Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
DIE CAST PART OF A DIE CASTING MOLD AND CORRESPONDING DIE CASTING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/144448
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a die cast part (8, 9, 10, 11, 12) of a die casting mold (5, 6, 7), having at least one first component (13, 15, 17, 19, 21) comprising a pressure zone (24, 25, 40, 60), at least one second component (14, 16, 18, 20, 22) and at least one heat exchange chamber (27, 36, 43, 51, 55, 62) permeated by a fluid and formed by the components (13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22) for controlling the temperature of the pressure zone (24, 25, 40, 60), wherein the first component (13, 15, 17, 19, 21) comprises a heat transfer surface (34, 41, 61) integral to at least one wall of the heat exchange chamber (27, 36, 43, 51, 55, 62) and thermally associated with the pressure zone (24, 25, 40, 60). According to the invention, the second component (14, 16, 18, 20, 22) comprises at least one fluid guiding protrusion (64) protruding into the heat transfer chamber (27, 36, 43, 51, 55, 62) and/or a fluid guiding recess (26, 49) open toward the first component (13, 15, 17, 19, 21), wherein the fluid guiding recess (26, 49) forms at least one portion of the heat exchange chamber (27, 36, 43, 51, 62) and/or the fluid guiding protrusion (64) and/or the fluid guiding recess (24, 49) form or forms a flow contour surface (65) of the second component (14, 16, 18, 20, 22) in particular adapted to the curve of the heat transfer surface (34, 41, 61). The invention further relates to a die casting device (1).

Inventors:
HUBER, Ignaz (Forstweg 15, Train - St. Johann, 93358, DE)
WUNDER, Johannes (Riemerlingerstrasse 5b, Hohenbrunn, 85662, DE)
GÜNZEL, Michael (Goethestrasse 19 R, Olching, 82140, DE)
NISSLÉ, Sebastien (Bahnhofstrasse 16a, Eching, 85386, DE)
Application Number:
EP2011/057123
Publication Date:
November 24, 2011
Filing Date:
May 04, 2011
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
GEORG FISCHER VERWALTUNGS-GMBH (Zeppelinstrasse 22, Garching, 85748, DE)
HUBER, Ignaz (Forstweg 15, Train - St. Johann, 93358, DE)
WUNDER, Johannes (Riemerlingerstrasse 5b, Hohenbrunn, 85662, DE)
GÜNZEL, Michael (Goethestrasse 19 R, Olching, 82140, DE)
NISSLÉ, Sebastien (Bahnhofstrasse 16a, Eching, 85386, DE)
International Classes:
B22D17/22
Attorney, Agent or Firm:
DE COLLE, Piergiacomo (Georg Fischer AG, Amsler-Laffon-Strasse 9, Schaffhausen, CH-8201, CH)
Download PDF:
Claims:
Ansprüche

1. Druckgussformteil (8,9,10,11 ,12) einer Druckgussform (5,6,7), mit mindestens einem eine Druckzone (24,25,40,60) aufweisenden ersten Bauteil (13,15,17,19,21), mindestens einem zweiten Bauteil (14,16,18,20,22) und mindestens einer von den Bauteilen (13,14, 15,16,17,18,19,20,21 ,22) gebildeten, von einem Fluid durchströmbaren Wärmetauschkammer (27,36,43,51 ,55,62) zur Temperierung der Druckzone (24,25,40,60), wobei das erste Bauteil (13,15,17,19,21) eine mindestens einer Wandung der Wärme- tauschkammer (27,36,43,51 ,55,62) angehörende, der Druckzone (24,25,40,60) thermisch zugeordnete Wärmeübertragungsfläche (34,41 ,61) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass a) das zweite Bauteil (14,16,18,20,22) mindestens einen in die Wärmetauschkammer (27,36,43,51 ,55,62) hineinragenden Fluidleitvorsprung (64) und/oder b) eine zum ersten Bauteil (13,15,17,19,21) hin offen ausgebildete Fluidleitvertiefung (26,49) aufweist, wobei c) die Fluidleitvertiefung (26,49) mindestens einen Anteil der Wärmetauschkammer (27,36,43,51 ,62) bildet und/oder d) der Fluidleitvorsprung (64) und/oder die Fluidleitvertiefung (26,49) eine, insbesondere an den Verlauf der Wärmeübertragungsfläche (34,41 ,61) angepasste Strömungskonturfläche (65) des zweiten Bauteils (14,16,18,20,22) bilden/bildet.

2. Druckgussformteil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidleitvertiefung (26,49) zumindest größtenteils, insbesondere komplett, die Wärmetauschkammer (27,36,43,51 ,55,62) bildet. 3. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidleitvertiefung (26,49) wannenartig in dem zweiten Bauteil (14,16,18,20,22) ausgebildet ist.

4. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bauteil (13,15,17,19,21) deckelartig oder eben ausgebildet ist.

5. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vertiefung (35,50,75,76) des ersten Bauteils (13,15,17,19,21) die Wärmetauschkammer (27,36,43,51 ,55,62) zumindest bereichsweise ausbildet. 6. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskonturfläche (65) zumindest einen von dem Fluidleltvorsprung (64) und/oder der Fluidleitvertiefung (26,49) mitausgebildeten konvexen und/oder konkaven Bereich (66) aufweist. 7. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur der Wärmeübertragungsfläche (34,41 ,61) zumindest bereichsweise an eine, insbesondere dreidimensionale Kontur der Druckzone (24,25,40,60) angenähert ist oder ihr entspricht.

8. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskonturfläche (25) derart zu der Wärmeübertragungsfläche (34,41 ,61) verläuft, dass über den in der Wärmetauschkammer (27,36,43,51 ,55,62) lie- genden Strömungsweg des Fluids zumindest zonal ein annähernd gleichbleibend großer Strömungsquerschnitt für das Fluid vorliegt.

9. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmetauschkammer (27,36,43,51 ,55,62) mit mindestens einem, insbesondere als Fluid- leitung ausgebildeten, Fluidanschluss (32,33,37,47,48,52,53,67,68) fluidverbunden ist.

10. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidleitung zumindest bereichsweise in dem ersten Bauteil (13, 5,17,19,21) und/oder dem zweiten Bauteil (14,16,18,20,22) vorgesehen ist.

11. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bauteil (13,15,17,19,21) oder das zweite Bauteil (14,16,18,20,22) eine Aufnahme (29,42,85) aufweist, in welche das zweite Bauteil (14,16,18,20,22) oder das erste Bauteil (13,15,17,19,21) zumindest bereichsweise, insbesondere vollständig, einsetzbar ist.

12. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckzone (24,25,40,60) des ersten Bauteils (13,15,17,19,21) zumindest einen Teil einer Gießform (23) für ein Druckgussbauteil, eines Angussbereichs (38) und/oder eines Gießeinlasses (59) begrenzt.

13. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Druckbereich (69,70) des zweiten Bauteils (14,16,18,20,22) die Gießform (23), den Angussbereich (38) und/oder den Gießeinlass (59) mitbegrenzt. 14. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmetauschkammer (27,36,43,51 ,55,62) in ihrer Form an den Verlauf von mindestens einem der Gießform (23), dem Angussbereich (38) und/oder dem Gießeinlass (59) zugeordneten Strömungskanal (39) angepasst ist. 15. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bauteil (13,15,17,19,21) mit dem zweiten Bauteil (14,16,18,20,22), insbesondere mittels einer Schraubverbindung (71) lösbar verbunden ist.

16. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite

Bauteil (13,14,15,16,17,18,19,20,21 ,22) mindestens eine Sensoraufnahme (73) für einen Temperatursensor aufweisen.

17. Druckgussformteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten Bauteil (13,15,17,19,21) und dem zweiten Bauteil (14,16,18,20,22) eine die Wärmetauschkammer (27,36,43,51 ,55,62) abdichtende Dichtung (74) vorgesehen ist.

18. Druckgusseinrichtung (1), mit mindestens einem Druckgussformteil (8,9,10, 1 ,12), insbesondere gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Druckgussformteil (8,9,10,11 ,12) Teil einer Druckgussform (5,6,7) ist und über mindes- tens ein eine Druckzone (24,25,40,60) aufweisendes erstes Bauteil (13,15,17,19,21), mindestens ein zweites Bauteil (14,16,18,20,22) und mindestens eine von den Bauteilen (13,14,15,16,17,18,19,20, 21 ,22) gebildete, von einem Fluid durchströmbare Wärmetausch- kammer (27,36,43,51 ,62) zur Temperierung der Druckzone (24,25,40,60) verfügt, wobei das erste Bauteil (13,15,17,19,21) eine mindestens einer Wandung der Wärmetauschkammer (27,36,43,51 ,62) angehörende, der Druckzone (24,25,40,60) thermisch zugeordnete Wärmeübertragungsfläche (34,41 ,61) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass a) das zweite Bauteil (14,16,18,20,22) mindestens einen in die Wärmetauschkammer (27,36,43,51 ,55,62) hineinragenden Fluidleitvorsprung (64) und/oder b) eine zum ersten Bauteil (13,15,17,19,21) hin offen ausgebil- dete Fluidleitvertiefung (26,49) aufweist, wobei c) die Fluidleitvertiefung (26,49) mindestens einen Anteil der Wärmetauschkammer (27,36,43,51 ,62) bildet und/oder d) der Fluidleitvorsprung (64) und/oder die Fluidleitvertiefung (26,49) eine, insbesondere an den Verlauf der Wärmeübertragungsfläche (34,41,61) angepasste Strömungskonturfläche (65) des zweiten Bauteils (14,16,18,20,22) bilden/bildet.

19. Druckgusseinrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils mindestens eine Druckgussform (8,9,10,11 ,12) eine Gießformeinheit (2), eine Angusseinheit (3) und/oder eine Gießeinlasseinheit (4) der Druckgusseinrichtung (1) ausbilden, wobei die Gießformeinheit (2) eine Gießform (23), die Angusseinheit (3) einen Angussbereich (38) und die Gießeinlasseinheit (4) einen Gießeiniass (59) aufweisen. 20. Druckgusseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gießform (23), der Angussbereich (38) und/oder der Gießeiniass (59) zum Durchströmen mit einem Gießmaterial miteinander fluidverbunden sind.

21. Druckgusseinrichtung nach einem der vorhergehenden An- sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmetauschkammern (27,36,43,51 ,55,62) der Gießformeinheit (2), der Angusseinheit (3) und/oder der Gießeinlasseinheit (4), insbesondere über mindestens einen Durchlass oder mindestens eine Leitung, zum Durchströmen mit dem Fluid miteinander fluidverbunden sind. 22. Druckgusseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmetauschkammern (27,36,43,51 ,55,62) der Gießformeinheit (2), der Angusseinheit (3) und/oder der Gießeiniasseinheit (4) mit mindestens einem gemeinsamen Fluidanschluss verbunden sind.

Description:
Druckgussformteil einer Druckgussform sowie entsprechende

Druckgusseinrichtung

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Druckgussformteil einer Druckgussform, mit mindestens einem eine Druckzone aufweisenden ersten Bauteil, mindestens einem zweiten Bauteil und mindestens einer von den Bauteilen gebildeten, von einem Fluid durchströmbaren Wärmetauschkammer zur Temperierung der Druckzone, wobei das erste Bauteil eine mindestens einer Wandung der Wärmetauschkammer angehörende, der Druckzone thermisch zugeordnete Wärmeübertragungsfläche aufweist. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Druck- gusseinrichtung.

Derartige Druckgussformen werden beispielsweise für Druckgusseinrichtungen zum Druckgießen verwendet. Das Druckgießen wird bevorzugt zum Gießen von Metall, insbesondere Nichteisenmetallen oder Sonderwerkstoffen eingesetzt. Beim Druckgießen wird das ge- schmolzene Gießmaterial, die Schmelze, unter hohem Druck mit relativ großer Geschwindigkeit in eine Gießform - auch als Formeinsatz bezeichnet - gedrückt. Dabei werden Fließgeschwindigkeiten der Schmelze von 20 bis 160 m/s und kurze Schusszeiten zum Einbringen von 10 bis 100 ms erreicht. Die Gießform beziehungsweise Druckgussform besteht dabei beispielsweise aus Metall, bevorzugt aus einem Warmarbeitsstahl. Für das Druckgießen können das Warmkammer-Verfahren und das Kaltkammer-Verfahren unterschieden werden. Bei ersterem bilden die Druckgusseinrichtung und ein Warmhalteofen für die Schmelze eine Einheit. Das Gießaggre- gat, welches die Schmelze der Gießform zuführt, befindet sich in der Schmelze; bei jedem Gießvorgang wird ein bestimmtes Volumen der Schmelze in die Gießform gedrückt. Bei dem Kaltkammer-Verfahren sind dagegen die Druckgusseinrichtung und der Warmhaiteofen für die Schmelze getrennt angeordnet. Nur die für den jeweiligen Ab- guss erforderliche Menge wird in eine Gießkammer dosiert und von dort aus in die Gießform eingebracht. Die Druckgussform besteht aus mindestens einem Druckgussformteil, welches das erste und das zweite Bauteil aufweist. Dabei verfügt das erste Bauteil über eine Ausnehmung, welche die Wärmetauschkammer darstellt. Die Ausnehmung beziehungsweise die Wärmetauschkammer wird mitteis des zweiten Bauteils, welches platten- förmig ausgebildet ist, verschlossen, um so ein zur Kühlung des Druckgussformteiis verwendetes Fluid in der Wärmetauschkammer zu halten. Das Fluid kann demnach lediglich über einen Einlass beziehungsweise ein Einlassventil in die Wärmetauschkammer ein- und durch einen Auslass beziehungsweise ein Auslassventil aus der Wärmetauschkammer ausgebracht werden.

Das erste Bauteil weist die Druckzone auf, welche von der Schmelze beim Durchführen des Gießvorgangs mit Druck beaufschlagt wird. Die Druckzone ist dabei Teil einer Wandung der Wärmetauschkammer. Vorzugsweise derselben Wandung gehört die Wärmeübertra- gungsfläche an, welche der Druckzone thermisch zugeordnet ist. Das bedeutet, dass Wärme zwischen der Druckzone und der Wärmeübertragungsfläche übertragbar ist und folglich die Druckzone der Wärmeübertragungsfläche wärmeübertragend zugeordnet ist. Das zweite Bauteil ist vorzugsweise der Druckzone abgewandt liegend vorgesehen.

Ein ähnlicher Aufbau ist beispielsweise aus der DE 35 02 895 A1 bekannt. Bei der in der DE 35 02 895 A1 beschriebenen Druckguss- form tritt jedoch das Problem auf, dass eine zuverlässige und gleichmäßige Temperierung der Druckzone nicht realisierbar ist. Aus diesem Grund muss eine Kühlung des Druckgussformteils so dimensioniert sein, dass eine zuverlässige Kühlung gegeben ist und gleichzeitig das Auskühlen eines herzustellenden Druckgussbauteiis nicht durch zu schnelles und/oder zu ungleichmäßiges Abkühlen beeinträchtigt wird. Aus den Randbedingungen der ausreichenden Kühlung des Druckgussformteils und dem möglichst gleichmäßigen Abkühlen des Druckgussbauteils ergeben sich vergleichsweise nied- rige Taktzeiten bei der Herstellung des Druckgussbauteiis, um auf diese Weise eine gute Haltbarkeit des Druckbaugussteils zu erzielen. Das bedeutet jedoch, dass pro Zeiteinheit lediglich eine vergleichsweise niedrige Anzahl an Druckgussbauteilen herstellbar ist.

Es ist demgegenüber die Aufgabe der Erfindung, ein Druckgussform- teii vorzustellen, welches die eingangs genannten Nachteile nicht aufweist, sondern gleichzeitig eine gute Auskühlungscharakteristik und einen hohen Durchsatz {Druckgussbauteile pro Zeiteinheit) ermöglicht.

Dies wird erfindungsgemäß mit einem Druckgussformteil mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Dabei ist vorgesehen, dass das zweite Bauteil mindestens einen in die Wärmetauschkammer hineinragenden Fluidleitvorsprung und/oder eine zum ersten Bauteil hin offen ausgebildete Fluidleitvertiefung aufweist, wobei die Fluid- leitvertiefung mindestens einen Anteil der Wärmetauschkammer bil- det und/oder der Fluidleitvorsprung und/oder die Fluidleitvertiefung eine, insbesondere an den Verlauf der Wärmeübertragungsfläche angepasste Strömungskonturfläche des zweiten Bauteils bilden/bildet. Zunächst soll also das zweite Bauteil den Fluidleit- vorsprung beziehungsweise die Fluidleitvertiefung aufweisen. Sowohl der Fluidleitvorsprung als auch die Fluidleitvertiefung weisen in Richtung des ersten Bauteils. Dies bedeutet, dass der Fluidleitvorsprung in die Wärmetauschkammer hineinragt und die Fluidleit- Vertiefung zum ersten Bauteil hin offen ausgebildet ist. Dabei soll die Fluidleitvertiefung mindestens einen Anteil der Wärmetauschkammer bilden, sodass die Fluidleitvertiefung von dem Fluid durchströmbar ist, welches zur Temperierung der Druckzone beziehungsweise der Wärmeübertragungsfläche verwendet wird. Durch das Einbringen des auf eine bestimmte Temperatur eingestellten Fluids in die Wärmetauschkammer, kann die Temperatur der Druckzone zumindest näherungsweise steuernd und/oder regelnd eingestellt werden. Zu diesem Zweck kann an beziehungsweise in dem Druckgussformteil mindestens ein Temperatursensor vorgese- hen sein, mit welchem die Temperatur der Druckzone zumindest näherungsweise bestimmbar ist. Aufgrund dieser bestimmten Temperatur kann anschließend die Temperatur und/oder der Durchsatz (Volumen beziehungsweise Masse pro Zeiteinheit) des Fluids gewählt beziehungsweise eingestellt werden. Das Fluid durchströmt die Wärmetauschkammer und überströmt dabei die Wärmeübertragungsfläche. Weil diese thermisch beziehungsweise wärmeübertragend der Druckzone zugeordnet ist, erfolgt auf diese Weise eine Temperierung der Druckzone.

Üblicherweise ist die Temperatur des Fluids dabei deutlich kleiner als die Temperatur der Druckzone beziehungsweise des Druckgussformteils, sodass das herzustellende DruckgussbauteÜ möglichst schnell abkühlt und der Druckgusseinrichtung entnommen werden kann. Im Unterschied zu aus dem Stand der Technik bekannten Druckgussformteilen ist hier demnach die Wärmetauschkammer zumindest teilweise in dem zweiten Bauteil ausgebildet, was ein zuverlässigeres Beaufschlagen der Wärmeübertragungsfläche mit dem Fluid und folglich eine bessere Abkühlcharakteristik beziehungswei- se ein schnelleres Abkühlen des Druckgussformteils ermöglicht.

