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Title:
DISC BRAKE OF A COMMERCIAL VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/036763
Kind Code:
A1
Abstract:
A disc brake of a commercial vehicle is described, which disc brake can be actuated pneumatically or by electric motor, having a displaceable brake calliper (2) which engages over a brake disc, brake linings (3, 4) which are arranged on both sides of the brake disc in a lining shaft (61) of a brake carrier (6) with a lining carrier plate (31, 41) and a friction lining (32, 42) which is fastened to the latter, wherein an application-side brake lining (4) can be pressed against the brake disc (5) with the aid of a brake application device and a reaction-side brake lining (3) can be pressed against the brake disc (5) with the aid of a brake calliper back (24) by way of displacement of the brake calliper (2), wherein the brake linings (3, 4) are held on the inlet side and on the outlet side radially with respect to the rotational axis of the brake disc in a positively locking manner on carrier lugs (62, 63) of the brake carrier (6), and wherein a pressure plate (5) is arranged between the reaction-side brake lining (3) and the brake calliper back (24).

Inventors:
FRICKE JENS (DE)
HIDRINGER MICHAEL (DE)
PETSCHKE ANDREAS (DE)
Application Number:
EP2016/069204
Publication Date:
March 09, 2017
Filing Date:
August 12, 2016
Export Citation:
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Assignee:
KNORR-BREMSE SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE GMBH (DE)
International Classes:
F16D55/225; F16D65/097
Foreign References:
DE2255678A11974-05-30
DE102011115304B32013-02-07
DE102013008161A12014-11-13
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Claims:
Ansprüche

Pneumatisch oder elektromotorisch betätigbare Scheibenbremse eines Nutzfahrzeugs, mit einem eine Bremsscheibe übergreifenden, verschiebbaren Bremssattel (2), beidseitig der Bremsscheibe in einem Belagschacht (61 ) eines Bremsträgers (6) angeordneten Bremsbelägen (3, 4) mit einer Belagträgerplatte (31 , 41 ) und einem an dieser befestigten Reibbelag (32, 42), wobei ein zuspannseiter Bremsbelag (4) mithilfe einer Zuspanneinrichtung und ein reaktionsseitiger Bremsbelag (3) mithilfe eines Bremssattelrückens (24) durch Verschieben des Bremssattels (2) gegen die Bremsscheibe (5) drückbar ist, wobei die Bremsbeläge (3, 4) einlaufseitig und auslaufseitig radial zur Drehachse der Bremsscheibe formschlüssig an Trägerhörnern (62, 63) des Bremsträgers (6) gehalten sind dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem reaktionsseitigen Bremsbelag (3) und dem Bremssattelrücken (24) eine Druckplatte (5) angeordnet ist.

Scheibenbremse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (5) in Zuspannrichtung eine Dicke (dD) aufweist, die mindestens der halben Dicke (dß) der Belagträgerplatte (31 ) des reaktionsseitigen Bremsbelags (3) entspricht.

Scheibenbremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (5) am Bremssattelrücken (24) abnehmbar festgelegt ist.

Scheibenbremse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Seitenfläche (51 ) der Druckplatte (5) wenigstens ein Befestigungsvorsprung (52) zur Fixierung am Bremssattelrücken (24) angeformt ist.

Scheibenbremse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsvorsprung (52) als senkrecht zur Seitenfläche (51 ) der Druckplatte (5) vorstehender Ring ausgebildet ist, durch dessen Ringöffnung (53) ein am Bremssattelrücken (24) fixierbarer Bolzen durchsteckbar ist.

Scheibenbremse nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (5) an einem Vorsprung (22) am Bremssattelrücken (24) abnehmbar festgelegt ist. Scheibenbremse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Vorsprung (22) am Bremssattelrücken (24) ein Belaghaltebügel abnehmbar festgelegt ist.

Scheibenbremse nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (5) durch eine Belagschachtöffnung (21 ) des Bremssattels (2) radial zur Drehachse der Bremsscheibe einsetzbar und herausnehmbar ist.

