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Patent Searching and Data


Title:
DIMMER SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/048175
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a dimmer system and method for controlling the power consumption of a load that can be connected to a dimmer system, in particular an LED lamp, wherein the dimmer system comprises at least two parallel-connected galvanically isolated dimming channels, wherein a shifting of the dimming edge of the respective dimming channel occurs according to the temperature of the switch elements of the respective dimming channel, in order to distribute the power dissipation of the connected load substantially equally to the dimming channels.

Inventors:
MENSCH, Johann (Edith-Stein-Str. 4, Regensburg, 93055, DE)
REISLHUBER, Jakob (Von-Moreau-Str. 19, Mötzing, 93099, DE)
Application Number:
EP2018/071632
Publication Date:
March 14, 2019
Filing Date:
August 09, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS SCHWEIZ AG (Freilagerstrasse 40, 8047 Zürich, 8047, CH)
International Classes:
H05B33/08; H05B39/04
Foreign References:
DE102016209278B32017-08-10
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
MAIER, Daniel (Siemens Aktiengesellschaft, Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Dimmersystem (DS) zur Steuerung der Leistungsaufnahme einer anschliessbaren Last (L) , insbesondere einer LED-Leuchte, mit mindestens zwei parallel geschalteten galvanisch getrennten Dimmkanälen (DK_A, DK_B, DK_X) ,

wobei jeder Dimmkanal (DK_A, DK_B, DK_X) eine Vorrichtung (TS1- TS3) zur Temperaturüberwachung seiner Schaltelemente um- fasst, und

wobei jeder Dimmkanal (DK_A, DK_B, DK_X) eine Steuereinheit (SEI - SE3) zur Verschiebung seiner Dimmflanke, basierend auf der Temperatur (T) seiner Schaltelemente, umfasst, um die Verlustleistung der angeschlossenen Last (L) im wesentlichen gleichmässig auf die Dimmkanäle (DK_A, DK_B, DK_X) zu vertei- len.

2. Dimmersystem (DS) nach Anspruch 1, wobei durch die Steuereinheit des jeweiligen Dimmkanals (DK_A, DK_B, DK_X) in Abhängigkeit der Temperatur der jeweiligen Schaltelemente, die je- weilige Dimmflanke des jeweiligen Dimmkanals (DK_A, DK_B,

DK_X) zeitlich nach vorne oder nach hinten verschoben wird.

3. Dimmersystem (DS) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die zeitliche Verschiebung der jeweiligen Dimmflanke nach vorne oder nach hinten solange erfolgt, bis der Gradient der Temperatur der jeweiligen Schaltelemente sich verringert.

4. Dimmersystem (DS) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die zeitliche Verschiebung der jeweiligen Dimmflanke nach vorne oder nach hinten solange erfolgt, bis die Tempera¬ tur der jeweiligen Schaltelemente stagniert.

5. Dimmersystem (DS) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die zeitliche Verschiebung der jeweiligen Dimmflanke nach vorne oder nach hinten solange erfolgt, bis sich die Tem¬ peratur der jeweiligen Schaltelemente verringert.

6. Dimmersystem (DS) nach einem der vorstehenden Ansprüche, weiter umfassend eine Mastersteuereinheit (MSE) , die daten¬ technisch mit den Steuereinheiten der Dimmkanäle (DK_A, DK_B, DK_X) verbunden ist, wobei die Mastersteuereinheit (MSE) an die Steuereinheiten der Dimmkanäle (DK_A, DK_B, DK_X) einen Sollwert vorgibt, wobei die jeweilige Verschiebung der Dimm- flanken auf dem Sollwert basiert.

7. Dimmersystem (DS) nach Anspruch 6, wobei der Sollwert auf der Temperatur der im Dimmersystem verbauten Schaltelemente basiert .

8. Dimmersystem (DS) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Dimmkanäle (DK_A, DK_B, DK_X) auf einem gemeinsamen Kühlmittel (KM) , insbesondere einem Kühlblech, angeordnet sind .