Alternativ oder zusätzlich bilden der Fluidleitvorsprung und/oder die Fiuidleitvertiefung die Strömungskonturfläche. Diese ist an dem zweiten Bauteil vorgesehen. Unter Strömungskonturfläche ist dabei eine nicht-ebene Oberfiächenkontur zu verstehen. Mit der so vorliegen- den Konturierung des zweiten Bauteils kann die Anströmung der Wärmeübertragungsfläche mit dem Fluid verbessert werden beziehungsweise gezielt Bereiche der Wärmeübertragungsfläche mit Fluid beaufschlagt werden. Auch auf diese Weise ist die bessere Abkühlcharakteristik beziehungsweise das schnellere Abkühlen erzielbar. Bevorzugt soll dabei die Strömungskonturfläche an den Verlauf der Wärmeübertragungsfläche angepasst sein. Beispielsweise können die Strömungskonturftäche und die Wärmeübertragungsfläche zumindest bereichsweise parallel zueinander verlaufen. Auf diese Weise wird das Fluid derart geführt, dass Bereiche der Wärmeübertra- gungsfläche gezielt mit dem Fluid beaufschlagbar sind.

Beispielsweise ist dies für Bereiche der Wärmeübertragungsfläche vorgesehen, welche mit thermisch besonders hochbeiasteten Bereichen der Druckzone korrespondieren. Alternativ können auch lediglich die Wärmeübertragungsfiäche oder die Wärmeübertragungsflä- che und das zweite Bauteil eine derartige Konturierung aufweisen. Vorzugsweise sind die Wärmeübertragungsfläche und/oder das zweite Bauteil derart konturiert, dass ein möglichst gleichmäßiges Abkühlen des herzustellenden Druckgussbauteils erzielt wird. Auf diese Weise werden Spannungen in dem Material des Druckgussbauteils vermieden und so eine hohe Stabilität erreicht.

Es soll an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt sein, dass das Druckgussformteil sowohl für das Warmkammer-Verfahren als auch für das Kaltkammer-Verfahren und für beliebige Materialzusammensetzungen der Schmelze einsetzbar ist.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Fluidleitvertie- fung zumindest größtenteils, insbesondere komplett, die Wärmetauschkammer bildet. Es kann demnach vorgesehen sein, dass ne- ben der Fluid leitvertief ung eine weitere Vertiefung vorhanden ist, beispielsweise in dem ersten Bauteil, welches die Wärmetauschkammer gemeinsam mit der Fluid leitvertief ung ausbildet. Dabei soll jedoch das Volumen der Fluidleitvertiefung größer sein als das Volumen der weiteren Vertiefung. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Wärmetauschkammer ausschließlich von der Fluidleitvertiefung gebildet ist, also keine weitere Vertiefung vorgesehen ist.

Eine bevorzugte Weiterbildung sieht vor, dass die Fluidleitvertiefung wannenartig in dem zweiten Bauteil ausgebildet ist. Die Fluidleitvertiefung ist demnach eine Vertiefung, welche derart von dem zweiten Bauteil eingeschlossen ist, dass lediglich eine Öffnung derart vorgesehen ist, sodass die Fluidleitvertiefung zum ersten Bauteil hin offen vorliegt. Insbesondere soll die Fluidleitvertiefung zumindest seitlich von dem zweiten Bauteil begrenzt sein. Bei einer solchen Ausführungsform kann beispielsweise ein mit dem zweiten Bauteil verbun- denes oder verbindbares - beispielsweise mittels einer Schraubverbindung - drittes Bauteil den Boden der Fluidleitvertiefung bilden. Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das erste Bauteil deckeiartig oder eben ausgebildet ist. Unter deckeiartig ist dabei eine Ausführung des ersten Bauteils zu verstehen, bei welcher dieses - im Querschnitt gesehen - in seinen Randbereichen dem zweiten Bauteil weiter entgegentritt als in einem zentralen Bereich. Dies kann beispielsweise durch eine Wölbung des ersten Bauteils oder durch ein Vorsehen eines Randstegs realisiert sein. Alternativ kann das erste Bauteil jedoch auch eben ausgebildet sein, wobei es im Querschnitt gesehen einen planen Verlauf aufweist, ein Abstand zu dem zweiten Bauteil also im Wesentlichen gleichbleibend ist.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Vertiefung des ersten Bauteils die Wärmetauschkammer zumindest bereichsweise mit ausbildet. Eine solche Ausführungsform wurde bereits vorstehend angedeutet. Die Wärmetauschkammer kann voil- ständig von der Vertiefung des ersten Bauteils gebildet sein, wobei in diesem Fall der Fiuidleitvorsprung des zweiten Bauteils in die Vertiefung hineinragt. Alternativ können sowohl die Vertiefung des ersten Bauteils als auch die Fluidleitvertiefung des zweiten Bauteils vorgesehen sein und die Wärmetauschkammer gemeinsam bilden. Bevor- zugt ist dabei das Volumen der Fluidleitvertiefung größer als das der Vertiefung.

Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die Strömungskonturfläche zumindest einen von dem Fiuidleitvorsprung und/oder der Fluidleitvertiefung mit ausgebildeten konvexen und/oder konkaven Be- reich aufweist. Die Strömungskonturfläche kann prinzipiell beliebig geformt sein. Bevorzugt weist sie dabei jedoch konvex beziehungsweise konkav ausgebildete Bereiche auf, in weichen die Strömungskonturfläche stetig verläuft, also keine Sprünge beziehungsweise Absätze aufweist. Sind mehrere konvexe und/oder konkave Bereiche vorgesehen, so verläuft der Übergang zwischen diesen vorzugsweise ebenfalls stetig. Durch die stetige Strömungskonturfläche kann die Wärmetauschkammer strömungsgünstig ausgeführt sein, also dem sie durchströmenden Fluid einen vergleichsweise geringen Strömungswiderstand entgegensetzen. Weiterhin wird das Auftreten von Wirbeln und/oder Rückströmungen vermindert, sodass ein zuverlässiges Überströmen der Wärmeübertragungsfläche mit dem Fluid gegeben ist. Die konvexen beziehungsweise konkaven Bereiche können dabei von dem Fluidleitvorsprung und/oder der Fluidleitvertiefung zumindest mit ausgebildet sein. Das bedeutet demnach, dass der Fluidleitvorsprung beziehungsweise die Fluidleitvertiefung zumindest bereichsweise eine konvex und/oder konkav verlaufende Oberfläche aufweisen. Der Fluidleitvorsprung beziehungsweise die Fluidleitvertiefung können auch als so genannte Turbulatoren verwendet werden, um auf diese Weise den Wärmeübergang von der Wärmeübertragungsfläche auf das Fluid zu erhöhen.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Kontur der Wärmeübertragungsfläche zumindest bereichsweise an eine, insbesondere dreidimensionale Kontur der Druckzone angenähert ist oder ihr entspricht. Dies kann beispielsweise durch eine gleichmäßige Wandstärke der Wandung erreicht werden, welcher sowohl die Druckzone als auch die Wärmeübertragungsfläche auf jeweils gege- nüberliegenden Seiten zugeordnet sind. Alternativ kann über eine entsprechende Wahl der Wandstärke jedoch auch eine gewünschte Wärmeleitrate in dieser erzielt werden beziehungsweise für bestimmte Bereiche gezielt eingestellt werden. Beispielsweise kann es vor- gesehen sein, dass die Wandstärke der Wandung in Strömungsrichtung des Fluids abnimmt, da sich das Fluid bei dem Durchströmen aufwärmt und somit seine Kühlwirkung auf die Wärmeübertragungsfläche beziehungsweise die Druckzone abnimmt. Um dies auszugiei- chen, kann es notwendig sein, die Wärmeleitfähigkeit der Wandung zu erhöhen, was üblicherweise durch eine geringere Wandstärke erzielbar ist.