Description:
Scheibenbremse eines Nutzfahrzeugs

Die vorliegende Erfindung betrifft eine pneumatisch oder elektromotorisch betätigbare Scheibenbremse eines Nutzfahrzeugs gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Gattungsgemäße Scheibenbremsen bestehen im Wesentlichen aus einer Bremsscheibe, mindestens einem, in der Regel zwei Bremsbelägen, einem die Bremsscheibe überspannenden Bremssattel sowie einem ortsfesten Bremsträger mit jeweiligen Belagschächten, in denen die Bremsbeläge beidseits der Bremsscheibe einhegen.

Die Bremsbeläge müssen dabei zur ordnungsgemäßen Funktion der Scheibenbremse im Bremssattel bzw. dem Bremsträger axial zur Drehachse der Scheibenbremse geführt und radial fixiert werden, um sie gegen ein Herausfal- len zu sichern.

Dazu weist der Bremsträger zur Aufnahme der Bremsbeläge jeweils zwei in Umfangsrichtung der Bremsscheibe hintereinander angeordnete Trägerhörner auf, die zusammen mit einer die Trägerhörner miteinander verbindenden Stre- be den Belagschacht zur Aufnahme eines jeweiligen Bremsbelages bilden.

Zur Montage und Demontage der Bremsbeläge im Servicefall ist es bekannt, die Bremsbeläge und die Trägerhörner des Bremsträgers so auszubilden, dass die Bremsbeläge radial zur Drehachse der Bremsscheibe aus dem Belag- schacht des Bremsträgers entnommen werden können.

Bekannt ist auch, beispielsweise aus der DE 22 55 678 C3, die Bremsbeläge und die Trägerhörner derart zu gestalten, dass die Bremsbeläge an einem oder beiden der Trägerhörner radial formschlüssig fixiert sind. Im ersteren Fall kön- nen die Bremsbeläge dabei durch eine Drehbewegung um eine zur Drehachse der Bremsscheibe parallelen Drehachse aus dem Belagschacht entnommen werden; im zweiteren Fall müssen die Bremsbeläge zur Entnahme zunächst aus dem Eingriff mit den Trägerhörnern in Richtung der Drehachse der Bremsscheibe verschoben werden, bevor sie anschließend aus dem Belagschacht durch eine im Bremssattel vorgesehene Belagschachtöffnung entnommen wer- den können.

Um bei der letztgenannten Anordnung den Ein- und Ausbau der Bremsbeläge zu ermöglichen, ist es erforderlich, die Baulänge der Scheibenbremse in Richtung der Drehachse der Bremsscheibe gegenüber dem Aufbau mit radial ent- nehmbaren Bremsbelägen entsprechend zu verlängern.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Scheibenbremse der gattungsgemäßen Art derart weiterzuentwickeln, dass auch bei einlaufseitig und aus- laufseitig radial zur Drehachse der Bremsscheibe formschlüssig an Trägerhör- nern des Bremsträgers gehaltene Bremsbeläge ohne Vergrößerung der Baulänge der Scheibenbremse in einfacher Weise ein- und ausbaubar sind.

Diese Aufgabe wird durch eine pneumatisch oder elektromotorisch betätigbare Scheibenbremse eines Nutzfahrzeugs mit den Merkmalen des Anspruchs 1 ge- löst.

Bei der erfindungsgemäßen pneumatisch oder elektromotorisch betätigbaren Scheibenbremse mit einem eine Bremsscheibe übergreifenden, verschiebbaren Bremssattel, beidseitig der Bremsscheibe in einem Belagschacht eines Bremsträgers angeordneten Bremsbelägen mit jeweiligen Belagträgerplatten und einem an dieser befestigten Reibbelag, bei der ein zuspannseitiger Bremsbelag mithilfe einer Zuspannrichtung und ein reaktionsseitiger Bremsbelag mit- hilfe eines Bremssattelrückens durch Verschieben des Bremssattels gegen die Bremsscheibe drückbar ist, und bei dem die Bremsbeläge einlaufseitig und auslaufseitig radial zur Drehachse der Bremsscheibe formschlüssig an Trägerhörnern des Bremsträgers gehalten sind, ist zwischen dem reaktionsseitiger Bremsbelag und dem Bremssattelrücken eine Druckplatte angeordnet.

