1 der zweiten Signalkontaktbaugruppe 8 kann grundsätzlich ähnlich ausgebildet sein wie der Federkorb 15 des Diagnosekopfes 14. Insbesondere kann ein Außenleiterfederkorb 1 1 einer zweiten Signalkontaktbaugruppe 8 erfindungsgemäß im Rahmen eines Verfahrens zur Herstellung des Diagnosekopfes 14 umkonstruiert werden. Der Federkorb 15 des Diagnosekopfes 14 und der Außenleiterfederkorb 1 1 der zweiten Signalkontaktbaugruppe 8 können insbesondere aus demselben Stanzbiegeteil geformt sein oder im Rahmen eines gemeinsamen Stanzbiegeprozesses hergestellt werden.

Der erfindungsgemäße Federkorb 15 ist ferner ausgebildet, um zusätzlich zu dem Außenleiterkontakt 9 den Innenleiterkontakt 10 der Diagnosebaugruppe 13 des Steckverbinders 2 elektrisch und mechanisch zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder 2 mit dem Gegensteckverbinder 3 korrekt zusammengesteckt ist.

Die Figuren 3 bis 6 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Diagnosekopfes 14. In Figur 3 ist der Diagnosekopf 14 in einer Seitenansicht, in Figur 4 in einer teilgeschnittenen Ansicht entlang der Schnittlinie IV der Figur 3, in Figur 5 in einer perspektivischen Darstellung und in Figur 6 in einer Ansicht von vorne (auf das Interface) gezeigt.

Der Federkorb 15 kann ausgebildet sein, um eine niederohmige elektrische Verbindung zwischen dem Außenleiterkontakt 9 und dem Innenleiterkontakt 10 der Diagnosebaugruppe 13 herzustellen, wenn der Steckverbinder 2 mit dem Gegensteckverbinder 3 zusammengesteckt ist. Hierdurch kann eine einfache elektrische Widerstandsprüfung bzw. Durchgangsprüfung zwischen dem Innenleiterkontakt 10 und dem Außenleiterkontakt 9 seitens des Steckverbinders 2 durchgeführt werden um zu erfassen, ob der Steckverbinder 2 korrekt mit dem Gegensteckverbinder 3 zusammengesteckt ist.

Zur Verdeutlichung der Kontaktierung des Federkorbs 15 des Diagnosekopfes 14 mit der Diagnosebaugruppe 13 des Steckverbinders 2 ist die Diagnosebaugruppe 13 des Steckverbinders 2 in Figur 3 strichli- niert angedeutet. Im verbundenen Zustand kann sich ein geschlossener Stromkreis 16 ergeben. Mittels eines Testsignals itest kann eine Steuereinheit 17 im Rahmen einer Diagnose der Steckverbindung 1 den gesteckten Zustand überprüfen.

Wie insbesondere anhand der Figuren 3 und 6 gut erkennbar ist, weist der Federkorb 15 mehrere um die Mittelachse M des Diagnosekopfes 14 angeordnete Federlaschen 18, 19 auf, die jeweils mit zumindest einem Ende an dem Federkorb 15 angebunden sind. Der beispielhaft dargestellte Federkorb 15 weist insgesamt sechs Federlaschen 18, 19 auf, kann grundsätzlich allerdings eine beliebige Anzahl Federlaschen 18, 19 aufweisen, beispielsweise zwei bis zehn Federlaschen 18, 19, vorzugsweise vier bis acht Federlaschen 18, 19, und ganz besonders bevorzugt die dargestellten sechs Federlaschen 18, 19.

We in den Ausführungsbeispielen der Figuren 3 bis 1 1 dargestellt können zwei Gruppen von Federlaschen vorgesehen, wobei die Federlaschen 18 der ersten Gruppe ausgebildet sind, um den Außenleiterkontakt 9 der Diagnosebaugruppe 13 des Steckverbinders 2 zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder 2 mit dem Gegensteckverbinder 3 zusammengesteckt ist (vgl. insbesondere Figur 3). Die Federlaschen 19 der zweiten Gruppe sind hingegen ausgebildet, um den Innenleiterkontakt 10 der Diagnosebaugruppe 13 des Steckverbinders 2 zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder 2 mit dem Gegensteckverbinder 3 zusammengesteckt ist.

Im ersten Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 3 bis 6 und im nachfolgend noch beschriebenen zweiten Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 7 bis 10 sind die Federlaschen 18 der ersten Gruppe zur Kontaktierung mit dem Außenleiterkontakt 9 der Diagnosebaugruppe 13 des Steckverbinders 2 im Bereich ihres vorderen Endes nach außen gewölbt bzw. weisen eine geeignete Ausbauchung auf, um die Innenfläche des zylindrischen bzw. ringförmigen Außenleiterkontakts 9 der Diagnosebaugruppe 13 zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder 2 mit dem Gegensteckverbinder 3 zusammengesteckt ist.