In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Strömungskonturfläche derart zu der Wärmeübertragungsfläche verläuft, dass über den in der Wärmetauschkammer liegenden Strömungsweg des Fluids zumindest zonal ein annähernd gleichbleibend großer Strömungsquerschnitt für das Fluid vorliegt. Demnach verläuft die Strömungskonturfläche zumindest bereichsweise weitgehend parallel zu der Wärmeübertragungsfläche. So wird der gleichblei- bend große Strömungsquerschnitt für das Fluid erzielt. Eine solche Ausgestaltung hat den Vorteil, dass das Auftreten von Wirbeln und/oder Rückströmungen vermindert wird, welche bevorzugt in Bereichen auftreten, in welchen sich der Strömungsquerschnitt für das Fluid zu stark beziehungsweise zu schnell verändert. Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Wärmetauschkammer mit mindestens einem, insbesondere als Fluidleitung ausgebildeten Fluidanschluss fluidverbunden ist. Um der Wärmetauschkammer Fluid zuzuführen und/oder aus dieser abzuführen, ist der Fluidanschluss vorgesehen, mit welchem die Wärmetauschkammer fluidverbunden ist. Bevorzugt sind der Wärmetauschkammer zwei Fluidanschlüsse zugeordnet, wobei das Fluid der Wärmetauschkammer durch einen der Fluidanschlüsse zuführbar und durch den anderen aus der Wärmetauschkammer abführbar ist. Die Flui- danschlüsse können dabei zumindest bereichsweise als - beispielsweise rohrleitungsähnüch ausgebildete - Fluidleitung ausgebildet sein.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Flu- idieitung zumindest bereichsweise in dem ersten Bauteil und/oder dem zweiten Bauteil vorgesehen ist. Die Fluidleitung verläuft demnach teilweise durch das erste und/oder zweite Bauteil. Beispielsweise ist die Fluidleitung als Bohrung vorgesehen und bildet demnach eine Fluidzuführbohrung oder eine Fluidabführbohrung. Mün- den mehrere Fluidanschlüsse beziehungsweise Fluidleitungen in die Wärmetauschkammer ein, so sind sie bevorzugt deutlich voneinander beabstandet angeordnet, insbesondere wenn der Wärmetauschkammer mittels des einen Fluidanschlusses Fluid zugeführt und mittels des anderen Fluidanschlusses Fluid entnommen wird. Bevorzugt wird in diesem Fall eine Anordnung der Mündungen der Fluidanschlüsse beziehungsweise Fluidleitungen der Wärmetauschkammer an - in Strömungsrichtung gesehen - gegenüberliegenden Seiten derselben.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das erste Bauteil oder das zweite Bauteil eine Aufnahme aufweist, in welche das zweite oder das erste Bauteil zumindest bereichsweise, insbesondere vollständig, einsetzbar ist. Nach dem Einsetzen des ersten beziehungsweise des zweiten Bauteils in die Aufnahme ist dieses vorzugsweise derart von dem jeweils anderen Bauteil umgriffen, dass es zumindest in lateraler Richtung festgesetzt ist, also kein Verrutschen des einen Bauteils gegenüber dem anderen Bauteil in diese Richtung möglich ist. Zum Abstützen des einen Bauteils in vertikaler Richtung kann an dem anderen Bauteil eine Auflagefläche im Be- reich der Aufnahme vorgesehen sein. Diese Aufiagefiäche ist bevorzugt als Auflagesteg ausgebildet, welcher in einem Außenbereich der Aufnahme um weitere Bereiche der Ausnahme herum verläuft. Die Auflagefläche kann dabei zur Erzielung einer Dichtwirkung zwi- sehen dem einen und dem anderen Bauteil mit einer Gegenfläche des einen Bauteils zusammenwirken.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Druckzone des ersten Bauteils zumindest einen Teil einer Gießform für ein Druckgussbauteil, eines Angussbereichs und/oder eines Gießeinlasses begrenzt. Die Gießform ist zur Ausbildung des Druckgussbauteils vorgesehen. In sie wird also während des Gießvorgangs die Schmelze eingebracht und anschließend das Druckguss- bauteii aus ihr entnommen. Die Druckgießform bildet dazu im Wesentlichen zumindest einen Bereich des Druckgussbauteiis als Nega- tiv nach. Die Druckzone ist nun dazu vorgesehen, die Gießform zumindest bereichsweise zu begrenzen. Die Druckzone wird demnach beim Durchführen des Gießvorgangs unmittelbar mit der Schmelze beaufschlagt und ist daher sowohl hohen Temperaturen als auch starken Temperaturwechseln ausgesetzt. Alternativ oder zusätzlich kann es selbstverständlich auch vorgesehen sein, dass die Druckzone des ersten Bauteils den Angussbereich oder den Gießeinlass begrenzt. Letzterer wird häufig auch als Gießstempel oder als Gegenstempel bezeichnet.

Eine bevorzugte Weiterbildung sieht vor, dass ein Druckbereich des zweiten Bauteils die Gießform, den Angussbereich und/oder den Gießeinlass mitbegrenzt. Neben der Druckzone des ersten Bauteils ist also auch der Druckbereich des zweiten Bauteils angrenzend an die Gießform vorgesehen, sodass die Druckzone und der Druckbe- reich die Gießform zumindest bereichsweise gemeinsam begrenzen. Es kann also vorgesehen sein, dass sowohl das erste Bauteil ais auch das zweite Bauteil während des Gießvorgangs mit der Schmelze beaufschlagt werden. Aiternativ oder zusätzlich kann es ebenso vorgesehen sein, dass der Druckbereich des zweiten Bauteils den Angussbereich oder den Gäeßeinlass begrenzt.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Wärmetauschkammer in ährer Form an den Verlauf von mindestens einem der Gießform, dem Angussbereich und/oder dem Gießeinlass zugeordneten Strömungskanal angepasst ist. Damit äst die Form insbesondere an die Umfangskontur der Druckzone angepasst, in welcher eine besonders gute beziehungsweise gleichmäßige Kühlung erreicht werden soll. Die Wärmetauschkammer kann beispielsweise mindestens eine Ausbuchtung im Bereich der Wärmeübertragungs- fläche aufweisen, der dem Strömungskanal beziehungsweise dem entsprechenden Bereich der Gießform, des Angussbereichs und/oder des Gießeinlasses thermisch zugeordnet ist. Dies gilt insbesondere in Draufsicht, sodass aus dieser Perspektive beispielsweise ein küstenähnlicher Verlauf mit der mindestens einen Aus- buchtung beziehungsweise Einbuchtung vorliegen kann. Auf diese Weise kann auch im Bereich des Strömungskanals eine hervorragende Kühlwirkung beziehungsweise Kühlcharakteristik erreicht werden.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das erste Bauteil mit dem zweiten Bauteil, insbesondere mittels einer Schraubverbindung, lösbar verbunden ist. Es ist vorgesehen, dass das erste Bauteil getrennt von dem zweiten Bauteil ausgebildet wird. Anschließend werden die mindestens zwei Bauteile zu dem Druckgussformteil zu- sammengesetzt und dabei lösbar miteinander verbunden, wobei die Wärmetauschkammer ausgebildet wird. Die lösbare Verbindung kann prinzipieli beliebig hergestellt sein. Bevorzugt ist jedoch eine Schraubverbindung mit wenigstens einer Schraube oder einem Ge- windebolzen.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das erste und/oder das zweite Bauteil mindestens eine Sensoraufnahme für einen Temperatursensor aufweisen. Der Temperatursensor dient dazu, die Temperatur des ersten beziehungsweise des zweiten Bau- teils zumindest näherungsweise zu bestimmen. Anhand der bestimmten Temperatur kann eine Temperierung des Fluids beziehungsweise ein Einstellen eines Fiuiddurchsatzes steuernd und/oder regelnd vorgenommen werden. Bevorzugt ist die Sensoraufnahme derart angeordnet, dass der Temperatursensor zumindest nähe- rungsweise die Temperatur der Druckzone beziehungsweise des Druckbereichs des ersten beziehungsweise des zweiten Bauteils erfassen kann.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht zwischen dem ersten und dem zweiten Bauteil eine die Wärmetauschkammer abdichtende Dichtung vor. Um ein unvorgesehenes Austreten des Fluids aus der Wärmetauschkammer zu verhindern, ist dieser die Dichtung zugeordnet. Die Dichtung kann dabei beispielsweise als O-Ring ausgelegt sein und die Wärmetauschkammer in Umfangsrichtung im Wesentlichen umgreifen. Ein Austausch des in der Wärmetauschkammer befindlichen Fluids ist selbstredend weiterhin mittels des Flui- danschiusses beziehungsweise der Fiuidleitung möglich. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Druckgusseinrichtung, mit mindestens einem Druckgussformteil, insbesondere gemäß den vorstehenden Ausführungen, wobei das Druckgussformteil Teil einer Druckgussform ist und über mindestens ein eine Druckzone aufwei- sendes erstes Bauteil, mindestens ein zweites Bauteil und mindestens eine von den Bauteilen gebildete, von einem Fluid durchströmbare Wärmetauschkammer zur Temperierung der Druckzone verfügt, wobei das erste Bauteil eine mindestens einer Wandung der Wärmetauschkammer angehörende, der Druckzone thermisch zu- geordnete Wärtneübertragungsfläche aufweist. Dabei ist vorgesehen, dass das zweite Bauteil mindestens einen in die Wärmetauschkammer hineinragenden Fluidleitvorsprung und/oder eine zum ersten Bauteil hin offen ausgebildete Fluidleitvertiefung aufweist, wobei die Fluidleitvertiefung mindestens einen Anteil der Wärmetauschkammer bildet und/oder der Fluidleitvorsprung und/oder die Fluidleitvertiefung eine, insbesondere an den Verlauf der Wärmeübertragungsfläche angepasste Strömungskonturfläche des zweiten Bauteils bilden/bildet. Die Druckgusseinrichtung ist beispielsweise eine Druckgussmaschine und ist demnach zur Herstellung von Druckgussbau- teilen ausgebildet. Sie verfügt neben weiteren, allgemein bekannten Elementen über mindestens ein Druckgussformteil, welches gemäß den vorstehenden Ausführungen aus- beziehungsweise weitergebildet ist.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass jeweils mindestens eine Druckgussform eine Gießformeinheit, eine Angusseinheit und/oder eine Gießeinlasseinheit der Druckgusseinrichtung ausbilden, wobei die Gießformeinheit eine Gießform, die Angusseinheit einen Angussbereich und die Gießeinlasseinheit einen Gießein- lass aufweisen. Dabei sind die Gießform, der Angussbereich und der Gießeiniass jeweils zumindest bereichsweise von den Druckzonen der ersten Bauteile des Druckgussformteils der Druckgussform begrenzt. In der Gießformeinheit ist die Gießform vorgesehen, in weiche die Schmelze eingebracht und aus weicher anschließend das Druckgussbauteil entnommen werden kann. Das Zuführen der Schmelze erfolgt über die Angusseinheit und/oder die Gießeinlasseinheit. Üblicherweise bestehen die Gießformeinheit und die Angusseinheit aus mindestens zwei Druckgussformteiien, während die Gießeinlasseinheit lediglich mindestens ein Druckgussformteil auf- weist.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Gießform, der Angussbereich und/oder Gießeiniass zum Durchströmen mit einem Gießmaterial miteinander fiuidverbunden sind. Das flüssige beziehungsweise geschmolzene Gießmaterial wird auch als Schmelze bezeichnet. Wie bereits vorstehend festgehalten, erfolgt die Zufuhr des Gießmaterials zu der Gießform über den Angussbereich beziehungsweise den Gießeiniass. Demnach muss die Fiuidverbindung zwischen der Gießform, dem Angussbereich beziehungsweise dem Gießeiniass vorgesehen sein. Die Gießform, der Angussbereich und der Gießeiniass stellen folglich Gießbereiche dar, welche von der Schmelze beziehungsweise dem Gießmaterial durchströmbar sind.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Wärmetauschkammern der Gießformeinheit, der Angusseinheit und/oder der Gießeiniasseinheit, insbesondere über mindestens eä- nen Durchläse oder mindestens eine Leitung, zum Durchströmen mit dem Fluid miteinander fiuidverbunden sind. Sowohl die Gießformeinheit, die Angusseinheit, als auch die Gießeinlasseinheit können aus jeweils einer Druckgussform bestehen, welche ihrerseits mindes- tens zwei Druckgussformteile aufweist. Die Gießformeinheit, die Angusseinheit beziehungsweise die Gießeinlasseinheit weisen demnach jeweils eine Wärmetauschkammer auf. Diese Wärmetauschkammern sollen derart miteinander verbunden sein, dass sie ge- meinsam von dem Fluid durchströmbar sind.