Mithilfe dieser Druckplatte, die zwischen dem Sattelrücken und dem reaktions- seitigen Bremsbelag entnehmbar angeordnet ist, lassen sich die formschlüssigen Bremsbeläge zum Auswechseln derselben in einfacher Weise dadurch entnehmen und wieder in den jeweiligen Belagschacht einsetzen, dass die Druckplatte vor einem Bremsbelagwechsel aus ihrer Betriebsposition zwischen Sattelrücken und reaktionsseitigem Bremsbelag radial entnommen und nach erfolgtem Bremsbelagwechsel wieder eingesetzt und fixiert wird.

Vorteilhafte Ausführungsvarianten sind Gegenstand der Unteransprüche.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung weist die Druckplatte in Zuspannrichtung eine Dicke auf, die mindestens der halben Dicke der Belagträgerplatte des reaktionsseitigen Bremsbelags entspricht. Dadurch kann im Servicefall bei herausgenommener Druckplatte der reaktionsseitige Brems- belag hinreichend weit aus dem Eingriff im Belagschacht parallel zur Drehachse der Bremsscheibe verschoben werden, um ihn anschließend radial durch die Belagschachtöffnung im Bremssattel herausnehmen zu können.

Die Druckplatte ist gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante be- vorzugt am Bremssattelrücken abnehmbar festgelegt. Dazu ist besonders bevorzugt auf einer Seitenfläche der Druckplatte wenigstens ein Befestigungsvorsprung zur Fixierung am Bremssattelrücken angeformt, der im Servicefall leicht zugänglich ist. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante ist der Befestigungsvorsprung als senkrecht zur Seitenfläche der Druckplatte vorstehender Ring ausgebildet, durch dessen Ringöffnung ein am Bremssattelrücken fixierbarer Bolzen durchsteckbar ist. Zur Festlegung der Druckplatte am Bremssattelrücken ist nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung am Bremssattelrücken ein Vorsprung vorgesehen. Dieser Vorsprung dient bevorzugt des Weiteren auch der Fixierung eines Belaghaltebügels, der die Belagschachtöffnung des Bremssattels in Richtung der Drehachse der Bremsscheibe überspannt und als Widerlager für ggfs. an den Belagträgerplatten der Bremsbeläge angeordneten Belaghaltefedern dient.

Die Druckplatte selbst ist gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung durch eine Belagschachtöffnung des Bremssattels radial zur Dreh- achse der Bremsscheibe einsetzbar und herausnehmbar, wodurch die Montage und Demontage der Druckplatte in einfacher Weise durchführbar ist.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsvariante einer erfin- dungsgemäßen Scheibenbremse,

Figur 2 eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsvariante einer

Druckplatte der Scheibenbremse,

Figur 3 eine perspektivische Darstellung eines Bremsträgers mit darin eingesetzten radial formschlüssig gehaltenen Bremsbelägen und

Figur 4 einen alternative Ausführungsvariante eines Bremsträgers und darin einsetzbaren Bremsbelägen in einer perspektivische Explosionsdarstellung.

In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten, links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren gewählte beispielhafte Darstellung und Position der Scheibenbremse, des Bremsbelages, des Bremsträgers, des Bremssattels, der Druckplatte und dergleichen. Diese Begriffe sind nicht einschränkend zu verstehen, d.h., durch verschiedene Arbeitsstellungen oder die spiegelsymmetrische Auslegung oder dergleichen können sich diese Bezüge ändern.

In Figur 1 ist mit dem Bezugszeichen 1 in schematischer Darstellung eine Scheibenbremse für ein Nutzfahrzeug bezeichnet, mit einem eine nicht gezeigte Bremsscheibe überspannenden Bremssattel 2, der axial zu einer Drehachse der Bremsscheibe verschiebbar an einem ortsfesten Bremsträger 6 befestigt ist. In dem Bremsträger 6 sind jeweilige Bremsbeläge 3, 4 angeordnet, die im Fall einer Bremsung gegen die Bremsscheibe gedrückt werden.