9. Verfahren zur Steuerung der Leistungsaufnahme einer an einem Dimmersystem (DS) anschliessbaren Last (L) , insbesondere einer LED-Leuchte, wobei das Dimmersystem (DS) mindestens zwei parallel geschaltete galvanisch getrennte Dimmkanäle (DK_A, DK_B, DK_X) umfasst, wobei basierend auf der Temperatur der Schaltelemente des jeweiligen Dimmkanals (DK_A, DK_B, DK_X) eine Verschiebung der Dimmflanke des jeweiligen Dimmkanals (DK_A, DK_B, DK_X) erfolgt, um die Verlustleistung der angeschlossenen Last (L) im wesentlichen gleichmässig auf die Dimmkanäle (DK_A, DK_B, DK_X) zu verteilen.

10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei in Abhängigkeit der Temperatur der jeweiligen Schaltelemente, die jeweilige Dimmflan- ke des jeweiligen Dimmkanals (DK_A, DK_B, DK_X) zeitlich nach vorne oder nach hinten verschoben wird.

Description:
Dimmersystem

Die Erfindung betrifft ein Dimmersystem zur Steuerung der Leistungsaufnahme einer an einem Dimmersystem anschliessbaren Last, insbesondere einer LED-Leuchte, wobei das Dimmersystem mindestens zwei parallel geschaltete galvanisch getrennte Dimmkanäle umfasst. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Ver ¬ fahren zur Steuerung der Leistungsaufnahme einer an einem Dimmersystem anschliessbaren Last.

Dimmer beziehungsweise Dimmvorrichtungen oder Dimmersysteme zur Helligkeitssteuerung sind allgemein bekannt und sie dienen dazu, die Leistung einer Leuchteinrichtung zu variieren. Eine solche Leistungsvariation kann durch Phasenanschnittsteuerung oder Phasenabschnittsteuerung erfolgen. Bei der Phasenanschnittsteuerung wird der Strom verzögert nach dem Nulldurchgang der Wechselspannung eingeschaltet und fließt bis zum nächsten Stromnulldurchgang. Bei der Phasenabschnittsteuerung hingegen wird der Strom nach dem Nulldurchgang sofort eingeschaltet und vor dem nächsten Nulldurchgang wieder ausgeschaltet .

Insbesondere durch die Verbreitung der LED-Technologie sind sogenannte Mehrkanaldimmersysteme bekannt, bei denen ein Mas ¬ ter-Dimmer mehrere Leistungsstufen ( Slave-Dimmer, Kanäle) aufweist, die ausgangsseitig für eine Leistungssteigerung paral- lelschaltbar sind. Bei diesen leistungsstarken Dimmern werden mehrere physikalische Kanäle (Slaves) parallel geschaltet und es entsteht ein leistungsstarker logischer Kanal. Bei dieser Parallelschaltung ist es sehr wichtig, dass die Ausgänge gleichzeitig schalten. Wenn zwei Kanäle parallel geschaltet wurden und der 2. Kanal zu spät (bei Phasenanschnitt) oder zu früh (bei Phasenabschnitt) schaltet, wird der erste Kanal überlastet. Dies führt zu einer übermäßigen Erwärmung und dann zum Derating oder Abschalten des logischen Kanals, wobei in diesem Fall beide physikalischen Kanäle betroffen sind. Ein möglicherweise erforderlicher Geräteaustausch verursacht Kos ¬ ten und Störungen beim Kunden.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein wartungsarmes und leistungsfähiges Dimmersystem zur phasensyn- chronen Schaltung mehrerer paralleler Dimmkanäle bereitzustellen .