Auf diese Weise kann es beispielsweise vorgesehen sein, dass die Wärmetauschkammer der Gießformeinheit einen Fluidzufuh- ranschluss zum Zuführen des Fluids und die Gießeinlasseinheit einen Ftuidaus!assanschluss zum Entnehmen des Fluids aus der Druckgusseinrichtung aufweisen. Das durch den Fluidzufüh- ranschluss zugeführte Fluid durchströmt demnach zunächst die Gießformeinheit, anschließend die Angusseinheit und nachfolgend die Gießeinlasseinheit und tritt dann durch den Fluidausias- sanschluss aus der Druckgusseinrichtung aus. Alternativ kann es selbstverständlich vorgesehen sein, dass die Wärmetauschkammern der Gießformeinheit, der Angusseinheit und/oder der Gießeinlasseinheit jeweils voneinander separate Fluidanschlüsse aufweisen.

Schließlich ist vorgesehen, dass die Wärmetauschkammern der Gießformeinheit, der Angusseinheit und/oder der Gießeinlasseinheit mit mindestens einem gemeinsamen Fluidanschluss verbunden sind. Auf diese Weise ist es, wie bereits vorstehend ausgeführt, möglich, das Fluid gleichzeitig sowohl der Gießformeinheit, der Angusseinheit und der Gießeinlasseinheit zuzuführen, ohne jeweils separate Fluidanschlüsse vorsehen zu müssen. Auf diese Weise kann der kon- struktive Aufwand für die Druckgusseinrichtung beziehungsweise das jeweilige Druckgussformteil verringert werden. Ebenso können Gießformeinheit, Angusseinheit und Gießeinlassein- heit einzeln geregelt bzw. angesteuert werden.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert, ohne dass eine Beschränkung der Erfindung erfoigt. Es zeigen:

Figur 1 eine Explosionsdarsteilung einer Druckgusseinrichtung mit einer Gießformeinheit, einer Angusseinheit und einer Gießetniasseinheit, wobei diese jeweils eine aus zwei Druckgussformteüen bestehende Druckgussform aufweisen,

Figur 2 eine seitliche Schnittdarsteliung der Druckgusseinrichtung,

Figur 3 eines der Druckgussformteiie der Gießformeinheit, wobei das Druckgussformteii ein erstes Bauteil und ein zweites Bauteil aufweist, in einer Ansicht, welche einen vertikalen Schnitt des Druckgussformteiis zeigt,

Figur 4 das erste Bauteil des aus Figur 3 bekannten Druckgussformteiis,

Figur 5 das zweite Bauteil des aus Figur 3 bekannten Druckgussformteiis,

Figur 6 eines der Druckgussformteiie der Angusseinheät, mit einem ersten und einem zweiten Bauteil, in einer Ansicht, welche einen vertikalen Schnitt des Druckgussformteiis zeigt, Figur 7 das erste Bauteil des aus Figur 6 bekannten Druckgussformteils, Figur 8 das zweite Bauteil des aus Figur 6 bekannten Druckgussformteils, Figur 9 das zweite Bauteil des Druckgussformteils in einer Ansicht, welche einen horizontalen Schnitt in einer Ebene zeigt, in welcher Fluidleitungen des zweiten Bauteils verlaufen,

Figur 10 ein Druckgussformteil der Gießeinlasseinheit, mit einem ersten und einem zweiten Bauteil,

Figur 11 das Druckgussformteif der Gießeinlasseinheit in einer

Schnittansicht, welche einen horizontalen Schnitt zeigt, Figur 12 eine Ansicht des ersten Bauteils des aus den Figuren

10 und 11 bekannten Druckgussformteils von unten, wobei eine in dem ersten Bauteil gebildete Wärmetauschkammer offenliegt,

Figur 13 das Druckgussformteil der Gießeinlasseinheit in einer

Ansicht von unten, wobei die Wärmetauschkammer des ersten Bauteils mittels des zweiten Bauteils verschlossen ist,

Figur 14 eine Ansicht der Druckgussformteile von Gießformeinheit, Angusseinheit und Gießeinlasseinheit, wobei für die Gießformeinheit und die Angusseinheit jeweils ie- diglich das zweite Bauteil des Druckgussformteils dargestellt ist, und

Figur 15 die aus Figur 14 bekannte Druckgusseinrichtung, wobei das erste Bauteil von der Gießformeinheit und der An- gusseinheit in das jeweils zugehörige zweite Bauteil eingesetzt sind und/oder umgekehrt.

Die Figur 1 zeigt eine Druckgusseinrichtung 1 , beispielsweise eine Druckgussmaschine beziehungsweise ein Teil einer solchen. Die Druckgusseinrichtung 1 dient der Herstellung eines oder mehrerer Druckgussbauteile (nicht dargestellt). Sie verfügt über eine Gießformeinheit 2, eine Angusseinheit 3 und eine Gießeinlasseinheit 4. Die Gießformeinheit 2 besteht aus einer ersten Druckgussform 5, die Angusseinheit 3 aus einer zweiten Druckgussform 6 und die Gießeinlasseinheit 4 aus einer dritten Druckgussform 7. Die erste Druck- gussform 5 setzt sich aus zwei Druckgussformteiien 8 und 9 und die zweite Druckgussform aus Druckgussformteiien 10 und 11 zusammen. Die dritte Druckgussform 7 besteht aus einem Druckgussformteil 12. Das Druckgussformteil 8 weist ein erstes Bauteil 13 und ein zweites Bauteil 14 auf. Analog dazu sind den Druckgussformteiien 9 bis 12 erste Bauteile 15, 17, 19 und 21 und zweite Bauteile 16, 18, 20 und 22 zugeordnet.

Im Folgenden soll zunächst auf die Druckgussformteiie 8 und 9 der Gießformeinheit 2 näher eingegangen werden. Die Gießformeinheit 2 weist eine Gießform 23 auf, welche zumindest bereichsweise zwi- sehen Druckzonen 24 und 25 der ersten Bauteile 13 und 15 vorliegt. Die Gießform 23 weist im Wesentlichen eine Form auf, welche ein Negativ eines herzustellenden Druckgussbauteils wiedergibt. Bei einem mit der Druckgusseinrichtung 1 durchgeführten Gießvorgang wird demnach Gießmateria! beziehungsweise Schmelze in die Gießform 23 zwischen die Druckzonen 24 und 25 eingebracht und nach einem Abkühlen und Erstarren der Schmelze das Druckgussbauteil aus der Gießform 23 entnommen. Zu diesem Zweck ist das Druckgussformteil 8 und/oder das Druckgussformteil 9 in vertikaler Richtung von dem jeweils anderen Druckgussformteil 9 oder 8 fortverla- gerbar. Zu diesem Zweck ist demnach eine entsprechende Verlagerungsvorrichtung vorgesehen. Grundsätzlich sind die Druckgussformteile 8 und 9 ähnlich aufgebaut, sodass zunächst lediglich auf das Druckgussformteil 8 eingegangen und lediglich auf die Unterschiede zu dem Druckgussformteil 9 hingewiesen wird. Das zweite Bauteil 14 des Druckgussformteils 8 weist eine Fluidleitvertiefung 26 auf, welche eine Wärmetausch- kammer 27 des Druckgussformteils 8 komplett ausbildet. Das erste Bauteil 13 ist aus diesem Grund eben beziehungsweise plattenför- mig ausgebildet und wird derart an dem zweiten Bauteil 14 angeordnet, dass es die Wärmetauschkammer 27 beziehungsweise die Fluidleitvertiefung 26 verschließt. Die Fluidleitvertiefung 26 ist dabei wannenartig in dem zweiten Bauteil 14 ausgebildet. Das bedeutet, dass das zweite Bauteil 14 die Fluidleitvertiefung 26 mit Ausnahme der dem ersten Bauteil 13 zugewandten Öffnung 28 verschließt.

Zur Aufnahme des ersten Bauteils 13 weist das zweite Bauteil 14 eine Aufnahme 29 auf, welche derart ausgebildet ist, dass das zwei- te Bauteil 14 das erste Bauteil 13 vollständig aufnehmen kann. Dabei liegt die Druckzone 24 des ersten Bauteils 13 im Wesentlichen auf einer Ebene mit Dichtflächen 30, welche mit korrespondierenden Dichtflächen (hier nicht dargestellt) des Druckgussformteils 9 zu- sammenwirken, um die Gießform 23 während des Gießvorgangs gegenüber einer Umgebung der Druckgusseinrichtung 1 abzudichten, in der Aufnahme 29 ist eine Auflagefläche 31 vorgesehen, welche als umlaufender Auflagesteg ausgebildet ist und einem Abstüt- zen des ersten Bauteils 13 in der Aufnahme 29 dient.