Die Bremsbeläge 3, 4 und der Bremsträger 6 sind dabei, wie in den Figuren 3 und 4 gezeigt, derart geformt, dass die Bremsbeläge 3, 4, eingesetzt in den jeweiligen Belagschacht 61 des Bremsträgers 6, radial und in Umfangs- oder Drehrichtung der Bremsscheibe formschlüssig im Belagschacht 61 gehalten sind.

Dazu weist der Bremsträger 6 jeweilige durch Bremsträgerhörner 62 und einen diese verbindenden Querträger bildenden Belagschacht 61 auf, wobei die Trä- gerhörner 62, 63 sowohl einlaufseitig und auslaufseitig Ausnehmungen 64 aufweisen, in die entsprechend geformte Vorsprünge 33, 43 von Belagträgerplatten 31 , 41 der Bremsbeläge 3, 4 angeformt sind. Die Bremsbeläge 3, 4 sind im Wesentlichen symmetrisch gestaltet, so dass jeder der Bremsbeläge 3, 4 sowohl zuspannseitig als auch reaktionsseitig in den jeweiligen Belagschacht 61 des Bremsträgers 6 einsetzbar ist.

Der Bremssattel 2 weist eine Belagschachtöffnung 21 auf, durch die die Brems- beläge 3, 4 radial zur Drehachse der Bremsscheibe in den jeweiligen Belagschacht 61 des Bremsträgers 6 einsetzbar bzw. herausnehmbar sind.

Bedingt durch die Vorsprünge 33 der Belagträgerplatten 31 , 41 müssen die Bremsbeläge 3, 4 zum Einbau in den jeweiligen Belagschacht 61 radial in einen Raum zwischen einem zuspannseitigen bzw. reaktionsseitigen Rand des Bremssattels 2 und den diesen zugewandten Außenseiten der jeweiligen Trägerhörner 62, 63 radial in Richtung der Drehachse der Bremsscheibe eingeschoben und bei Erreichen der Vorsprünge 33, 43 der Belagträgerplatten 31 , 41 axial zur Drehachse der Bremsscheibe zwischen die Trägerhörner 62, 63 verschoben werden.

Im eingebauten Zustand wird der zuspannseitige Bremsbelag 4 mithilfe einer nicht dargestellten Zuspanneinrichtung, üblicherweise bestehend aus einer oder zwei Stellspindeln mit daran angesetztem Druckstück, gegen die Bremsscheibe gedrückt, während ein reaktionsseitiger Bremsbelag 3 durch Verschieben des Bremssattels 2 mithilfe des Bremssattelrückens 24 gegen die Bremsscheibe gedrückt wird.

Um einen einfach durchführbaren Ein- und Ausbau der Bremsbeläge 3, 4 vornehmen zu können, ist zwischen dem reaktionsseitigen Bremsbelag 3 und dem Bremssattelrücken 24 eine Druckplatte 5 angeordnet. Diese Druckplatte 5 wird zum Austausch der Bremsbeläge 3, 4 zwischen dem reaktionsseitigen Bremsbelag 3 und dem Bremssattel rücken 24 herausgenommen und schafft dadurch den notwendigen Bauraum, um die Belagträgerplatte 31 des reaktionsseitigen Bremsbelags 3 aus dem Eingriff mit den Trägerhörnern 63 des Bremsträgers 6 seitlich, d.h. axial zur Drehachse der Bremsscheibe herausschieben zu können, um dann den reaktionsseitigen Bremsbelag 3 radial nach oben durch die Belagschachtöff- nung 21 im Bremssattel 2 herausnehmen zu können. Um die Baulänge der Scheibenbremse axial zur Drehachse der Bremsscheibe bei gleichbleibender anfänglicher Dicke der Reibbeläge 32, 42 der Bremsbeläge 3, 4 gegenüber solchen Bremssätteln von Scheibenbremsen beibehalten zu können, bei denen die Bremsbeläge ohne axiale Verschiebung radial aus den jeweiligen Belagschächten herausgenommen werden können, ist der Bremssattelrücken 24, der den reaktionsseitigen Rahmen des Bremssattels 2 bildet, um die Dicke der Druckplatte 5 verjüngt ausgebildet. Die Druckplatte 5 ist dabei in Zuspannrichtung bevorzugt zumindest halb so dick wie die Belagträgerplatte 31 . Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsvariante ist die Dicke d D der Druckplatte 5 etwa gleich der Dicke d B der Belagträgerplatte 31 des reaktionsseitigen Bremsbelags 3. Wichtig ist, für den Ausbau und Einbau der Bremsbeläge 3, 4 hinreichend Bauraum zum Verschieben der Belagträgerplatte 31 des reaktionsseitigen Bremsbelags 3 bereitzustellen, damit diese aus dem formschlüssigen Eingriff mit den Trägerhörnern 63 herausgenommen bzw. in diesen eingesetzt werden kann.