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Dimmersystem zur Steuerung der Leistungsaufnahme einer anschliessbaren Last, insbesondere einer LED-Leuchte, mit mindestens zwei parallel geschalteten galvanisch getrennten Dimmkanälen, wobei jeder Dimmkanal eine Vorrichtung zur Temperaturüberwachung seiner Schaltelemente umfasst, und wobei jeder Dimmkanal eine Steuereinheit zur Ver ¬ schiebung seiner Dimmflanke, basierend auf der Temperatur sei- ner Schaltelemente, umfasst, um die Verlustleistung der ange ¬ schlossenen Last im wesentlichen gleichmässig auf die Dimmka ¬ näle zu verteilen. Dadurch wird die Dimmbarkeit von großen Lasten im parallelen Betrieb verbessert. Die Anzahl der Kanäle die parallel geschaltet werden können vergrößert sich, was wiederum dazu führt, dass noch größere Lasten unterstützt wer ¬ den können. Das Dimmersystem wird dadurch vielseitiger einsetzbar. So ist es möglich, in Abhängigkeit der jeweils vor ¬ liegenden Anforderungen an das Beleuchtungssystem und der dazu jeweils erforderlichen Last, ein skalierbares Dimmersystem be- reitzustellen . Mit Vorteil weist das Dimmersystem Anschluss ¬ klemmen zur Ankopplung an einen Installationsbus (z.B. KNX- Bussystem) auf. Eine erste vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt da ¬ rin, dass durch die Steuereinheit des jeweiligen Dimmkanals in Abhängigkeit der Temperatur der jeweiligen Schaltelemente, die jeweilige Dimmflanke des jeweiligen Dimmkanals zeitlich nach vorne oder nach hinten verschoben wird. Jeder Dimmkanal weist dazu eine Vorrichtung auf (z.B. einen Temperatursensor, der ein elektrisches Signal in Abhängigkeit der erfassten Tempera ¬ tur bereitstellt) mit der er in der Lage ist die Temperatur seiner Schaltelemente zu überwachen. Steigt die Temperatur am Schaltelement kann davon ausgegangen werden, dass der Kanal zu früh einschaltet ( Phasenanschnittbetrieb) oder zu spät ab ¬ schaltet (Phasenabschnittbetrieb) . Daraufhin wird die Dimm ¬ flanke von der Steuereinheit in geeigneten Schritten zeitlich nach vorne (Phasenabschnitt) oder nach hinten (Phasenan- schnittbetrieb) bis die Temperatur am Schaltelement nicht mehr so schnell steigt, stagniert oder sogar niedriger wird, abhän ¬ gig davon in welchem Temperaturbereich man sich befindet.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die zeitliche Verschiebung der jeweiligen Dimmflanke nach vorne oder nach hinten solange erfolgt, bis der Gradient der Temperatur der jeweiligen Schaltelemente sich verringert. Der Gradient der Temperatur ist ein Mass für die Intensivität bzw. Stärke der Temperaturveränderung. Der Gradi- ent der Temperatur zeigt somit an, ob eine Dimmflankenverschiebung erfolgreich ist bzw. erfolgreich wird.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die zeitliche Verschiebung der jeweiligen Dimm- flanke nach vorne oder nach hinten solange erfolgt, bis die

Temperatur der jeweiligen Schaltelemente stagniert. Eine Stag ¬ nation der Temperatur der jeweiligen Schaltelemente ist ein Hinweis, dass die zeitliche Verschiebung der jeweiligen Dimm- flanke erfolgreich ist, denn es erfolgt keine Temperaturerhö ¬ hung mehr .

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die zeitliche Verschiebung der jeweiligen Dimmflanke nach vorne oder nach hinten solange erfolgt, bis sich die Temperatur der jeweiligen Schaltelemente verringert. Auch eine Verringerung der Temperatur der jeweiligen Schaltelemente ist ein Hinweis, dass die zeitliche Verschiebung der jeweili- gen Dimmflanke erfolgreich ist.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das Dimmersystem eine Mastersteuereinheit umfasst, die datentechnisch mit den Steuereinheiten der Dimmkanäle ver- bunden ist, wobei die Mastersteuereinheit an die Steuereinhei ¬ ten der Dimmkanäle einen Sollwert vorgibt, wobei die jeweilige Verschiebung der Dimmflanken auf dem Sollwert basiert. Im Allgemeinen weisen die parallelen galvanisch getrennten Dimmkanäle jeweils eigene Schaltungen zur Phasensynchronisation auf. Durch Bauteiletoleranzen oder durch Alterung der Bauteile können aber zeitliche Unterschiede bei der Nulldurchgangserkennung entstehen. Diese zeitlichen Unterschiede führen dann zu einem nicht synchronen Schalten der Dimmkanäle. Mit Vorteil werden die Dimmkanäle bzw. die jeweiligen Steuereinheiten der Dimmkanäle durch eine Mastersteuereinheit des Dimmersystems angesteuert. Die Mastersteuereinheit kennt die Temperaturwerte in den jeweiligen Dimmkanälen und ermittelt basierend auf den Temperaturwerten entsprechende Sollwerte zur Phasenverschie ¬ bung. Mit Vorteil gibt die Mastersteuereinheit für einen je- weiligen Dimmkanal einen dedizierten Sollwert vor.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass der Sollwert auf der Temperatur der im Dimmersystem verbauten Schaltelemente basiert. Die Temperatur der ver- bauten Schaltelemente lässt sich leicht bestimmen, z.B. durch Halbleiter-Temperatursensoren oder durch Thermistoren (NTC, PTC) . Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Dimmkanäle auf einem gemeinsamen Kühlmittel bzw. Kühlkörper, insbesondere einem Kühlblech, angeordnet sind. Die Kühlleistung des für alle Dimmkanäle gemeinsamen Kühlmittels bzw. Kühlkörpers ist flexibel zur Abfuhr bzw. Ab- leitung der Verlustwärme der jeweils eingesetzten Dimmkanäle verwendbar. Eine Skalierung der Anzahl der eingesetzten Dimmkanäle ist somit mit einem gemeinsamen Kühlmittel bzw. Kühl ¬ körper möglich. Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Verfahren zur