In die Wärmetauschkammer 27 münden zwei Fluideinlassanschlüs- se 32 und zwei Fluidauslassanschlüsse 33 ein, wobei von letzteren lediglich einer sichtbar dargestellt ist. Die Fluideinlassanschlüsse 32 und die Fluidauslassanschlüsse 33 durchgreifen als Fluideinlasslei- tungen beziehungsweise Fluidauslassleitungen die die Wärmetauschkammer 27 begrenzenden Wandungen, um eine Versorgung der Wärmetauschkammer 27 mit einem Fluid zu ermögiichen. Dabei kann das Fluid durch die Fluideinlassanschlüsse 32 der Wärmetauschkammer 27 zugeführt und durch die Fluidauslassanschlüsse 33 abgeführt werden. Die hier dargestellte Zuordnung ist rein beispielhaft zu verstehen. So können die Fluideinlassanschlüsse 32 und die Fluidauslassanschlüsse 33 jeweils vertauscht werden, sodass die Wärmetauschkammer 27 in unterschiedliche Richtungen von dem Fluid durchströmbar ist. Gegenüberliegend von der Druckzone 24 ist eine Wärmeübertragungsfläche 34 angeordnet, welche mit dem in der Wärmetauschkammer 27 vorliegenden Fluid überströmt ist. Die Wärmeübertragungsfläche 34 gehört dabei einer Wandung der Wärmetauschkammer 27 an, vorzugsweise derselben Wandung wie die Druckzone 24. Das dem Druckgussformteil 8 unmittelbar gegenüberliegend angeordnete Druckgussformteil 9 unterscheidet sich von ersterem im Wesentlichen darin, dass das erste Bauteil 15 hier eine Vertiefung 35 aufweist, welche eine Wärmetauschkammer 36 des Druckguss- formteils 9 zumindest bereichsweise mit ausbildet. Weiterhin weist das zweite Bauteil 16 des Druckgussformteiis 9 lediglich einen Fiui- deinlassanschluss 37 auf.

Die vorstehend für die Druckgussformteile 8 und 9 getroffenen Aus- sagen können im Wesentlichen auf die Druckgussformteile 10 und 11 übertragen werden. Nachstehend soll dennoch kurz auf diese eingegangen werden. Die Druckgussformteile 10 und 11 sind Bestandteil der Angusseinheit 3, in welcher ein Angussbereich 38 vorliegt beziehungsweise von den ersten Bauteilen 17 und 19 begrenzt ist. Der Angussbereich 38 liegt dabei in in die ersten Bauteile 17 und 19 eingearbeiteten Strömungskanälen 39 vor (hier lediglich für das erste Bauteil 17 angedeutet), in den Strömungskanälen 39 liegt auch eine Druckzone 40 der Angusseinheit 3 vor.

Gegenüberliegend der Druckzone 40 ist eine Wärmeübertragungs- fläche 41 an dem ersten Bauteil 17 vorgesehen. Ist das erste Bauteil

17 in einer dazu vorgesehenen Aufnahme 42 des zweiten Bauteils

18 angeordnet, begrenzt die Wärmeübertragungsfläche 41 zusammen mit dem zweiten Bauteil 18 eine Wärmetauschkammer 43 des Druckgussformteiis 10. In der Aufnahme 42 ist eine Auflagefläche 44 vorgesehen, welche als umlaufender Auflagesteg ausgebildet ist. Die Aufnahme 42 ist dabei derart ausgebildet, dass das zweite Bauteil 18 das erste Bauteil 17 vollständig aufnehmen kann, sodass Dichtflächen 45 des ersten Bauteils 17 mit Dichtflächen 46 des zweiten Bauteils 18 fluchten und mit hier nicht dargestellten Dichtflächen des ersten Bauteils 19 und des zweiten Bauteils 20 zum Abdichten des Angussbereichs 38 gegenüber einer Umgebung der Druckgusseän- richtung 1 zusammenwirken. In dem zweiten Bauteil 18 ist zumindest ein Fluideinlassanschluss 47 und ein Fluidausiassanschiuss 48 vorgesehen, welche in die Wärmetauschkammer 43 einmünden. Die Wärmetauschkammer 43 ist auch hier als eine Fiuidleitvertiefung 49 ausgebildet. Das unmittelbar gegenüberliegend des Druckgussformteils 10 vorgesehene Druckgussformteil 11 ist analog zu diesem aufgebaut. Insofern sind für das Druckgussformteil 10 getroffene Aussagen ohne Weiteres auf das Druckgussformteil 11 und umgekehrt übertragbar. Die Figur 1 zeigt, dass das erste Bauteil 19 des Druckgussformtet!s 11 eine Vertiefung 50 aufweist. Ist das erste Bauteil 19 in dem zweiten Bauteil 20 angeordnet, so dient diese Vertiefung 50 dazu, eine Wärmetauschkammer 51 mit auszubilden. Das zweite Bauteil 20 weist analog zu dem zweiten Bauteil 18 des Druckgussformteils 10 jeweils einen Fluideinlassanschluss 52 und einen Fiuidauslass- anschluss 53 auf.

Die Figur 1 zeigt weiterhin die Gießeinlasseinheit 4 mit der dritten Druckgussform 7. Der Gießeinlasseinheit 4 ist ein Kühlring 54 zugeordnet, welcher eine Wärmetauschkammer 55 aufweist, die mit einer Verschlussplatte 56 verschließbar ist. Der Kühiring 24 weist dabei eine zentrale Öffnung 57 auf, in welche ein Gießmaterialieitfortsatz 58 des ersten Bauteils 21 des Druckgussformteiis 12 eingreift. Auf dem Gießmaterialieitfortsatz 58 ist ein Strömungskanai als Gießein- lass 59 ausgebildet, der sich auch über weitere Bereiche des ersten Bauteils 21 bis hin zu der Angusseinheit 3 erstreckt. Entlang dieses Gießeinlasses 59 kann geschmolzenes Gießmaterial (Schmelze) strömen, um durch die Angusseinheit 3 in die Gießformeinheit 2 zu gelangen. In dem Strömungskanal 59 liegt insofern ebenfalls eine Druckzone 60 vor. Dieser liegt bezogen auf einer Wandung des ers- ten Bauteils 21 eine Wärmeübertragungsfläche 61 (hier nicht erkennbar) gegenüber. Diese Wärmeübertragungsfläche 61 liegt in einer Wärmetauschkammer 62 vor, welche von einer Vertiefung 63 des ersten Bauteils 21 gebildet ist. Die Wärmetauschkammer 62 ist in Richtung des zweiten Bauteils 22 geöffnet. Das zweite Bauteil 22 dient dabei dem Verschließen der Wärmetauschkammer 62 beziehungsweise der Vertiefung 63. Das zweite Bauteil 22 weist einen Fluidleitvorsprung 64 auf, welcher in die Wärmetauschkammer 62 hineinragt. Der Fluidleitvorsprung 64 bildet eine Strömungskonturfläche 65 des zweiten Bauteils 22. Die Strömungskonturfläche 65 ist dabei eine nicht-ebene Oberflächenkontur und weist einen konkaven Bereich 66 auf. Der konkave Bereich 66 ist dabei von dem Fluidleitvorsprung 64 mit ausgebildet. An die Wärmetauschkammer 62 des Druckgussformteils 12 sind sowohl ein Fiuideiniassanschiuss 67 als auch ein Fluidauslassanschluss 68 angeschlossen. Dies ist jedoch in der Figur 1 nicht erkennbar.

Die in der Figur 1 dargestellte Druckgusseinrichtung 1 dient dem Herstellen von Druckgussbauteilen aus Gießmaterial, welches in Form der Schmelze vorliegt. Zum Herstellen des Druckgussbauteiis werden die Druckgussformteile 8 und 10 und die Druckgussformteüe 9 und 11 aufeinanderzubewegt, sodass die Gießform 23 beziehungsweise der Angussbereich 38 abgedichtet sind. Anschließend wird durch die Öffnung 57 der Gießeinlasseinheit 4 die unter Druck stehende Schmelze zugeführt, welche entlang des Gießeinlasses 59 in Richtung der Angusseinheit 3 läuft und in deren Angussbereich 38 beziehungsweise die Strömungskanäte 39 einströmt. Die Strömungskanäle 39 sorgen für eine Auffächerung des Stroms aus Schmelze, sodass der Gießform 23 die Schmelze in lateraler Rich- tung gesehen an verschiedenen Positionen zuführbar ist. Der Gießeinlasseinheit 4 wird solange Schmelze zugeführt, bis die Gießform 23 gefüllt ist.

Anschließend wird die Schmelze abgekühlt, wozu Fluid in die Wär- metauschkammern 27, 36, 43, 51 , 55 und 62 eingebracht wird. Die Temperatur des Fluids beziehungsweise dessen Massenstrom wird derart gewählt, dass eine möglichst gute Abkühlcharakteristik des Druckgussbauteils vorliegt. Dazu ist es insbesondere notwendig, dieses möglichst gleichmäßig abzukühlen, um eine ausreichend ho- he Stabilität des Druckgussbauteils zu gewährleisten. Ein weiteres Ziel ist das möglichst rasche Abkühlen, um einen hohen Durchsatz der Druckgussbauteile und damit geringere Produktionskosten zu erzielen.