Grundsätzlich kann allerdings auch vorgesehen sein, dass die Federlaschen 18 der ersten Gruppe zur Kontaktierung mit dem Außenleiterkontakt 9 der Diagnosebaugruppe 13 des Steckverbinders 2 radial nach innen gewölbt sind, um eine Außenfläche des Außenleiterkontakts 9 der Diagnosebaugruppe 13 zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder 2 mit dem Gegensteckverbinder 3 zusammengesteckt ist. Eine entsprechende Diagnosesteckverbindung 1 , die beispielsweise zur Verwendung mit dem FAKRA- Standard geeignet sein kann, ist in Figur 1 1 in einer Schnittdarstellung angedeutet. Der zylindrische bzw. ringförmige Außenleiterkontakt 9 der Diagnosebaugruppe 13 des Steckverbinders 2 kann in den Federkorb 15 eingeführt werden.

Die Federlaschen 19 der zweiten Gruppe können zur Kontaktierung mit dem Innenleiterkontakt 10 der Diagnosebaugruppe 13 des Steckverbinders 2 radial nach innen in Richtung auf die Mittelachse M gewölbt bzw. gebogen sein, um den Innenleiterkontakt 10 der Diagnosebaugruppe 13 zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder 2 mit dem Gegensteckverbinder 3 zusammengesteckt ist. Gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel (vgl. Figuren 3 bis 6) sowie dem dritten Ausführungsbeispiel (vgl. Figur 1 1) kann vorgesehen sein, dass das jeweilige vordere Ende 20 der Federlaschen 19 der zweiten Gruppe radial nach innen in Richtung auf die Mittelachse M des Diagnosekopfes 14 gebogen ist, und wobei das gegenüberliegende, hintere Ende 21 derselben Federlasche 19 an dem Federkorb 15 angebunden ist.

Die Figuren 7 bis 10 zeigen beispielhaft ein zweites Ausführungsbeispiel, das sich von dem ersten Ausführungsbeispiel insbesondere dadurch unterscheidet, dass nunmehr das jeweilige hintere Ende 21 der Federlaschen 19 der zweiten Gruppe radial nach innen in Richtung auf die Mittelachse M des Diagnosekopfes 14 gebogen ist, und wobei das gegenüberliegende, vordere Ende 20 an dem Federkorb 15 angebunden ist. Diese Variante kann ggf. von Vorteil sein, um das Einführen des Innenleiterkontakts 10 der Diagnosebaugruppe 13 zu erleichtern, um ggf. eine Beschädigung zu vermeiden.

In den ersten drei Ausführungsbeispielen weist die erste Gruppe vier Federlaschen 18 und die zweite Gruppe zwei Federlaschen 19 auf, die sich jeweils gegenüberliegen. Grundsätzlich kann die Anzahl der Federlaschen 18, 19 der einzelnen Gruppen allerdings beliebig sein, wobei in der ersten Gruppe für ein einfacheres Einführen des Außenleiterkontakts 9 der Diagnosebaugruppe 13 in der Regel zumindest drei Federlaschen 18 vorgesehen sind.

Die Figur 12 zeigt ein Diagnosesystem 22, aufweisend eine Steuereinheit 17 und eine Diagnosesteckverbindung 1 .

Die Diagnosesteckverbindung 1 kann ausgebildet sein, wie vorstehend beschrieben, beispielsweise gemäß den Figuren 1 und 2.

Die Steuereinheit 17 kann beispielsweise als Mikroprozessor und/oder als sonstige elektronische Schaltung ausgebildet sein. Beispielhaft ist die Steuereinheit 17 in Figur 12 als elektronische Schaltung aus mehreren elektronischen Bauteilen 23 einer Leiterplatte 24 dargestellt. Die Steuereinheit 17 ist mit dem Steckverbinder 2 zu Diagnosezwecken und/oder zur Steuerung der Daten- und/oder Versorgungssignale bzw. zur Übertragung von Signalen an den Gegensteckverbinder 3 verbunden.

Die Steuereinheit 17 ist eingerichtet, um eine elektrische Durchgangsprüfung zwischen dem Außenleiterkontakt 9 und dem Innenleiterkontakt 10 der Diagnosebaugruppe 13 des Steckverbinders 2 durchzuführen. Insofern die Diagnosesteckverbindung 1 korrekt geschlossen ist, verbindet der Diagnosekopf 14 den Innenleiterkontakt 10 und den Außenleiterkontakt 9 erfindungsgemäß miteinander, was durch die Steuereinheit 17 durch Überprüfung des Stromflusses itest mit einfachen Mitteln erfassbar sein kann. Insofern die Diagnosesteckverbindung 1 korrekt geschlossen ist, kann auch davon ausgegangen werden, dass die eigentlichen Signalverbindungen zwischen den ersten Signalkontaktbaugruppen 7 und den zweiten Signalkontaktbaugruppen 8 besteht.