Steuerung der Leistungsaufnahme einer an einem Dimmersystem anschliessbaren Last, insbesondere einer LED-Leuchte, wobei das Dimmersystem mindestens zwei parallel geschaltete galva ¬ nisch getrennte Dimmkanäle umfasst, wobei basierend auf der Temperatur der Schaltelemente des jeweiligen Dimmkanals eine

Verschiebung der Dimmflanke des jeweiligen Dimmkanals erfolgt, um die Verlustleistung der angeschlossenen Last im wesentlichen gleichmässig auf die Dimmkanäle zu verteilen. Das erfin- dungsgemässe Verfahren ermöglicht in einem Dimmersystem eine einfache Art der gleichmässigen Verteilung der Verlustleistung einer angeschlossenen Last auf die verwendeten Dimmkanäle. Die Temperatur der Schaltelemente kann z.B. durch digitale Tempe ¬ ratursensoren bzw. durch Halbleitersensoren bestimmt werden. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass in Abhängigkeit der Temperatur der jeweiligen Schaltelemente, die jeweilige Dimmflanke des jeweiligen Dimm ¬ kanals zeitlich nach vorne oder nach hinten verschoben wird. Dadurch erfolgt eine Synchronisation der Dimmkanäle. Insbeson- dere die jeweiligen Dimmkanal-spezifischen Nulldurchgänge werden synchronisiert.

Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausführungen der vorliegenden Erfindung werden am Beispiel der nachfolgenden Figuren erläutert. Dabei zeigen:

FIG 1 eine beispielhafte Anordnung für ein Dimmersystem mit mehreren parallel geschalteten galvanisch getrennten Dimmkanälen,

FIG 2 eine beispielhafte Phasenverschiebung für den Phasenanschnitt,

FIG 3 eine beispielhafte Phasenverschiebung für den Pha ¬ senabschnitt, und

FIG 4 ein beispielhaftes Ablaufdiagramm zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens.

Auf dem Markt für Beleuchtungsmittel ist die LED-Technologie auf dem Vormarsch dadurch sind die Leistungsanforderungen an Dimmkanäle zurückgegangen. Es wird versucht in der gleichen

Baugröße mehrere Kanäle unterzubringen die zwar weniger Leis ¬ tung unterstützen dadurch aber eine höhere Flexibilität zur Verfügung stellen und für LED-Lampen optimiert sind. Sollte nun doch einmal eine Last mit größerer Leistung betrieben wer- den (z.B. Kronleuchter mit Glühbirnen), dann können zu diesem Zwecke mehrere Kanäle zu einem Leistungsfähigeren logischen Kanal parallel geschaltet werden. Dies hat zur Folge, dass sich der Laststrom auf die parallel geschalteten Kanäle auf- teilt und sich damit die Verlustleistung gleichmäßig verteilt. Dies funktioniert jedoch nur wenn alle Kanäle zum gleichen Zeitpunkt einschalten bzw. abschalten. Ist dies nicht der Fall erhöht sich der Strom bei einem oder mehreren Kanälen und die- se können überlastet werden und abschalten. Je mehr Kanäle zu ¬ sammen geschaltet werden sollen, desto größer wird dieses Problem. Mit dem erfindungsgemässen Dimmersystem wird diese Problematik verhindert bzw. vermindert. Dimmer beziehungsweise Dimmvorrichtungen dienen dazu, die