Die Breite der Trägerhörner 62, 63 des Bremsträgers 6 in Zuspannrichtung kann dabei unverändert beibehalten werden.

Wie aus einer Zusammenschau der Figuren 1 und 2 ersichtlich, ist die Druckplatte 5 bevorzugt am Bremssattelrücken 24 abnehmbar festgelegt. Dazu ist bevorzugt an einer Seitenfläche 51 der Druckplatte 5 wenigstens ein Befestigungsvorsprung 52 zur Fixierung am Bremssattelrücken 24 angeformt. In der in Figur 2 gezeigten bevorzugten Ausführungsvariante sind zwei Befestigungsvorsprünge 52 an der Druckplatte 5 angeformt. Denkbar ist auch, die Befestigungsvorsprünge 52 als separate Bauteile an der Druckplatte 5 durch Verkleben, Verschweißen oder dergleichen zu befestigen.

Die Befestigungsvorsprünge 52 sind dabei bevorzugt als senkrecht zur Seitenfläche 51 der Druckplatte 5 vorstehende Ringe ausgebildet, durch deren jeweiliger Ringöffnung 53 ein am Bremssattel rücken 24 fixierbarer (nicht gezeigter) Bolzen durchsteckbar ist. Am Bremssattelrücken 24 ist entsprechend bevorzugt ein Vorsprung 22 mit einer Bohrung 23 vorgesehen, an dem die Druckplatte 5 abnehmbar festgelegt ist. Dieser Vorsprung 22 dient vorzugsweise zusätzlich zur Festlegung eines Endes eines (nicht dargestellten) Belaghaltebügels, der die Belagschachtöffnung 21 des Bremssattels 2 axial zur Drehachse der Bremsscheibe überspannt.

Die Druckplatte 5 ist ebenso wie die Bremsbeläge 3, 4 durch die Belagschachtöffnung 21 des Bremssattels 2 radial zur Drehachse der Bremsscheibe einsetzbar und herausnehmbar.

Die Seitenränder der Druckplatte 5 sind dabei bevorzugt parallel zueinander ausgerichtet, so dass die Druckplatte 5 in einfacher Weise radial zur Drehachse der Bremsscheibe in die Belagschachtöffnung 21 zwischen einem Rand des Bremssattels 2 und den jeweiligen Trägerhörnern 63 des Bremsträgers 6 einführbar und herausnehmbar ist.

Bezugszeichenliste Scheibenbremse Bremssattel

1 Belagschachtöffnung

2 Vorsprung

3 Bohrung

4 Bremssattelrücken Bremsbelag

1 Belagträgerplatte

2 Reibbelag

3 Vorsprung Bremsbelag

1 Belagträgerplatte

2 Reibbelag

3 Vorsprung Druckplatte

1 Seitenfläche

52 Befestigungsvorsprung

6 Bremsträger

61 Belagschacht

62 Trägerhorn

63 Trägerhorn

64 Ausnehmung d D Dicke

d B Dicke