Nach dem Erstarren beziehungsweise Abkühlen der Schmelze wer- den die Druckgussformteiie 8 und 10 und die Druckgussformteile 9 und 1 jeweils voneinander wegverlagert, sodass die Gießform 23 und der Angussbereich 38 freigegeben sind. Ebenso wird der Kühl- räng 54 von der Gießeinlasseinheit 4 entfernt. Anschließend kann das hergestellte Druckgussbauteil mitsamt dem in dem Angussbe- reich 38 verbliebenen Anguss und dem im Bereich der Gießeinlasseinheit 4 verbliebenen Gießmaterial der Druckgusseinrichtung 1 entnommen werden. Im Rahmen einer Nachbearbeitung wird der Anguss von dem Druckgussbauteil entfernt und vorzugsweise erneut eingeschmolzen. Die Figur 2 zeigt eine Schnittansicht der Druckgusseinrichtung 1 , wobei eine Anordnung der Druckgussformteiie 8 bis 12 gezeigt ist, welche während des Gießvorgangs vorliegt. Die Druckgussformteiie 8 und 9 und die Druckgussformteile 10 und 11 liegen also jeweils dichtend aneinander an. Es wird deutlich, dass die Gießform 23 nicht lediglich von der Druckzone 24 des Druckgussformteils 8 und einer nicht näher bezeichneten Druckzone des Druckgussformteils 9 be- grenzt wird, sondern dass die zweiten Bauteile 14 und 16 jeweils einen Druckbereich 69 beziehungsweise 70 aufweisen, welche die Gießform 23 mitdefinieren. Dabei schließt der Druckbereich 69 im Wesentlichen plan mit der Druckzone 24 und der Druckbereich 70 mit der Druckzone 25 des ersten Bauteils 15 des Druckgussformteils 9 ab. Es ist wieder erkennbar, dass die ersten Bauteile 13 und 15 jeweils vollständig in den zweiten Bauteilen 14 und 16 aufgenommen sind, wozu im Falle des Druckgussformteils 8 die Aufnahme 29 vorgesehen ist.

Es ist weiterhin erkennbar, dass die Bauteile 13 und 14 sowie 15 und 16, als auch 17 und 18 sowie 19 und 20 jeweils mittels einer Schraubverbindung 71 aneinandergeha!ten sind. Jede Schraubverbindung 71 weist dabei mindestens eine Schraube 72 auf. Auch ist erkennbar, dass in den zweiten Bauteilen 14 und 16 jeweils eine Sensoraufnahme 73 vorgesehen ist, in welcher ein hier nicht darge- stellter Temperatursensor anordenbar ist. Mittels dieses Temperatursensors kann die Temperatur der zweiten Bauteile 14 und 16 beziehungsweise zumindest näherungsweise die Temperatur der Druckzonen 24 und 25 bestimmt werden. Aufgrund dieser bestimmten Temperatur wird anschließend die Temperatur des Fluids bezie- hungsweise dessen Massenstrom steuernd und/oder regelnd eingestellt. Auf diese Weise kann die in der Druckgusseinrichtung 1 vorliegende Schmelze schnell und gezielt auf eine bestimmte Temperatur abgekühlt werden. Zwischen den Bauteilen 13 und 14, 15 und 16, 17 und 18, 19 und 20 sowie 21 und 22 ist jeweils eine Dichtung 74 vorgesehen, welche die gesamte, jeweils zugeordnete Wärmetauschkammer 27, 36, 43, 51 oder 62 umschließt. Somit kann in den Wärmetauschkammern 27, 36, 43, 51 und 62 jeweils ein hoher Flu- iddruck angelegt werden, ohne dass das Fluid ungewollt aus ihnen entweichen kann.

Die Figur 2 macht nochmals deutlich, dass die Wärmetauschkammer 27 des Druckgussformteils 8 lediglich von der Fluidleitvertiefung 26 des zweiten Bauteils 14 gebildet sein kann. Dagegen sind die Wärmetauschkammern 36, 43 jeweils durch die Vertiefungen 35 und 50 der ersten Bauteile 15 und 19 sowie einer Vertiefung 75 des ersten Bauteils 17 mit ausgebildet. Es wird dennoch deutlich, dass die Druckgussformteile 8, 9, 10 und 11 grundsätzlich ähnlich aufgebaut sind, während das Druckgussformteil 12 einen strukturell anderen Aufbau zeigt. Bei diesem ragt, wie bereits vorstehend beschrieben, der Fluidleitvorsprung 24 in die Wärmeaustauschkammer 62, welche von der Vertiefung 63 in dem ersten Bauteil 21 gebildet ist. Dabei ist es zudem vorgesehen, dass die Kontur der Wärmeübertragungsfläche 61 an die Kontur der Druckzone 60 zumindest bereichsweise angepasst ist. Teilweise verläuft die Strömungskonturfläche derart zu der Wärmeübertragungsfläche 61 , dass zumindest zonal ein annähernd gleichbleibend großer Strömungsquerschnitt für das Fluid gebildet ist.

Die Figur 3 zeigt das Druckgussformteil 8 in einer Schnittdarsteliung. Dabei ist abweichend zu dem in Figur 2 dargestellten Druckguss- formteil 8 die Wärmetauschkammer 27 sowohl von der Fluidleitvertiefung 26 des zweiten Bauteils 14 als auch von einer Vertiefung 76 des ersten Bauteils 13 gemeinsam gebildet. Die Vertiefung 76 und die Fluidleitvertiefung 26 stehen demnach miteinander in Strö- mungsverbindung, um die Wärmetauschkammer 27 zu bilden. Dabei weisen sie in seitlicher Richtung die gleichen Abmessungen auf, sodass Seitenwände der Fluidleitvertiefung 26 und der Vertiefung 76 miteinander fluchten. Erkennbar ist zudem eine Gießformaufnahme 77, weiche von der Druckzone 24 und der Druckzone 69 begrenzt ist. In dieser Gießformaufnahme 77 wird zur Durchführung des Gießvorgangs das Druckgussformteil 9 zumindest bereichsweise aufgenommen, um die Gießform 23 auszubilden.

Um ein Befüllen der Gießform 23 zu ermöglichen, ist ein Zulauf 78 in dem zweiten Bauteil 14 ausgebildet. Über diesen Zulauf 78 ist eine Strömungsverbindung zu den Strömungskanälen 39 beziehungsweise im Angussbereich 38 der Angusseinheit 3 herstellbar. Der Zulauf 78 liegt dabei auch dann vor, wenn die Dichtfläche 30 derart mit einer entsprechenden Dichtfläche des Druckgussformteils 9 zusam- menwirkt, das die Gießform 23 von einer Umgebung der Druckgusseinrichtung 1 abgedichtet ist.

Die Figur 4 zeigt das erste Bauteil 13. Dabei wird deutlich, dass die Vertiefung 76 wannenartig in diesem vorliegt.

Die Figur 5 zeigt das zweite Bauteil 14. Erkennbar ist, dass die Fluid- leitvertiefung 26 in seitlicher Richtung geringere Abmessungen aufweist als die Aufnahme 29, um die Auflagefläche 31 auszubilden. In den Figuren 4 und 5 sind Bohrungen 79 erkennbar, welche zur Aufnahme der Schrauben 72 vorgesehen sind. Es wird demnach deutlich, dass zur Befestigung des ersten Bauteils 13 an dem zweiten Bauteil 14 sechs Schrauben 72 vorgesehen sind.

Die Figur 6 zeigt eine Schnittansicht des Druckgussformteils 10, mit dessen ersten Bauteil 17 und dem zweiten Bauteil 18. Das Druck- gussformteil 10 ist auf die bekannte Art ausgebildet. Insofern sei auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen.

Die Figur 7 zeigt das erste Bauteil 17 des Druckgussformteils 10 in einer Ansicht von unten. Es wird daher deutlich, dass das erste Bau- teil 17 über die Vertiefung 75 verfügt. Dabei weist diese Vertiefung 75 Zungen 80 auf, welche im Wesentlichen unterhalb der Strömungskanäle 39 verlaufen, um die in diesen befindliche Druckzone 40 ausreichend zu kühlen, indem die Wärmeübertragungsfläche 41 auch in diesem Bereich vorliegt und von Fluid überströmbar ist. Jede der Zungen 80 korrespondiert demnach mit einem der Strömungskanäle 39.

Die Figur 8 zeigt das zweite Bauteil 18 des Druckgussformteils 10. Das vorstehend beschriebene erste Bauteil 17 ist dabei als Einlegebauteil für die Aufnahme 42 ausgebildet. Es wird deutlich, dass das zweite Bauteil 18 im Fall des Druckgussformteils 10 der Angusseinheit 3 einen Bereich der Strömungskanäle 39 aufweist, diese also gemeinsam mit dem ersten Bauteil 17 ausbildet. Die hier gezeigte Ausführungsform entspricht der bereits bekannten, sodass wiederum auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen sei, Die Figur 9 zeigt eine Schnittansicht des zweiten Bauteils 18. In Ergänzung zu dem vorstehend beschriebenen wird deutlich, dass der Fluideinlassanschluss 47 und der Fluidauslassanschluss 48 jeweils als Fluideinlassleitung beziehungsweise Fluidauslassleitung ausgebildet sind. Auch hier soll auf die vorstehenden Ausführungen ver- wiesen sein.