Leistung einer Beleuchtungsvorrichtung zu variieren. Eine solche Leistungsvariation kann durch Phasenanschnittsteuerung o- der Phasenabschnittsteuerung erfolgen. Bei der Phasenanschnittsteuerung wird der Strom verzögert nach dem Nulldurch- gang der Wechselspannung eingeschaltet und fließt bis zum nächsten Nulldurchgang. Bei der Phasenabschnittsteuerung hingegen wird der Strom nach dem Nulldurchgang sofort eingeschaltet und vor dem nächsten Nulldurchgang wieder ausgeschaltet. Herkömmliche einfache Dimmer besitzen meist eine Triac-End- stufe und arbeiten im Phasenanschnittbetrieb . Triacs schalten bidirektional und löschen im Stromnulldurchgang. Mit dem gezündeten Triac wird die Eingangsspannung der Beleuchtungsvorrichtung (z.B. LED-Lampe) auf den aktuellen Wert der Netz- Spannung geklemmt, sodass keine über der aktuellen Netzspannung liegende Spannung an der Beleuchtungsvorrichtung (z.B. LED-Lampe) verbleibt. Da ein Triac im stromlosen Zustand löscht, wird keine spezielle Schaltung für die Detektion des Stromnulldurchgangs erforderlich .

Darüber hinaus gibt es sogenannte Universaldimmer, die bei an ¬ tiseriell geschalteten Transistoren (meist MOSFET) beide

MOSFET ansteuern und damit einen bidirektionalen Schalter bil- den, der die Eingangsspannung der Beleuchtungsvorrichtung (z.B. LED-Lampe) an die aktuelle Netzspannung klemmt. MOSFETs löschen jedoch nicht wie Triacs im Stromnulldurchgang. Der Stromnulldurchgang muss bei diesen Dimmern beispielsweise auf- wendig über eine Strommessung bestimmt werden.

LED-Lampen als Beleuchtungsvorrichtungen sind somit mittels Phasenanschnitt oder Phasenabschnitt dimmbar. Mit sogenannten Universaldimmern ist sowohl der Phasenanschnitt als auch der Phasenabschnitt zum Dimmen solcher dimmbaren LED-Lampen (LED- Chip plus Vorschaltgerät ) möglich.

Figur 1 zeigt eine beispielhafte Anordnung für ein Dimmer- system DS (z.B. ein Universaldimmer) zur Steuerung der Leis- tungsaufnähme einer anschliessbaren Last L (z.B. eine Beleuchtungsvorrichtung) , insbesondere einer LED-Leuchte, mit mindes ¬ tens zwei parallel geschalteten galvanisch getrennten Dimmkanälen DK_A, DK_B, DK_X, wobei jeder Dimmkanal DK_A, DK_B, DK_X eine Vorrichtung zur Temperaturüberwachung TS1 - TS3 seiner Schaltelemente (z.B. Bauteile, Transistoren, Kabel) umfasst, und wobei jeder Dimmkanal DK_A, DK_B, DK_X eine Steuereinheit SEI - SE3 zur Verschiebung seiner Dimmflanke, basierend auf der Temperatur T seiner Schaltelemente, umfasst, um die Ver ¬ lustleistung der angeschlossenen Last L im wesentlichen gleichmässig auf die Dimmkanäle DK_A, DK_B, DK_X zu verteilen. Die Dimmkanäle DK_A, DK_B, DK_X sind jeweils untereinander galvanisch getrennt (GT) bzw. galvanisch entkoppelt. Die Temperaturüberwachung kann z.B. durch Halbleiter-Temperatursensoren erfolgen.

Mit Vorteil ist eine Steuereinheit SEI - SE3 eines Dimmkanals DK_A, DK_B, DK_X ausgebildet zum Bestimmen eines Stromnull ¬ durchgangs für eine Phasenanschnittsteuerung bzw. Phasenabschnittsteuerung (z.B. anhand der gemessenen Spannung). Mit Vorteil ist eine Steuereinheit SEI - SE3 durch eine integrier ¬ te Schaltung (z.B. IC, Mikrochip) realisiert.

Mit Vorteil wird durch die Steuereinheit SEI - SE3 des jewei- ligen Dimmkanals DK_A, DK_B, DK_X in Abhängigkeit der Tempera ¬ tur (T) der jeweiligen Schaltelemente (z.B. Bauteile, Schal ¬ tungen, Verbindungen), die jeweilige Dimmflanke des jeweiligen Dimmkanals DK_A, DK_B, DK_X zeitlich nach vorne oder nach hinten verschoben, um die Verlustleistung der angeschlossenen Last L (z.B. Beleuchtungsvorrichtung) im wesentlichen gleich- mässig auf die Dimmkanäle DK_A, DK_B, DK_X zu verteilen.