Die Diagnosesteckverbindung 1 kann sich beispielsweise eignen, um eine Antennenanordnung auszubilden. Die Steuereinheit 17 kann hierzu beispielsweise als Teil einer Sende- und/oder Empfangseinheit ausgebildet sein und empfangene Daten und/oder zu sendende Daten in geeigneter Weise verarbeiten. Der Gegensteckverbinder 3 kann beispielsweise über wenigstens eine zweite Signalkontaktbaugruppe 8 mit einer Antenne verbunden sein oder durch ein entsprechend präpariertes Koaxialkabel 25 im Abgang der zweiten Signalkontaktbaugruppe 8 selbst eine Antenne ausbilden (in Figur 12 angedeutet).

Die Figuren 13 bis 17 zeigen ein bevorzugtes, viertes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Figur 13 zeigt eine perspektivische Darstellung des Diagnosekopfes 14, der in Figur 14 in einer Vorderansicht dargestellt ist. Die Figuren 15 bis 17 zeigen jeweils eine Schnittdarstellung entlang der in Figur 14 gezeigten Schnittlinie XV, wobei der Vorgang des Einsteckens der korrespondierenden Diagnosebaugruppe 13 des elektrischen Steckverbinders 1 schematisch demonstriert wird.

Grundsätzlich sind die im Rahmen der Figuren 1 bis 12 beschriebenen Merkmale auch mit dem in den Figuren 13 bis 17 dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung kombinierbar, sofern dies nicht technisch ausgeschlossen ist. Im Wesentlichen wird nachfolgend zu den Unterschieden zu den vorherigen Ausführungsbeispielen ausgeführt.

In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist der Federkorb 15 des Diagnosekopfes 14 Federlaschen 26 auf die jeweils ausgebildet sind, um gleichzeitig den Außenleiterkontakt 9 und den Innenleiterkontakt 10 der Diagnosebaugruppe 13 zu kontaktieren, wenn der Steckverbinder 2 mit dem Gegensteckverbinder 3 zusammengesteckt ist. Der Zustand der Kontaktierung im Falle der gesteckten Steckverbindung 1 ist in Figur 17 gut erkennbar.

Die Federlaschen 26 sind jeweils mit ihrem hinteren, von dem elektrischen Steckverbinder 2 abgewandten Ende 21 unbeweglich an dem Federkorb 15 angebunden sind und mit ihrem vorderen, dem elektrischen Steckverbinder 2 zugewandten Ende 20 in Richtung auf die Mittelachse M des Diagnosekopfes 14 beweglich. Die Federlaschen 26 sind ferner mit einem zwischen ihrem vorderen Ende 20 und ihrem hinteren Ende 21 verlaufenden, mittleren Kontaktabschnitt 27 im mechanisch unbelasteten Zustand der Federlaschen 26 radial nach außen gewölbt (in Richtung auf den Federkorb 15). Der mittlere Kontaktabschnitt 27 ist im Wesentlichen zur Kontaktierung mit dem Außenleiterkontakt 9 der Diagnosebaugruppe 13 vorgesehen.

Zwischen dem mittleren Kontaktabschnitt 27 der Federlaschen 26 und dem Federkorb 15 ist ein Zwischenraum bzw. eine Lücke zum Einschieben des Außenleiterkontakts 9 der Diagnosebaugruppe 13 vorgesehen. Der radiale Abstand DR (vgl. Figur 15) zwischen dem mittleren Kontaktabschnitt 27 und dem Innenradius n (vgl. Figur 15) des Federkorbs 15 ist im in den Figuren 15 und 16 gezeigten, mechanisch unbelasteten Zustand der Federlaschen 26 kleiner als eine Wandungsstärke Dw (vgl. Figur 15) des Außenleiterkontakts 9 der Diagnosebaugruppe 13. Hierdurch kann das Einführen des Außenleiterkontakts 9, wie bei einem Vergleich der Figuren 16 und 17 gut erkennbar ist, zu einer mechanischen Belastung der Federlaschen 26 führen. Die Federlaschen 26 werden wegen des Eindringens der Wandung des Außenleiterkontakts 9 in den Zwischenraum zwischen dem mittleren Kontaktabschnitt 27 und dem Federkorb 25 mit ihrem vorderen, freien Ende 20 in Richtung auf die Mittelachse M des Diagnosekopfes 14 - und damit gegen den Innenleiterkontakt 10 (vgl. Figur 17) - gedrückt. Gleichzeitig streben die Federlaschen 26 aufgrund ihrer Elastizitätseigenschaften in ihre Ruhelage zurück und bringen damit auch eine entsprechende Steckkraft auf den Außenleiterkontakt 9 auf.

Vorzugsweise können drei Federlaschen 26 bezüglich einer Ausführungsform der Erfindung gemäß den Figuren 13 bis 17 bereits ausreichend sein, um eine elektrisch und mechanisch stabile Steckverbindung zwischen der Diagnosebaugruppe 13 und dem Diagnosekopf 14 zu gewährleisten.