Die Figur 10 zeigt die Gießeinlasseinheit 4, bestehend aus dem ersten Bauteil 21 und dem zweiten Bauteil 22. Das erste Bauteil 21 weist den Gießmaterialleitfortsatz 58 auf, in welchem der Gießein- lass 59 und die Druckzone 60 bereichsweise vorliegen. Beide setzen sich jedoch in einem Bodenbereich des ersten Bauteils 21 in Richtung der Angusseinheit 3 fort. Die Figur 1 zeigt eine Schnittansicht der Gießeiniasseinheit 4, bestehend aus dem ersten Bauteil 21 und dem zweiten Bauteil 22. Um den Aufbau der Gießeiniasseinheit 4 zu verdeutlichen, ist ein Strom 81 aus Schmelze dargestellt. Dieser liegt im Bereich der Druckzone 60 vor. Bezogen auf die dem Druckbereich 60 zugeordnete Wandung liegt diesem die Wärmeübertragungsfläche 61 gegenüber. Diese begrenzt die Wärmetauschkammer 62, welche mit dem Fluidein- lassanschluss 67 und dem Fluidauslassanschiuss 68 korrespondiert. Durch den Fluideinlassanschluss 67 einströmendes Fluid durchströmt somit die Wärmeaustauschkammer 62 bis hin zu dem Flui- dausiassanschluss 68. Dabei wird die Wärmeübertragungsfläche 61 und damit auch die Druckzone 60 durch das Fluid gekühlt.

Angedeutet ist hier, dass zwischen dem ersten Bauteil 21 und dem zweiten Bauteil 22 auch eine der Dichtungen 74 vorgesehen ist. Der Fluideinlassanschluss 67 ist derart ausgebildet, dass aus ihm in die Wärmetauschkammer 62 einströmende Fluid zunächst auf einen Umlenkbereich 82 trifft, welcher von der Wandung des ersten Bauteils 21 im höchsten Punkt der Wärmetauschkammer 62 gebildet ist. Der Umlenkbereich 82 bewirkt eine Umlenkung des Fluids, sodass dieses in Richtung des Fluidauslassanschlusses 68 strömt. Die Figur 1 macht deutlich, dass die Strömungskonturfläche 65 des zweiten Bauteils derart zu der Wärmeübertragungsfläche 61 verläuft, dass für das Fluid ein im Wesentlichen gleichbleibender Strömungs- querschnitt gegeben ist. Dazu verläuft die Strömungskonturfläche 65 zumindest bereichsweise parallel zu der Wärmeübertragungsfläche 61. Das zweite Bauteil 22 ist derart an dem ersten Bauteil 21 angeordnet, das es die Wärmetauschkammer 62 verschließt. Dazu ist die Wärmetauschkammer 62 auf der der Druckzone 60 abgewandten Seite des ersten Bauteils 21 mit einer Öffnung versehen und das zweite Bauteil 22 zum Verschließen derselben in dieser Öffnung angeordnet.

Die Figur 12 zeigt eine Ansicht des ersten Bauteils 21 von unten. Weil das zweite Bauteil 22 nicht dargestellt ist, ist ein Blick durch die Öffnung in die Wärmetauschkammer 62 möglich. Es wird deutlich, dass hier das erste Bauteil 21 eine Auflagefläche 83 für das zweite Bauteil 22 bereitstellt. In der Auflagefläche 83 liegt auch die Dichtung 74 vor, welche zum Abdichten der Wärmetauschkammer 62 zwi- sehen dem ersten Bauteil 21 und dem zweiten Bauteil 22 angeordnet ist.

Neben den Bohrungen 79, welche zum Herstellen der Schraubverbindung 71 zwischen den Bauteilen 21 und 22 angeordnet sind, zeigt die Figur 12 auch eine weitere Sensoraufnahme 73. In dieser kann ein Temperatursensor angeordnet werden, um die Temperatur des ersten Bauteils 21 beziehungsweise der Gießeinlasseinheit 4 zumindest näherungsweise zu bestimmen.

In der Figur 12 ist auch zu erkennen, dass die Wärmeübertragungsfläche 61 eine dreidimensionale Kontur aufweist. Dabei liegt der in der Figur 11 gezeigte konkave Verlauf der Wärmeübertragungsfiä- che 61 lediglich in einer senkrechten Schnittfläche (ausgehend von der Linie 84) vor. in lateraler Richtung, weiche senkrecht zu der Schnittebene liegt, kann ein von diesem konkaven Verlauf abweichender Verlauf der Wärmeübertragungsftäche 61 vorliegen. Die Wärmeübertragungsfläche 61 ist dabei vorzugsweise derart kontu- riert, dass eine möglichst gleichmäßige Kühlung der Schmelze durch das in der Wärmetauschkammer 62 befindliche Fluid stattfindet. Prinzipiell kann die Wärmeübertragungsfläche 61 jedoch beliebig ausgestaltet sein und beispielsweise auch derart ausgebildet sein, um eine möglichst einfache Herstellbarkeit des ersten Bauteils 21 zu gewährleisten. Die Figur 13 zeigt eine Ansicht des ersten Bauteils 21 von unten, wobei die Öffnung der Wärmeaustauschkammer 62 (hier nicht erkennbar) mit dem zweiten Bauteil 22 verschlossen ist. Eine Aufnahme 85, welche das erste Bauteil 21 für das zweite Bauteil 22 aufweist, kann, muss jedoch nicht, vollständig von dem zweiten Bauteil 22 ausgefüllt sein. In dem dargestellten Beispiel weist das zweite Bauteil 22 im Bereich eines Teils der Bohrungen 79 Aussparungen auf, sodass die Aufnahme 85 nicht vollständig von dem zweiten Bauteil 22 ausgefüllt ist. Es ist jedoch vorteilhaft, wenn die Aufnahme 85 prinzipiell derart ausgestaltet ist, dass das zweite Bauteil 22 zumin- dest in vertikaler Richtung vollständig in der Aufnahme 85 aufgenommen ist. Das bedeutet, dass eine Tiefe der Aufnahme 85 einer Wandstärke des zweiten Bauteils 22 im Bereich der Auftagefläche 83 im Wesentlichen entspricht, sodass die Bauteile 21 und 22 mit ihren Bodenflächen eine im Wesentlichen plane Fläche bilden. Die Figur 14 zeigt eine Ansicht der Druckgusseinrichtung 1 , wobei lediglich das zweite Bauteil 14 und das zweite Bauteil 18 zusammen mit der Gießeinlasseinheit 4 dargestellt sind. Hier wird nochmals deutlich, dass der Gießeinlass 59 der Gießeinlasseinheit 4 mit einem von dem zweiten Bauteil 18 gebildeten Bereich der Strömungskanäle 39 in Strömungsverbindung steht. Dasselbe gilt für in Strömungsrichtung gegenüberliegende Strömungskanäle 39 und den Zulauf 78 des zweiten Bauteils 14. Die dargestellten Bauteile 14 und 18 sowie die Gießeinlasseinheit 4 entsprechen im Wesentlichen den bekannten Ausführungen, sodass insofern auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen sei.

Die Figur 15 zeigt die aus der Figur 14 bekannte Anordnung, wobei in das zweite Bauteil 14 nun das erste Bauteil 13 und in das zweite Bauteil 18 das erste Bauteil 17 eingesetzt vorliegen. Somit liegen die Druckgussformteile 8 und 10 im Wesentlichen vollständig vor. Damit liegt eine Strömungsverbindung zwischen der Gteßeinlasseinheit 4 beziehungsweise dem Gießeinlass 59 und der Gießform 23 vor, weil die Bauteile 17 und 18 die Strömungskanäle 39 gemeinsam ausbil- den und so eine Verbindung zwischen dem Gießeinlass 59 und dem Zulauf 78 und folglich zu der Gießform 23 herstellen. Auch hier sei für eine detailliertere Beschreibung der einzelnen Elemente auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen.

Es soll nochmals darauf hingewiesen werden, dass zumindest die Druckgussformteiie 8, 9, 10 und 11 jeweils ähnlich aufgebaut sind, sodass die zu diesen Elementen jeweils vorstehend festgehaltenen Eigenschaften weitestgehend auf jedes andere dieser Elemente übertragbar sind.

Mit der hier vorgestellten Druckgusseinrichtung 1 beziehungsweise den Druckgussformteilen 8 bis 12 kann eine gute Durchströmung der Wärmetauschkammern 27, 36, 43, 51 und 62 und somit ein hoher Wärmeaustausch beziehungsweise eine gute Kühlung der Gießform 23, des Angussbereichs 38 und des Gießeinlasses 59 erreicht werden. Auf diese Weise kann die Erstarrungszeit des herzustellenden Druckgussbauteils reduziert und gleichzeitig eine homogene Abkühlung desselben erzielt werden. In den abzukühlenden Bereichen liegt demnach zu jedem Zeitpunkt ein im Wesentlichen homogenes Temperaturbild vor. Insbesondere im Bereich der Gießform 23 wird zur Auslegung der Druckgussformteile 8 und 9 ein FEM-Verfahren eingesetzt.

Das zur Kühlung verwendete Fluid kann entweder gasförmig oder flüssig sein. Durch gezielte Gestaltung der Wärmetauschkammern 27, 36, 51, 55 und 62 kann die Effektivität der Temperierung beziehungsweise Kühlung erhöht werden. Dazu sind beispielsweise auch bei den Druckgussformteilen 8, 9, 10 und 11 Fluidleitvorsprünge im Sinne des Druckgussformteils 12 vorgesehen, welche in die jeweilige Wärmetauschkammer 27, 36, 43, 51 oder 55 hineinragen. Derartige Fluidleitvorsprünge dienen insofern beispielsweise als Turbulatoren, um Verwirbelungen zu erzeugen und damit den Wärmeübergang zu erhöhen.