Mit Vorteil weist das Dimmersystem DS eine Mastersteuereinheit MSE (z.B. ein Mikrocomputer oder ein Mikrochip) auf, die da- tentechnisch mit den Steuereinheiten SEI - SE3 der jeweiligen Dimmkanäle DK_A, DK_B, DK_X verbunden ist, wobei die Mastersteuereinheit MSE an die Steuereinheiten SEI - SE3 der jeweiligen Dimmkanäle DK_A, DK_B, DK_X einen Sollwert vorgibt, wo ¬ bei die jeweilige Verschiebung der Dimmflanken auf dem Soll- wert basiert. Der Sollwert kann z.B. durch Auswertung der in den Dimmkanälen DK_A, DK_B, DK_X gemessenen Temperatur T bestimmt werden. Der Sollwert kann z.B. auf der Temperatur T der im Dimmersystem verbauten Schaltelemente basieren. Mit Vorteil sind die Dimmkanäle DK_A, DK_B, DK_X auf einem ge ¬ meinsamen Kühlmittel KM, insbesondere einem Kühlblech oder Kühlkörper, angeordnet. Das gemeinsame Kühlmittel KM nimmt die Verlustwärme der Dimmkanäle DK_A, DK_B, DK_X auf. Dadurch wird eine Überhitzung der Dimmkanäle und des Dimmersystems vermie- den.

Die jeweiligen Dimmkanäle DK_A, DK_B, DK_X weisen geeignete Anschlussklemmen AK1 - AK3 zum Anschliessen von Phasenleiter LI, Neutralleiter N, bzw. der jeweiligen Lastausgangs-Kanäle L_A, L_B, L_X auf. Die Lastausgangs-Kanäle L_A, L_B, L_X der jeweiligen Dimmkanäle DK_A, DK_B, DK_X werden ausgangsseitig parallel zusammengeschaltet zum Kanal L_Dimm zum Anschalten bzw. Ansteuern der Last L (z.B. LED-Lampe bzw. Gruppe von LED- Lampen) . Über Phasenleiter LI und Neutralleiter N erfolgt der Anschluss an eine Versorgungsspannung, z.B. eine Netzspannung.

Der Kanal L_Dimm (Ausgang zum Anschalten der Last) stellt somit einen steuerbaren Lastpfad für die Last (z.B. Lampe) dar.

Figur 2 zeigt eine beispielhafte Phasenverschiebung für den Phasenanschnitt. Für jeden Dimmkanal (Kanal A, Kanal B) ist eine Kurve einer Netzspannung beziehungsweise Versorgungswechselspannung als Sinuswelle dargestellt. Beim Phasenanschnitts- betrieb wird in jeder Netzhalbwelle die Last nach einer be ¬ stimmten Verzögerungszeit ab dem vorausgegangenen Stromnull ¬ durchgang angesteuert. Jeder Dimmkanal (Kanal A, Kanal B) hat eine Vorrichtung mit der er in der Lage ist die Temperatur seiner Schaltelemente zu überwachen. Steigt die Temperatur am Schaltelement kann davon ausgegangen werden, dass der Kanal zu früh einschaltet. Im linken Szenario SZ1 der beispielhaften Darstellung gemäss Figur 2 schaltet Kanal A zu früh. Dies wird von der Steuereinheit des Kanals A erkannt (z.B. durch ent ¬ sprechende Temperaturüberwachung) . Die Steuereinheit von Dimm- kanal A veranlasst in Abhängigkeit der Temperatur der jeweili ¬ gen Schaltelemente von Dimmkanal A, die Dimmflanke von Kanal A zeitlich nach hinten (d.h. in der Darstellung gemäss Figur 2 nach rechts) zu verschieben (siehe Szenario SZ2 der beispiel ¬ haften Darstellung gemäss Figur 2) . Im Szenario SZ2 der bei- spielhaften Darstellung gemäss Figur 2 schalten Kanal A und Kanal B wieder synchron. Figur 3 zeigt eine beispielhafte Phasenverschiebung für den Phasenabschnitt. Für jeden Dimmkanal (Kanal A, Kanal B) ist eine Kurve einer Netzspannung beziehungsweise Versorgungswechselspannung als Sinuswelle dargestellt. Beim Phasenabschnitts- betrieb wird in jeder Halbwelle die Last im Netzspannungsnull ¬ durchgang eingeschaltet und nach einer bestimmten Verzögerung wieder ausgeschaltet. Jeder Dimmkanal (Kanal A, Kanal B) hat eine Vorrichtung mit der er in der Lage ist die Temperatur seiner Schaltelemente zu überwachen. Steigt die Temperatur am Schaltelement kann davon ausgegangen werden, dass der Kanal zu spät einschaltet. Im linken Szenario SZ3 der beispielhaften Darstellung gemäss Figur 3 schaltet Kanal A zu spät. Dies wird von der Steuereinheit des Kanals A erkannt (z.B. durch ent ¬ sprechende Temperaturüberwachung) . Die Steuereinheit von Dimm- kanal A veranlasst in Abhängigkeit der Temperatur der jeweili ¬ gen Schaltelemente von Dimmkanal A, die Dimmflanke von Kanal A zeitlich nach vorne (d.h. in der Darstellung gemäss Figur 3 nach links) zu verschieben (siehe Szenario SZ4 der beispiel ¬ haften Darstellung gemäss Figur 3) . Im Szenario SZ4 der bei- spielhaften Darstellung gemäss Figur 3 schalten Kanal A und Kanal B wieder synchron.

Figur 4 zeigt ein beispielhaftes Ablaufdiagramm zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens zur Steuerung der Leis- tungsaufnähme einer an einem Dimmersystem anschliessbaren

Last, insbesondere einer LED-Leuchte, wobei das Dimmersystem (DS) mindestens zwei parallel geschaltete galvanisch getrennte Dimmkanäle umfasst, (VS1) wobei basierend auf der Temperatur der Schaltelemente des jeweiligen Dimmkanals eine Verschiebung der Dimmflanke des jeweiligen Dimmkanals erfolgt, um die Ver ¬ lustleistung der angeschlossenen Last im wesentlichen gleich- mässig auf die Dimmkanäle zu verteilen. Mit Vorteil wird in Abhängigkeit der Temperatur der jeweiligen Schaltelemente, die jeweilige Dimmflanke des jeweiligen Dimm ¬ kanals zeitlich nach vorne oder nach hinten verschoben wird. Mit Vorteil erfolgt die zeitliche Verschiebung der jeweiligen Dimmflanke nach vorne oder nach hinten solange, bis der Gradi ¬ ent der Temperatur der jeweiligen Schaltelemente sich verringert . Mit Vorteil erfolgt die zeitliche Verschiebung der jeweiligen Dimmflanke nach vorne oder nach hinten solange erfolgt, bis die Temperatur der jeweiligen Schaltelemente stagniert.

Mit Vorteil erfolgt die zeitliche Verschiebung der jeweiligen Dimmflanke nach vorne oder nach hinten solange erfolgt, bis sich die Temperatur der jeweiligen Schaltelemente verringert.

Das Verfahren ist mit handelsüblichen Bauteilen (z.B. Halbleiter-Temperatursensoren) bzw. mit Bauteilen (z.B. Transistoren, Schaltelementen) , die ein Dimmersystem sowieso aufweist, realisierbar .

Dimmersystem und Verfahren zur Steuerung der Leistungsaufnahme einer an einem Dimmersystem anschliessbaren Last, insbesondere einer LED-Leuchte, wobei das Dimmersystem mindestens zwei pa ¬ rallel geschaltete galvanisch getrennte Dimmkanäle umfasst, wobei basierend auf der Temperatur der Schaltelemente des je ¬ weiligen Dimmkanals eine Verschiebung der Dimmflanke des je ¬ weiligen Dimmkanals erfolgt, um die Verlustleistung der ange- schlossenen Last im wesentlichen gleichmässig auf die Dimmka ¬ näle zu verteilen. Bezugs zeichen

DS DimmerSystem

KM Kühlmittel

MSE MasterSteuereinheit

DK_A, DK_B, Dimmkanal

L Last

SEI - SE3 Steuereinheit

T Temperatur

TS1 - TS3 Temperatursensor

LI Phasenleiter

N Neutralleiter

L_A, L_E>, L Lastausgang-Kanal L_Dimm Ausgang zum

Anschalten der Last

SZ1 - SZ4 Szenario

VS1 Verfahrensschritt